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Hallöchen,
gestern Abend war Georgine Kellermann Gast (Gästin hört sich irgendwie falsch an) beim Köllner Treff. Sie war vor ihrem Outing weltweit als Korrespondent für die ARD tätig. Nun leitet sie das WDR-Studio in Essen und ist in ihrem Leben angekommen. Sie wurde unlängst für ihren Einsatz für unsere Interessen ausgezeichnet. Durch die Bekanntheit der öffentlichen Person in Funk und Fernsehen, hat das sicherlich noch eine besondere Tragweite, aber schaut selbst.
LG, Tanja https://www.ardmediathek.de/video/koeln ... WRjMWQzNQ/
Ich war schon immer eine Frau, nur niemand konnte mich wirklich sehen.
Jetzt wird es Zeit, dass alle die Frau sehen, damit ich mich erkennen kann und so sein kann wie ich bin.
Tanja Stöckel hat geschrieben: Sa 14. Aug 2021, 14:29
Sie wurde unlängst für ihren Einsatz für unsere Interessen ausgezeichnet.
nun ja - vielleicht durch ihre Bekanntheit hat sie dem Thema Transsexualität ein paar Aufmerksamkeitspunke in der Öffentlichkeit geschenkt.
In diesen Sendungen fehlen mir manchmal Hinweise auf "unsere Interessen". Ich empfand es als "ganz persönlich ihr Thema".
Nicht unsympathisch dabei - und ich gönne jedem Menschen die Auszeichnungen, die er oder sie bekommt.
ich habe die Talkshow auch gesehen. Ja, es ging im wesentlichen um ihre persönlichen Erfahrungen - das lange Verheimlichen, das Outing, Ängste, Vereinbarkeit mit dem Beruf ...
Macht aber nichts, das sind doch die typischen Themen, die uns alle beschäftigen. Und je mehr "wir" in der Öffentlichkeit stehen, desto besser. Mit Schwulen und Lesben kann inzwischen jeder was anfangen, jeder kennt mit Sicherheit jemanden - aber Trans* Menschen fliegen noch weitestgehend unterm Radar der allgemeinen Wahrnehmung.
ich sehe das genau anders herum. Sie macht mehr für "unsere Sache", wenn sie persönlich bleibt. Der Zuschauer muss sich auf sie als Mensch einlassen und nicht auf eine anonyme Idee. Ich meine, gerade die persönlichen Erfahrungen machen das Thema für Außenstehende begreifbarer und das schafft mehr Verständnis als Forderungen nach Akzeptanz und gleiche Chancen. Darüber hinaus ist ihre Einstellung positiv. Sie beklagt nicht den Mangel, sondern stellt ihren Arbeitgeber und ihre Kollegen als Unterstützer in den Vordergrund.
Anne-Mette hat geschrieben: So 15. Aug 2021, 17:33
Klaudia hat geschrieben: So 15. Aug 2021, 16:15
Ja, es ging im wesentlichen um ihre persönlichen Erfahrungen
Ja, schade, gerade von Menschen "mit Reichweite" wünsche ich mir da etwas mehr.
Hallo Mädels,
ich glaube, in dem Interview während der Tankshow sollte es gerade um die Person der Journalistin gehen und nicht nur um das Thema Trans oder Quer. Menschen können nur über Bezugspunkte die sie kennen bewogen werden, sich für diese Themen zu interessieren. Erst durch das positive Feedback (der, die das ist ja ganz nett) werden gesellschaftliche Veränderungen bei der Bewertung ähnlicher Menschen möglich. Das sieht man auch sonst in anderen Themen wie Musik oder Mode ganz ähnlich, siehe Beatles-Frisuren oder Lady Di-Look. Dadurch, dass sich Prominente geoutet haben, wurden Themen aus der Schmuddel-Ecke geholt und gesellschaftsfähig, zumindest soweit, dass man nicht mehr mit vorgehaltener Hand darüber redet.
LG, Tanja
Ich war schon immer eine Frau, nur niemand konnte mich wirklich sehen.
Jetzt wird es Zeit, dass alle die Frau sehen, damit ich mich erkennen kann und so sein kann wie ich bin.
Hallo zusammen,
ich habe mir die Sendung auch angeschaut und finde sie großartig, gerade weil sie in ihrer Art so natürlich ist. Ihr könnt viel mehr über sie erfahren wenn ihr mal auf Twitter unterwegs seid - wir folgen uns da gegenseitig.