Non-Binary People's Day
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Lisa84
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Non„Binary People's Day
Der morgige 14.07. liegt genau zwischen dem Internationalen Frauentag am 8. März und dem Internationalen Männertag am 19. November und wird auch als Non-Binary People's Day bezeichnet.
Auch wenn ich das Label nichtbinär bisher eher nicht für mich genutzt habe, sondern andere "Schubladen" als passender empfunden habe, muss ich sagen, dass ich mich immer mehr damit identifizieren kann. Dies äussert sich gar nicht so sehr an meinem äußeren Erscheinungsbild, denn hier repräsentiere ich mich meist mehr oder weniger männlich oder weiblich, also binär. Vielmehr sind es meine Gefühlswelt und meine Handlungsweisen, die für mich nicht eindeutig zuzuordnen sind.
Mich würde interessieren wie es bei euch ist. Seht ihr euch als nichtbinär (oder eine ähnliche Bezeichnung wie genderqueer) und wie äussert sich dies bei euch?
Auch wenn ich das Label nichtbinär bisher eher nicht für mich genutzt habe, sondern andere "Schubladen" als passender empfunden habe, muss ich sagen, dass ich mich immer mehr damit identifizieren kann. Dies äussert sich gar nicht so sehr an meinem äußeren Erscheinungsbild, denn hier repräsentiere ich mich meist mehr oder weniger männlich oder weiblich, also binär. Vielmehr sind es meine Gefühlswelt und meine Handlungsweisen, die für mich nicht eindeutig zuzuordnen sind.
Mich würde interessieren wie es bei euch ist. Seht ihr euch als nichtbinär (oder eine ähnliche Bezeichnung wie genderqueer) und wie äussert sich dies bei euch?
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Cuddy
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Re: Non„Binary People's Day
Hallo Lisa,
ich muss zugeben, dass meine Denkprozesse total binär ablaufen, was das gendern betrifft. Ich bin, zumindest im Moment, nicht in der Lage das nichtbinäre nachzuempfinden. Aber ich arbeite dran und hoffe, dass ich mich da mal richtig einfühlen kann.
Eigentlich recht Paradox, wenn ich bedenke, dass ich mich meistens eher mit weiblich identifiziere, aber an schlechten Tagen, mich nach nichts fühle.
LG Cuddy
ich muss zugeben, dass meine Denkprozesse total binär ablaufen, was das gendern betrifft. Ich bin, zumindest im Moment, nicht in der Lage das nichtbinäre nachzuempfinden. Aber ich arbeite dran und hoffe, dass ich mich da mal richtig einfühlen kann.
Eigentlich recht Paradox, wenn ich bedenke, dass ich mich meistens eher mit weiblich identifiziere, aber an schlechten Tagen, mich nach nichts fühle.
LG Cuddy
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Lisa84
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Re: Non„Binary People's Day
Hallo Cuddy, danke für deine Sichtweise. Ich frage mich häufig inwiefern Denkprozesse überhaupt binär verlaufen und woran ich, abgesehen von meiner äusserlichen Repräsentation, eine Identität festmachen kann?
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manchmal_melissa
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Re: Non„Binary People's Day
Hallo Lisa,
die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Meine Freundin fragte mal, wie viel Frau jetzt eigentlich in mir stecke. Ich antwortete: ich bin 70% Mann und 30% Frau. Trotzdem empfinde ich mich nicht als nicht-binär. Wenn ich ein Mann bin, dann zu 100%, auch wenn ich ein "weicher" Mann bin. Wenn ich eine Frau bin, möchte ich mich auch zu 100% so fühlen. Mich fasziniert vor allem der Wechsel zwischen den beiden Welten, deshalb ist z.B. der Hybrid-Modus eher nichts für mich. Als Teilzeitfrau würde ich mich als queer bezeichnen, nicht besonders präzise, aber auch nicht falsch. Je nach Definition und innerem Empfinden kann man Crossdresser auch als transgender bezeichnen, aber ich denke das führt zu falschen Assoziationen.
Liebe Grüße,
Melissa
die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Meine Freundin fragte mal, wie viel Frau jetzt eigentlich in mir stecke. Ich antwortete: ich bin 70% Mann und 30% Frau. Trotzdem empfinde ich mich nicht als nicht-binär. Wenn ich ein Mann bin, dann zu 100%, auch wenn ich ein "weicher" Mann bin. Wenn ich eine Frau bin, möchte ich mich auch zu 100% so fühlen. Mich fasziniert vor allem der Wechsel zwischen den beiden Welten, deshalb ist z.B. der Hybrid-Modus eher nichts für mich. Als Teilzeitfrau würde ich mich als queer bezeichnen, nicht besonders präzise, aber auch nicht falsch. Je nach Definition und innerem Empfinden kann man Crossdresser auch als transgender bezeichnen, aber ich denke das führt zu falschen Assoziationen.
Liebe Grüße,
Melissa
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Mirjam
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Re: Non„Binary People's Day
Hallo Lisa, hallo Rest der Welt
Denn ich habe nie wirklich als Mann gelebt, es war immer irgendwo "dazwischen", heute würde ich es wahrscheinlich nicht-binär nennen. Damals kannte ich den Begriff allerdings noch nicht, ich hätte vielleicht eher androgyn dazu gesagt. Ich habe seit über 25 Jahren lange Haare, bin in halbwegs unisex Klamotten rumgelaufen. Damit meine ich jetzt keine Kleider, Röcke oder so, aber eben gerne figurbetonte Jeans und Shirts, und da habe ich mich auch an einer breiten Farbenpalette bedient 
Was ich aber in diesem Zusammenhang noch wichtiger finde ist, wie habe ich mich gefühlt. Wohl definitiv nicht als Mann, denn in reinen Männerrunden kam ich mir immer deplaziert vor, deswegen habe ich die auch gemieden, wo und wann immer es möglich war. Das lag einerseits an den Themen, um die es da meistens ging (Fußball, Autos, ...
), andererseits am "typisch männlichen Verhalten" einiger, womit ich noch nie wirklich klar kam, geschweige denn mich damit identifizieren konnte. Aber ich fragte mich auch, passe ich in reine Frauenrunden rein? Von den Themen meistens besser, aber wie werde ich gesehen? "Damals" war ich ja noch ungeschminkt unterwegs, ich wurde also rein optisch bestimmt nicht als Frau wahrgenommen. Zumindest nicht von vorne ...
Und noch eines fällt mir dazu ein: Ich habe mich wohl auch nicht wie ein typischer Mann bewegt. Das muss so einigen aufgefallen sein, ein paar wenige haben das dann auch mehr oder weniger indirekt mal angesprochen. So richtig allerdings erst, als ich endlich so weit war dazu zu stehen, dass ich eine Frau bin. Ich konnte das aber auch vorher nie wirklich verstecken, und ich wollte es auch nie
LG, Mirjam
Zu "ist" kann ich dazu jetzt nichts mehr schreiben, zu "war" vielleicht aber schonLisa84 hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 11:10 Mich würde interessieren wie es bei euch ist. Seht ihr euch als nichtbinär (oder eine ähnliche Bezeichnung wie genderqueer) und wie äussert sich dies bei euch?
Was ich aber in diesem Zusammenhang noch wichtiger finde ist, wie habe ich mich gefühlt. Wohl definitiv nicht als Mann, denn in reinen Männerrunden kam ich mir immer deplaziert vor, deswegen habe ich die auch gemieden, wo und wann immer es möglich war. Das lag einerseits an den Themen, um die es da meistens ging (Fußball, Autos, ...
Und noch eines fällt mir dazu ein: Ich habe mich wohl auch nicht wie ein typischer Mann bewegt. Das muss so einigen aufgefallen sein, ein paar wenige haben das dann auch mehr oder weniger indirekt mal angesprochen. So richtig allerdings erst, als ich endlich so weit war dazu zu stehen, dass ich eine Frau bin. Ich konnte das aber auch vorher nie wirklich verstecken, und ich wollte es auch nie
LG, Mirjam
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Lisa84
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Re: Non„Binary People's Day
Hallo Melissa und Mirjam, die Frage mit den Anteilen kenne ich von meiner Partnerin auch und habe ihr anfangs auch ähnliche prozentuale Angaben gegeben. Allerdings habe ich im Laufe der Zeit auch festgestellt, dass dies für mich gar nicht so festzumachen ist. Ich fühle mich nicht anders, wenn ich mein Erscheinungsbild ändere und ich sehe Crossdressing in dem Moment eigentlich eher als Performance um dies nach aussen zu tragen. Dies fasziniert mich natürlich auch! Andererseits kann ich aber auch nicht sagen, dass ich mich zu 100% als Mann fühle, wenn ich mich als Mann repräsentiere. Was ist denn schon 100% Mann?
Zu Mirjams beitragt passt, dass ich heute einen interessanten Beitrag zu dem Thema in den sozialen Medien gelesen habe. Die Aussage war dort, dass sich sehr viele Menschen wohl als nichtbinär einstufen würde, wen den Menschen die Bedeutung klarer wäre und der Begriff schon früher existiert hätte. Nichtbinärität hat demnach auch nichts mit dem Erscheinungsbild zu tun, auch wenn viele einen androgynen Look damit assoziieren.
Ich kann mich mit Mirjams Beschreibungen sehr gut identifizieren, insbesondere die Verhaltensweisen haben bei manchen in meinem sozialen Umfeld für Verwirrung gesorgt und ich wurde häufig als "schwul" gelesen, auch wenn die sexuelle Orientierung hier natürlich überhaupt nichts mit zu tun hat.
Zu Mirjams beitragt passt, dass ich heute einen interessanten Beitrag zu dem Thema in den sozialen Medien gelesen habe. Die Aussage war dort, dass sich sehr viele Menschen wohl als nichtbinär einstufen würde, wen den Menschen die Bedeutung klarer wäre und der Begriff schon früher existiert hätte. Nichtbinärität hat demnach auch nichts mit dem Erscheinungsbild zu tun, auch wenn viele einen androgynen Look damit assoziieren.
Ich kann mich mit Mirjams Beschreibungen sehr gut identifizieren, insbesondere die Verhaltensweisen haben bei manchen in meinem sozialen Umfeld für Verwirrung gesorgt und ich wurde häufig als "schwul" gelesen, auch wenn die sexuelle Orientierung hier natürlich überhaupt nichts mit zu tun hat.
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Cuddy
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Re: Non„Binary People's Day
Ich denke ganz klar in mänllichen und weiblichen Kategorien, ein weder noch kann ich nicht wirklich erfassen. Wahrscheinlich fehlt mir bisher einfach der direkte Austausch mit Menschen, die sich klar als non-binary erleben. Wenn ich mich nach nichts fühle, liegt das an depressiven Phasen. Es ist also mehr so, dass ich keinen rechten Zugang zu mir selbst habe.Lisa84 hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 15:17 Ich frage mich häufig inwiefern Denkprozesse überhaupt binär verlaufen und woran ich, abgesehen von meiner äusserlichen Repräsentation, eine Identität festmachen kann?
Die Frage, woran man seine Identität fest machen kann, ist schon etwas schwieriger. Ich glaube, dass ist sehr individuell. Ich definiere meine Identität, also mein "Ich selbst" über meine moralischen Werte, meine Ansichten und das, was ich daraus für mich ableite. Ich bin also immer ich, egal wie ich mich gerade fühle oder wie es mir geht.
LG Cuddy
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Lisa84
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Re: Non„Binary People's Day
Das ist wirklich sehr interessant. Also assoziierst du dieses "nichts" als etwas für dich persönlich negatives, da du in depressiven Phasen so empfindest? Ich empfinde dies im Gegensatz dazu als etwas sehr Befreiendes und positives, da ich mich von typisch männlichen oder weiblichen Denkmustern (Sofern man von typisch sprechen kann) lossagen kann.Cuddy hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 16:18Ich denke ganz klar in mänllichen und weiblichen Kategorien, ein weder noch kann ich nicht wirklich erfassen. Wahrscheinlich fehlt mir bisher einfach der direkte Austausch mit Menschen, die sich klar als non-binary erleben. Wenn ich mich nach nichts fühle, liegt das an depressiven Phasen. Es ist also mehr so, dass ich keinen rechten Zugang zu mir selbst habe.Lisa84 hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 15:17 Ich frage mich häufig inwiefern Denkprozesse überhaupt binär verlaufen und woran ich, abgesehen von meiner äusserlichen Repräsentation, eine Identität festmachen kann?
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Cuddy
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Re: Non„Binary People's Day
Ich glaube, dass kommt ziemlich gut hin, mit dem zusammenhang zwischen Depression und dem nach nichts fühlen. Das belastende daran ist auch eher der Depression geschuldet, als dem nichts.Lisa84 hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 16:26 Das ist wirklich sehr interessant. Also assoziierst du dieses "nichts" als etwas für dich persönlich negatives, da du in depressiven Phasen so empfindest? Ich empfinde dies im Gegensatz dazu als etwas sehr Befreiendes und positives, da ich mich von typisch männlichen oder weiblichen Denkmustern (Sofern man von typisch sprechen kann) lossagen kann.
So typisch männlich war ich aber auch nie wirklich. Ist aber auch nie wirklich auffällig gewesen. Unter all den Metalern, zwischen denen ich mich immer rumgetrieben habe, fällt sowas auch nicht auf. Berufe im sozialen Bereich oder andere Interessen, als Auto, Fussball, Ti...en, die ja oft eher dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden sind da weiter verbreitet. Also die Lücke zwischen Mann und Frau ist einfach weniger stark ausgeprägt. Das hat große Anteile an der Entwicklung meiner Wahrnehmung gehabt.
Ziemlich buntes Völkchen, wenn man betrachtet, dass die vorherrschende Farbe schwarz ist.
LG Cuddy
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Lisa84
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Re: Non„Binary People's Day
Die Erkenntnis, dass ich nie sonderlich männlich war, kam bei mir auch erst relativ spät. Man macht sich ja auch selten wirklich Gedanken darüber. Und letztendlich frage ich mich ob Situationen in denen man besonders "männlich" agiert hat nicht auch eher eine Performance waren, genau wie dies beim Crossdressing der Fall ist.Cuddy hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 16:44 So typisch männlich war ich aber auch nie wirklich. Ist aber auch nie wirklich auffällig gewesen. Unter all den Metalern, zwischen denen ich mich immer rumgetrieben habe, fällt sowas auch nicht auf. Berufe im sozialen Bereich oder andere Interessen, als Auto, Fussball, Ti...en, die ja oft eher dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden sind da weiter verbreitet. Also die Lücke zwischen Mann und Frau ist einfach weniger stark ausgeprägt. Das hat große Anteile an der Entwicklung meiner Wahrnehmung gehabt.
LG Lisa
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manchmal_melissa
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Re: Non„Binary People's Day
Hallo Lisa,Lisa84 hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 16:08 Ich fühle mich nicht anders, wenn ich mein Erscheinungsbild ändere und ich sehe Crossdressing in dem Moment eigentlich eher als Performance um dies nach aussen zu tragen. Dies fasziniert mich natürlich auch! Andererseits kann ich aber auch nicht sagen, dass ich mich zu 100% als Mann fühle, wenn ich mich als Mann repräsentiere. Was ist denn schon 100% Mann?
das ist interessant, denn da unterscheiden wir uns. Ich fühle mich komplett anders als Melissa. Ich bewege mich ganz anders, habe ein anderes Körpergefühl und bin insgesamt ruhiger, kann besser entspannen.
100% Mann ist Gott sei Dank niemand, und die, die es versuchen, sind für einige Probleme in der Gesellschaft verantwortlich, Stichwort Toxische Männlichkeit. Aber das Thema wäre einen eigenen Thread wert.
Liebe Grüße,
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Re: Non„Binary People's Day
Diese situative männlichkeit kann ich für mich als Performance bestätigen. Wenn man mit seiner Metalband auf der Bühne steht, wird es ein stück weit erwartet und ich bin dem auch gerne nachgekommen. Ein wenig kokettieren macht ja auch spaß.Lisa84 hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 16:56 Und letztendlich frage ich mich ob Situationen in denen man besonders "männlich" agiert hat nicht auch eher eine Performance waren, genau wie dies beim Crossdressing der Fall ist.
An anderer Stelle war es für mich eher schädlich. Wenn ich an meine Beziehung mit meiner Ex-Frau denke zu Beispiel. Als Alleinverdiener für eine vierköpfige Familie musste ich "meinen Mann" stehen. In dieser Lage fühlte ich mich furchtbar unwohl. Letztlich hat mir dieses Leben so sehr zugesetzt, dass ich in der Klinik gelandet bin.
Andererseits war es ein wesentlicher Bestandteil auf dem Weg zu mir selbst. Hat also auch gutes mit sich gebracht.
LG Cuddy
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Re: Non„Binary People's Day
Diese Performance ist mir im Nachhinein auch in Bezug auf meine vorherige Ehe aufgefallen. Das den "Mann stehen" hat bei mir auch nicht so hingehauen und als Reaktion darauf habe ich mir einen Bart wachsen lassen und eine zeitlang den starken Mann gespielt. Insofern hat es auch bei mir sehr zur Identitätsentwicklung beigetragen und ich kann die Situation heute etwas differenzierter betrachten und darüber schmunzeln.Cuddy hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 18:01 Diese situative männlichkeit kann ich für mich als Performance bestätigen.....
An anderer Stelle war es für mich eher schädlich. Wenn ich an meine Beziehung mit meiner Ex-Frau denke zu Beispiel.
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Re: Non„Binary People's Day
Das finde ich interessant. Als ich im letzten Jahr meinen Bart, nach 20 Jahren abgenommen habe, habe ich mich gefragt, ob der auch mehr ein Alibi-Bart war. So ein anständiger Bart gehört nach wie vor zu meinem Männerbild. Heisst natürlich nicht, dass ich einem unbebarteten Mann nicht als Mann anerkenne. Es ist nur fest in meinem Unterbewusstsein intgeriert.Lisa84 hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 18:16 Das den "Mann stehen" hat bei mir auch nicht so hingehauen und als Reaktion darauf habe ich mir einen Bart wachsen lassen und eine zeitlang den starken Mann gespielt. Insofern hat es auch bei mir sehr zur Identitätsentwicklung beigetragen und ich kann die Situation heute etwas differenzierter betrachten und darüber schmunzeln.
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Re: Non„Binary People's Day
Allgemein ist die ganze Thematik der Rollenbilder sehr spannend und ich kann auch meiner Sicht nur sagen, dass die Auseinandersetzung damit mich ein ganzes Stück weiter in meiner Entwicklung gebracht hat.Cuddy hat geschrieben: Di 13. Jul 2021, 19:49 Das finde ich interessant. Als ich im letzten Jahr meinen Bart, nach 20 Jahren abgenommen habe, habe ich mich gefragt, ob der auch mehr ein Alibi-Bart war. So ein anständiger Bart gehört nach wie vor zu meinem Männerbild. Heisst natürlich nicht, dass ich einem unbebarteten Mann nicht als Mann anerkenne. Es ist nur fest in meinem Unterbewusstsein intgeriert.