Streit um Trans-Aussagen
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Marlene K.
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Streit um Trans„Aussagen

Post 1 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Die TAZ setzt sich weiter mit der Frage trans und Frau sein auseinander:
https://taz.de/Streit-um-Trans-Aussagen ... /!5779189/
...
Die Geschichte beginnt vor vier Jahren. 2017 gibt Adichie dem britischen Sender Channel 4 ein Interview. Sie wird gefragt, ob eine trans Frau ihrer Ansicht nach "weniger Frau" sei als eine cis Frau. Adichie antwortet: "Mein Gefühl ist, dass trans Frauen trans Frauen sind." Wenn jemand eine Zeit lang als Mann in der Welt gelebt habe, mit den entsprechenden Privilegien, falle es ihr schwer zu akzeptieren, dass man diese Erfahrung mit der Erfahrung einer Frau gleichsetzen könne, "die von Anfang an als Frau in der Welt gelebt hat".
...
Kaum jemand wird abstreiten, dass Erfahrungen von cis und trans Frauen sich unterscheiden. Oder dass männlich gelesenen trans Frauen männliche Privilegien zuteil werden können. Aber wann man Differenz betont und welche Differenz, ist eine strategische Entscheidung.

Die Unfreiheiten, unter denen trans Menschen — und queere Menschen generell — leiden, haben mit der verbreiteten Ansicht zu tun, dass diese Menschen irgendwie nicht richtig sind, nicht vollständig. Eine Behelfsexistenz.
...
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Marlene K.
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Re: Streit um Trans„Aussagen

Post 2 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Anke
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Re: Streit um Trans„Aussagen

Post 3 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,

dieser Aussage kann ich zustimmen. Durch unseren besonderen Lebensweg sind wir "speziell". Allerdings sind wir nicht mehr und nicht weniger Frau, als eine cis Frau. Allein die Frage ob eine Transfrau weniger Frau als eine Cisfrau ist, finde ich merkwürdig, abwegig und an der Sache vorbei.
Die Geschichte beginnt vor vier Jahren. 2017 gibt Adichie dem britischen Sender Channel 4 ein Interview. Sie wird gefragt, ob eine trans Frau ihrer Ansicht nach "weniger Frau" sei als eine cis Frau. Adichie antwortet: "Mein Gefühl ist, dass trans Frauen trans Frauen sind."
Wenn jemand eine Zeit lang als Mann in der Welt gelebt habe, mit den entsprechenden Privilegien, falle es ihr schwer zu akzeptieren, dass man diese Erfahrung mit der Erfahrung einer Frau gleichsetzen könne, "die von Anfang an als Frau in der Welt gelebt hat".
Ich finde, dass das eine sehr eindimensionale Betrachtung ist. Selbstverständlich sind unsere Erfahrungen anders, jedoch auf sehr vielfältige Weise. Die Erfahrungen einzig an möglichen Privilegien fest zu machen, halte ich für keine gute Idee. Bei mir haben sich die Privilegien in sehr überschaubaren Grenzen gehalten (ich stamme aus eher einfachen Verhältnissen) und wenn ich sie gespürt habe, dann war mir das sehr unangenehm.

Im übrigen gibt es auch genug Cisfrauen, die sehr privilegiert angewachsen sind. Sollte deshalb ihr Frausein in Frage gestellt oder als "weniger" bewertet werden? Meiner Meinung nach nicht.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

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Fuchs20
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Re: Streit um Trans„Aussagen

Post 4 im Thema

Beitrag von Fuchs20 »

Eine interessante Aussage!
Ich denke ein Stück weit stimmt das schon. Was definitiv stimmt ist die Tatsache, dass Transfrauen andere Erfahrungen machen als cis-Frauen. Ich persönlich denke aber die Schlussfolgerung die daraus gezogen wird ist eine falsche. Zum einen: ja, andere Erfahrungen. Nicht bessere, nicht schlechtere, jegliche Wertungsversuche sind hier meines Erachtens fehl am Platz. Natürlich haben viele Transfrauen auch die strukturellen Privilegien genossen - von denen man sich auch nicht abschotten kann, die sind einfach da - die Männer nach wie vor allgemein gesagt genießen, gleichzeitig haben sie aber auch Probleme und Schwierigkeiten, die cis-Frauen nicht haben, gerade wenn es beispielsweise um Akzeptanz geht.
Zum anderen weiß ich nicht, ob man da jetzt wieder zwanghaft Menschen homogenisieren muss mit einem Merkmal, das sie teilen. Da werden dann wieder alle Transfrauen und alle cis-Frauen in einen Topf geworfen, Fakt ist doch aber: nicht nur haben Transfrauen andere Erfahrungen als cis-Frauen gemacht, die eine Transfrau hat auch ganz andere Erfahrungen als die andere Transfrau gemacht.

Klar, wir Menschen denken in Kategorien, wir sortieren alles, unser Hirn funktioniert nun mal nicht großartig anders als die Ordnerstruktur in Windows, das sollte man sich aber regelmäßig bewusst machen um die eigenen Gedanken reflektieren zu können. Beispielsweise hat die Transfrau Jahrgang 1970 mit diesem Merkmal viel mehr zu kämpfen gehabt als die Transfrau Jahrgang 2000, die in einer Welt groß wird/wurde in der schon mehr Akzeptanz da war, und dennoch kann man auch hier nicht sagen eine der beiden hätte es in der Summe leichter gehabt.
Wir sind Individuen, das sagt doch eigentlich schon aus, dass niemand wie eine andere Person ist. Das kategoriale Denken ist zwar wichtig und oft auch nützlich, aber wir sollten vorsichtig sein wenn es darum geht, Menschen aufgrund einzelner Gemeinsamkeiten zu homogenisieren.
Wie also gesagt: die Aussage stimmt schon teilweise, greift meines Erachtens aber zu kurz und macht sich die Thematik zu einfach.
Mirjam
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Re: Streit um Trans„Aussagen

Post 5 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Dankeschön Marlene für die beiden Artikel )))(:

Ich lese ja auch gerne mal die Kommentare dazu, und beim zweiten (Feminismus und Trans* Frauen: Vereinigt euch!) ist mir da ein Absatz eines dieser Kommentare aufgefallen (Hervorhebung durch mich):
Wer als Transfrau Solidarität von nicht-trans-Frauen einfordert, muss sich zunächst mal auch selbst solidarisieren, und das bedeutet nicht zu fordern, sondern auch zu erkennen und sich in gewissem Umfang als GANZ NORMAL EINZUSORTIEREN bereit zu sein. Ihr werdet dann ganz normal behandelt werden, wenn ihr nicht dauernd betont, dass ihr ähnlich, aber dann doch anders seid. Es ist mir wurscht, was ihr in der Hose habt. Wichtig ist, was ihr im Hirn habt!
Ich glaube, da ist was dran, einfach aus eigener Erfahrung. Denn ich sehe mich zunächst mal als "ganz normale Frau", und ich glaube, dass das einer der Gründe dafür ist, dass ich weitgehend als solche akzeptiert werde, vor allem von Frauen. Und ja, ich bin mit ihnen solidarisch, das war ich allerdings auch schon in der vor-Mirjam-Zeit. Manchmal bin ich da sogar radikaler als die meisten der Cis-Frauen, die ich kenne ... :mrgreen:

LG, Mirjam
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Re: Streit um Trans„Aussagen

Post 6 im Thema

Beitrag von Cuddy »

Fuchs20 hat geschrieben: Do 1. Jul 2021, 01:37 jegliche Wertungsversuche sind hier meines Erachtens fehl am Platz.
Das ist genau das, was ich auch denke. Jede Erfahrung ist grundsätzlich etwas individuelles. Unabhängig davon, worum es geht. Wenn sich das jeder zeitweise ins Gedächtnis riefe, Gäbe es deutlich weniger Konflikte. Denke ich jedenfalls.
Lorelai74
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Re: Streit um Trans„Aussagen

Post 7 im Thema

Beitrag von Lorelai74 »

Ja, Trans Frauen sind keine Cis Frauen.
Und: Trans Frauen haben Erfahrungen und auch gesellschaftliche Probleme, die sind aber oft anderer Natur als bei Cis - Frauen.

Weil von Privilegien die Rede war - damit sind alle Privilegien gemeint die es so gibt - nicht nur materieller Besitz oder die Verhältnisse aus denen man stammt.


Wir hatten als Männer meist die Privilegien keine sexuellen Missbrauch und sexuelle Belästigung im Form
Von Catcalling zu erfahren, keine Männer die nach schreien: mach mal Rock hoch und zeig deinen Arsch.
Das Privileg nachts keine Angst zu haben, wenn wir durch den Park laufen.

Wir haben das Privileg in der Schule in MINT Fächern gefördert zu werden, oder ermutigt zu werden diese zu wählen, Fächer die oft eine Grundlage für gut bezahlte Jobs sind.

Das Privileg keine systematische Ausgrenzung im Beruf erfahren zu haben, oderKollegen die gerne alles erklären und mal einen gerne begrapschen.

Und auch nach einer Transition haben Transfrauen Privilegien:
Wie zum Beispiel das Privileg, keine Periode zu haben,
bei der Männer gerne sagen: stell dich nicht so an.
Das die Privilegien nicht für Verhütung sorgen und machen uns auch keine Kopf ob wir Schwanger werden könnten und und auch darüber nicht das es zu Abtreibung kaum noch Informationen gibt.
Das Privileg seltener Brustkrebs zu bekommen (der tödlicher ist als Prostatakrebs)
Das ist mit Privilegien gemeint.

Wie sehr wir auch wünschen uns "ganz" Frau zu sein, bleiben und wichtige Erfahrungen die Frauen machen verschlossen.

Wenn wir ehrlich sind , dann kennen die Lebenswirklichkeiten vieler Cis Frauen kennen wir nicht.
Und ich denke wir unterstützen die Frauen da auch oft nicht in ihrem Ansinnen etwas zu ändern.


Und ja: manche Erfahrungen können wir nicht machen. Aber wir können als Frauen mit anderen Frauen solidarisch sein, und versuchen sie zu unterstützen.
VLG
Lori
Männlich / Weiblich: das sind doch bürgerliche Kategorien.
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Re: Streit um Trans„Aussagen

Post 8 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Mirjam hat geschrieben: Do 1. Jul 2021, 12:13 Wer als Transfrau Solidarität von nicht-trans-Frauen einfordert, muss sich zunächst mal auch selbst solidarisieren, und das bedeutet nicht zu fordern, sondern auch zu erkennen und sich in gewissem Umfang als GANZ NORMAL EINZUSORTIEREN bereit zu sein. Ihr werdet dann ganz normal behandelt werden, wenn ihr nicht dauernd betont, dass ihr ähnlich, aber dann doch anders seid.
Mhm...

genau das ist es..wie oft habe ich hier schon gesagt, ich bin ein ganz normales Mädchen und möchte nichts
besonderes sein...ich bin nichts besonderes. Keine Ausnahme und schon gar keine Behelfsexistenz.
Das Wort hat mir Schauder über den Rücken laufen lassen...

aber, ich glaube das grösste Privileg das ich habe ist, ich habe einen Eindruck von beiden Seiten und einen
Weg von der einen zur anderen, einen Verlauf, eine Lernkurve. Ein Leben, das beides einschliesst
und auch etliches dazwischen.
Ich habe keine 180 Grad Wende gemacht, sondern die Entwicklung offen gezeigt, das mach ich weiterhin
weil das einfach ich bin, in dem Moment zu genau der Zeit-mit Fort und Rückschritten.
Lorelai74 hat geschrieben: Do 1. Jul 2021, 19:54 Weil von Privilegien die Rede war
Ach Lori...

es ist für mich kein Privileg nicht die Periode zu haben, es schmerzt mich nie schwanger werden zu können....

Und ich wurde begrabscht und habe Übergriffe erlebt als ich noch jung war...

ich hatte und habe Angst nachts allein im Park zu sein, das vermeide in allen Fällen...

und trotzdem bin ich nichts besonderes, sondern ein normales Mädchen...

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Streit um Trans„Aussagen

Post 9 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin,

ich finde es schön, was Ihr hier so schreibt und deshalb brauche ich das nicht zu wiederholen. Mit fällt immer wieder des Wort "Privileg" auf. Darunter werden mMn "echte" Privilegien, aber auch Unterschiede gefasst, die uns die Mutter natur in die Wiege gelegt hat. Das hat viel mit einer Neiddiskussion zu tun. Das sollte man nicht verwechseln.

Vieles kommt auch auf die Perspektive an. Ist Cis-Frau zu sein Privileg oder Nachteil ? Und so kann man das mit allem machen.

Aber geht es wirklich um Privilegien, wenn es darum geht, das eigene Leben zu leben ? Ich meine nein. Zuerst geht es darum, aus dem, was man kann und was man hat, das beste zu machen. Ich bin physisch keine Frau, aber ich fühle mich so (zumindest zeitweise). Das heißt, ich muss für mich klären, wie ich damit umgehen will. Und hier muss ich vor allem über meine eigenen Schatten springen. Da sind auch gesellschftliche Randbedingungen nur bedingt von Bedeutung.

Die gesellschaftlichen Randbedingungen kommen im Leben nach außen zum Tragen. Hier greifen die Beschränkungen und Privilegien. Hier ist die Solidarität wichtig. Ich muss nicht aus der gleichen Gruppe sein, um solidarisch zu handeln. Warum also sollte man uns ausgrenzen ? Wer uns männliche Privilegien zu unterstellt, übersieht, dass gerade durch die Ausgrenzung eigene Privilegien aufgebaut werden (sollen ?), z.B. die deutungshoheit, wer eine Frau ist.

Wir haben doch gerade durch unsere "geteilte" Sichtweise eine Position, die zur Vermittlung zwischen starren Geschlechtersichtweisen beitragen können. Das ist ein Vorteil für die Gesellschaft und das Miteinander, wenn die gesellschaft es nutzt. Ich glaube, wir müssten uns viel mehr dem widmen, was von uns für die Gemeinschaft geleistet werden kann, statt sich im Klein-Klein der täglichen Auseinandersetzungen zu verschleißen.

Wir haben etwas zu bieten, was weder Cis-Frauen noch Cis-Männer haben. Das müsste mMn im Mittelpunkt stehen. Wir sind keine "Behelfsexistenzen", sondern Brückenbauer. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit solchen positiven Aussagen mehr erreichen können als mit Streit um Privilegien.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Anke
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Re: Streit um Trans„Aussagen

Post 10 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo,
Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 2. Jul 2021, 09:13 Mit fällt immer wieder des Wort "Privileg" auf. Darunter werden mMn "echte" Privilegien, aber auch Unterschiede gefasst, die uns die Mutter natur in die Wiege gelegt hat. Das hat viel mit einer Neiddiskussion zu tun. Das sollte man nicht verwechseln.
die Gefahr einer Neiddiskussion sehe ich auch. Und dabei kann ich mir nur verwundert die Augen reiben. Wenn mich jemand vor meiner Geburt gefragt hätte, ich hätte mir sicherlich kein Leben als Transperson gewünscht. Selbst in einer toleranten, offenen und unterstützenden Gesellschaft ist ein Leben als Transperson mit Schwierigkeiten versehen, die Cis-Personen eben nicht haben.

Doch ich möchte auf keinen Fall eine Neiddebatte aus dieser Perspektive führen. Daher geht diese Privilegienperspektive am Thema vorbei. Transfrauen sind genauso Frauen wie Cis-Frauen. Aber Transfrauen sind keine Cis-Frauen, was auch umgekehrt gilt. Und dieses Spiel lässt sich beliebig fortsetzen. Große Frauen sind keine kleinen Frauen, braunäugige Frauen sind keine grünäugigen Frauen, Frauen mit Schuhgröße 37 sind keine Frauen mit Schuhgröße 40, etc.

Damit möchte ich sagen, dass Frauen (gleiches gilt analog für Männer) sich auf vielerlei Arten unterscheiden. Und ein Unterschied unter vielen ist, ob eine Frau cis oder trans ist.

Diese Unterschiede sollten nur dann eine Rolle spiele, wenn sie für eine bestimmte Situation, für ein bestimmtes Thema relevant sind. Wenn es um den Kauf von Schuhen geht, dann spielt Cis oder Trans keine Rolle. Da geht es nur um die Schuhgröße und den persönlichen Geschmack.

Daher ist die Diskussion um Privilegien im Hinblick auf einen Trans oder Cis Hintergrund völlig daneben. Genauso könnte argumentiert werden, dass Frauen mit Schuhgröße 40 gegenüber Frauen mit Schuhgröße 43 privilegiert seien. Denn Frauen mit Schuhgröße 43 machen andere Erfahrungen (Schuhe sind schwer zu finden), als Frauen mit Schuhgröße 40.

Das ist natürlich totaler Quatsch. Und deshalb ist auch die Privilegiendiskussion Quatsch. Jede Frau macht in ihrem Leben für sich einzigartige Erfahrungen. Das führt nur dazu, dass Frauen eben unterschiedlich sind. Offen gestanden finde ich gerade das sehr schön.

Liebe Grüße

Anke
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Re: Streit um Trans„Aussagen

Post 11 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Anke hat geschrieben: Fr 2. Jul 2021, 19:10 Transfrauen sind genauso Frauen wie Cis-Frauen. Aber Transfrauen sind keine Cis-Frauen, was auch umgekehrt gilt.
Ganz schlicht und sooo treffend. Den satz merke ich mir. Danke.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Streit um Trans„Aussagen

Post 12 im Thema

Beitrag von Lucky70 »

Und wieder werden Cis- gegen Transfrauen ausgespielt - obwohl es eigentlich um den Entwurf der Grünen für eine Liberalisierung der Geschlechteridentifikation geht:

https://www.sueddeutsche.de/kultur/tran ... duced=true

Ich finde dass die Autorin das Thema Trans etwas einseitig auf Transfrauen begrenzt - Transmänner kommen nur am Schluss mal vor (und würden ja nicht auffallen).
Auch spricht sie nur von Männern, die sich der Frauenquote als Frau ausgeben würden - warum nicht umgekehrt, wenn Männer doch sonst so bevorteilt sind? Und das als Begründung gegen ein liberales Gesetz?

Lucy.
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