Queere Spielplätze - BDSM als Raum für trans-queeres Experimentieren mit Geschlecht und Sexualität
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Anne-Mette
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Queere Spielplätze „ BDSM als Raum für trans„queeres Experimentieren mit Geschlecht und Sexualität
Liebe Menschenbilder-Freund_innen und Interessierte,
am Dienstag, 22. Juni 2021 präsentiert das Seminar "Menschenbilder-in der Psychologie" mit Bezug zum aktuellen Oberthema des Seminars "Let's talk about Sex! — Psychologie & Sexualität" die inzwischen 22. UNIKATE Vorlesung an der Universität Hamburg (aufgrund der immer noch geltenden coronabedingten Beschränkungen auf ZOOM — den Link bitte anfordern unter: unikate-vorlesung@gmx.de )
Prof. Dr. Robin Bauer (Stuttgart):
Queere Spielplätze - BDSM als Raum für trans-queeres Experimentieren mit Geschlecht und Sexualität
Abstract:
Die Sexualität von Trans*Menschen im weitesten Sinne, also all denjenigen, die sich mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, gar nicht oder nicht ganz identifizieren, wird nach wie vor häufig vor allem als Problem gesehen: Entweder man spricht ihnen aufgrund ihres teilweise konflikthaften Verhältnisses zum eigenen Körper gleich jegliche sexuelle Aktivität pauschal ab, oder sie werden (und dies betrifft vor allem Transfrauen) übersexualisiert, fetischisiert und klischeehaft dargestellt, als Wesen, die angeblich das beste "šbeider Welten"™ (Mann und Frau) in sich vereinen. Mit der tatsächlichen Lust und möglichen real existierenden Barrieren in der Auslebung einer selbstbestimmten Sexualität von Transmenschen haben diese Stereotypen wenig zu tun.
Basierend auf einer Interviewstudie mit les-bi-trans-queeren BDSM-Praktizierenden aus den USA und Westeuropa werde ich in meinem Beitrag darstellen, wie queerer BDSM einen Raum eröffnet, in dem mit Geschlecht gespielt und experimentiert werden kann. Der queere BDSM Kontext fungiert hier als gesicherter Rahmen, in dem andere Regeln gelten als in der Mainstreamgesellschaft mit ihrer heteronormativen Zweigeschlechtlichkeit, und wird so zum Spielplatz für das Erforschen, Erweitern, Reproduzieren, Erfinden und Verqueeren von Geschlecht. Hier finden meine Interviewpartner*innen kreative Möglichkeiten, mit ihren Trans*Körpern umzugehen und eine lustvolle Sexualität zu erleben. Die Vorstellung, dass Trans*Menschen erst dann ein befriedigendes Sexleben haben können, wenn ihr Körper möglichst perfekt der Geschlechtsidentität angepasst ist, wird dadurch in Frage gestellt und die Fetischisierung von Trans*Menschen ebenfalls kritisch hinterfragt.
Termin:
Dienstag, 22.06.2021, 18.15 Uhr (Vortrag mit Diskussion)
Universität Hamburg, ZOOM- Link bitte anfordern unter unikate-vorlesung@gmx.de
am Dienstag, 22. Juni 2021 präsentiert das Seminar "Menschenbilder-in der Psychologie" mit Bezug zum aktuellen Oberthema des Seminars "Let's talk about Sex! — Psychologie & Sexualität" die inzwischen 22. UNIKATE Vorlesung an der Universität Hamburg (aufgrund der immer noch geltenden coronabedingten Beschränkungen auf ZOOM — den Link bitte anfordern unter: unikate-vorlesung@gmx.de )
Prof. Dr. Robin Bauer (Stuttgart):
Queere Spielplätze - BDSM als Raum für trans-queeres Experimentieren mit Geschlecht und Sexualität
Abstract:
Die Sexualität von Trans*Menschen im weitesten Sinne, also all denjenigen, die sich mit dem Geschlecht, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde, gar nicht oder nicht ganz identifizieren, wird nach wie vor häufig vor allem als Problem gesehen: Entweder man spricht ihnen aufgrund ihres teilweise konflikthaften Verhältnisses zum eigenen Körper gleich jegliche sexuelle Aktivität pauschal ab, oder sie werden (und dies betrifft vor allem Transfrauen) übersexualisiert, fetischisiert und klischeehaft dargestellt, als Wesen, die angeblich das beste "šbeider Welten"™ (Mann und Frau) in sich vereinen. Mit der tatsächlichen Lust und möglichen real existierenden Barrieren in der Auslebung einer selbstbestimmten Sexualität von Transmenschen haben diese Stereotypen wenig zu tun.
Basierend auf einer Interviewstudie mit les-bi-trans-queeren BDSM-Praktizierenden aus den USA und Westeuropa werde ich in meinem Beitrag darstellen, wie queerer BDSM einen Raum eröffnet, in dem mit Geschlecht gespielt und experimentiert werden kann. Der queere BDSM Kontext fungiert hier als gesicherter Rahmen, in dem andere Regeln gelten als in der Mainstreamgesellschaft mit ihrer heteronormativen Zweigeschlechtlichkeit, und wird so zum Spielplatz für das Erforschen, Erweitern, Reproduzieren, Erfinden und Verqueeren von Geschlecht. Hier finden meine Interviewpartner*innen kreative Möglichkeiten, mit ihren Trans*Körpern umzugehen und eine lustvolle Sexualität zu erleben. Die Vorstellung, dass Trans*Menschen erst dann ein befriedigendes Sexleben haben können, wenn ihr Körper möglichst perfekt der Geschlechtsidentität angepasst ist, wird dadurch in Frage gestellt und die Fetischisierung von Trans*Menschen ebenfalls kritisch hinterfragt.
Termin:
Dienstag, 22.06.2021, 18.15 Uhr (Vortrag mit Diskussion)
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Anke
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Re: Queere Spielplätze „ BDSM als Raum für trans„queeres Experimentieren mit Geschlecht und Sexualität
Hallo Anne-Mette,
vielen Dank für den Hinweis. Das klingt sehr interessant und meine Erfahrungen passen zu dem, was im Abstrakt beschrieben wird.
Ich werde mir mal den Zoom-Link zusenden lassen.
Liebe Grüße
Anke
vielen Dank für den Hinweis. Das klingt sehr interessant und meine Erfahrungen passen zu dem, was im Abstrakt beschrieben wird.
Ich werde mir mal den Zoom-Link zusenden lassen.
Liebe Grüße
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Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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Jaddy
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Re: Queere Spielplätze „ BDSM als Raum für trans„queeres Experimentieren mit Geschlecht und Sexualität
Das habe ich mehrfach live so erlebt und es war immer schön zu sehen
Wir hatten auch mehrere sehr berührende trans coming outs nach Experimentierphasen.
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Karla
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Re: Queere Spielplätze „ BDSM als Raum für trans„queeres Experimentieren mit Geschlecht und Sexualität
Der Vortrag mit anschließender Diskussion war hochinteressant
Danke für den Hinweis!
Auch mein 1. absichtlicher Auftritt vor anderen Menschen in gegengeschlechtlicher Kleidung war auf einem BDSM-Event
(vorher hatte ich Outdoor auf dunkle Feldwege bei Nacht beschränkt bzw vermieden)
Ganz wichtig auch der Hinweis, daß es im BDSM-Bereich für Trans-Sexualität keinen "perfekt angeglichenen Körper" braucht.
Es wurde vom "cyberdick" berichtet: daß Transmänner einen Strapon als "eigenes Körperteil" ansehen und verwenden
Umgekehrt: Daß eine Transfrau ihren Penis beim Geschlechtsverkehr als nicht mehr vorhanden wahrnehmen kann - und trotzdem, oder gerade deshalb funktioniert er.
(klappt recht gut bei Missionarsstellung mit vertauschten Rollen)
Eine meiner Partnerinnen hat mein Wegdriften in die weibliche Rolle nicht einmal bemerkt - damals hab ich das noch gut versteckt, eine andere hat mich später mit der weiblichen Rolle sogar bewußt (und erfolgreich) getriggert.
Wermutstropfen: auch im BDSM-Bereich gibt es leider noch viele, die aus der cis-heteronormativen Rolle nicht rauskommen - teils nicht einmal bei Bondage-Training.
Lieber haben die dann gar keine Bondage-Partnerin zum Üben als eine Transfrau - denen kann ich dann halt auch nicht mehr helfen.
LG Elly
Danke für den Hinweis!
Auch mein 1. absichtlicher Auftritt vor anderen Menschen in gegengeschlechtlicher Kleidung war auf einem BDSM-Event
(vorher hatte ich Outdoor auf dunkle Feldwege bei Nacht beschränkt bzw vermieden)
Ganz wichtig auch der Hinweis, daß es im BDSM-Bereich für Trans-Sexualität keinen "perfekt angeglichenen Körper" braucht.
Es wurde vom "cyberdick" berichtet: daß Transmänner einen Strapon als "eigenes Körperteil" ansehen und verwenden
Umgekehrt: Daß eine Transfrau ihren Penis beim Geschlechtsverkehr als nicht mehr vorhanden wahrnehmen kann - und trotzdem, oder gerade deshalb funktioniert er.
(klappt recht gut bei Missionarsstellung mit vertauschten Rollen)
Eine meiner Partnerinnen hat mein Wegdriften in die weibliche Rolle nicht einmal bemerkt - damals hab ich das noch gut versteckt, eine andere hat mich später mit der weiblichen Rolle sogar bewußt (und erfolgreich) getriggert.
Wermutstropfen: auch im BDSM-Bereich gibt es leider noch viele, die aus der cis-heteronormativen Rolle nicht rauskommen - teils nicht einmal bei Bondage-Training.
Lieber haben die dann gar keine Bondage-Partnerin zum Üben als eine Transfrau - denen kann ich dann halt auch nicht mehr helfen.
LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Hotte
- schau
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Re: Queere Spielplätze „ BDSM als Raum für trans„queeres Experimentieren mit Geschlecht und Sexualität
Meine Erfahrung mit der SZ von vor fünfzehn Jahren ist auch streng heteronormativ und trans*exkludierend.
post trans*