Sexuelle Gesundheit in trans und abinären Communitys
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27144
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 192 Mal
- Danksagung erhalten: 2133 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Sexuelle Gesundheit in trans und abinären Communitys
Moin,
eine Informationsseite der Deutschen Aidshilfe: https://www.aidshilfe.de/sexuelle-gesun ... ommunities
Gruß
Anne-Mette
eine Informationsseite der Deutschen Aidshilfe: https://www.aidshilfe.de/sexuelle-gesun ... ommunities
Gruß
Anne-Mette
-
triona
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 923
- Registriert: Sa 31. Mär 2012, 01:01
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Aue
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 4 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Sexuelle Gesundheit in trans und abinären Communitys
Der Denkansatz, der dem zu Grunde liegt, ist doch:
Trans*menschen
- pflegen in besonderem Maß "riskante Sexualpraktiken" - was auch immer darunter im allgemeinen wie im Einzelfall verstanden werden soll;
- wechseln ihre Sexualpartner:innen besonders bzw überdurchschnittlich häufig;
- verkehren besonders bzw überdurchschnittlich häufig in Bordellen, gehen auf den Straßenstrich oder arbeiten sonstwie in der Prostitution;
- benutzen beim Geschlechtsverkehr womöglich seltener Kondome o.ä als andere Menschen;
- sind besonders häufig oder überdurchschnittlich betroffen von AIDS u.a. sogenannten "Geschlechtskrankheiten".
Das haut doch wieder in die selbe Kerbe, wie die Ablehnung von Trans*menschen beim Blutspenden - mit der selben Begründung. Ich krieg jedes mal die Krätze, wenn ich sowas höre oder lese. Da werden doch bar jeder Kenntnis wieder alle über einen Kamm geschert. Und ich wage zu bezweifeln, daß eine Untersuchung, die betrieben wird unter solchen "wissenschaftlichen" Annahmen, Hypothesen und Voruteilen wie oben beschrieben, dazu geeignet ist, solches Unwissen zu beenden.
liebe grüße
triona
Trans*menschen
- pflegen in besonderem Maß "riskante Sexualpraktiken" - was auch immer darunter im allgemeinen wie im Einzelfall verstanden werden soll;
- wechseln ihre Sexualpartner:innen besonders bzw überdurchschnittlich häufig;
- verkehren besonders bzw überdurchschnittlich häufig in Bordellen, gehen auf den Straßenstrich oder arbeiten sonstwie in der Prostitution;
- benutzen beim Geschlechtsverkehr womöglich seltener Kondome o.ä als andere Menschen;
- sind besonders häufig oder überdurchschnittlich betroffen von AIDS u.a. sogenannten "Geschlechtskrankheiten".
Das haut doch wieder in die selbe Kerbe, wie die Ablehnung von Trans*menschen beim Blutspenden - mit der selben Begründung. Ich krieg jedes mal die Krätze, wenn ich sowas höre oder lese. Da werden doch bar jeder Kenntnis wieder alle über einen Kamm geschert. Und ich wage zu bezweifeln, daß eine Untersuchung, die betrieben wird unter solchen "wissenschaftlichen" Annahmen, Hypothesen und Voruteilen wie oben beschrieben, dazu geeignet ist, solches Unwissen zu beenden.
liebe grüße
triona
-
Marlene K.
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 2149
- Registriert: Fr 10. Aug 2018, 17:54
- Geschlecht: größtenteils weiblic
- Pronomen: sie, ohne Überempfin
- Wohnort (Name): Berlin
- Hat sich bedankt: 212 Mal
- Danksagung erhalten: 66 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Sexuelle Gesundheit in trans und abinären Communitys
Ja, da hast Du sicherlich recht, liebe Triona.
Trotzdem denke ich, die Studie hat einen interessanten Ansatz. Es bleibt zu hinterfragen, ob Zahlen die Behauptungen belegen, wie und wer diese Zahlen erhoben hat.
Dann bleibt die Frage, warum diese Zahlen zustande kommen. So war es an gewissen Stellen offensichtlich, dass nicht der reflektiert lebende schwule Mann sondern der verdeckt lebende bisexuelle Mann das höhere Risiko einer HIV Infektion hatte. So hat die repressive Sexualmoral zum Beweis der Amoralität der von ihr Betroffenen geführt.
Solche und ähnliche Fragen können wir aber nur beantworten, wenn wir Tatsachen benennen und hinterfragen.
Nur so kommen wir zu dem Punkt, wo unterschiedliche medizinische Interessen beleuchtet werden können, unabhängig von gesellschaftlichen Hindernissen.
Trotzdem denke ich, die Studie hat einen interessanten Ansatz. Es bleibt zu hinterfragen, ob Zahlen die Behauptungen belegen, wie und wer diese Zahlen erhoben hat.
Dann bleibt die Frage, warum diese Zahlen zustande kommen. So war es an gewissen Stellen offensichtlich, dass nicht der reflektiert lebende schwule Mann sondern der verdeckt lebende bisexuelle Mann das höhere Risiko einer HIV Infektion hatte. So hat die repressive Sexualmoral zum Beweis der Amoralität der von ihr Betroffenen geführt.
Solche und ähnliche Fragen können wir aber nur beantworten, wenn wir Tatsachen benennen und hinterfragen.
Nur so kommen wir zu dem Punkt, wo unterschiedliche medizinische Interessen beleuchtet werden können, unabhängig von gesellschaftlichen Hindernissen.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27144
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 192 Mal
- Danksagung erhalten: 2133 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten: