DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage] - # 2

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
Momo58
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Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]

Post 16 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Ich denke, junge Trans*Menschen müssen ihre eigenen Erfahrungen mit solchen Sendungen machen. Mir ist bislang keine Berichterstattung bekannt, die wirklich vorurteilsfrei berichtet hat. Auch die Suche nach transidenten Menschen, die sich illegal Hormone im Internet besorgen deutet darauf hin, dass beim Zuschsuer der Eibdruck entsteht, alle transidenzen Menschen sind kriminell. Das selbe Phänomen entsteht bei einem nur beiläufig in eine Sendung eingebrachten Begriff wie Transsexualität. Der Zuschauer assoziiert dann nur noch Sexmonster. Deshalb lehne ich solche Sendungen rigoros ab.
Ich frage mich, warum nicht über ältere transidente Menschen berichtet wird, die in Pflegehrimen oder Krankenhäusern diskriminiert werden, die unter den Folgen von Elektroschocks oder Konversionstherapie bis heute Leiden. Das bringt aber keine Einschaltquoten.

LG Manuela
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]

Post 17 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Momo58 hat geschrieben: Sa 15. Mai 2021, 13:54 Auch die Suche nach transidenten Menschen, die sich illegal Hormone im Internet besorgen deutet darauf hin, dass beim Zuschsuer der Eibdruck entsteht, alle transidenzen Menschen sind kriminell.
Woher willst Du das wissen ? Und wie kommst Du auf kriminell ? Eine andere Möglichkeit wäre, dass der Autor zeigen will, dass T*Menschen zu Maßnahmen gezwungen sind, die gesundheitlich kritisch sind.
Mir ist bislang keine Berichterstattung bekannt, die wirklich vorurteilsfrei berichtet hat.
Was soll "vorurteilsfrei" sein ? Es wird in der Berichterstattung, selbst in der möglichst neutralen Weise, sich immer Menschen nicht oder falsch berücksichtigt fühlen. Das liegt in der Natur der Sache. Kein Mensch ist frei davon, die Dinge durch seine/ihre Brille zu sehen und zu bewerten. Dementsprechend sind auch seriöse Berichterstattungen tendenziös.

Oder ist Deine Sicht auf den Autor vorurteilsfrei ?
Ich frage mich, warum nicht über ältere transidente Menschen berichtet wird, die in Pflegehrimen oder Krankenhäusern diskriminiert werden, die unter den Folgen von Elektroschocks oder Konversionstherapie bis heute Leiden. Das bringt aber keine Einschaltquoten.
Woher weißt Du das, wenn doch darüber nicht berichtet wird ? Pflegeheime sind oftmals ein rechtes Elend. Als Transmensch graut mir auch davor. Aber sollte dort, wo doch sowieso zu wenig Zeit für die Bewohner da ist, sich die Mühe gemacht werden, eine Konversionstherapie zu machen ? Das passt mMn gar nicht.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Momo58
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Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]

Post 18 im Thema

Beitrag von Momo58 »

woher willst du das wissen
Ich weiß es aus meiner Lebenserfahrung. Die mag sicher anders aussehen als deine, aber ich empfehle dir an der Sendung teilzunehmen um eigene Erfahrungen zu sammeln. Ich habe mit Presseorganen bereits meine eigenen Erfahrungen machen dürfen.

LG Manuela
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Sabrina Verena
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Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]

Post 19 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Momo58 hat geschrieben: Fr 14. Mai 2021, 15:24 Genau, es geht um die Auseinandersetzung mit dieser Frage, aber es geht auch um die Frage wie die Auseinandersetzung stattfindet. Die Presse nutzt Wörter wie Transsexualität, was uns allein auf das Wort Sex reduziert, aber gleichzeitig hohe Einschaltquoten garantiert. Andererseits tragen gerade Transaktivist*innen mit ihrem Geltungsbedürfnis dazu bei, dass wir und unser Anliegen oft missverstanden werden. Ich persönlich misstrauen da beiden Seiten, aber es ist ja nur meine persönliche Meinung.

Liebe Grüße
Manuela
Hallo!
Wie Du schreibst, es sind "Transaktivisten", die hier mehr Mißverständnisse erzeugen können, als es die eigentliche Zielgruppe gebrauchen kann.
Mir persönlich platzt die Hutschnurr, wenn Transpersonen aus der Queeren- Bewegung den Begriff Transsexuell auch für Transvestiten und Crossdresser mißbrauchen.
Von der Pornoindustrie, die die Transbefriffe völlig deplaziert nutzt ganz zu schweigen.
Ich selber finde es schade, dass es dem Sender "nur" um Transexuelle geht.
Es wäre auch eine Dokumentation, gerade auch von Transvestiten von Nöten. Hier sind nämlich noch viel mehr Vorurteile und Mißverständnisse zu bereinigen.
Denn es gibt gerade hier eine Dunkelziffer, welche sich nicht vor die Tür traut. (Aus unterschiedlichen Gründen.)

Übrigens Intersexualität setzt offene oder verborgene Eigenschaften vorraus, die eine Zuordnung zu den klassischen binären Geschlechtern nicht ermöglicht.
Transexuelle lassen sich sehrwohl einem Geschlecht zuordnen, auch wenn dieses incongruent zum eigenen Empfinden ist.
Das hat mit Intersexualität nichts zu tun.
Hirnorganische Unterschiede können nicht eindeutig als Ursache für Transsexualität her genommen werden.
Die Wissenschaftler sind sich da nicht einig.
Den Mißbrauch des Intersexuellen- begriffes durch Transpersonen findet ich nicht m,inder belastend, wie o.g. Beispiele.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.

Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
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Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]

Post 20 im Thema

Beitrag von Michi »

Blossom hat geschrieben: Fr 14. Mai 2021, 23:08 Ganz abgesehen davon: Wieso wird Transsexualität deiner Meinung nach auf Sex reduziert?
Liebes Blümchen,

ich denke auch, dass das gar nicht so selten passiert. Bestes Beispiel ist die oft berichtete erste Frage: "Stehst du jetzt auf Männer?", wenn sich ein Mensch als Transfrau outet. Kein Mensch fragt dagegen als Erstes einen Cis-Mann, ob er auf Frauen steht, oder eine Cis-Frau, ob sie auf Männer steht. :wink:

Liebe Grüße
Michi
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Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]

Post 21 im Thema

Beitrag von Blossom »

MichiWell hat geschrieben: Sa 15. Mai 2021, 21:22 ich denke auch, dass das gar nicht so selten passiert. Bestes Beispiel ist die oft berichtete erste Frage: "Stehst du jetzt auf Männer?", wenn sich ein Mensch als Transfrau outet. Kein Mensch fragt dagegen als Erstes einen Cis-Mann, ob er auf Frauen steht, oder eine Cis-Frau, ob sie auf Männer steht.
Liebe Michi,

vermag ich aus eigener Erfahrung und meinem Umfeld nicht zu spiegeln ... vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich mit meinem persönlichen Umfeld im ständigen Dialog bin. Es mag sein, dass mir einige die Frage auch gar nicht stellen, weil sie mich voll als Frau ansehen und entsprechend zuordnen. Andererseits habe ich oft genug erwähnt lesbisch zu sein. Es ist und bleibt ein schwieriges Thema der Sichtweise und des Verständnisses der diversen Begrifflichkeiten. Und ganz sicher ist es eben auch eine Frage der äußeren Wahrnehmung ... Ich habe schlichtweg Glück und gehe als Mädchen durch, was anderen oft nicht so gut gelingt, und mir das Leben sehr leicht macht.

Allerdings streite ich nicht ab, dass du recht haben magst - Ich gehe vielleicht nicht oft genug über meinen kleinen Tellerrand hinaus.

Liebe Grüße vom
Blümchen (na)
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]

Post 22 im Thema

Beitrag von Michi »

Blossom hat geschrieben: Sa 15. Mai 2021, 21:44 Liebe Michi,
...
Liebes Blümchen,

ich wollte dich auch gar nicht belehren, einfach das wiedergeben, was mir über die Jahre immer wieder in Outing-Berichten aufgefallen ist. Du hast mir nur irgendwie den Aufhänger geliefert, meinen Gedanken einzubringen. Manchmal sieht man nicht auf Anhieb, was gemeint ist. Geht mir nicht anders. Und da hilft ein gutes Beispiel zumeist weiter. (ki)

Was mir gerade erst wieder einfällt .. die erste Frage meiner Ex-Frau, als ich ihr gegenüber äußerte, Strumpfhosen tragen zu wollen, war: "Willst du jetzt schwul werden?!" Soviel zum Thema "auf die Sexualität reduziert". :roll:


Liebe Grüße
Michi
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Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]

Post 23 im Thema

Beitrag von Geli »

von MichiWell -» Sa 15. Mai 2021, 22:54

... was mir über die Jahre immer wieder in Outing-Berichten aufgefallen ist. ...
Liebe Michi,
ich kann deine Beobachtungen und Erfahrungen nur bestätigen. Die erste Frage meiner Frau nach dem Outing war auch: "Bist du schwul?" Für einen Menschen der sich nie oder nur ganz am Rande mit dem Thema Trans* beschäftigt hat und dann plötzlich mit dem Thema sehr direkt konfrontiert wird und selbst betroffen ist, dem kann ich eine solche Frage auch nicht verübeln. Bei meiner Frau hat es auch einige Zeit gebraucht, bis sie die Unterschiede und Begrifflichkeiten verstanden hatte. Deshalb denke ich, dass gut gemachte Dokus und Berichte, in denen die vers. Schlagwörter und Begriffe verständlich erklärt werden, sehr wichtig sind. Meine Frau schaut sich solche Beiträge mittlerweile mit einem ganz anderen Verständnis an.

Liebe Grüße
Geli
Freue Dich über jeden Tag an dem Du machen kannst was Dir Freude macht.
Anne-Mette
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Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]

Post 24 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Geli hat geschrieben: So 16. Mai 2021, 07:51 Deshalb denke ich, dass gut gemachte Dokus und Berichte, in denen die vers. Schlagwörter und Begriffe verständlich erklärt werden, sehr wichtig sind.
das kann ich nur unterstreichen.
Die Sendung wird "Betroffenen" die Möglichkeit geben, etwas zur Aufklärung beizutragen.

Gruß
Anne-Mette
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Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]

Post 25 im Thema

Beitrag von Dunja »

Hallo,
ja, wieso steigen heute die Zahlen wohl so?
Meine Meinung dazu entsteht durch meine eigene Geschichte.
Gebohren 1967, sage ich immer, in meiner Jugendzeit hätte es bei einem comming out eine an die Ohren gegeben, mit dem Hinweis

"werd wieder normal, sonst gibt es noch eine".

So habe ich versucht, das Leben so zu verbringen und mich so zu verhalten, wie es durch meine Geschlechtsmerkmale zu erwarten war.
2019 habe ich mich im Hebst in der Familie als CD geoutet, Trans* wolllte ich nicht zugeben bzw eingestehen.
Und nun?
HET seit letztem Januar, Vä/Pä nach TSG läuft. Diese Zahlen wie meine, kommen zu denen der jungen Mitbürger doch dazu. Und die haben die Chance durch die geänderten Vorraussetzungen früher sie selbst zu sein.
Momo58 hat geschrieben: Fr 14. Mai 2021, 14:46 Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es keine Transsexualität/-identität,
Momo, wieso hast Du ein Problem mit dem Begriff "Transsexuell"?

Ist dieser Begriff nicht offizielle Bezeichnung?
In meinen Indikationsschreiben zur HET und Bart - Epi ist diese Bezeichnung genutzt, ebenso in dem Endo Bericht und den Überweisungen meines Hausartztes.

Ok, da die Bezeichnung aus dem englischen kommt und dort Geschlecht bedeutet ist sie nicht falsch, bei uns im deutschsprachigen wird sie nunmal mit der sexuellen Orientierung in Verbindung gebracht. Dafür kann der Begriff selbst aber nichts. Höchstens die fehlende Aufklärung.
Ich selbst habe keine Probleme damit.
Selbst bezeichne ich mich heute als Trans*, Transgender (zb bei der Vorstellung bei der Arbeit), Transsexuell (beim neuen Arbeitsvertrag gegenüber der Personalabteilung, oder dem Termin bei der neuen Bank vergangenen Freitag) oder als Transfrau bei sehr jungen Mitbürgern (im Grundschulalter) zb gestern beim Einkaufen oder vor 1,5 Wochen bei meiner Arbeit als Hausmeisterin, wenn ich gefragt werde ob ich ein Mädchen oder Junge bin, hin und wieder auch Transident.

Wichtig ist doch offen zu sein, sichtbar zu sein, zum Verständnis der anderen Bevölkerung beizutragen, besonders wenn wir, wie ich und viele andere, die biologische Identität nicht verbergen können.
Zu einem Arbeitskollegen hatte ich gesagt:
"Ich bin ganz normal, vielleicht halt auf eine andere Art, wie es die meisten anderen definieren".

Fazit: Ich finde es gut, wenn der Frage nachgegangen wird, wieso die Zahlen steigen.
Und hoffentlich festgestellt wird, das dies dadurch entsteht, weil es heute eher möglich ist selbst zu sein ohne sich verstecken zu müssen, und keine Mode - Erscheinung.

LG Dunja
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
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