DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27682
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 218 Mal
- Danksagung erhalten: 2532 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Moin,
Ich erhielt eine Anfrage, die ich an die Forum-Gemeinschaft weitergeben möchte.
Sicherlich werden wir zu dem einen oder anderen Punkt Antworten geben können.
Die Emailadresse des Autors ist im Text zu finden, sodass Einzelheiten direkt mit ihm abgeklärt werden können.
Gruß
Anne-Mette
Für eine WDR-Doku über Transidentität/Transition gehen wir der Frage nach:
Was steckt dahinter, dass immer mehr biologische Frauen/Mädchen bzw. Männer/Jungen eine Angleichung ans jeweils andere Geschlecht wollen?
Warum ist die Zahl der jungen Trans-Menschen so gestiegen in den letzten Jahren?
Wie ist dieses Phänomen medizinisch und psychologisch einzuschätzen und wie ist die Faktenlage?
Es geht darum aufzuklären und Verständnis für Trans-Menschen zu schaffen.
U. a. suchen wir junge Trans-Menschen (15-25 J),
die im Netz ohne Rezept Hormone für eine Transition nehmen und von ihren Erfahrungen - anonymisiert - erzählen würden.
Wer sich das vorstellen kann oder mehr über das Filmprojekt wissen möchte, kann sich gern an den Autor, Christian Pietscher, wenden: mail@pietscher-film.de"
Ich erhielt eine Anfrage, die ich an die Forum-Gemeinschaft weitergeben möchte.
Sicherlich werden wir zu dem einen oder anderen Punkt Antworten geben können.
Die Emailadresse des Autors ist im Text zu finden, sodass Einzelheiten direkt mit ihm abgeklärt werden können.
Gruß
Anne-Mette
Für eine WDR-Doku über Transidentität/Transition gehen wir der Frage nach:
Was steckt dahinter, dass immer mehr biologische Frauen/Mädchen bzw. Männer/Jungen eine Angleichung ans jeweils andere Geschlecht wollen?
Warum ist die Zahl der jungen Trans-Menschen so gestiegen in den letzten Jahren?
Wie ist dieses Phänomen medizinisch und psychologisch einzuschätzen und wie ist die Faktenlage?
Es geht darum aufzuklären und Verständnis für Trans-Menschen zu schaffen.
U. a. suchen wir junge Trans-Menschen (15-25 J),
die im Netz ohne Rezept Hormone für eine Transition nehmen und von ihren Erfahrungen - anonymisiert - erzählen würden.
Wer sich das vorstellen kann oder mehr über das Filmprojekt wissen möchte, kann sich gern an den Autor, Christian Pietscher, wenden: mail@pietscher-film.de"
-
Momo58
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1732
- Registriert: Do 13. Dez 2012, 15:13
- Geschlecht: transident
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Hinter dem Mond gleich links
- Hat sich bedankt: 400 Mal
- Danksagung erhalten: 481 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Ich falle ja nicht in den gesuchten Personenkreis, aber schon bei den Fragen platzt mir die Hutschnur. Da wird ein angeblicher gender-hype als Effekt- und Quotenhascherei benutzt. Das ist keine seriöse Berichterstattung. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es keine Transsexualität/-identität, sondern allenfalls eine Variante der Geschlechtsentwicklung die auf eine Sonderform von Intergeschlechlichkeit hinaus läuft, oder auch auf eine Geschlechtsinkongruenz nach ICD 11.
Dass es Unterschiede zwischen der jüngeren und älteren Generation gibt, liegt ja an der gesellschaftlichen Entwicklung und den früheren unmenschlichen Gesetzen zum Thema.
Liebe Grüße
Manuela
Dass es Unterschiede zwischen der jüngeren und älteren Generation gibt, liegt ja an der gesellschaftlichen Entwicklung und den früheren unmenschlichen Gesetzen zum Thema.
Liebe Grüße
Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27682
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 218 Mal
- Danksagung erhalten: 2532 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Moin,
Dass die Zahlen nicht unerheblich gestiegen ist, kann wohl kaum verschwiegen werden. Sich mit der Frage auseinanderzusetzen wäre sicherlich nicht falsch.
Gruß
Anne-Mette
muss es gleich so eine Reaktion sein?Momo58 hat geschrieben: Fr 14. Mai 2021, 14:46 Da wird ein angeblicher gender-hype als Effekt- und Quotenhascherei benutzt.
Dass die Zahlen nicht unerheblich gestiegen ist, kann wohl kaum verschwiegen werden. Sich mit der Frage auseinanderzusetzen wäre sicherlich nicht falsch.
Gruß
Anne-Mette
-
Momo58
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1732
- Registriert: Do 13. Dez 2012, 15:13
- Geschlecht: transident
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Hinter dem Mond gleich links
- Hat sich bedankt: 400 Mal
- Danksagung erhalten: 481 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Genau, es geht um die Auseinandersetzung mit dieser Frage, aber es geht auch um die Frage wie die Auseinandersetzung stattfindet. Die Presse nutzt Wörter wie Transsexualität, was uns allein auf das Wort Sex reduziert, aber gleichzeitig hohe Einschaltquoten garantiert. Andererseits tragen gerade Transaktivist*innen mit ihrem Geltungsbedürfnis dazu bei, dass wir und unser Anliegen oft missverstanden werden. Ich persönlich misstrauen da beiden Seiten, aber es ist ja nur meine persönliche Meinung.
Liebe Grüße
Manuela
Liebe Grüße
Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
-
Lana
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1782
- Registriert: Fr 8. Jan 2021, 01:29
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 957 Mal
- Danksagung erhalten: 1487 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Eben. Und die Form der Auseinandersetzung kann man am ehesten beeinflussen, wenn man daran aktiv teilnimmt. Das hat der Autor der Sendung offenbar verstanden, warum sonst sollte er nach Menschen suchen, die betroffen sind und aus erster Hand berichten würden?Momo58 hat geschrieben: Fr 14. Mai 2021, 15:24 Genau, es geht um die Auseinandersetzung mit dieser Frage, aber es geht auch um die Frage wie die Auseinandersetzung stattfindet.
Wenn er nur seine Vorurteile verbreiten wollte, könnte er das mit weniger Aufwand deutlich einfacher haben.
Daher finde ich es unangemessen, wenn du auf eine Anfrage (!) so reagierst, als ob der geplante Bericht mal wieder all diese deine Vorurteile über tendenziöse und effektheischende Darstellung erfüllen würde.
Eher sollte der Mensch, der sich des Themas angenommen hat, konstruktiv unterstützt werden. Dazu gehört dann vielleicht auch, ihm die feinen Unterschiede der Begrifflichkeiten zu erklären. Dann gibt's vielleicht mal was, wo es nicht mehr um "Transsexuelle" geht, sondern einfach um junge Menschen mit einem bestimmten Anliegen. Zudem finde ich die Frage tatsächlich interessant, ob man die Zunahme bei jungen Leuten an bestimmten Dingen festmachen kann. Vor allem, wie sie selbst das sehen.
LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
Blaise Pascal
-
Geli
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 536
- Registriert: Mo 23. Nov 2020, 19:03
- Geschlecht: CD
- Pronomen: was gerade passt
- Wohnort (Name): Rhein-Main-Gebiet
- Hat sich bedankt: 35 Mal
- Danksagung erhalten: 48 Mal
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Hallo,
Tatsächlich würde mich eine wissenschaftliche Untersuchung zu dem Thema Transitions bei Jugendlichen auch interessieren. Ob es eine nachweisbare Steigerung gibt oder ob es nur durch die vermehrte Berichterstattung in den Medien zu einer subjektiven Steigerung gekommen ist. Allerdings sehe ich in einer solchen Doku leider keine wissenschaftliche Studie mit einer repräsentativen Befragung der angesprochenen Gruppe, aber vielleicht ergeben ja die Recherchen zu der Sendung, dass solche Zahlen in der Vergangenheit schon erhoben wurden und diese vergleichbar sind mit heutigem neuerem Zahlenmaterial.
Wenn dann noch die medienwirksamen Schlagwörter in einem größeren Kontext erklärt und erläutert würden, könnte eine solche Sendung hilfreich für unsere Situation sein. Wenn ich noch zu der Altersgruppe gehören würde, könnte ich mir eine Teilnahme evlt. vorstellen.
Liebe Grüße
Geli
Tatsächlich würde mich eine wissenschaftliche Untersuchung zu dem Thema Transitions bei Jugendlichen auch interessieren. Ob es eine nachweisbare Steigerung gibt oder ob es nur durch die vermehrte Berichterstattung in den Medien zu einer subjektiven Steigerung gekommen ist. Allerdings sehe ich in einer solchen Doku leider keine wissenschaftliche Studie mit einer repräsentativen Befragung der angesprochenen Gruppe, aber vielleicht ergeben ja die Recherchen zu der Sendung, dass solche Zahlen in der Vergangenheit schon erhoben wurden und diese vergleichbar sind mit heutigem neuerem Zahlenmaterial.
Wenn dann noch die medienwirksamen Schlagwörter in einem größeren Kontext erklärt und erläutert würden, könnte eine solche Sendung hilfreich für unsere Situation sein. Wenn ich noch zu der Altersgruppe gehören würde, könnte ich mir eine Teilnahme evlt. vorstellen.
Liebe Grüße
Geli
Freue Dich über jeden Tag an dem Du machen kannst was Dir Freude macht.
-
manchmal_melissa
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 270
- Registriert: Fr 7. Mai 2021, 09:08
- Geschlecht: Teilzeitfrau
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 200 Mal
- Danksagung erhalten: 449 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Hallo ihr Lieben,
Vor kurzem gab es eine Seite 3 der Süddeutschen Zeitung zum Thema Detransition. Da kamen auch die gestiegenen Zahlen, wohl vor allem bei jungen Mädchen, vor. Leider nur mit Abo:
https://www.sueddeutsche.de/leben/trans ... duced=true
Der Artikel ist leider auch kein Paradebeispiel was Wortwahl und Formulierungen angeht, an manchen Stellen auch schlicht falsch. Aber ich dachte, in dem Zusammenhang interessiert er euch vielleicht.
Liebe Grüße,
Melissa
Vor kurzem gab es eine Seite 3 der Süddeutschen Zeitung zum Thema Detransition. Da kamen auch die gestiegenen Zahlen, wohl vor allem bei jungen Mädchen, vor. Leider nur mit Abo:
https://www.sueddeutsche.de/leben/trans ... duced=true
Der Artikel ist leider auch kein Paradebeispiel was Wortwahl und Formulierungen angeht, an manchen Stellen auch schlicht falsch. Aber ich dachte, in dem Zusammenhang interessiert er euch vielleicht.
Liebe Grüße,
Melissa
-
Blossom
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3963
- Registriert: Sa 18. Jan 2020, 21:09
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Waltrop
- Hat sich bedankt: 189 Mal
- Danksagung erhalten: 46 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Verstehe die Verärgerung nicht, Momo ... heißt es nicht, selbst eine schlechte Werbung ist besser als keine? Ich denke da z.B an Buchrezensionen von Marcel Reich-Ranicki. Der Text des Autors wurde von ihm zerrissen, stand aber direkt im Anschluss in der Bestseller-Liste.Momo58 hat geschrieben: Fr 14. Mai 2021, 15:24 Die Presse nutzt Wörter wie Transsexualität, was uns allein auf das Wort Sex reduziert, aber gleichzeitig hohe Einschaltquoten garantiert.
Ganz abgesehen davon: Wieso wird Transsexualität deiner Meinung nach auf Sex reduziert? Für mich sind das noch immer zwei verschiedene Dinge. Der Sexus ist eine Kategorie der Sprachwissenschaft für das biologische Geschlecht. Sex hingegen - von Vorigem abgeleitet - bezeichnet die praktische Ausübung von Sexualität als Gesamtheit der Lebensäußerungen, Verhaltensweisen, Empfindungen und Interaktionen von Lebewesen in Bezug auf ihre Geschlechtlichkeit.
Liebe Grüße vom
Blümchen
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)
-
Hotte
- schau
- Beiträge: 62
- Registriert: Di 13. Apr 2021, 20:54
- Geschlecht: (trans*)männlich
- Pronomen: er
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Mich würde mal interessieren, wie er zu diesem Eindruck kommt, es seien mehr Trans*menschen als bisher. Ich würde meinen, es gibt nur mehr Sichtbarkeit in den letzten zehn Jahren.
Aber vielleicht gibt es wirklich irgendwelche Zahlen, die irgendwo erfasst werden. Gerichtsurteile zur VÄ? Durchgeführte OPs?
Mich ärgert allerdings auch, dass gleich gezielt nach Menschen gesucht wird, die sich Hormone illegal beschaffen. Ist klar, dass das kein gutes Bild abgeben kann.
Anhand seiner Webseite hat dieser Filmemacher wechselnde Interessen und sich bisher nicht mit trans* befasst, jedenfalls nicht filmisch.
Aber vielleicht gibt es wirklich irgendwelche Zahlen, die irgendwo erfasst werden. Gerichtsurteile zur VÄ? Durchgeführte OPs?
Mich ärgert allerdings auch, dass gleich gezielt nach Menschen gesucht wird, die sich Hormone illegal beschaffen. Ist klar, dass das kein gutes Bild abgeben kann.
Anhand seiner Webseite hat dieser Filmemacher wechselnde Interessen und sich bisher nicht mit trans* befasst, jedenfalls nicht filmisch.
post trans*
-
Christiane
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1595
- Registriert: Sa 22. Okt 2016, 14:19
- Geschlecht: m-w
- Pronomen:
- Wohnort (Name): Kiel
- Hat sich bedankt: 1368 Mal
- Danksagung erhalten: 464 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Schade, dass er das Alter so stark eingrenzt.
Aber, ich kann es verstehen. Eben weil jetzt mehr junge Menschen diesen Weg einschlagen.
Wir Älteren durften, bzw. konnten das in unserer Jugend ja nicht.
Vielleicht sollte man im Rahmen eines anderen Projektes auch mal die Älteren fragen. Die haben hier bestimmt auch ein paar interessante Fakten beizutragen.
Schon alleine, dass das Thema jetzt so präsent ist, liegt ja auch an den veränderten Rahmenbedingungen.
Ich hätte mich 79/80 garantiert nicht mit einem Röckchen auf die Straße getraut.
Denn, wenn ich deswegen verhauen worden wäre, hätte der Tenor "gut so", oder "zeigt ihm wo er hingehört" gelautet.
Und die Aufnahme der Anzeige bei der Polizei wäre bestimmt nicht lustig gewesen, wenn sie denn überhaupt zustande gekommen wäre.
(Man war ja damals ja auch sehr professionell, bei der Aufnahme von Anzeigen wegen Vergewaltigung.)
Im Nachgang wäre dann wohl eine Zwangsbehandlung durch psychologisches "Fachpersonal" erfolgt, oder so ähnlich.
Die anfänglichen Reaktionen auf den "Befreiungsschlag", der homosexuellen Szene waren ja auch so.
Und, warum jetzt plötzlich so viele Junge diesen Weg einschlagen?
Sie können das jetzt - eben wegen der veränderten Rahmenbedingungen und der toleranteren Einstellung der Gesellschaft, bzw. des geänderten gesetzlichen Rahmens.
Hätte ich als Jugendlicher die Möglichkeit gehabt, wäre ich heute vielleicht eine echte Christiane und würde ein ganz normales Leben führen.
LG
Christiane
Aber, ich kann es verstehen. Eben weil jetzt mehr junge Menschen diesen Weg einschlagen.
Wir Älteren durften, bzw. konnten das in unserer Jugend ja nicht.
Vielleicht sollte man im Rahmen eines anderen Projektes auch mal die Älteren fragen. Die haben hier bestimmt auch ein paar interessante Fakten beizutragen.
Schon alleine, dass das Thema jetzt so präsent ist, liegt ja auch an den veränderten Rahmenbedingungen.
Ich hätte mich 79/80 garantiert nicht mit einem Röckchen auf die Straße getraut.
Denn, wenn ich deswegen verhauen worden wäre, hätte der Tenor "gut so", oder "zeigt ihm wo er hingehört" gelautet.
Und die Aufnahme der Anzeige bei der Polizei wäre bestimmt nicht lustig gewesen, wenn sie denn überhaupt zustande gekommen wäre.
(Man war ja damals ja auch sehr professionell, bei der Aufnahme von Anzeigen wegen Vergewaltigung.)
Im Nachgang wäre dann wohl eine Zwangsbehandlung durch psychologisches "Fachpersonal" erfolgt, oder so ähnlich.
Die anfänglichen Reaktionen auf den "Befreiungsschlag", der homosexuellen Szene waren ja auch so.
Und, warum jetzt plötzlich so viele Junge diesen Weg einschlagen?
Sie können das jetzt - eben wegen der veränderten Rahmenbedingungen und der toleranteren Einstellung der Gesellschaft, bzw. des geänderten gesetzlichen Rahmens.
Hätte ich als Jugendlicher die Möglichkeit gehabt, wäre ich heute vielleicht eine echte Christiane und würde ein ganz normales Leben führen.
LG
Christiane
"Pünktchen sind immer süß!"
-
Luna
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 269
- Registriert: Do 3. Mai 2018, 20:40
- Pronomen: sie
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Hallo zusammen,
also wenn ich mir das EP ansehe, würde ich dem Redakteur vorweg mal eher ein ehrliches Interesse an der (von ihm gewählten) Thematik zubilligen und nicht vorschnell Schlussfolgerungen ziehen und ablehnend reagieren.
So spricht er zunächst von Transidentität und Transition, sodass für mich die Annahme, er würde das irgendwie auf Sexualität reduzieren nicht naheliegt. Generell bin ich im Übrigen immer für Toleranz und Nachsicht, wenn sich Außenstehende, die über keine jahrelange Erfahrung mit dem Thema und den (sich auch immer wieder wandelnden) Begrifflichkeiten haben, mal in der Bezeichnung vergreifen, solange das nicht absichtlich aus einer Geringschätzung heraus erfolgt.
Dass in den letzten Jahren - zumindest gefühlt - mehr (junge) Menschen die (starren) Geschlechtergrenzen überwinden wollen, wird jedenfalls immer öfter diskutiert. Der Redakteur scheint aber auch hier keine vorgefasste Meinung zu haben, zumal er nicht nur den medizinischen und psychologischen Gründen dafür nachgeht, sondern auch die grundsätzliche Frage nach der Faktenlage stellt.
Weiters zeigt er auf, dass es darum geht aufzuklären und Verständnis für Trans-Menschen zu schaffen und der Wunsch, Leute kennenzulernen, die sich in Eigenregie Hormone beschaffen, stellt wieder den Bezug zum Ausgangsthema Transition her. Ich kann also prima vista mal nichts Schlechtes in der Anfrage erkennen.
Also ich persönlich entspreche von Persönlichkeit, Alter und Wohnort her nicht den gesuchten Kriterien; würde ich das aber tun, so könnte es interessant sein, von der angebotenen Möglichkeit, mehr über die Sendung zu erfahren, Gebrauch zu machen.
Alles Liebe
Luna
also wenn ich mir das EP ansehe, würde ich dem Redakteur vorweg mal eher ein ehrliches Interesse an der (von ihm gewählten) Thematik zubilligen und nicht vorschnell Schlussfolgerungen ziehen und ablehnend reagieren.
So spricht er zunächst von Transidentität und Transition, sodass für mich die Annahme, er würde das irgendwie auf Sexualität reduzieren nicht naheliegt. Generell bin ich im Übrigen immer für Toleranz und Nachsicht, wenn sich Außenstehende, die über keine jahrelange Erfahrung mit dem Thema und den (sich auch immer wieder wandelnden) Begrifflichkeiten haben, mal in der Bezeichnung vergreifen, solange das nicht absichtlich aus einer Geringschätzung heraus erfolgt.
Dass in den letzten Jahren - zumindest gefühlt - mehr (junge) Menschen die (starren) Geschlechtergrenzen überwinden wollen, wird jedenfalls immer öfter diskutiert. Der Redakteur scheint aber auch hier keine vorgefasste Meinung zu haben, zumal er nicht nur den medizinischen und psychologischen Gründen dafür nachgeht, sondern auch die grundsätzliche Frage nach der Faktenlage stellt.
Weiters zeigt er auf, dass es darum geht aufzuklären und Verständnis für Trans-Menschen zu schaffen und der Wunsch, Leute kennenzulernen, die sich in Eigenregie Hormone beschaffen, stellt wieder den Bezug zum Ausgangsthema Transition her. Ich kann also prima vista mal nichts Schlechtes in der Anfrage erkennen.
Also ich persönlich entspreche von Persönlichkeit, Alter und Wohnort her nicht den gesuchten Kriterien; würde ich das aber tun, so könnte es interessant sein, von der angebotenen Möglichkeit, mehr über die Sendung zu erfahren, Gebrauch zu machen.
Alles Liebe
Luna
-
ExUserIn-2026-04-08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3885
- Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 140 Mal
- Danksagung erhalten: 1027 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Momo58 hat geschrieben: Fr 14. Mai 2021, 14:46 Ich falle ja nicht in den gesuchten Personenkreis, aber schon bei den Fragen platzt mir die Hutschnur. Da wird ein angeblicher gender-hype als Effekt- und Quotenhascherei benutzt. Das ist keine seriöse Berichterstattung. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gibt es keine Transsexualität/-identität, sondern allenfalls eine Variante der Geschlechtsentwicklung die auf eine Sonderform von Intergeschlechlichkeit hinaus läuft, oder auch auf eine Geschlechtsinkongruenz nach ICD 11.
Dass es Unterschiede zwischen der jüngeren und älteren Generation gibt, liegt ja an der gesellschaftlichen Entwicklung und den früheren unmenschlichen Gesetzen zum Thema.
Genau, es geht um die Auseinandersetzung mit dieser Frage, aber es geht auch um die Frage wie die Auseinandersetzung stattfindet. Die Presse nutzt Wörter wie Transsexualität, was uns allein auf das Wort Sex reduziert, aber gleichzeitig hohe Einschaltquoten garantiert. Andererseits tragen gerade Transaktivist*innen mit ihrem Geltungsbedürfnis dazu bei, dass wir und unser Anliegen oft missverstanden werden. Ich persönlich misstrauen da beiden Seiten, aber es ist ja nur meine persönliche Meinung.
Hallo Manuela,
ich verstehe Deine Erregung nicht. Der Autor spricht nicht von Transsexualität und auch nicht von Gender-Hype. Die Fragen sind neutral an Betroffene gestellt und eine Doku ist keine wissenschaftlichte Abhandlung sondern greift nur Aspekte zu einem Thema auf. Dabei hat er junge Menschen im Fokus. Womit hast Du denn genau ein Problem ?
By the way: Sie Begründung zur Ablehnung des Begriffs Transsexualität verstehe ich nicht. Sexus bedeutet Geschlecht. Betroffene Menschen wollen ja das äußere Geschlecht anpassen, nicht die Identität, die ist ihnen ja klar. Es ist ausmeiner Sicht nicht wirklich relevant, ob man das eine "Variation in der Geschlechtsentwicklung" nennt. Letztlich geht es um (m)eine Wertigkeit und die lasse ich mir von Anderen nicht nehmen. Ich bin trans, na und ? Wenn dabei ein griffiger Begriff hilft, um so besser.
Wenn die Presse unser Thema im Hinblick auf die Quoten unser Thema aufgreift um so besser. Je mehr Sichtbarkeit wir bekommen, um so "normaler" werden wir für alle. Ich stimme mit Dir überein, dass das Thema nur bedingt umfassend behandelt wird. Aber das geht ja auch gar nicht. Die Veränderungen, die wir in der Gesllschaft erfahren beruhen zu einem wesentlichen Teil auf Berichterstattungen und AktivistInnen. Dafür bin ich dakbar, auch wenn ich mich nicht oder nur zum Teil repräsentiert fühle. Die Menschen, die mich als Frau kennen und denen ich begegnet bin, wissen, dass ich ein ganz normales Mitglied der Gesellschaft bin.
Ich denke, es tut nicht gut, wenn man sich an Dingen wie der Berichterstattung aufregt. Und wenn man tatsächlich ernsthafte Probleme sieht, muss man sich aktiv beteiligen. Gelassenheit und Coolness bringen dabei aber viel mehr, als Aufgeregtheit und Wur. Dann hat man verloren.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27682
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 218 Mal
- Danksagung erhalten: 2532 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Moin,
Einige fühlen sich mit dem Begriff Transidentität nicht wohl, andere mit Transsexualität und wieder andere mit Geschlechtsinkongruenz oder Geschlechtsdysphorie.
In den letzten Jahren geisterten auch noch viele weitere Begriffe durch's Land und durch die Medienlandschaft.
Ich halte es für wichtig, eine Art "Türschild" zu haben und dann die näheren Einzelheiten auszudiskutieren.
Gruß
Anne-Mette
selbst wenn man von Transsexualität spricht...
Einige fühlen sich mit dem Begriff Transidentität nicht wohl, andere mit Transsexualität und wieder andere mit Geschlechtsinkongruenz oder Geschlechtsdysphorie.
In den letzten Jahren geisterten auch noch viele weitere Begriffe durch's Land und durch die Medienlandschaft.
Ich halte es für wichtig, eine Art "Türschild" zu haben und dann die näheren Einzelheiten auszudiskutieren.
Gruß
Anne-Mette
-
ExUserIn-2026-04-08
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 3885
- Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
- Pronomen:
- Hat sich bedankt: 140 Mal
- Danksagung erhalten: 1027 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Genau das meine ich. Erst wenn wir dieses Türschild nicht mehr brauchen sind wir voll akzeptiert. Aber die Begriffe "Mann" oder "Frau" sind auch "nur" Türschilder. Diese Türschilder haben wir auch noch nicht überwunden...Anne-Mette hat geschrieben: Sa 15. Mai 2021, 10:51 Ich halte es für wichtig, eine Art "Türschild" zu haben und dann die näheren Einzelheiten auszudiskutieren.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
-
Anne-Mette
- Administratorin
- Beiträge: 27682
- Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
- Geschlecht: W
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Ringsberg
- Forum-Galerie: gallery/album/1
- Hat sich bedankt: 218 Mal
- Danksagung erhalten: 2532 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: DOKU über Transidentität/Transsexualität [Anfrage]
Nunja - einige Menschen legen schon Wert darauf, dass sie sich als non-binär, transsexuell, transidentsich, intersexuell, intergeschlechtlich... (was auch immer) beschreiben, ja eben auch als Frau oder Mann.
Sie verbinden damit vermutlich Eigenschaften...
So, ich bin aber erstmal raus, fahre gleich zu unseren Veranstaltungen zum 15. Mai.
Sie verbinden damit vermutlich Eigenschaften...
So, ich bin aber erstmal raus, fahre gleich zu unseren Veranstaltungen zum 15. Mai.