Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?
Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein? - # 82

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Simone 65
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1216 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Es sollen bald auch die Betriebsärtzte impfen . Hier bei uns , beim Daimler stehen die Zentren schon und es könnte losgehen , wahrscheinlich im Juni . Es gibt hier im Betrieb nicht viele Alte . Seit Donnerstag können sich Kollegen registrieren lassen .
Ich habe gestern meine erste Impfung bekommen und am 11.6. bekomme ich die Zweite. Ich bekomme Sie von der Hausärztin. Ich bin Jahrgang 65 .
Ich denke , wenn wirklich die größte Teil der Bevölkerung die Möglichkeit zur Impfung hat , sollten die Einschränkungen aufgehoben werden . Wer sich nicht impfen lassen will , eben nicht . Die Menschen müssen dann halt weiter mit den Einschränkungen leben .
Die Einzigen wo ich Bedarf sehe , sind die Menschen die sich nicht impfen lassen können aus verschiedenen Gründen. Da habe ich aber auch keine Idee .
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
Nicole Fritz
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1217 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

christine44 hat geschrieben: Fr 30. Apr 2021, 06:02 Beispiel Hannover Maschsee: Maskenpflicht am Nord- und Westufer, aber nicht auf der anderen Seite.
Bei den Bildern sollte vielleicht klar sein, warum ich inzwischen alles aufgegeben habe und die gesamte Menschheit nur noch in die ewige Verdammnis verfluche. In D und Ö ist es vielleicht extrem, aber das Problem ist weltweit. Ich kann und will einfach nicht mehr. Wenn es nicht besser wird, ist der Tod für mich Erlösung.
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1218 im Thema

Beitrag von __Anna__ »

Hallo zusammen,

ja es gibt Einschränkungen, aber auch für mich sogar positive Seiten.

- ich muss nicht mehr jeden Tag zur Arbeit fahren und spare dadurch 30min Hin- und Rückweg
- endliche bekomme ich den Alltag meiner Kinder mit und habe auch mehr Zeit für Ihre kleinen Sorgen
- ich sehe meine Kinder aufwachsen
- meine Arbeitszeiten sind viel flexibler und ich kann alles mir selbst einteilen

In hoffentlich 3 Monaten sind die Meisten geimpft. Aber den gewissen Abstand zu anderen Personen finde ich persönlich besser.
Ich mochte es nie dicht and dicht zu stehen.
Die Welt ist im Wandel und mit Corona und den Mutationen müssen wir lernen umzugehen.
Es wird weitere Impfstoffe geben und wir müssen regelmäßig alle geimpft werden.

Alles Gute

Anna
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1219 im Thema

Beitrag von Violetta »

Nur einschränken wäre gut....

Einschränken ist noch irgendwie zu ertragen..
Meine Frau teilte mir heute mittag mit: " Sven ist gestorben!"
Mein irritiertes Gesicht führte zur Ergänzung : " Der Sohn von Monika und Dieter." , alle drei Tanzfreunde aus Frankfurt. Todesursache Corona. Alter 20,22. Könnte auch unser Sohn sein. Eltern sollten nicht am Grab ihrer Kinder stehen.

Gruß

Violetta
Nora_7
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1220 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Also,
ich sehe eine weit verbreitete hochkochende Frustration und auch Wut über das Corona Management. Leider ist es in den meisten Ländern auch nicht besser, eher noch schlechter. Also bleiben wir in Deutschland:

Die Euphorie über Home Office beruhigt sich. Mein Sohn hat seine 15 MitarbeiterInnen seit ca. 1 Jahr nicht mehr persönlich getroffen. Und die meisten haben es inzwischen satt, den ganzen Tag nur vor dem Bildschirm zu sitzen. Kreativität geht verloren, die Arbeit läuft völlig emotionslos mechanisch ab. Es gibt keinen Ausgleich zu dieser Eintönigkeit, die sich in mentale Trägheit entwickelt. Er ist gerade dabei, die Leute zwangsweise in Urlaub zu schicken — um zu vermeiden, dass später im Jahr alle gleichzeitig ihren Jahresurlaub nehmen wollen, wenn Freizeitaktivitäten und Reisen wieder möglich sein sollen. Aktuell will niemand Urlaub nehmen, da die Gestaltungsmöglichkeiten extrem beschränkt sind.

Impfung: Gerechtigkeit gibt es nirgendwo, das Empfinden ist auch sehr subjektiv. Natürlich hilft es mir und meiner Frau, dass wir beide nach der 2. Impfung im Juni mehr unserer verbrieften Freiheiten (voraussichtlich, und es sind keine Privilegien!) WIEDERERLANGT haben werden. Die Kinder und Enkel nicht. Es gibt nach "Abarbeiten" der Hauptrisiken (70+, bestimmte Berufsgruppen) keine allen gerecht werdende Impfreihenfolge. Wenn die Zwangsreihenfolge endlich aufgehoben wird, gilt wohl "wer zuerst kommt"¦". Genauso ungerecht, wie auf einmal Personen aus Problembezirken mit gewaltigem Aufwand impfen zu wollen, die gar kein Interesse daran haben, dafür mit Rekordinzidenzen rumlaufen — statt erst die, die wollen? Vielleicht wäre es sinnvoller, diese Bezirke weiterhin mit Zugangsbeschränkungen zu belegen? Raus nur mit Impfung oder negativem Test? Die Restriktionen lassen sich für Geimpfte nicht fortsetzen, weil die Grundlage entfällt. Da kann man jammern, hilft aber nicht weiter. S.o..
Die Öffnung von Kultur, Handel und Gastronomie mit stetig wachsendem Zulauf durch mehr Geimpfte sehe ich als erforderlich an. Bei der Öffnung im März hatten bei uns kaum gastronomiebetriebe geöffnet, weil kaum jemand für 1 Kaffee einen Schnelltest macht und die Zahl der bereits Geimpften (2 Impfungen + mind. 14 Tage) sehr überschaubar war.

Zunehmend wütend werden die vielen unlogischen und unbelegbaren schikanösen Regelungen empfunden: 1-Personen Besuchsregelung, Ausgangssperren, starke Handelsbeschränkungen"¦ Warum darf ich im Baumarkt Blumen einfach so kaufen, für eine Schraube aber einen negativen Test vorlegen? Oder Schüler nach FFP2-Maske im Unterricht fröhlich maskenfrei den Schulbereich in Gruppen verlassen? Maske im Freien auf leeren Wegen an Flüssen und Seen - warum? Das enorm wichtige Thema soziodemografische Verhaltensweisen dringt erst langsam an die Öffentlichkeit — es gibt zu viele Gestörte, die derartige Untersuchungen als Rassismus bezeichnen.
Das ganze Thema "Kontakte reduzieren" — ich kann diesen "Eintopf" nicht mehr hören. Es gibt ganz unterschiedliche Kontaktrisiken, alle werden in einen Topf geworfen. 30 Schüler in einer Klasse, Großraumbüros — aber Besuch der Großeltern verboten.

Es ist nachvollziehbar, dass viele überdrüssig werden. Auch ich lasse meinem Ärger häufig Luft. Solange die "Experten" der Regierung aber ausschließlich aus der puristischen Virologie kommen und diese die Abwägung zwischen Virus und Psyche nicht interessiert, bleibt es schwierig — und zwar parteienübergreifend.

Für den Umgang mit der Situation ist jeder selbst verantwortlich. Tragisch sind immer schwere Fälle im direkten Umfeld — wären die vermeidbar gewesen? Hinschmeißen und resignieren war noch nie mein Ding. Zum "Glück" habe ich einen Renovierungsstau an Haus und Garten, so dass ich beschäftigt bin. Aber wenn mir dann die passende Schraube fehlt und ich zum Besorgen jeden Tag einen Coronaschnelltest (56% Aussagekraft!) mit unangenehmen und auch gefährlichem Nasenbohren durchführen muß — dann Nein Danke. Internet geht auch. Wird innerhalb von 24h geliefert, auch schon mal am gleichen Tag, weil riesiges Amazon Logistikzentrum im Nachbarort. Ungerechte Welt. Aber Gerechtigkeit aus jeder Perspektive ist noch nicht erfunden worden.

Jetzt heißt aber erstmal, auf den nächsten Shitstorm zu warten.

Nora_7
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1221 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Nora, Hallo, miteinander,

ach ja, es ist doch Jammern auf hohem Niveau.Da sind überhaupt nur 30 % der Jobs irgendwie Homeoffice.fähig (was ja auch noch kein Vergnügen garantiert). Und es sind in der Regel noch die besser bezahlten Jobs. Die übrigen 70 % erfordern die physische Anwesenheit am Arbeitsprlatz, z.B. im Dienstleistungsgewerebe mit reichlich Publikumskontakt oder wie bei Amazo (da wo die Schrauben herkommen) mit vielen fleißigen Menschen zu Mindestlohnbedingungen, die übrigens in den Corona-Hotspot- Stadtteilen der weniger gut Situierten in allzuoft zu kleinen Wohnungen für die großen Familien leben. Es hilft gar nicht viel, diese Stadtteile abzuriegeln. Denn für die Arbeit muss der Stadtteil oft verlassen werden. Wen einer raus geht und etas mitbrungt, wird es schnell an alle verteilt. HomeOffice ist einfach nicht machbar, wenn etwa Lebensmittel im Supermarkt gepackt, Pakete sortiert oder ausgefahren werden. Und wo Krankmeldungen nicht so angesagt sind, geht ein Infiziertverdächtiger eher noch einen Tag extra zur Arbeit mit der Gelegenheit, Viren zu verteilen. Man muss ja nicht gleich den Spargel für der Reichen und weniger Reichen Tische stechen oder dafür die Schweine schlachten. (Auch das wird nicht in HomeOffice zu machen sein.) Aber wer denkt schon daran? Die im Dunklen sieht man nicht so.

Wenn ich die Erzählungen aus dem Corona-Alltag so höre und lese, fühle ich mich ungeheuer privilegiert. Zwar habe ich so meine Schwierigkeiten mit diversen Behörden, weil die Online-Kommunikation einfach Tücken hat, die nicht mit Besuchen in der Sprechstunde ausgebügelt werden können. So ist mein Konto öfters in ein Minus geraten, dass mich ernsthaft über Privatinsolvenz nachdenken lässt. Doch hatte ich seit Mai 2020 vom Job her immerhin Gelegenheit, jeden Tag zu unterschiedlichsten Tageszeiten hunderte Kilometer durchs Land zu fahren, Menschen zu sehen und zum Teil anzusprechen, menschliche Stimmen im Ohr zu haben, wo die meisten in den eigenen vier Wänden mit der digitalen Kiste im Lockdown fest saßen. Ja, die Atmosphäre ist zwar merkwürdig und die Bezahlung im prekären Bereich. Die Einstellungen zu gegenseiter Rücksichtnahme und Achtung der Schwächsten ist manchmal auch schon eigenartig. Aber nicht immer. Nun habe ich seit einigen Monate einen Job im Impfzentrum, wo ich nicht nur die Pandemie irgendwie aus- und durchhalten muss, sondern jeden Tag mithelfe, dass wieder ein paar hundert Leute vor den verheerenden Folgen der Ansteckung für sich und ihre nächsten Mitmenschen geschützt werden. Klar, sehe ich dabei auch zig andere Kolleginen und Kollegen mit völlig verschiedenem Hintergrund, die wir doch alle bei allen widrigkeiten um ausreichenden Impfstoff immer wieder daran arbeiten, dass wir möglichst schnell überflüssig sind. Zudem gibt es verlässliche Schnelltests regelmäßig und gratis. Ehrlich, wer hat das schon? Ehrlich, ich kenne diverse Arbeitgeber, die sich schwer tun, die Schnelltestpflicht ihren Mitarbeitern gegenüber zu organisieren. Sollen sie sich doch anstecken, es gibt schon genug andere, die den Job fürs halbe Geld wollen.

Ach, Gastronomie und Auslandsreisen sind für mich zweitrangig. Wann und wie oft kann ich mir das schon leisten? Von meine Umsätzen kann doch keiner überleben. - Für mich ist es eine Fage für all jene, die damit eigentlich ihren Lebensunterhalt verdienen und sich jetzt mit Kurzarbeit über Wasser halten (Bei ihnen entpuppt sich der "Betriebsarzt" auch meist als der Hausarzt um die Ecke, der sich in seiner Praxis auch noch um anderes kümmert als nur Corona-Impfungen)

Dann ist da noch mein christlicher Glaube, meine Einstellung zur Bibel mit mancher Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Wie war das damals als die Kinder Israel aus Ägytenlande auszogen, und jahrelang durch die Wüste liegfen und es sich kein Ende abzeichnen wollte? Da waren doch auch immer irgendwelche Frustereignisse, aber auch Anzeichen auf ungewöhnliche Hilfe, den Weg weiter zu gehen). Das lässt mich auch den Besuch von Gottesdiensten genießen, auch wenn es unter Corona-Auflagen alles ziemlich eingeschränkt ist. Nun ja, der spirituelle Kern macht's. Was mich auch durch Krisen mitträgt.

Das alles lässt mich als Single die Beschränkungen in fehlenden Besuchen, fehlenden Treffen, fehlendem Chorsingen und fehlendem Sport schon noch ertragen und auf bessere Zeiten hoffen. Wenigstens hoffen auf ein Lächeln eines Nachbarn am nächsten Tag.

Jetzt aber Gute Nacht. Morgen ist Frühschicht.

Liebe Grüße
Inga
Nora_7
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1222 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Die Antwort von Inga zeigt die Heterogenität des Themas wieder deutlich auf. Je nach emotionaler und/oder finanzieller Situation unterscheiden sich Sichtweisen und Leidensform und -schwere. Ich äußere meine Meinung, auch wenn sie etlichen nicht gefällt, was mich aber nicht wirklich erschüttert.

Ich bin selbständig in der Eventbranche — vorauss. 2 Jahre keinen Umsatz, da die Planung der großen Veranstaltungen sehr langfristig ist. Wieder Ausfall von meinen "dicksten" Brocken — 2 mehrtägige Musikgroßveranstaltungen. Im Unterschied zu vielen Kollegen, die existenzgefährdet sind, habe ich mehrere Standbeine (auch im Gesundheitsmanagement) und muß schon kürzertreten, aber nicht bedrohlich.

Und aus meiner Zusammenarbeit mit Handel und Gastronomie sehe ich sehr genau, wie dort die Reserven schwinden. Trotz bester Hygienekonzepte, kreativer Ideen, keine Infektionen sind normale Verkäufe verboten, doch nehmen Kunden z.B. Terminshopping und jetzt zusätzlich mit negativem Test als Zugangsbedingung nicht an. Genauso wenig wie ToGo in der gepflegten Gastronomie: Koch und/oder InhaberIn schaffen, Rest in Kurzarbeit oder entlassen.

Die Politik beruft sich zwar immer auf die Wissenschaft, die Frage ist jedoch: welche? Virologie, Psychologie, Soziologie, Ökonomie"¦? Wohl nur #1. Und auch deshalb haben wir seit über einem Jahr den Großteil unserer Bekannten nicht mehr gesehen (vielleicht mal unerkannt als FFP-2-Maulkorb-Zombie vorbeigehuscht?). Statt Grillpartys, Geburtstags- und Hochzeitsfeiern, gemeinsames Erleben am WE nur noch zu zweit allein (wenigstens zu zweit!). Es reicht. Und en femme draußen war ich auch seit Oktober nicht mehr — macht allein und ohne Interaktionen keinen Spaß.

Und natürlich sind die Problemviertel durch den Niedriglohnsektor geprägt. Und geringe Bildung, fehlende Sprachkenntnisse und Integration. Und ich gebe zu, ich habe gerade eine Wohnung nicht an Amazon-"Logistikmitarbeiter" vermietet, weil diese mit ihrem Gehalt die zu erwartenden Nebenkostensteigerungen dank über Lohnniveau steigender CO2-Steuer zukünftig wohl eher nicht mehr zahlen können.

Andererseits kann es aber auch nicht sein, dass die Bewohner der sozialen Brennpunkte bestimmen, was man darf oder nicht darf, weil sie so viele sind und sich nicht an Regeln halten. Vielleicht helfen die Tests in den Betrieben, zumindest ein paar Superspreader herauszufischen — die Ergebnisqualität ist ja leider sehr bescheiden. Klar, dass dort Home Office nicht geht. Aber ob bei Amazon jemals Betriebsärzte impfen werden, glaube ich nicht — ginge ja von der Dienstzeit der Mitarbeiter ab; und eigene Ärzte gibt es dort gar nicht. Aber die falsche Maßnahmenpolitik zwingt dazu, auf den Internethandel auszuweichen. Und leider auch zu Amazon, weil die am schnellsten liefern und ich dann umgehend weiterarbeiten kann.

Wie erwähnt, die Interessenlagen wie auch akivitätsbedingten Zwänge sind unterschiedlich und nicht generell vergleichbar und so auch die Situationsbewertungen. Auch für mich total unbefriedigend. Und für diejenigen, die zwischen Kritik und Jammern nicht unterscheiden wollen: Es handelt sich um eine Teilanalyse mit Kommentierungen. Und meine umfangreichere Bewertung habe ich ans IGES-Institut geschickt (s. Post ein paar Tage früher), weil ich weiß, dass die Info weiterverarbeitet und zumindest an den entsprechenden Stellen wahrgenommen wird.
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1223 im Thema

Beitrag von Hotte »

Am Anfang, vor gut einem Jahr, wurde auf die Virologen gehört, alle hielten sich an die Regeln und es hatte einen guten Effekt. Seit sich mehr zerstritten wird und alle ihre Bedürfnisse durchsetzen wollen und diese Coronamüdigkeit aufgekommen ist, wird es immer schlimmer. Meine Wahrnehmung.

Ich kann das verstehen, dass das für viele unbequem ist, dass sich jetzt einiges verändert hat. Aber während die einen nur laut quäken und die Hand aufhalten bei Vater Staat sind die anderen flexibel und passen sich der veränderten Situation an. Ich denke da an Buchhandlungen, die Webshops aus dem Boden gestampft haben. An Textilhersteller, die von Socken auf Masken umgestiegen sind. An Brauereien, die Desinfektionsmittel hergestellt haben, als es überall fehlte.
Es gibt Gastronomien, die jetzt liefern, andere haben sich zur Schließung entschlossen. Das entscheidet doch jede:r Selbständige:r für sich selbst. Zum To Go: Das nehme ich nicht in Anspruch, weil ich dann lieber online bestelle, und mir was nach Hause liefern lasse, wenn ich eh allein daheim essen will bzw. soll in diesem Falle ... Deshalb wäre eine Präsenz bei lieferando in Ergänzung zur eigenen Website wichtig für mich als Kunden.

Ich frage aus Unwissen: Warum kann man in der Veranstaltungsbranche nicht auf digitale Veranstaltungen umstellen?
Ich nehme selbst derzeit an einem Onlinekongress teil. Ich meine, ein Jahr ist doch eine lange Zeit. Buchmessen waren auch schon online. Frankfurt plant für diesen Herbst schon wieder in Präsenz, das könnte sogar klappen, wenn Schnelltest/Impfung dann erlaubt sein sollte - wir wissen es aber nicht. Planen würde ich daher jetzt eine Onlineveranstaltung. Ich persönlich möchte im Augenblick keine Reise buchen.
An eine Musikveranstaltung erinnere ich mich auch, da haben alle von zu Hause aus was aufgenommen, das fand ich total klasse.

Was mich wirklich total annervt ist dieses Hickhack, wo die Reise als nächstes hingehen soll, strengere Maßnahmen oder Lockerungen und diese Proteste der Coronaleugner und Maßnahmengegner machen mir Angst. Spaltungen gab und gibt es ja schon in vielerlei Hinsicht, aber so extrem habe ich es noch nie empfunden. Es ist das erste Mal, dass ein Thema _alle_ bewegt und deshalb redet jede:r drüber und jede:r lässt sich in schwarz oder weiß einteilen und ich habe schon Kontakte gelöst, weil es mir zu toxisch war, dass die anderen anderer Meinung waren. Dabei haben am Anfang doch alle so schön zusammengehalten und es haben sich spontan Nachbarschaftshilfen gebildet etc.
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1224 im Thema

Beitrag von Frieda »

Inga hat geschrieben: Sa 1. Mai 2021, 22:40 ...
Liebe liebe Inga❣️

Dein Post macht mich glücklich und manifestiert meine Gedanken und meine Hoffnung weiterhin.
Es sind ganz genau diese Gedanken, diese Erlebnisse, diese Werte und vor allem diese Herzensgüte die in deinen Worten zu lesen ist, die die Menschheit durch schwere Zeiten trägt und am Ende auch retten wird.
Du bist ein ganz ganz tolles Wesen, liebe Inga. Ich bin dir sooo sehr dankbar für deinen Post, dass es mir fast die Tränen in die Augen treibt. Deine Worte sind Balsam und Frieden für mein Innerstes, weil ich genauso denke und fühle, wie du uns von dir erzählt hast. Mag sein das wir beide materiell weniger betucht sind. Ich bin mir aber sicher, dass wir von Menschlichkeit, Solidarität, Weitblick, Resilienz, Achtung, Respekt, Geduld, Mitgefühl und Warmherzigkeit umso einiges mehr in uns tragen, als so manch anderer. Unsere Werte schenken uns beständigen inneren Frieden, und treiben uns nicht tagtäglich in kaltherziger Gier nach immer mehr.

Ich grüße dich herzlichst liebe Inga und verneige mich zu tiefst dankbar vor deinem guten Herz und weisen Hirn❣️💖
Namaste 🙏





Nora_7 hat geschrieben: Sa 1. Mai 2021, 19:45 ...

Hier nun doch noch meine Gedanken bzgl Nora's Äußerungen❣️

Mir wird wieder mal bewusst, dass :
- Geld
- materielle Annehmlichkeiten
- von der Familie akzeptiert zu werden wie man ist
- eine eingebildete bessere Stellung in der Gesellschaft zu haben
(momentan) nicht dazu führen kann leben zu können wie man es will und was scheinbar dazu führt, dass man darunter leidet.

Was zeigt mir wieder dieser Gedanke?
Du wirst im Außen (auch nicht durch geimpft sein und Privilegien genießen zu wollen/können) nicht beständig glücklich❣️



Hier noch ein paar Zitate von Prof. Harald Lesch.
Das Interview verlinke ich ganz unten.

--> "Es wird zu viel gemeckert und zu wenig auch mal ausgehalten. Kein Mensch hat dieses Virus hier gewollt. Und wir müssen uns irgendwie der Tatsache stellen, dass es sich dabei um eine Art Naturkatastrophe handelt, wie sie uns in dem Ausmaß noch nie begegnet ist. Es ist erstaunlich, dass wir glauben, so einer außergewöhnlichen Situation mit den Rezepten der Normalität begegnen zu können."

--> "Einige Leute denken, sie seien schlauer als diejenigen, die wirklich was von dieser Krankheit verstehen. Und laufen lieber ihren eigenen Zielen und Zwecken hinterher."

--> "Es ist eben doch sehr vieles Wissenschaft. Bei der Behandlung des Virus geht es zuerst um Wissenschaft. Erst dann kann man irgendwelche Träume, Ziele, Visionen und sonst irgendetwas hineinbauen."

--> "Eine der schönsten Erkenntnisse der letzten 50 Jahre ist doch: Dass einer wie ich, der aus einer Arbeiterfamilie kommt, Professor an der Universität werden kann. Meine Familie hatte vorher keine Akademiker in ihren Reihen."

https://www.rnd.de/promis/harald-lesch- ... J3KGU.html
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1225 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Frieda hat geschrieben: So 2. Mai 2021, 06:35 Hier nun doch noch meine Gedanken bzgl Nora's Äußerungen❣️

Mir wird wieder mal bewusst, dass Geld, materielle Annehmlichkeiten, von der Familie akzeptiert zu werden wie man ist, eine eingebildete bessere Stellung in der Gesellschaft zu haben, (momentan) nicht dazu führen kann leben zu können wie man es will und was scheinbar dazu führt, dass man darunter leidet.

Was zeigt mir wieder dieser Gedanke?
Du wirst im Außen (auch nicht durch geimpft sein und Privilegien genießen zu wollen/können) nicht beständig glücklich
Tja Frieda, wie gut, dass die Welt solche Personen wie Dich hat. Mutter Theresa wäre neidisch. Wären alle so, gäbe es keine Probleme auf der Welt. Sei also glücklich und warte mit Freude und Liebe, bis Du freiwillig die Impfung als Letzte erhältst. Bist ja sooooo glücklich. Und darfst freiwillig für alle Zeit Dir diese Einschränkungen selbst auferlegen — denn sie machen glücklich.

Und mein Fazit ist: Fast ALLE haben unter der Corona-Situation zu leiden. Allerdings unterschiedlich. Ziele ist Leidensgründe durch bessere Entscheidungen zu minimieren. Da braucht man auch keine aus dem Zusammenhang gerissenen Lesch-Zitate, die zudem leicht widerlegbar sind. Dein Fazit ist, mal auf den Punkt zusammengefaßt: je ärmer umso herzlicher und glücklicher. Meine Empfehlung: Dann arbeite daran, eine arm-aber-glücklich Ikone zu werden, es fehlt halt noch etwas Professionalität. Ich bleib wie ich bin.

Und Deine Interpretation über mich kannst Du auf den Müll werfen. Inkompetente persönliche Angriffe mag ich überhaupt nicht und gehören nicht hierher. Bitte für"™s Leben merken. Wie ich glücklich bin, liegt an mir, keinesfalls an Dir.

Nora_7
Zuletzt geändert von Nora_7 am So 2. Mai 2021, 09:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1226 im Thema

Beitrag von Frieda »

Nora_7 hat geschrieben: So 2. Mai 2021, 09:20 ... Mutter Theresa wäre neidisch...
Liebe Nora❣️
Ich bin mir sicher Mutter Theresa wäre nicht neidisch❣️😘
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1227 im Thema

Beitrag von AlexLyrics »

Die Frage, wie eine Gesellschaft Probleme löst, ist eine politische Frage und keine wissenschaftliche. Der Ruf nach Wissenschaftlichkeit und vor allem das Folgen EINER wissenschaftlichen Schule/Theorie/These ist eine verkindlichung von Politik. Was wir seit einigen Jahren sehen ist, dass bestimmte Leute glauben zu wisen, was für alle gut ist und sich wundern, dass es andere Leute gibt, die solch Bevormundung nicht wünschen. Es gab auch in der Vergangenheit und in der Gegenwart weitere Politikfelder, die von Leuten besehlt sind, die glauben über moralische Gewissheiten zu verfügen, die in jedem Falle durchzusetzen sind. Zu diesen Themenbereichen zähliche ich ganz am Anfang der penetrante Kampf gegen Nikotin und sonstige unterschwellige Rauschmittel, das Verhältnis von Mann und Frau, der Umgang mit kleinen Kindern, der Umgang mit Flüchtlingen und die Reaktion auf die Umweltproblematik. Eine bestimmte Gruppe meint ALLES moralisch richtig machen zu müssen und zu können, gesellschaftlche Prozesse tiefgehend beeinflussen zu können und zu müssen. Das empfinde ich als kindisch: Man kann weder auf Knopfdruck das Verhältnis von Mann und Frau qua Gesetz/moralische Pflicht von heute auf morgen ändern, noch kann man aus einer Gesellschaft trotz bester Absicht und Notwendigkeit keine Einwanderungsgesellschaft wie die der BRD machen noch kann man auf Knopfdruck den Umgang mit Umweltverschmutzung, der jahrhunderte lang eingeübt wurde mit der Verschwendung von Ressourcen der westlichen Zivilisation ändern. Das Corona-Virus hat mir gezeigt, wie eine aus meier Sicht überwiegend infantile Gesellschaft mit einer Gefahr umgeht, die eine biologische Gefahr ist und vermutlich gar nicht umfassend abgewehrt werden kann. Da erkenne ich einen Machbarkeitswahn, der dem eines Kindes gleich ist. Bekanntlich unterscheidet sich in der Machbarkeitserkenntnis das Kind vom Erwachsenen. Die Verantwortlichen und große Teile der Bevölkerung, und da she ich meine Einschränkung von Corona, scheinen mitlerweile den Staat nur noch als Versicherungsgeber zu sehen, dem schon immer die Ausübung seiner eigenen Macht näher lag, als diesem Versicherungsverlangen zu entsprechen. Ein Staat und eine Gesellschaft ist keine Versicherungsgemeinschaft, die alle Gefahren dfür den Menschen versucht von ihm fernzuhalten. Seit Menschengedenken ist der Mensch gefährdet - immer durch die gleichen Gefahren: Verletzungen, Krankheiten, Wassermangel mit sehr unteschiedlichen Ursachen, die nur sehr selten durch die Gesamtgesellschaft abgewendet werden können. Was die derzeitige Verfassungskrise politisch so gefährlich macht, ist, dass wir hier zum ersten Mal negative Auswirkungen einer Biopolitik sehen, die in den weniger liberalen Ländern Italien, Spanien sowie Deutschland geeignet ist, die Gesellschaften nachhltig zu spalten. Die gefährliche Fraktion der Leute, die alles gut machen will, wird scheitern weil "die Menschen" eben nicht alles im Griff haben und die eigene Lebenserfahrung lehrt, dass "der Mensch" kaum oder gar nicht alleine das Weltengeschehen beeinflussen kann, das vermutlich weltgeistgetrieben die Verbitterung der "ich kann ALLES-Menschen" zu noch ganz anderen Schandtaten treiben wird als Schulen und Universitäten zu schließen und kleinen Kindern Maulkörbe zu verpassen. Vor Corana konnte ich die Musik, Literatur und Kunst aus dem deutschen Sprachraum nie denken ohne die fetten Stammtischler mit ihren nationalistischen bis faschistoiden Gedanken und der Gartenzwergkultur mit ihrer Naivität. Mit Corona habe ich gemerkt, dass das Realität ist und vor ihr bin ich geflüchtet.


Frieda hat geschrieben: So 2. Mai 2021, 06:35
Inga hat geschrieben: Sa 1. Mai 2021, 22:40 ...
Liebe liebe Inga❣️


--> "Es wird zu viel gemeckert und zu wenig auch mal ausgehalten. Kein Mensch hat dieses Virus hier gewollt. Und wir müssen uns irgendwie der Tatsache stellen, dass es sich dabei um eine Art Naturkatastrophe handelt, wie sie uns in dem Ausmaß noch nie begegnet ist. Es ist erstaunlich, dass wir glauben, so einer außergewöhnlichen Situation mit den Rezepten der Normalität begegnen zu können."

--> "Einige Leute denken, sie seien schlauer als diejenigen, die wirklich was von dieser Krankheit verstehen. Und laufen lieber ihren eigenen Zielen und Zwecken hinterher."

--> "Es ist eben doch sehr vieles Wissenschaft. Bei der Behandlung des Virus geht es zuerst um Wissenschaft. Erst dann kann man irgendwelche Träume, Ziele, Visionen und sonst irgendetwas hineinbauen."

--> "Eine der schönsten Erkenntnisse der letzten 50 Jahre ist doch: Dass einer wie ich, der aus einer Arbeiterfamilie kommt, Professor an der Universität werden kann. Meine Familie hatte vorher keine Akademiker in ihren Reihen."

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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1228 im Thema

Beitrag von Michi »

Ich möchte noch etwas zum anmerken .. zu der arroganten, selbstgefälligen Art und Weise, in der hier über meine liebste Frieda hergezogen wird:

Ihre beiden noch minderjährigen Kinder sind bereits Halbwaisen, und sie macht sich berechtigterweise Sorgen darum, was mit ihnen wird, wenn der schlimmste Fall eintreten sollte, dass sie wegen Corona sterben sollte, weil die Unvernunft einiger Mitmenschen so groß ist, dass es immer noch viel zu viele Neuinfektionen gibt.

Nachtrag: Sie hat keine Angst um ihr Leben. Es sind nur ihre Kinder, an die sie denkt.

Meine liebste Frieda ist jedoch viel zu rücksichtsvoll, deswegen fortgesetzt und öffentlich in lautes Jammern und Klagen zu verfallen, obwohl ihre Sorgen in meiner Wahrnehmung berechtigter als manch andere sind, die hier mit großer Vehemenz proklamiert werden.


Ich gebe zu Bedenken, dass es noch mehr Menschen so wie Frieda gibt, die berechtigte Sorgen haben, und die leider auch hier gerne marginalisiert werden.
Zuletzt geändert von Michi am So 2. Mai 2021, 12:27, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Michi
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Re: Corona - wie sehr schränkt es euch im Alltag ein?

Post 1229 im Thema

Beitrag von Michi »

AlexLyrics hat geschrieben: So 2. Mai 2021, 11:33 Die Frage, wie eine Gesellschaft Probleme löst, ist eine politische Frage und keine wissenschaftliche. Der Ruf nach Wissenschaftlichkeit und vor allem das Folgen EINER wissenschaftlichen Schule/Theorie/These ist eine verkindlichung von Politik. Was wir seit einigen Jahren sehen ist, dass bestimmte Leute glauben zu wisen, was für alle gut ist und sich wundern, dass es andere Leute gibt, die solch Bevormundung nicht wünschen. Es gab auch in der Vergangenheit und in der Gegenwart weitere Politikfelder, die von Leuten besehlt sind, die glauben über moralische Gewissheiten zu verfügen, die in jedem Falle durchzusetzen sind. Zu diesen Themenbereichen zähliche ich ganz am Anfang der penetrante Kampf gegen Nikotin und sonstige unterschwellige Rauschmittel, das Verhältnis von Mann und Frau, der Umgang mit kleinen Kindern, der Umgang mit Flüchtlingen und die Reaktion auf die Umweltproblematik. Eine bestimmte Gruppe meint ALLES moralisch richtig machen zu müssen und zu können, gesellschaftlche Prozesse tiefgehend beeinflussen zu können und zu müssen. Das empfinde ich als kindisch: Man kann weder auf Knopfdruck das Verhältnis von Mann und Frau qua Gesetz/moralische Pflicht von heute auf morgen ändern, noch kann man aus einer Gesellschaft trotz bester Absicht und Notwendigkeit keine Einwanderungsgesellschaft wie die der BRD machen noch kann man auf Knopfdruck den Umgang mit Umweltverschmutzung, der jahrhunderte lang eingeübt wurde mit der Verschwendung von Ressourcen der westlichen Zivilisation ändern. Das Corona-Virus hat mir gezeigt, wie eine aus meier Sicht überwiegend infantile Gesellschaft mit einer Gefahr umgeht, die eine biologische Gefahr ist und vermutlich gar nicht umfassend abgewehrt werden kann. Da erkenne ich einen Machbarkeitswahn, der dem eines Kindes gleich ist. Bekanntlich unterscheidet sich in der Machbarkeitserkenntnis das Kind vom Erwachsenen. Die Verantwortlichen und große Teile der Bevölkerung, und da she ich meine Einschränkung von Corona, scheinen mitlerweile den Staat nur noch als Versicherungsgeber zu sehen, dem schon immer die Ausübung seiner eigenen Macht näher lag, als diesem Versicherungsverlangen zu entsprechen. Ein Staat und eine Gesellschaft ist keine Versicherungsgemeinschaft, die alle Gefahren dfür den Menschen versucht von ihm fernzuhalten. Seit Menschengedenken ist der Mensch gefährdet - immer durch die gleichen Gefahren: Verletzungen, Krankheiten, Wassermangel mit sehr unteschiedlichen Ursachen, die nur sehr selten durch die Gesamtgesellschaft abgewendet werden können. Was die derzeitige Verfassungskrise politisch so gefährlich macht, ist, dass wir hier zum ersten Mal negative Auswirkungen einer Biopolitik sehen, die in den weniger liberalen Ländern Italien, Spanien sowie Deutschland geeignet ist, die Gesellschaften nachhltig zu spalten. Die gefährliche Fraktion der Leute, die alles gut machen will, wird scheitern weil "die Menschen" eben nicht alles im Griff haben und die eigene Lebenserfahrung lehrt, dass "der Mensch" kaum oder gar nicht alleine das Weltengeschehen beeinflussen kann, das vermutlich weltgeistgetrieben die Verbitterung der "ich kann ALLES-Menschen" zu noch ganz anderen Schandtaten treiben wird als Schulen und Universitäten zu schließen und kleinen Kindern Maulkörbe zu verpassen.
Deine Äußerungen lassen sich in 3 Worten zusammenfassen: Ignoranz, Gleichgültigkeit, Fatalismus
AlexLyrics hat geschrieben: So 2. Mai 2021, 11:33 Vor Corana konnte ich die Musik, Literatur und Kunst aus dem deutschen Sprachraum nie denken ohne die fetten Stammtischler mit ihren nationalistischen bis faschistoiden Gedanken und der Gartenzwergkultur mit ihrer Naivität. Mit Corona habe ich gemerkt, dass das Realität ist und vor ihr bin ich geflüchtet.
Auch wenn du es nicht wahrhaben willst: Du bist diese Realität, vor der du flüchtest. Aber du kannst nicht vor dir weglaufen, kannst nur dein Denken ändern. Ich wünsche dir, dass du einen Menschen findest, mit dem du dich austauschen kannst, und der dir dabei hilft, dich zu reflektieren. )))(:
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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