Homosexualität im Fußball
Homosexualität im Fußball - # 2

Michi
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 16 im Thema

Beitrag von Michi »

Blossom hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 14:02 Lahm ... Zitat aus seinem Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger vom 16.01.2012:
Fußball ist wie früher Gladiatorenkampf.
Krass. Das wusste ich nicht. Danke vielmals dafür. :D
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Jasmine
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 17 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Blossom hat geschrieben: Do 18. Feb 2021, 21:01 Hi Jasmine,

auch wenn mich Fußball nun so gar interessiert, überbezahlt, überbewertet wird und mir viel zuviel Raum in den Medien einnimmt ... dieses Problem existiert doch schlussendlich in jedem Verein ... vom Karnevalsgruppen bis hin zu irgendeiner Skatbrüderschaft.


Liebe Grüße vom
Blümchen (na)
Dann frage ich mich in welcher Gesellschaft wir leben? Wie verhalten sich diese Menschen dann in ihrer Familie, ihrem Arbeitsplatz und Umfeld?
Und dann kann es aber in einer modernen Gesellschaft kein "weiter so" geben. Daher kann ich Herrn Lahms Worte eben nicht verstehen. Alles so lassen wie es ist, bloß nichts ändern. Allein die Grausamkeit von einer Person zu verlangen sich zu verstecken und sein Leben im Verborgenen zu führen finde ich menschenverachtend.
Nein, ich weigere mich dies zu akzeptieren! Vielleicht ist es nur ein kleines Zeichen, aber meine Menalee und ich zeigen uns und wie wir zueinanderstehen in der Öffentlichkeit. Klar gibt es die ewig gestrigen aber wir sehen die Welt ein wenig anders.
Liebe Grüße Jasmine
Jasmine
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 18 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Lady Jennifer hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 11:27 ...............
Ich finde das ist eine Grauzone. Im Sport spielen große Emotionen mit rein und da wird schnell ein Wort ausgesprochen, was in der "Hitze des Gefechts" fällt und man andererorts vielleicht nie gesagt hätte. Ich halte nichts davon den Leuten "den Mund zu verbieten" - was soll dann noch alles verboten werden, was man aus emotionalen Gründen ausspricht?

Jennifer
Nein ein ganz klares nein. Wo bleiben denn da die Rechte des Grundgesetzes? Ein Täter darf doch nicht jemanden beleidigen nur weil er sich über jemanden aufregt oder vielleicht Alkohol getrunken hat. Ich bringe hier dann gleich mal einen Vergleich: Wenn jemand sich durch eine tolle Figur und einen Minirock emotional erhitzt, darf der dann auch unflätige Worte zurufen oder gar übergriffig werden?
Nein!!!

Phillip Lahm bringt hier etwas vor, was man so nicht stehen lassen darf. Vielleicht auch nur um sein Buch ins Gerede zu bringen.
Alyssa hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 08:02 .......Ich kann jeden Spieler verstehen der sich nicht outetet bzw erst nach der Laufbahn. Ein Stadion ist nicht der Ort wo sich intellektuelle zusammen finden. .........
Blossom hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 08:47 ......
das erklären sogar "Profi"-Fußballer, wie z.B. Cédric Brunner (seit 2018 bei Arminia Bielefeld):
Tagtäglich trainieren wir den Körper, aber Geist und Kopf trainieren wir nicht ["¦] Fussball ist ein Macho-Sport, man darf keine Schwäche zeigen.
............
Das kann ich so nicht glauben. https://www.bild.de/lgbt/2021/lgbt/ihr- ... .bild.html
Zitat aus dem Artikel: Mit der aufsehenerregenden Kampagne sichern gleich mehr als 800 deutsche Fußballerinnen und Fußballer homosexuellen Spielern damit ihre Unterstützung zu. Eine noch nie dagewesene Aktion!
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama ... e-100.html
Zitat aus dem Artikel: Wir werden euch unterstützen und ermutigen und, falls notwendig, auch gegen Anfeindungen verteidigen. Denn ihr tut das Richtige, und wir sind auf eurer Seite,

Da stehen Leute wie Lahm und Brunner aber sehr einsam da.
Liebe Grüße Jasmine
Blossom
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 19 im Thema

Beitrag von Blossom »

Jasmine hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 09:55 Klar gibt es die ewig gestrigen aber wir sehen die Welt ein wenig anders.
Liebe Jasmine,

die wird es immer geben ... und dass ihr die Welt ein wenig anders seht ist doch super. Mach' ich selbst ja auch.

Liebe Grüße vom
Blümchen (na)
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 20 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-01-22 »

Jasmine hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 10:19 Nein ein ganz klares nein. Wo bleiben denn da die Rechte des Grundgesetzes? Ein Täter darf doch nicht jemanden beleidigen nur weil er sich über jemanden aufregt oder vielleicht Alkohol getrunken hat. Ich bringe hier dann gleich mal einen Vergleich: Wenn jemand sich durch eine tolle Figur und einen Minirock emotional erhitzt, darf der dann auch unflätige Worte zurufen oder gar übergriffig werden?
Nein!!!
Und was soll dann als nächstes kommen: man bestraft jeden Fan, der im Stadion den Schiedsrichter beleidigt?

Übrigens hast du in deinem Eingangspost über Beleidigungen im Sport gesprochen - was hat da jetzt dein Vergleich mit...
Jasmine hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 10:19 "Wenn jemand sich durch eine tolle Figur und einen Minirock emotional erhitzt, darf der dann auch unflätige Worte zurufen oder gar übergriffig werden? "
...zu tun?

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Re: Homosexualität im Fußball

Post 21 im Thema

Beitrag von Michi »

Lady Jennifer hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 11:27
Jasmine hat geschrieben: Do 18. Feb 2021, 18:02 Ich kann mir sehr gut vorstellen wie ein homosexueller Spieler leidet, wenn er sich verstecken muss. Bei homophoben Äußerungen z.B. im Stadion müßten meiner Meinung nach empfindliche Strafen drohen.
Ich finde das ist eine Grauzone.
Hallo Jenifer,

ich finde es ziemlich grenzwertig, von "Grauzone" zu sprechen, wenn Menschen wissentlich so sehr darunter leiden, dass sie sich verstecken und selbst verleugnen!
Lady Jennifer hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 11:27 Im Sport spielen große Emotionen mit rein und da wird schnell ein Wort ausgesprochen, was in der "Hitze des Gefechts" fällt und man andererorts vielleicht nie gesagt hätte. Ich halte nichts davon den Leuten "den Mund zu verbieten" - was soll dann noch alles verboten werden, was man aus emotionalen Gründen ausspricht?
Seit wann sind denn Emotionen ein Freibrief für Fehlverhalten?! Wenn du z.B. von der Polizei angehalten und kontrolliert wirst, lässt du da auch deinen Emotionen freien Lauf, beleidigst sie, und bist hinterher noch uneinsichtig, wenn du dafür zur Verantwortung gezogen wirst? Vermutlich nicht!

Die Frage ist, ob du allein aus Angst vor den Konsequenzen gegenüber der Polizei nicht ausfällig wirst, oder weil du einigermaßen bei Verstand bist.

Wenn es nur die Angst vor Konsequenzen ist, die dich abhält, dann musst du noch sehr viel lernen.

Und das erklärt dann auch, warum du es bei anderen Gelegenheiten für hinnehmbar hältst, das Menschen für ihr Sein angegriffen werden.

Ich würde mir wünschen, dass du mal in dich gehst, und darüber nachdenkst.


Michi
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 22 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-22 »

MichiWell hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 13:05
Lady Jennifer hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 11:27
Jasmine hat geschrieben: Do 18. Feb 2021, 18:02 Ich kann mir sehr gut vorstellen wie ein homosexueller Spieler leidet, wenn er sich verstecken muss. Bei homophoben Äußerungen z.B. im Stadion müßten meiner Meinung nach empfindliche Strafen drohen.
Ich finde das ist eine Grauzone.
Hallo Jenifer,

ich finde es ziemlich grenzwertig, von "Grauzone" zu sprechen, wenn Menschen wissentlich so sehr darunter leiden, dass sie sich verstecken und selbst verleugnen!
Lady Jennifer hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 11:27 Im Sport spielen große Emotionen mit rein und da wird schnell ein Wort ausgesprochen, was in der "Hitze des Gefechts" fällt und man andererorts vielleicht nie gesagt hätte. Ich halte nichts davon den Leuten "den Mund zu verbieten" - was soll dann noch alles verboten werden, was man aus emotionalen Gründen ausspricht?
Seit wann sind denn Emotionen ein Freibrief für Fehlverhalten?! Wenn du z.B. von der Polizei angehalten und kontrolliert wirst, lässt du da auch deinen Emotionen freien Lauf, beleidigst sie, und bist hinterher noch uneinsichtig, wenn du dafür zur Verantwortung gezogen wirst? Vermutlich nicht!

Die Frage ist, ob du allein aus Angst vor den Konsequenzen gegenüber der Polizei nicht ausfällig wirst, oder weil du einigermaßen bei Verstand bist.

Wenn es nur die Angst vor Konsequenzen ist, die dich abhält, dann musst du noch sehr viel lernen.

Und das erklärt dann auch, warum du es bei anderen Gelegenheiten für hinnehmbar hältst, das Menschen für ihr Sein angegriffen werden.

Ich würde mir wünschen, dass du mal in dich gehst, und darüber nachdenkst.


Michi
Der letzte Satz ist ja auch nicht wenig grenzwertig.....
Vielleicht mal selber nachdenken! Und vor allem die Meinung anderer respektieren auch wenn man sie nicht teilt.

Zum Thema :Fußball ist und bleibt eine Sportart mit Emotionen und keine akademische Talkshow wo Homosexualität und Fußball Intellektuell seziert wird. Im Station geht es den Besuchern um Dampf ablassen. Und ja die Verbindungen zum alten Rom sehe ich immer noch. Das kann man gut oder schlecht finden aber es ist die Realität. Da hilft die Solidarität unter den Sportlern nur wenig. Gut gemeint aber wenig Wirkung. Und im übrigen frage ich mich ob man 50000 Besucher mit einem Richtmikrofon überwachen kann? Will man das ?
Und bevor sich jemand aufregt das ist meine Meinung und die muss nicht jeder übernehmen.
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 23 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-01-22 »

MichiWell hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 13:05 Hallo Jenifer,

...
Ach du schon wieder... :roll: Ist dir eigentlich schon mal aufgefallen, daß du nur auf meine Kommentare antwortest, wenn du mir einen "reinwürgen" kannst? In der Vergangenheit habe ich deine Beiträge ignoriert und werde es auch weiterhin tun - und auf eine Diskussion mit dir werde ich mich auch nicht einlassen. Bei dir kann man ja nur verlieren...

Wenn du mal Alyssa's...
Alyssa hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 14:21 Vielleicht mal selber nachdenken! Und vor allem die Meinung anderer respektieren auch wenn man sie nicht teilt.
...Kommentar beherzigst, bin ich gerne bereit auch mit DIR zu diskutieren - bis dahin... )))(:

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Re: Homosexualität im Fußball

Post 24 im Thema

Beitrag von NikolaAusR »

Lady Jennifer hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 11:49 Und was soll dann als nächstes kommen: man bestraft jeden Fan, der im Stadion den Schiedsrichter beleidigt?
Ein klares JA.

Denn wer sich den Grundregeln eines zivilisierten Zusammenlebens auf Dauer verweigert, muss, siehe nachfolgenden Text, sanktioniert werden.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 1
(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.


Nach meiner Lesart geht die Fangemeinde ins Stadion um mit dem Erfolg oder Misserfolg ihres präferierten Vereins mitzufiebern. Das Spiel findet dann nach Regeln, auf die sich die beteiligten Mannschaften vorher einvernehmlich geeinigt haben, statt.
Der Schiedsrichter überwacht im Rahmen dieser Regularien den Spielverlauf.
Natürlich kann eins bei Entscheidungen dann abweichender Meinung sein, er kann sich da, wenn die Emotionen aus ihm herausdrängen, jederzeit auch laut dazu äußern. Er sollte das aber in einer Weise tun, die keine Grundrechtsverletzung darstellt.
__________________

Spätestens seit dem Mord an Walter Lübke oder den neun ermordeten Menschen in Halle besteht in weiten Teilen der demokratischen Gesellschaft Konsens darüber, dass der Gedanke-Wort-Tat Zusammenhang im extremsten Fall tödlich endet und in vielen Fällen zumindest zu einer Verrohung im Umgang miteinander bei trägt.
Wollen wir das als Gesellschaft?
Ich sehe uns alle, sowohl Staat (Politiker) als auch Zivilgesellschaft in der Pflicht, unser Denken ständig zu hinterfragen, es an den Grundlagen unseres Zusamenlebens, dem Grundgesetz zu kalibrieren.
Das schließt, um zu den Beleidigern von oben zurückzukommen, auch jene ein, die Probleme mit ihrer Impulskontrolle haben. Sie können und da engagieren sich ja auch Viele, idealerweise in Fanprojekte eingebunden werden, denen es und das hoffe ich für uns alle, mit Beharrlichkeit gelingt, diese Mitmenschen da abholen wo sie stehen und den Zugang zu den oben genannten Grundsätzen ermöglichen.

In diesem Zusammenhang hier ein Blick auf neueste Erkentnisse der Epigenetikforschung
https://www.zdf.de/kultur/aspekte/neues ... k-102.html
Angesichts dieser Erkentnisse und im Blick darauf, wie sich auch diese Diskussion zuletzt entwickelt hat, nochmals die Frage:
Wohin wollen wir als Gesellschaft und was für eine Zukunft wollen wir für unsere Kinder /Enkel?
Missachtung der Würde des Gegenüber wird uns Alle in einem Studel in den Abgrund reißen.
Anfänge dieser Entwicklung sind längs da.

Nikola
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Klar definier ich mich binär :-)
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 25 im Thema

Beitrag von conny »

Jasmine hat geschrieben: Do 18. Feb 2021, 18:02 Ich las bei Web.de folgenden Beitrag: https://web.de/magazine/sport/fussball/ ... n-35546428

Solidaritätsaktion für homosexuelle Fußballer - Philipp Lahm äußert Bedenken

Womit haben eigentlich die Fußballer oder die Vereine ein Problem?

Zitat aus dem Bericht:
Lahms Meinung nach mag es Städte und Vereine geben, wo solch ein Coming-out eher möglich wäre als anderswo, zum Beispiel in Berlin, Freiburg oder beim Hamburger Stadtteilverein FC St. Pauli. "Aber gegenwärtig schienen mir die Chancen gering, so einen Versuch in der Bundesliga mit Erfolg zu wagen und nur halbwegs unbeschadet davonzukommen", schätzt Lahm die gesellschaftliche Gesamtsituation in Deutschland ein.
weiteres Zitat:
Grund für Lahms Ratschlag ist die nach seiner Meinung fehlende Akzeptanz sowohl im Fußball als auch im Umfeld. Der Sportler könne die nötige Reife für diesen Schritt haben und auf die nötige Toleranz in seinem unmittelbaren Umfeld stoßen. "Aber er wird nicht mit der gleichen Reife bei allen Gegnern im Sport und ganz sicher nicht in allen Stadien rechnen dürfen, in denen er antritt", schreibt Lahm.

Im weiteren las ich von anderen Spielern die eine andere Meinung haben.

Ich kann mir sehr gut vorstellen wie ein homosexueller Spieler leidet, wenn er sich verstecken muss. Bei homophoben Äußerungen z.B. im Stadion müßten meiner Meinung nach empfindliche Strafen drohen.

Nachdenkliche Grüße Jasmine
Jasmine, Danke für Deinen Beitrag.
Ich habe mir nicht alle Antworten darauf angesehen, habe aber zu Lahms Ausführungen folgende Meinung:
Wenn er von "Reife" bei Gegnern und im Stadion spricht, sollte er dieses nicht nur auf Homosexuelle beziehen. Die Diskriminierung von Spielern mit dunkler Hautfarbe sollte ihm nicht fremd sein. Nur können diese ihre Eigenschaft nicht verstecken. Statt dafür zu plädieren, dass homosexuelle Spieler sich verleugnen sollen, hätte er besser mit seiner nicht unwichtigen Stimme diesen das Rückgrat stärken können. Homophobe Äußerungen irgendwelcher Dumpfbacken in Stadien gehören genauso verurteilt wie rassistische. Lahms Sichtweise ist für mich sehr enttäuschend.
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 26 im Thema

Beitrag von DanielaTV »

Ich habe mir nun nicht alles durchgelesen, aber just gestern hast mir YouTube ein musikalisches Werk vorgeschlagen welches wie die Faust aufs Auge passt.



Niemand hat verdient von den dümmsten der Dummen verurteilt zu werden.

LG Ela (888)
Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt!
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 27 im Thema

Beitrag von conny »

conny hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 21:28
Jasmine hat geschrieben: Do 18. Feb 2021, 18:02 Ich las bei Web.de folgenden Beitrag: https://web.de/magazine/sport/fussball/ ... n-35546428

Solidaritätsaktion für homosexuelle Fußballer - Philipp Lahm äußert Bedenken

Womit haben eigentlich die Fußballer oder die Vereine ein Problem?

Zitat aus dem Bericht:
Lahms Meinung nach mag es Städte und Vereine geben, wo solch ein Coming-out eher möglich wäre als anderswo, zum Beispiel in Berlin, Freiburg oder beim Hamburger Stadtteilverein FC St. Pauli. "Aber gegenwärtig schienen mir die Chancen gering, so einen Versuch in der Bundesliga mit Erfolg zu wagen und nur halbwegs unbeschadet davonzukommen", schätzt Lahm die gesellschaftliche Gesamtsituation in Deutschland ein.
weiteres Zitat:
Grund für Lahms Ratschlag ist die nach seiner Meinung fehlende Akzeptanz sowohl im Fußball als auch im Umfeld. Der Sportler könne die nötige Reife für diesen Schritt haben und auf die nötige Toleranz in seinem unmittelbaren Umfeld stoßen. "Aber er wird nicht mit der gleichen Reife bei allen Gegnern im Sport und ganz sicher nicht in allen Stadien rechnen dürfen, in denen er antritt", schreibt Lahm.

Im weiteren las ich von anderen Spielern die eine andere Meinung haben.

Ich kann mir sehr gut vorstellen wie ein homosexueller Spieler leidet, wenn er sich verstecken muss. Bei homophoben Äußerungen z.B. im Stadion müßten meiner Meinung nach empfindliche Strafen drohen.

Nachdenkliche Grüße Jasmine
Jasmine, Danke für Deinen Beitrag.
Ich habe mir nicht alle Antworten darauf angesehen, habe aber zu Lahms Ausführungen folgende Meinung:
Wenn er von "Reife" bei Gegnern und im Stadion spricht, sollte er dieses nicht nur auf Homosexuelle beziehen. Die Diskriminierung von Spielern mit dunkler Hautfarbe sollte ihm nicht fremd sein. Nur können diese ihre Eigenschaft nicht verstecken. Statt dafür zu plädieren, dass homosexuelle Spieler sich verleugnen sollen, hätte er besser mit seiner nicht unwichtigen Stimme diesen das Rückgrat stärken können. Homophobe Äußerungen irgendwelcher Dumpfbacken in Stadien gehören genauso verurteilt wie rassistische. Lahms Sichtweise ist für mich sehr enttäuschend. Man löst Probleme nicht, indem man sie unter dem Teppich hält.
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 28 im Thema

Beitrag von Michi »

Lady Jennifer hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 16:05
MichiWell hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 13:05 Hallo Jenifer,

...
Ach du schon wieder... :roll: Ist dir eigentlich schon mal aufgefallen, daß du nur auf meine Kommentare antwortest, wenn du mir einen "reinwürgen" kannst? In der Vergangenheit habe ich deine Beiträge ignoriert und werde es auch weiterhin tun - und auf eine Diskussion mit dir werde ich mich auch nicht einlassen. Bei dir kann man ja nur verlieren...

Wenn du mal Alyssa's...
Alyssa hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 14:21 Vielleicht mal selber nachdenken! Und vor allem die Meinung anderer respektieren auch wenn man sie nicht teilt.
...Kommentar beherzigst, bin ich gerne bereit auch mit DIR zu diskutieren - bis dahin... )))(:

Jennifer
Hallo Jennifer,

da ich gerade nicht schlafen kann, nichts besseres zu tun habe, mal der Versuch einer Antwort, auch wenn ich unsicher bin, ob du das verstehst.

Zu allererst mal ganz klar vorweg:

Wir kennen uns nicht persönlich, und du hast keinerlei Bedeutung für mein Leben. Ich habe keinerlei Grund dazu, irgendwie persönlich zu werden, und frage mich, wieso du annimmst, es würde mir darum gehen, dir einen "reinzuwürgen". So bedeutend wie du vielleicht glaubst, bist du nicht. Vielmehr gehe ich aus Respekt und Höflichkeit zumeist über deine Beiträge hinweg, weil sie Themen betreffen, die mich nicht so interessieren.

Mich interessiert allein das Thema, wenn ich zu etwas schreibe, wo es um gesellschaftliche Fragen geht. Ich antworte da ohne Ansehen der Person. Auch wenn ich mit jemand normalerweise weitestgehend konform bin, verkneife ich mir nicht meine Gedanken, wenn ich sie für angebracht halte.

Ich mache hier keine Behandlung nach Nase. Das liegt nicht in meiner Natur. (Das werde ich vielleicht gelegentlich an andere Stelle vertiefen.)


Aber nun zum Thema:

Mir ist schon klar, dass es nicht von heute auf morgen gelingen wird, die "Stadion-Kultur" zu ändern.

Was ich aber für völlig inakzeptabel halte, ist die Einstellung die u.a. du vertrittst, dass Grundrechte für Minderheiten fallweise unwirksam sein sollten, nur weil es hier oder da schwer ist, sie durchzusetzen.

Daher werde ich auch nicht darüber diskutieren, ob man Grundrechte Einzelner hier oder da außer Acht lassen soll, nur weil es einer lauten, emotionalen und dabei menschenverachtenden Masse sonst unangenehm wird.

Grundrechte gelten immer und für alle. PUNKT!

Da gibt es nichts zu diskutieren, und deshalb auch nicht zu akzeptieren.

Und nein, mein Wunsch, dass du darüber nachdenkst, ist nicht grenzwertig, wie Alyssa meint, sondern im Gegenteil noch sehr respektvoll.

Grenzwertig sind viel mehr die Unterstellungen gegen mich, und die werden auch nicht dadurch richtiger, dass noch andere Personen davon überzeugt sind, dass Grundrechte nicht immer für alle gelten würden.


Michi
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Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Homosexualität im Fußball

Post 29 im Thema

Beitrag von conny »

Zu den Beiträgen von
Lady Jennifer hat geschrieben: Fr 19. Feb 2021, 11:27 Ich finde das ist eine Grauzone. Im Sport spielen große Emotionen mit rein und da wird schnell ein Wort ausgesprochen, was in der "Hitze des Gefechts" fällt und man andererorts vielleicht nie gesagt hätte. Ich halte nichts davon den Leuten "den Mund zu verbieten" - was soll dann noch alles verboten werden, was man aus emotionalen Gründen ausspricht?
und
Alyssa hat geschrieben: Sa 20. Feb 2021, 14:21 Zum Thema :Fußball ist und bleibt eine Sportart mit Emotionen und keine akademische Talkshow wo Homosexualität und Fußball Intellektuell seziert wird. Im Station geht es den Besuchern um Dampf ablassen.
Natürlich geht es im Fußballstadion sehr emotional zu (oft allerdings auf ganz bestimmten Rängen).
Dass Spieler der gegnerischen Manschaft angepöbelt und beschimpft werden kommt oft genug vor, ist fast die Regel aber es nicht emotional, sondern hochgradig unzivilisiert, um es mal zurückhaltend auszudrücken.
Die Grenze ist jedoch erreicht, wenn spezielle Eigenschaften einzelner Spieler dazu dienen, diese zu beleidigen und persönlich zu verletzen.
Dunkelhäutige Spieler wurden schon mit Affenlauten konfrontiert und mit Bananen beworfen. Soll es ok sein, dass homosexuelle Spieler sich nicht outen, um ähnliche Ausfälle zu vermeiden?
Was es für die Betroffenen bedeutet, sich nicht outen zu können, wird hier ja in diversen Zusammenhängen ausreichend diskutiert.

LG
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es geht auch anders ...

Post 30 im Thema

Beitrag von VanessaB »

hallo Ihr Lieben,

ich habe nicht wirklich die Diskussion verfolgt, aber vielleicht ist auch mal ein positives Beispiel gefragt?

https://berliner-fussball.de/vielfalt/

Alles Liebe
Van
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