Spiel oder Ernst - Unterschiede im Crossdressing???
Spiel oder Ernst - Unterschiede im Crossdressing??? - # 3

allgemeiner Austausch
Geli
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Re: Spiel oder Ernst - Unterschiede im Crossdressing???

Post 31 im Thema

Beitrag von Geli »

Da ich ein miserabler Schauspieler bin, was mir auch immer wieder von meiner Frau bestätigt wird, ist für mich das Crossdressing keine Rolle in die ich schlüpfe, sondern es ist eine andere Seite meiner Persönlichkeit. Ich versuche zwar möglichst viele weibliche Verhaltensmuster zu kopieren, aber überwiegend vergesse ich das im Eifer des Gefechtes z.B. beim Einkaufsbummel. Dann achte ich mehr auf die Schaufenster oder andere Dinge, als darauf, wie ich mich bewege oder verhalte. Wie viele weibliche Verhaltensmuster ich instinktiv anwende, kann ich nicht sagen, gefühlt sind es nur sehr wenige. :-(
Um beurteilen zu können, ob meine weibliche Seite einigermaßen glaubhaft bei anderen Menschen ankommt, müsste ich öfter unterwegs sein. Auch C-bedingt ergaben sich erst eine Handvoll Gelegenheiten komplett en femme in der Öffentlichkeit zu sein. Und bei diesen Ausflügen gab es kein Feedback von, sagen wir mal, Unbeteiligten.
Für mich als Nicht-Schauspieler ist es sehr schwierig zwischen meiner männlichen und weiblichen Seite umzuschalten, wenn ich mir feminine Verhaltensweisen antrainiere, dann werde ich die auch bei meiner männlichen Seite anwenden. Deshalb habe ich für mich entschieden, dass ich nicht unter allen Umständen versuchen werde, alles Feminine zu imitieren, sondern ich genieße es in schöner Kleidung unterwegs zu sein. Wenn ich mich dabei wohl fühle, reicht mir das völlig aus. Ich denke auch, ob ich als Mann erkannt werde, hängt nicht davon ab, ob ich die weibliche Rolle perfekt spiele, sondern an anderen körperlichen Merkmalen.

Liebe Grüße
Geli
Freue Dich über jeden Tag an dem Du machen kannst was Dir Freude macht.
Judith64
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Re: Spiel oder Ernst - Unterschiede im Crossdressing???

Post 32 im Thema

Beitrag von Judith64 »

Hallo Geli,
Das finde ich gar kein Problem. Wie gesagt gibt es so viele Spielarten des crossdressings, dass man da keine festen Regeln aufstellen kann. Ich glaube, dass viele Spielarten mehr oder weniger auf Verkörperung einer Rolle basieren, aber ebenso, wir bei dir, einfach der Wunsch, schöne Kleidung zu tragen und fertig!!
Finde ich super und mach weiter so, jeder so wie er/sie glücklich ist.

LG Judith
Judith64
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Re: Spiel oder Ernst - Unterschiede im Crossdressing???

Post 33 im Thema

Beitrag von Judith64 »

Hallo Yvette
Du hast nat6ürlich total Recht, man muss lernen, sich verkaufen zu können, etwas darstellen zu können!!!!
Ich bin von Natur eigentlich ein unaufdringlicher, bescheidener Mensch, der aber in der Gesellschaft seinen klären Standpunkt vertritt und lebt.
Dies ist auch gut so!!!
Natürlich gibt es auch Menschen, die zu dumm dafür sind und dann als Prolls in Erscheinung treten....nicht gut und lächerlich!!!
Du, und ich glaube auch ich haben gelernt sich in der Welt zu behaupten.
Machen wir weiter so!!!

LG Judith
ExuseIn-2021-01-31
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Re: Spiel oder Ernst - Unterschiede im Crossdressing???

Post 34 im Thema

Beitrag von ExuseIn-2021-01-31 »

Ich bin zwar eine TS, vielleicht kann ich dennoch ein paar Worte und Gedanken dazu beitragen.

Als "Mann" war ich in allem, im Äußerem wie auch im Inneren in einer Rolle mehr oder weniger fest geprägt, selbst wenn ich etwas an mir hätte gerne ändern wollen, alles war miteinander verwoben und es gab daher nur einen kleinen Spielraum.
Das verwobene Netz bildete ich selbst, meine Umwelt, meine Prägung, mein Charakter und Wesen, mein Denken. Alles war an diesem Netz gebunden.
Es waren daher nur kleine "Theaterstücke" möglich...

Meine weibliche Seele wollte jedoch das ganz große "Theaterstück" und das ohne Kompromisse! Nicht nur Änderungen und "Rollenwechsel"...
Sie wollte auch gleich diese Gelegenheit der Transition nutzen, sich auch neu zu erfinden so wie sie schon immer sein wollte.
Auch aber gleichzeitig die Chance nutzen auch auszumisten an Dinge die ihr/mir nicht gefallen in meinem Charakter und Wesen, soweit dies möglich war/ist.

Wie ein Puzzel dass man freiwillig zu Boden fallen lässt und es zerspringt in kleinere Teile, auf das ich es neu zusammen setzen und leere Felder neu wachsen lassen kann. Und dann wird es kein Theaterstück mehr sein, es wird dann mein wahres Wesen sein dass endlich laufen lernen darf in Freiheit.
Es wird authentisch sein, kein Spiel mehr...

Ich glaube jeder hat so seine eigene "Bühnen" wo man seine kleinen oder ganz grosse "Theatherstücke" spielen kann und auch ausleben darf.
Menschen die für sich keine Bühnen und Theaterstücke zulassen oder zulassen können (egal um was es gehe), sind eigentlich die ärmere Naturen finde ich.

LG Kathy
peter_59
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Re: Spiel oder Ernst - Unterschiede im Crossdressing???

Post 35 im Thema

Beitrag von peter_59 »

Für mich ist es ernst und keinesfalls Spaß. Als ich mich vor vielen Jahren (70-iger Jahre) entschied Strümpfe am Halter zu tragen war dies eine kleine Erlösung. Das Gefühl der Nylonstrümpfe auf der Haut und das Ziehen der Strümpfe an meinem Schlupfhüfthalter war einfach nur überwältigend und so schön, dass ich ein paar Jahre später zum ständigen Strumpfträger wurde (fast täglich, außer bei Temperaturen über 30-° Celsius). Ich habe mir damals immer wieder eingeredet, ich mache etwas Verbotenes bis ich über das Internet erfuhr, dass es anderen Männern auch so ging und geht. Über 2 Jahre habe ich dies meiner Frau verheimlicht bis ich endlich so weit war und ihr Beiträge von Männern aus dem Net dazu zeigte und mich endlich ihr offenbarte. Da war erst einmal Ruhe und meine Frau hat eine längere Zeit im Net zu dieser Thematik ihre Untersuchungen angestellt. Danach haben wir viele Gespräche geführt, da meine Frau dachte sie verliert mich. Die nächsten Wochen wollte sie genauer wissen, was ich so alles an "weiblichen" Kleidungsstücken trage und wie alles dazu kam. Die Grundlage für mein Faible wurde bereits in der Kindheit mit kratzenden Wollstrümpfen an einem Leibchen gelegt, die ich vom 2. - 3. Jahr bis zum 12. Jahr tragen musste. Für meine Mutter gab es zu diesen Kleidungsstücken keine Alternative. Kurze und lange Hosen gab es für kinder erst etwas später. Es war für mich ein täglicher Kampf mit meiner Mutter, weil ich die kratzenden Strümpfe und das Leibchen nicht tragen wollte. Erst mit 12 Jahren konnte ich mich ihr gegenüber durchsetzen und brauchte keine langen Wollstrümpfe mehr trahen. Ich war sehr schnell gewachsen und es gab keine so großen Leibchen mehr für mich, aber es gab jetzt lange Hosen für Jungen. Zurück zu meiner Frau. In unserer Wohnumgebung haben wir festgestellt, dass diese Thematik bei Gesprächen nicht gut ankommt. Selbst Frauen, die weiterhin Strümpfe trugen wurden verteufelt. Aus diesem Grund hat mich meine Frau darum gebeten keine Strümpfe unter kurzen Hosen zu tragen. Da es mir mehr auf das Wohlgefühl ankommt als auf das Vorzeigen der Strümpfe, habe ich zugestimmt. Letztendlich hat sich meine Frau mit diesem Umstand abgefunden, aber noch nicht vollkommen akzeptiert. Aber sie hat gemerkt, dass ich weiterhin ein starker Partner an ihrer Seite bin und die Wogen sind erst einmal geglättet. Mir reicht dieser Zustand erst einmal und Röcke und Kleider habe ich bisher noch nicht erschlossen. Ich war damals froh, dass wir unsere Ehe erhalten haben, schon wegen der Kinder.
VG Peter
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