an(ge)kommen ... - # 3
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__Anna__
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Re: an(ge)kommen ...
Hallo Vanessa,
Da würde ich auch gerade gern sein...ich bin fast ein wenig neidisch. Ich wohne aber schon 35km entfernt in Schleswig Holstein.
Ich drück Dir nochmals ganz fest die Daumen. Kathi kommt glaube ich auch aus Kiel. Falls Du wie ich einen grossen Fuss hast, da gibt es einen tollen Schuhladen "Auf grossem Fuss".
Alles Gute
Anna
Da würde ich auch gerade gern sein...ich bin fast ein wenig neidisch. Ich wohne aber schon 35km entfernt in Schleswig Holstein.
Ich drück Dir nochmals ganz fest die Daumen. Kathi kommt glaube ich auch aus Kiel. Falls Du wie ich einen grossen Fuss hast, da gibt es einen tollen Schuhladen "Auf grossem Fuss".
Alles Gute
Anna
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Kathi87
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Re: an(ge)kommen ...
Huhu Anna,
Gott sei dank komme ich nicht aus Kiel
ich arbeite dort bei der Marine und beim Rettungsdienst, aber dann darf ich glücklich Kiel verlassen und zu meiner Familie aufs Dorf fahren.
Aber ja dort gibt es einen guten Schuhladen, ist leider nicht sooo günstig.
Kiel hat seine schönen und nicht so schönen Seiten, so ist es aber auch überall. Mit meinem Beruf kenne ich halt viele Seiten von Kiel.
Liebe Grüße
Katharina
Gott sei dank komme ich nicht aus Kiel
Aber ja dort gibt es einen guten Schuhladen, ist leider nicht sooo günstig.
Kiel hat seine schönen und nicht so schönen Seiten, so ist es aber auch überall. Mit meinem Beruf kenne ich halt viele Seiten von Kiel.
Liebe Grüße
Katharina
Es ist besser, für das was man ist, gehasst,
Als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
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VanessaB
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an(ge)kommen ... ist nicht der Weg
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Frieda
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Re: an(ge)kommen ... ist nicht der Weg
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: an(ge)kommen ...
Ich danke Euch für die vielen schönen Worte. Sie berühren mich auch, da ich gerade auch wieder ein Stück auf meinem Weg weiter gekommen bin. Ich habe so viele ähnliche Gedanken, würde sie aber anders ausdrücken. Es erfüllt mich gerade mit ganz viel Glück, dass ich mich in der letzten Woche, in der ich wieder einmal 3 Tage en femme leben konnte, für mich selber entschieden habe, mich nicht mehr schämen zu müssen oder Schuldgefühle mit mir herum zu schleppen, nur weil ich mich nicht so verhalte, wie man es von mir erwartet. Zuhause habe ich im Zusammenleben mit meiner Frau weitgehend darauf verzichtet, das Frausein zu leben, auch wenn sie darüber im Grundssatz Bescheid weiß. Ich habe es versteckt, weil ich wusste, dass es ihr nicht gefällt. Da spielten jede Menge Ängste eine Rolle.
Ich kam also en femme nach Hause und habe ihr gesagt, dass ich mich ab jetzt nicht mehr schlecht deswegen fühlen und meine weibliche Seite jetzt frei leben will. Sie hat distanziert reagiert, aber es zeigte sich, dass die Distanz in kürzester Zeit zum großen Teil wie weg geblasen war. Unser Umgang ist nach wie vor unverändert liebevoll, und wir können uns tiefer begegnen. Seit dem lebe ich zuhause en femme und es fühlt sich so normal an wie nie. Besser, ich schwebe auf Wolke 7.
Es ist ein Ankommen in mir selber. Aber gleichzeitig zeigt mir der Blick nach vorne, dass der Weg weiter geht. Es geht wirklich nicht ums Ankommen. Es gibt kein Happy End, sondern die Erfüllung liegt für mich im Weg zu uns selber. Und der ist nicht immer direkt. Jeder Umweg ist notwendig. Auch am Meer gibt es aoft Wege, die man nicht geradeaus nehmen kann, obwohl alles frei zu sein scheint. Da gibt es Sandbänke oder der Wind kommt von vorne, so dass wir kreuzen müssen. Ich begrüße jeden Umweg, auch im Blick zurück, denn auch jeder Umweg sind Schritte auf meinem Weg. Und wenn mir heute etwas wichtig ist, freue ich mich, dass mir etwas wichtig ist, auch wenn es im Blick rückwärts ein Umweg war.
Absichtslos den Weg gehen.
Ich kam also en femme nach Hause und habe ihr gesagt, dass ich mich ab jetzt nicht mehr schlecht deswegen fühlen und meine weibliche Seite jetzt frei leben will. Sie hat distanziert reagiert, aber es zeigte sich, dass die Distanz in kürzester Zeit zum großen Teil wie weg geblasen war. Unser Umgang ist nach wie vor unverändert liebevoll, und wir können uns tiefer begegnen. Seit dem lebe ich zuhause en femme und es fühlt sich so normal an wie nie. Besser, ich schwebe auf Wolke 7.
Es ist ein Ankommen in mir selber. Aber gleichzeitig zeigt mir der Blick nach vorne, dass der Weg weiter geht. Es geht wirklich nicht ums Ankommen. Es gibt kein Happy End, sondern die Erfüllung liegt für mich im Weg zu uns selber. Und der ist nicht immer direkt. Jeder Umweg ist notwendig. Auch am Meer gibt es aoft Wege, die man nicht geradeaus nehmen kann, obwohl alles frei zu sein scheint. Da gibt es Sandbänke oder der Wind kommt von vorne, so dass wir kreuzen müssen. Ich begrüße jeden Umweg, auch im Blick zurück, denn auch jeder Umweg sind Schritte auf meinem Weg. Und wenn mir heute etwas wichtig ist, freue ich mich, dass mir etwas wichtig ist, auch wenn es im Blick rückwärts ein Umweg war.
Absichtslos den Weg gehen.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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VanessaB
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an(ge)kommen ... im Aufbruch
Hallo Ihr Lieben (mitlesenden)!
Es ist hier etwas ruhig um mich geworden, aber dafür weniger in meinem Leben.
Nachdem mein Vorstellungsgespräch in Kiel unter die Rubrik "Lebens-Erfahrung" gefallen ist, stehen nun weitere Gespräche (noch vor Weihnachten) auf dem Plan. Davon ist eines in Berlin. Sicher gibt es dort auch kein Meer, dafür ein tolles Aquarium und es ist meine Heimat. Mal schauen.
In der Zwischenzeit lasse ich immer mehr los uns setze tatsächlich Grenzen - komme immer mehr bei mir an. Und auch, wenn ich momentan mit Affenschnute (Nadelepilation) durch die Gegend laufe, fühle ich mich extrem angekommen und geliebt vom Leben; eigentlich schon fast privilegiert ... etwas so besonderes sein zu dürfen.
Die Beschäftigung mit den Stellenausschreibungen, aber auch die vielen zwischenmenschlichen Begegnungen der letzten Jahre, haben einen Prozess in mir in Gang gesetzt und nun habe ich mich gestern entschlossen diesem Prozess weiter zu folgen. Ich habe mich für zwei berufsfremde Ausbildungen angemeldet: "Psychologischer Berater_in" und "Heilpraktiker_in für Psychotherapie"
Trotz vieler Bedenken, die ich selber habe, ist dies für mich einfach der nächste Schritt. Wohin mich das letztlich führt, weiß ich nicht genau. Jedoch werde ich mich noch besser kennenlernen und reflektieren können. Letztlich ist es dann ja auch egal, ob ich ehrenamtlich in der TransBeratung lande, mich als (Lebens-)Coach nebenberuflich verdiene oder tatsächlich den Schritt in die ungewisse Selbstständigkeit finde - ich entwickle mich weiter. Träumen tue ich zumindest gerade von einer Praxis mit Auszeitwohnungen am Meer.
Irgendwie bin ich ja doch ein angepasstes, verrücktes Huhn, das aufgescheucht durchs Leben rennt.
Vanessa
Es ist hier etwas ruhig um mich geworden, aber dafür weniger in meinem Leben.
Nachdem mein Vorstellungsgespräch in Kiel unter die Rubrik "Lebens-Erfahrung" gefallen ist, stehen nun weitere Gespräche (noch vor Weihnachten) auf dem Plan. Davon ist eines in Berlin. Sicher gibt es dort auch kein Meer, dafür ein tolles Aquarium und es ist meine Heimat. Mal schauen.
In der Zwischenzeit lasse ich immer mehr los uns setze tatsächlich Grenzen - komme immer mehr bei mir an. Und auch, wenn ich momentan mit Affenschnute (Nadelepilation) durch die Gegend laufe, fühle ich mich extrem angekommen und geliebt vom Leben; eigentlich schon fast privilegiert ... etwas so besonderes sein zu dürfen.
Die Beschäftigung mit den Stellenausschreibungen, aber auch die vielen zwischenmenschlichen Begegnungen der letzten Jahre, haben einen Prozess in mir in Gang gesetzt und nun habe ich mich gestern entschlossen diesem Prozess weiter zu folgen. Ich habe mich für zwei berufsfremde Ausbildungen angemeldet: "Psychologischer Berater_in" und "Heilpraktiker_in für Psychotherapie"
Trotz vieler Bedenken, die ich selber habe, ist dies für mich einfach der nächste Schritt. Wohin mich das letztlich führt, weiß ich nicht genau. Jedoch werde ich mich noch besser kennenlernen und reflektieren können. Letztlich ist es dann ja auch egal, ob ich ehrenamtlich in der TransBeratung lande, mich als (Lebens-)Coach nebenberuflich verdiene oder tatsächlich den Schritt in die ungewisse Selbstständigkeit finde - ich entwickle mich weiter. Träumen tue ich zumindest gerade von einer Praxis mit Auszeitwohnungen am Meer.
Irgendwie bin ich ja doch ein angepasstes, verrücktes Huhn, das aufgescheucht durchs Leben rennt.
Vanessa
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an(ge)kommen ... nicht die Bäume betrachten, sondern den Weg dazwischen sehen
Das mit den Bäumen und den Zwischenräumen ist ein Ausspruch meiner Dozentin (stark verkürztes Zitat von Arthur Schramm, Der Wald) und birgt für mich viel Erkenntnis in sich.
Daher möchte ich sehr auch gerne diese Mefitation mit Euch teilen (nur, wer mag natürlich)
Alles Liebe
Vanessa
Der Wald
Rechts ein Baum und links ein Baum, und in der Mitte, man glaubt es kaum, steht noch ein Baum.
Rechts ein Baum und links ein Baum, und in der Mitte ach, da fließt ein Bach.
Bäume, Bäume — nichts als Bäume und dazwischen — Zwischenräume.
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DAS OHR „ Gesprächspartner gesucht
Hallo Ihr Lieben,
wie ich geschrieben habe, bilde ich mich als Psychologische Beraterin (BP) fort/aus. In diesem Kontext suche ich Menschen, die einen Gesprächspartner/einen "Berater" suchen. Dabei ist es völlig egal, aus welchem Themenbereich die Inhalte kommen: Familie, Persönlichkeitsentwicklung, Beruf, Schule, Partnerschaft, Trauer ... oder, oder, oder. Auch Geschlecht und Alter ist natürlich offen.
Worum es geht:
Als Psychologische Beraterin werde ich völlig neutral und wertfrei sein, gebe keinen Rat, außer es wir auf der Sachebene nach Informationen gefragt.
Es ist also etwas ganz anderes, als wenn ich mich hier im Forum positioniere und Ratschläge gebe, oder wenn mich eine Freundin um einen Rat fragt.
Für mich ist das eher neu und daher will und muss ich das üben. Ihr seit also Versuchskaninchen!? Ja und nein, denn ich bringe von Haus aus schon einige Lebenserfahrung sowie Softskills mit. Gemeinsam mit mir könnt Ihr vielleicht Lösungsansätze herausarbeiten, die Ihr bereits in Euch tragt. Wichtig: ich diagnostiziere und therapiere nicht! Ihr bekommt von mir nicht gesagt, was Ihr tun oder lassen sollt. Trotzdem helfe ich Euch dabei, nicht die Bäume zu betrachten, sondern die Zwischenräume.
Das ist zumindest mein Anliegen und Ziel.
Wie es laufen könnte:
Ihr schreibt mich einfach im Forum mit Euren Kontaktdaten an und ich melde mich.
Kurze Vorgespräche möchte am Telefon führen, das eigentliche Gespräch dann aber online.
Ich unterliege zwar keiner Schweigepflicht, aber natürlich werde ich das zwischen uns Besprochene für mich behalten und nicht weitergeben.
(Ausnahme ist natürlich eine Straftat oder ein angedrohter Suizid - da bitte ich um Verständnis)
Achtung: Auch ich muss die Termine für mich planen und habe max. für 1-2 Gespräche in der Woche Zeit.
So, nun ist es raus und ich bin mal auf die Resonanz gespannt.
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Anne Mette bedanken, die mir erlaubt hat, mein Anliegen hier zu positionieren.
Alles Liebe und vielleicht bis bald
Vanessa
wie ich geschrieben habe, bilde ich mich als Psychologische Beraterin (BP) fort/aus. In diesem Kontext suche ich Menschen, die einen Gesprächspartner/einen "Berater" suchen. Dabei ist es völlig egal, aus welchem Themenbereich die Inhalte kommen: Familie, Persönlichkeitsentwicklung, Beruf, Schule, Partnerschaft, Trauer ... oder, oder, oder. Auch Geschlecht und Alter ist natürlich offen.
Worum es geht:
Als Psychologische Beraterin werde ich völlig neutral und wertfrei sein, gebe keinen Rat, außer es wir auf der Sachebene nach Informationen gefragt.
Es ist also etwas ganz anderes, als wenn ich mich hier im Forum positioniere und Ratschläge gebe, oder wenn mich eine Freundin um einen Rat fragt.
Für mich ist das eher neu und daher will und muss ich das üben. Ihr seit also Versuchskaninchen!? Ja und nein, denn ich bringe von Haus aus schon einige Lebenserfahrung sowie Softskills mit. Gemeinsam mit mir könnt Ihr vielleicht Lösungsansätze herausarbeiten, die Ihr bereits in Euch tragt. Wichtig: ich diagnostiziere und therapiere nicht! Ihr bekommt von mir nicht gesagt, was Ihr tun oder lassen sollt. Trotzdem helfe ich Euch dabei, nicht die Bäume zu betrachten, sondern die Zwischenräume.
Das ist zumindest mein Anliegen und Ziel.
Wie es laufen könnte:
Ihr schreibt mich einfach im Forum mit Euren Kontaktdaten an und ich melde mich.
Kurze Vorgespräche möchte am Telefon führen, das eigentliche Gespräch dann aber online.
Ich unterliege zwar keiner Schweigepflicht, aber natürlich werde ich das zwischen uns Besprochene für mich behalten und nicht weitergeben.
(Ausnahme ist natürlich eine Straftat oder ein angedrohter Suizid - da bitte ich um Verständnis)
Achtung: Auch ich muss die Termine für mich planen und habe max. für 1-2 Gespräche in der Woche Zeit.
So, nun ist es raus und ich bin mal auf die Resonanz gespannt.
An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei Anne Mette bedanken, die mir erlaubt hat, mein Anliegen hier zu positionieren.
Alles Liebe und vielleicht bis bald
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an(ge)kommen ... im Perspektivwechsel (vielleicht)
Eines meiner größten Schwierigkeiten mich zu verstehen hatte seine Wurzeln in der Binärität. Auch ich bin aufgewachsen im Rollenmuster von Mann und Frau und habe genau deshalb lange geglaubt, pervers zu sein, wenn sich eine Gier nach dem Weiblichen empor hob.
Nun, nach meiner Transition, stoße ich auf Menschen, die auf der Suche nach ihrem Yin und Yang sind. Männer suchen nach ihrer männlichen Kraft und Frauen nach dem Ursprung ihrer Weiblichkeit. Gleichzeitig stoße ich auf die Konfrontation von Männern und Frauen, die sich in einer Beziehung befinden, in der einer der beiden genau das Gegenteil sucht, was ihm zugewiesen wurde. In beiden Konstellationen treffe ich mein eigenes, ursprüngliches Problem wieder: wie kann die eingeprägte Sicht auf die binäre Gesellschaft aufgeweicht werden, um nicht nur von Mann und Frau auszugehen? Hierzu möchte ich eine Antwort mit Euch teilen, die ich in einer solchen Diskussion geschrieben habe:
Alles Liebe und eine gute Zeit
Vanessa
Nun, nach meiner Transition, stoße ich auf Menschen, die auf der Suche nach ihrem Yin und Yang sind. Männer suchen nach ihrer männlichen Kraft und Frauen nach dem Ursprung ihrer Weiblichkeit. Gleichzeitig stoße ich auf die Konfrontation von Männern und Frauen, die sich in einer Beziehung befinden, in der einer der beiden genau das Gegenteil sucht, was ihm zugewiesen wurde. In beiden Konstellationen treffe ich mein eigenes, ursprüngliches Problem wieder: wie kann die eingeprägte Sicht auf die binäre Gesellschaft aufgeweicht werden, um nicht nur von Mann und Frau auszugehen? Hierzu möchte ich eine Antwort mit Euch teilen, die ich in einer solchen Diskussion geschrieben habe:
Das Thema mit Mann und Frau ist vielleicht wie der Raum zwischen 0 und 1. Stelle ich mich irgendwo in die Mitte auf dieser Strecke und halbiere den Weg in die eine oder andere Richtung, um zum Ende zu gelangen, und tue ich das immr wieder aufs Neue, komme ich doch nie an. 0 und 1 sind also real, aber dann doch nicht erreichbar, aus anderer Perspektive.
Wenn ich also von Yin und Yang spreche (ohne tief in der Philosophie des Themas zu stecken) betrachte ich es von der Mitte und nicht von einer Seite. Das ist wohl der große Unterschied und möglicherweise auch der Grund, warum ich nie wieder verstehen werde, warum es in einer Tantramassage wichtig ist, das in Shivas und Shaktis zu unterscheiden. Für mich gibt es diese Grenzen in diesem Kontext nicht. Wenn sich ein Mann nicht von einem Mann berühren lassen möchte, kann ich das nachvollziehen, aber dann ist es nicht die Energie des Gebenden, die ihn davon abhält zu nehmen, sondern sein eigener Widerstand. Das ist nicht zu werten und auch völlig OK. Wir alle haben bestimmte Vorlieben, Ängste und setzen unsere Grenzen. Allerdings, so meine ich, wenn wir uns nur auf eine Seite stellen, grenzen wir im Grunde auch immer mit aus. Ein Beispiel vielleicht: "Ich habe nichts gegen homosexuelle Menschen, aber ich bin heterosexuell." Das höre ich immer wieder. Dabei ist der 2. Teil dieser Infomation in den meisten Gesprächen doch völlig unwichtig, oder?
Immer wieder höre ich den Satz: "Dann bist Du also eine Frau mit Schwanz" - noch nie in meinem Leben wurde ich übrigens so oft und übergriffg nach meinem Genital gefragt. Mittlerweile antworte ich lächelnd: "Nein, ich bin eine ExMann mit Möse" - das verstehen die meisten interessanterweise besser. Warum ich das schreibe? Nun, wir reduzieren immer alles auf Genitalien und verwechseln das mit "männlich/weiblich" - dabei ist Geschlecht viel größer und sicher nicht eindimensional.
Wenn Ihr also nach Yin und Yang spüren wollt, stellt euch vielleicht am Anfang nicht auf eine Seite, sondern in die Mitte, spürt Euch selbst und nehmt Euch einfach an, denn letztlich ist es nicht wichtig, was ihr seit, sondern wie ihr seit. Menschen. Namasté.
Alles Liebe und eine gute Zeit
Vanessa
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an(ge)kommen ... Manchmal
NamastéManchmal braucht es Ruhe
Manchmal braucht es Liebe
Manchmal braucht es Frieden
und manchmal ist Weihnachten
habt ein gesegnetes Fest
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an(ge)kommen ... aber nich wunschlos
Mein (Weihnachts-)Wunsch
Glück und Freude
Namasté
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Re: an(ge)kommen ...
Liebe Vanessa, ich habe mir gerade deine Beiträge durchgelesen. Danke.
Liebe weihnachtliche Grüße Jasmine
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an(ge)kommen ... am Ende des Jahres
Mein altes Jahr endet mit einer Entscheidung, die letztlich doch schwerer gefallen ist, als ich dachte.
Mein Neues Jahr steht erneut für Aufbruch und (Neu)Beginn ...
Am 23.12. habe ich nun doch die Zusage für eine Stelle in Kiel bekommen und heute habe ich mein Kündigungsschreiben eingereicht.
Puh - es ist emotional eine Wechselbad der Gefühle, zwischen (Vor-)Freude und Wehmut. Es heißt nämlich auch, Vertrautes loszulassen und sich Neuem öffnen!
Über 18 Jahre bin ich hier beschäftigt und alle haben meine Transition mitgetragen . was ein Geschenk und ich bin unendlich dankbar dafür! Damit kommt aber auch das Gefühl von Verpflichtung auf. Darf ich die Menschen, die mich gestützt haben einfach so verlassen? Und was kommt dann auf mich zu?
In keinem meiner Vorstellungsgespräche, die ich geführt habe, war meine Transidentität überhaupt ein Thema. Alle Ängste, die ich vor Jahren hatte, am Rande der Gesellschaft zu landen, haben sich so zumindest nicht bewahrheitet. Das macht mich froh und gibt mir den Glauben an die Veränderung in der Gesellschaft. Aber natürlich weiß ich auch, dass nicht alle dieses Glück haben. Insofern bin ich mehr als demütig und dankbar!
Namasté Ihr Lieben ...
kommt gut und gesund ins Neue Jahr
Vanessa
Mein Neues Jahr steht erneut für Aufbruch und (Neu)Beginn ...
Am 23.12. habe ich nun doch die Zusage für eine Stelle in Kiel bekommen und heute habe ich mein Kündigungsschreiben eingereicht.
Puh - es ist emotional eine Wechselbad der Gefühle, zwischen (Vor-)Freude und Wehmut. Es heißt nämlich auch, Vertrautes loszulassen und sich Neuem öffnen!
Über 18 Jahre bin ich hier beschäftigt und alle haben meine Transition mitgetragen . was ein Geschenk und ich bin unendlich dankbar dafür! Damit kommt aber auch das Gefühl von Verpflichtung auf. Darf ich die Menschen, die mich gestützt haben einfach so verlassen? Und was kommt dann auf mich zu?
In keinem meiner Vorstellungsgespräche, die ich geführt habe, war meine Transidentität überhaupt ein Thema. Alle Ängste, die ich vor Jahren hatte, am Rande der Gesellschaft zu landen, haben sich so zumindest nicht bewahrheitet. Das macht mich froh und gibt mir den Glauben an die Veränderung in der Gesellschaft. Aber natürlich weiß ich auch, dass nicht alle dieses Glück haben. Insofern bin ich mehr als demütig und dankbar!
Namasté Ihr Lieben ...
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Re: an(ge)kommen ...
Ich bin jetzt vier Monate Post-OP und mir geht es gut.
Ich habe viele Einzelschicksale gehört und frage mich manchmal, ob ich Glück habe. Es scheint so.
Obwohl ich, wie ein Freundin sich ausdrückt, noch nicht gebrauchsfertig bin, ist die tiefe Vertrautheit zu meinem Körper, welche ich bereits im Aufwachraum spürte, gewachsen. Nach all den inneren und äußeren Kämpfen gegen Drachen, Windmühlen, Seelendiebe, Energiefresser und vor allem natürlich gegen mich selbst, ist innere Ruhe da. Bitte nicht falsch verstehen, es ist nach wie vor Aufbruchsstimmung in meinem Leben und Probleme zeigen sich mir jeden Tag, aber ich fühle mich derzeit wirklich gut gerüstet und bin wieder "angriffslustig" und beherzt.
Ich habe in den letzten Jahren so viel Persönlichkeitsentwicklung durchgemacht, dass ich es manchmal selbst kaum glauben kann. Nur noch wage erinnere ich mich an die Selbstmordgedanken, den Alkohol im Übermaß, die fehlende Lebenslust und vor allem die fehlende Selbstliebe. Ich vergesse dies dann auch immer wieder und mir fällt es erst dann auf, wenn ich Menschen begegne, die noch nicht so weit sind, wie ich, oder auf Ihrem Weg stecken geblieben sind. Und das meine ich nicht nur für das spezielle Thema Trans*.
Heute kann ich Menschen in den Gesprächen Kraft und Hoffnung geben (was für ein Geschenk1) und wieder lernen. Lernen mich abzugrenzen von den Problemen anderer, mit dem Recht mich zurückzuziehen/zu lösen, ohne mein Herz zu verschließen, lerne meine Rolle und meine Aufgabe erkennen ...
Ich glaube ich habe das erste Mal in meinem Leben einen Lebensplan - eine konkrete Vorstellung von meinem Leben.
Natürlich gehört auch das Schreiben dazu und ich möchte hier einen Text teilen, den ich im Rahmen meines Fernstudiums Literarisches Schreiben verfasst habe. Es ging darum autobiographisch zu schreiben und dabei ein gesellschaftliches Thema zu berühren ...
Ich selbst sehe diesen Text nicht als Angriff oder blinde Wutrede, sondern als kritische Auseinandersetzung mit meinem Leben, zu dem Trans* als Alltag gehört.
Alleine das es Trans* gibt, beinhaltet schon die Notwendigkeit der Auseinandersetzung damit. Und wohl keiner hat das Recht die Menschenwürde des anderen anzuzweifeln, oder sehe ich das falsch? Das ist unsere gesellschaftliche Grundlage. Manchmal habe ich das Gefühl (ich schließe mich nicht aus), dass wir ideologische Türme bauen, ohne das Fundament zu beachten.
Das gilt auch für Freundschaft, zwischenmenschliche Beziehung, und so bin ich traurig, dass die Auseinandersetzungen hier manchmal dazu führen müssen, im Streit auseinander zu gehen. Konflikte werden nicht in der Distanz gelöst und nicht jede Meinungsverschiedenheit braucht Gleichheit und Harmonie. Doch es braucht sicherlich manchmal Abstand in Form von Raum und Zeit um Prozesse stattfinden zu lassen - aber eben nicht für die Ewigkeit. Verständnis braucht Verstehen und Toleranz und Akzeptanz mehr als das Lippenbekenntnis zu unseren gesellschaftlichen Grundwerten.
So blicke ich heute, in diesem Moment, auf meine Transition. Namasté
Alles Liebe
Vanessa
Ich habe viele Einzelschicksale gehört und frage mich manchmal, ob ich Glück habe. Es scheint so.
Obwohl ich, wie ein Freundin sich ausdrückt, noch nicht gebrauchsfertig bin, ist die tiefe Vertrautheit zu meinem Körper, welche ich bereits im Aufwachraum spürte, gewachsen. Nach all den inneren und äußeren Kämpfen gegen Drachen, Windmühlen, Seelendiebe, Energiefresser und vor allem natürlich gegen mich selbst, ist innere Ruhe da. Bitte nicht falsch verstehen, es ist nach wie vor Aufbruchsstimmung in meinem Leben und Probleme zeigen sich mir jeden Tag, aber ich fühle mich derzeit wirklich gut gerüstet und bin wieder "angriffslustig" und beherzt.
Ich habe in den letzten Jahren so viel Persönlichkeitsentwicklung durchgemacht, dass ich es manchmal selbst kaum glauben kann. Nur noch wage erinnere ich mich an die Selbstmordgedanken, den Alkohol im Übermaß, die fehlende Lebenslust und vor allem die fehlende Selbstliebe. Ich vergesse dies dann auch immer wieder und mir fällt es erst dann auf, wenn ich Menschen begegne, die noch nicht so weit sind, wie ich, oder auf Ihrem Weg stecken geblieben sind. Und das meine ich nicht nur für das spezielle Thema Trans*.
Heute kann ich Menschen in den Gesprächen Kraft und Hoffnung geben (was für ein Geschenk1) und wieder lernen. Lernen mich abzugrenzen von den Problemen anderer, mit dem Recht mich zurückzuziehen/zu lösen, ohne mein Herz zu verschließen, lerne meine Rolle und meine Aufgabe erkennen ...
Ich glaube ich habe das erste Mal in meinem Leben einen Lebensplan - eine konkrete Vorstellung von meinem Leben.
Natürlich gehört auch das Schreiben dazu und ich möchte hier einen Text teilen, den ich im Rahmen meines Fernstudiums Literarisches Schreiben verfasst habe. Es ging darum autobiographisch zu schreiben und dabei ein gesellschaftliches Thema zu berühren ...
Vielleicht hilft dieser, natürlich nicht wirklich neutrale Text, anderen Menschen, Verständnis aufzubauen und für einen Moment in meine Rolle zu schlüpfen.Zerhackt, in den Mixer gesteckt, drei mal drauf gedrückt und dann den Inhalt auf den Teller der Gesellschaft ausgekippt. Friss oder stirb. Schau zu, was Du nun daraus machst.
Und nun fragen sie mich nach meinem Leben? Nach meiner Kindheit meiner Sexualität, weil der Staat nicht anerkennen kann, dass ein Mensch über sich selbst bestimmen darf? Wie war das mit dem Grundgesetz? Artikel 1, Abs. 1: "Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt." Oder Artikel 3, Absatz 1: "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich." Mit Hinweis auf Absatz 3: "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden."
Und Sie fragen mich nun auf Basis eines Gesetzes, das von Bundesrichtern genau deswegen zerpflückt wurde, und nun wie ein zerfetztes Segel das Schiff der Hoffnung Richtung Toleranz und Gleichberechtigung antreiben soll? Gut es ist Ihr Job, aber es ist meine Menschenwürde, es ist mein Geschlecht, es ist meine Identität. Glauben Sie wirklich, dass es Ihnen zusteht, mich zu beurteilen? Über mein Schicksal zu entscheiden?
Nur drei Dinge haben Sie zu beurteilen:
Das ich mich dem "anderen Geschlecht" als zugehörig empfindet und nicht dem bei der Geburt verbrieften,
seit mindestens drei Jahren "unter dem Zwang" stehe, meinen Vorstellungen entsprechend zu leben,
mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen ist, dass sich mein jetziges Zugehörigkeitsempfinden nicht mehr ändern wird.
Ja, Ja und Ja. Wollen Sie daran zweifeln? Wozu brauchen Sie dreißig Seiten überteuertes Papier für ein Aussage, die ich mit einem 3 mal ausgesprochenem Wort beantworten kann.
Wer sind sie, dass sie meinen inneren Kampf beurteilen können? Und welches anderes Maß steht ihnen zur Verfügung, als die alt hergebrachte patriarchische und binäre Sichtweise auf die Dinge?
Nein, nur ich kann diese Fragen beantworten und nur ich mein Leben leben.
Und überhaupt, was bedeutet das: "Unter Zwang leben?". Hat mich nicht falsche Ideologe und fehlentwickelter, gesellschaftlicher Glaube genau in meine heutige missliche Lage geführt? Mir selbst verboten frei zu leben und mich zwangssozialisiert? "Mindestens drei Jahre unter Zwang stehen?" Ich muss lachen und speien zugleich. 50 Jahre war ich im Zwang die Rolle annehmen zu müssen, die mir niemals zugedacht war und durch deren Falschbesetzung letztlich auch ich viel Schmerz und Leid verteilt habe.
Und nun soll ich mich durch Gutachten freikaufen? Lösegeld für meine Freiheit bezahlen? Ist der Staat über die Wegelagerei des Mittelalters nicht hinausgekommen?
Nein, nur weil der Staat und die Gesellschaft nicht in der Lage sind, anzuerkennen, dass geschlechtliche Identität nichts mit Geschlechtsteilen zu tun hat, halten Sie sich an dem einem zerlöcherten Papier aus dem letzten Jahrhundert fest, heucheln verstehen und Toleranz nach Außen und knechten Menschen wie uns durch Ausgrenzung im gleichem Atemzug, halten an altem Glauben fest.
Ja, sie tun nur ihren Job und auch der Richter tut dies. Und ich will nur endlich frei sein, staatlich geprüft und anerkannt. Ich weiß wer ich bin - geben sie mir das Papier, damit es andere glauben.
Ich selbst sehe diesen Text nicht als Angriff oder blinde Wutrede, sondern als kritische Auseinandersetzung mit meinem Leben, zu dem Trans* als Alltag gehört.
Alleine das es Trans* gibt, beinhaltet schon die Notwendigkeit der Auseinandersetzung damit. Und wohl keiner hat das Recht die Menschenwürde des anderen anzuzweifeln, oder sehe ich das falsch? Das ist unsere gesellschaftliche Grundlage. Manchmal habe ich das Gefühl (ich schließe mich nicht aus), dass wir ideologische Türme bauen, ohne das Fundament zu beachten.
Das gilt auch für Freundschaft, zwischenmenschliche Beziehung, und so bin ich traurig, dass die Auseinandersetzungen hier manchmal dazu führen müssen, im Streit auseinander zu gehen. Konflikte werden nicht in der Distanz gelöst und nicht jede Meinungsverschiedenheit braucht Gleichheit und Harmonie. Doch es braucht sicherlich manchmal Abstand in Form von Raum und Zeit um Prozesse stattfinden zu lassen - aber eben nicht für die Ewigkeit. Verständnis braucht Verstehen und Toleranz und Akzeptanz mehr als das Lippenbekenntnis zu unseren gesellschaftlichen Grundwerten.
So blicke ich heute, in diesem Moment, auf meine Transition. Namasté
Alles Liebe
Vanessa
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VanessaB
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an(ge)kommen ... als Übergang
Nun Butch ist dann wohl nicht mit Bitch zu verwechseln.Butch
Eine Butch ist eine lesbische/queere Frau, die meistens sehr männlich wirkt. Sie entspricht eher dem Lesbenklischee (männlicheres Auftreten, lockere Kleidung, keine Schminke) als eine Femme. Daher ist eine Butch in der Gesellschaft sowie in der LGBT Community auch viel sichtbarer. Sie wird von anderen Lesben oder queeren Frauen eher wahrgenommen und muss nicht so sehr um Anerkennung kämpfen wie eine Femme.
Ein schönes Buch in dem es auch um die die Femme-Butch Thematik in den 60ern geht, ist zum Beispiel Stone Butch Blues.
(Quelle: Internet)
Ich habe heute morgen mal ein wenig über meine Sein als Frau/TransFrau mit einer Freundin gequatscht.
Dabei habe ich recht spontan darüber nachgedacht, wieder mehr zu meiner männlichen Seite zu stehen. Mir die Haare kurz zu schneiden, einen Anzug zu kaufen und so zu meiner neuen Arbeitsstelle zu gehen: als männliche Frau.
Kann ich mich als TransFrau mit meinem männlichen Körper nicht viel besser mit einer Butch vergleichen und muss nicht so viel an mir rumdoktern? (sorry für den Ausdruck)
Ich hinterfrage da in keinster Weise meine Weiblichkeit, aber durchaus mein bestreben, eine soziale Rolle einzunehmen, die ich so eh nie erfüllen kann. Also warum das nicht einfach loslassen und äußerlich so zu sein, wie man einfach ist? Ich finde das ist eine spannende Frage und ich muss da eine Weile drauf herumdenken. Brauche ich wirklich einen Rock oder ein Kleid, Pumps, Nagellack und CO um eine Frau zu sein / sein zu dürfen?
... ich lass das mal kurz wirken ...
Alles Liebe
Vanessa
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