Blossom hat geschrieben: Sa 19. Dez 2020, 13:27
Früher war manches deutlich leichter, aber zurück
Mir geht es da ähnlich wie dir, Blümchen. Allerdings war es bei mir früher nur wenig leichter. In meiner Familie erzählt man sich, das diese Eigenart begann, als ich 3 Jahre alt war. Seit dem habe ich die Entscheidung, welche Garderobe ich trage, nicht mehr anderen überlassen. Das war für meine Mutter sehr anstrengend, auch beim Einkaufen. Später, in der Schulzeit musste ich die Sachen, die ich zur Schule tragen wollte, am Vorabend rauslegen, weil ich sonst immer zu spät zum Unterricht gekommen wäre.
Später habe ich mir Freundschaften verdorben, weil ich bei Einladungen zum Essen immer mindestens eine halbe Stunde zu spät gekommen bin, wegen der Kleidungswahl. Um das Schlimmste zu vermeiden, haben meine Frau und unsere Freunde heimliche Abmachungen getroffen, die besagten, das mir ein um eine halbe Stunde verfrühter Termin genannt wird. Das ist dann aufgeflogen, als ich einmal so schlecht drauf war, das mir die Kleidungsfrage egal war.
Und ihr Lieben, ich schreibe hier nicht von Katja, sondern von dem Typen, mit dem sie sich den Körper teilt. Mit dem Moment, als die Katja begann, die Wohnung zu verlassen, eskalierte die Situation, weil die Auswahl an Kleidung und Schuhen für uns Damen um ein vielfaches größer ist und das Schminken hinzukam. So kann die Katja vormittags kaum Termine annehmen, weil sie es möglicherweise nicht schafft, rechtzeitig fertig zu werden.
Der Situation weniger Geneigte werden jetzt vielleicht denken, "o mein Gott, was für ein Leidensdruck". Nein, meine Lieben, mit Leiden hat das Ganze nichts zu tun, im Gegenteil, es ist ein Quell unerschöpflicher Lebensfreude.
It's not Crossdressing, it's just dressing.