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Umziehen - relativ selten - es sei denn, ich probiere etwas Neues und versuche die passenden anderen Teile dazu zu finden.
Und das ist meist etwas langwierig - bis man feststellt, daß man wieder den bereits bestehenden Fundus nicht berücksichtigt hat - und wieder mal gar nix dazu paßt.
Für die Einen ein neuer Shopping-Grund - für mich immer ein mittleres Desaster - wegen Platzmangel im Schrank - oder so.
Heute bin ich total unmotiviert - vielleicht der Temperaturwechsel (Rauf - Runter - Rauf) - das schafft mich immer total.
Normalerweise wäre jetzt Christiane ordentlich gekleidet am Frühstückstisch und würde ihrer Frau einen Tee machen.
So nehme ich jetzt die nächste Tablette und mach mich wieder lang.
Sieben Mal am Tag umziehen?
Morgens ziehe ich zur Zeit eine Bluse, Mini und Pumps an, dann hole ich schnell Brötchen für meine Partnerin und mich.
Gegen Mittag ziehe ich eine Schürze an, um das Mittagessen für meine Partnerin und mich zu kochen.
Für den Nachmittag wähle ich dann meist ein anderes Outfit.
Dann steht auf meiner Tagesplanung eventuell noch ein Abend-Outfit.
Beim besten Willen komme ich nicht auf sieben Kleiderwechsel.
Liebe Grüße Jasmine
Häufiges Umziehen machte ich in meiner "Anfängerzeit" auch. Damals hatte ich irgendeinen Tick dazu. Heute bin ich froh, wenn ich in den Klamotten, die ich am morgen angezogen habe, bleiben kann. Ähnlich gehts mir beim shoppen. Früher hechelte ich in ein Geschäft nach dem anderen und probierte dies und das. Und heute ists bei mir so, dass ich immer öfters froh bin, wenn das Shoppen vorbei ist. So ändern sich halt die Zeiten.
LG
Christina
Häufiges umziehen am Tag ist inzwischen bei mir auch Geschichte. Es kommt eher auf den Anlass an. Aber anders als Christina, macht mir shoppen immer noch Spaß, dabei verschiedenes anzuprobieren gehört dazu.
Auch wenn ich nicht von Geschäft zu Geschäft hechele. Ein gemütlicher Bummel durch Einkaufsstraßen und zwischendurch in einem kleinen Café sitzen, kann gut sein für die Seele. Nicht immer kommt dabei etwas mit nach Hause.
Yvette.85C hat geschrieben: Do 17. Dez 2020, 14:43
Lisa Strautmann fotografiert zwei enge Freunde in langen Ballkleidern und intimen Posen. Und zeigt: Alle dürfen alles tun — und tragen.
Sehr spannend. Vielen Dank dafür.
Dass allein dieses Einteilen von Kleidung in Mode für "Männer" und Mode für "Frauen" zumindest hinterfragbar, wenn nicht sogar schlicht unnötig ist, macht auch das Projekt deutlich. "Degender Fashion", also Geschlechter-unabhängige Mode, das ist ein Schlachtruf nicht nur von der queeren Community.
Das war für mich ein zentraler Satz. Was würde es für uns bedeuten, wenn KLeidung nicht mehr geschlechtlich konnotiert wäre ? Wenn gar nichts mehr geschlechtlich definiert wäre ? Mir kommt dabei der Gedanke, dass mir vielleicht etwas fehlt, nämlich die Selbstwahrnehmung als Mensch und nicht die Fixierung auf ein Geschlecht, dass nach einem Ausdruck verlangt. Was bedeutet Geschlecht für mein Menschsein ... ?
Genau dahin geht meine für mich selbst gestellte Frage. Es geht in diesem Fred und auch sonst immer wieder um Kleidung. Es heißt ja auch crossDRESSER-Forum. Es wird so viel Wert auf Kleidung gelegt. Warum eigentlich ? PArtnerinnen bekommen die Krise und Betroffene schleppen so viel Last mit sich herum. Was bedeutet Geschlecht für den Menschen losgelöst von allem ?
Macht auch nichts, wenn wir nicht zusammen kommen. Auf der Welt ist viel Platz für die unterschiedlichsten Menschen. Nicht das Gleiche ist das Interessante, sondern die Unterschiede ...
!EmmiMarie! hat geschrieben: Do 17. Dez 2020, 16:35
was hat jetzt mein weibliches Selbstempfinden, meine Selbstdefinition mit Kleidung zu tun?
Ich fühle mich doch auch nackt so...
Seeeeeeehr viel! ich merke es immer wieder an mir selbst, wie ich mich in bestimmter Kleidung fühle: Kleidung sendet Signale - an Sich selbst, an andere. Kleidung bei Frauen ist Macht.
LG Nora_7
Zuletzt geändert von Nora_7 am Do 17. Dez 2020, 19:50, insgesamt 1-mal geändert.
Schönheit ist weiblich, und ich bin auch gerne schön.
Ich kann alles tragen, wenn ich ein Mädchen bin
Dachte eine Weile lang, es wäre vernünftig sich des abends bereits herauszulegen, was ich am nächsten Tag anzuziehen gedenke, damit es schnell geht ...
... inzwischen hab' ich das weitgehend aufgegeben ... denn kaum hab ich es am nächsten Morgen an, stelle ich fest, da passt was nicht ... bis ich zufrieden bin, liegen gut zwei Dutzend Kleiderbügel samt Sachen auf dem Bett, ich habe mich dreimal umgezogen, das Gefühl bereits wieder Duschen zu wollen und kämpfe mit dem Drang, dass es irgendwann auch einmal gut sein muss ...
... erst letzens zwei Stunden verplempert, weil nix zum Rock passen wollte, den ich partout nicht wechseln wollte ... Auch bin ich der irrigen Meinung gefolgt, je mehr du hast: Gut, da wird immer was kombinierbar sein ... Haha! Am Ende passen dann die Schuhchen nicht so richtig ... Früher war mein Leben nicht okay, als Mädchen zu leben die richtige Entscheidung ... aber ist mein Leben leichter geworden ... Um Gottes willen, nein!!!
Früher habe ich oft geknurrt, bis Freundin endlich ausgehfertig war ... hab's nicht verstanden ... heute möchte ich mich bei ihr für so manches "zornige" Murren entschuldigen. Ich hab's begriffen ... hihi
Jeder hat in seinem Leben Menschen um sich, die schwul, lesbisch, transgender oder bisexuell sind.
Sie wollen es vielleicht nicht zugeben, aber ich garantiere, sie kennen jemanden.
Billie Jean King (*1943)