Auch ihr Lebensmotto scheint damit zu tun zu haben. Meine eigene - man könnte sicherlich auch sagen "meine eigenwillige" Frau... http://de.wikipedia.org/wiki/Charlotte_von_Mahlsdorf
Doch wie sieht es nun - in der heutigen Zeit und Praxis aus?
Es hat sich zwar einiges getan für transidentische Menschen - für "Menschen im falschen Körper". So sind einige Gesetzesänderungen vorgenommen worden, die "den Übergang ins Gegengeschlecht" erleichtern. Damit soll nicht gesagt werden, dass schon wesentliche Fortschritte zu verzeichnen sind;- denn nach wie vor steht den Menschen, die das Verfahren auf sich nehmen, ein dornenreicher Weg bevor.
Dabei haben viele ein eindeutiges Ziel vor Augen: "Ich möchte in meinem richtigen Geschlecht leben".
Aber was ist nun "das richtige Geschlecht?"
Auch in der heutigen Zeit gehen Wissenschaftler, Ärzte und Psychologen davon aus, dass es genau zwei Geschlechter gibt: Mann und Frau. Viele haben vielseitige (umfangreiche)
Zwar ist die "Geschichte der Transsexualität" und die Möglichkeit, Betroffenen zu helfen, noch recht jung (in den 70er Jahren gab es in Deutschland nach meinen Informationen die ersten geschlechtsangleichenden Operationen), aber es hat sich ein wachsender medizinischer und psychologiscer Bereich entwickelt, der sich um Transidentische kümmert, ihnen psychologische und medizinische Hilfe anbietet.
Doch fast alle dieser Institutionen und Einzelpersonen haben als Grundsatz, dass es (nur) zwei Geschlechter gibt.
Betroffene erfahren Beratung und Hilfe, wie sie möglichst optimale Ergebnisse erzielen können, "das Wunschgeschlecht" zu erreichen. Das mag bei einigen nach den Operationen und nach der ganzen behördlichen Prozedur eine Leere hinterlassen:- kommt das Gefühl, kommt die Seele mit?
Haben mich die Eingriffe zu einem "richtigen Mann" - zu einer "richtigen Frau" gemacht?
Die Urteile der uns umgebenden Menschen fallen unterschiedlich aus und sollten sowieso nicht zur Grundlage für eigenes Fühlen gemacht werden, aber spielen doch eine Rolle. Schon bei Crossdressern wird beurteilt, "ob sie als richtige Frau rüberkommen" - und selbst manche transidentische Menschen überlegen zuweilen, ob ihr Gegenüber nicht doch einmal dem anderen Geschlecht angehört hat. Also auch hier herrscht durchaus eine ergebnisorientierte Sichtweise.
Aber ist die Festlegung auf nur zwei Geschlechter richtig?
Was ist mit den "Zwischengeschlechtlern", was ist mit den Leuten, die lieber ein X ankreuzen würden statt MANN oder FRAU?
Vor allen Dingen:- wo bleiben diese Leute, wo gehen sie unter die Dusche, welche Toilette suchen sie auf, wo landen sie im Krankenhaus? Nicht nur Ärzte und Psyhologen ordnen uns ein nach Katalogiserungsverfahren - auch die allgemeine Bevölkerung ist auf Mann und Frau geeicht, und die haben auch noch so auszusehen, dass man sie eindeutig als Mann oder Frau erkennen kann, dass dem "allgemeinen Bild" von Mann und Frau entsprochen wird. Frauen haben Brüste - und Männer einen Penis. Männer haben (einige) einen Bart - Frauen nicht.
Wer in dieses Schema nicht passt, hat es in der Öffentlichkeit u.U. schwer. Trotzdem sollte immer wieder darüber nachgedacht werden:- wer bin ich und was will ich? Manch einer mag, nur "um die Prüfung zu bestehen", mehr dem Anforderungskatalog als seiner Persönlichkeit folgen. Das kann fatale Folgen haben, wenn "optisch" ein gutes Ergebnis erzielt wird, aber die Seele noch nicht in die veränderte Hülle eingezogen ist.-
Es kann sogar sein, dass Transidente dem Drängen der gesellschaftlichen Zwänge nachgeben und sich nur aus diesem Zwängen heraus auf die Operationen und teiweise jahrzehntelangen Hormongaben mit hohen gesundheitlichen Risiken einlassen.
Deshalb: Mut zum X und Mut zum Ich!