wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"
wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0" - # 2

Lebensplanung, Standorte
Jaddy
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 16 im Thema

Beitrag von Jaddy »

VanessaB hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 12:03Ich beziehe mich bei meinen Definitionen auf den ICD. Das mag zwar für manche grenzwertig sein, ist aber soweit ich weiß die einzige "feste" Basis ...
Es ist auf jeden Fall die Basis für die Klassifikation von Abrechnungen im Medizinsystem. Darüber hinaus eine Systematik für Menschen mit erheblichem Leidensdruck - nämlich so hoch, dass sie sich an Therapeutys wenden.

Und da nivelliert sich das ganze schon. Behandlungsbedürftiger Leidendruck ist vor allem ein persönlicher Eindruck: "Ich komm nicht mehr klar mit einem Aspekt von mir". Ob das durch das Verlangen nach bestimmter Kleidung zwecks Sex oder sozialer Rolle kommt oder durch die gesamte Genderrolle, durch körperliche Dysphorie oder Angst vor Spinnen ist _vielleicht_ interessant für die Behandlung, aber für die Betroffenen mglw genauso dramatisch.

Ich sage vielleicht, weil bei weitem nicht alle Therapien auf die spezifischen Besonderheiten eingehen müssen, weil die Ursachen mglw ganz andere sind - und sogar bei verschiedenen ICD Ziffern die gleichen Grundlagen behandelt werden müssen.

"Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst"

Noch eine Anmerkung zu ICD und DSM und Co: In meinem vorherigen Beitrag habe ich versucht aufzuzeigen, dass der Therapiebedarf selbst nicht so einfach aus der Person selbst kommt, sondern durch den Konflikt mit der Umwelt entsteht. Sowohl der aktuellen, wie der vergangenen (Erziehung).

"Nicht der nicht-konforme Mensch ist krank, sondern die Umgebung, die ihn dazu erklärt"
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 17 im Thema

Beitrag von Patricia »

Nur mal eine kleine Frage zum Nachdenken weil ich gerade unterwegs bin und nicht so gut schreiben kann.
Was ist eine Person die eine gewisse Form der Dysphorie hat, den Körper hormonell und chirurgisch anpassen lassen möchte und dennoch im Geschlecht lebt dem sie zugeordnet wurde?
Diese Person kommuniziert das nicht so sehr nach außen und präsentiert sich nur als Transvestit/CD und bezeichnet sich auch so weil die aus welchen Gründen auch immer eine Entscheidung getroffen hat im falschen Geschlecht zu leben?
Wo ist nach ICD Platz für diese Personen?
Ich war eine davon und ich kenne andere die Mann bleiben aus Liebe und Verantwortung gegenüber der Familie.
Liebe Grüße
Patricia
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 18 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 07:16 Aber immer wieder klingt es so, als würden Menschen die "nicht ganz falsch" sind, das aus ihrem Vergnügen machen. Dem ist beileibe nicht so und ich habe mir das auch nicht ausgesucht. Es geht mir nicht um Vergleichbarkeit, aber der Unterton, der in solchen Aussagen mitschwingt ist für mich schmerzhaft. Wir sind alle Menschen, die auf diesem Planeten wohnen. Warum würdigt man ihre Eigenschaften und Besonderheiten nicht, statt sie immer wieder auszugrenzen (zumindest kommt das bei mir so an) ?
Liebe Vicky...

vielleicht sind es die gedachten Besonderheiten die ausgrenzen?
Wäre es nicht inklusiver zu sagen, ich bin nichts Besonderes und völlig normal?
Da ist keine negative Eigenschaft, oder eine die andere als negativ auffassen können?

Ich empfinde mich als völlig normal, manchmal sogar als langweilig (naja inzwischen muss ich
eher sagen)..bei mir sind da nur körperliche Merkmale die nicht zu meinem Sein passen.
Das haben viele, auch CIS-Personen und auch die passen ihren Körper an...
völlig normal, nicht besonderes...

Und warum kannst du nicht auch zu deinem Vergnügen mal eine Hose und dann ein Kleid
tragen, so wie es dir gefällt? Muss da immer ein Leid sein?

Versteht mich bitte nicht falsch, aber ich wiederhole es sehr gerne, das es mir nicht
gefällt leiden zu müssen nur weil ich die bin die ich bin.
Ich habe auch ein Recht auf Freude, auf Leben und ja auch auf Vergnügen ohne mich dafür
innerhalb der Community oder sonst wo schämen zu müssen..

ich würde mich freuen hier mal zu lesen alle sind froh und glücklich..aber da werde ich lange
drauf warten..die Welt da draussen auch, in der kommen glückliche Menschen durchaus gut an...

alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 19 im Thema

Beitrag von VanessaB »

Ihr Lieben,

bevor ich nachher noch mal in Ruhe alle Kommentare durchgehe und vielleicht auch das eine oder andere aufgreife, möchte ich mich bei allen bedanken!

Ich denke Konsens bester darin, dass wir alle Individuen sind und es viele Facetten gibt. Jaddy hat das sehr gut herausgearbeitet und Vicky hat das Leid als zentralen Baustein der Vergleichbarkeit herausgearbeitet. Ich fühle mich an eine Regenbogen erinnert. Die unterschiedlichen Farben sind klar erkennbar und fließen doch ineinander und verschmelzen so.

Es gibt klare Unterschiede und dennoch sind Abgrenzungen schwierig. Ich freue mich sehr über die wertschätzende Diskussion hier. Vielen Dank!

Namasté
Vanessa
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 20 im Thema

Beitrag von VanessaB »

Patricia_cgn hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 13:39 Nur mal eine kleine Frage zum Nachdenken weil ich gerade unterwegs bin und nicht so gut schreiben kann.
Was ist eine Person die eine gewisse Form der Dysphorie hat, den Körper hormonell und chirurgisch anpassen lassen möchte und dennoch im Geschlecht lebt dem sie zugeordnet wurde?
Diese Person kommuniziert das nicht so sehr nach außen und präsentiert sich nur als Transvestit/CD und bezeichnet sich auch so weil die aus welchen Gründen auch immer eine Entscheidung getroffen hat im falschen Geschlecht zu leben?
Wo ist nach ICD Platz für diese Personen?
Ich war eine davon und ich kenne andere die Mann bleiben aus Liebe und Verantwortung gegenüber der Familie.
Liebe Grüße
Patricia
Liebe Patricia,

diese Frage ist nicht schwer zu beantworten. "Mann bleiben aus Liebe und Verantwortung"? Was wäre denn die Einordnung, wenn man diesen Bindung nicht hätte? Ich kenne den Fall einer 84-jährigen, die erst nach dem Tod der Frau mit der Hormonbehandlung begonnen hat. in der Definition des ICD steht " Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden."
Aus meiner Sicht würde ich sagen da passt F64.0 auch auf solche Menschen, oder?

Alles Liebe
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 21 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

VanessaB hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 15:45 In der Definition des ICD steht " Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden."
Hey...

Bin ich die F64.0 los, wenn ich in meinem Geschlecht lebe und anerkannt bin?

Es ist für mich nicht das andere, es ist mein Geschlecht.
Mit einem fluiden Anteil, der völlig gut und okay ist und so sein darf.

Grade eben habe ich mit meiner Begleittherpeutin gesprochen und sie freut sich
für mich, das ich nicht in einer leidenden Position verharre, still stehe, negativ beeinflusse..

Alles Liebe Marie (flo)
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 22 im Thema

Beitrag von VanessaB »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 16:07
VanessaB hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 15:45 In der Definition des ICD steht " Der Wunsch, als Angehöriger des anderen Geschlechtes zu leben und anerkannt zu werden."
Hey...

Bin ich die F64.0 los, wenn ich in meinem Geschlecht lebe und anerkannt bin?

Es ist für mich nicht das andere, es ist mein Geschlecht.
Mit einem fluiden Anteil, der völlig gut und okay ist und so sein darf.

Grade eben habe ich mit meiner Begleittherpeutin gesprochen und sie freut sich
für mich, das ich nicht in einer leidenden Position verharre, still stehe, negativ beeinflusse..

Alles Liebe Marie (flo)
Ein guter Punkt!

Ich persönlich glaube nicht, dass man transsexuell wird, sondern es einfach ist ... Der ICD spricht diese Definition nur aus bzw. gibt dem Ding einen (möglichen) Namen ...

Ich bin und bleibe eine TransFrau ... und tatsächlich habe ich im Laufe der Zeit einen gewissen Stolz dafür entwickelt. Wie andere das sehen oder für sich wahrnehmen kann ich natürlich nicht sagen, aber ich fühle mich wieder zentriert und angekommen. Wie schön es ist bei sich zu sein ...

Gerade eben waren zwei Grundschul"Jungs" mit einer Mutter vor mir. Der eine sieht mich, rennt zum anderen und tuschelt. Beide schauen mich an. Die Mutter ist peinlich berührt und maßregelt die Kinder. Ich lächle und sage: Das macht doch nichts, Neugier muss doch befriedigt werden. Die Mutter lächelt und fragt die Kinder: "Habt Ihr eine Frage" ... wie toll ist das denn, oder?

Natürlich falle ich auf, weil ich anders bin und das ist ja im Grunde auch gut so, finde ich ... denn mit jeder Begegnung dieser Art und mit jedem Lächeln, das ich in diesen Situationen den Menschen geben, tue ich etwas für "uns" alle .. egal ob TV/CD oder Trans*Was*Auch*Immer.

Ich bin Transsexuell und bleibe das auch meine Leben lang ... zum Glück, wie ich finde ... ich bin eine TransFrau (cow)

Alles Liebe

Vanessa
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 23 im Thema

Beitrag von Aria »

Vanessa, kannst du mir auf die Sprünge helfen?! Denn irgendwie verstehe ich die Diskussion nicht. Ich kann mir deinen Startbeitrag durchlesen so oft ich möchte, weiss aber nicht worauf du hinaus möchtest. Geht es um die Frage "Ab wann ist man trans genug?" die wir hier ja schon öfter hatten?

Edit:

So, mit ein wenig Ruhe konnte ich auch mal ein paar Gedanken dazu zusammen tragen - unter dem Vorbehalt, dass meine o.g. Frage bestätigt wird.

Meiner Meinung nach ergibt es sich, wieviel trans eine Person ist, aus der Schnittmenge von mind. 5 Grundvoraussetzungen. Ich nehme mich mal als Beispiel umd die einzelnen Punkte vllt etwas klarer darstellen zu können.

1. Die Veranlagung
Denn auch ich bin der Meinung, dass man transsexuell ist und es nicht erst wird. Hätte ich die Möglichkeiten von heute, mit 15 oder 16 Jahren bereits gehabt, wäre ich heute 25 Jahre weiter. Denn an der Wunsch so zu sein wie ich heute bin, hat sich all die Jahre nix geändert. Er wurde nur verdeckt vom "Leben" und was alles so dazwischen passiert.

2. Die emotionale Belastbarkeit
Man kann es auch Leidensfähigkeit nennen. Jemand wie ich, die ein extrem dickes Fell hat und schon sehr viel Mist im Leben erlebt hat, hält den psychischen Druck nicht diejenige zu sein, die man seit Geburt eigentlich ist, viel länger aus als jemand ohne diese Eigenschaft.

3. Die charakterliche Eigenschaft (introvertiert / extrovertiert)
Introvertierte Personen werden den Schritt in ein neues und unbekanntes Leben viel weniger wagen als extrovertierte. Deswegen ist es mir leicht gefallen, mich auf mein zukünftiges Leben einzustellen und damit auch progressiv an die Öffentlichkeit zu gehen. Alle outings sind mir sehr einfach gefallen und ich lebe mein Trans-Sein offen aus, erkläre mich bereitwillig und hoffe so auf mehr Verständnis.

4. Die Fähigkeit zur Selbstreflexion
Nicht jede/r will, möchte und kann das. Es gibt Menschen, die stecken ihr ganzes Leben den Kopf in den Sand und hoffen, dass das Unheil vorüber geht, oder lenken sich mit anderen Dingen die ihnen gut tun ab. Wer sich gut selbst reflektieren kann, muss auch eine gute Portion Hingabe und Opferbereitschaft mitbringen, sonst wird das nix. Nicht, dass ich Vogel Strauß war aber ich musste das auch erst lernen. Geholfen hat mir dabei eine vorangegangene Therapie zu einem anderen Thema.

5. Die persönlichen Lebensumstände
Meine Thera sagte mal, dass es unsere Psyche nicht schafft, sich auf mehrere Probleme gleichzeitig zu konzentrieren. Wenn jemand privat gebunden ist, z.B. durch mögliche bevorstehende Konflikte mit dem Partner oder der restlichen Familie, schwere Krankheiten oder pflegebedürftige Personen innerhalb der Familie, wird sich sein/ihr Problem hinten anstellen. Erst durch die Trennung meiner Ex, konnte ich mich wieder richtig "fühlen". Mein Leben drehte sich wieder um mich und nicht um Familie mit Kindern, Haus, Garten und was von einem so erwartet wird im Leben. Die Gedanken waren wieder frei!

Es gibt bestimmt noch mehr Voraussetzungen, die einen Translebenslauf starten oder nie beginnen lassen werden. Aber das sind im Moment die gewichtigsten 5 die mir dazu einfallen. Und vor diesem Hintergrund finde ich auch den Spruch mit zwischen TV und TS liegen x Jahre, gar nicht so abwegig. Es kommt ganz darauf an, wieviele von genannten Voraussetzung sich überschneiden und eine komplette Kehrtwende im bisherigen Leben verursachen. Ich erinnere mich dabei ganz gerne an Michelle, die ihr Leben nach der Erkenntnis trans zu sein, innerhalb von 6 Monaten umgekrempelt hat. Kann man machen, muss man aber nicht. Bei mir hat das übrigens exakt 2 Jahre gedauert :)
Zuletzt geändert von Aria am Di 17. Nov 2020, 20:28, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 24 im Thema

Beitrag von Helga »

Patricia_cgn hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 13:39 Nur mal eine kleine Frage zum Nachdenken weil ich gerade unterwegs bin und nicht so gut schreiben kann.
Was ist eine Person die eine gewisse Form der Dysphorie hat, den Körper hormonell und chirurgisch anpassen lassen möchte und dennoch im Geschlecht lebt dem sie zugeordnet wurde?
Diese Person kommuniziert das nicht so sehr nach außen und präsentiert sich nur als Transvestit/CD und bezeichnet sich auch so weil die aus welchen Gründen auch immer eine Entscheidung getroffen hat im falschen Geschlecht zu leben?
Wo ist nach ICD Platz für diese Personen?
In den von Vanessa weiter vorne nicht abschließend aufgezählten Kathegorien gar nicht. Genauso wenig wie non- binäre, Transfrauen ohne den Wunsch nach Angleichung etc. Aber der ICD 10 enthält einige weitere Schubladen: F64.2 Störung der Geschlechtsidentität des Kindesalters, und wie z.B. aus juristischen Texten gewohnt gibt es einen Auffangparagraphen für Ausnahmefälle: F64.8 Sonstige Störungen der Geschlechtsidentität. Warum es davon allerdings gleich zwei gibt, erschließt sich mir auf den ersten Blick nicht: F64.9 Störung der Geschlechtsidentität, nicht näher bezeichnet.
Der Punkt zeigt aber sehr gut das Dilemma dieser Systematik auf. Auf der einen Seite erfolgt der (verständliche) Versuch Kathegorien zu bilden um Therapeuten, Gutachtern, Krankenkassen (kurz: dem Gesundheitssystem) den Umgang mit der komplexen Thematik zu erleichtern, auf der anderen Seite ist es nicht gelungen, faktisch aber auch nicht möglich hier jede Spielart zu erfassen. Ein unvollständiger Katalog birgt die Gefahr, dass sich jemand ausgegrenzt fühlt, oder auch die Gefahr der Auffassung "Was hier nicht drin steht gibt es nicht".
Persönlich würde ich mich in die Schublade F64.1 einsortieren, irritierend finde ich allerdings, dass hier tatsächlich noch "Geschlechtsumwandlung" drin steht. Problematisch finde ich allerdings die sehr auf medizinische Maßnahmen abzielende Definition der F64.0 "Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung". Wenn mensch wegen Krampfadern, Bluthochdruck, Zucker, sonstiger köperlicher Beschwerden oder einfach aus Überzeugung keine chirurgische oder hormonelle Behandlung wünscht, wäre damit der Weg zum "bevorzugten Geschlecht" (klingt auch nicht besser als Wunschgeschlecht) versperrt. Daran wird ersichtlich, dass der ICD 10 (in Kraft getreten 1993) bereits mehr als das erste Vierteljahrhundert hinter sich hat. Zumindest in diesem Punkt ist die Gesetzgebung deutlich weiter.
Interessieren würde mich aber wie häufig als Ergebnis einer Therapie eine F64.1/.8/.9 diagnostiziert wird. Gibt es dazu Statistiken oder Erhebungen?
Liebe Grüße
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Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 25 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Helga hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 20:03Interessieren würde mich aber wie häufig als Ergebnis einer Therapie eine F64.1/.8/.9 diagnostiziert wird. Gibt es dazu Statistiken oder Erhebungen?
Die Zahlen dürften etwas irreführend sein, denn alle Personen, die mithilfe einer solchen Indikation eine medizinische Leistung erhalten wollen, werden grundsätzlich eine "F64.0 G" bekommen wollen. Sonst streikt nämlich der MDK und ggf auch die Medys, die HET oder OP daraufhin machen sollen. Das ist eine direkte Empfehlung von Therapeutys an nicht-binäre Personen...

Das Medizinsystem ist nach meinen Erfahrungen absolut auf eingespielte Prozeduren ausgelegt. Das ist einerseits gut für Qualitätssysicherung, andererseits blöd für nicht passende Fälle.
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "HA60"

Post 26 im Thema

Beitrag von Helga »

In einem anderen Thread ist mir ein riesen Fehler unterlaufen (wenn dann aber richtig falsch):
VanessaB hat geschrieben: Do 12. Nov 2020, 07:02 An dieser Stelle habe ich jedoch gestockt:

Helga hat geschrieben: ↑Mi 11. Nov 2020, 22:14

Da mir nicht die Begriffshoheit obliegt bin ich nicht sicher, ob ich hier von "Geschlechtsinkongruenz" oder gar "Geschlechtsdysphorie" schreiben darf, ich glaube allerdings nicht, dass sich die Grundlage zwischen Crossdressern oder Transsexuellen wesentlich unterscheidet außer vielleicht in ihrer Intensität.
Ich war eigentlich auf der Suche nach einer Begrifflichkeit, die alle Mitglieder dieses Forums unter sich vereint. Der gelegentlich verwendete Ausdruck "TransX" erscheint mir irgendwie zu schreierisch (außerdem muss ich dabei immer an US- Amerikanische Personenkraftwagen denken, die früher vornehmlich in der Nähe des Rotlichtviertels anzutreffen waren), daher habe ich den Begriff "Geschlechtsinkongruenz" gewählt, der mir aufgrund der reinen Begrifflichkeit: "Geschlechts- Nichtübereinstimmung" dafür passend schien. Die Kritik von Vanessa ließ mich noch einmal recherchieren, und tatsächlich, der Begriff ist "fest vergeben":
Am 1. Januar 2022 soll die ICD 11 als Nachfolgerin der ICD 10 in Kraft treten. Orange is the new black. Geschlechtsinkongruenz ist der neue Ausdruck für Transsexualität, wobei die neuen Kategorien nicht 1:1 übertragbar sind. Es wurde sehr viel Wert auf das Wording gelegt. Der Begriff "Transsexualität" taucht nicht mehr auf, da die (gedankliche) Verknüpfung zu "Sexualität" zur Stigmatisierung beigetragen habe. Die Forums- betreffenden Abschnitte werden auch nicht mehr unter F= "Psychische und Verhaltensstörungen" abgelegt, sondern unter "Bedingungen der sexuellen Gesundheit". F64.0 entspricht in etwa "HA60- Geschlechts-Inkongruenz bei Jugendlichen und Erwachsenen", wobei der oben zitierte "Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung" völlig verschwunden ist. F64.2 entspricht HA61- Geschlechts-Inkongruenz des Kindesalters, F64.9 und F64.9 gehen in HA62- Geschlechts-Inkongruenz, nicht näher beschrieben auf.
Komplett verschwunden sind die Inhalte von F64.1 sowie F65.1, womit für Transvestiten, Crossdresser, DWT etc. keine eigene Schublade mehr zur Verfügung steht.
Die Ursachen für das Verschwinden des Transvestitismus werden nicht erläutert, sie lassen sich nur aus dem an unterschiedlichen Stellen geäußerten Ansinnen ableiten
(https://www.bpb.de/gesellschaft/gender/ ... identitaet) durch Veränderung von Einordnungen oder komplettes Entfernen des Unterpunktes zur Entpathologisierung und Entstigmatisierung beizutragen.
Auf der einen Seite ist dies eine erfreuliche Entwicklung, da Crossdressing damit völlig aus den Bereich der psychischen Auffälligkeiten herausgelöst wird. Ob und wann dies den erhofften gesellschaftlichen Widerhall findet bleibt abzuwarten. Auch unterstelle ich mal, dass die Mehrheit der Crossdresser keine diagnostische Schublade benötigt um sich wohlzufühlen. Auf der anderen Seite sehe ich jedoch die Gefahr, dass ein Therapeut einem Crossdresser, der, statt hier im Forum nach Rat zu fragen, meint beim Spezialisten besser aufgehoben zu sein, kein adäquates "Angebot" machen kann.
Die Reduzierung der Schubladen kann auch dazu führen, dass mensch dann alles in eine packt. Meistens ist es dann die oberste um sich nicht bücken zu müssen.

Die ICD 11 scheint noch nicht in deutscher Übersetzung vorzuliegen (https://icd.who.int/browse11/l-m/en#/ht ... 2f90875286), eine übersichtliche Zusammenfassung in deutscher Sprache findet sich hier: https://www.transx.at/Pub/Patho_ICD_DSM.php, wobei der Wortlaut der selbst verfassten Übersetzung vermutlich von der endgültigen Fassung abweicht.

Um auf den Ausgangsfehler zurück zu kommen: Als Oberbegriff für die Mitglieder dieses Forums würde ich "Gender dubitant" 3. Person Plural von lat. dubitare, zweifeln, unklar sein, anbieten.

Liebe Grüße
Helga
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 27 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Helga hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 22:01Als Oberbegriff für die Mitglieder dieses Forums würde ich "Gender dubitant" 3. Person Plural von lat. dubitare, zweifeln, unklar sein, anbieten.
Oh, ich schätze deine Bemühungen, jedoch wirst du für "Zweifeln" garantiert Widerspruch ernten :)

Viele hier zweifeln nicht mehr, auch wenn ihr Gender und genderbezogene Lebensart nicht konform mit dem bin-cis System ist. Aber auch gender-non-conforming würde nicht passen, denn binäre trans Personen sind ja letztlich konform zu einer der binären Rollen, wenn auch nicht zu ihrem ehemaligen Zuweisungsgeschlecht.

Vielleicht geht so etwas wie non-cis-gender, nicht-ganz-cis-gender, cis-non-conforming. Es ist einfach schwierig, das ganze Spektrum in einem Begriff abzubilden. Am einfachsten scheint mir deshalb diese Differenz zur cis Welt zu sein, binär oder nicht.
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 28 im Thema

Beitrag von VanessaB »

Helga hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 20:03 ....
Problematisch finde ich allerdings die sehr auf medizinische Maßnahmen abzielende Definition der F64.0 "Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung". Wenn mensch wegen Krampfadern, Bluthochdruck, Zucker, sonstiger köperlicher Beschwerden oder einfach aus Überzeugung keine chirurgische oder hormonelle Behandlung wünscht, wäre damit der Weg zum "bevorzugten Geschlecht" (klingt auch nicht besser als Wunschgeschlecht) versperrt.
Liebe Helga,

ich will den ICD Katalog nicht verteidigen oder hochhalten (Jaddy hat die Problematiken ja schon erläutert) ... aber für mich persönlich war er der einzige durchgängige Defintionsfaden, denich damals finden konnte und bis heute ist das so geblieben ... egal, wie man dazu steht ..
Dieser geht meist mit Unbehagen oder dem Gefühl der Nichtzugehörigkeit zum eigenen anatomischen Geschlecht einher. Es besteht der Wunsch nach chirurgischer und hormoneller Behandlung, um den eigenen Körper dem bevorzugten Geschlecht soweit wie möglich anzugleichen.
F64.0 ist die "notwendige" medizinische Diagnose, die auch Grundlage des TSG ist. Der Weg ins "gewünschte Geschlecht" ist ja nicht auf den ICD beschränkt, oder?
Ich lese nirgends heraus, dass es einen Zwang gibt, eine oder alle Maßnahmen machen zu müssen. Zum Glück hat Dich hier ja auch das TSG relativiert!
Die Entscheidung liegt bei jedem selbst und ein Wunsch" ist noch lange keine "Notwendigkeit" und das Wort meist (erste Zeile) gilt für mich auch für den zweiten Satz.

Ich bin übrigens "definitionsfrei" zum Psyhologen gegangen und meine erste Diagnose war F64.1.

Alles Liebe
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Re: wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0"

Post 29 im Thema

Beitrag von VanessaB »

Aria hat geschrieben: Di 17. Nov 2020, 18:59 Vanessa, kannst du mir auf die Sprünge helfen?! Denn irgendwie verstehe ich die Diskussion nicht. Ich kann mir deinen Startbeitrag durchlesen so oft ich möchte, weiss aber nicht worauf du hinaus möchtest. Geht es um die Frage "Ab wann ist man trans genug?" die wir hier ja schon öfter hatten?
Liebe Aria,

ich habe die beiden Eingangszitate in einem anderen Beitrag gelesen und wollte sie dort nicht kommentieren, sondern separat aufgreifen und auch sehr gerne diskutieren. Die Eigentümerin des Hauptorts hatte Ihre Aussage gemacht, ihre Sichtweise geschrieben und bekam diese Anmerkungen (soweit ich mich erinnere). Es passiert öfters, dass über die wenn, aber, dann Bedingungen oder falsch und richtig in privaten Beiträgen aus sehr persönlichen Sichtweisen und Erfahrungen heraus diskutiert wird. Das halte ich für wichtig und richtig, sprengt aber manchmal einfach den Rahmen ... aber dafür wollte ich einen eigenen, neutralen Diskussionsort schaffen. Und ja, "F64.0" habe ich als Hauptrahmen, Ausgangspunkt genommen. In sofern hast Du das schon gut erkannt ...

Danke für Deinen wertvollen Beitrag ...

Vielleicht noch eine Anmerkung: Es geht nicht darum eine Person, eine Gruppe auszugrenzen oder gar anzugreifen! Es geht mir um die einzelnen Aussagen, Formulierungen und Standpunkte zu sprechen. Wenn sich jemand persönlich angegriffen fühlt, bitte ich dies weiterhin zu kommunizieren. Weil jemand eine Meinung oder einen Ausgangspunkt hat, ist das kein persönlicher Angriff und keine geringe Wertschätzung.

Alles Liebe
Vanessa
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wenn dann aber richtig falsch ... "F64.0" ... Rücksicht auf die Familie

Post 30 im Thema

Beitrag von VanessaB »

Hallo liebes Forum,

ich leg dann noch mal etwas drauf ...

Da es angesprochen wurde und ich immer wieder darauf stoße, möchte ich hier auch mal die wenn dann aber richtig falsch Diskussion zum Thema Rücksicht auf die Familie führen.

Mit dem Outing, das ja für viele an sich schon ein schwieriger Prozess ist, beginnt die Auseinandersetzung mit dem Thema in der Familie.
Das Outing zwingt nun auch Kinder, Ehepartner, Eltern und andere nahstehende Personen, sich mit dem Thema Sexualität und Geschlecht neu auseinanderzusetzen.
Alte Rollen(Muster) werden angepiekst und Sichtweisen passen nicht mehr.
Oft, aber durchaus nicht immer, sind die Reaktionen eher zurückweisend. Sätze wie: "Mach was Du willst, aber ich möchte es nicht sehen", "Ich kenne dich gar nicht", "Du hast mich belogen und betrogen" sind sicher keine Seltenheit, wenn ich mich an die vielen Gespräche der letzten Jahre erinnere. Es gibt natürlich auch durchaus härtere oder weichere Reaktionen. Doch in den meisten Fällen ist wohl die Partnerschaft angeknackst - mal ganz allgemein, unabhängig von der Ausprägung der weiblichen bzw. männlichen Seite.

Bei "F64.0" kommt dann noch oft hinzu, dass mit dem Outing der geliebte Mann schlagartig zur ungeliebten Frau wird, oder auch umgekehrt. Es geht also in Beziehungen nicht nur um "den Menschen" sondern doch stark um sein Geschlecht und die Sexualität.

Aber wessen Problem ist das denn eigentlich? Das der Transperson, das des Partners oder das des Konstruktes "Beziehung"? Wer hat welches Recht bzw. Anrecht? Versorgung und Fürsorge gegen Freiheit und Selbstbestimmung? Was geht, was nicht? Ist Liebe dann doch nur eine Wort?

Ich bin sehr gespannt, wie Eure Meinung dazu sind ... Namasté

Alles Liebe
Vanessa
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Liebe ist das Ziel - Dialog der Weg - Würde das Prinzip
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