Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Henning
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Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....

Post 1 im Thema

Beitrag von Henning »

Ich bin der letzte der es für gut heißt jemanden zu roasten aber ich komm auf diese Person und deren Meinung nicht klar.

Ich habe schon viele Videos von ihr gesehen bezüglich trans* und jedes mal wird Non-binary / genderfluid / genderqueer als *scheiße* oder *Wichtigtuherei* dargestellt und rumgejammert, dass genau solche Leute dafür Sorgen, dass Transmenschen ( wie sie ) entsprechend viel Gegenwind kriegen oder von der Gesellschaft falsch wahrgenommen werden bzw. schlecht akzeptiert.

Ich finde das nicht richtig. Menschen wie ich (genderlfuid) existieren und ich habe mir das ganz bestimmt nicht ausgesucht und mache das auch nicht aus Witz oder sonstwas für Gründen. Ich hab es auch nicht gerade einfach und ich finde es mies, wenn innerhalb der Transcommunity sowas verbreitet wird.
Da wundert es mich nicht , dass ich in der Öffentlichkeit regelmäßig einen übergebraten kriege.

Hier mal nur eines von vielen Videos , von dem ich mich getriggert fühle. Ich dachte einfach ich stelle das hier mal rein. Vielleicht bin ich aber auch einfach nur empfindlich ?
Was sagt ihr zu der Sache ?

https://www.youtube.com/watch?v=-TJck3QUFuc
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Lavendellöwin
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Re: Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....

Post 2 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hey Henning...

hmm, das war jetzt das erste Video das ich von ihr gesehen habe..

naja, was soll ich sagen-da kam schon eine sehr strikt binäre Einstellung rüber.
Aber Marvin? oder...wäre jetzt ehrlich auch nicht mein Fall.
Nicht weil er sich nicht einordenen möchte, sondern weil ichs einfach völlig
übertrieben finde..so auf D-oder-E-Promi-Level.

Es gibt manche die strikt binär sind, weil sie sonst vielleicht Angst haben sich nicht
mehr legitimieren zu können. Und deshalb auch Angst vor solchen haben, die sich nicht
in dem Rahmen bewegen. Das versteh ich, finde es aber unnötig und exkludierend.
Fast schon T-TERF quasi..

Ich sage ja selbst von mir, ich bin eine (Trans)Frau mit einem fluiden Anteil.

<edit..der fluide Anteil hat mir das Leben erträglich gemacht>

Und ich mag Menschen die fluid sind-wenn sie sich einfach ganz normal geben und
nicht die Glamour-Schiene fahren.
Ich glaube auch nicht an ein 100% Mann und Frau-no way...
ich mags am liebsten irgendwie "ganz normal" so wie ich halt auch bin..

würden jetzt manche sagen du und normal..ja ich bin ein normales Mädchen
und nichts Besonderes, will ich auch gar nicht sein.

Nur Marie-feminin eben..

Alles Liebe Marie (flo)

PS...hast du Lederhosen? Dann zieh die bitte an und poste ein Bild im Dirndl-Thread (moin)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Henning
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Re: Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....

Post 3 im Thema

Beitrag von Henning »

Ja krass oder ?

Gut , wie Marvyn als Person ist, sei jetzt mal dahingestellt aber abgesehen davon:

diese Videos von besagter Dame gehen mir so auf den Zeiger weil es meistens in die gleiche Richtung geht und noch mehr von dieser Sorte existieren. In einem anderen Post geht es eigentlich um Drag queens, was die aber auch dermaßen ausschweifen lässt, eben schon genannten da halt einfach vollends mit geroastet wird was noch mehr daneben ist.
Ich finde es mies, dass solche Leute auch noch so ne Reichweite haben.
Und wenn man die Kommentare darunter ließt ....da wurde mir erstmal anders und ich dachte mir :tschau .... ich werd wohl in 10 Jahren noch auf der Straße angepöbelt. Danke für nichts gute Frau.

Ich hatte einen langen Leidensweg und bin froh, meinen Frieden mit mir zu haben und meinem fluid sein.
Und ja , hätte man mir mal eher gesagt dass es sowas gibt und dass es ok ist,dann wäre ich vielleicht schon deutlich eher zu mir gekommen und hätte mir manche Krise erspart.

Umso mehr regt es mich auf wenn Menschen innerhalb des Regenbogens anfangen mit dem Finger zu zeigen so nach dem Motto "du bist nicht trans genug oder gar nicht trans also spiel dich mal nicht so auf!" wie ich sowas doch hasse!

So viel zum Thema Toleranz und Akzeptanz.

Hach ich reg mich schon wieder zu viel auf.

Liebe Grüße , Maverick (Henning)
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Re: Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....

Post 4 im Thema

Beitrag von Patricia »

Hallo,

ich bin teilweise der gleichen Meinung wie PersiaX um ehrlich zu sein und das obwohl ich ihre Ansichten für gewöhnlich nicht teile.

Sie spricht von sich zwar als "Expertin" auf diesem Gebiet und lässt ganz offensichtlich alle genderfuilden und nichtbinären Personen aus, das stimmt und das stört mich auch.
Ich denke aber dass im Fall von Marvin es eher darum dreht dass er mit seinem Benehmen eher uns allen schadet, indem er ein total überzogenes Bild von trans Menschen zeigt. Denn so wie er auftritt verhalten sich die meisten trans Menschen auf keinen Fall. Ihm geht es meiner Meinung nach darum um jeden Preis aufzufallen um im Gespräch zu bleiben, denn so bleiben die Zuschauerquoten erfüllt und er bleibt erfolgreich. Doch das hat nichts mit trans zu tun.
Solches Verhalten schaden uns allen. Denn der "normale" Bürger behält im Kopf dann das schrille Bild einer total überdrehten Person im Kopf die von sich sagt dass sie trans ist. Und ich bin mir in dem einem Punkt sehr sicher, Niemand von uns, und damit meine ich alle gender-non-konformen Menschen möchte im Normalleben unbedingt auffallen und für nicht ganz voll genommen werden.

Liebe Grüße
Patricia
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Marlene K.
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Re: Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....

Post 5 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich kann hier nur meine eigenen Erfahrungen einbringen. Ich fing an mir meine Weiblichkeit zuzugestehen, als im schwulen Zusammenhang Tunten als schädlich für alle Schwulen verrissen wurden. Ich wurde damals als Bär oder männlicher Mann gewertet.

Trotzdem war ich mir meiner weiblichen Anteile bewusst bis zu einem gewissen Grad. Was mir direkt aufstieß war die Aussage anderen ihren eigenen Ausdruck zu verbieten, weil sie sonst eine anscheinend fest definierte Gruppe blamieren. Mir war klar, dass jede*r zunächst sich selbst blamiert.

Hier finde ich es spannend, dass eine Diskussion zwischen zwei Menschen, die Klicks generieren wohlen zu Eurer macht. Beide Protagonisten wohlen auffallen, gesehen werden, keine gibt sich als normale Frau von nebenan.

Ich weiß, dass ich, sobald ich Menschen zum Beispiel auf die Pflicht zum Tragen einer Mund und Nasen Bedeckung im ÖPNV hinweise, so dass nur die/der Angesprochene es hört zum überwiegenden Teil laut als Scheiß Schwuchtel, Transe oder psychisch krank angebrüllt werde. Dabei trage ich nie "Glitzerfummel" im Alltagsleben und auch kein Bühnenmakeup...

Was die Menschen in mir sehen, hat nichts mit einem anderen zu tun sondern mit den Menschen, die meinen, mich und andere be- und verurteilen zu müssen und zu dürfen.

Ich für meinen Teil versuche, andere queere Menschen ihren Weg suchen zu lassen. Genau wie bei allen anderen mag ich nicht alle und nicht alle mögen mich. Wir siollten uns nur nicht gegenseitig sagen, wie wir "richtig" und normal sind. Ich wehre mich gegen dieses Einordnen und die Forderung perfekt sein zu müssen, die ja von allen Seiten an uns Frauen oder das Männliche in sich ablehnenden Menschen heran getragen wird.

Ich verstehe, wo Du, Henning, Dich drüber ärgerst. Ich frage mich nur ob dies den Kampf wert ist.

Liebe Grüße

Marlene
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Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Patricia
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Re: Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....

Post 6 im Thema

Beitrag von Patricia »

Ich sage ja, ich teile Persias Ansichten meist nicht. Und sie hat alle nicht gender konformen Menschen außer Acht gelassen. Es gibt definitiv deutlich mehr als nur Mann und Frau. Ich sage jzwar von mir dass ich eine trans Frau bin aber ich sehe mich durchaus auch im nicht binären Bereich. Ich habe in diesem Jahr für mich selbst die Wörter Mann und Frau neu definiert, jenseits der starren Grenzen.
Ich möchte aber auch nicht von der Gesellschaft in die gleiche Schublade gesteckt werden wie Marvin. Ich will nicht auffallen und mein kleines langweiliges Leben in Ruhe führen können.
Er hingegen macht daraus eine Show und tut das nur für die Zuschauerzahlen.
Ich störe mich an dem Schrillen, Überdrehten, da es meiner Meinumg nach nur rein um Zuschauerzahlen geht.
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Re: Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....

Post 7 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-11-14 »

Mit dieser Sorte transsexueller Frauen bin ich endgültig fertig. Für sie gibt es nur schwarz oder weiß.

Meine Botschaft am sie: Versteckt euch ruhig alle weiter in eurer selbst gebastelten Schublade! Aber haltet dann bitte, bitte die Klappe. Ihr seid ja Frauen und lebt diese Rolle mindestens zu 150%. Und genau das ist euer Problem, ihr seid weiblicher als fast alle biologischen Frauen. Und das fällt nicht nur mir als Enby auf! Eine biologische Frau redet jedenfalls nicht darüber, dass sie eine Frau ist. Also folgt bitte auch ganz diesem Vorbild, dem ihr ja zu 100+x% entsprechen wollt.

Ich möchte das komplette bunte Spektrum jenseits der Klischees ausleben. Also zeige ich mich so wie ich wirklich bin. Und da gibt es zum einen mein wahres Ich, das sich weder als Mann noch als Frau sieht. Was es aber auch noch gibt, ist die lebende Gummipuppe, in die ich mich immer wieder verwandle. Was ist das? Ein Traumbild einer schönen Frau, als die ich mich gerne sehen würde, aber nicht wirklich bin? (wäre ich das wirklich, würde ich ja transitionieren). Oder ist es einfach nur ein Fetisch, also rein sexuell orientiert? - Ach hier gibt es keine klare Grenze. Zwischen rot oder blau und grün gibt es unendlich viele Farben. Die lebende Gummipuppe ist eine Ausdrucksform des Weiblichen wie sie auch der Transvestit in dem Video verwendet. Das hat sicher auch etwas mit genderfluid zu tun. Meistens empfinde ich mich weder als Mann noch als Frau, also nicht binär. Zeitweilig möchte ich aber so etwas wie eine Superfrau sein, in deren Silikon-Haut ich dann schlüpfe.

Liebe Grüße
Erika
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Re: Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....

Post 8 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Patricia_cgn hat geschrieben: Fr 23. Okt 2020, 09:42Ich will nicht auffallen und mein kleines langweiliges Leben in Ruhe führen können.
Erich_Erika hat geschrieben: Fr 23. Okt 2020, 11:32Ich möchte das komplette bunte Spektrum jenseits der Klischees ausleben.
Und genau das nennt sich landläufig offene, pluralistische Gesellschaft. Wo nicht alle auf die gleiche Lebensweise genötigt werden, sondern die gleichen Rechte haben, nach ihrer Façon glücklich zu leben.

Bahnbrechende Erkenntnis: Nicht alle trans, "GNC", nicht-binären Menschen sind gleich oder wollen das gleiche Leben führen, sondern ihre eigenes. Ebenso wie die unterschiedlichen Menschen mit Labeln wie hetero-, homo-, bi-, pansexuell.

Hatte ich letztens erwähnt, dass eine "trans Einheitsfront mit Zentralverband" meiner Ansicht nach irgendwie nicht so zielführend ist? Genau deshalb.

Also: I.D.I.C. 🖖
Stina
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Re: Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....

Post 9 im Thema

Beitrag von Stina »

Moin zusammen!
Eigentlich müsste ich mich raus halten, aber dazu muss ich einfach etwas sagen! Solche Leute sind doch der Grund, warum mein CD Mann und ganz viele andere mit sich selbst zu kämpfen haben. Sich selbst nicht finden können und ständig das Gefühl vermittelt bekommen, anders zu sein! Warum müssen wir, als Gesellschaft immer noch (2020!) darüber diskutieren, wie wer wie auch immer sein Leben zu leben hat?? Mich macht das auch sauer. Wir brauchen immer noch Bezeichnungen wie queer (ich hasse dieses Wort), um Menschen zu beschreiben, nur um sie einordnen zu können. Warum? Der Mensch an sich ist kein besserer oder schlechterer wenn er/sie schwul, lesbisch, TS oder was auch immer ist. Der Knackpunkt ist doch, den Menschen als Mensch wahrzunehmen. Nicht als mann/frau/diverse....
Dieses Thema hat mich schon als junger Mensch beschäftigt und aufgeregt. Und damals gab es noch kein Youtube etc. Mit etwas Glück machen unsere Kinder es in Zukunft besser!!
LG, Stina
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Re: Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....

Post 10 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Stina hat geschrieben: Fr 23. Okt 2020, 12:46 Moin zusammen!
...
Wir brauchen immer noch Bezeichnungen wie queer (ich hasse dieses Wort), um Menschen zu beschreiben, nur um sie einordnen zu können. Warum?
...
Danke, liebe Stina,
für die sehr richtigen Worte. Nur bei dem Zitat verstehe ich zwar Deine Aussage, teile sie aber für mich nicht.
Sicherlich löst dieses Wort bei den Menschen Bilder im Kopf aus und bei jedem andere. Manchmal brauchen wir aber auch Worte, die zunächst die Vorurteile beschreiben und hervorrufen.
Für mich ist ein queerer Mensch nicht nur die/der die schwul, lesbisch, trans, inter, bi oder sonst etwas "unnormales" ist, sondern der/die jenige, die/der andere Menschen sein lassen und gegen Abwertungen aufgrund von Genderzuschreibungen verteidigen. In diesem Sinne verwende ich das Wort queer. Es muss keine Einordnung der Person sein, eher eine Haltung.
Liebe Grüße

Marlene
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Re: Solche Ansichten bezüglich trans* und nb/fluid , als gut zu verbreiten finde ich fragwürdig.....

Post 11 im Thema

Beitrag von Stina »

Liebe Marlene!
So habe ich das noch nicht gesehen. Danke dafür! Wieder etwas zum Nachdenken.
LG, Stina
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