Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?
Wieso trans, wenn alles erlaubt ist? - # 3

Nora_7
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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 31 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Ich will an dieser Stelle keine wissenschaftlichen Abhandlungen über Genetik und Hormone anleiern. Dafür auf ein Buch von Prof. Kaplan aus den 90ern hinweisen — das Mona Lisa Syndrom, Männer, die wie Frauen fühlen.

Hier eine Zusammenfassung aus der AZ:

Dem Rätsel der Geschlechterbeziehung auf der Spur
Leon Kaplans Buch "Das Mona-Lisa-Syndrom"


Für die "Veranlagung" ist nicht die besitzergreifende, überfürsorgliche Mutter schuld, nicht die Familienverhältnisse. Schuld ist - der Streß. Genau genommen eine unzulängliche Konzentration des männlichen Hormons Testosteron während der 13. bis 15. und der 20. bis 25. Schwangerschaftswoche: In diesen beiden Phasen nämlich wird beim Embryo das Sexualzentrum zunächst hormonell aktiviert, dann programmiert. Und damit ein für allemal das "Partnerprogramm", das Sexualverhalten festgelegt. So jedenfalls lautet die überaus einleuchtende Theorie des Mediziners und Biochemikers Professor Leon Kaplan, der diese komplizierten genetisch-hormonellen Zusammenhänge lange selbst mit erforscht hat. Sein Buch "Das Mona-Lisa-Syndrom - Männer, die wie Frauen fühlen" (Econ, 39,80) spricht dafür, daß uralte Rätsel der Ursachen für Sexualverhalten, gleichgeschlechtliche Liebe und Sexualappetenz (Verlangen) endlich gelöst ist.

Für die so hintergründig lächelnde Mona Lisa gab es kein weibliches Modell, Leonardo hat das Bild in den Jahren 1504 bis 1517 in Florenz gemalt, aber, gegen alle Gewohnheit, niemals das Modell und den Auftraggeber genannt Das hatte seinen guten Grund: Modell für die Mona Lisa war der Künstler selbst. Leonardo war, wie viele große Künstler, homosexuell. Das bekannteste Gemälde der Welt war also gleichsam ein "Gefühlsporträt", der subtil gestaltete Ausdruck seiner "Männerweiblichkeit". Leon Kaplan nennt die paradoxe Fügung, daß in Männerkörpern eine weibliche Seele wohnen kann, "Mona-Lisa-Syndrom", er hätte es mit dem gleichen Recht James-Dean- oder gar Hannibal-Syndrom nennen können.

Überfülle von Beweismaterial
Das Buch, eine vorzügliche Mischung aus sozialpsychologischem und historischem Essay, Gesellschaftskritik und Hormon-Forschungsbericht, enthält eine Überfülle von Beweismaterial. Wenn diese sensationelle Theorie stimmt - und dafür spricht viel -, dann gibt es zuverlässige Möglichkeiten, die notorische Disharmonie zwischen Körper, Geist und Gefühlen während der entscheidenden Schwangerschaftswochen medikamentös zu manipulieren, also einer homosexuellen Veranlagung vorzubeugen.
Die entscheidende Rolle spielt dabei das männliche Sexualhormon Testosteron, das auch im weiblichen und embryonalen Organismus produziert wird. Wenn die Konzentration ausreichend hoch ist, wird im männlichen Embryo nur das männliche Sexualzentrum programmiert "Ist dagegen in dieser kritischen Zeit nur wenig Testosteron vorhanden, kann sich nur das weibliche Sexualzentrum in einem männlichen Embryo entwickeln.

Der Streß stört die Balance
Das fein abgestimmte hormonelle Zusammenspiel während der Schwangerschaft wird vor allem durch Streß aus der Balance gebracht. Auslöser extremen Stresses sind der Verlust des Partners, quälende Ehe- oder Berufsprobleme (Arbeitslosigkeit), vor allem auch Todesangst. Kaplan: "Unter dem Einfluß der Schrecken des Bombenterrors und der ständigen Ängste um den als Soldat kämpfenden Mann wurden in den Kriegsjahren 1942 bis 1945 in Mitteldeutschland dreimal soviel spätere Homosexuelle zur Welt gebracht.
Ein erhöhter Testosteron-Spiegel während der Schwangerschaft ist auch Ursache der weiblichen Homosexualität Aber lesbische Lebe ist und war niemals - die stärkeren Gefühle! - nur eine Sache der Sexualität, sie entsteht immer auch aus Freundschaft und aus dem Bedürfnis nach Harmonie und Zärtlichkeit

Professor Kaplans Forschungsergebnisse erklären nicht zuletzt auch den gleitenden Übergang von reiner Homosexualität über die Bisexualität und Homoerotik bis zur eindeutigen Heterosexualität: Unterschiedlich stark ausgebildete Sexualzentren im Hypothalamus, dem Wandteil des Zwischenhirns, bewirken ein graduell differenziertes Sexualverhalten. Und nicht allein das, sondern auch ein größeres "Repertoire" an Gefühlen. Das ist von Bedeutung für viele Lebensbereiche, für die menschlichen Beziehungen ebenso wie für eine höhere Kreativität auf verschiedenen Gebieten:

Zum Beispiel enthält das Corpus callosum, eine Art Telefonkabel, das zwischen der rechten und der linken Hirnhälfte, also, grob gesagt, zwischen der Welt des Verstandes der Vernunft, der Sprache und der Welt der Gefühle, vermittelt, bei Frauen und Homosexuellen bis zu 25 Millionen zusätzliche Nervenleitungen. Das bedeutet eine bessere Einfühlungsgabe in Menschen und menschliche Beziehungen. Vor allem auch ein subtileres Sprachgefühl. Daß Dichter nicht nur eine wesentlich breitere Gefühlspalette haben, sondern ihr auch besseren sprachlichen Ausdruck verleihen können, verdanken sie also einer nervalen Besonderheit - einem Nervenbündel...

Leon Kaplans Buch enthält eine Fülle verblüffender Beweisführungen, es erklärt Phänomene, über die seit jeher gerätselt wurde. Zum Beispiel, warum Frauen sich mit dem Komponieren schwertun, warum Bisexualität ausbrechen, aber auch wieder verschwinden kann. Oder warum Goethe offenbar erst im 38. Lebensjahr mit einer Frau intim wurde: Er war Homoerotiker, der Zeit seines Lebens den männlichen. Körper als schöner einschätzte als den weiblichen.

Zusammenspiel von Fühlen und Denken
Gerade diese vielen "Gegenproben", die Überprüfung der hormonellen Befunde an berühmten Menschen, machen die Lektüre des in seinen wissenschaftlichen Passagen nicht ganz einfachen Buches auch für den Laien möglich und wichtig. Kaplan verhilft dem Leser - man muß diesen Superlativ riskieren - zu einem völlig neuen Verständnis nicht nur des Sexualverhaltens, sondern auch des Zusammenspiels von Fühlen und Denken. Und damit vom Wesen der menschlichen "Seele".

Toni Meissner
AbendZeitung München 28./29.06.1990

Quelle: http://www.humanistische-aktion.homepag ... zusamm.htm
https://www.amazon.de/Das-Mona-Lisa-Syn ... 3430151937

Natürlich gibt es inzwischen weitere Erkenntnisse, doch diese m.W. erste Zusammenführung verschiedener Erkenntnisse hat viele Erklärungen für gesellschaftlich kontroverses Verhalten aufgezeigt.

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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 32 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

@Jaddy: Natürlich laufen Kinder anders als Erwachsene. Und Kleinkinder anders als größere. Sobald sich jedoch der hormongesteuerte Körperbau entwickelt, entwickel sich auch die Motorik entsprechend der jeweiligen Körperschwerpunkte. Dass man die Motorik bewußt verstärken oder minimieren kann, ist persönlichen Präferenzen unterworfen.

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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 33 im Thema

Beitrag von Sahara65 »

Bei mir in der Firma versucht man noch immer mich in Worte zu fassen.
Transsexuell jedoch lehnt die Firma und auch ich mehr oder weniger ab.

Um es allgemein versändlicher auszüdrücken lasse ich das Wort "trans" ab und zu mit einfließen.
Obwohl ich unmissverständlich mitgeteilt habe das ich als Frau versuche zu leben.
Also ja, als Frau ist alles erlaubt, öffnet Türen als sich selbst in die Ecke trans drücken zu lassen.

Am Ende weisen wir permanent darauf hin unsere Art zu zeigen das wir anders sind ?!
FB #trans
insta #trans
twitter #trans
was gibt es noch an sm ?

Letzten Endes war mein outing der Befreiungsschlag für mich schlechthin.
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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 34 im Thema

Beitrag von gagalady »

Nora_7 hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 12:38 Ich will an dieser Stelle keine wissenschaftlichen Abhandlungen über Genetik und Hormone anleiern. Dafür auf ein Buch von Prof. Kaplan aus den 90ern hinweisen — das Mona Lisa Syndrom, Männer, die wie Frauen fühlen.

Hier eine Zusammenfassung aus der AZ:


Quelle: http://www.humanistische-aktion.homepag ... zusamm.htm
https://www.amazon.de/Das-Mona-Lisa-Syn ... 3430151937

Natürlich gibt es inzwischen weitere Erkenntnisse, doch diese m.W. erste Zusammenführung verschiedener Erkenntnisse hat viele Erklärungen für gesellschaftlich kontroverses Verhalten aufgezeigt.

Nora_7
Diese Thesen des Prof. Kaplan sprechen mir aus der Seele, und ich halte sie im Wesentlichen für sehr gut nachvollziehbar - immer im Hinterkopf behaltend, dass wir insgesamt doch noch zu wenig wissen.
ohne Worte (sind gerade ausgegangen...)
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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 35 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Also allein in dem Klappentext sind so viele falsche Annahmen, dass es mich gruselt.

"¢ Homosexualität mit Weiblichkeit zu assoziieren. Dazu kenne ich zu viele absolut nicht "weibliche" Schwule - und Lesben, bi und pansexuelle.
"¢ Hirne nach der körperlichen und geistigen Entwicklung und einer Diagnose zu beurteilen ("Unterschiedlich stark ausgebildete Sexualzentren im Hypothalamus"), ohne trennscharfe Gegengruppe. Siehe das Beispiel Taxifahrer"¢innen.
"¢ Sexuelle Orientierung im Hirn festmachen zu wollen (Spoiler: Geht nicht), ohne repräsentative, trennscharfe Gegengruppe (Hint: Es ist verflucht schwierig, eine "echte" Heterogruppe zu finden in einer cis-hetero-normativ erzogenen Gesellschaft. Siehe Experimente zur unbewussten sexuellen Erregung).
"¢ Das Corpus callosum entwickelt sich hauptsächlich post natal...
"¢ Bisexualität die "ausbricht"? Und wie stark wirkt soziale Prägung, d.h. Dämpfung durch sozialen, heteronormativen Druck?
"¢ Stress durch Krieg und Arbeitslosigkeit erzeugt Homosexualität? Dann müssten große Teile der Welt schwul/lesbisch sein.
"¢ "Dreimal so viel spätere Homosexuelle" - in einer Gesellschaft, die Homosexualität verleugnete, unterdrückte, also nicht objektiv statistisch erfasste (bis heute nicht), dafür aber nach der Pubertät der Generation (1960ff) durch gesellschaftliche Entwicklungen stärker sichtbar wurde - wie vorher nur in den 1920ern in Berlin bspw., wo z.B. Hirschfelds Arbeit durch die Nazis fast vollständig aus dem deutschen Bewusstsein getilgt wurde.

tl;dr ja, wer nur einen (hormonellen) Hammer hat, für den sieht jede Aufgabe wie ein (Testosteron) Nagel aus.

Das klingt alles toll logisch, bis 1 an den einzelnen Fäden zupft. Dann fällt es auseinander.

Oder um es mit Albert EInstein zu sagen: Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach ist, plausibel - und falsch.

Richtig übel wird mir dann bei "Wenn diese sensationelle Theorie stimmt - und dafür spricht viel -, dann gibt es zuverlässige Möglichkeiten, die notorische Disharmonie zwischen Körper, Geist und Gefühlen während der entscheidenden Schwangerschaftswochen medikamentös zu manipulieren, also einer homosexuellen Veranlagung vorzubeugen."

P.S. Das Modell für die Mona Lisa war Lisa del Giocondo, wie 25 Jahre nach Kaplans Buch entdeckt wurde.
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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 36 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

@Jaddy: Ich würde nicht dogmatisch auf bestimmte Aussagen pochen. Einmal schnell bei Wikipedia nachgeschaut, schon werden mehrere Theorien zur Mona Lisa gefunden, von denen das Heidelberger Dokument eine ist. Denn es kann sich auch um ein anderes Bild handeln. Die Wissenschaft baut sich halt nun mal nicht aus persönlichen ideologien auf.
https://de.wikipedia.org/wiki/Mona_Lisa

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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 37 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Nora_7 hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 13:27@Jaddy: Ich würde nicht dogmatisch auf bestimmte Aussagen pochen.
Genau das tue ich eben nicht, wenn ich monokausale Erklärungsideen als vollkommen unzureichend bezeichne.

Klar gibt es hormonelle Wirkungen auf Empfindungen. Vorgeburtlich von aussen möglicherweise, möglicherweise endogen, möglicherweise durch genetische oder andere Variationen bei den Rezeptoren.

Und genauso gibt es sehr starke "Software"-Einflüsse namens Erziehung, Sozialisation, Gruppendynamik, usw., die viele nicht normgerechte Menschen trotzdem Jahrzehnte lang mehr oder weniger gut leben lassen. Nicht bei allen trans Personen oder mit nicht-hetero Orientierung kommt dies irgendwann so durch, dass es nicht mehr anders geht. Wir haben keine Ahnung, wie hoch die Dunkelziffer ist, wie stark welcher Einfluss bei welcher Person ist, wie wir uns in einer nicht-patriachalischen, nicht cis-hetero-normierten Welt entwickelt hätten. Oder wie viel Epigenetik in uns wirkt.

Da mit einer einzigen Ursache für alles schwule auf der Welt zu kommen - oder für andere nicht-cis-het Varianten - ist wirklich einfach nur Wunschdenken von Menschen, die mit Komplexität und Vielfalt ein Problem haben - oder einfach nur starke fachliche Scheuklappen.

Zugute halten könnte 1 dem Menschen, dass es eben schon 30 Jahre her ist. Das war vor den ersten offen homosexuellen Spitzenpolitikern, sogar vor der aktuell stark veralteten S2k für trans Behandlung, vor der Zerlegung des TSG durch das BVerfG, usw. Vor allem war es vor den vielen Studien, die zeigen, wie stark Vorannahmen und Settings den Ausgang von Studien beeinflussen können. Auch scheinbar objektiv messbare.
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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 38 im Thema

Beitrag von Nora_7 »

Ich will das hier nicht weiter vertiefen, habe einen Beitrag geleistet. Habe dabei eine Sichtweise vorgestellt, die plausible Erklärungen bietet. Monokausal ist diese definitiv nicht. Es ist halt unergiebig und für Außenstehende schnell langweilig, wenn der Eindruck entsteht, dass ein Confirmation Bias die Argumentation bestimmt. Ich hatte mal eine Diskussion mit einer glühenden Veganerin abgebrochen: auf jedes Argument von mir fand sie irgendeinen weiteren Artikel, der ihre Sichtweise belegen sollte. Aber nie einen ihrer Meinung gegenüber kritischen. Habe aber keine Lust dazu, jedes Argument zu überprüfen, denn es gibt für mich Wichtigeres. Schwachstellen finde ich immer, komme selbst aus der Wissenschaft.

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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 39 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 11:42 Genau an diese "Norm" im Gehirn glaube ich nicht. Untersuchungen an Gehirnen von Taxifahrer in London
(z.B. https://www.welt.de/wissenschaft/articl ... ellen.html) haben gezeigt, dass diese Taxifahrer, vereinfacht gesagt, ein anderes Gehirn haben als "Normalbürger". Gibt es jetzt ein "Normgehirn" für Taxifahrer und eines für Normalbürger ? Oder sind Taxifahrer nicht normal ? Norm bedeutet immer auch Wertung. Norm bedingt aber auch die Definition einer Gesamtheit und von Kriterien. Was ist denn eine "Normfrau" ein "Normmann" ? Es gibt ein Konglomerat von unterschiedlichen Kriterien, sowohl körperliche als auch seelisch/geistige. Je mehr Kriterien verwendet werden, um so mehr verschwimmen die Begriffe, da die unterschiedlichsten Kombinationen möglich sind. Dazu kommt, dass die Kriterien auch zeitvariant sein können, wie uns alleine schon die Entwicklungen der Hormone mit dem Alter zeigen.
Hey...

bei allem Respekt. Ja London ist sehr gross und hat viele Strassen und Sehenswürdigkeiten-schön.
Aber, mit der entsprechenden Zeit, dem sich in der Stadt und auf dem Stadtplan bewegen, ich das eine
grosse Lernleistung-sonst aber nichts.
Das heisst nur, das das Gehirn so flexibel ist sich an die geforderte Leistung anzupassen.
Vergleiche es vielleicht mit Apothekern die sehr viele Medikamente vor dem Auge haben müssen um
eine brauchbare Beratung zu geben.

Warum sag ich das-weil wir beide, Birgit und ich einen Personenbeförderungsschein haben.
Zwar "nur" für Freiburg, aber immerhin..
Ja, da muss man Sehenswürdigkeiten, Behörden, Hotels und so weiter wissen und in der Prüfung
nachweisen, was zum Beispiel der kürzeste Weg zwischen 2 Punkten in der Stadt ist.
Ich kann dir gar nicht sagen, wieviele Wege ich dafür mit dem Buntstift auf dem Stadtplan gemacht habe.
Aber es geht und in der Prüfung muss man ja keine 100% erreichen.
Birgit kann ich fragen welche Farbe oder Hausnummer manche Häuser haben..
sie hatte aber auch schon im Geographiestudium die Innenstadt zu verschiedenen Zeiten neu kartiert.

Und der Witz ist-sie kann nicht abschätzen ob ein Abstand 2 oder 3 Meter sind.... (smili)

also für mich ist das ganze Durchschnittsgehirn und ne ziemlich gute Lernleistung.
(und vielleicht auch Druck, weil so Philosophen doch nen Job bekommen...hihi..
alter Taxlerscherz)

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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 40 im Thema

Beitrag von Jaddy »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 15:41Das heisst nur, das das Gehirn so flexibel ist sich an die geforderte Leistung anzupassen.
Genau das ist der Punkt. Es passt sich Anforderungen an und das gelingt je nach Tendenzen mehr oder weniger gut.

Übersetzt auf unsere Diskussion: Ein Taxifahr-Hirn wird nicht so geboren (höchstens mit leichten Tendenzen im Vergleich zum Median oder Mittelwert), sondern durch Gewöhnung dazu gemacht. Gäbe es Flugtaxis, wären die Fähigkeiten für 3D Navigation ausgeprägter.

Genauso wird aus vielfältig fähigen, weitgehend unspezifizierten Gehirnen (mit leichten Tendenzen) durch Gewöhnung ein mehr "männliches" oder "weibliches" Gehirn gemacht. Die beiden Sets sind genauso willkürlich (durch Historie bedingt), wie die Anforderungen ans Taxi fahren.

Genau wegen dieser Flexibilität ist es so schwierig, im Nachhinein irgendwelche Ursachen, ihre Gewichtung und allgemeine Gültigkeit zu ermitteln.
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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 41 im Thema

Beitrag von doppeldoppelx »

Erich_Erika hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 11:21
doppeldoppelx hat geschrieben: So 4. Okt 2020, 22:34 ... Ich als Autistin habe dank des zweiten X ...
Ich denke, Du überschätzt den Einfluss des zweiten X. Für mein Verständnis gibt es viele verschiedene Faktoren, (gesellschaftliche Umstände, Genetik, embryonale Entwicklung des Gehirns, Krankheiten*, ...) die letztlich zur Diagnose 'Autismus' führen.

* Hier gibt es Beispielsweise interessante Zusammenhänge zwischen Autismus und einer nicht optimal funktionierenden Darmflora. Könnte bei mir zutreffen, aber was hilft es mir, wenn ich es weiß? Es geht davon nicht weg. Also muss ich trotzdem damit klar kommen.

Liebe Grüße
Erika
Es geht nicht darum, wie die Diagnose zustande kommt, sondern warum sie wie ausgeprägt ist. Eine Frau hat 2 X. Somit kann sie manche genetische Fehler ausgleichen. Somit sind viele Krankheitsbilder bei der Frau genetisch zwar angelegt, aber sie werden genetisch ausgeglichen oder sind nur schwach ausgeprägt.
Da unsere Gesellschaft jedoch auf den Mann lange Zeit geprägt war, wird dies heute auch häufig einfach übergangen und nicht akzeptiert. Nur wenn es plötzlich um das Thema Kinder kriegen geht, dann ist Polen auf einmal offen, denn was, wenn sie Konduktorin einer solchen Krankheit ist?
Das stellt für Frauen ein enormes Problem da. Ich musste erst eine ganze Bibliothek durchsuchen, um darauf zu kommen. Wieso sollte man einer Frau sowas auch sagen? Wenn das erste Kind "in den Brunnen" gefallen ist, dann ist das ja der ihren Problem. Dann weiß sie evtl. auch, dass sie etwas hat oder nicht und man selbst ist aus dem Schneider.


Autismus hat leider keinen Bezug zur Darmflora. Es gibt keine anerkannten Studien hierfür. Ich muss mich auf wissenschaftliche Redlichkeit berufen, die in allen Unis Deutschland festgeschrieben ist. Wissenschaftliche Redlichkeit heißt keine unwahren Tatsachen fahrlässig zu verbreiten, hinzunehmen etc. Also auch widerlegte und nicht anerkannte Studien nicht zu befürworten.
Ein Fakt ist, hätten alle durch die Ernährung Autismus, dann wäre er heilbar. Er ist aber noch nicht heilbar. Das kann also nicht sein.

Andersrum sieht es aus, wenn man sich die Genetik anschaut. Das Klinikum Heidelberg schreibt hierzu, dass Autismus die gleichen Gene betreffen kann, die auch Störungen im Magen-Darm-Trakt verursachen.
Man muss also richtig zitieren und nicht die Tatsachen umdrehen. Manche Autoren tun dies mit vorliebe. Daher ist immer zu beachten, welche Quelle man zitiert.Rappold, Gudrun, Genveränderungen bei Autismus, 2019:https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/ ... twortlich/, 6.10.2020
!EmmiMarie! hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 15:41
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 11:42 Genau an diese "Norm" im Gehirn glaube ich nicht. Untersuchungen an Gehirnen von Taxifahrer in London
(z.B. https://www.welt.de/wissenschaft/articl ... ellen.html) haben gezeigt, dass diese Taxifahrer, vereinfacht gesagt, ein anderes Gehirn haben als "Normalbürger".

Alles Liebe Marie (flo)
Wissenschaftliche Redlichkeit verletzt. Ich glaube nicht, ich zitiere nur.

1. Ich habe nirgendwo gesagt, dass ich mich auf ein Normgehirn berufe. Ich berufe mich auf eine statistische Norm, genannt Referenz.
https://flexikon.doccheck.com/de/Referenzbereich

2. Die Welt ist nicht zitierfähig, da sie fachfremd ist. Hintergrund ist hier, dass wir einen Referenzbereich suchen. Dazu können wir keinen Artikel über Taxifahrer verwenden, deren Gehirn sich durch das Fahren verändert hat.
Natürlich kann sich das Gehirn verändern, dass steht außer Frage.
Die Frage ist eher, was ist keinen antrainierte Veränderung.

In diesem Fall, was genau war schon vorhanden und bereits anders als in der Referenz, da sich kein Mensch Transsexualität antrainiert.
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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 42 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

doppeldoppelx hat geschrieben: Di 6. Okt 2020, 12:31
!EmmiMarie! hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 15:41
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 5. Okt 2020, 11:42 Genau an diese "Norm" im Gehirn glaube ich nicht. Untersuchungen an Gehirnen von Taxifahrer in London
(z.B. https://www.welt.de/wissenschaft/articl ... ellen.html) haben gezeigt, dass diese Taxifahrer, vereinfacht gesagt, ein anderes Gehirn haben als "Normalbürger".

Alles Liebe Marie (flo)
Wissenschaftliche Redlichkeit verletzt. Ich glaube nicht, ich zitiere nur.

1. Ich habe nirgendwo gesagt, dass ich mich auf ein Normgehirn berufe. Ich berufe mich auf eine statistische Norm, genannt Referenz.
https://flexikon.doccheck.com/de/Referenzbereich

2. Die Welt ist nicht zitierfähig, da sie fachfremd ist. Hintergrund ist hier, dass wir einen Referenzbereich suchen. Dazu können wir keinen Artikel über Taxifahrer verwenden, deren Gehirn sich durch das Fahren verändert hat.
Natürlich kann sich das Gehirn verändern, dass steht außer Frage.
Die Frage ist eher, was ist keinen antrainierte Veränderung.

In diesem Fall, was genau war schon vorhanden und bereits anders als in der Referenz, da sich kein Mensch Transsexualität antrainiert.
Hi...

magst du das bitte in Ordnung bringen?
Nicht ich habe Die Welt zitiert, sondern Vicky und wenn du was zu Ihrem Beitrag sagen möchtest,
halte bitte auseinander was Vicky oder ich dazu geschrieben haben.

Danke dir!

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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 43 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-11-14 »

doppeldoppelx hat geschrieben: Di 6. Okt 2020, 12:31 Es gibt keine anerkannten Studien hierfür.
Als Grenz- oder Para-Wissenschaftler*in scheiße ich auf solche Studien. - Sage mir, wer sie bezahlt, und ich sage dir, was drin steht. Da wird meistens nur die Statistik gezielt manipuliert, und wer eine seltene Krankheit hat, wo sich der Verkauf eines neuen Medikamentes nicht lohnt, hat die Arschkarte.

Leider habe ich jetzt nicht die finanziellen Mittel und keine entsprechend anerkannte Qualifikation (bin nur so ein blöder Ingenieur) für eine Studie, die das wissenschaftlich korrekt beweisen könnte.

Gruß Erika
Zuletzt geändert von ExuserIn-2020-11-14 am Di 6. Okt 2020, 13:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 44 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Erich_Erika hat geschrieben: Di 6. Okt 2020, 13:01 Sage mir, wer sie bezahlt, und ich sage dir, was drin steht.
jaaa, da kann was Wahres dran sein...
Erich_Erika hat geschrieben: Di 6. Okt 2020, 13:01 und wer eine seltene Krankheit hat, wo sich der Verkauf eines neuen Medikamentes nicht lohnt, hat die Arschkarte.
ach komm, da muss man doch nur entsprechend den Preis anpassen und dann die Kosten an die
Solidargemeinschaft weiter geben, dann wird das schon...

:roll: Marie
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Re: Wieso trans, wenn alles erlaubt ist?

Post 45 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-11-14 »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 6. Okt 2020, 13:08 da muss man doch nur entsprechend den Preis anpassen
Wirklich? Bei nur 100 Betroffenen, könnte da eine Spritze leicht 10.000 € kosten. Was würde wohl meine KK dazu meinen? - jetzt nur so als allgemeiner Denkanstoß.

Gruß Erika
Gesperrt

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