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Shena hat geschrieben: Fr 18. Sep 2020, 10:30
I asked God: "Why are you taking me through troubled waters?" He answered: "Because the others cannot swim."
Irgendwie gings mir nicht aus dem Kopf und im Grunde hast du Recht...ich wäre schon lange ertrunken wenn nicht der Wille so stark wäre und ich eine Kämperin die noch so unglaublich viele Ziele und Pläne hätte
Liebe Grüße
Céline
Erstaunlicherweise wurde ich nach nicht mal drei Tage wieder entlassen weil mein Zimmer dringend gebraucht wird. Eigentlich gehts mir trotz des doch ziemlichen Eingriffs Verhältnismäßig gut. Jetzt ist strikte Ruhe und Schonung angesagt und das mir die eigentlich immer raus will.
Die Autofahrt war aber schon sehr anstrengend und die sonst so flotte Fahrerin fuhr heute sehr gemächlich und brav. Also bleibt mir jetzt viel Zeit zum lesen, schreiben und nachdenken.
Céline
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
Hallo Céline,
ich wünsche dir eine gute Genesung und auch sonst alles Gute
Larissa
Nach den Wolken kommt die Sonne - Alain de Lille
Glück ist, nicht mehr zu wollen als man kann, und nicht zu müssen, was man nicht will - Judy Parker
Wenn du schnell gehen willst, gehe alleine. Wenn du weit gehen willst, gehe mit anderen. -aus Afrika
Vielen lieben Dank Euch,
Gestern gings mir nicht sehr gut. Ich hatte den ganzen Tag einen Druck im Kopf der ziemlich unangenehm war. Heut Nacht bin ich dann nach einem total verrückten Alptraum aufgeschreckt und hatte etwas absolut großes Widerliches im Mund und musste mich zusammenreißen um mich nicht zu übergeben und meine Frau aufzuwecken.
Es war ein Blutstillender Schwamm der irgendwo im Kopf platziert war um starke Blutungen zu verhindern. Zum Glück wusste ich das , ansonsten könnte mann sich ja sonstwas denken...womöglich ein Stück Gehirn...LOL
Und heute nachdem ich endlich nach 5 Tagen meine Haare wieder waschen konnte merkte ich das ich wieder etwas Geruch wahrnehmen kann. Nahezu bis auf sehr kurze Momente lebte ich 2 Jahre ohne Geruchssinn und sehr eingeschränkten Geschmacksinn. Für einen Genussmenschen wie mich eine unglaubliche Belastung da Gerüche für mich schon immer sehr wichtig waren und ich es schon immer liebte Gerüche in feinsten Nuancen wahrzunehmen. Ich hoffe das es jetzt endlich zu einer Verbesserung kommt.
Und dann ist da noch etwas das mir große Hoffnungen macht..wir nähern uns wieder etwas an und wenn ich koche essen wir zusammen und reden wieder etwas. Vielleicht geschieht doch noch ein Wunder und wir können uns weiter annähern und einen gemeinsamen Lebensweg finden...einen Lebensweg der aber definitiv keine Ehe mehr ist. Ich war heute Nacht sehr lange wach, kein Wunder auch und musste lange überlegen und schaute meine Frau stundenlang an und genoss ihre Nähe. Da ist einfach etwas unglaublich starkes das mich an sie bindet und ich weiß ich kann nie loslassen.
Ich weiß aber, sollte ein Wunder geschehen, das es alles andere als leicht wird ein gemeinsames Leben zu finden da unsere Bedürfnisse, Freunde und Interessen mittlerweile so weit gespalten sind und meine Frau sich nicht mehr nur für meine Transidentität schämt sondern noch für ganz andere Dinge meiner " Dunklen Seite".
Den Brief den ich ihr zum Geburtstag geschrieben habe hat sie erst heute entdeckt und ihre Reaktion war für mich sehr belastend. Es flossen Tränen und lange Stille herschte während ich das Frühstück bereitete....
Céline
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
Liebe Céline,
wenn sich da wieder etwas aufbaut womit ihr beiden leben könnt das wäre so wunderschön.
Mein Herz und Daumen sind bei dir und hoffen mit dir.
Fühl dich mal ganz lieb in die Arme genommen.
Interessantes Gespräch,
Ich hatte diese Woche im Chat ein interessantes Gespräch über meine bevorstehende GAOP und ja ich habe tatsächliche ehrliche Zweifel.
Das ganze zu beschreiben ist unglaublich schwer weil ich schon so lange gelernt habe mit diesem Zustand zu leben und im Grunde kann man doch jeden Menschen Konditionieren und an einen Zustand gewöhnen......kann man das wirklich???
Einerseits lebe ich jeden Tag ein Leben wie im Grunde jeder Andere und es sind die kleinen, manchmal kurzen, manchmal längeren Momente die mich an mein " körperliches Geschlecht" erinnern. Aber genau diese kleinen Momente machen mich nachdenklich und tatsächlich manchmal traurig. Momente in denen ich wünsche nicht daran zu denken ob man eine Beule sieht, Momente wenn ich nachts unterwegs bin und mich schäme das da etwas ist, entdeckt wird obwohl alle es wissen und mich als mittlerweile wirklich taffe Frau daran hindern ich zu sein. Die Scham in diesem Moment mein ständiger Begleiter und nicht weil ich mich für meinen Körper schäme, nein der ist meiner sondern eben diese " Kleinigkeit " die zwar irgendwie aktzeptiert ist aber doch fremd.
Es sind nicht die Momente wenn ich auf die Toilette gehe, die mir mittlerweile total egal ist und ich benutze je nach Situation beide Toiletten. Ja klar werden jetzt Rufe laut" Wie kannst du nur? Entweder bist du eine Frau oder nicht! " Aber genau das hat mein Leben so lebenswert gemacht und mich so selbstbewusst gemacht wie ich bin. Zu Céline wie ich heute bin.
Und trotzdem....
Stell dir vor du siehst dich an und da ist ein Fremdkörper der da nicht hingehört, aber du hast gezwungenermaßen gelernt damit zu leben.
Und Leben heißt die Vorteile zu nutzen, ja die gibts tatsächlich und mit den Konsequenzen und eben Nachteilen.
Vorteil ist natürlich ganz klar die Toilettenfrage. Gerade ich die täglich im Service unterwegs ist nutze denn Vorteil was die Toilette angeht. Das männliche Geschlechtsteil ist da einfach unkomplizierter.
Der Nachteil...ich sprech es einfach aus obwohl ich mir im klaren bin das das hier öffentlicher Raum ist, ist die Gefühlswelt und Sexualität. Eine Sexualität die so unterschiedlich ist zu allem in Jahrzehnten erlebten und sich grundlegend unterscheidet in Gefühlen und Emotionen. Gefühle die nicht nur über Wahrnehmungen an Teilbereichen der Haut sondern am gesamten Körper stattfinden und zu eben genau zu den Ausschüttungen von Hormonen im Körper führen wie früher durch andere Reize. Und da stellt sich die Frage was epfinde ich oder auch was empfand ich früher...waren es nur Interpretationen elektronischer Reize im gesamten Körper. Früher nur sehr kleine Bereiche die heute viel größeren empfinden Arealen am gesamten Körper gewichen sind. Reize die von vollkommen unterschiedlichen Auslösern verursacht werden. Ein zärtlicher Windhauch,leichte Berührungen als sowohl auch mechanische Reize.
Und hier wieder die Frage die nur ich mir in ehrlicher Weise beantworten kann...ist dies mein Weg und bin ich bereit dafür alle Konsequenzen zu tragen.Sowohl Positive wie auch Negative. Als Mensch neigt man dazu positive Ereignisse irgendwann als selbstverständlich zu empfinden und negative zu stilisieren und in den Fokus zu rücken. Bin ich dazu bereit mit allen Konsequenzen? Die Uhr tickt und jeden Tag komme ich meinem Termin näher und meine Gedanken drehen sich immer öfter um genau dieses Thema. 52 Jahre habe ich es geschafft so zu leben..zu leben in einer Welt aus selbstkonstruierter Realität und ein Leben das doch sehr erfüllend ist und mit allem gefüllt ist was sich so viele Wünschen.
Mein ganzes Leben wägte ich jede Entscheidung sehr lange ab und überlegte mir für jeden Schritt und Weg Auswege, Lösungen und Alternativen. Bisher war mein Leben durch all das mit Erfolg und größtenteils Positiven gesät. Diesmal auch??
Die Uhr tickt und mir bleiben im Grunde nur noch wenige Wochen für diese doch eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens.
Und doch ist in meinem Innersten die Entscheidung schon vor langer Zeit im "Dachboden" gefallen.
Und ich koche unglaublich gerne..aber diese Woche "beschwerte" sich meine Frau das sie doch auch mal wieder gerne kochen würde. Leider nähert sich auch diese Entscheidung...
Céline
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"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
So,
Zu sagen das alles in meinem Leben irgendwie negativ behaftet wäre ist absolut nicht zutreffend.
Schon nur alleine der Zustand das ich so viele neue Menschen kennen gelernt habe und ständig neue dazukommen ist ein unglaubliches Glück. Und So wie gestern als ich bei einem Treffen wieder Menschen kennen gelernt habe die mich anfangs durchweg etwas aus dem Augenwinkel betrachtet haben und einfach nicht wissen was sie von mir halten sollen
Und unsicher sind weil sie schlichtweg nicht wissen wie sie mit mir umgehen sollen.
Und genau deshalb liebe ich solche Abende in denen man mit einer Herzlichen Umarmungen dann auseinander geht und dazu beigetragen hat das Menschen auch durchaus eine andere Einstellung bekommen können. Denn eines kann ich mittlerweile sehr gut...auf Menschen zugehen und den ersten Schritt machen ....vielleicht mein kleines Geheimnis zum Erfolg.
Céline
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"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
Liebe Céline,
ich kann nur sagen wow
Ich kenne dich einfach nur als Frau und bleib wie du bist, du machst alles richtig.
Fühl dich einfach mal wieder gedrückt
Liebe Grüße
Lisa
was für eine tolle Frau auf den Bildern und ich weiß, Glück und Leid liegen bei uns Menschen ganz nah bei einander.
Schön, dich hier im Moment des Glückes zu sehen.
Bleibe weiter auf diesem guten Weg.
Aber jetzt ist es wieder passiert, ich habe seit Tagen nasse Augen und meine Depressionen haben mich wieder in einem Maß überrumpelt mit dem ich nicht mehr gerechnet habe und ich habe nur noch Angst, so unglaubliche Angst vor all dem was da kommt. Angst vor dem Verlust all der Dinge die mir geholfen haben endlich zu leben. Angst vor Menschen die sich so massiv geändert haben. Angst vor der Zukunft die ich mit offenen Augen sehe. Angst was da gerade passiert und die vielen Unwahrheiten... Und ich brauche keine Belehrung!!!
Angst nie anzukommen weil wieder alles was meinen Weg betrifft unter Umständen abgesagt wird wegen einem Feind der mir keine Angst mehr bereitet!! Nicht einmal mehr der Tod ist mein Feind, denn ihm öffne ich die Türe und reiche ihm die Hand.
Es ist die Angst vor diesem Leben, denn mir wurde ein Stück meines Lebens gestohlen das erst angefangen hat und nicht mehr so lange währt.
Die Angst vor Einsamkeit, fehlender Zärtlichkeit und fehlender Umarmung.
Ich musste die Woche oft weinen weil ich meinen Freund nicht umarmen kann und wir getrennt sind. Angst vor jeder Nacht und diesen Schlimmen Alpträumen, der Dunkelheit und der Stille.
Die Angst die wenige Zeit die mich vergessen ließ zu verlieren, die Menschen nicht mehr zu sehen die mir halfen und mich ablenkten.
Selbst den Chat zu besuchen fällt mir schwer da ein Wort ausreichte um mich weinen zu lassen und ich sofort gehen muss......
Ich weiß nur eins das ich nicht weiß ob ich eine Zeit wie die vor kurzem noch einmal überstehen kann und möchte.
Und vielleicht sollte Viele auch ein mal an die Vielen Verlierer dieser Zeit denken.....
Céline
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
Céline hat geschrieben: Fr 16. Okt 2020, 15:09
So,
Zu sagen das alles in meinem Leben irgendwie negativ behaftet wäre ist absolut nicht zutreffend.
Schon nur alleine der Zustand das ich so viele neue Menschen kennen gelernt habe und ständig neue dazukommen ist ein unglaubliches Glück. Und So wie gestern als ich bei einem Treffen wieder Menschen kennen gelernt habe die mich anfangs durchweg etwas aus dem Augenwinkel betrachtet haben und einfach nicht wissen was sie von mir halten sollen
Und unsicher sind weil sie schlichtweg nicht wissen wie sie mit mir umgehen sollen.
Und genau deshalb liebe ich solche Abende in denen man mit einer Herzlichen Umarmungen dann auseinander geht und dazu beigetragen hat das Menschen auch durchaus eine andere Einstellung bekommen können. Denn eines kann ich mittlerweile sehr gut...auf Menschen zugehen und den ersten Schritt machen ....vielleicht mein kleines Geheimnis zum Erfolg.
Céline
Liebe Céline,
danke für deine tollen Erkenntnisse.
Ich kann da ganz vieles nachvollziehen.
Sind wir mit dieser Erkenntnis nicht auch BotschafterInnen?
Weiter so!
Es drückt dich
Larissa
Nach den Wolken kommt die Sonne - Alain de Lille
Glück ist, nicht mehr zu wollen als man kann, und nicht zu müssen, was man nicht will - Judy Parker
Wenn du schnell gehen willst, gehe alleine. Wenn du weit gehen willst, gehe mit anderen. -aus Afrika
Nur eines geht nicht mehr...den Schritt...den Schritt den ich gegenüber meiner Frau begangen habe kann so sehr ich das auch möchte nie wieder rückgängig gemacht werden.
Ich habe das Versprechen das ich ihr immer wieder und das erste Mal vor 33 Jahren gegeben gebrochen und einen Bruch verursacht der unheilbar ist.
Wir haben beide eine Grenze, ja Schwelle überschritten an der es kein zurück mehr gibt.
Und nach dem Heutigen Tag definitiv nicht mehr. Wir hatten einen unglaublich heftigen Streit in dem so viel Böses und verletzendes gesagt wurde das ich so unglaublich mental erschöpft bin und nur noch dasitzen kann und keinen klaren Gedanken mehr fassen kann.
Es prasseln unglaublich viele Selbstvorwürfe, Schuldgefühle und Wut auf mich ein das ein rationales Denken nicht mehr möglich ist.
Denn die Frage : Was habe ich nur getan?" wird mich lange begleiten. War es das alles wert? War diese Gier nach einer förmlichen Reizüberflutung es wert? War es das wert alles nach 34 Jahren zu verspielen?
Ich weiß es nicht da meine Gefühle so unglaublich gespalten sind ...
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.