Ja, so ähnlich. Eine Intersexualität wäre durch das total männliche Gehirn gegeben. Es gibt doch keine reine Frau mit einem männlichen Gehirn. Diese Gleichung würde nie und nimmer aufgeben. Wenn die Rechtssprechung von klaren Definitionen ausgeht, dann muss dies auch den gesamten Menschen mit einbeziehen.!EmmiMarie! hat geschrieben: Mo 28. Sep 2020, 18:44Ja..geht mir genauso...Anne-Mette hat geschrieben: Mo 28. Sep 2020, 18:05 Ich bin leider immer noch nicht schlau daraus geworden, auf was Du mit Deinen Beiträgen hinauswillst; das kann aber auch an mir liegen.
aber wenn ichs bisher richtig verstanden habe, möchte doppelx nicht mehr damit leben, ihren
Autismus angeben zu müssen, sondern eben lieber ein divers.
Deswegen versucht sie ihre Diagnose aus dem autistischen Spektrum in die Varianten einer
Geschlechtsentwicklung einzubinden.
Sprich die Umwandlung einer Behinderung in den Eintrag eines oder keines Geschlechtes,
weil Gehirn/Denkstruktur mann-ähnlich und Körper weiblich macht gleich inter...
richtig?
Ich glaube nur, damit ist ja der Autismus nicht weg..und da beisst sich die Katze dann
sprichwörtlich in den...nein lassen wir das...
Alles Liebe Marie![]()
Ich habe dazu mal ein interessantes Zitat aufgeschrieben, habe es aber nie rumgeschickt, weil meine Mitmenschen nicht bereit sind, mitzuarbeiten.
Knauerhase, Alexander: Autismus mal anders - einfach, authentisch, autistisch, 2016, München, S.51f., S. 109[...]Bedrohlich wird es in der Arbeitswelt. Wollte ich wirklich das Risiko eingehen, einem zukünftigen Arbeitgeber etwas von meinem Autismus zu erzählen? Tut man dies, so sinken die Chancen auf einen Arbeitsplatz erheblich. Welcher Personalsachbearbeiter kann schon etwas mit Autismus anfangen? Ist ja eigentlich auch nicht notwendig, Autisten können sowieso nicht arbeiten (Ray-Man-Raymond lässt grüßen!)... Was ich damit sagen will: Man rennt, wenn man ehrlich und offen zu seinem Autismus steht, gegen dicke Wände, erbaut aus Stereotypen und Vorurteilen. Verschweigt man seinen Autismus kommt man zwangsläufig an den Punkt, bei dem entweder der Arbeitgeber unzufrieden wird (weil dieser mehr 'Normalität' erwartet), Kollegen einen komisch anschauen oder gar mobben, oder man zusammenbricht (weil man nicht die Umgebungsbedingungen hat, die man bräuchte). Kurzum: In vielen Fällen, dumm gelaufen!
Wenn man dann noch im Gesundheitssystem, das einem ja eigentlich helfen und unterstützen soll, seinen Autismus verschweigen muss - oder wenn das nicht geht, zumindest runterspielen soll - kommt man an einen verzweifelten Punkt. Zumindest mir wurde damals klar: Als Autist habe ich keine wirklich faire Chance in dieser Welt. Was bleibt? Maske aufsetzen, das Spiel mitspielen, anonym bleiben und innerlich daran kaputt gehen. [...]"
@Jaddy: Stimmt, aber wir haben noch nicht den ICD 11. Wann er rauskommt? Keine Ahnung. Das Spiel geht schon seit Jahren so:
"Aber im ICD 11...", aber wir haben noch keinen ICD 11. Solange keine Tatsachen vorliegen, wird mit dem ICD 10 gearbeitet, der immernoch aktuell ist.
Der ICD 11 ist für die Arbeit noch nicht freigegeben. Darin gibt es auch nicht mehr die klassischen Autismusdiagnosen. Dann müsste ich ganz anders argumentieren.
Der Wechsel zu den Koproblemen, sprich Depressionen dadurch etc. war auch mein Gedanke. Wenn ihr sagt, es gibt die Transsexualität als Diagnose nicht mehr, dann gibt es sie für mich auch im ICD 11 nicht mehr, da Diagnosen immer einen krankheitswert haben. Sonst könnte man auch die Diagnose Blaue-Augen-Syndrom vergeben.
Woher der Krankheitswert kommt, ist unerheblich, da man sich in den Rechtswissenschaften auf eine ähnliche Definition der WHO bezieht. Man fragt nicht was, man fragt nur wie, also psychisch, körperlich, seelisch.
Z.B. Bein kaputt = körperlich, depressiv = psychisch, leidet, weil er andere nicht richtig versteht und andere ihn nicht = seelisch.
Seelisch ist quasi alles, was man nicht sehen kann, aber das menschliche Wohlbefinden an sich stört, jedoch nicht psychisch bedingt ist, die Person also "keine Macke" hat, um es einfach auszudrücken.
Ich z.B. bin seelisch behindert, weil ich andere Menschen immer falsch verstehe, andere Menschen mich immer falsch verstehen, das zu Missverständnissen führt und man dann Kommunikationsprobleme hat, die sich nicht mit Medis oder Psychotherapien behandeln lassen, weil welches Medi wirkt gegen Sprachverständnisprobleme, welche Therapie gegen logisch andere Einordnungen?
Sprachverständnisse sehen z.B. so aus, realer Fall (gedankenlich):
Ich: Ich werde meiner Dozentin helfen, in dem ich ihr Infos gebe. Dann sieht sie, dass ich mich bemühe.
Meine Dozentin: Meine Schülerin sucht seelischen halt oder Aufmerksamkeit oder hat eine Schreibsucht.
Ich: Ich habe etwas falsch gemacht. Ich muss es besser machen, um normal zu werden.
Meine Dozentin: Meine Schülerin kapiert einfach nicht, dass ich nur meinen Kurs leiten will.
Ich: Von mir wird verlangt, dass ich normal werde. Es gibt keine Therapie. Ich muss weitermachen.
...usw. (Glauben Sie nie, dass ein Autist einfach aufgeben wird, wie ein ADHSler. Genau hier liegt der Fehler.)
Faust schickt den Pudel weg und der dumme Pudel (Faust I von Goethe) erkennt es nicht oder möchte etwas anderes bewirken, was Faust nicht versteht. Stellt man sich das jetzt auf diese Situation übertragen vor und dass das öfters in anderen Situationen vorkommt, dann ist klar, wie man sich fühlt oder?