Ich bin neu!
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Stina
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Ich bin neu!
Hi! Ich bin neu hier im Forum. Mein Mann hat mir vor einem Jahr gezwungenermaßen von seinen Vorlieben erzählt. Seit dem ist es ein ziemliches auf und ab! Gefühls Chaos eben. Ich hoffe, hier ein paar offene Ohren zu finden! LG, Stina
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Céline
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Re: Ich bin neu!
Hallo Stina,
Herzlich Willkommen hier bei uns. Die offenen Ohren findest du mit Sicherheit und immer jemand mit dem du sprechen kannst.
Liebe Grüße
Céline
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"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
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Stina
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Re: Ich bin neu!
Danke dir, Céline!
Es tut schon gut, nicht ganz alleine damit klar kommen zu müssen!
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Engelchen
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Re: Ich bin neu!
Liebe Stina, erstmal herzlich willkommen und du wirst hier sicherlich viele Fragen beantwortet kommen
Liebe Grüße
Lisa
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Liebe geben und offen sein für Neues
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Stina
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Re: Ich bin neu!
Mein Mann und ich sind seit 18 Jahren verheiratet. Daß er irgendein Geheimnis mit sich rumgetragen hat, wusste ich schon lange. Vor einem Jahr hab ich dann durch Zufall (Lieferschein von einer Bluse und einem Rock in Größe 44 gefunden) von seiner Vorliebe für Frauen Klamotten erfahren. Das gab natürlich Gesprächs Stoff. Es ist ihm sehr schwer gefallen, mir alles zu erzählen. Ich halte mich für eine aufgeschlosse Frau aber es war für mich nicht leicht, mir all das anzuhören!! Er ist sonst ein ziemlicher männlicher Mann. Die Kurzfassung des ganzen, ich habe mich darauf eingelassen und er hat sich ausgetobt. Wie eine 16 jährige bei H&M!! Und nun merke ich, dass mir das zu viel wird. Es bestimmt unser ganzes Leben. Für mich ist da kaum noch Platz und Raum. Wie gehe ich damit um? Wegnehmen kann ich ihm das auch nicht wieder. Ich bin ratlos!
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tabea80
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Re: Ich bin neu!
Lass ihn austoben, die Zeit der es für Dich soweit unterdrückt hat , hat nen großen Druck ausgelöst. Kann gut sein, dass der Druck nachlässt und ihr dann einen guten Kompromiss findet.Stina hat geschrieben: Mi 9. Sep 2020, 16:27 Mein Mann und ich sind seit 18 Jahren verheiratet. Daß er irgendein Geheimnis mit sich rumgetragen hat, wusste ich schon lange. Vor einem Jahr hab ich dann durch Zufall (Lieferschein von einer Bluse und einem Rock in Größe 44 gefunden) von seiner Vorliebe für Frauen Klamotten erfahren. Das gab natürlich Gesprächs Stoff. Es ist ihm sehr schwer gefallen, mir alles zu erzählen. Ich halte mich für eine aufgeschlosse Frau aber es war für mich nicht leicht, mir all das anzuhören!! Er ist sonst ein ziemlicher männlicher Mann. Die Kurzfassung des ganzen, ich habe mich darauf eingelassen und er hat sich ausgetobt. Wie eine 16 jährige bei H&M!! Und nun merke ich, dass mir das zu viel wird. Es bestimmt unser ganzes Leben. Für mich ist da kaum noch Platz und Raum. Wie gehe ich damit um? Wegnehmen kann ich ihm das auch nicht wieder. Ich bin ratlos!
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Simon(e)
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Re: Ich bin neu!
Hallo Stina,
Erstmal herzlich Willkommen!!!
Schön, dass du den Weg hierher gefunden hast!!
Ich bin selbst Ehefrau einer Teilzeitfrau und kann sehr gut nachempfinden, wie du dich jetzt fühlst.
Ich finde es sehr schön, dass du deinen Mann, da du ja jetzt sein Geheimnis kennst, nicht von vornherein ablehnst.
Es wird anfangs nicht einfach sein, dass für sich zu akzeptieren, dass dies nun ein Teil eures
Lebens sein wird. Es ist eine Sache, die nicht therapierbar ist!!!
Wichtig ist, dass ihr viel miteinander redet!!!
Und eins noch, dass mit dem AUSTOBEN ist zu Anfang normal!!!
Falls du Fragen hast, stelle sie, auch gerne per PN!!!
Liebe Grüße
Simon(e)
Erstmal herzlich Willkommen!!!
Schön, dass du den Weg hierher gefunden hast!!
Ich bin selbst Ehefrau einer Teilzeitfrau und kann sehr gut nachempfinden, wie du dich jetzt fühlst.
Ich finde es sehr schön, dass du deinen Mann, da du ja jetzt sein Geheimnis kennst, nicht von vornherein ablehnst.
Es wird anfangs nicht einfach sein, dass für sich zu akzeptieren, dass dies nun ein Teil eures
Lebens sein wird. Es ist eine Sache, die nicht therapierbar ist!!!
Wichtig ist, dass ihr viel miteinander redet!!!
Und eins noch, dass mit dem AUSTOBEN ist zu Anfang normal!!!
Falls du Fragen hast, stelle sie, auch gerne per PN!!!
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Alex_andra
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Re: Ich bin neu!
Hey Stina,
herzlich willkommen hier im Forum. Ist deine Partner_in denn auch hier Mitglied?
Ich bin ja selbst betroffen, emotional wie physisch und kann gut nachvollziehen, dass die neu gewonnene Freiheit in jeden Bereich des Lebens dringen will und es immer schwerer wird, in die alte Rolle zurück zu müssen.
Aber so geht es auch pubertierenden Menschen die langsam ihre eigenen Bedürfnisse entdecken, ihre Freiheit lieben lernen und immer schwerer in die alte familiäre Rolle zurück finden. Dennoch vergeht diese Zeit und irgendwann hilft die Geduld und das Vertrauen, das in sie investiert wurde. Erfahrener Menschen können Halt geben, Stütze sein, mir Rat zur Seite stehen und den anderen einfach vertrauen. ABer am aller wichtigsten ist, dass sie auch klar ihre Grenzen, ihr Unverständnis, ihre Bedürfnisse kommunizieren. ABer eben immer auf Augenhöhe und nie mit dem Argument, dass ihre Sicht der Sache ja die normale sei und sie dadurch argumentativ im Vorteil wären.
Wir leben seit einiger Zeit genau so, wobei unsere Ausgangslage sicher eine andere ist als euere.
Wenn es dir möglich ist, vorurteilsfrei Rat zu suchen und du die Bereitschaft mitbringst neues lernen zu wollen kann diese Forum echt hilfreich sein. Das bedeutet nicht, dass die hier schreibenden immer auf der Seite deiner Partner_in sind. Oft gibt es auch am Verhalten des trans* Menschen Entscheidungen die zu kritisieren sind. Da wäre es von Vorteil wenn beide sich äußern könnten und nicht nur du die Adressatin für alle hier gegebenen Ratschläge wärst. Andererseits kann es auch extrem hilfreich sein. sich Rat bei dritten, selbst Betroffenen zu holen, ohne das Gefühl oder die Hemmung zu haben, dass die Partnerperson immer mitlesen kann.
Viel Glück auf euerem Weg und den Mut sich dadurch einen weiteren Blick auf die Welt zu ermöglichen.
LG
Alex
herzlich willkommen hier im Forum. Ist deine Partner_in denn auch hier Mitglied?
Ich bin ja selbst betroffen, emotional wie physisch und kann gut nachvollziehen, dass die neu gewonnene Freiheit in jeden Bereich des Lebens dringen will und es immer schwerer wird, in die alte Rolle zurück zu müssen.
Aber so geht es auch pubertierenden Menschen die langsam ihre eigenen Bedürfnisse entdecken, ihre Freiheit lieben lernen und immer schwerer in die alte familiäre Rolle zurück finden. Dennoch vergeht diese Zeit und irgendwann hilft die Geduld und das Vertrauen, das in sie investiert wurde. Erfahrener Menschen können Halt geben, Stütze sein, mir Rat zur Seite stehen und den anderen einfach vertrauen. ABer am aller wichtigsten ist, dass sie auch klar ihre Grenzen, ihr Unverständnis, ihre Bedürfnisse kommunizieren. ABer eben immer auf Augenhöhe und nie mit dem Argument, dass ihre Sicht der Sache ja die normale sei und sie dadurch argumentativ im Vorteil wären.
Wir leben seit einiger Zeit genau so, wobei unsere Ausgangslage sicher eine andere ist als euere.
Wenn es dir möglich ist, vorurteilsfrei Rat zu suchen und du die Bereitschaft mitbringst neues lernen zu wollen kann diese Forum echt hilfreich sein. Das bedeutet nicht, dass die hier schreibenden immer auf der Seite deiner Partner_in sind. Oft gibt es auch am Verhalten des trans* Menschen Entscheidungen die zu kritisieren sind. Da wäre es von Vorteil wenn beide sich äußern könnten und nicht nur du die Adressatin für alle hier gegebenen Ratschläge wärst. Andererseits kann es auch extrem hilfreich sein. sich Rat bei dritten, selbst Betroffenen zu holen, ohne das Gefühl oder die Hemmung zu haben, dass die Partnerperson immer mitlesen kann.
Viel Glück auf euerem Weg und den Mut sich dadurch einen weiteren Blick auf die Welt zu ermöglichen.
LG
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Marela
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Re: Ich bin neu!
Stina hat geschrieben: Mi 9. Sep 2020, 16:27 Es bestimmt unser ganzes Leben. Für mich ist da kaum noch Platz und Raum.
Hallo Stina,Alex_andra hat geschrieben: Mi 9. Sep 2020, 19:22 Das bedeutet nicht, dass die hier schreibenden immer auf der Seite deiner Partner_in sind.
zunächst einen Gruß und "Willkommen".
Ich möchte mich den lieben Worten und Ausführungen von Alex unbedingt anschließen.
Deinen oben von mir zitierten Satz finde ich noch besonders auffällig und möchte dazu etwas sagen.
Ihr seit seit langem ein Paar und ihr solltet gleichberechtigt sein, jeder mit seinen Gefühlen und Bedürfnissen.
Es kann nicht sein, das "sie", also Dein Mann nur noch im Mittelpunkt steht.
Du bist offen und zeigst viel Verständnis - aber nur zurück stecken geht nicht.
Nur geben und nichts zurück bekommen ist auf Dauer überhaupt nicht gut/vertretbar.
Dann läuft evtl. was schief im Staate Dänemark.
Das solltet ihr auf jeden Fall besprechen, reden ist immer gut und wichtig, der Weg zueinander.
Gruß Marela
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Maya
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Re: Ich bin neu!
Hallo Stina,
zunächst mal herzlich Willkommen hier im Forum.
Bei uns läuft das gerade ähnlich wie bei euch.
ICH tobe mich auch gerade aus. Glaube aber, dass es langsam nachlässt.
Meine auch sehr verständnissvolle Frau hat mir einen grossen und einen kleinen Teil eines Kleiderschrankes frei gemacht und ausschliesslich für Frauensachen zur Verfügung gestellt.
Die sind jetzt beide fast randvoll; ich habe endlich genug zum Anziehen; bin glücklich und entspanne langsam. Ich schätze mal, dass ich jetzt ungefähr 5x mehr Frauensachen habe, als diese doofen Männersachen, die leider immer noch draussen anziehen muss.
Rücksichtnahme halte ich jedoch für sehr wichtig. ZU feminine Sachen mag sie nicht gerne an mir sehen. Also ziehe ich mich dezent um, bevor sie nach Hause kommt. Wenn dein Mann es übertreibt, solltest du ihm das sagen und ihm Grenzen setzen. Er ist schliesslich nicht alleine. Und für dich ist es ja auch nicht einfach, mit der neuen Situation klar zu kommen. Das muss er begreifen.
Fühl dich gedrückt
von Maya
zunächst mal herzlich Willkommen hier im Forum.
Bei uns läuft das gerade ähnlich wie bei euch.
ICH tobe mich auch gerade aus. Glaube aber, dass es langsam nachlässt.
Meine auch sehr verständnissvolle Frau hat mir einen grossen und einen kleinen Teil eines Kleiderschrankes frei gemacht und ausschliesslich für Frauensachen zur Verfügung gestellt.
Die sind jetzt beide fast randvoll; ich habe endlich genug zum Anziehen; bin glücklich und entspanne langsam. Ich schätze mal, dass ich jetzt ungefähr 5x mehr Frauensachen habe, als diese doofen Männersachen, die leider immer noch draussen anziehen muss.
Rücksichtnahme halte ich jedoch für sehr wichtig. ZU feminine Sachen mag sie nicht gerne an mir sehen. Also ziehe ich mich dezent um, bevor sie nach Hause kommt. Wenn dein Mann es übertreibt, solltest du ihm das sagen und ihm Grenzen setzen. Er ist schliesslich nicht alleine. Und für dich ist es ja auch nicht einfach, mit der neuen Situation klar zu kommen. Das muss er begreifen.
Fühl dich gedrückt
von Maya
Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.
Hakuna Matata
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Helga
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Re: Ich bin neu!
Hallo Stina,
herzlich willkommen im Forum!
Schön dass sich immer mehr Partnerinnen hier anmelden.
Auch mir ist es sehr schwer gefallen mich meiner Frau (nachdem ich 18 Jahre geschwiegen hatte) zu offenbaren. Aber der Druck dieses Bedürfnisses, dass ich 35 Jahre heimlich mit mir rumgetragen hatte, wurde einfach zu stark.
Mittlerweile kann ich sagen, dass ein gelegentliches (intensives) Ausleben und insbesondere das Wissen, "ich kann und ich darf" den Druck rausgenommen und für Ausgleich gesorgt haben.
Was auch sehr hilft ist der Austausch mit anderen- wie zum Beispiel hier im Forum. Aber den Typ gab es weiter vorne schon.
Liebe Grüße
Helga
herzlich willkommen im Forum!
Schön dass sich immer mehr Partnerinnen hier anmelden.
Auch mir ist es sehr schwer gefallen mich meiner Frau (nachdem ich 18 Jahre geschwiegen hatte) zu offenbaren. Aber der Druck dieses Bedürfnisses, dass ich 35 Jahre heimlich mit mir rumgetragen hatte, wurde einfach zu stark.
Mittlerweile kann ich sagen, dass ein gelegentliches (intensives) Ausleben und insbesondere das Wissen, "ich kann und ich darf" den Druck rausgenommen und für Ausgleich gesorgt haben.
Was auch sehr hilft ist der Austausch mit anderen- wie zum Beispiel hier im Forum. Aber den Typ gab es weiter vorne schon.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Céline
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Re: Ich bin neu!
Hi,Stina hat geschrieben: Mi 9. Sep 2020, 16:27 Mein Mann und ich sind seit 18 Jahren verheiratet. Daß er irgendein Geheimnis mit sich rumgetragen hat, wusste ich schon lange. Vor einem Jahr hab ich dann durch Zufall (Lieferschein von einer Bluse und einem Rock in Größe 44 gefunden) von seiner Vorliebe für Frauen Klamotten erfahren. Das gab natürlich Gesprächs Stoff. Es ist ihm sehr schwer gefallen, mir alles zu erzählen. Ich halte mich für eine aufgeschlosse Frau aber es war für mich nicht leicht, mir all das anzuhören!! Er ist sonst ein ziemlicher männlicher Mann. Die Kurzfassung des ganzen, ich habe mich darauf eingelassen und er hat sich ausgetobt. Wie eine 16 jährige bei H&M!! Und nun merke ich, dass mir das zu viel wird. Es bestimmt unser ganzes Leben. Für mich ist da kaum noch Platz und Raum. Wie gehe ich damit um? Wegnehmen kann ich ihm das auch nicht wieder. Ich bin ratlos!
Das er sich jetzt austobt ist absolut verständlich weil er endlich "frei" ist und sich nicht mehr vor Dir verstecken muss. Aus meinem eigenen Weg kann ich dir sagen das es unglaublich schlimm ist sich immer zu verstecken und für etwas schämen zu müssen was im Grunde nicht schlimm ist. Vorallem dieses Versteckspiel ist unglaublich belastend und ermüdend.
Aber..... Ich möchte ja Dir helfen und vielleicht ein wenig Rat geben.
Ich kann dich sehr gut verstehen weil wahrscheinlich dein ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt ist und all das was du dir eträumt hast irgendwie zerplatzt.
An dieser Stelle bin ich voll hinter Dir, dir wird alles zuviel weil es scheinbar keine Grenzen mehr gibt und Dein Leben immer weiter beschnitten wird. Ich weiß das viele das nicht verstehen und meinen das der Mensch ja immer gleich bleibt aber unter" normalen Umständen "wünscht eine Frau sich einen Mann der Halt gibt, einen in den Arm nimmt und einem Bild entspricht das man sich als Frau wünscht. Mir geht es da ganz genauso. Und verrückter Weiße könnte ich damit auch nicht umgehen. Etwas das ihr jetzt unbedingt müsst ist sprechen, über alles reden und auch Zeiten und Grenzen festlegen damit jeder sein Leben leben kann. Ich weiß ich schreib mir da leicht da gerade ich komplett anderst handle aber im Grunde hilft nur ein gemeinsames Leben mit Kompromissen auf beiden Seiten. Kompromisse die für beide lebbar sind und keinen von euch unglücklich. Das ist sehr schwer aber ich denke ihr bekommt das hin.
Zieh dich aber bitte nicht zurück und resigniere, hier ist immer jemand für dich da.
Liebe Grüße
Céline
Zuletzt geändert von Céline am Fr 11. Sep 2020, 11:42, insgesamt 1-mal geändert.
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
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Alex_andra
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Re: Ich bin neu!
Hallo Stina,
ich glaube über zwei wichtige Themen müsst ihr euch immer wieder unterhalten.
(Dabei immer beachten, dass keine von euch im Recht ist und somit ihre Bedürfnisse als wichtiger zu bewerten sind, als die der anderen.)
Deine Partner_in muss sich im Laufe des Prozesses darüber klar werden, welche Bedeutung es für sie hat, sich offensichtlich (d.h. sichtbar) mit eindeutig als weiblich, feminin geltenden Markern wie (Frauen-)Kleidung und Schminke auszustatten, sie anzuziehen, sich zu schminken ... .
Spiegelt das eine Facette ihres Seins wieder, kommuniziert sie damit am ehesten, wie sie eigentlich wahrgenommen werden möchte, ist das eine der wenige Möglichkeiten, ihr eigenes geschlechtliches Selbstverständnis auszudrücken, ist es temporär, spielt ihr sexuelles Bedürfnis dabei eine Rolle, ist ein Fetisch daran beteiligt ... .(Keine dieser Fragen ist positiver oder negativer oder die Antworten mehr oder weniger schlimm, alle haben mit realen Bedürfnissen zu tun, für die ein Weg gefunden werden muss, dass mensch sie leben kann.)
Du musst dir darüber klar werden, was dich zu erdrücken scheint. Bekommst du keinen Raum mehr, wirst du nicht mehr wahrgenommen, empfindest du Konkurrenz, fühlst du dich von deiner Partner_in entrückt und vermisst das maskuline Gegenüber, befremdet es dich, die so lange gekannte Person plötzlich als vollkommen anders wahrnehmen zu müssen, empfindest du Scham bei dem Gedanken, irgendjemand anders könnte davon Kenntnis erhalten... .
Die zu klärenden Fragen sind sicher nie absolut bzw. die Antworten darauf verändern sich sicher mit der Zeit.
Gewöhnung und Austoben wurden hier ja schon erwähnt, sind sicher unheimlich wichtige Faktoren.
Deshalb halte ich es für geboten, dass ihr die Beweggründe für Freude, Freiheit, Unwohlsein und Beklemmung immer wieder besprecht. Kompromisse helfen sicher temporär, sollten aber keine Abmachung für immer sein. Aber genau so sollten absolute Forderungen nicht in der Art Teil des immer wieder zu führenden Gesprächs sein, dass sie ad hoc zu radikalen Schritten führen.
Die Aussagen wie "Ich kann das nicht" oder "ich bin eben so" haben zu jedem Zeitpunkt ihre Berechtigung, da dieses Ich sich aber kontinuierlich verändert, kann eine neue Erfahrung die Absolutheit einer Forderung wieder relativieren.
Freiheit, Gewöhnung und Gelassenheit, kombiniert mit Rücksicht, Verständnis und klar formulierten eigenen Wünschen und Problemen könnten eine Basis für die notwendige Entwicklung eurer Beziehung sein. Ein Zurück kann es nicht mehr geben. Das funktioniert eh nie, in solchen Fällen ist es aber offensichtlich.
Diese neue Art sich kennen lernen zu müssen kann auch ungeahnte Qualitäten mit sich bringen. Die Bereitschaft muss allerdings da sein, und das gilt gerade nicht dir als Partnerin, sondern deinem Gegenüber, der so lange zu kennen geglaubten Person, die aus nachvollziehbaren Gründen immer einen Wesensteil von sich versteckt gehalten hat und diesen nun mit allen Konsequenzen dir offenbaren sollte.
Viel Glück für euch und liebe Grüße
Alex
ich glaube über zwei wichtige Themen müsst ihr euch immer wieder unterhalten.
(Dabei immer beachten, dass keine von euch im Recht ist und somit ihre Bedürfnisse als wichtiger zu bewerten sind, als die der anderen.)
Deine Partner_in muss sich im Laufe des Prozesses darüber klar werden, welche Bedeutung es für sie hat, sich offensichtlich (d.h. sichtbar) mit eindeutig als weiblich, feminin geltenden Markern wie (Frauen-)Kleidung und Schminke auszustatten, sie anzuziehen, sich zu schminken ... .
Spiegelt das eine Facette ihres Seins wieder, kommuniziert sie damit am ehesten, wie sie eigentlich wahrgenommen werden möchte, ist das eine der wenige Möglichkeiten, ihr eigenes geschlechtliches Selbstverständnis auszudrücken, ist es temporär, spielt ihr sexuelles Bedürfnis dabei eine Rolle, ist ein Fetisch daran beteiligt ... .(Keine dieser Fragen ist positiver oder negativer oder die Antworten mehr oder weniger schlimm, alle haben mit realen Bedürfnissen zu tun, für die ein Weg gefunden werden muss, dass mensch sie leben kann.)
Du musst dir darüber klar werden, was dich zu erdrücken scheint. Bekommst du keinen Raum mehr, wirst du nicht mehr wahrgenommen, empfindest du Konkurrenz, fühlst du dich von deiner Partner_in entrückt und vermisst das maskuline Gegenüber, befremdet es dich, die so lange gekannte Person plötzlich als vollkommen anders wahrnehmen zu müssen, empfindest du Scham bei dem Gedanken, irgendjemand anders könnte davon Kenntnis erhalten... .
Die zu klärenden Fragen sind sicher nie absolut bzw. die Antworten darauf verändern sich sicher mit der Zeit.
Gewöhnung und Austoben wurden hier ja schon erwähnt, sind sicher unheimlich wichtige Faktoren.
Deshalb halte ich es für geboten, dass ihr die Beweggründe für Freude, Freiheit, Unwohlsein und Beklemmung immer wieder besprecht. Kompromisse helfen sicher temporär, sollten aber keine Abmachung für immer sein. Aber genau so sollten absolute Forderungen nicht in der Art Teil des immer wieder zu führenden Gesprächs sein, dass sie ad hoc zu radikalen Schritten führen.
Die Aussagen wie "Ich kann das nicht" oder "ich bin eben so" haben zu jedem Zeitpunkt ihre Berechtigung, da dieses Ich sich aber kontinuierlich verändert, kann eine neue Erfahrung die Absolutheit einer Forderung wieder relativieren.
Freiheit, Gewöhnung und Gelassenheit, kombiniert mit Rücksicht, Verständnis und klar formulierten eigenen Wünschen und Problemen könnten eine Basis für die notwendige Entwicklung eurer Beziehung sein. Ein Zurück kann es nicht mehr geben. Das funktioniert eh nie, in solchen Fällen ist es aber offensichtlich.
Diese neue Art sich kennen lernen zu müssen kann auch ungeahnte Qualitäten mit sich bringen. Die Bereitschaft muss allerdings da sein, und das gilt gerade nicht dir als Partnerin, sondern deinem Gegenüber, der so lange zu kennen geglaubten Person, die aus nachvollziehbaren Gründen immer einen Wesensteil von sich versteckt gehalten hat und diesen nun mit allen Konsequenzen dir offenbaren sollte.
Viel Glück für euch und liebe Grüße
Alex
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Stina
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Re: Ich bin neu!
Hi Alex! Puh! Harter tobak für den Moment! Da muss ich erst mal ein wenig drauf rum denken! LG, Stina