Deutschland ist besessen von Genitalien: Gendern macht die Diskriminierung nur noch schlimmer - Kultur - Tagesspiegel
Deutschland ist besessen von Genitalien: Gendern macht die Diskriminierung nur noch schlimmer - Kultur - Tagesspiegel

Hintergrundwissen
Antworten
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27027
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 183 Mal
Danksagung erhalten: 2022 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Deutschland ist besessen von Genitalien: Gendern macht die Diskriminierung nur noch schlimmer „ Kultur „ Tagesspiegel

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Jaddy
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3969
Registriert: Fr 24. Okt 2014, 21:38
Geschlecht: a_binär / a_gender
Pronomen: en/en/ens
Wohnort (Name): nahe Bremen
Hat sich bedankt: 280 Mal
Danksagung erhalten: 1225 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Deutschland ist besessen von Genitalien: Gendern macht die Diskriminierung nur noch schlimmer „ Kultur „ Tagesspiege

Post 2 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Im Thread von Stefanowitsch findet sich auch folgender Youtube-Link zu einem Science Slam Beitrag des Wiener Linguisty Thomas Kronschläger. Spass und Spiel mit Sprache :)



Artikel dazu: https://blog.lplusl.de/nebenbei/gendern-nach-phettberg/
Angesichts dieser Gemengelage bietet ,Gendern nach Phettberg"˜ eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht-binär zu überwinden. Mit der österreichischen Journalistin Ingrid Thurnher gesprochen: "An Stelle der Sichtbarmachung des Weiblichen könnte die Unsichtbarmachung des Männlichen treten, zu Gunsten des Übergeschlechtlichen, allgemein Menschlichen."
matthias55
Beiträge: 57
Registriert: Mi 20. Mai 2020, 12:45
Geschlecht: Mann
Pronomen: er
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Deutschland ist besessen von Genitalien: Gendern macht die Diskriminierung nur noch schlimmer „ Kultur „ Tagesspiege

Post 3 im Thema

Beitrag von matthias55 »

Finde ich sehr interessant und plausibel, wenngleich auch ein bisschen überzogen von Frau Pollatschek: "Deutschland ist besessen von Genitalien: Gendern macht die Diskriminierung nur noch schlimmer". Vielleicht ist es gar nicht mal überzogen? Vielleicht trifft es sogar gerade den Kern?

Ich hätte da noch dieses Argument hinzuzufügen: Gast-Gästin, Schriftsteller-Schriftstellerin, Student-Studentin ... erstes Wort, das generisch männliche, ist der Stamm, das -in ist nur eine Ableitung. So wie Eva aus Adams Rippe geschaffen wurde. Insofern auch diskrimierend?

Egal wie, ich halte dieses Gendern auch nicht für den richtigen Weg. Es trennt die Geschlechter, indem immer wieder bewusst gemacht wird, dass es Geschlechter gibt. An der Realität ändert sich deshalb nichts. Dennoch kann man denken: ein Schriftsteller - wow, interessant, eine Schriftstellerin - oje, Weiberkram. Diese Konnotationen schafft man auch durch Gendern nicht aus dem Weg.

Der englische Weg ist mir da deutlich sympathischer. Zumal es im Deutschen ja nun noch komplizierter wird: m/w/d.

Gruß
matthias
Kanal Mann und Rock
https://www.youtube.com/channel/UCK0JB5fT8-Pbnf2x66TS1fg/
https://www.instagram.com/mannundrock/
Anne-Mette
Administratorin
Beiträge: 27027
Registriert: Sa 24. Nov 2007, 18:19
Geschlecht: W
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ringsberg
Forum-Galerie: gallery/album/1
Hat sich bedankt: 183 Mal
Danksagung erhalten: 2022 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Deutschland ist besessen von Genitalien: Gendern macht die Diskriminierung nur noch schlimmer „ Kultur „ Tagesspiege

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

aus der Journalistinnen-Runde kann ein Hinweis:

Nun hat Anatol Stefanowitsch im Tagesspiegel geantwortet — als Professor für englische Philologie und Befürworter des Genderns, also als einer, der sich in den von "Schriftsteller Nele Pollatschek" aufgeworfenen Thesen und Forderungen bestens auskennt.

https://www.tagesspiegel.de/wissen/waru ... 55414.html

Am Ende sagt Stefanowitscht: "Überlassen wir es dem freien Spiel der Kräfte, so und nur so funktioniert Sprachwandel ohnehin".

Gruß
Anne-Mette
Antworten

Zurück zu „Hintergründe“