Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?
Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben? - # 3

Lebensplanung, Standorte
Laila-Sarah
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 31 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Keks hat geschrieben: Sa 29. Aug 2020, 07:08 Wir haben es nicht geschafft.
Und da seit ihr gewiss nicht die einzigen, denn es gibt leider auch nicht wenige Fälle ohne Happy Ending. Wichtig ist, so glaube ich, dass man offen und ehrlich war und alles versucht hat. Mehr kann man ja auch nicht tun als die Hältfe der Beziehung.

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Anne-Mette
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 32 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Keks hat geschrieben: Sa 29. Aug 2020, 07:08 Sie hat seit 2 Monaten einen Freund und ist gerade eine Woche mit ihm und den kids im Urlaub.
Das tut mir leid.
Manche Menschen scheinen sich nur "komplett" zu fühlen, wenn sie in einer Familie mit Mann, Frau, Kind(ern) leben.
Schade - eine Chance auf ein "Zusammen" (wie auch immer) scheint es nicht zu geben.
Auch dadaurch, dass Du ausziehen musst, verringern sich die Chancen, dass es eine gemeinsame Entwicklung geben könnte.
Das musst Du erst einmal verkraften und einen Neuanfang für Dich hinbekommen.
Um so schwerer, wenn auf Deiner Seite noch Liebe da ist.

Ich hoffe, Du hast Unterstützung, alles zu verkraften und Weichen für Dich so zu stellen, dass Du in Zukunft ein gutes Leben haben wirst.

Herzliche Grüße
Anne-Mette
Momo58
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 33 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Manchmal ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.

Ich habe mich oft gefragt, weshalb ich erst so spät zu meiner Geschlechtsinkongruenz stehen konnte. Man weis heute, dass soziologische Einflüsse eine Rolle dabei spielen, weshalb manche es früh und andere erst spät bemerkenen, aber man weis noch nicht, warum das so ist. Dass ich das Warum verstehen wollte, hat mich noch verwirrter gemacht. Die Transidentität für mich anzunehmen und mich so zu akzeptieren wie ich bin, war für mich der richtige Weg. Auch andere müssen mich akzeptieren, egal ob sie es können oder nicht. Der Schmerz gehört zur Akzeptanz dazu. Er ist Bestandteil des Lebens, genau so wie deine Sexualität und deine Geschlechtsbestimmung.

Liebe Grüsse
Manuela
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Jasmine
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 34 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Keks hat geschrieben: Sa 29. Aug 2020, 07:08 .....Wir haben es nicht geschafft....................
Liebe Keks, das tut mir leid. Fühl dich von meiner Menalee und mir gedrückt.
Viele liebe Grüße Jasmine
Michi
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 35 im Thema

Beitrag von Michi »

Keks hat geschrieben: Sa 29. Aug 2020, 07:08 Sie hat seit 2 Monaten einen Freund und ist gerade eine Woche mit ihm und den kids im Urlaub.
Hallo Keks,

es tut mir sehr leid für dich. (dr)

Es ist gerade mal 2 Monate her, als du hier euren Hilferuf gepostet hast. Doch während du im Glauben warst, ihr würdet noch kämpfen, hatte deine Frau offenbar bereits für sich allein ihre Entscheidung getroffen.

Ich finde das sehr traurig .. auf der einen Seite Partnerinnen wie die deine, welche die ganzen Jahre von ihrem "Mann" alles als selbstverständlich genommen haben, aber nicht bereit sind, den Menschen selbst, der sie liebt, so zu nehmen, wie er/sie nun mal ist. Und auf anderen Seite die Partnerinnen, die trotz der Veränderungen mit ihren geliebten Menschen zusammen bleiben wollen, und vor den Kopf gestoßen werden.

Ich wünsche dir alles Gute für deine Zukunft, und dass bald wieder bessere Zeiten kommen.


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 36 im Thema

Beitrag von Céline »

Es tut mir so unendlich leid und finde ganz ehrlich keine Worte die dich trösten könnten...
Bleib Stark und du selbst
Liebe Grüße
Céline
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 37 im Thema

Beitrag von Alex_andra »

Hey, ich bin mir nicht sicher wie ich deinen Hilferuf (wenn es denn einer ist) deuten soll. Würde dir gerne Hilfe anbieten, bin aber selbst so oft hilfsbedürftig.
Vanessa schrieb, dass ihr Therapeut bei ihrer Trennung meinte, dass keine Veränderung ohne Schmerz ablaufen würde.
Mein Versuch alles unter einen Hut zu bringen bremst mich im Unterschied zu dir immer sehr und ich muss immer gewaltig Anlauf für den nächsten Schritt nehmen. So oft versuche ich über das nächste Hindernis zu gelangen schaffe es aber nicht über die jeweilige Schwelle und muss zurück, oft sogar noch weiter als der vorherige Ausgangspunkt. Die alte Rolle klebt an mir und vor allem der Momente mit meinen Kindern machen es schwer, nicht in die alte Paparolle (mit der dazu gehörigen Körperlichkeit) zu wechseln.
Ich glaube fest daran, dass du mit jedem Stück das du näher an dich heran rückst authentischer wirst und irgendwann wird deine alte Erscheinung nicht mehr primär in den Köpfen der dich umgebenden Menschen sein, so dass sie wieder dich (in neuem Gewand) wahrnehmen. Das könnte auch für deine Frau möglich sein und wäre denke ich eine gute Basis für euere weitere Verbindung, wie auch immer die aussehen mag.
Kannst du dir denn irgend etwas Gutes tun, dich mit jemandem treffen oder ausgehen?
Ähnliches half mir immer.
Aber blöde Ratschläge hast du sicher schon genug bekommen, deshalb nur noch viel viel Durchhaltevermögen.

Liebe Grüße
Alexandra
Keks
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 38 im Thema

Beitrag von Keks »

Erst mal ganz lieben Dank für eure Anteilnahme und mitfühlenden Worte. Es ist mir eine Hilfe mit euch darüber zu sprechen, andere Perspektiven einzunehmen und meine Gedanken zu sortieren.

Ja das konservative Familienbild ist schon sehr ausgeprägt und auch die Vorstellung vom eigenen Partner. Es als einen Neustart zu sehen ist gut passt irgendwie auch, weil ich gerade in der Wechselzone bin. Ich bin Dankbar, für die Menschen die mich in dieser Zeit unterstützen und mir signalisieren, dass ich ok bin wie ich bin. Die Transidentität akzeptiere ich. Zu sagen, dass ich gern darauf verzichtet hätte, fühlt sich wie eine Lebenslüge an. Kennt ihr das? Hätte ich den Weg früher eingeschlagen, dann wären unsere wundervollen Kids nicht da. Es ist ganz suptil das Gefühl da, dass es so richtig ist, wie es ist. Ganz seltsam. Es ist ein wechselbad der Gefühle. Auf der einen Seite der Verlust und auf der anderen Seite die Chancen, die es mit sich bringt.
Es waren 11 Jahre in denen ich ein guter, liebevoller und ansehnlicher Ehemann war und wie Michi sagte, alles als selbstverständlich genommen wurde ... Was bedeutet es diese Ablehnung zu erfahren? War es beidseitig eine ehrliche Beziehung? Es sind die vielen schönen Erlebnisse und schweren Zeiten die uns Verbunden haben. Soll diese Band nun getrennt werden?

Vor vielen Jahren hatte ich einen Traum mit der Stimme: "Was bist du bereit für die Liebe zu geben?" ; Ein paar Jahre später wusset ich, dass es die Liebe zu mir ist und noch ein paar Jahre später (heute) weiß ich, was "geben" bedeutet.

Ich hab ja so richtig frei diese Woche und hatte eine gute Zeit. Gestern war Vereinsmeisterschaft meiner Triathlon Gruppe und der Leistungsverlust war offensichtlich. Wo ich letztes Jahr dritter war, bin ich diesesmal letzte(r) geworden. Ist eine super Gruppe und beim anschließenden Feiern hatte ich die Möglichkeit mich einigen zu outen. Es ist eine coole Gruppe und man freut sich, dass ich trotzdem teilgenommen habe.
Heute war ich mit meinem besten Freund saunieren, gut essen und wir haben noch einen Film geschaut. Die Saunabesuche könnten noch interessant werden. Grundsätzlich möchte ich auf nichts verzichten, wenn ich nicht dazu gezwungen bin.

Das beste daraus machen und vertrauen das es gut wird. :D

Alles Liebe
Keks

PS: Prämiere meines Profilbildes. Ihr sollt ja wissen wem ihr schreibt :)
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 39 im Thema

Beitrag von Mara »

Liebe Keks,

Das ist traurig, was du da schreibst und es tut mehr so Leid, dass deine Frau den begonnenen Weg nicht mit gehen kann.
Es ist wirklich die Frage, ob eine Wahl besteht, ich selbst setze mich damit ebenso gerade, bzw. das letze Jahr auseinander. Ängste, Verlustängste, kraftraubenes gedankliches hin und her. Du bist da schon ein ganzes Stück weiter! Hast erkannt, dass es keine Alternative gibt.
"keine Veränderung ohne Schmerz" das hat Vanessa in ihrem Thread wirklich treffend beschrieben.

Ich wünsche dir, dass du die Kraft hast deinen Weg zu gehen und die Schmerzen die du beschreibst, durch neue Türen, die sich bestimmt öffnen werden, gelindert werden.

Fühle dich unbekannter Weise gedrückt!

Mara
Karla
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 40 im Thema

Beitrag von Karla »

Liebe Keks,

ich fühle mit Dir!
Hier im Forum war bis März "die Anja" sehr aktiv, die es als "Väterin" mit 2 kleinen Kindern wohl bis dahin über mehrere Jahre beruflich und privat geschafft hatte, aktuelleres weiß ich aber auch nicht.
"Mußt" Du wirklich aus der Wohnung ausziehen?
Ich habe "Scheidung 2.0" hinter mir - wenn ich damals ausgezogen wäre, wäre mir nicht mal mehr genug Geld "für den Strick" geblieben!
Versuche unter ALLEN UMSTÄNDEN VORHER eine faire Vereinbarung zu finden - wenn Du aus dem Haus ausgezogen bist, hast Du nur noch schlechte Karten!!!

Könntest Du 2-gleisig fahren - Beispiele wären u.a. Conchita Wurst, Olivia Jones, Mary & Gordy, Lilo Wanders, Billy Porter im Smoking-Kleid bei der Oskar-Verleihung... ?
Käme Deine Frau damit klar? Immerhin habt Ihr ja auch vieles zusammen geschafft!
Haare: auf 'ner Glatze sitzt eine Perücke mit ein bißchen Kleber "bombenfest"!

Ich konnte es auf Dauer auch nicht - aber das ist 'ne andere Geschichte, meine 3. "Lebensabschnittsgefährtin" hat mich "stealth crossdressed" kennengelernt - nach 10 Jahren hat "Freund Hein" die Beziehung leider beendet.
3 Jahre später bin ich dann von Hose auf Rock umgestiegen und habe 9 Monate darauf die HET auf "halboffiziellem Weg" gestartet.

Als ich meine weibliche Seite nicht mehr länger unterdrückt habe, habe ich wieder eine Partnerin gefunden - 7 Monate vor dem Start der HET!
Ich wünsche Dir, daß es auch für Dich irgendwann wieder gut weitergeht!

Darf ich Dich Virtuell Drücken?

Paß auch auf Dich auf - so oder so!

LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 41 im Thema

Beitrag von Helga »

Mara hat geschrieben: Mo 31. Aug 2020, 16:31 "keine Veränderung ohne Schmerz"
Ein solcher Satz aus dem Munde eines Therapeuten- das geht garnicht! Damit gibt er Absolution und Ablassbrief in einem für die größtmögliche Ego- Show und sämtliche Kollateralschäden die mit- oder ohne Absicht entstehen. Ein Therapeut soll Schmerzen heilen oder lindern. Keine neuen erzeugen. Erst recht nicht bei Dritten wie Frau und Kindern. Hier scheint ein etwas merkwürdiges Berufsethos vorzuliegen in der Art: "Ich der Therapeut X diagnostiziere bei Patientin Y Transsexualität und begleite durch die Transition. Alles Weitere ist nicht meine Baustelle. Darum können sich Schulpsychologen, Familientherapeuten, sozialpsychatrischer Dienst und im Zweifel die Notfallseelsorger kümmern"
Vergesst diesen Satz bitte ganz schnell wieder!
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 42 im Thema

Beitrag von Helga »

Liebe Keks,
es gibt eine Menge Familien die es geschafft oder die sich arragiert haben. Du findest sie, teilweise mit beiden Partnern vertreten, hier im Forum. Aber dort haben die Betroffenen meist nicht den Anspruch als Vollzeit- Frau zu leben oder gar eine HRT zu machen. Hast du es mal mit richtigem Crossdressing versucht? Schminke, Perücke, Kleid, rausgehen, Freundinnen treffen... . Ein einziger Tag en- femme, auch wenn er nur einmal in vier Wochen ist, kann ungeheuer viel Druck abbauen. Als Tipp: Im Alltag brauche ich kein Geschlecht.
Vielleicht verstehst du deine Frau besser, wenn du die ganze Geschichte umdrehst: Stell dir vor du bist ein heterosexueller cis- Mann in den besten Jahren. Deine Frau, mit der du lange Jahre zusammen bist offenbart dir, dass sie eigentlich ein Mann ist und beabsichtigt eine Transition vorzunehmen. Du stehst jetzt vor der Wahl den Rest deines Lebens in einer schwulen Beziehung zu leben oder dich nach einer anderen Partnerin umzusehen solange noch Zeit ist eine neue Familie zu gründen.
PS: Diese Frage bitte nicht übel nehmen. Ich sehe in deinem Gesicht sehr feminine Züge. Auch ohne HRT. Aber wenn du dich als Frau siehst, warum präsentierst du dich uns in männlicher Kleidung und mit ausgeprägtem Bartschatten?
Liebe Grüße
Helga
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 43 im Thema

Beitrag von heike65 »

Elizabeth hat geschrieben: Di 1. Sep 2020, 00:14 Liebe Keks,

ich fühle mit Dir!
Hier im Forum war bis März "die Anja" sehr aktiv, die es als "Väterin" mit 2 kleinen Kindern wohl bis dahin über mehrere Jahre beruflich und privat geschafft hatte, aktuelleres weiß ich aber auch nicht.
"Mußt" Du wirklich aus der Wohnung ausziehen?
Ich habe "Scheidung 2.0" hinter mir - wenn ich damals ausgezogen wäre, wäre mir nicht mal mehr genug Geld "für den Strick" geblieben!
Versuche unter ALLEN UMSTÄNDEN VORHER eine faire Vereinbarung zu finden - wenn Du aus dem Haus ausgezogen bist, hast Du nur noch schlechte Karten!!!

Könntest Du 2-gleisig fahren - Beispiele wären u.a. Conchita Wurst, Olivia Jones, Mary & Gordy, Lilo Wanders, Billy Porter im Smoking-Kleid bei der Oskar-Verleihung... ?
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Ich konnte es auf Dauer auch nicht - aber das ist 'ne andere Geschichte, meine 3. "Lebensabschnittsgefährtin" hat mich "stealth crossdressed" kennengelernt - nach 10 Jahren hat "Freund Hein" die Beziehung leider beendet.
3 Jahre später bin ich dann von Hose auf Rock umgestiegen und habe 9 Monate darauf die HET auf "halboffiziellem Weg" gestartet.

Als ich meine weibliche Seite nicht mehr länger unterdrückt habe, habe ich wieder eine Partnerin gefunden - 7 Monate vor dem Start der HET!
Ich wünsche Dir, daß es auch für Dich irgendwann wieder gut weitergeht!

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Paß auch auf Dich auf - so oder so!

LG Elly
Sorry, ich empfinde dein Posting katastrophal negativ, wie auch viele andere hier ähnliches posten, und auch das an anderer Stelle erwähnte Posting von Vanessas Therapeuten, nee geht gar nicht.
Einfach offen sein, aber von Anfang an, dann gibt es innerhalb der Partnerschaft deutlich weniger Probleme, und ja, dieser Weg hat schmerzhafte Dinge, aber man kann diese minimieren durch Kommunikation.
Nebenbei: Wer transsexuell ist wird kaum mit einer Person wie Olivia oder Lilo tauschen wollen
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 44 im Thema

Beitrag von Mara »

Hallo,

"keine Veränderung ohne Schmerz"

So ein isolierter Satz ist immer schwierig.

Vanessa hatte diese Äußerung ihres Therapeuten glaube ich erwähnt und ich nehme mal an, dass dies eine verkürzte Aussage bzw. Darstellung war. Ich gehe jetzt mal davon aus, das der Therapeut dies so isoliert nicht stehen gelassen hat.

Im Therapieprozess geht es vor allem zu Beginn darum, seine Motivation zu klären, warum man etwas an sich oder in seinem Leben ändern möchte. Ein Prozess, über sich klar zu werden. Dabei können Ängste (soziale, finanzielle Verluste usw.) eine große Rolle spielen, die in Besonderem Maße hemmen, eine Entscheidung zu treffen. Nach einem geklärten Entschluss "was will ich" gilt es dann mit dem Therapeuten dann weiter zu arbeiten.

Vermutlich ist mit dem Satz gemeint, dass Veränderungen einer Anstrengung bedarf und man auf dem Weg auch Frustrationen erleben kann, die dann auch weh tun können. Die Aufgabe eines Therapeuten ist, dies im Blick zu haben und die Klientin darin zu begleiten und zu leiten.

So sehe ich es

LG
Mara
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Re: Hilfe, wer kennt Familien, die es geschafft haben?

Post 45 im Thema

Beitrag von Karla »

Liebe Heike,
die Erfahrungen, die ich sammeln "durfte", wünsche ich keine_r/m -
die 1. Scheidung führte zum Abbruch meines Studiums im Hauptdiplom: Unterhaltspflicht für 2 Kinder
die 2. beinahe zum wirtschaftlichen Ruin und massiven Verlusten bei der Altersvorsorge - die Schulden "gehörten mir", die Immobilie beiden, 3 Kinder noch in Ausbildung -
wäre ich ausgezogen, hätte ich mich davon nie mehr erholt!
heike65 hat geschrieben: Di 1. Sep 2020, 22:57
Elizabeth hat geschrieben: Di 1. Sep 2020, 00:14 Liebe Keks,
ich fühle mit Dir!
...
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LG Elly
Sorry, ich empfinde dein Posting katastrophal negativ, wie auch viele andere hier ähnliches posten, und auch das an anderer Stelle erwähnte Posting von Vanessas Therapeuten, nee geht gar nicht.
Einfach offen sein, aber von Anfang an, dann gibt es innerhalb der Partnerschaft deutlich weniger Probleme, und ja, dieser Weg hat schmerzhafte Dinge, aber man kann diese minimieren durch Kommunikation.
Nebenbei: Wer transsexuell ist wird kaum mit einer Person wie Olivia oder Lilo tauschen wollen
Einige hier, auch ich, haben sich mit Crossdressing,... relativ lange über Wasser halten können, z.B. bis die Kinder groß sind.
"Die Anja" (>1800 Beiträge hier zwischen Anfang 2016 und März 2020) habe ich als Positivbeispiel für Transition mit kleinen Kindern erwähnt,
leider gibt es halt auch richtig negative Schicksale bis hin zum "erfolgreichen" Suizid.
Offenheit von Anfang an ist sicher gut, meiner Erfahrung nach leider aber kein Garant.
LG Elly
Ein Leben ohne Möps(chen) ist möglich, aber sinnlos. (frei nach Loriot)
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