Katja hat geschrieben: Sa 15. Aug 2020, 11:19
Ich persönlich finde es charmant, wenn man mit erneuerbaren Energien direkt ein Fahrzeug betreiben kann. Jenseits von "German Reichweitenangst" stelle ich mir für die Zukunft vor, dass ich mit einem Elektroauto ins ca 25 km entfernte Einkaufszentrum fahre und den Parkvorgang mit dem Einstecken eines Steckers in die Ladesäule beende. Der Strom wird mit Solarzellen auf dem Dach des Einkaufzentrums produziert. Wenn das E-Auto je nach Dauer des Aufenhalts mindestens den Strom für die An- und Abfahrt geladen hat, finde ich das schon in Ordnung.
Das muss doch technisch möglich sein, oder? Auch scheint mir die E-Auto-Technik besonders langlebig zu sein. Der Fahrer eines Tesla-Model-S-Taxis in Amsterdam ezählte mir, das sein Auto schon 400.000 km gefahren sei, ohne das größere Reparaturen angefallen sind und der Akku immer noch 90 Prozent der Ladekapazität hat.
Elektromotoren scheinen auch wenig anfällig für Verschleiß zu sein. Ich entsorgte kürzlich den Elektro-Rasenmäher, den mein Vater angeschafft hat, als ich 14 Jahre alt war. Seitdem habe ich regelmäßig damit gemäht. Also 45 Jahre lang. Ich habe jetzt einen neuen gekauft, weil ich in meinem Leben auch noch die Vorzüge eines Grasfangkorbs genießen möchte. Der Motor des Rasenmähers lief noch wie am ersten Tag.
Man liest auch dann und wann von kommenden Akku-Generationen. 1.000.000 Meilen Lebensdauer, Ladekapazitäten für 800 km und mehr, so wie der Verzicht auf Stoffe wie Lithium und Kobalt werden genannt. Ist es nicht auch umweltfreundlich, wenn man das Auto, das man 30 Jahre gefahren ist, noch den Kindern vererben kann?
Ich weiß nicht, was davon realisierbar ist, aber wenn man dem Wasserstoffantrieb Entwicklungspotenzial zubilligt, muss man dem Akku doch auch Entwicklungschancen zugestehen. Der Verbrennungsmotor war vor 100 Jahren ja auch nicht auf dem hohen technischen Niveau von heute.
Zum markierten Satz.
Das hat es mit dem Twike schon gegeben.
Es gab sogar eine Variante des Twike die zusätzlich mit Pedalantrieb versehen war,sie wurde aber in Deutschland nicht zugelassen.
Die Reichweite von 30 km war zur Zeit des MiniEl, so der Name des ersten in Serie hergestellten Elektrowagens, Standart.
Und das war Anfang der 1990'er Jahre.
Heute könnten die Wagen mit den heute zur Verfügung stehenden Akkus mehr Reichweite erreichen.
Und an die Skeptiker: Die Bahn macht uns schon seit Kaiserszeiten vor, was Elekroantriebe leisten können.
Das berühmte Schweizer Krokodil hatte sämtliche Dampflocks im Gebirge abgehängt, Diesellocks waren noch nicht so weit zu der Zeit.
Die Geschwindigkeitsrekorde werden mit Elektrolocks und Elektrotriebwagen auf gestellt.
Und schon in Weimarer Zeiten bis in 1980' Jahre wurden auf Nahverkehrslinien Akkutriebwagen eingesetzt.
(Auch der Schienzepelin verfügte neben dem Flugzeugmotor über einen Akkuantrieb für Rückwärts- und Betriebshoffahrten.)
Ohne Elektrohubwagen (Ameisen) und Elektrostapler läuft in Lager- und Versandhallen nichts.
Elektroantriebe bedingen aber einen Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien, die nur als Energiemix realisierbar sind.
Achja, Diesellocks funktionieren übrigens mit Hydraulik- oder Elektroantrieb, ist also nicht wirklich der Hit.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.
Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.
Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux