Männer, die zum sogenannten Frauenarzt müssen
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Marlene K.
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Männer, die zum sogenannten Frauenarzt müssen

Post 1 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ein Artikel, der uns betrifft:
https://taz.de//!5700062/
Der Besuch bei Gynäkolog:innen kann für trans Männer schwierig sein. Dort stoßen sie häufig auf Vorurteile und Menschen, die nicht wissen, wie sie reagieren sollen. Der Gynäkologe Gerd Jansen möchte das ändern
...
ein Termin beim sogenannten Frauenarzt bricht schließlich mit der Wahrnehmung der eigenen Geschlechtszugehörigkeit. Allein im Wartezimmer Platz zu nehmen, kann unangenehme Blicke hervorrufen. Mitarbeiter:innen in den Praxen und andere Patient:innen reagieren oft verwundert oder stellen belastende, persönliche Fragen.
...
Gerd Jansen ist niedergelassener Gynäkologe und Sexualmediziner...
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"Das Problem ist, dass viele Gynäkolog:innen und ihr Praxispersonal verunsichert sind, wenn ein Mann zur Behandlung kommt", sagt er beim Videointerview mit der taz. Die Unsicherheit drücke sich in Blicken und Worten aus, das Personal wisse außerdem nicht, wie es die Personen ansprechen soll.
...
Erst seit Juli 2019 ist es möglich, die Behandlungen von trans- und inter Personen ganz normal über die Krankenkasse abzurechnen. Seither sollten trans Männer eigentlich ohne Probleme zu einer gynäkologischen Praxis gehen können, um eine Mammographie, einen Gebärmutterhalsabstrich oder eine Untersuchung machen zu lassen.
...
In Gerd Jansens Praxis läuft das anders ab. Hier werden trans Personen von seinen Mitarbeiter:innen, unabhängig vom Personenstand, immer gefragt, wie sie angesprochen werden möchten. "Wenn die Namensänderung noch nicht durch ist, vermerken wir uns trotzdem den richtigen Namen des Patienten", sagt er. Die Untersuchung unterscheide sich, je nachdem wie weit die zu behandelnde Person in ihrer Transition sei.
...
Alles das erinnert mich an Erlebnisse, die ich ja auch hier im Forum geschildert habe. Es braucht viele Dr. Jansen...
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Alex_andra
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Re: Männer, die zum sogenannten Frauenarzt müssen

Post 2 im Thema

Beitrag von Alex_andra »

Eben darum ist so eine Info wie https://gynformation.de/ für viele überlebenswichtig.
Bei dem Vortrag von Max Appenroth "Transpersonen & die Hürden des Gesundheitssystems" wurde ganz deutlich, welche gesundheitlichen Risiken Transmenschen eingehen, weil sie z.B. Arzttermine verschleppen oder nicht zu den notwendigen Vorsorgeuntersuchungen gehen.
Ich könnte mir vorstellen, dass wir hier im Forum solche Infos sammeln. Alles was auch andern zu Gute kommen kann, ist doch eigentlich genau das Netzwerken, was wir hier tun sollten, unabhängig von all den Feinheiten, wie wir mit der notwendigen Darstellung von nicht binären und binären transidenten Menschen umgehen wollen, wie deren Darstellung auf uns wirkt und ob wir uns fremdschämen müssen oder sollen und was das dann über uns selbst sagt...
Nutzen wir doch den "Schwarm", auch wenn ich dieses Bild überhaupt nicht mag bzw. sich mir bei der aktuellen politischen Lage bei Schwarm eher die Nackenhaare hochstellen (auch die gerade mühevoll entfernten) ich mich wirklich fremdschäme und ganz ehrlich fürchte.
Empowern wir uns wieder, diskreditiert werden wir doch von außerhalb schon genug.
heike65
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Re: Männer, die zum sogenannten Frauenarzt müssen

Post 3 im Thema

Beitrag von heike65 »

Mal Offtopic:
Hab vor 3 Wochen einè Einladung zur Mammografie bekommen, meine erste große Liebe arbeitet in so nem Mammografie LKW.
Ich sie angerufen: Du Uta bist du beruflich am 31.07 in Kappeln ? Nö, hab Urlaub ab 27.07 , wieso, haste ne Einladung bekommen ? Ich : Jepp 31.07 Sie. Untersteh dich dahin zu gehen, lass dir einen neuen Termin geben, ich bin die erste die deine Titten röngt, ist das klar ?
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Re: Männer, die zum sogenannten Frauenarzt müssen

Post 4 im Thema

Beitrag von Sonnenuhr »

Ich geh seit 10 Jahren nicht zu Ärzten, außer zum Allgemeinarzt, um mir Hormone verschreiben zu lassen,
Meine Erfahrungen mit Ärzten sind durchweg unter aller Kanone. Seit meiner OP 2008 bin ich nie bei einem
Frauenarzt o.ä. gewesen, weil ich Angst habe vor pathologisierenden und abwertenden Rechtsfertigungszwängen.
Bin ich die einzige?
Neue Aktionsgruppe gegen das Transsexuellengesetz - https://t.me/NoTSG030
Marie-Elle
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Re: Männer, die zum sogenannten Frauenarzt müssen

Post 5 im Thema

Beitrag von Marie-Elle »

Ich war vor einiger Zeit bei meiner Frauenärztin und habe eine Brustkrebsvorsorge machen lassen.
Es war ein sehr angenehmes Gespräch. Ich fühlte mich gut aufgehoben.
ChristinaF
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Re: Männer, die zum sogenannten Frauenarzt müssen

Post 6 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Sonnenuhr hat geschrieben: Sa 15. Aug 2020, 12:31 Ich geh seit 10 Jahren nicht zu Ärzten, außer zum Allgemeinarzt, um mir Hormone verschreiben zu lassen,
Meine Erfahrungen mit Ärzten sind durchweg unter aller Kanone. Seit meiner OP 2008 bin ich nie bei einem
Frauenarzt o.ä. gewesen, weil ich Angst habe vor pathologisierenden und abwertenden Rechtsfertigungszwängen.
Bin ich die einzige?
Dem kann ich mich überhaupt nicht anschließen. Alleine schon meiner Gesundheit zuliebe suche ich die Ärzte auf, um mich um meine Gesundheit zu kümmern. Ob nun Frauenärztin, Hautärztin, Hausärztin usw. Dabei gabs noch nie diskriminierende oder herabsetzende Kommentare oder Szenen. Alles verlief so, wie sich eine Patientin einen Arztbesuch vorstellt. Ehrlich gesagt, hätte ich auch irre Angst, dass sich bei mir eine Krankheit einschleicht und sie wegen des nicht aufsuchens nicht diagnostiziert würde.
LG Christina
ExuserIn-2022-03-18
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Re: Männer, die zum sogenannten Frauenarzt müssen

Post 7 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-03-18 »

Hallo ,

Das ist ja schön, dass es einen Zeitungsartikel zu Dr. Jansen gibt :)
Ich musste mir nach meiner GAOP letzten Sommer auch eine gynäkologische Praxis zur Nachsorge suchen und bin dann bei ihm gelandet.
Er kennt sich mit dem Transthema wirklich gut aus und ist sehr freundlich und verständnisvoll.
Ich lasse mir mittlerweile auch meine Gynokadinrezepte dort ausstellen.
Die Praxis ist sehr zu empfehlen finde ich.

LG Alexandra )))(:
Lavendellöwin
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Re: Männer, die zum sogenannten Frauenarzt müssen

Post 8 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Sonnenuhr hat geschrieben: Sa 15. Aug 2020, 12:31 Ich geh seit 10 Jahren nicht zu Ärzten, außer zum Allgemeinarzt, um mir Hormone verschreiben zu lassen,
Meine Erfahrungen mit Ärzten sind durchweg unter aller Kanone. Seit meiner OP 2008 bin ich nie bei einem
Frauenarzt o.ä. gewesen, weil ich Angst habe vor pathologisierenden und abwertenden Rechtsfertigungszwängen.
Bin ich die einzige?
Hi,

wenn du schon 10 Jahre nicht mehr bei Ärzten warst, wie willst du es dann bewerten?
Zudem, wenn du dich irgendwie in die Opferposition bringst, wirst du vermutlich auch genau
da bleiben...
Ich empfinde offen über mich zu reden nicht als Rechtfertigungszwang...

ich bin wer ich bin, da ist nichts schlimmes dran.
Ganz im Gegenteil stört es mich, wenn manche sagen, darüber kannst und solltest du nicht reden.
Doch ich kann und ich soll wenn ich das möchte..
Ich habe auch schon sehr oft geschrieben, das meine Behandler wirklich toll und offen sind mir gegenüber.


Ich wünsch dir, das du diese Ängste ablegen kannst...

Alles Liebe Marie (flo)
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Sahara65
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Re: Männer, die zum sogenannten Frauenarzt müssen

Post 9 im Thema

Beitrag von Sahara65 »

Ich gehe seit 10 Jahren nicht "außer" ......

Stört mich daran am meisten.
Ich hab das gestern schon gelesen, wollte auf diesen Wiederspruch nicht eingehen.

Aber was soll's ;)
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