Sie gehen ja sehr offen mit dem Thema um
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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maexine
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Sie gehen ja sehr offen mit dem Thema um

Post 1 im Thema

Beitrag von maexine »

Aus der Südtiroler - Tageszeitung
Tobias Stampfer im Interview


Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://www.tageszeitung.it/wp-content/ ... 723985.jpg



Zitat:
"Sie gehen ja sehr offen mit dem Thema um und haben auch keine Probleme damit, öffentlich zu sagen, dass Sie früher eine Frau waren. Warum?

Weil es einfach wichtig ist, dass man darüber redet und dieses Thema nicht im Verborgenen bleibt. Die Menschen sollten wissen, was es heißt, im falschen Körper geboren zu werden. Damit sie auch weniger Angst davor haben. Dadurch können Menschen wie ich ein besseres Leben führen. Aber am wichtigsten ist mir, dass ich anderen Menschen helfen kann, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, wie ich damals. Wenn ich nur einer Person damit helfen kann, hätte sich diese ganze Öffentlichkeit gelohnt. Denn ich weiß, wie sehr ich das damals gebraucht hätte. Und vielleicht kann ich damit auch dem Mädchen helfen, das ich damals war. Heute weiß ich, dass ich ihr sehr wehgetan habe auf dem Weg zu mir selbst."


-©by maexïne
Aria
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Re: Sie gehen ja sehr offen mit dem Thema um

Post 2 im Thema

Beitrag von Aria »

maexine hat geschrieben: So 9. Aug 2020, 09:29 Weil es einfach wichtig ist, dass man darüber redet und dieses Thema nicht im Verborgenen bleibt. Die Menschen sollten wissen, was es heißt, im falschen Körper geboren zu werden. Damit sie auch weniger Angst davor haben. Dadurch können Menschen wie ich ein besseres Leben führen. Aber am wichtigsten ist mir, dass ich anderen Menschen helfen kann, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, wie ich damals. Wenn ich nur einer Person damit helfen kann, hätte sich diese ganze Öffentlichkeit gelohnt. Denn ich weiß, wie sehr ich das damals gebraucht hätte. Und vielleicht kann ich damit auch dem Mädchen helfen, das ich damals war. Heute weiß ich, dass ich ihr sehr wehgetan habe auf dem Weg zu mir selbst."
Sehe ich zu 100% genau so und habe nichts hinzuzufügen!
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Re: Sie gehen ja sehr offen mit dem Thema um

Post 3 im Thema

Beitrag von Sonnenuhr »

Ich würde mich auch sehr mal über einen Artikel freuen wo jemand sagt "ich gehe sehr offen damit um, dass ich mein Geschlecht nie
gewechselt habe, sondern immer schon der/die war, der/die ich heute bin, allen stereotypen Berichterstattungen mit "Geschlechtswechsel"
Pauschalmythen zum Trotz."
Neue Aktionsgruppe gegen das Transsexuellengesetz - https://t.me/NoTSG030
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Re: Sie gehen ja sehr offen mit dem Thema um

Post 4 im Thema

Beitrag von Marielle »

Namd Sonnenuhr,
Sonnenuhr hat geschrieben: Sa 15. Aug 2020, 12:28Ich würde mich auch sehr mal über einen Artikel freuen wo jemand sagt "ich gehe sehr offen damit um, dass ich mein Geschlecht nie
gewechselt habe, sondern immer schon der/die war, der/die ich heute bin, allen stereotypen Berichterstattungen mit "Geschlechtswechsel" Pauschalmythen zum Trotz."

Entsprechende Statements gibt es, wie ich finde, reichlich. Das Manko daran ist aus meiner Sicht, dass niemand diese Stereotypen und "Pauschalmythen" mal so richtig auseinandernimmt und die reine Wahrheit erklärt. Nachvollziehbar, überprüfbar, unstrittig. Das wäre mal ein Fortschritt.

Bisher läuft es immer so, dass die einen sagen, Geschlecht(-sempfinden) ist genitalbasiert, die anderen sagen, dass ist Quatsch. Erklärungen, oder gar Belege, bringt niemand. Es kann wohl auch niemand Belege bringen. Aber alle behaupten, dass sie im Recht sind.

Watt'n Quark! Haste nix besseres im Angebot?

Marielle
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Re: Sie gehen ja sehr offen mit dem Thema um

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Marielle hat geschrieben: Sa 15. Aug 2020, 23:42 die reine Wahrheit
ich wage mal zu behaupten: "die reine Wahrheit" wird es nicht geben, auch nicht in "unserem Thema".

weil
Erklärungen, oder gar Belege, bringt niemand. Es kann wohl auch niemand Belege bringen.
Deshalb sollte eine Eigenbeschreibung um so ernster genommen werden (ohne damit das Geschlecht anderer Menschen zu beschreiben; es sei denn, die rufen "ich auch" und wollen sich zusammentun).

Gruß
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Re: Sie gehen ja sehr offen mit dem Thema um

Post 6 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Marielle hat geschrieben: Sa 15. Aug 2020, 23:42 ...und die reine Wahrheit erklärt. Nachvollziehbar, überprüfbar, unstrittig. Das wäre mal ein Fortschritt.
Hallo,

es gibt ja mehrere Belegungen für Wahrheit:

1. Die Wahrheit, die aus der Meinung der Mehrheit ensteht (da sieht es z.Zt. sehr schlecht für uns aus)
2. Die Wahrheit die aus Glauben hervorgeht. Privat, ideologisch oder Religiös begründet.
3. Die faktische Wahrheit, die auf Logik und Wissenschaft beruht.

Ich schätze du meinst hier #3. Aber da ist sich die Fachwelt leider auch zerstritten. Sehr wenig ist als Konsens etabliert oder gilt als bewiesen. Das tolle ist nur, dass uralte konservative Meinungen, die als Konsens etabliert waren, jetzt wieder aufgelöst und Kontext von der Diskussionsmenge sind.

VlG
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Re: Sie gehen ja sehr offen mit dem Thema um

Post 7 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo zusammen,
ich wage mal zu behaupten: "die reine Wahrheit" wird es nicht geben, auch nicht in "unserem Thema".
Zumindest zur Zeit gibt es sie nicht, mein Reden. Aber es wird immer wieder so getan, als gäbe es sie, diese Wahrheit (die wissenschaftliche, faktische). Von da her wünsche ich mir, dass viel mehr Menschen diese Behauptung wagen würden.

Das Eigenbeschreibungen ernst genommen werden sollen, scheint mir ein weitreichender Konsens zu sein. Selbst üblich Konservative stellen diesen Teil der Selbstbestimmung kaum in Frage. Im Bereich des Rechts (darum geht es mir hier) ist das aber etwas anderes, als im allgemeinen, positiv gesonnenen Miteinander.

Dort geht es um die Frage, ob und wie der Teil der Eigenbeschreibungen wirksam wird, der über das Individuum und seine 'unkritischen' sozialen Beziehungen* hinausgeht. Wenn man dort mit einem Text wie dem obigen auftritt und seine Forderungen noch mit einer unbelegten Behauptung hinterlegt, ist die Reaktion bei vielen Gesprächspartner_innen schon programmiert: Distanziert freundliche Ablehnung, die sich in allerei Verschleppungstaktiken äussert. Das läuft schon seit zig Jahren so und es nervt mich, wie ich zugeben muss, weil immer wieder jemand in beleidigt-belehrendem Ton alle anderen für doof erklärt und damit Türen zuschlägt, die grade erst mühsam einen Spalt weit geöffnet wurden.

Das tolle ist nur, dass uralte konservative Meinungen, die als Konsens etabliert waren, jetzt wieder aufgelöst und Kontext von der Diskussionsmenge sind.
Ja, das hat was. Richtig gut fände ich, wenn aus den Diskussionen möglichst bald etwas brauchbares herauskommt.

Habt es gut

Marielle


*) Damit meine ich alles, was ohne Gesetze und Vorschriften unter verschiedenen Menschen in sozialen Beziehungen einfach vernünftig ausgehandelt wird.
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