dann möchte ich mal das wiedergeben, was ich von meiner Familie mütterlicherseits über Polen erfahren habe. Sie haben bis zum Ende des zweiten Weltkriegs als Deutsche in Åódź gelebt.
Ich kann mir gut vorstellen, woher das kommt. Polen war immer zwischen den Fronten - zuerst die Russen, dann mit den Nazis die Deutschen und dann wieder die Russen. Also hat man sich konsequent abgegrenzt, pflegt die Traditionen und den Katholizismus. Mit den Russen ist das Verhältnis extrem schwierig - angeblich seit dem einige von gepanschtem russischem Wodka blind geworden sind.Patricia_cgn hat geschrieben: Mo 3. Feb 2020, 22:10 Was der Pole nicht kennt, das fürchtet und verachtet er. Ich weiss ehrlich gesagt nicht woher das kommt ...
Als ich vor einigen Jahren zusammen mit meiner Mutter in Polen war - zuerst in Åódź und dann über Krakau nach Zakopane - musste ich mich immer zusammen reißen, dass mir kein russisches Wort über die Lippen kam. Ich war lange mit einer Russin zusammen, und mit Deutsch als Muttersprache erscheinen Polnisch und Russisch ziemlich ähnlich. Ein mal 'до ÑвиданÑ' statt 'do widzenia' oder 'ÑпаÑибо' statt 'dziÄ™kujÄ™' und es hätte was auf die Nuss gegeben. Meistens sprach ich dann lieber deutsch mit ein paar polnischen Wörtern dazwischen, obwohl ich es eigentlich besser gekonnt hätte.
Bezüglich LGBTI habe ich keine Erfahrungen gemacht. Ich war als Mann in Polen.
Liebe Grüße
Nicole