Moin,
noch immer gilt der alte Bauernspruch: eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
Einzelbeispiele für irgendwelche Taten sind zwar traurig, dass es sie gibt, aber bestimmt nicht repräsentativ für etwas - hier ein Deliktschema.
In eigener Sache, weil es hier schon wieder persönlich zu werden droht.
Ich, als Transfrau gehe offen auf andere Menschen zu und erkläre es, wie ich mich fühle usw., das hat bisher eigentlich immer geklappt. Viele Menschen hatten noch nie etwas davon gehört, es bedeutet transsexuell zu sein, gleichgeschlechtlich orientiert, da gibt es schon lange Informationen und das ist in den Köpfen schon viel mehr angekommen. Andererseits nehme ich für mich in Anspruch mindestens erst mal als Mensch normal respektiert zu werden und nicht als potentielle Bedrohung, was in meinem Leben bisher sicher ein trauriger Einzelfall ist und hoffentlich auch bleiben wird. nein, ich werde auch in Zukunft Rückrat zeigen und meine Sache offen vertreten und nicht fragen, ob jemand mit mir einverstanden ist, so wie ich bin. Ich frage auch andere Menschen nicht, sondern halte Abstand, wenn mir etwas unsicher erscheint und bin aufmerksam, wenn ich allein unterwegs bin. Andere Menschen mögen das schon als rücksichtslos beurteilen, aber wie viele andere Menschen verhalten sich in meiner Sicht auch rücksichtslos. Das Leben ist ein geben und nehmen, da sind alle gleichermaßen gefordert, dazu beizutragen, dass jede/r in Ruhe ein eigenes Leben gestalten kann.
Grüße, Ulrike-Marisa
...(linke Socke, Gewerkschafterin und evangelisch)
