Gleichstellung - mal wieder
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Olivia
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Gleichstellung „ mal wieder

Post 1 im Thema

Beitrag von Olivia »

67 Maßnahmen für mehr Gleichstellung, ARD - Die Tagesschau 08.07.2020:

Das Bundeskabinett hat die erste nationale Gleichstellungsstrategie beschlossen, in der neun Ziele mit insgesamt 67 Einzelmaßnahmen formuliert sind. Unter den Zielen befinden sich unter anderem die Entgeltgleichheit und die Stärkung der sozialen Berufe sowie jene der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sprach von einem "Meilenstein"; es bleibe aber noch viel zu tun. Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen von 20 Prozent "zieht sich ["¦] fort zu einer Rentenlücke von über 50 Prozent", zitiert TAGESSCHAU.DE Giffey. Die Union spricht sich für eine bessere Bezahlung in sozialen Berufen aus, die Frauen häufig ausüben. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat unterdessen einen "Gleichstellungscheck" vorgeschlagen, mit dem die Auswirkungen gesetzlicher Regelungen auf Frauen und Männer geprüft und frühzeitig angepasst werden können.

https://www.tagesschau.de/inland/gleich ... e-101.html
Michi
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Re: Gleichstellung „ mal wieder

Post 2 im Thema

Beitrag von Michi »

Olivia hat geschrieben: Fr 10. Jul 2020, 13:17 Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen von 20 Prozent ...
Hat es sich noch nicht bis zur Ministerin herumgesprochen, dass die Statistik hinter diesen 20% ungefähr so sinnvoll ist, wie das Körpergewicht von Elefanten und Mäusen zu vergleichen? Da werden die Löhne von Schichtarbeitern mit Löhnen von Teilzeitjobs verglichen. Das muss schief gehen, und man muss sich nicht wundern, dass man mit solchen Aktionen Wasser auf die Mühlen radikaler Kräfte kippt!

Und warum erfährt man über die 67 formulierten Einzelmaßnahmen nichts weiter? Statt dessen wird wieder nur Altbekanntes repetiert: "Entgeltgleichheit, die Stärkung der sozialen Berufe und die Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf".

Schade!
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Whoopy Highfly
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Re: Gleichstellung „ mal wieder

Post 3 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Nicht, da hast du vollkommen recht.
Im GG steht drinnen, das es für gleiche Arbeit den gleichen Lohn geben soll. Das ist in Deutschland nicht der Fall.
Laut der Hans-Böckler-Stiftung besteht in Deutschland immer noch eine große Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern.
In vielen Bereichen sind die weiblichen Mitarbeiter fachlich besser als ihre männlichen Kollegen und verdienen trotzdem weiniger. Das ist die Sache der Politik und der Hochnäsigkeit der Manager zu verdanken.
Wir brauchen kein Gesetz zu Gleichstellung, sondern ein umdenken der Gesellschaft.
Da gilt es anzusetzen.

Denkt mal darüber nach
Bin auf dem Weg. Bitte sucht mich nicht.
Melde mich demnächst wieder.

Bye
Marlene K.
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Re: Gleichstellung „ mal wieder

Post 4 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

MichiWell hat geschrieben: Sa 11. Jul 2020, 00:42
Olivia hat geschrieben: Fr 10. Jul 2020, 13:17 Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen von 20 Prozent ...
Hat es sich noch nicht bis zur Ministerin herumgesprochen, dass die Statistik hinter diesen 20% ungefähr so sinnvoll ist, wie das Körpergewicht von Elefanten und Mäusen zu vergleichen? Da werden die Löhne von Schichtarbeitern mit Löhnen von Teilzeitjobs verglichen. Das muss schief gehen, und man muss sich nicht wundern, dass man mit solchen Aktionen Wasser auf die Mühlen radikaler Kräfte kippt!

Und warum erfährt man über die 67 formulierten Einzelmaßnahmen nichts weiter? Statt dessen wird wieder nur Altbekanntes repetiert: "Entgeltgleichheit, die Stärkung der sozialen Berufe und die Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf".

Schade!
Liebe Michi,
es gibt verschiedene Berechnungen, die solche beruflichen und Laufbahnunterschiede berücksichtigen. Aber selbst die vorsichtigsten Berechnungen belegen einen Unterschied von ungefähr 17% für das Jahr 2018.
Vollkommen unabhängig davon wird Carearbeit immer noch als weiblich und damit als geringer zu bewerten als MINT Berufe und das Managment gesehen. Die Teilzeitquote wird gesellschaftlich von Männern und Frauen weitervererbt, so das Frauen weniger Chancen auf Familie und Karriere haben.
Radikale und unsolidarische Kräfte finden genug Argumente, warum das so ist. Sie ziehen die Biologie und Übersinnliches heran. Sie geben den Frauen alleine die Schuld, wenn sie sich aus tradierten Rollenbildern nicht befreien.
Das hält mich und andere aber nicht davon ab eben diese Bilder auch mit Zahlen, die immer diskutabel sind, zu hinterfragen. Klar kenne auch ich und kennen wir alle den Satz "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast." Aber wenn ich den als absolut ansehe, kann es keine sinnvolle Diskussion mehr geben.

Ich weiß, dass wir nicht den selben Standpunkt haben, bin aber ziemlich sicher, dass wir auf der selben Seite kämpfen...
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Michi
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Re: Gleichstellung „ mal wieder

Post 5 im Thema

Beitrag von Michi »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Sa 11. Jul 2020, 08:55
MichiWell hat geschrieben: Sa 11. Jul 2020, 00:42
Olivia hat geschrieben: Fr 10. Jul 2020, 13:17 Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen von 20 Prozent ...
...
Liebe Michi,
es gibt verschiedene Berechnungen, die solche beruflichen und Laufbahnunterschiede berücksichtigen. Aber selbst die vorsichtigsten Berechnungen belegen einen Unterschied von ungefähr 17% für das Jahr 2018.

...

Ich weiß, dass wir nicht den selben Standpunkt haben, bin aber ziemlich sicher, dass wir auf der selben Seite kämpfen...
Liebe Marlene,

ich weiß, dass wir auf der selben Seite kämpfen, und grundsätzlich wohl auch auf der Seite, auf der die Ministerin steht. Aber ich halte nichts von den Mitteln, derer man sich da bedient. Falschinformation ist das Werkzeug der Feinde der Demokratie. Davon sollte man tunlichst die Finger lassen, denn man kann so nicht gegen die Feinde der Demokratie gewinnen. Man wird sie im Gegenteil nur stärken.

Mich würde mal die Quelle deiner 17% interessieren, denn ohne hat diese Zahl keine Aussagekraft.


Und bis dahin fange ich erst mal an .. von was sprechen wir bei der Zahl der Ministerin?

Unbereinigter Gender Pay Gap:
Beim unbereinigten Gender Pay Gap wird die Differenz zwischen den durchschnittlichen Bruttoverdiensten von Frauen und Männern gebildet. Dabei fließen in die Berechnung des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes nicht nur Angaben von Vollzeitbeschäftigten ein, sondern es werden auch die Verdienste von Arbeitnehmern in (Alters-)Teilzeit, von geringfügig Beschäftigten sowie Auszubildenden und Praktikanten berücksichtigt.
Was bedeutet das konkret:

1. Zwei Personen arbeiten für den selben Stundenlohn. Person A arbeitet 8 Stunden, und Person B in Teilzeit nur 6 Stunden. Der monatliche Bruttoverdienst von Person B ist 25% geringer.

Nach Gender-Pay-Gap-Rechnung wird Person B angeblich diskriminiert.

2. Zwei Personen arbeiten für den selben Stundenlohn und beide 8 Stunden. Person A arbeitet in einem Unternehmen, dass ein 13. Monatsgehalt zahlt. Im Unternehmen von Person B gibt es das nicht. Der monatliche Bruttoverdienst von Person B ist ca. 8% geringer.

Nach Gender-Pay-Gap-Rechnung wird Person B angeblich diskriminiert.

3. Zwei Personen arbeiten für den selben Stundenlohn und beide 8 Stunden. Person A arbeitet im Schichtdienst, und bekommt entsprechend Zuschläge. Der monatliche Bruttoverdienst von Person B ist um xx% geringer.

Nach Gender-Pay-Gap-Rechnung wird Person B angeblich diskriminiert.

4. Zwei Personen arbeiten für den selben Stundenlohn und beide 8 Stunden. Person A arbeitet auf Montage, und bekommt Zuschläge für Übernachtung und Verpflegungsmehraufwand, weil er/sie die Übernachtung am fernen Arbeitsort finanzieren muss, während Person B nach Feierabend nach Hause gehen kann. Der monatliche Bruttoverdienst von Person B ist um xx% geringer.

Nach Gender-Pay-Gap-Rechnung wird Person B angeblich diskriminiert.

Und so könnte ich das noch weiter führen, aber wen es interessiert, der/die hat es spätestens jetzt verstanden, und die es nicht verstehen wollen, werde ich auch mit mehr Beispielen n überzeugen können.


Ein realistischer, also ein bereinigter Gender Pay Gap muss zwangsläufig deutlich unter den gebetsmühlenartig verbreiteten 20% liegen, wenn ich nur das Folgende betrachte:

Frauen: Deutlich öfter in Teilzeitjobs als Männer (Telepolis, Heise)
Deutschland liegt über dem EU-Durchschnitt. In den Niederlanden ist die Teilzeit-Quote der Frauen am höchsten. Begründet wird dies dort mit einem Lebensstil, der Wert auf Freizeit legt

In Deutschland sind weitaus mehr Frauen als Männer in Teilzeit beschäftigt. Beinahe die Hälfte, nämlich 46,8 Prozent, der Frauen hierzulande arbeiten laut der europäischen Statistikbehörde Eurostat, in Teilzeitjobs. Bei den Männern sind es 8,1 Prozent. Damit liegt Deutschland über dem EU-Durchschnitt. Nur die Niederlande und Österreich hätten eine höhere Quote, so eine Meldung, die heute von vielen Medien beachtet wird.

Der Durchschnitt in der EU beträgt 31,1 Prozent. Österreich liegt mit 47,9 Prozent nicht wirklich weit von Deutschlands Teilzeitquote der Frauen entfernt, dagegen sticht der Wert der Niederlande hervor. Da sind es nämlich beachtliche 74,1 Prozent.
Unter Berücksichtigung allein dieser Bedingungen muss doch klar sein, dass man Bruttoverdienste nicht ohne Berücksichtigung der Arbeitszeiten in einen Topf werfen kann.

Und dann kommt übrigens auch noch dazu, dass von höheren Brutto-Verdiensten wegen der Progression auch mehr Steuern abgezogen werden. Das führt dazu, dass bei gleichem Stundenlohn eine Person, die Vollzeit arbeitet, ein geringeres Nettoeinkommen pro Stunde hat, als eine Person, die Teilzeit arbeitet.

Man sieht also, dass die Welt nicht so simpel ist, wie sie uns dargestellt wird.


Zu Olivia wäre noch zu sagen, dass ich ihr in der Vergangenheit bereits mehrfach dargelegt hatte, warum die Zahlen und die damit verbundenen Aussagen falsch bzw. irreführend sind, die sie hier wiederholt unkommentiert verbreitet hat. Und dennoch macht sie weiter so wie bisher, sodass ich nicht umhin kann, zu konstatieren, dass sie mit ihrer Renitenz der Sache wohl mehr schadet als nützt.


Soweit für den Moment.

Liebe Grüße und lass es dir gut gehen (dr)
Michi

Edit: Typos
Zuletzt geändert von Michi am Sa 11. Jul 2020, 14:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Svetlana L
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Re: Gleichstellung „ mal wieder

Post 6 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Also, mal ganz unabhängig davon, ob die Lohnlücke 17%, 20% oder xy% ist. Ich finde es ziemlich bedenklich, das auch heute noch - fast zwei Jahre nach Einführung der Geschlechtsoption divers - beim Thema Gleichstellung selbst von Regierungsseite immer nur von Frauen gesprochen wird. Auch in Sachsen will man ja jetzt in Gesetzestexten immer "beide" (warum eigentlich "beide"?) Geschlechter nennen.
Hawadehre
Svetlana

As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
Marlene K.
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Re: Gleichstellung „ mal wieder

Post 7 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

MichiWell hat geschrieben: Sa 11. Jul 2020, 12:37 ...
es gibt verschiedene Berechnungen, die solche beruflichen und Laufbahnunterschiede berücksichtigen. Aber selbst die vorsichtigsten Berechnungen belegen einen Unterschied von ungefähr 17% für das Jahr 2018.
...i
Liebe Michi,
hätte ich die Quelle noch im Kopf, hätte ich sie benannt. So verweise ich zur
Definition und Zahlen nur auf Tante wiki https://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Pay_Gap
Svetlana L hat geschrieben: Sa 11. Jul 2020, 13:43 Also, mal ganz unabhängig davon, ob die Lohnlücke 17%, 20% oder xy% ist. Ich finde es ziemlich bedenklich, das auch heute noch - fast zwei Jahre nach Einführung der Geschlechtsoption divers - beim Thema Gleichstellung selbst von Regierungsseite immer nur von Frauen gesprochen wird. Auch in Sachsen will man ja jetzt in Gesetzestexten immer "beide" (warum eigentlich "beide"?) Geschlechter nennen.
Liebe Svetlana,
dazu gibt es auch Statistiken, die die ungleiche Bezahlung bei heterosexuellen Männern udn Frauen, aber auch offen lesbisch oder schwul lebenden Menschen vergleicht. In einem TAZ Artikel zu dem Thema, den ich im archiv nicht so schnell finde, war angeführt, das heterosexuelle Männer am besten verdienen, Lesben im oberen Mittelfeld, Schwule etwas weniger und am unteren Ende die heterosexuelle Frau ist. Ich denke, wenn Transpersonen ins Spiel kommen, könnte auch das untere Ende neu besetzt werden.
https://taz.de/DIW-Studie-zu-Sexuality- ... /!5443932/
Demnach liegt der durchschnittliche Brutto-Stundenlohn eines heterosexuellen Mannes bei rund 18 Euro. Berücksichtigt man Faktoren wie Alter, Bildung und Branche, verdienen Schwule sogar 2,64 Euro weniger. Die Studienautoren schreiben von einer "Sexuality Pay Gap" — eine Lohnlücke also, die mit der sexuellen Identität zusammenhängt.
Lesbische Frauen hingegen verdienen dem Bericht zufolge mit rund 16,44 pro Stunde im Schnitt etwa genauso viel wie Schwule und sogar rund zwei Euro mehr als heterosexuelle Frauen.
Marlene

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Re: Gleichstellung „ mal wieder

Post 8 im Thema

Beitrag von Michi »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Sa 11. Jul 2020, 14:48
MichiWell hat geschrieben: Sa 11. Jul 2020, 12:37 ...
es gibt verschiedene Berechnungen, die solche beruflichen und Laufbahnunterschiede berücksichtigen. Aber selbst die vorsichtigsten Berechnungen belegen einen Unterschied von ungefähr 17% für das Jahr 2018.
...i
Liebe Michi,
hätte ich die Quelle noch im Kopf, hätte ich sie benannt. So verweise ich zur
Definition und Zahlen nur auf Tante wiki https://de.wikipedia.org/wiki/Gender_Pay_Gap
Liebe Marlene,

genau aus diesem Wikipedia-Artikel stammt übrigens mein erstes Zitat, welches die Berechnung des unbereinigten Gender Pay Gap besschreibt. Weiterhin wird in diesem Wikipedia-Artikel auch erklärt, dass der bereinigte Gender Pay Gap mit 2-7 Prozent deutlich niedriger ausfällt. Diese 2-7 Prozent sind natürlich immer noch diskussionsbedürftig, klingen bestimmten Kreisen wohl aber nicht dramatisch genug.

Ich hatte übrigens vor Jahren, als man anfing, die Debatte so medial-emotional aufzuladen, einen Austausch mit meiner Schwester, die damals Betriebsratsvorsitzende in einem Pflegeheim war, und ernsthaft behauptete, dass es auch bei ihnen 20% Gehaltsunterschied zwischen Männern und Frauen geben würde. Nun wusste ich aber durch vorangegangene Gespräche und auch durcj meine damalige Partnerin, die ebenfalls in der Pflege arbeitete, dass die Männer dort überwiegend Vollzeit arbeiteten, während die Frauen nahezu alle 5-7 Stunden Teilzeit machten. Dementsprechend war Thema schnell geklärt.

Aber weil ich gerade bei der Pflege bin .. genau da liegen nämlich die wirklichen Probleme. Jede Dienstleistung am Menschen wird bei uns deutlich schlechter bezahlt, als Arbeit in der Industrie oder in der öffentlichen Verwaltung. Darum gibt es auch Regionen in Deutschland, wo Frauen sogar nach dem unbereinigten Gender Pay Gap noch mehr verdienen, als die Männer. So bekamen Frauen in Cottbus 2016 unbereinigt 17% mehr Lohn als die dortigen Männer!

In Frankfurt/Oder offenbart sich die wahre Lohnlücke

Wo Frauen in Deutschland mehr verdienen als Männer

Frauen: Deutlich öfter in Teilzeitjobs als Männer

Ich empfehle wirklich allgemein, diese Artikel zu lesen, und sich die Grafiken anzuschauen. Sie zeigen mehrere Probleme auf.


Liebe Grüße
Michi
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Re: Gleichstellung „ mal wieder

Post 9 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

ja, liebe Michi,
so wie ich in der ersten Antwort geschrieben habe sind andere Probleme mit zu berücksichtigen.
  • Welche Berufe werten wir als gesellschaftliche relevant?
  • Welche Berufe schreiben wir welchem Rollenmodell zu?
  • Welche Berufe behinhalten welche Entscheidungskompetenz ...und den damit verbundenen Zugang zu Geld?
  • Welche Verhaltensweisen und Anforderungen schreiben wir welchem Beruf und welchem gegenderten Rollenbild zu und wie wird es tradiert?
  • Welche Berufe und welche damit verbundenen Rollenbilder sind in den Bundesländern erhalten geblieben, die auf dem Gebiet der DDR liegen?
Die Antworten hierauf weisen für mich auf vielfältige Abwertungen und fragwürdige Rollenbilder hin. Sie sind allerdings so komplex, dass sie in der heutigen Zeit wohl nud selten in der breiten Öffentlichkeit gehört werden.
Marlene

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