Crossdressing im Beruf?
Crossdressing im Beruf? - # 2

allgemeiner Austausch
sbsr
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 16 im Thema

Beitrag von sbsr »

Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 29. Mai 2020, 07:50 Alle haben gesagt, das geht nicht und dann kam einer, der hat das nicht gewusst.
Und dann hat er es gemacht ...
Oder es war ihm egal, und er hat es einfach gemacht.

Die letzten zwei Tage mit schwarzer Hose, diesem Pullover und Schnürschuhen mit deutlichem Keilabsatz.

Heute dieses Shirt, dazu eine dunkelgraue Jeggings (mehr Leggings als Jeans).

Das hier wartet noch auf seinen Einsatz.

Besprechungen laufen zur Zeit größtenteils über Skype, das heißt ich halte mich fast ausschließlich auf unserer Etage auf. Schreibtisch Täter ist im Moment also bestens für leichtes CD geeignet.
LG, Svenja

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Wiebke
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 17 im Thema

Beitrag von Wiebke »

Scharap hat mich gebeten meine Erfahrungen als CD im Beruf hier zu schildern....

ich arbeite seit fünf Jahren in der Alten- u. Dementen-Betreuung in einem örtlichen Pflegeheim.
Von Anbeginn trage ich Kasaks wie auch die Kolleginnen und nicht wie die (wenigen) Kollegen (in der Pflege) Polohemd.
Meine Schuhe sind klar und deutlich Ballerinas von Birkenstock und Gabor, darin trage ich Feinstrümpfe die ebenfalls als solche erkannt werden.
Seit vier Jahren trage ich lange Haare (mittlerweile bis über die Schulterblätter hinaus), die ich zum Zopf binde, bei besonderen Veranstaltungen aber auch offen tragen darf. Die Kolleginnen helfen mir zeitweise auch beim flechten des Zopfes.
Auf dem Weg von und zur Arbeit trage ich Damenbekleidung.

KOMMENTARE ? Wenige, der Maßgeblichste war: "er lebt seine weibliche Seite aus"

LG Wiebke
sbsr
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 18 im Thema

Beitrag von sbsr »

Gerade eben habe ich von einer Kollegin, von der ich es ja nie und nimmer erwartet hätte, ein Kompliment für die schönen Shirts bekommen, die ich in letzter Zeit trage.

Heute und damit der Anlass ist dieses T-Shirt, aufgefallen war ihr letzte Woche diese Bluse, besonders gut gefallen habe ihr das blaue gestern.

Vermutlich liegt es an meinem schlechten Modegeschmack bei Männersachen, dass ich unge-crossdressed nur in langweiligem Zeug rum laufe, jedenfalls hat es da genau ein Pullover zu einem Kommentar "schöne Farbe" geschafft, und der ist Koralle.

Heute Morgen hatte ich schon meinen neuen Hosenrock an und ein passendes T-Shirt dazu raus gesucht, beides dann aber doch wieder in den Schrank gepackt. Ich fürchte ernsthaft, lange wird es nicht mehr dauern.
LG, Svenja

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Vincent
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 19 im Thema

Beitrag von Vincent »

Hallo Svenja,
für mich sind die gezeigten Oberteile sehr feminin, mit "Mann" haben sie wenig zu tun. Ganz ehrlich wirkt mancher Rock mit einem Herrenoberteil männlicher.
Ein Hosenrock dazu sähe sicherlich gut und stimmig aus, aber dann ist das Thema komplett durch:

Ich denke nämlich nicht, dass da draussen in der Welt außerhalb des Forums irgendwer noch genau unterscheidet, ob luftiges Sommerkleidchen oder Hosenrock mit Damenshirt.
Dann fällst du nur noch unter die Beurteilung wie andere Frauen auch: Passt, passt zusammen, sieht stimmig aus, ist modern, steht ihr "¦ genau da kommt der allerdings der letzte Aspekt zum tragen: Wenn Du den Leuten die Möglichkeit gibst, dich als Frau wahrzunehmen (auch wenn sie den Mann dahinter erkennen) ist alles gut und das Thema sicher bald durch, wenn Du ihnen mit Kurzhaarschnitt und Bart gegenübertrittst - mal überspitzt gesagt - wird dein Stil länger ein Thema bleiben.

Diese Frage was Du willst, wohin Du willst, solltest Du vor dem (Hosen)rock für Dich klären.
Mein ungeplanter "Auftritt" im Rock in der Arbeit war und wurde definitiv männlich wahrgenommen.
LG

Vincent
ChristinaF
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 20 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Sehe ich genauso wie Vincent oben beschrieben.
Kompliment! Ich finde, dass dir die Teile ungemein gut stehen.
LG Christina
sbsr
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 21 im Thema

Beitrag von sbsr »

Zum ersten mal auf dieser Reise glaube ich zu wissen, wo ich im Moment hin will, nämlich ziemlich genau wo ich jetzt bin.

Was letztlich der Auslöser war kann ich nicht mehr genau sagen, aber irgendetwas gab mir vor ein paar Wochen den Impuls mir diese Oberteile zu bestellen. Das war gut, denn es fühlt sich richtig an. Es fühlt sich richtig an eine Bluse aus dem Schrank zu nehmen, wo gleich daneben die langweiligen Polo Shirts für die Mann Zeit hängen. Die Bluse wieder zurück hängen, weil ich keine passende Hose habe, die ich an diesem Tag anziehen mag, die Sachen aufeinander abstimmen bis ein ansehnliches Gesamt Outfit entsteht, all das fühlt sich so richtig an. Es muss kein Kleid und kein Rock sein, auch keine Spitze oder übermäßig feminine Stoffe und Formen, sondern es muss passen und mir im Spiegel gefallen, und genau das tun diese Oberteile. Es sind keine Damen Oberteile mehr, sondern es sind einfach meine Sachen.

So sieht das ganze übrigens in voller Lebensgröße aus

4166

Das T-Shirt, die Schuhe, die farblich zur Strickjacke passende Gesichtsbedeckung mit Schmetterlingen, diese Dinge haben alle nichts mit Mann zu tun, das ist mir bewusst und das ist gut so. Mein rosa Bildschirmhintergrund mit Blumenmuster, den alle meine Kollegen kennen, die Handy Hülle mit Rosen, eine beige Handtasche, nichts davon ist "typisch Mann". Aber es ist meins, ich bin so.

Wie an jedem ersten Arbeitstag im Monat habe ich vorhin Unterlagen in der ganzen Abteilung verteilt, mit manchen Mitarbeitern etwas dazu besprochen, 24x war meine Kleidung dabei egal, die meisten schauen nicht mal mehr großartig drauf, ein weiteres Kompliment für das T-Shirt und eine andere Kollegin bemerkte lobend die hübschen Schmetterlinge und das Matching zur Jacke. Es fällt auf, spielt gefühlt aber keine Rolle (mehr?), dass hier ein Mann in Frauenkleidung rum läuft und Chef spielt, und genau das ist es wo ich hin wollte.

Innen drin steckt ziemlich viel Mädchen, nach außen sieht's halt nach Mann aus und alle kennen mich als Mann. Abgesehen davon, dass mir mein Vorname noch nie gefallen hat und mir mein "Mädchenname" lieber wäre, ich glaube nicht dass ich dieses Mann Sein umbiegen und als Frau auftreten muss, das würde mich nicht glücklicher machen, oder anders gesagt was würde es ändern? Das Experiment -eindeutig, unverkennbar, offen sichtbar Damenkleidung von Kopf bis Fuß- ist soweit geglückt, dass ich immer noch derselbe bin, meine Kollegen immer noch dieselben sind, wir in derselben Art und Weise dieselbe Arbeit wie vorher erledigen und auch persönlich genauso gut miteinander auskommen. Mehr brauche ich im Moment nicht.

Wie weit mich die Welle in die Damenwelt trägt, das weiß ich nicht. Auch in Zukunft folge ich auf jeden Fall der Linie Damenkleidung, die an einem Mann nicht komplett albern oder deplatziert aussieht. Sicher ist, selbst wenn es irgendwann der Hosenrock ist, oder ein noch feminineres Oberteil, ich werde immer noch der Mann sein, als den mich meine Kollegen kennen und sehen. Aber ein Mann, der sich endlich wohl fühlt in seiner Kleidung.
LG, Svenja

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Christine DarkJoker
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 22 im Thema

Beitrag von Christine DarkJoker »

Hi ihrs

Bei mir ist es mit Crossdressen nicht ganz so leicht, weil in meiner Firma eine Philosophie herrscht. Diese sagt Mann trägt Jeans bzw keine Kurze Hose und Hemd bzw Firmen Kleidung. Bei Frau ist eine Bürotaugliche Kleidung zu wählen, Kleider und Röcke die zu Knapp geschnitten sind, sind Unerwünscht.
So viel dazu, was kann ich als Mann da nun Crossdressen tatsächlich sogar noch sehr viel. Skinny Jeans, Bluse und Stiefletten darunter Body und BH mit oder ohne Silis. Und das mach ich auch ohne Probleme.

Ich wirke auf dem Ersten Blick wie ein Mann normal mit Bart im Gesicht aber auf dem Zweiten blick passt die Oberweite nicht zur normalen Männlichen Statur von mir.
Mein Vorteil ist aber auch das mein Vorname Neutral ist daher fragt niemand und ich gehe da auch offen mit um.

Viele Grüße Christine
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 23 im Thema

Beitrag von Christiane »

sbsr hat geschrieben: Mi 1. Jul 2020, 10:54
... Es fällt auf, spielt gefühlt aber keine Rolle (mehr?), dass hier ein Mann in Frauenkleidung rum läuft und Chef spielt, und genau das ist es wo ich hin wollte.
...

Hallo Swenja,

entschuldige, dass ich Deinen Beitrag auf diese Zeile verkürze.
Also, wenn Du nicht Chef spielst, sondern der Chef bist - würde ich jetzt sagen, dass dann die Situation doch wohl etwas anders gelagert ist.
Denn hier ist es ja dann wohl ein Abhängigkeitsverhältnis, in dem sich Deine Mitarbeiter/innen befinden. Da überlegt man sich drei Mal, was man von sich gibt - oder?
Oder hab ich Dich da jetzt falsch verstanden? :?:

Lieben Gruß
Christiane
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 24 im Thema

Beitrag von sbsr »

Christiane hat geschrieben: Mi 1. Jul 2020, 13:39 Also, wenn Du nicht Chef spielst, sondern der Chef bist - würde ich jetzt sagen, dass dann die Situation doch wohl etwas anders gelagert ist.
Hallo Christiane,

wir pflegen eine sehr flache Hierarchie und sehen uns primär als Kollegen, ist zum Beispiel auch an der Tagesordnung, dass wir uns gegenseitig necken. Ich unterschreibe zwar die Urlaube, helfe beim Lösen von Problemen und bin befugt "übergeordnete" Entscheidungen zu treffen, aber abhängig von mir fühlt sich hier ganz sicher niemand. Ganz im Gegenteil, ich bekomme offen gesagt und lege auch sehr großen Wert darauf offen gesagt zu bekommen, wenn jemand mit irgendwas nicht klar kommt.
LG, Svenja

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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 25 im Thema

Beitrag von sbsr »

Vincent hat geschrieben: Di 30. Jun 2020, 15:48 Ein Hosenrock dazu sähe sicherlich gut und stimmig aus, aber dann ist das Thema komplett durch:
Tja, das ist es dann wohl jetzt. Gestern habe ich noch einmal das Outfit von letzter Woche wiederholt, nur angesichts der vorherrschenden Temperaturen ohne die Strickjacke.

4190

Unser Weg vom Büro zum Parkplatz führt durch mehrere Produktionshallen, in einer davon kam mir mein Chef entgegen und hielt mich auf, weil er noch "kurz" :roll: ein paar Angelegenheiten besprochen wollte. In den knapp 20 Minuten, die wir da am abgetrennten Fußweg standen, der am Rand der Halle entlang führt, kamen nach und nach KollegInnen anderer Abteilungen vorbei, mit denen wir sonst überwiegend nur telefonischen Kontakt haben. Als wir letztlich fertig waren und ich endlich den Heimweg fortsetzen konnte, war Pausenzeit und die Mitarbeiter dreier Montagelinien saßen im Außenbereich, der ebenfalls auf dem Weg liegt.

Im Auto angekommen dachte ich, ich brauche definitiv noch mehr taillierte T-Shirts, die passen super dazu und dann könnte ich den Hosenrock öfters anziehen, bei den Temperaturen gibt es nämlich fast nichts bequemeres.
LG, Svenja

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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 26 im Thema

Beitrag von Sahara65 »

Leichte Grundierung immer.
Zopf weil es für mich einfach zweckmäßig ist.
Frauenkleidung immer.
Hose bzw Jeans, T-Shirt Pullover je nach Jahreszeit.
BH ist seit einem Jahr zur Normalität geworden.
Nägel transparent lackiert.

Werkshalle meiste Zeit im Stapler sitzen.
Meine eigentliche Tätigkeiten als Schichtführer*in habe ich aufgegeben.
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 27 im Thema

Beitrag von Sabrina Verena »

Zum Eingangsthema der/des TE

Hallo!
Grundsätzlich ist es so, dass Dein Arbeitgeber nicht verpflichtet ist, Dir diese Freiheit zu zugestehen.
Er hat das Recht von Männern zu verlangen, dass sie als Männer arbeiten.
Außerdem ist da der Aspekt der Arbeitsicherheit. Arbeitsschutzkleidung ist Pflich! Da gibt es nichts dran zu rütteln.
Die Berufsgenossenschaft hat das Recht bei Mißachtung der Sicherheitsregeln, die Zahlungen im Schadensfall zu verweigern, und Dein Arbeitgeber wird auch nicht dafür aufkommen, es sei denn er hat Dich dazu genötigt und Du kannst das beweisen. Auch der Gesetzgeber gibt klare Vorgaben zur Einhaltung der Sicherheitsvorschriften. BG und AG haben da handfeste finanzielle Interessen, darauf zu achten, dass Du Die Arbeitsschutzkleidung trägst.
Und bei Kundenpflege oder auch politisch relevanten Bereichen, spielt das Ansehen der Firma eine große Rolle.
Im Klartext Deine Freie Entfaltung ließe es vor Gericht auf einen Vergleich hinaus laufen, wenn Dein Arbeitgeber Probleme mit Kunden oder Behörden befürchtet,
und nicht mit sich verhandeln läßt, das Gespräch solltest Du allerdings suchen, das schafft Vertrauen.
Auch Dein Verhalten in der Freizeit, kann sich auf das Ansehen Deiner Firma auswirken, obwohl Dein Privatleben Privatsache ist.
Das solltest Du auch Bedenken.
Wohl bemerkt, das gilt für Crossdresser und Transvestiten.
Bei Transexuellen liegt der Fall anders. Bei nachgewiesener Transexualität muss Dein Arbeitgeber akzeptieren, dass Du in Deinem Zielgeschlecht auftrittst (z.B. beim Alltagstest (der eigentlich dann eh ein Selbstgänger sein sollte)), und Dich entsprechend behandeln. Von der Arbeitsschutzkleidung sind Frauen aber auch nicht befreit.
Und Der AG kann sogar vorschreiben, die Haare zu binden, kurze Nägel zu haben und Kleidung zu tragen, die keine Unterwäsche erkennen lässt.
Oder sogar Firmenkleidung (z.B. Uniform) zu tragen.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.

Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.

Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 28 im Thema

Beitrag von Sahara65 »

Wenn du soweit ausholst ;)
Es steht uns auch zu Damen-WC und Damenumkleide nutzen zu dürfen.
Ohne wenn und aber.
In der Umkleide wurde zwar dezent durch Vorhänge abgetrennt, aber ich weiß das zu schätzen.
Die anderen Damen natürlich auch.
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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 29 im Thema

Beitrag von sbsr »

gabo hat geschrieben: Fr 9. Jun 2023, 14:12 Was Sagen deine Kollegen, wenn du Crossdrerss im Büro bist?
Die Antwort darauf verlagere ich aus dem Outfit Thread hier her.

Im Verlauf dieses Threads - und anderer, die ich auf die Schnelle gerade nicht finde - gibt es schon ein paar Antworten aus vergangener Zeit.

Die Kurzfassung: mittlerweile haben sich alle dran gewöhnt, es ist kein großes Thema mehr und gibt somit auch keine Probleme.

Meinen männlichen Kollegen ist es überwiegend ziemlich egal, bei den weiblichen geht es von egal bis sie finden's gut. Ich gewinne immer mehr den Eindruck, je weiblicher ich hier aufschlage, umso mehr trauen sich die Mädels auch wieder an femininere Outfits.

Die Gegenstimmen kriege ich nicht direkt mit, ich weiß nur, dass anfangs vereinzelt hinter meinem Rücken gelästert wurde, was aber wohl nicht auf fruchtbaren Boden gefallen ist und sich dadurch von allein erledigt hat. Die beiden Kolleginnen sind zwischenzeitlich eh nicht mehr bei uns beschäftigt.

Auf dem Weg durch die Fabrik wird mal mehr mal weniger geschaut, aber da ich die Mitarbeiter in der Fertigung allenfalls vom Sehen kenne, sind mir deren Reaktionen relativ egal.
LG, Svenja

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Re: Crossdressing im Beruf?

Post 30 im Thema

Beitrag von andrea8847 »

JasminP hat geschrieben: Di 12. Mai 2020, 19:32 Ich hab"™s mal probiert, mit BH und Socken rein und dezent lackierte Fingernägel zur Arbeit! Und da ich auf dem Bau als Malerin arbeite war das für mich der schlimmste Tag! Lg eure JasminP
Das tut mir sooooo leid
Drücke dich .....andrea
Auf der Suche nach dir, vergiss nicht, zu leben 😻
pics verändert mit faceapp 😗 und doch ich 🫶
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