Selbstverliebtheit?
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Lebensplanung, Standorte
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Joe95
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Re: Selbstverliebtheit?

Post 1 im Thema

Beitrag von Joe95 »

ich denke jeder muss sich selbst irgendwie mögen, sonst bekommt man echt probleme...
na, und das es mal mehr, mal weniger ist halte ich für natürlich...

sorgen musst du dir erst machen wenn du garnicht mehr merkst das du dich gerade selbstverliebt anstellst... aber dann findest du dich schon so toll das du dir darum keine sorgen mehr machst...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Cybill
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Re: Selbstverliebtheit?

Post 2 im Thema

Beitrag von Cybill »

Natürlich sind Menschen am ehesten in sich selbst verliebt (und das ist auch gut so!).

Da gibt es keine Grund zur Sorge sondern es ist völlig normal und jetzt kommt es: gerade bei uns Menschen, die sich in männlicher und weiblicher Form darstellen. Das hängt mit folgenden Dingen zusammen:
- alle Menschen unserer näheren Verwandschaft ähneln uns auf irgendeine Art. In (sehr viel) früheren Zeiten war dies die Eintrittskarte zum Clan und damit die Zugehörigkeit, woraus sich bessere Überlebenschancen ergaben.
- speziell unsere Eltern haben eine große Ähnlichkeit mit uns: es sind zudem die ersten Menschen, die wir kennen lernen, daher sind wir am meisten an sie gewöhnt und damit auch an unsere Züge.

Es ist daher nicht verwunderlich, dass wir unser Spiegelbild gerne und oft ansehen auch wenn wir es verfremden. Ebensowenig ist es verwunderlich, dass wir uns zu Partnern hingezogen fühlen, die eine gewisse Ähnlichkeit mit uns haben. In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts gab es dazu eine Untersuchung: Man fand heraus, dass langjährig zusammenlebende Paare einander ähneln. 2005 hat jemand die Daten erneut ausgewertet und festgestellt das diese Paare sich bereits zu Beginn der Partnerschaft ähnlich waren und nicht - wie beschrieben - sich erst im Alter angenähert hatten.

Erschaffen wir mittels Makeup und anderen Zutaten unseren Traumpartner, dann ist es kein Wunder wenn wir uns in uns selbst verlieben. Letztendlcih macht das bei Mitnutzern dieses Forums den Kick aus - oft bewusst, öfter noch unbewusst!

- Gruß Cybill
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
s_Roeckchen
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Re: Selbstverliebtheit?

Post 3 im Thema

Beitrag von s_Roeckchen »

Etwas Selbstverliebtheit gehört dazu, erst die Selbstverliebtheit läßt uns auf unser Äußeres achten bis sich der Wohlfühleffekt einstellt, bis wir mir unserem Äußeren zufrieden sind und unser Äußeres im Einklang mit dem Inneren ist.
...ridicule is nothing to be scared of...
(A.Ant "Prince Charming")
conny
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Re: Selbstverliebtheit?

Post 4 im Thema

Beitrag von conny »

ich bin "nur" teilzeitfrau und bin und bleibe mann, aber wenn ich "frau" bin finde ich mich eindeutig schicker und attraktiver. man kann es vielleicht auch selbstverliebheit nennen.
Yasmine
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Re: Selbstverliebtheit?

Post 5 im Thema

Beitrag von Yasmine »

Hallo Michi,
ich denke mal, in diesem Forum hier sind verschiedenste Personen mit verschiedenen Hintergründen zu finden.
Wenn du meine Galerie betrachtest, dann sind die Fotos natürlich die, die etwas besonderes darstellen.
Ich trage in der Regel ganz normale Kleidung - männliche und / oder weibliche.
Ich gehöre nicht zu den TS, auch nicht zu den TV. Ich gehöre (vermutlich) zu denen, die sich gerne schön - und manchmal auch sexy - anziehen.
Da ich auf meinem Körper achte und Größe 36 habe, darf ich das auch :wink: .
Dann erfreue ich mich, wenn ich mich im Spiegel sehe und meine Füße dank High Heels kleiner wirken oder meine Beine wirklich sexy sind.
Ich will das aber nicht übertreiben - Drag ist mit fern! Wenn, dann feminin, aber nicht nuttig oder so.
Ich bin Karneval als Frau gegangen (also ganz normal ein wenig sexy: Stiefel, Minirock und Shirt, dezentes Makeup und Perücke).
Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Komplimente bekommen und Kommentare, die meine Figur beneideten... Das tut gut!
Also: Ja, es ist eine gewisse Selbstverliebtheit vorhanden und das kann ich nicht leugnen.

LG
Yasmine
Marlene
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Re: Selbstverliebtheit?

Post 6 im Thema

Beitrag von Marlene »

Selbstverliebt, ja etwas schon. Aber für mich ist es das Nachgeben meines Inneren, was sich ab und zu meldet und sehr stimmungsmäßig schwankt. Ich brauch'es von Zeit zu Zeit, dann ruht es wieder eine Weile. Das wichtigste ist dann für mich mit der Welt in Einklang zu sein. Ohne innere Ruhe und Ausgeglichenheit geht es nicht und dann stellt sich dieses Gefühl auch nicht ein. Wenn es sich eingestellt hat, genieße ich es und freue mich auch an meinem weiblichen Aussehen und den Sachen die ich anhabe, wobei ich auf der Straße nicht auffalle. Da ziehe ich ganz normale Alltagskleidung an, die der gegenwärtigen Mode meines Alters entspricht. Zu Hause oder zu einem Treffen Gleichgesinnter kann es schon mal gewagter sein.
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Re: Selbstverliebtheit?

Post 7 im Thema

Beitrag von Cybill »

"...Wenn ich dann allerdings Bilder sehe, wo der Oberschenkel einen Umfang hat, wie einst Gerd Müller ihn hatte, dazu einen Minirock, der eher die Bezeichnung "zu breit geratener Gürtel" verdient, halterlose Stümpfe (am besten noch mit Naht und Hochferse) und dann noch Stilettos, die nicht einmal Damen eines gewissen Gewerbezweiges tragen würden, kommt mir doch schon der Gedanke an Narzissmus.."

Nicht Narzissmus - Exibitionismus trifft es eher.

Bisher habe ich selbst es vermieden auf dieses Thema zu kommen, dennoch scheint mir dass das Frauenbild einiger Darsteller doch sehr von der Realität "verrückt" ist.

Ich möchte als praktizierender CD auch nicht in diese Schublade gesteckt werden. Egal ob ich in Männerfummel im Büro sitze oder En Femme unterwegs bin, ich möchte respektvoll behandelt werden und seriös erscheinen. Das funktioniert nur, wenn ich authentisch bin und nicht einem (Frauen)Bild hinterhereifere, das (in meinen Augen) zumindest fragwürdig ist.

Nicht umsonst haben die Altvorderen den Spruch geprägt: Wie du kommst gegangen so du wirst empfangen.

Ich möchte abschließend zu Bedenken geben, dass ein Mann in Frauenkleidern - trotz der Normalität dieses Forums - für den Rest der Welt doch zumindesr sehr "merkwürdig" ist.

Was die von Michi zitierten Bilder betrifft, so gehe ich doch davon aus, dass niemand sich so auf die Straße wagt, wenn doch, dann tut er/sie mir nicht im geringsten Leid wenn es eins auf Zwölf gibt - vielleicht steht der/diejenige drauf.

Aber selbstverliebt - bin ich auch!
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
lealauenau

Re: Selbstverliebtheit?

Post 8 im Thema

Beitrag von lealauenau »

Tatsächlich fühle ich mich als Person in Frauenklamotten viel attraktiver, mag mich auch selbst. In Männerklamotten achte ich kaum auf meinen eigenen Körper. Jeans, T-Shirt- fertig. In der Beziehung zu Frauen -bislang nur in Männerklamotten - fällt mir dieses "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst" schwer, weil ich mich selbst nicht so mag. Daher kommen vielleich auch manche Beziehungsschwierigkeiten, die ich mit Frauen gelegentlich habe. In Frauenkleidung wiederum fehlt mir das Gegenüber, das mich begehrt. Das Frauen mich dann anziehend finden, ist fast außerhalb meiner Vorstellungskraft. Habe schon überlegt, ob ich eine Bekannte, eine etwas abgedrehte Fotografin, bitte, mich in Wäsche zu fotografieren. Traue mich aber bislang nicht. Im Kontakt mit Männern ist es etwas einfacher. Manche flippen echt aus, wenn sie mich sehen. Aber ich bin eher bisexuell orientiert und deshalb fehlt mir eine Kleinigkeit im Leben... Auch erlebe ich bei Männern, die mich in Frauensachen sehen, eher Lust, kaum oder keine Liebe... Bleibt etwa nur das Doppelleben: Eigenliebe in Strümpfen, Liebe von anderen in Jeans?
lealauenau

Re: Selbstverliebtheit?

Post 9 im Thema

Beitrag von lealauenau »

Michi2011 hat geschrieben:Wenn ich dann allerdings Bilder sehe, wo der Oberschenkel einen Umfang hat, wie einst Gerd Müller ihn hatte, dazu einen Minirock, der eher die Bezeichnung "zu breit geratener Gürtel" verdient, halterlose Stümpfe (am besten noch mit Naht und Hochferse) und dann noch Stilettos, die nicht einmal Damen eines gewissen Gewerbezweiges tragen würden, kommt mir doch schon der Gedanke an Narzissmus.
...
Denn gerade für uns TS ist es wichtig, eben nicht als TV angesehen zu werden! Wir sind eben keine Glamour-Girls und auch keine Mode-Püppchen.
...
Michaela
PS: Der Gerd Müller hatte noch dickere Oberschenkel als ich, dafür konnte er auch besser Fußball spielen. Ein netter Kerl übrigens. Was ist eigentlich mit den Crossdressern, die Bi oder schwul sind? Dürfen die nicht hier sein? Bin ich gar in der falschen Schublade gelandet?
lealauenau

Re: Selbstverliebtheit?

Post 10 im Thema

Beitrag von lealauenau »

Danke Michaela, das klingt alles recht gut von Dir. Hätte Dich gern als große Schwester, die auf die wilde Hilde ein bisschen aufpasst ;-)

Die Fotografin ist übrigens von meiner Idee begeistert. Mal gucken, ob es dann bessere Bilder hier gibt. Hätte gern eine künstlerische Darstellung...
Clara

Re: Selbstverliebtheit?

Post 11 im Thema

Beitrag von Clara »

Auf meiner Suche nach Erklärungen für meine CD-Laufbahn bin ich gestern auf Narzissmus gekommen. Nach einem schnellen überfliegen eines Artikels von Prof. Dr. Volker Faust bin ich schwer beeindruckt! Da scheint ja allerhand auf mich zuzutreffen! Das besser zu begreifen wird dauern - erfahrungsgemäß neige ich dazu, Wahrheiten erst mal zu ignorieren und mich dagegen zu sträuben. Andererseits neige beim Suchen leider auch dazu, plötzlich "die ultimative Lösung aller Probleme" gefunden zu haben. Und stelle dann später fest - das kanns auch nicht gewesen sein. Clara will halt immer eine einfache und "clare" Lösung. Objektiv betrachtet werden auf mich wahrscheinlich Teilbereiche zutreffen. Hoffentlich nur! Der voll-gute Narzisst entwickelt sich nämlich in seiner Endphase zum ärmsten Schwein. Das kann kläglich enden.
-------Als Narzisst bilde ich mich naturgemäß nicht gerne fort und so wird es viel Überwindung für mich kosten, die Artikel von Dr. Faust zu lesen. Ich würde ich es allerdings begrüßen, wenn das Lesen einer von Euch für mich übernimmt und mir dann freundlicherweise das Exzept mundgerecht darbietet. Soviel muss ich Euch doch wert sein...
------- Das obige ist nicht ernst gemeint. Ihr merkt aber damit, was einen Narzissten u. a. auszeichnet. Vielleicht ist ja einer von Euch dadurch neugierig auf das Thema Nazissmus geworden. Wenn nicht, dann hoffe ich mal, dass ich niemanden zu sehr provoziert habe.
Gruß von Clara
marlena

Re: Selbstverliebtheit?

Post 12 im Thema

Beitrag von marlena »

Hallo,

da gebe ich darialena komplett recht. Ich denke auch ohne ein bisschen Selbstverliebtheit gibt es kein Selbstbewußtsein. Ohne Selbstbewußtsein aber endet es schnell in Depressionen. Also was ist verkehrt daran auf sich zu achten und sich wohl zufühlen?

LG Marlena
Clara

Re: Selbstverliebtheit?

Post 13 im Thema

Beitrag von Clara »

Hallo darialena und marlena,
danke für Euer Interesse an dem Thema! Ich stimme mit Deinen Gedanken, darialena, überein. Du beschreibst da den positiven Narzissmus, der gut ist. Ich bin halt auf der Suche und habe da sehr weit ausgeholt. Nachdem ich das Buch:
Zickensklaven - Wenn Männer zu sehr lieben, von Guido Eckert, SOLIBRO Verlag Münster
angefangen habe zu lesen, bin ich über den Narzissmus gestolpert. Hab beim Googeln dann das gefunden:
http://www.psychosoziale-gesundheit.net ... issmus.pdf
Sind zwar 91 Seiten aber gut zu lesen. Soviel heute dazu.
Gruß von Clara
Valcross

Re: Selbstverliebtheit?

Post 14 im Thema

Beitrag von Valcross »

Narzissmus gehört zu jedem Menschen :)
Er hilft uns schließlich auch, unser Selbsbewusstsein zu bilden.
Also ein bisschen in sich selbst verliebt zu sein kann nicht schaden ^^
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