Im Gespräch bleiben
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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maexine
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Im Gespräch bleiben

Post 1 im Thema

Beitrag von maexine »

Wenn auch gelegentlich Angst entsteht,
Sabrina.P hat geschrieben: Sa 11. Jan 2020, 12:02 es ist ein Trend der mir nicht gefällt und Angst macht.
bleibt es weiter sehr wichtig, aufklärend, im Gespräch zu bleiben. Ein wichtiger Auslöser für einen solchen Meinungsaustausch ist das Interesse und da ist es sehr zu begrüssen wenn Positionen markiert werden. Mit aktuellen Beiträgen von Personen, die mit großer Aufmerksamkeit wahrgenommen werden, wie J.K.Rowling, wird sehr natürlich die *Diskussion belebt.
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: https://www.deutschlandfunkkultur.de/me ... key=88afb1

Unter den aktuellen Meldungen sind zwei besonders hervorzuheben:

zunächst, Deutschlandfunk-Kultur 11.6.2020
"Streit um die Festlegung von Geschlechtern

Catherine Newmark im Gespräch mit Vladimir Balzer

J.K.Rowling polarisiert: Als Vertreterin einer älteren Generation von Feministinnen wird sie von jungen Aktivistinnen wegen transfeindlicher Aussagen attackiert. Die Philosophin Catherine Newmark ordnet die Debatte ein und erklärt, warum es nicht nur um Toiletten geht.

Die Debatte darum, was Geschlecht ausmache, sei auch deshalb so aggressiv, weil es ein Kampf verschiedener Aktivistengenerationen sei, sagt Catherine Newmark. Die Philosophin arbeitet für Deutschlandfunk Kultur im Ressort Philosophie.

"In England gibt es eben die Trans-Aktivisten auf der einen Seite und auf der anderen Seite das, was man so die alten weißen Frauen des Feminismus nennen könnte, was die Trans-Aktivisten "šTERF"˜ nennen.""
direkt zu hören:

und weiter, WDR 5 Scala - aktuelle Kultur. 12.06.2020. 07:39 Min.. Verfügbar bis 12.06.2021
" . Autorin Anne Siegel spricht über die Hintergründe

Ein Tweet von J.K. Rowling hat eine Debatte zu Transgender ausgelöst. Mittlerweile haben sich auch Darsteller aus den Harry-Potter-Filmen von Rowlings Äußerungen distanziert. Journalistin und Autorin Anne Siegel spricht über die Hintergründe. "

zum nachhören:


@by maexine
Marlene K.
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Re: Im Gespräch bleiben

Post 2 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Die Einordnung von Frau Rowling, natürlich auf Englisch, findet Ihr hier:
viewtopic.php?f=9&t=19510&p=282005&hili ... ng#p282005
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Laila-Sarah
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Re: Im Gespräch bleiben

Post 3 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Morgen,

lass mich das Problem in eine Analogie bringen, damit man sieht wie surreal es ist. Ersetzen wir mal Frauen mit Farbige und Männer mit Weiße.
Da gibt es den archaischen Weltbild was besagt: "Weiße sind mehr Wert als Farbige und Weiße und Farbige gehören nicht zusammen".
Dann die Feministinnen, die sagen: "Farbige sind besser als Weiße". Darunter die TERFS, die sagen "Farbige sind besser als Weiße und Weiße und Farbige gehören nicht zusammen". Dann die Trans Aktivisten: "Wir denken wie die Feministen und sind als Weiße geboren aber fühlen uns den Farbigen zugehörig". TERFS sagen "Nöö, ihr gehört nicht zu uns und wir wollen euch nicht haben!".

Das ist doch alles Kindergarten. Menschen sind alle gleich und man soll bitte niemandem ausgrenzen. Ich ertappe mich Feminismus immer mehr genau so kritisch zu sehen wie das Patriarchat. Beides läuft auf eine Art Apartheit hinaus. Weder der Mann ist besser noch die Frau. Alle Menschen sind gleich. Wir brauchen dringend Humanismus, welches keine Seite begünstigt und somit auch niemanden Diskriminieren kann. Dann auch die Trans nicht.

Oder?

VlG
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Marlene K.
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Re: Im Gespräch bleiben

Post 4 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ich finde es etwas seltsam, dass alle Fachfrauen sagen, Frau Rowling irrt, aber die zu Recht verletzten TransMenschen sollten doch bitte etwas weniger heftig antworten...

Interessant finde ich die Aussagen über Verbündete... da denken wir wirklich zu sehr in Schubladen. Das ist außerhalb Europas und Deutschlands offener...
Marlene

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Marlene K.
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Re: Im Gespräch bleiben

Post 5 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ein guter Beitrag zu diesem Thema findet sich in der heutigen TAZ.
https://taz.de/Offener-Brief-gegen-Canc ... m+Diskurs/
...
Denn — hier muss man dem Brief zustimmen — die Debattenkultur hat sich in den letzten Jahren verändert. Auch dank sozialer Medien haben sich Reichweiten verschoben. Die Teilnehmer:innen an den Debatten sind vielfältiger geworden. Die Stimmen marginalisierter Menschen können stärker wahrgenommen werden. Die Intellektuellen sehen sich nun offenbar mit Stimmen konfrontiert, denen sie vorher schlicht und ergreifend nicht zugehört haben, nicht zuhören mussten.

Es geht um die Deutungshoheit

Darin, dass sich mehr Stimmen am öffentlichen Gespräch beteiligen, "Sprechverbote" oder "Klima der Intoleranz" sehen zu wollen, ist einigermaßen absurd. So wies der US-amerikanische Autor Ta-Nehisi Coates 2019 in einem Essay in der New York Times da-­rauf hin, dass "Cancel Culture" schon immer existiere, allerdings als Privileg der Mächtigen. Durch soziale Medien sei die Kultur demokratisiert worden. Die Unterzeichneten reagieren also wohl eher auf den Verlust der eigenen Deutungshoheit als auf ein "Redeverbot".
...
Meine Raktion darauf ist dieser Leserinnenbrief:
Liebe Frau Schwarz, liebe TAZ Zwei,
danke für diesen wichtigen Debattenbeitrag. Er betrifft ja in der queeren Gemeinschaft nicht nur das Verhältnis von Frauenbewegung und Trans*Personen. Die gleichen Mechanismen werden im Verhältnis schwul-lesbische Institutionen und Trans*Identität bedient. Dabei beobachte ich immer wieder, dass die Grenzen und mehrfachen Betroffenheiten hier fließend sind. Oft dienen die äußeren heftigen Abwehrkämpfe und Streit um auch finanzielle Mittel oft eher der Aufrechterhaltung des inneren Selbstbildes. So darf ich als schwuler Mann mir keine weiblichen Anteile zugestehen, ohne mich selber abzuwerten. Weiblichkeit darf nur in der überzogenen Darstellung der Polittunte gelebt werden, nicht als Trans*Identität. Dieser innere Konflikt hat mich selbst auch lange zerrissen.
Auf diesem Hintergrund meinen tiefen Dank für diesen wetvollen Beitrag zu einer Dikussion, die viele Felder betrifft

Marlene Komitsch
Marlene

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