Burlesque mit Belle Larouge - # 10
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Anke
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hallo,
durch die Coronakrise sind meine künstlerischen Aktivitäten weitestgehend zum erliegen gekommen. Meine geplante Show am 18.04. ist auf den 17.10. verschoben und viele gebuchte Auftritte finden nicht statt. Glücklicherweise ist das für mich nur eine Einschränkung meiner Freizeitaktivitäten, für andere ist das existenzbedrohend, da sie weder auftreten, noch unterrichten können.
Vielleicht könnt ihr hier mit helfen, dass ein paar freischaffende Künstler besser durch diese Zeit kommen. Am Samstag, den 09.05. gibt es ab 20:30 auf wh-home.tv im Livestream eine Burlesque Show, bei der ich auch mitwirke. Dazu gibt es eine Spendenseite, auf der ihr während und nach der Show einen kleinen (wer kann auch einen größeren) Betrag spenden könnt. Das Geld wird zwischen den Künstlern und der Produktion aufgeteilt. Ich selbst verzichte auf meinen Anteil zugunsten derjenigen, die ihren Lebensunterhalt davon bestreiten müssen. Hier die Links zu den Infos:
Ankündigung:
http://programm.wagenhallen.de/die-stut ... que-revue/
Spendenseite:
wh-home.tv/spenden
Startseite für den Livestream. Dort gibt es unter dem kleinen Fernseher einen Link zum Livestream.
http://wh-home.tv/
Der Ort, an dem die Show aufgenommen wird (bitte nicht dorthin kommen, es gelten die Corona-Sicherheitsregeln):
wagenhallen.de/?fbclid=IwAR3K-MhN82SmmE ... uut4lwXCDY
Es wäre toll, wenn ihr euch die Show (Line Up und Programm klingen für mich wirklich vielversprechend) anseht und einen Beitrag zur Erhaltung der Kleinkunstszene leisten würdet.
Liebe Grüße
Anke
durch die Coronakrise sind meine künstlerischen Aktivitäten weitestgehend zum erliegen gekommen. Meine geplante Show am 18.04. ist auf den 17.10. verschoben und viele gebuchte Auftritte finden nicht statt. Glücklicherweise ist das für mich nur eine Einschränkung meiner Freizeitaktivitäten, für andere ist das existenzbedrohend, da sie weder auftreten, noch unterrichten können.
Vielleicht könnt ihr hier mit helfen, dass ein paar freischaffende Künstler besser durch diese Zeit kommen. Am Samstag, den 09.05. gibt es ab 20:30 auf wh-home.tv im Livestream eine Burlesque Show, bei der ich auch mitwirke. Dazu gibt es eine Spendenseite, auf der ihr während und nach der Show einen kleinen (wer kann auch einen größeren) Betrag spenden könnt. Das Geld wird zwischen den Künstlern und der Produktion aufgeteilt. Ich selbst verzichte auf meinen Anteil zugunsten derjenigen, die ihren Lebensunterhalt davon bestreiten müssen. Hier die Links zu den Infos:
Ankündigung:
http://programm.wagenhallen.de/die-stut ... que-revue/
Spendenseite:
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Der Ort, an dem die Show aufgenommen wird (bitte nicht dorthin kommen, es gelten die Corona-Sicherheitsregeln):
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Wenn schon "Das Deutsche Fernsehballett" aufgelöst wird, wie schwer haben es dann erst kleine Tanzschulen oder die von dir angesprochene "Kleinkunstszene". Unglaublich, daß man das dt. Fernsehballett nicht halten konnte...Anke hat geschrieben: Mo 4. Mai 2020, 10:18 Es wäre toll, wenn ihr euch die Show (Line Up und Programm klingen für mich wirklich vielversprechend) anseht und einen Beitrag zur Erhaltung der Kleinkunstszene leisten würdet.
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hallo Jennifer,
ja, das ist sehr schwer für diese Schulen. Kunst wird leider auch sehr schlecht entlohnt. Ich erlebe sehr oft dass viele glauben, Kunst wäre umsonst zu haben. Kaum jemand versteht den Aufwand der dahinter steckt. Mal ein Beispiel:
Wenn ich einen neuen Act verwirkliche, dann plane ich in der Regel 500 bis 1.000 € für das Kostüm ein. Manchmal ist es auch mehr und ich komme auf 1.500 €. Das sind nur die Kosten für Materialien (Stoff, Federn, Strass, Perlen, etc.) bzw. Zukäufe (Kleider, Schuhe, Hüte, ...). Dazu kommt die Arbeit die ich investiere, um aus den Sachen ein bühnen- und burlesquetaugliches Kostüm zu machen. Der Aufwand liegt meist zwischen 50 und 100 Stunden, kann aber auch mal höher sein.
Nun habe ich nur ein Kostüm, aber noch keinen neuen Act. Dazu wird Musik ausgewählt und eventuell zusammen geschnitten. Allein die Auswahl kann sehr zeitraubend sein. Manchmal höre ich mich durch Dutzende Aufnahmen durch. Dann entwerfe ich eine Choreographie probiere sie aus, hole mir Feedback von anderen und korrigiere sie. Wenn ich zufrieden bin, dann wird diese Choreografie solange geübt bis sie sicher sitzt, ich alle möglichen Fehlerquellen (bei den meisten Auftritten passiert etwas) identifiziert und entsprechende Maßnahmen dagegen gefunden habe. Der Aufwand liegt hier auch bei rund 100 Stunden oder mehr.
Bis jetzt habe ich nur investiert. Wenn ich dann einen Auftritt bekomme, dann heißt das Packen und Vorbereiten und Anreisen. Vor Ort findet dann meist eine Probe statt, jede Bühne ist anders und ich muss den Act entsprechend anpassen. Dann mache ich mein Bühne-Make-Up (dauert ca. 1 Stunde) und das Warten auf den Auftritt beginnt. Irgendwann ist es dann soweit, der Act dauert ca. 5 min, manchmal sind es auch 2 Acts, danach wieder Warten auf den Curtain Call. Dann wird zusammengepackt und ich fahre nach Hause. Für die Show am Samstag werde ich voraussichtlich um 17:00 das Haus verlassen und bin vermutlich um Mitternacht wieder zu Hause.
Ich bekomme in der Regel zwischen 50 und 150 € pro Auftritt. Auf 5 Minuten gerechnet ist das natürlich ein fantastischer Stundenlohn. Wenn ich das aber auf den Gesamtaufwand verrechne, dann ist das praktisch nichts. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich damit kein Geld verdienen muss. Aber die Profikünstler, die davon leben, bekommen auch nicht viel mehr (von Weltstars wie Dita Von Teese mal abgesehen). Und müssen sich dann oft anhören, was für einen tollen Stundenlohn sie für einen 5 min Auftritt hätten.
Bühnenkunst verschlingt eine Menge Ressourcen, hinter jeder Minute Aktivität auf der Bühne steckt sehr viel Zeit, Geld, Kreativität und Engagement. Die Mehrzahl der Menschen, die sich dieser Kunst verschrieben hat, tut es nicht wegen des Geldes. Aber sie müssen eben auch davon leben können, sonst müssen sie andere Jobs annehmen und es gibt keine Bühnenkunst mehr.
Die meisten sichern sich den Lebensunterhalt durch den Unterricht, den sie geben. Ihr könnt euch also vorstellen, dass viele Künstlerinnen und Künstler in den letzten Wochen praktisch nichts verdient haben. Daher hoffe ich sehr, dass hier ein wenig Geld zusammen kommt, dass einigen über die nächsten Wochen hilft.
Liebe Grüße
Anke
ja, das ist sehr schwer für diese Schulen. Kunst wird leider auch sehr schlecht entlohnt. Ich erlebe sehr oft dass viele glauben, Kunst wäre umsonst zu haben. Kaum jemand versteht den Aufwand der dahinter steckt. Mal ein Beispiel:
Wenn ich einen neuen Act verwirkliche, dann plane ich in der Regel 500 bis 1.000 € für das Kostüm ein. Manchmal ist es auch mehr und ich komme auf 1.500 €. Das sind nur die Kosten für Materialien (Stoff, Federn, Strass, Perlen, etc.) bzw. Zukäufe (Kleider, Schuhe, Hüte, ...). Dazu kommt die Arbeit die ich investiere, um aus den Sachen ein bühnen- und burlesquetaugliches Kostüm zu machen. Der Aufwand liegt meist zwischen 50 und 100 Stunden, kann aber auch mal höher sein.
Nun habe ich nur ein Kostüm, aber noch keinen neuen Act. Dazu wird Musik ausgewählt und eventuell zusammen geschnitten. Allein die Auswahl kann sehr zeitraubend sein. Manchmal höre ich mich durch Dutzende Aufnahmen durch. Dann entwerfe ich eine Choreographie probiere sie aus, hole mir Feedback von anderen und korrigiere sie. Wenn ich zufrieden bin, dann wird diese Choreografie solange geübt bis sie sicher sitzt, ich alle möglichen Fehlerquellen (bei den meisten Auftritten passiert etwas) identifiziert und entsprechende Maßnahmen dagegen gefunden habe. Der Aufwand liegt hier auch bei rund 100 Stunden oder mehr.
Bis jetzt habe ich nur investiert. Wenn ich dann einen Auftritt bekomme, dann heißt das Packen und Vorbereiten und Anreisen. Vor Ort findet dann meist eine Probe statt, jede Bühne ist anders und ich muss den Act entsprechend anpassen. Dann mache ich mein Bühne-Make-Up (dauert ca. 1 Stunde) und das Warten auf den Auftritt beginnt. Irgendwann ist es dann soweit, der Act dauert ca. 5 min, manchmal sind es auch 2 Acts, danach wieder Warten auf den Curtain Call. Dann wird zusammengepackt und ich fahre nach Hause. Für die Show am Samstag werde ich voraussichtlich um 17:00 das Haus verlassen und bin vermutlich um Mitternacht wieder zu Hause.
Ich bekomme in der Regel zwischen 50 und 150 € pro Auftritt. Auf 5 Minuten gerechnet ist das natürlich ein fantastischer Stundenlohn. Wenn ich das aber auf den Gesamtaufwand verrechne, dann ist das praktisch nichts. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich damit kein Geld verdienen muss. Aber die Profikünstler, die davon leben, bekommen auch nicht viel mehr (von Weltstars wie Dita Von Teese mal abgesehen). Und müssen sich dann oft anhören, was für einen tollen Stundenlohn sie für einen 5 min Auftritt hätten.
Bühnenkunst verschlingt eine Menge Ressourcen, hinter jeder Minute Aktivität auf der Bühne steckt sehr viel Zeit, Geld, Kreativität und Engagement. Die Mehrzahl der Menschen, die sich dieser Kunst verschrieben hat, tut es nicht wegen des Geldes. Aber sie müssen eben auch davon leben können, sonst müssen sie andere Jobs annehmen und es gibt keine Bühnenkunst mehr.
Die meisten sichern sich den Lebensunterhalt durch den Unterricht, den sie geben. Ihr könnt euch also vorstellen, dass viele Künstlerinnen und Künstler in den letzten Wochen praktisch nichts verdient haben. Daher hoffe ich sehr, dass hier ein wenig Geld zusammen kommt, dass einigen über die nächsten Wochen hilft.
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hallo Anke,
Ich denke auch an das was du geschrieben hast: "Die Mehrzahl der Menschen, die sich dieser Kunst verschrieben hat, tut es nicht wegen des Geldes." Tanz ist eine ganz eigenen Kunst - so schön und wundervoll anzuschauen, bzw. es selbst zu leben. Wenn man einmal auf der Bühne stand und den Applaus der Zuschauer vernommen wird, dann kommt man nicht mehr davon los!
Und an einem Ballett-Outfit ist ja nicht wirklich viel dazu: Trikot, Strumpfhose, Schläppchen.
Das ganze hat mir viel Spaß gemacht, aber dennoch fühlte ich mich nicht "ausgereizt". Man muß ja bedenken, daß nicht gezielt trainiert wurde - es war eher ein Allgemeintraining. Später habe ich dann die Chance bekommen an einem "Jungs/Männer-Ballett-Intensivkurs" teilzunehmen. Dieser fand in Leipzig statt und ging über 10 Tage. Das Prinzip dieses Kurses stand darin den Schülern zu zeigen, wie an Akademien trainiert wird, ohne eben dabei an einer zu studieren. Ich fand diese Chance einmalig und habe mich dazu eingeschrieben. Das war ein völlig anderes Trainieren, hier herrschte Strenge und Disziplin wurde hier in jeder Sekunde verlangt. Zudem gab es einen Dress-Code, also die Tanz-Kleidung wurde hier gestellt. Man übernachtet direkt in der Schule, duschte und aß gemeinsam - ein komplett durchgeplanter Stundentag also. Auch wenn ein strenger Ton herrschte so fühlte ich mich dort pudelwohl, da ich viel gelernt habe.
Das ist nun gute 20 Jahre her und heute? Möchte man heute Ballett in Plauen tanzen geht das wiederum nicht. Ich habe mit dem Tanzstudio Merhaba ein mehr oder weniger "brauchbares" Tanzstudio gefunden. Deren Fokus liegt zwar auf Bauchtanz, aber hin und wieder findet dort auch verschiedene Workshops statt, bzw. gibt es auch immer mal Burlesque Tanzblöcke. Hierbei sucht sich Melanie (die Lehrerin) immer ein Lied aus und kreiert dazu eine Choreo - in einer Gruppe das einzustudieren ist immer spaßig, wobei nicht jede eine Transe an ihrer Seite haben möchte...
Aber auch hier ist das Studio gerade geschlossen und meine lust am Tanzen ist gerade grenzenlos...hoffe, daß es hier bald weiter geht.
Das war mal wieder viel Text. Im Grunde wollte ich nur aussprechen, wie sehr ich Tanzen/Ballett liebe und es mir aber nicht ganz vergönnt war, dies voll und ganz zu erlernen. Ich bin jetzt 43 würde aber sofort bei einer Erwachsenen-Ballettgruppe einsteigen - nur leider wird es sowas hier nicht geben...Habt ihr da in den Großstädten ein Glück...!!!
Jennifer
Aber setzt du dich damit nicht selbst zu sehr unter Druck? Ich hätte jetzt auch nicht gedacht, daß du so viel Geld in ein Kostüm steckst - denn umgerechnet sind das gute 3000 DM. Ich liebe auch tolle Tanz-Konstüme, keine Frage, aber glaubst du, daß die Zuschauer das realisieren, bzw. wissen wieviel Arbeit und Geld hinter so einem Kostüm steckt?Anke hat geschrieben: Mo 4. Mai 2020, 12:18 Wenn ich einen neuen Act verwirkliche, dann plane ich in der Regel 500 bis 1.000 € für das Kostüm ein. Manchmal ist es auch mehr und ich komme auf 1.500 €. Das sind nur die Kosten für Materialien (Stoff, Federn, Strass, Perlen, etc.) bzw. Zukäufe (Kleider, Schuhe, Hüte, ...).
Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schwer es ist eine Choreographie zu entwickeln, ich selbst habe ich mich da nie rangetraut! Eine solche Choreographie muß ja auch einstudiert werden, was ein Tanzstudio verlangt - was für dich weitere Kosten nach sich zieht...Studiomiete??? Oder wie funktioniert das? Wo "trainierst" du? Das würde mich wirklich interessieren.Anke hat geschrieben: Mo 4. Mai 2020, 12:18 Dann entwerfe ich eine Choreographie probiere sie aus, hole mir Feedback von anderen und korrigiere sie. Wenn ich zufrieden bin, dann wird diese Choreografie solange geübt bis sie sicher sitzt, ich alle möglichen Fehlerquellen (bei den meisten Auftritten passiert etwas) identifiziert und entsprechende Maßnahmen dagegen gefunden habe. Der Aufwand liegt hier auch bei rund 100 Stunden oder mehr.
Genau, diese 5 Minuten sind es, die das Publikum wahrnimmt und gar nicht weiß, welche Arbeit, Vorbereitung, Schweiß und Training dahintersteckt. Man investiert 100te Stunden an Training (plus Ideen für eine Choreographie) und tanzt seine Show in 5 - 10 min auf der Bühne. Hier fehlt natürlich die Relation zwischen Vorbereitung und eigentlicher Darbietung. Letztendlich bekommt das Publikum immer nur das Ergebnis zu sehen - glaubst du, daß deine Zuschauer doch den ganzen Aufwand dahinter kennen?Anke hat geschrieben: Mo 4. Mai 2020, 12:18 Bis jetzt habe ich nur investiert. Wenn ich dann einen Auftritt bekomme, dann heißt das Packen und Vorbereiten und Anreisen. Vor Ort findet dann meist eine Probe statt, jede Bühne ist anders und ich muss den Act entsprechend anpassen. Dann mache ich mein Bühne-Make-Up (dauert ca. 1 Stunde) und das Warten auf den Auftritt beginnt. Irgendwann ist es dann soweit, der Act dauert ca. 5 min, manchmal sind es auch 2 Acts, danach wieder Warten auf den Curtain Call. Dann wird zusammengepackt und ich fahre nach Hause. Für die Show am Samstag werde ich voraussichtlich um 17:00 das Haus verlassen und bin vermutlich um Mitternacht wieder zu Hause.
Das würde ich etwas "geteilt" sehen: zum einen gibt es Tanzschulen die dankbar für jeden kleinen Auftritt (bsw. auf Volksfesten) sind und einfach nur aus Spaß am Tanzen dabei sind. Auf der anderen Seite gibt es die großen Ballett-Akademien wo sehr wohl das Geld im Vordergrund steht. Hier tanzen Profitänzer die von Auftritten leben und junge Tänzer schon in der eigenen Akademie auf eine Profikarriere vorbereitet werden - natürlich schafft das nicht jede/r. In Deutschland gibt es einige dieser Akademien und bisher halten sich diese "recht" gut - jedenfalls ist mir von keiner Schließung in nächster Zeit bekannt. Da verwundert mich es schon, daß das Deutsche Fernsehballett nicht überleben konnte - aus welchen Gründen auch immer.Anke hat geschrieben: Mo 4. Mai 2020, 12:18 Bühnenkunst verschlingt eine Menge Ressourcen, hinter jeder Minute Aktivität auf der Bühne steckt sehr viel Zeit, Geld, Kreativität und Engagement. Die Mehrzahl der Menschen, die sich dieser Kunst verschrieben hat, tut es nicht wegen des Geldes. Aber sie müssen eben auch davon leben können, sonst müssen sie andere Jobs annehmen und es gibt keine Bühnenkunst mehr.
Ich denke auch an das was du geschrieben hast: "Die Mehrzahl der Menschen, die sich dieser Kunst verschrieben hat, tut es nicht wegen des Geldes." Tanz ist eine ganz eigenen Kunst - so schön und wundervoll anzuschauen, bzw. es selbst zu leben. Wenn man einmal auf der Bühne stand und den Applaus der Zuschauer vernommen wird, dann kommt man nicht mehr davon los!
Das stimmt natürlich und ist einfach furchtbar. Ich sehe das ja auch an Plauen. Wir haben so ein schönes Theater mussten aber mit dem Theater Zwickau fusionieren und den Betrieb aufrechtzuerhalten. Und was ist mit Auftritten? Die verteilen sich über das Jahr - ist nicht so, daß jeden Tag eine Aufführung stattfindet. Das bedeutet, daß das Theater viele Tage ungenutzt bleibt, wobei Kosten für Mitarbeiter, Miete, Strom/Wasserkosten, etc. weiterlaufen...Anke hat geschrieben: Mo 4. Mai 2020, 12:18 Die meisten sichern sich den Lebensunterhalt durch den Unterricht, den sie geben. Ihr könnt euch also vorstellen, dass viele Künstlerinnen und Künstler in den letzten Wochen praktisch nichts verdient haben. Daher hoffe ich sehr, dass hier ein wenig Geld zusammen kommt, dass einigen über die nächsten Wochen hilft.
Zum Schluß möchte ich noch etwas von meinen Erlebnissen schreiben. Während meiner Schulzeit gab es in der DDR sogenannte AGs - ich war in der Turn-AG aktiv und machte da Bodenturnen. Nach meiner Schulzeit interessierte ich mich immer mehr für Ballett, fand aber lange Zeit keine Schule die das unterrichtete. Irgendwann hatte ich dann doch eine gefunden. Wir waren eine kleine Gruppe - alles Mädels und ich der einzige Junge. Das Niveau des Unterrichts würde ich als Semi-Professionell einordnen. Sprich, das war mehr oder weniger hobbymäßig ausgelegt, aber schon mit einer Spur Professionalität der Lehrerin. Was hat man beigebracht bekommen, natürlich die Grundlagen aber darüber hinaus ging es nicht wirklich. Was fiel für mich an Kosten an? Eine monatliche Gebühr ans Tanzstudio und alle paar Wochen neue Schläppchen - die verschliessen sich recht schnell - kein Wunder, ist ja auch nicht viel an den Schuhen. Wir hatten auch kleinere Auftritte, wobei für das Studio nur geringe Kosten anfielen: jeder fuhr selbst an den Veranstaltungsort und das Einstudieren der Choreo bezahlten wir mit unserem Monatsbeitrag. Blieben also für das Tanzstudio/Lehrerin nur die Kosten für die Zeit um eine Choreo zu entwerfen und die Kostüme. Letztere stammten aber immer aus dem Kleidungsfundus des Studios und sollten schon lange abgezahlt gewesen sein...Anke hat geschrieben: Mo 4. Mai 2020, 12:18 ja, das ist sehr schwer für diese Schulen. Kunst wird leider auch sehr schlecht entlohnt.
Das ganze hat mir viel Spaß gemacht, aber dennoch fühlte ich mich nicht "ausgereizt". Man muß ja bedenken, daß nicht gezielt trainiert wurde - es war eher ein Allgemeintraining. Später habe ich dann die Chance bekommen an einem "Jungs/Männer-Ballett-Intensivkurs" teilzunehmen. Dieser fand in Leipzig statt und ging über 10 Tage. Das Prinzip dieses Kurses stand darin den Schülern zu zeigen, wie an Akademien trainiert wird, ohne eben dabei an einer zu studieren. Ich fand diese Chance einmalig und habe mich dazu eingeschrieben. Das war ein völlig anderes Trainieren, hier herrschte Strenge und Disziplin wurde hier in jeder Sekunde verlangt. Zudem gab es einen Dress-Code, also die Tanz-Kleidung wurde hier gestellt. Man übernachtet direkt in der Schule, duschte und aß gemeinsam - ein komplett durchgeplanter Stundentag also. Auch wenn ein strenger Ton herrschte so fühlte ich mich dort pudelwohl, da ich viel gelernt habe.
Das ist nun gute 20 Jahre her und heute? Möchte man heute Ballett in Plauen tanzen geht das wiederum nicht. Ich habe mit dem Tanzstudio Merhaba ein mehr oder weniger "brauchbares" Tanzstudio gefunden. Deren Fokus liegt zwar auf Bauchtanz, aber hin und wieder findet dort auch verschiedene Workshops statt, bzw. gibt es auch immer mal Burlesque Tanzblöcke. Hierbei sucht sich Melanie (die Lehrerin) immer ein Lied aus und kreiert dazu eine Choreo - in einer Gruppe das einzustudieren ist immer spaßig, wobei nicht jede eine Transe an ihrer Seite haben möchte...
Das war mal wieder viel Text. Im Grunde wollte ich nur aussprechen, wie sehr ich Tanzen/Ballett liebe und es mir aber nicht ganz vergönnt war, dies voll und ganz zu erlernen. Ich bin jetzt 43 würde aber sofort bei einer Erwachsenen-Ballettgruppe einsteigen - nur leider wird es sowas hier nicht geben...Habt ihr da in den Großstädten ein Glück...!!!
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hallo Jennifer,
Zum einen habe ich einen Job, bei dem ich recht ordentlich verdiene. Das versetzt mich in die Lage, das Geld zu investieren. Und ich bin mir im klaren, dass ich das in den seltesten Fällen wieder einspielen kann. Mir geht es um meine künstlerische Arbeit, das Ausleben meiner Kreativität. Natürlich ist da auch bei mir irgendwann eine finanzielle Schmerzgrenze erreicht. Doch bis dahin tue ich alles, um den Act möglichst gut werden zu lassen.
Einziges Problem ist die Raumhöhe von 2,4 m. Wenn ich beispielsweise mit Fächern oder Isiswings arbeite, dann wird das schon mal knapp, Schleiderfächer gehen meist gar nicht.
Also liebe Jennifer: bleib dran und gib nicht auf. Wenn das Tanzen in dir ist, dann wirst Du einen Weg finden. Bei mir hat es lange gedauert (ich bin deutlich älter als Du), doch jetzt genieße ich es voll und ganz.
Liebe Grüße
Anke
Nein, das tue ich nicht. Es geht ja auch nicht darum, dass die Zuschauer sehen, wie viel Arbeit und Geld da drin steckt.Lady Jennifer hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 12:39
Aber setzt du dich damit nicht selbst zu sehr unter Druck? Ich hätte jetzt auch nicht gedacht, daß du so viel Geld in ein Kostüm steckst - denn umgerechnet sind das gute 3000 DM. Ich liebe auch tolle Tanz-Konstüme, keine Frage, aber glaubst du, daß die Zuschauer das realisieren, bzw. wissen wieviel Arbeit und Geld hinter so einem Kostüm steckt?
Zum einen habe ich einen Job, bei dem ich recht ordentlich verdiene. Das versetzt mich in die Lage, das Geld zu investieren. Und ich bin mir im klaren, dass ich das in den seltesten Fällen wieder einspielen kann. Mir geht es um meine künstlerische Arbeit, das Ausleben meiner Kreativität. Natürlich ist da auch bei mir irgendwann eine finanzielle Schmerzgrenze erreicht. Doch bis dahin tue ich alles, um den Act möglichst gut werden zu lassen.
Glücklicherweise habe ich zu Hause genug Platz, so dass ich nur selten in eine Studio muss. In meinem Arbeitszimmer habe ich einen großen Spiegel (1m x 2 m) um Kleinigkeiten auszuprobieren, z.B. einzelne Bewegungen oder Peels (das ist das Ausziehen eines bestimmten Kleidungsstücks). Im Untergeschoss haben wir einen großen Raum, den wir für unterschiedliche Zwecke nutzen. Da steht ein 3 m langer vollverspiegelter Kleiderschrank, der in den meisten Fällen ausreicht.Lady Jennifer hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 12:39 Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie schwer es ist eine Choreographie zu entwickeln, ich selbst habe ich mich da nie rangetraut! Eine solche Choreographie muß ja auch einstudiert werden, was ein Tanzstudio verlangt - was für dich weitere Kosten nach sich zieht...Studiomiete??? Oder wie funktioniert das? Wo "trainierst" du? Das würde mich wirklich interessieren.
Einziges Problem ist die Raumhöhe von 2,4 m. Wenn ich beispielsweise mit Fächern oder Isiswings arbeite, dann wird das schon mal knapp, Schleiderfächer gehen meist gar nicht.
Nein, natürlich kennen sie diesen Aufwand nicht. Ich liebe es auf der Bühne zu sein und für mich ist es den Aufwand wert. Und wenn die Leute nach der Show mit strahlenden Augen kommen und sich bedanken, dann ist das einfach wundervoll. Neben der Kunst als solcher geht es eben darum, den Menschen eine schöne Zeit und ein schönes Erlebnis zu geben.Lady Jennifer hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 12:39 Genau, diese 5 Minuten sind es, die das Publikum wahrnimmt und gar nicht weiß, welche Arbeit, Vorbereitung, Schweiß und Training dahintersteckt. Man investiert 100te Stunden an Training (plus Ideen für eine Choreographie) und tanzt seine Show in 5 - 10 min auf der Bühne. Hier fehlt natürlich die Relation zwischen Vorbereitung und eigentlicher Darbietung. Letztendlich bekommt das Publikum immer nur das Ergebnis zu sehen - glaubst du, daß deine Zuschauer doch den ganzen Aufwand dahinter kennen?
Du solltest unterscheiden zwischen den großen Akademien und den Künstlern, die dort ausgebildet werden. Natürlich ist der Betrieb einer solcher Akademie ein Geschäft, das ist auch bei einem kleinen Tanzstudio so. Wer gute Arbeit leistet, der darf auch gut verdienen. Wobei ich aus Erfahrung weiß, dass je größer eine Organisation wird, desto wahrscheinlicher findest Du dort auch Menschen, die sich nur für Geld und Karriere interessieren. Doch die meisten Künstler, die dort ausgebildet werden, die interessieren sich vor allem für ihre Kunst. Ich kenne so viele, Tänzer, Musiker, Schauspieler,... Bei vielen wäre ich oft froh, sie hätten etwas mehr Geschäftssinn, denn das würde ihr überleben erleichtern.Lady Jennifer hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 12:39 Das würde ich etwas "geteilt" sehen: zum einen gibt es Tanzschulen die dankbar für jeden kleinen Auftritt (bsw. auf Volksfesten) sind und einfach nur aus Spaß am Tanzen dabei sind. Auf der anderen Seite gibt es die großen Ballett-Akademien wo sehr wohl das Geld im Vordergrund steht. Hier tanzen Profitänzer die von Auftritten leben und junge Tänzer schon in der eigenen Akademie auf eine Profikarriere vorbereitet werden - natürlich schafft das nicht jede/r. In Deutschland gibt es einige dieser Akademien und bisher halten sich diese "recht" gut - jedenfalls ist mir von keiner Schließung in nächster Zeit bekannt. Da verwundert mich es schon, daß das Deutsche Fernsehballett nicht überleben konnte - aus welchen Gründen auch immer.
Ich denke auch an das was du geschrieben hast: "Die Mehrzahl der Menschen, die sich dieser Kunst verschrieben hat, tut es nicht wegen des Geldes." Tanz ist eine ganz eigenen Kunst - so schön und wundervoll anzuschauen, bzw. es selbst zu leben. Wenn man einmal auf der Bühne stand und den Applaus der Zuschauer vernommen wird, dann kommt man nicht mehr davon los!
So ist es!Lady Jennifer hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 12:39 Das stimmt natürlich und ist einfach furchtbar. Ich sehe das ja auch an Plauen. Wir haben so ein schönes Theater mussten aber mit dem Theater Zwickau fusionieren und den Betrieb aufrechtzuerhalten. Und was ist mit Auftritten? Die verteilen sich über das Jahr - ist nicht so, daß jeden Tag eine Aufführung stattfindet. Das bedeutet, daß das Theater viele Tage ungenutzt bleibt, wobei Kosten für Mitarbeiter, Miete, Strom/Wasserkosten, etc. weiterlaufen...
Ja, das schätze ich sehr an Stuttgart, die Möglichkeiten sind enorm. Aber auch hier ist derzeit alles geschlossen. Mittlerweile unterrichte ich auch immer wieder. Gerade im März wollte ich für einige Wochen einen Kurs übernehmen, aber dazu ist es leider nicht gekommen. Wir warten alles sehnsüchtig, dass es weiter geht.Lady Jennifer hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 12:39 Zum Schluß möchte ich noch etwas von meinen Erlebnissen schreiben. Während meiner Schulzeit gab es in der DDR sogenannte AGs - ich war in der Turn-AG aktiv und machte da Bodenturnen. Nach meiner Schulzeit interessierte ich mich immer mehr für Ballett, fand aber lange Zeit keine Schule die das unterrichtete. Irgendwann hatte ich dann doch eine gefunden. Wir waren eine kleine Gruppe - alles Mädels und ich der einzige Junge. Das Niveau des Unterrichts würde ich als Semi-Professionell einordnen. Sprich, das war mehr oder weniger hobbymäßig ausgelegt, aber schon mit einer Spur Professionalität der Lehrerin. Was hat man beigebracht bekommen, natürlich die Grundlagen aber darüber hinaus ging es nicht wirklich. Was fiel für mich an Kosten an? Eine monatliche Gebühr ans Tanzstudio und alle paar Wochen neue Schläppchen - die verschliessen sich recht schnell - kein Wunder, ist ja auch nicht viel an den Schuhen. Wir hatten auch kleinere Auftritte, wobei für das Studio nur geringe Kosten anfielen: jeder fuhr selbst an den Veranstaltungsort und das Einstudieren der Choreo bezahlten wir mit unserem Monatsbeitrag. Blieben also für das Tanzstudio/Lehrerin nur die Kosten für die Zeit um eine Choreo zu entwerfen und die Kostüme. Letztere stammten aber immer aus dem Kleidungsfundus des Studios und sollten schon lange abgezahlt gewesen sein...Und an einem Ballett-Outfit ist ja nicht wirklich viel dazu: Trikot, Strumpfhose, Schläppchen.
Das ganze hat mir viel Spaß gemacht, aber dennoch fühlte ich mich nicht "ausgereizt". Man muß ja bedenken, daß nicht gezielt trainiert wurde - es war eher ein Allgemeintraining. Später habe ich dann die Chance bekommen an einem "Jungs/Männer-Ballett-Intensivkurs" teilzunehmen. Dieser fand in Leipzig statt und ging über 10 Tage. Das Prinzip dieses Kurses stand darin den Schülern zu zeigen, wie an Akademien trainiert wird, ohne eben dabei an einer zu studieren. Ich fand diese Chance einmalig und habe mich dazu eingeschrieben. Das war ein völlig anderes Trainieren, hier herrschte Strenge und Disziplin wurde hier in jeder Sekunde verlangt. Zudem gab es einen Dress-Code, also die Tanz-Kleidung wurde hier gestellt. Man übernachtet direkt in der Schule, duschte und aß gemeinsam - ein komplett durchgeplanter Stundentag also. Auch wenn ein strenger Ton herrschte so fühlte ich mich dort pudelwohl, da ich viel gelernt habe.
Das ist nun gute 20 Jahre her und heute? Möchte man heute Ballett in Plauen tanzen geht das wiederum nicht. Ich habe mit dem Tanzstudio Merhaba ein mehr oder weniger "brauchbares" Tanzstudio gefunden. Deren Fokus liegt zwar auf Bauchtanz, aber hin und wieder findet dort auch verschiedene Workshops statt, bzw. gibt es auch immer mal Burlesque Tanzblöcke. Hierbei sucht sich Melanie (die Lehrerin) immer ein Lied aus und kreiert dazu eine Choreo - in einer Gruppe das einzustudieren ist immer spaßig, wobei nicht jede eine Transe an ihrer Seite haben möchte...![]()
Aber auch hier ist das Studio gerade geschlossen und meine lust am Tanzen ist gerade grenzenlos...hoffe, daß es hier bald weiter geht.
Das war mal wieder viel Text. Im Grunde wollte ich nur aussprechen, wie sehr ich Tanzen/Ballett liebe und es mir aber nicht ganz vergönnt war, dies voll und ganz zu erlernen. Ich bin jetzt 43 würde aber sofort bei einer Erwachsenen-Ballettgruppe einsteigen - nur leider wird es sowas hier nicht geben...Habt ihr da in den Großstädten ein Glück...!!!
Also liebe Jennifer: bleib dran und gib nicht auf. Wenn das Tanzen in dir ist, dann wirst Du einen Weg finden. Bei mir hat es lange gedauert (ich bin deutlich älter als Du), doch jetzt genieße ich es voll und ganz.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hallo,
auf Facebook gibt es einen schönen Trailer für die Show am Samstag. Ich hoffe, dass er auch noch auf Youtube eingestellt wird, dann ist er auch für alle zu sehen.
https://www.facebook.com/stuttgartburle ... 199507585/
Burlesque Grüße
Anke alias Belle Larouge
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hallo Anke,
Zuerst einmal noch ein paar Fragen:
- woher kommt dein Interesse an Burlesque?
- hast du gleich mit Burlesque angefangen oder hast du eine andere Tanzrichtung (davor) gelernt?
Jennifer
Zuerst einmal noch ein paar Fragen:
- woher kommt dein Interesse an Burlesque?
- hast du gleich mit Burlesque angefangen oder hast du eine andere Tanzrichtung (davor) gelernt?
Aha, da sparst du also auch Kosten - ist natürlich toll, so ein kleines Tanzstudio im Haus/Wohnung zu haben. Und ja, ein großer Spiegel ist beim Tanz ein Muss - ohne diesen geht ein Training (für eine Choreo) eigentlich gar nicht. Das klingt für mich aber auch, daß du meist allein trainierst - oder hast du auch mal andere Tänzerinnen bei dir im "Studio"?Anke hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 13:33 Glücklicherweise habe ich zu Hause genug Platz, so dass ich nur selten in eine Studio muss. In meinem Arbeitszimmer habe ich einen großen Spiegel (1m x 2 m) um Kleinigkeiten auszuprobieren, z.B. einzelne Bewegungen oder Peels (das ist das Ausziehen eines bestimmten Kleidungsstücks). Im Untergeschoss haben wir einen großen Raum, den wir für unterschiedliche Zwecke nutzen. Da steht ein 3 m langer vollverspiegelter Kleiderschrank, der in den meisten Fällen ausreicht.
Einziges Problem ist die Raumhöhe von 2,4 m. Wenn ich beispielsweise mit Fächern oder Isiswings arbeite, dann wird das schon mal knapp, Schleiderfächer gehen meist gar nicht.
Ist klar, ist im Prinzip ja auch nur eine "Firma" - mit Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Und warum sollen diese auch kein Geld verdienen - ich gönne das jeder Tanz-Akademie, die ihre Kunst ausüben!!!Anke hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 13:33 Du solltest unterscheiden zwischen den großen Akademien und den Künstlern, die dort ausgebildet werden. Natürlich ist der Betrieb einer solcher Akademie ein Geschäft...
In Großstädten ist es ja eher so, daß es meist zu viele Tanzstudios gibt, die nach Schülern suchen. Für mich als Tänzer wäre das natürlich toll - da könnte man erst mal in verschiedene Tanzschule schnuppern, um zu sehen, wer am besten einem das Tanzen beibringt. Für Inhaber der Tanzschulen ist die große Konkurrenz wohl nicht so toll...Anke hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 13:33 Ja, das schätze ich sehr an Stuttgart, die Möglichkeiten sind enorm.
Wie schon geschrieben, ist es bei uns nicht anders...Leider habe ich zu Hause nicht den Platz um groß eine Choreo nach Lust und Laune zu tanzen. Aber wenigstens reicht es um die Ballett-Grundlagen (Passe, Plie, Fußarbeit im Allgemeinen, Stretching, etc... ) weiter zu trainieren - das macht auch Spaß und ist ein tolles Workout.Anke hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 13:33 Aber auch hier ist derzeit alles geschlossen...Wir warten alles sehnsüchtig, dass es weiter geht.
Ich habe auch weiterhin ein Auge darauf, aber die Vergangenheit hat gezeigt, daß es hier kein Interesse speziell am Ballett gibt, denn in dieser Richtung hat hier kein Tanzstudio geöffnet. Standarttanz? Kein Problem, aber das Ballett bleibt auf der Strecke. So hoffe ich immer auf Workshop die wenigstens in die "Richtung" gehen.Anke hat geschrieben: Di 5. Mai 2020, 13:33 Also liebe Jennifer: bleib dran und gib nicht auf. Wenn das Tanzen in dir ist, dann wirst Du einen Weg finden. Bei mir hat es lange gedauert (ich bin deutlich älter als Du), doch jetzt genieße ich es voll und ganz.
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hallo,
jetzt gibt es den Trailer auf Youtube.
Ich hoffe ihr habt Lust bekommen dabei zu sein. Und wenn ja, leitet den Link weiter an Freunde und Bekannte, die sich über eine kleine Abwechslung am Samstag Abend freuen.
Burlesque Grüße
Anke alias Belle Larouge
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hallo Anke,
der Trailer ist sehr vielversprechend. Freu mich schon drauf.
Liebe Grüße
Katja
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Anke
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hallo,
ich hoffe das die eine oder andere gestern Abend zugeschaut hat und Spaß dabei hatte. Bei uns war die Stimmung prächtig und das Feedback war rundherum positiv.
Wer es verpasst hat, der kann hier nochmal reinschauen, denn natürlich wurde alles aufgezeichnet:
Die Show beginnt bei ca. 56:30
Mein Auftritt startet bei ca. 1:47:30. Ich habe meinen Act herausgeschnitten (brauche ich für Bewerbungen) und nochmal extra bei Youtube hochgeladen:
Viel Vergnügen beim Anschauen.
Burlesque Grüße
Anke alias Belle Larouge
ich hoffe das die eine oder andere gestern Abend zugeschaut hat und Spaß dabei hatte. Bei uns war die Stimmung prächtig und das Feedback war rundherum positiv.
Wer es verpasst hat, der kann hier nochmal reinschauen, denn natürlich wurde alles aufgezeichnet:
Die Show beginnt bei ca. 56:30
Mein Auftritt startet bei ca. 1:47:30. Ich habe meinen Act herausgeschnitten (brauche ich für Bewerbungen) und nochmal extra bei Youtube hochgeladen:
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hab's mir schon angeschaut. Sehr gute Darbietung.
Mache weiter so.
Danke
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Bin auf dem Weg. Bitte sucht mich nicht.
Melde mich demnächst wieder.
Bye
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Vielleicht hast du es überlesen - wäre schön, wenn du mir das beantworten könntest. Danke.Lady Jennifer hat geschrieben: Mi 6. Mai 2020, 11:24 Zuerst einmal noch ein paar Fragen:
- woher kommt dein Interesse an Burlesque?
- hast du gleich mit Burlesque angefangen oder hast du eine andere Tanzrichtung (davor) gelernt?
Jennifer
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Moin Anke,
tolle Show! Hab mir damit gestern den Abend vertrieben. Was mir bei dir auffiel, im Gegensatz zu einigen anderen lächelst du sehr wenig. Hoffentlich drück ich mich damit richtig aus. Vielleicht weißt du ja, was ich meine. Aber der Act an sich: Toll gemacht! Weiter so.
LG Bianca
tolle Show! Hab mir damit gestern den Abend vertrieben. Was mir bei dir auffiel, im Gegensatz zu einigen anderen lächelst du sehr wenig. Hoffentlich drück ich mich damit richtig aus. Vielleicht weißt du ja, was ich meine. Aber der Act an sich: Toll gemacht! Weiter so.
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Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hallo Anke,
es ist beeindruckend, wie Du Deinen Auftritt auf die Bühne bringst. Ohne Publikum, so stelle ich es mir vor, fehlt doch sicher die direkte Reaktion auf das Dargebotene. Es fehlt der Applaus, das Brot der Künstler.
Wie motivierst Du dich dann zu Deiner Darbietung. Es wirkt so locker und leicht.
Viele liebe Grüße von Magdalena
es ist beeindruckend, wie Du Deinen Auftritt auf die Bühne bringst. Ohne Publikum, so stelle ich es mir vor, fehlt doch sicher die direkte Reaktion auf das Dargebotene. Es fehlt der Applaus, das Brot der Künstler.
Wie motivierst Du dich dann zu Deiner Darbietung. Es wirkt so locker und leicht.
Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Anke
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Re: Burlesque mit Belle Larouge
Hallo Jennifer,
Ich habe immer schon gerne getanzt. Alles was mit Musik zu tun hat, zieht mich magisch an, so auch der Tanz.
Dazu gehört für mich Abrocken in der Disco/im Club und auch klassischer Partnertanz. Eine Weile habe ich auch Salza getanzt. Das hätte ich auch sehr gerne weiter gemacht. Allerdings ist es als Transfrau ziemlich aussichtslos einen männlichen Tanzpartner zu finden. Ich hatte ein paar Mal die Gelegenheit von einem Mann "betanzt" zu werden. Es war ein wundervolles Gefühl sich führen zu lassen, ich habe es sehr genossen. Aber das waren nur Einzelfälle.
Statt mich auf eine ziemlich hoffnungslose Suche zu machen, habe ich nach anderen Möglichkeiten zum Tanzen gesucht. Eine Weile waren Bauchtanz und Burlesque in der engeren Wahl. Zufällig bin ich auf eine Tanzgruppe gestoßen bei der Burlesque unterrichtet wurde, bzw. das, was die Kursleiterin dafür hält. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Dann hat ein Teil unserer Gruppe beschlossen nach Berlin zum Festival zu fahren. Eine richtige Mädelssause, ein unvergessliches Erlebnis. Dort fing ich an zu begreifen, was Burlesque bedeutet. Für eine geplante Schülershow, bei der ich sowieso singend auftreten wollte, habe ich meinen ersten Act erarbeitet. Als Song wählte ich "Fever" von Peggy Lee und mein Kostüm stellte ich aus dem zusammen, was mein Kleiderschrank her gab. Der Auftritt war ein Erfolg und ich wusste, das ist das richtige für mich.
Parallel fing ich an zum Corso Cabaret zu gehen, einer kleiner Burelsque Show, die einmal im Monat in Stuttgart statt. Dort lernte ich Fanny Di Favola. Sie war Veranstalterin und Star dieser Show. Sie erzählte mir von ihrer Burlesqueschule und ich fing an dort ebenfalls Unterricht zu nehmen. Mein erstes Ziel war es im Corso Cabaret aufzutreten. Nach etwas weniger als einem Jahr hatte ich mir diesen Traum erfüllt.
Seitdem bin ich dabei. Es ist eine Szene, eine Welt, in der ich mich sehr wohl fühle.
Ich hoffe, dass es deine Fragen beantwortet.
Burlesque Grüße
Anke alias Belle Larouge
nein, ich hatte es nicht überlesen. Es fehlte nur die Muße für eine Antwort.Lady Jennifer hat geschrieben: Mo 11. Mai 2020, 11:34Vielleicht hast du es überlesen - wäre schön, wenn du mir das beantworten könntest. Danke.Lady Jennifer hat geschrieben: Mi 6. Mai 2020, 11:24 Zuerst einmal noch ein paar Fragen:
- woher kommt dein Interesse an Burlesque?
- hast du gleich mit Burlesque angefangen oder hast du eine andere Tanzrichtung (davor) gelernt?
Ich habe immer schon gerne getanzt. Alles was mit Musik zu tun hat, zieht mich magisch an, so auch der Tanz.
Dazu gehört für mich Abrocken in der Disco/im Club und auch klassischer Partnertanz. Eine Weile habe ich auch Salza getanzt. Das hätte ich auch sehr gerne weiter gemacht. Allerdings ist es als Transfrau ziemlich aussichtslos einen männlichen Tanzpartner zu finden. Ich hatte ein paar Mal die Gelegenheit von einem Mann "betanzt" zu werden. Es war ein wundervolles Gefühl sich führen zu lassen, ich habe es sehr genossen. Aber das waren nur Einzelfälle.
Statt mich auf eine ziemlich hoffnungslose Suche zu machen, habe ich nach anderen Möglichkeiten zum Tanzen gesucht. Eine Weile waren Bauchtanz und Burlesque in der engeren Wahl. Zufällig bin ich auf eine Tanzgruppe gestoßen bei der Burlesque unterrichtet wurde, bzw. das, was die Kursleiterin dafür hält. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Dann hat ein Teil unserer Gruppe beschlossen nach Berlin zum Festival zu fahren. Eine richtige Mädelssause, ein unvergessliches Erlebnis. Dort fing ich an zu begreifen, was Burlesque bedeutet. Für eine geplante Schülershow, bei der ich sowieso singend auftreten wollte, habe ich meinen ersten Act erarbeitet. Als Song wählte ich "Fever" von Peggy Lee und mein Kostüm stellte ich aus dem zusammen, was mein Kleiderschrank her gab. Der Auftritt war ein Erfolg und ich wusste, das ist das richtige für mich.
Parallel fing ich an zum Corso Cabaret zu gehen, einer kleiner Burelsque Show, die einmal im Monat in Stuttgart statt. Dort lernte ich Fanny Di Favola. Sie war Veranstalterin und Star dieser Show. Sie erzählte mir von ihrer Burlesqueschule und ich fing an dort ebenfalls Unterricht zu nehmen. Mein erstes Ziel war es im Corso Cabaret aufzutreten. Nach etwas weniger als einem Jahr hatte ich mir diesen Traum erfüllt.
Seitdem bin ich dabei. Es ist eine Szene, eine Welt, in der ich mich sehr wohl fühle.
Ich hoffe, dass es deine Fragen beantwortet.
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Zuletzt geändert von Anke am Mi 13. Mai 2020, 20:31, insgesamt 1-mal geändert.
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