Schlüpfrige Dinge
Ein Mensch, der auf der Straße ging,
Mit seinen Augen sich verfing
In einem Laden, drin ein Weib
Höchst schamlos zeigte seinen Leib,
Der nur aus Pappendeckel zwar,
Doch fleischlich in der Wirkung war.
Von Hemd und Höschen zart umhüllt,
Das Blendwerk nur den Zweck erfüllt,
Zu schlagen eine breite Bresche
In den erlaubten Wunsch nach Wäsche,
Und da dem Reinen alles rein,
Sah das der Mensch auch alsbald ein
Und ging mit einer grenzenlosen Hoochachtung fort für Damenhosen,
Eugen Roth in "Ein Mensch", Carl Hanser, München, 1932
Gedicht von Eugen Roth
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ExUserIn-2026-04-08
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Gedicht von Eugen Roth
Ich habe durch Zufall ein nettes Gedicht von Eugen Roth entdeckt:
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
Vicky
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JuLa67
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Re: Gedicht von Eugen Roth
Liebe Vicky,
vielen Dank!
Ich mag Eugen Roth sehr.
Der hat so eine nette, aber treffende, Art die Gesellschaft zu beschreiben....
Spontan fällt mir da ein:
Ein Mensch, der spürt,
Wenn auch verschwommen,
Er müßte sich genau genommen,
Im Grunde seines Herzens schämen,
Gibt vor, es nicht genau zu nehmen.
Ebenfalls aus Ein Mensch.
Liebe Grüße
Larissa
vielen Dank!
Ich mag Eugen Roth sehr.
Der hat so eine nette, aber treffende, Art die Gesellschaft zu beschreiben....
Spontan fällt mir da ein:
Ein Mensch, der spürt,
Wenn auch verschwommen,
Er müßte sich genau genommen,
Im Grunde seines Herzens schämen,
Gibt vor, es nicht genau zu nehmen.
Ebenfalls aus Ein Mensch.
Liebe Grüße
Larissa
Nach den Wolken kommt die Sonne - Alain de Lille
Glück ist, nicht mehr zu wollen als man kann, und nicht zu müssen, was man nicht will - Judy Parker
Wenn du schnell gehen willst, gehe alleine. Wenn du weit gehen willst, gehe mit anderen. -aus Afrika
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Engelchen
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Re: Gedicht von Eugen Roth
Ich glaube ich muss mich mal mehr Eugen Roth auseinandersetzen..
Danke euch
Lisa
Danke euch
Lisa
Liebe geben und offen sein für Neues
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ExuserIn-2021-04-19
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Re: Gedicht von Eugen Roth
Eugen Roth mag ich auch sehr. Zum Beispiel dieses Gedicht, das immer noch sehr aktuell ist:
Mahnung
Die Welt, bedacht auf platten Nutzen,
Sucht auch die Seelen auszuputzen;
Das Sumpf-Entwässern, Wälder-Roden
Schafft einwandfreien Ackerboden
Und schon kann die Statistik prahlen
Mit beispiellosen Fortschrittszahlen.
Doch langsam merken's auch die Deppen:
Die Seelen schwinden und versteppen!
Denn nirgends mehr, so weit man sieht,
Gibt es ein Seelen-Schutzgebiet.
Kein Wald, drin Traumes Vöglein sitzen,
Kein Bach, drin Frohsinns Fischlein blitzen
Kein Busch, im Schmerz sich zu verkriechen,
Kein Blümlein, Andacht draus zu riechen.
Nicht als ein ödes Feld - mit Leuten
Bestellt, es restlos auszubeuten.
Drum, wollt Ihr nicht zugrunde gehn,
Lasst noch ein bisschen Wildnis stehn!
Eugen Roth (1895-1976), dt. Autor
Mahnung
Die Welt, bedacht auf platten Nutzen,
Sucht auch die Seelen auszuputzen;
Das Sumpf-Entwässern, Wälder-Roden
Schafft einwandfreien Ackerboden
Und schon kann die Statistik prahlen
Mit beispiellosen Fortschrittszahlen.
Doch langsam merken's auch die Deppen:
Die Seelen schwinden und versteppen!
Denn nirgends mehr, so weit man sieht,
Gibt es ein Seelen-Schutzgebiet.
Kein Wald, drin Traumes Vöglein sitzen,
Kein Bach, drin Frohsinns Fischlein blitzen
Kein Busch, im Schmerz sich zu verkriechen,
Kein Blümlein, Andacht draus zu riechen.
Nicht als ein ödes Feld - mit Leuten
Bestellt, es restlos auszubeuten.
Drum, wollt Ihr nicht zugrunde gehn,
Lasst noch ein bisschen Wildnis stehn!
Eugen Roth (1895-1976), dt. Autor
It's not Crossdressing, it's just dressing.
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Michi
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Re: Gedicht von Eugen Roth
Ein Vierzeiler von Eugen Roth begleitet mich nun bestimmt schon 20 Jahre ...
Du willst bei Fachgenossen gelten?
Das ist verlorne Liebesmüh.
Was dir misslingt verzeih'n sie selten,
was dir gelingt verzeih'n sie nie!
Du willst bei Fachgenossen gelten?
Das ist verlorne Liebesmüh.
Was dir misslingt verzeih'n sie selten,
was dir gelingt verzeih'n sie nie!
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.