Diverse Bühnenfassungen dieser Geschichte sind aufgeführt worden und erfreuten sich regen Zuspruchs. Ein Beispiel:
The Story - Die Geschichte basiert auf Gerichtsakten, eines Prozesses, der London im April Jahr 1870 statt fand. Kurzgefasst wurden die beiden "Drag Performer" - "Fanny und Stella" nach mehrmonatigem Verlauf freigesprochen. Aber lesen Sie selbst in dem gut recherchierten und quellenreichen Artikel:
"...Als Boulton und Park am 29. April vor diesem Gericht erschienen, trugen sie noch die Frauenkleider vom Vortag, was in Zeitungsberichten ausführlich beschrieben wurde: Stella trug ein sehr tief ausgeschnittenes scharlachrotes Satin-Kleid mit einem sehr voll gepolsterten Busen ("very full padded bosom"), dazu einen weißen Schal, Armbänder, eine Halskette, weiße Handschuhe und einen Fächer. Vor Gericht stellte sich heraus, dass beide Männer ein Jahr lang unter polizeilicher Überwachung gestanden hatten und dass auch ihre Wohnung zwei Wochen lang observiert worden war. Vor dem Gericht in der Bow Street sollen sich fast 1.000 Menschen versammelt haben und die Zeitungen berichteten ausführlich über diesen Skandal, der nun seinen Anfang nahm..."
Quelle: https://www.queer.de/publisher/pics/fan ... ng-600.jpgQuelle: https://www.queer.de/detail.php?article_id=35991
Bemerkenswert ist wirklich die enorme Viefalt der Quellen. Hier ein Beispiel:
Für weitere Diskussionen anregend, sind sicher die Freisprüche: "...Die Staatsanwaltschaft konnte letztendlich nicht nachweisen, dass Boulton, Park und die anderen Männer Analverkehr und damit eine nach damaligem Recht strafbare Handlung begangen hatten. Auch die Unzuverlässigkeit einiger Zeugen wirkte sich zu Gunsten der Angeklagten aus. Das Gericht schloss sich daher der Strategie der Verteidigung an, alles für eine harmlose Verkleidung und einen Scherz zu halten. Die beiden Männer waren ja nicht in flagranti beim Sex beobachtet worden, sondern an einem öffentlichen Ort, wo sie als Frauen gekleidet waren. Das passe nicht zum üblichen Bild von Homosexualität, die das Licht des Tages scheue, hatten die Verteidiger erklärt. Homosexualität sei schließlich mit Scham verbunden, geschehe heimlich und sei überhaupt eine hässliche Sache. Nach einer mehrtägigen Verhandlung wurden die beiden Männer (vermutlich am 12. Mai 1871) freigesprochen.
Das zweite Gerichtsverfahren — wo es "nur noch" um das Tragen von Frauenkleidung und nicht mehr um homosexuelle Handlungen ging (vermutlich am 12. Juni 1871) — soll nur 53 Minuten gedauert haben und führte ebenfalls zu Freisprüchen...."
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und hier noch einige Worte in eigener Sache. Mit meinem 100ten Beitrag in diesem Forum, ist heute mit dem Motto:
sicher ein Anlass, passend zu den Inhalten dieses Artikels mit 150jähriger Geschichte, über die Inhalte der nächsten 50 Beiträge nachzudenken. Wer also Wünsche zu Themen und Inhalten hat, möge sich bitte direkt oder per PN an mich wenden. Verstärken werde ich sicher die Berichte aus den Genre Film und freue mich weiter auf eure geschätzte Aufmerksamkeit
Verbleibe mit den besten Wünschen für ein "Schrill aus dem April"
eure maexine