Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
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Melli_
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Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
Hallo Mädels,
ich habe was geschrieben. Viel Spass beim Lesen. ich hoffe, dass es Euch in der Cortona Zeit auf andere Gedanken bringt.
LG,
Melanie
Das fiese Zauberbuch der netten Mädchen.
Diese Geschichte stammt zu 100% aus der Phantasie der Autorin. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind ungewollt. Magische Bücher dieser Art gibt es (leider) nicht. Jedenfalls keine, die so gut funktionieren — wenn doch, so würde ich mich sehr über eine Nachricht freuen.
Teil 1 Das Buch
Abitur und kein Ende. Kevin Bäcker kam nach Hause. Manchmal hasste er seinen Namen — hatte sich alle Welt verschworen, dass Kevins nicht besser als mit 3 — bewertet werden könnten? Kevin ist kein Name, sondern ein Krankheitsbild — eine Diagnose, ein Schicksal. Wie oft hatte er das schon gehört. Kevin hasste seinen Namen — Warum hatten ihn seine Eltern damit gestraft? Warum nicht Andreas, Alexander oder Michael? Nein Kevin musste es sein. Kevin war allein zu Hause. Kevin Kostner drehte Filme und Kevin Bacon war schon immer der Schwarm seiner Mutter. Es war Samstag Abend und am Montag stand die Mathe Klausur an. Seine kleine Schwester Miriam war mit den Eltern das Wochenende weg und er konnte sich auf die nächsten Klausuren vorbereiten. Miriam hat mit ihrem Namen Glück gehabt. Er hätte gerne auch einen solchen Namen gehabt. Irgendetwas normales, womit keine fremden Assoziationen verbunden waren.
Jetzt, wo er allein war, konnte er die Räume im Haus erkunden. Also warum nicht bei der kleinen Schwester mal vorbeischauen. Vielleicht erfährt man ja etwas Interessantes. Neugierig betritt er das Zimmer seiner Schwester und findet auf ihrem Schreibtisch ein Buch. Kevin nimmt es in die Hand. Es ist rosa und trägt die Überschrift "Naughty book of 13 spells for nice girls". Wieder so ein Wicca Quatsch, mit dem sich seine Schwester das Hirn weichmacht. Und doch beginnt Kevin zu lesen. Er hat gerade nichts anderes vor.
Vorwort
Herzlich willkommen zu deinem ersten Zauberbuch. In diesem Buch werden wir unsere weibliche Seite zum Zaubern nutzen, um zu erreichen, was wir schon lange haben wollten. In den Zaubersprüchen kanalisiert sich deine Weiblichkeit — du kannst sie nutzen. Doch hüte dich, alles, was du zauberst, hat seinen Preis. Ein Zauber kann zu einem Problem werden, denn sobald man ihn nicht weiter mit Energie füllt, kann er sich negativ auswirken — das Schicksal fordert die Anleihen zurück. Es ist so, als würde man das Glück der Zukunft jetzt nutzen, doch Du wirst nicht mehr Glück haben, als Dir gegeben ist. Lässt du die Zauber sein, so wird es eine Zeit dauern, bis du wieder Glück hast. Also nutze die Sprüche weise.
Zaubern erfordert Komponenten des Zaubernden und ein Zauber braucht Pflege. Die Kraft einer Zauberin steckt in ihrer Weiblichkeit — je mehr diese lebt, desto stärker können die Zauber wirken. Besonders wichtig sind Fingernägel und Haare, die eine echte Hexe lang trägt. Aber nicht nur die Länge ist entscheidend. Haare müssen dir stehen, sie müssen dich attraktiv, begehrenswert und weiblich machen, dann werden sich Deine Zauber voll entfalten können. Nur wenn Dein Körper deine magische Kraft in Dir transportiert, werden deine Zauber die Realität um dich herum verändern können. Achte auf deinen Körper, dann wirst du eine wahre Hexe werden.
Ach du meine Güte, was für eine gequirlte Sch... Und mit sowas beschäftigt sich meine Schwester. Oh — Weiblichkeit, sie ist der Schlüssel zum Hexenwesen. Kevin schüttelte den Kopf und blätterte weiter zum Inhaltsverzeichnis.
ich habe was geschrieben. Viel Spass beim Lesen. ich hoffe, dass es Euch in der Cortona Zeit auf andere Gedanken bringt.
LG,
Melanie
Das fiese Zauberbuch der netten Mädchen.
Diese Geschichte stammt zu 100% aus der Phantasie der Autorin. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind ungewollt. Magische Bücher dieser Art gibt es (leider) nicht. Jedenfalls keine, die so gut funktionieren — wenn doch, so würde ich mich sehr über eine Nachricht freuen.
Teil 1 Das Buch
Abitur und kein Ende. Kevin Bäcker kam nach Hause. Manchmal hasste er seinen Namen — hatte sich alle Welt verschworen, dass Kevins nicht besser als mit 3 — bewertet werden könnten? Kevin ist kein Name, sondern ein Krankheitsbild — eine Diagnose, ein Schicksal. Wie oft hatte er das schon gehört. Kevin hasste seinen Namen — Warum hatten ihn seine Eltern damit gestraft? Warum nicht Andreas, Alexander oder Michael? Nein Kevin musste es sein. Kevin war allein zu Hause. Kevin Kostner drehte Filme und Kevin Bacon war schon immer der Schwarm seiner Mutter. Es war Samstag Abend und am Montag stand die Mathe Klausur an. Seine kleine Schwester Miriam war mit den Eltern das Wochenende weg und er konnte sich auf die nächsten Klausuren vorbereiten. Miriam hat mit ihrem Namen Glück gehabt. Er hätte gerne auch einen solchen Namen gehabt. Irgendetwas normales, womit keine fremden Assoziationen verbunden waren.
Jetzt, wo er allein war, konnte er die Räume im Haus erkunden. Also warum nicht bei der kleinen Schwester mal vorbeischauen. Vielleicht erfährt man ja etwas Interessantes. Neugierig betritt er das Zimmer seiner Schwester und findet auf ihrem Schreibtisch ein Buch. Kevin nimmt es in die Hand. Es ist rosa und trägt die Überschrift "Naughty book of 13 spells for nice girls". Wieder so ein Wicca Quatsch, mit dem sich seine Schwester das Hirn weichmacht. Und doch beginnt Kevin zu lesen. Er hat gerade nichts anderes vor.
Vorwort
Herzlich willkommen zu deinem ersten Zauberbuch. In diesem Buch werden wir unsere weibliche Seite zum Zaubern nutzen, um zu erreichen, was wir schon lange haben wollten. In den Zaubersprüchen kanalisiert sich deine Weiblichkeit — du kannst sie nutzen. Doch hüte dich, alles, was du zauberst, hat seinen Preis. Ein Zauber kann zu einem Problem werden, denn sobald man ihn nicht weiter mit Energie füllt, kann er sich negativ auswirken — das Schicksal fordert die Anleihen zurück. Es ist so, als würde man das Glück der Zukunft jetzt nutzen, doch Du wirst nicht mehr Glück haben, als Dir gegeben ist. Lässt du die Zauber sein, so wird es eine Zeit dauern, bis du wieder Glück hast. Also nutze die Sprüche weise.
Zaubern erfordert Komponenten des Zaubernden und ein Zauber braucht Pflege. Die Kraft einer Zauberin steckt in ihrer Weiblichkeit — je mehr diese lebt, desto stärker können die Zauber wirken. Besonders wichtig sind Fingernägel und Haare, die eine echte Hexe lang trägt. Aber nicht nur die Länge ist entscheidend. Haare müssen dir stehen, sie müssen dich attraktiv, begehrenswert und weiblich machen, dann werden sich Deine Zauber voll entfalten können. Nur wenn Dein Körper deine magische Kraft in Dir transportiert, werden deine Zauber die Realität um dich herum verändern können. Achte auf deinen Körper, dann wirst du eine wahre Hexe werden.
Ach du meine Güte, was für eine gequirlte Sch... Und mit sowas beschäftigt sich meine Schwester. Oh — Weiblichkeit, sie ist der Schlüssel zum Hexenwesen. Kevin schüttelte den Kopf und blätterte weiter zum Inhaltsverzeichnis.
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Bibi Melina
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Re: Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
guter anfang bin mal gespannt wies weiter geht
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schaue nach vorn und niemals zurück! Tu was du willst, und steh dazu, denn dieses Leben lebst nur du
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ExuserIn-2021-04-19
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Re: Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
Toller Anfang, gefällt mir sehr. Was da wohl draus wird?
It's not Crossdressing, it's just dressing.
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Melli_
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Re: Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
Ja, dann will ich Euch nicht warten lassen - bis Teil neun von 15 bin ich jetzt gekommen.
LG,
Melanie
Teil 2 Inhalt
Inhaltsverzeichnis
Liebeszauber
1. Wie man seinen Ex-Freund zurückbekommt
2. Schönheit — wie man attraktiv wird.
Erfolgszauber
3. Bestehe die Arbeit
4. Glück bei der Prüfung
5. Die unwiderstehliche Handschrift
Geld
6. Finde einen guten Job
7. Finde die gerechte Bezahlung
Weisheit
8. Frieden zwischen Freunden
9. Streit in der Familie lösen
10. Der Weg zur richtigen Entscheidung
Rache
11. Pech an den Hals wünschen
12. Der Spiegel des Pechs
Glück
13. Rufe glückliche Zufälle herbei
Kevin hatte noch nie an so etwas geglaubt, aber andererseits — was konnte es ihm schaden? Er hatte Zeit und die Mathe Arbeit stand an. Ihm stand in diesem Fach wieder das Wasser bis zum Hals. Also schlug er die Seite mit dem Erfolgszauber auf. "Wenn Du ein erfolgreiches Mädchen sein möchtest, kannst du deine Weiblichkeit auf den Erfolg konzentrieren. Du brauchst einen Fokus — einen Gegenstand, der wie ein Brennglas für deinen Zauber wirkt. Für den Erfolgszauber brauchst du ein Schmuckstück, welches du über einen Monat lang getragen hast — je reiner das Metall, umso besser. Gold ist super, aber Silber geht auch. Doch es sollte nicht unter 555er Silber sein. Auch der Stein sollte so rein wie möglich sein. Das Schmuckstück muss deine weibliche Seite reflektieren — suche einen Stein, der zu dir passt. (Vielleicht in der Farbe deiner Augen) Je näher das Schmuckstück an deinem Herzen ist, desto stärker wird der Erfolg sein, je länger es die Sonne sieht, desto öfter wird es funktionieren. Der Zauber muss wöchentlich erneuert werden. Du zauberst ihn auf zwei Schmuckstücke — am besten Anhänger. Das bedeutet, dass du immer ein Schmuckstück auflädst (indem du es bei dir trägst) und eines für den Erfolg sorgt (indem es in der Sonne liegt). Finde dein Schmuckstück und male diesen Kreis." Im Buch stand ein Kreidekreis mit einem Pentagramm und einigen seltsamen Zeichen gemalt. "Dann sprich die Formel: Erfolg suche ich, ich richte meine Kraft in dich, reflektiere und verstärke meinen weiblichen Ehrgeiz, Fleiß und meine Eloquenz. Schaffe mir Erfolg." Nachdem die Schmuckstücke geweiht sind, muss sie für eine Stunde unter die Sonne liegen. Lege sie an einen sonnigen Ort und es wird Dir den Erfolg bringen, den du brauchst. Zieh eines nach einer Stunde an, um es an dich zu binden. Nach einer Woche legst du es eine Woche in die Sonne. Wenn das Schmuckstück in der Sonne liegt, bringt es Dir deinen Erfolg."
"Naja, was habe ich zu verlieren — schlimmer als es ist, kann es eh nicht werden." Kevin beschließt, den Zauber zu wagen. Also er braucht ein Schmuckstück — irgendwas aus Silber. Kevin hat sich noch nie etwas aus Schmuck gemacht, und so fand er in seinen Schränken nichts. Er beschloss er beim nächsten Flohmarkt einen Silberring zu kaufen — nein, besser einen Anhänger, den er unter seiner Kleidung tragen konnte. Danach machte sich Kevin auf zu seinem Schreibtisch.
LG,
Melanie
Teil 2 Inhalt
Inhaltsverzeichnis
Liebeszauber
1. Wie man seinen Ex-Freund zurückbekommt
2. Schönheit — wie man attraktiv wird.
Erfolgszauber
3. Bestehe die Arbeit
4. Glück bei der Prüfung
5. Die unwiderstehliche Handschrift
Geld
6. Finde einen guten Job
7. Finde die gerechte Bezahlung
Weisheit
8. Frieden zwischen Freunden
9. Streit in der Familie lösen
10. Der Weg zur richtigen Entscheidung
Rache
11. Pech an den Hals wünschen
12. Der Spiegel des Pechs
Glück
13. Rufe glückliche Zufälle herbei
Kevin hatte noch nie an so etwas geglaubt, aber andererseits — was konnte es ihm schaden? Er hatte Zeit und die Mathe Arbeit stand an. Ihm stand in diesem Fach wieder das Wasser bis zum Hals. Also schlug er die Seite mit dem Erfolgszauber auf. "Wenn Du ein erfolgreiches Mädchen sein möchtest, kannst du deine Weiblichkeit auf den Erfolg konzentrieren. Du brauchst einen Fokus — einen Gegenstand, der wie ein Brennglas für deinen Zauber wirkt. Für den Erfolgszauber brauchst du ein Schmuckstück, welches du über einen Monat lang getragen hast — je reiner das Metall, umso besser. Gold ist super, aber Silber geht auch. Doch es sollte nicht unter 555er Silber sein. Auch der Stein sollte so rein wie möglich sein. Das Schmuckstück muss deine weibliche Seite reflektieren — suche einen Stein, der zu dir passt. (Vielleicht in der Farbe deiner Augen) Je näher das Schmuckstück an deinem Herzen ist, desto stärker wird der Erfolg sein, je länger es die Sonne sieht, desto öfter wird es funktionieren. Der Zauber muss wöchentlich erneuert werden. Du zauberst ihn auf zwei Schmuckstücke — am besten Anhänger. Das bedeutet, dass du immer ein Schmuckstück auflädst (indem du es bei dir trägst) und eines für den Erfolg sorgt (indem es in der Sonne liegt). Finde dein Schmuckstück und male diesen Kreis." Im Buch stand ein Kreidekreis mit einem Pentagramm und einigen seltsamen Zeichen gemalt. "Dann sprich die Formel: Erfolg suche ich, ich richte meine Kraft in dich, reflektiere und verstärke meinen weiblichen Ehrgeiz, Fleiß und meine Eloquenz. Schaffe mir Erfolg." Nachdem die Schmuckstücke geweiht sind, muss sie für eine Stunde unter die Sonne liegen. Lege sie an einen sonnigen Ort und es wird Dir den Erfolg bringen, den du brauchst. Zieh eines nach einer Stunde an, um es an dich zu binden. Nach einer Woche legst du es eine Woche in die Sonne. Wenn das Schmuckstück in der Sonne liegt, bringt es Dir deinen Erfolg."
"Naja, was habe ich zu verlieren — schlimmer als es ist, kann es eh nicht werden." Kevin beschließt, den Zauber zu wagen. Also er braucht ein Schmuckstück — irgendwas aus Silber. Kevin hat sich noch nie etwas aus Schmuck gemacht, und so fand er in seinen Schränken nichts. Er beschloss er beim nächsten Flohmarkt einen Silberring zu kaufen — nein, besser einen Anhänger, den er unter seiner Kleidung tragen konnte. Danach machte sich Kevin auf zu seinem Schreibtisch.
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LarissaTS99
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Re: Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
Der Anfang ist einfach supi 
Echt schön und vorallem kreativ geschrieben. Ich liebe die Idee mit dem "Wicca" Buch einfach.
Freue mich schon auf die Fortsetzung
Echt schön und vorallem kreativ geschrieben. Ich liebe die Idee mit dem "Wicca" Buch einfach.
Freue mich schon auf die Fortsetzung
I am a Barbie Girl
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Drachenwind
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Re: Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
Das Ganze hat nur einen entscheidenden Fehler: Die Fortsetzung iat viel zu kurz, Man hat sie zu schnell gelesen!
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Melli_
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Re: Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
Hallo Mädels,
dann mache ich mal weiter,
LG, Melanie
Teil 3 Ein Ring aus Silber
Es war Sonntag. Kevin machte sich wie fast jeden Sonntag auf zum Flohmarkt. Jetzt im März kamen die ganzen Flohmärkte wieder. Ein Jahr war es noch bis zum Abi. Alle Flohmärkte waren ein Hobby — er liebte es, die billigen Auslagen anzusehen und sich zu überlegen, was er noch brauchen könnte. Also es sollte ein Ring werden. Kevin sah sich die Auslagen an. Gold war zu teuer — außerdem wirkt Gold bei Jungens immer komisch — Goldkettchen hat immer was protziges bei Männern. "Ich bin doch kein Zuhälter dachte Kevin." Sein Blick ging über die Auslage mit den Silberringen — die konnte er sich wenigstens leisten. Also wenn es schon Schmuck sein sollte, dann möglichst unauffällig. Ein silberner Skelettkopf — daneben liegt noch ein super kitschiger Silberring mit einem Schmetterling aus Strasssteinen. Wegen Kitschigkeit zum Sonderangebot für nur 5 Euro. Also gut, ich nehm die beide — den einen für mich, den anderen für meine Schwester. Der Verkäufer schaut ihn wissend an "jaja". Verstohlen steckt Kevin seine Beute ein.
Zuhause angekommen hat Kevin wieder sturmfreie Bude. Seine Eltern sind mit Miriam ins Schwimmbad gefahren. Auf dem Küchentisch liegt ein Zettel: "Sind im Schwimmbad — Essen im Kühlschrank — viel Spaß beim Lernen. Mama und Papa" Na gut — wenn ich jetzt, wann dann? Kevin ging auf sein Zimmer und bereitete den Kreis vor. Pentagramm zeichnen, Duftkerze anzünden, Kräuter auslegen und zum Teil verbrennen. Im Zimmer breitet sich ein schwerer Geruch aus. Nun musste er nur noch die Formel darüber sprechen. Eigentlich mochte er keinen Schmuck, aber einen Skelettring würde niemand auffällig finden. Irgendwas mit einem Stein dran kam ihm zu komisch vor. Leise schloss er die Tür zu seinem Zimmer ab. Dann sprach er die Formel: "Erfolg suche ich, ich richte meine Kraft in dich, reflektiere und verstärke meinen weiblichen Ehrgeiz, Fleiß und meine Eloquenz. Schaffe mir Erfolg." So, jetzt auf die Fensterbank mit ihm. Er soll ja auch ordentlich Licht bekommen. Und wenn ich den Kreis schon da hab, nehme ich den Schmetterlingsring mit dazu. Kevin legte ihn in die Mitte des Pentagramms und wiederholte die Formel: "Erfolg suche ich, ich richte meine Kraft in dich, reflektiere und verstärke meinen weiblichen Ehrgeiz, Fleiß und meine Eloquenz. Schaffe mir Erfolg." - diesen Ring kann ich nicht so einfach auf die Fensterbank legen — wenn Mama den findet, stellt sie dumme Fragen. Wohin kann ich ihn zum Sonne tanken legen? Kevin tat ihn in Miriams Zimmer — und zwar direkt hinter den Blumentopf. Da die eh nie Staub wischt, wird sie ihn auch nicht finden. Und wenn doch — die hat ohnehin keinen Überblick über ihren Schmuck. Gesagt getan, Kevin legte den Schmetterlingsring zwischen Blumentopf und Fenster so, dass er eine Menge Sonne abkriegen müsste.
Nach dem Ritual merkte er nichts. Es war alles wie vorher. Kevin kam sich ein bisschen blöd vor. Aber er trug tapfer den Ring an einer Kette unter seiner Kleidung. Aber das Lernen fiel ihm am Sonntag irgendwie leichter. "Ja, wenn man sich selbst etwas einredet, dann funktioniert es aus. Aber is doch egal — Hauptsache es funktioniert." Dachte sich Kevin. Das Timing war gut, kaum war das Wochenende herum, stand auch schon die Mathe Arbeit an. Kevin legte den zweiten Ring auf die Fensterbank.
Die Woche verging, ohne dass sich Kevin weitere Gedanken machte, doch dann kam die Arbeit zurück — eine 3! Das war unerwartet. Sonst hatte Kevin nie besser als eine 4 geschrieben. Es musste etwas an diesem Zauber sein. Sofort machte sich Kevin auf, den Zauber noch einmal auszuprobieren — diesmal etwas besonnener: Er kaufte einen neuen Ring mit einem Stein in der Farbe seiner Augen. Voller Erwartung machte er sich dann an die Hausaufgaben und siehe da, die Arbeit viel ihm leichter — als ob der Ring ihm eine Last nehmen würde. Tatsächlich werden die kommenden Klausuren besser — allerdings scheint der Ring mit dem Stein eine größere Wirkung zu haben, als der Skelettkopf. Kevin beschloss, sein Geld zusammenzukratzen und einen goldenen Ring second Hand zu erstehen — er bekommt einen "Scheidungsring" für 150 Euro. Das war alles, was er noch hatte. Die Namen stehen noch drin — Jana und Bernd. Woche für Woche spricht nun Kevin allein in seinem Zimmer die Worte des Rituals: "Erfolg suche ich, ich richte meine Kraft in dich, reflektiere und verstärke meinen weiblichen Ehrgeiz, Fleiß und meine Eloquenz. Schaffe mir Erfolg." Am Anfang fielen ihn die Worte noch schwerer, doch der Erfolg machte die Zauberformel immer natürlicher. Sie funktionierte und mal ehrlich — was ist der Unterschied zwischen Bibis Blocksbergs "Hex Hex" und diesem Zauber? Kevin war motiviert. Das Lernen machte Spaß, nachdem die Erfolge sich zeigten.
Auch die nächsten Klausuren wurden besser. Kevin kam aus der Schlussposition seiner Klasse langsam Richtung Mittelfeld. "naja, egal, ob da Magie bei ist, oder nur der Glaube hilft, wenn ich dadurch besser werde, mache ich es. Wenn der silberne Ring geholfen hat, ist der goldene wohl besser." denkt er sich. Kevin ist nun selten ohne einen Ring unterwegs, wobei er Wert darauf legt, ihn nie offen zu zeigen. Kevin beschloss, erst mal seine Haare nicht zu schneiden, denn je länger die Haare, desto stärker die Magie — steht in dem Buch.
Es war an einem Mittwoch, an dem Kevin der Ring hinter sein Bett gerutscht ist. Es war schon spät und so ließ er ihn erst mal dort, wo er war und machte sich in die Schule auf. Er konnte ihn ja später wieder holen. Sollte ihm der Verlust etwa Pech bringen? Es kam wie es kommen musste. Dieser Tag war furchtbar. Zuerst gab es einen unangekündigten Test, in dem sich in seinem Kopf ein großes schwarzes Vakuum aufbaute. Er hatte den Ring nicht, wie sollte er so einen Test bestehen? Danach beschloss einer seiner Lehrer, ihn noch einmal mündlich zu prüfen, weil die Arbeit so gut war und er das Gefühl hatte, Kevin habe geschummelt. Die Folgen waren verheerend. Mehr als "Keine Ahnung" brachte er nicht heraus. Und vorbei war es mit der mündlichen 3 in Physik. Kevin merkte, dass dieser Ring mit seinem Zauber zu so etwas wie einem Schutzschild für ihn geworden war. Ohne den Ring würde er sich jetzt sicher von seinem Abi verabschieden können. Er hatte schon alles Glück geborgt. Die Zeichen für ein Sitzenbleiben kannte er noch aus der 8. Klasse, die er wiederholt hatte. Endlich war der Tag vorbei und Kevin suchte unter seinem Bett so schnell er konnte seinen Ring. Er schaute noch einmal in das Buch seiner Schwester. Der Satz aus dem Vorwort: " ... je mehr diese lebt, desto stärker können die Zauber wirken. Besonders wichtig sind Fingernägel und Haare, die eine echte Hexe lang trägt." fiel ihm auf. Lange Haare naja, warum nicht, ich lasse einfach meine Haare etwas länger werden. Vielleicht hilft mir das ja weiter.
dann mache ich mal weiter,
LG, Melanie
Teil 3 Ein Ring aus Silber
Es war Sonntag. Kevin machte sich wie fast jeden Sonntag auf zum Flohmarkt. Jetzt im März kamen die ganzen Flohmärkte wieder. Ein Jahr war es noch bis zum Abi. Alle Flohmärkte waren ein Hobby — er liebte es, die billigen Auslagen anzusehen und sich zu überlegen, was er noch brauchen könnte. Also es sollte ein Ring werden. Kevin sah sich die Auslagen an. Gold war zu teuer — außerdem wirkt Gold bei Jungens immer komisch — Goldkettchen hat immer was protziges bei Männern. "Ich bin doch kein Zuhälter dachte Kevin." Sein Blick ging über die Auslage mit den Silberringen — die konnte er sich wenigstens leisten. Also wenn es schon Schmuck sein sollte, dann möglichst unauffällig. Ein silberner Skelettkopf — daneben liegt noch ein super kitschiger Silberring mit einem Schmetterling aus Strasssteinen. Wegen Kitschigkeit zum Sonderangebot für nur 5 Euro. Also gut, ich nehm die beide — den einen für mich, den anderen für meine Schwester. Der Verkäufer schaut ihn wissend an "jaja". Verstohlen steckt Kevin seine Beute ein.
Zuhause angekommen hat Kevin wieder sturmfreie Bude. Seine Eltern sind mit Miriam ins Schwimmbad gefahren. Auf dem Küchentisch liegt ein Zettel: "Sind im Schwimmbad — Essen im Kühlschrank — viel Spaß beim Lernen. Mama und Papa" Na gut — wenn ich jetzt, wann dann? Kevin ging auf sein Zimmer und bereitete den Kreis vor. Pentagramm zeichnen, Duftkerze anzünden, Kräuter auslegen und zum Teil verbrennen. Im Zimmer breitet sich ein schwerer Geruch aus. Nun musste er nur noch die Formel darüber sprechen. Eigentlich mochte er keinen Schmuck, aber einen Skelettring würde niemand auffällig finden. Irgendwas mit einem Stein dran kam ihm zu komisch vor. Leise schloss er die Tür zu seinem Zimmer ab. Dann sprach er die Formel: "Erfolg suche ich, ich richte meine Kraft in dich, reflektiere und verstärke meinen weiblichen Ehrgeiz, Fleiß und meine Eloquenz. Schaffe mir Erfolg." So, jetzt auf die Fensterbank mit ihm. Er soll ja auch ordentlich Licht bekommen. Und wenn ich den Kreis schon da hab, nehme ich den Schmetterlingsring mit dazu. Kevin legte ihn in die Mitte des Pentagramms und wiederholte die Formel: "Erfolg suche ich, ich richte meine Kraft in dich, reflektiere und verstärke meinen weiblichen Ehrgeiz, Fleiß und meine Eloquenz. Schaffe mir Erfolg." - diesen Ring kann ich nicht so einfach auf die Fensterbank legen — wenn Mama den findet, stellt sie dumme Fragen. Wohin kann ich ihn zum Sonne tanken legen? Kevin tat ihn in Miriams Zimmer — und zwar direkt hinter den Blumentopf. Da die eh nie Staub wischt, wird sie ihn auch nicht finden. Und wenn doch — die hat ohnehin keinen Überblick über ihren Schmuck. Gesagt getan, Kevin legte den Schmetterlingsring zwischen Blumentopf und Fenster so, dass er eine Menge Sonne abkriegen müsste.
Nach dem Ritual merkte er nichts. Es war alles wie vorher. Kevin kam sich ein bisschen blöd vor. Aber er trug tapfer den Ring an einer Kette unter seiner Kleidung. Aber das Lernen fiel ihm am Sonntag irgendwie leichter. "Ja, wenn man sich selbst etwas einredet, dann funktioniert es aus. Aber is doch egal — Hauptsache es funktioniert." Dachte sich Kevin. Das Timing war gut, kaum war das Wochenende herum, stand auch schon die Mathe Arbeit an. Kevin legte den zweiten Ring auf die Fensterbank.
Die Woche verging, ohne dass sich Kevin weitere Gedanken machte, doch dann kam die Arbeit zurück — eine 3! Das war unerwartet. Sonst hatte Kevin nie besser als eine 4 geschrieben. Es musste etwas an diesem Zauber sein. Sofort machte sich Kevin auf, den Zauber noch einmal auszuprobieren — diesmal etwas besonnener: Er kaufte einen neuen Ring mit einem Stein in der Farbe seiner Augen. Voller Erwartung machte er sich dann an die Hausaufgaben und siehe da, die Arbeit viel ihm leichter — als ob der Ring ihm eine Last nehmen würde. Tatsächlich werden die kommenden Klausuren besser — allerdings scheint der Ring mit dem Stein eine größere Wirkung zu haben, als der Skelettkopf. Kevin beschloss, sein Geld zusammenzukratzen und einen goldenen Ring second Hand zu erstehen — er bekommt einen "Scheidungsring" für 150 Euro. Das war alles, was er noch hatte. Die Namen stehen noch drin — Jana und Bernd. Woche für Woche spricht nun Kevin allein in seinem Zimmer die Worte des Rituals: "Erfolg suche ich, ich richte meine Kraft in dich, reflektiere und verstärke meinen weiblichen Ehrgeiz, Fleiß und meine Eloquenz. Schaffe mir Erfolg." Am Anfang fielen ihn die Worte noch schwerer, doch der Erfolg machte die Zauberformel immer natürlicher. Sie funktionierte und mal ehrlich — was ist der Unterschied zwischen Bibis Blocksbergs "Hex Hex" und diesem Zauber? Kevin war motiviert. Das Lernen machte Spaß, nachdem die Erfolge sich zeigten.
Auch die nächsten Klausuren wurden besser. Kevin kam aus der Schlussposition seiner Klasse langsam Richtung Mittelfeld. "naja, egal, ob da Magie bei ist, oder nur der Glaube hilft, wenn ich dadurch besser werde, mache ich es. Wenn der silberne Ring geholfen hat, ist der goldene wohl besser." denkt er sich. Kevin ist nun selten ohne einen Ring unterwegs, wobei er Wert darauf legt, ihn nie offen zu zeigen. Kevin beschloss, erst mal seine Haare nicht zu schneiden, denn je länger die Haare, desto stärker die Magie — steht in dem Buch.
Es war an einem Mittwoch, an dem Kevin der Ring hinter sein Bett gerutscht ist. Es war schon spät und so ließ er ihn erst mal dort, wo er war und machte sich in die Schule auf. Er konnte ihn ja später wieder holen. Sollte ihm der Verlust etwa Pech bringen? Es kam wie es kommen musste. Dieser Tag war furchtbar. Zuerst gab es einen unangekündigten Test, in dem sich in seinem Kopf ein großes schwarzes Vakuum aufbaute. Er hatte den Ring nicht, wie sollte er so einen Test bestehen? Danach beschloss einer seiner Lehrer, ihn noch einmal mündlich zu prüfen, weil die Arbeit so gut war und er das Gefühl hatte, Kevin habe geschummelt. Die Folgen waren verheerend. Mehr als "Keine Ahnung" brachte er nicht heraus. Und vorbei war es mit der mündlichen 3 in Physik. Kevin merkte, dass dieser Ring mit seinem Zauber zu so etwas wie einem Schutzschild für ihn geworden war. Ohne den Ring würde er sich jetzt sicher von seinem Abi verabschieden können. Er hatte schon alles Glück geborgt. Die Zeichen für ein Sitzenbleiben kannte er noch aus der 8. Klasse, die er wiederholt hatte. Endlich war der Tag vorbei und Kevin suchte unter seinem Bett so schnell er konnte seinen Ring. Er schaute noch einmal in das Buch seiner Schwester. Der Satz aus dem Vorwort: " ... je mehr diese lebt, desto stärker können die Zauber wirken. Besonders wichtig sind Fingernägel und Haare, die eine echte Hexe lang trägt." fiel ihm auf. Lange Haare naja, warum nicht, ich lasse einfach meine Haare etwas länger werden. Vielleicht hilft mir das ja weiter.
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Re: Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen. Also viel Spaß beim Lesen...
Melanie
Teil 4 Kapitel Bewerbungen
In den nächsten Wochen besuchte Kevin erst mal keinen Friseur. Seine Haare wurden länger und ungepflegter. Die Noten kamen wieder in Ordnung, denn noch einmal würde Kevin den Ring nicht vergessen. Er trug ihn jetzt überall — auch beim Schlafen und Duschen.
Wieder einmal saßen seine Eltern, seine Schwester und er beim Abendessen, als sein Vater ihn zum gefühlten 250stemn Mal ansprach. Immer dieselbe Konversation: "Wie wäre es mal mit einem Friseurbesuch?" — "kein Geld." - "Such dir nen Job." Nur diesmal war es anders, denn Kevins Geld war auch für andere Unternehmungen ausgegangen. Er war pleite und es war erst der 4. des Monats. "Kann ich mir was pumpen?" "Nee, Junge — du musst dich schon selbst kümmern." "Aber Andreas, er macht doch Abi." "Ja und genau deshalb ist er auch alt genug, für einen Nebenjob. Immerhin füttern wir ihn hier ja mit durch und er will das Geld ohnehin nur für Nonsens auf Flohmärkten ausgeben."
Kevin beschloss nach dieser Unterhaltung sich seinen eigenen Job zu suchen. Gleich am nächsten Morgen schaute er die Anzeigen in der Zeitung durch. Es war wieder Samstag. Während der Schmetterlingsring sich auf seiner Fensterbank sonnte, schaute Kevin die Anzeigen durch. (Seine Schwester hatte den Ring bemerkt und wollte ihn nicht, so nahm Kevin ihn wieder an sich, um ihn später zu verkaufen. - Das war die offizielle Geschichte.) Was Kevin in der Zeitung fand war: Ferrari Motortechniker, Ferrari Messebegleitung, Fleischerei Mettwurst, Umzugshelfer, Nagel-Designerin, Aushilfe im Damensalon Schneidwerk, Bäckerei-Verkäuferin Aushilfe etc. Kevin hatte noch die Bewerbungsschreiben aus der Schule im Computer und druckte sie drei mal aus — für Ferrari, Mettwurst und Umzugshelfer. (Oh, ein Fehler — naja, also alles nochmal drucken.) Jetzt hatte Kevin noch drei weitere Anschreiben. Wenn ich schon dabei bin... Er setzte noch drei Bewerbungen für Aushilfe im Friseursalon, Fließbandarbeiter bei der Dosenfirma und Aushilfe in einer Autowerkstatt dazu. Er stopfte die Bewerbungen in Umschläge, schrieb die Adressen drauf — Moment, welcher Umschlag war jetzt der ohne Rechtschreibfehler...? ach egal - und klebte die Briefmarken drauf. Ab in die Post damit.
Melanie
Teil 4 Kapitel Bewerbungen
In den nächsten Wochen besuchte Kevin erst mal keinen Friseur. Seine Haare wurden länger und ungepflegter. Die Noten kamen wieder in Ordnung, denn noch einmal würde Kevin den Ring nicht vergessen. Er trug ihn jetzt überall — auch beim Schlafen und Duschen.
Wieder einmal saßen seine Eltern, seine Schwester und er beim Abendessen, als sein Vater ihn zum gefühlten 250stemn Mal ansprach. Immer dieselbe Konversation: "Wie wäre es mal mit einem Friseurbesuch?" — "kein Geld." - "Such dir nen Job." Nur diesmal war es anders, denn Kevins Geld war auch für andere Unternehmungen ausgegangen. Er war pleite und es war erst der 4. des Monats. "Kann ich mir was pumpen?" "Nee, Junge — du musst dich schon selbst kümmern." "Aber Andreas, er macht doch Abi." "Ja und genau deshalb ist er auch alt genug, für einen Nebenjob. Immerhin füttern wir ihn hier ja mit durch und er will das Geld ohnehin nur für Nonsens auf Flohmärkten ausgeben."
Kevin beschloss nach dieser Unterhaltung sich seinen eigenen Job zu suchen. Gleich am nächsten Morgen schaute er die Anzeigen in der Zeitung durch. Es war wieder Samstag. Während der Schmetterlingsring sich auf seiner Fensterbank sonnte, schaute Kevin die Anzeigen durch. (Seine Schwester hatte den Ring bemerkt und wollte ihn nicht, so nahm Kevin ihn wieder an sich, um ihn später zu verkaufen. - Das war die offizielle Geschichte.) Was Kevin in der Zeitung fand war: Ferrari Motortechniker, Ferrari Messebegleitung, Fleischerei Mettwurst, Umzugshelfer, Nagel-Designerin, Aushilfe im Damensalon Schneidwerk, Bäckerei-Verkäuferin Aushilfe etc. Kevin hatte noch die Bewerbungsschreiben aus der Schule im Computer und druckte sie drei mal aus — für Ferrari, Mettwurst und Umzugshelfer. (Oh, ein Fehler — naja, also alles nochmal drucken.) Jetzt hatte Kevin noch drei weitere Anschreiben. Wenn ich schon dabei bin... Er setzte noch drei Bewerbungen für Aushilfe im Friseursalon, Fließbandarbeiter bei der Dosenfirma und Aushilfe in einer Autowerkstatt dazu. Er stopfte die Bewerbungen in Umschläge, schrieb die Adressen drauf — Moment, welcher Umschlag war jetzt der ohne Rechtschreibfehler...? ach egal - und klebte die Briefmarken drauf. Ab in die Post damit.
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Bibi Melina
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Re: Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
na wenn das mal gut geht
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schaue nach vorn und niemals zurück! Tu was du willst, und steh dazu, denn dieses Leben lebst nur du
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Michi79 (†)
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Melli_
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Re: Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
Hallo Mädels - und wieder ein kleiner Teil...
LG,
Melanie
Teil 5 Geldmangel
Nachdem Kevin einmal seinen Ring vergessen hatte, hütet er diese Schmuckstücke nun wie seinen Augapfel. Zwei Monate lang wurden die Ergebnisse der Arbeiten besser, so dass Kevin sich mittlerweile im Mittelfeld der Klasse etabliert hatte. Zudem hatte er ein wenig Gewicht verloren und seine Haare waren etwas länger geworden. Schlank sein verstärkte seine Fähigkeiten — zumindest glaubte er dies mitzubekommen.
Was viel problematischer war, war der Geldmangel. Kino und ausgehen waren in den letzten Monaten immer seltener geworden. Die Unternehmen hatten alle sechs abgesagt. Kevins Konto wurde leerer und leerer. Was also tun? Kevin schaute im Buch der Zauberei nach. Kapitel Geld — finde einen guten Job. Kevin begann zu lesen. "Geld ist für eine Frau wichtig. Selbständigkeit und Schönheit verschlingen immer große Summen. Kleidung und Auftreten wollen genau durchdacht sein und jede Frau braucht dafür eine gut ausgestattete Garderobe. Doch woher bekommen wir das Geld? Eine gute Arbeit ist eine Arbeit, die zu uns passt. Die Chefs achten sehr darauf, wie jemand auftritt. Wer auftritt wie eine Putzfrau, wird auch die Anstellung als Putzfrau bekommen. Du hingegen willst mehr erreichen. Dafür ist es zunächst wichtig, Deine Wäsche in Ordnung zu halten. Achte auf deine Kleidung — bügele Deine Blusen und gehe nicht in abgerissenen Sachen aus dem Haus. Deine Fingernägel sollten sehr gepflegt sein — daran sieht man, dass die schlecht bezahlten Jobs nichts für dich sind. Wer dich einstellt wird auf deine Hände achten. Versehe Deine Fingernägel mit diesen Zeichen, indem du es auf die Nägel malst und dann überlackierst. Die Zeichen musst du in exakt der Größe, wie sie im Buch stehen (etwa 1,4 cm mal 0,6 cm) , auf deine Fingernägel malen. Lackiere dann einfach einen anderen Lack darüber. Man muss die Zeichen nicht sehen können, aber ist auch O.K. wenn man sie sieht. Dann musst du eine Nacht damit schlafen. Sprich dazu die Formel: "Ich rufe die Weiblichkeit in mir. Ich lege Fleiß und Geschick auf meine Hände, damit ich eine Arbeit finde, die mich ernährt. Lass mein Lächeln Menschen verzaubern und meine Freundlichkeit sie für mich gewinnen. Ich will eine Arbeit finden, die meiner würdig ist." Kevin schaute sich die Zeichnungen an. Dann schaute er auf seine Hände. Er versuchte es, die Zeichen mit Bleistift zu übertragen, aber seine Fingernägel waren zu kurz. (Oder er zu ungeschickt) Diese Zeichen passen niemals auf seine Nägel. Kevin müsste sie für dieses Ritual länger lassen, Dann würde es klappen. Glücklicherweise wachsen Fingernägel schneller als Haare.
LG,
Melanie
Teil 5 Geldmangel
Nachdem Kevin einmal seinen Ring vergessen hatte, hütet er diese Schmuckstücke nun wie seinen Augapfel. Zwei Monate lang wurden die Ergebnisse der Arbeiten besser, so dass Kevin sich mittlerweile im Mittelfeld der Klasse etabliert hatte. Zudem hatte er ein wenig Gewicht verloren und seine Haare waren etwas länger geworden. Schlank sein verstärkte seine Fähigkeiten — zumindest glaubte er dies mitzubekommen.
Was viel problematischer war, war der Geldmangel. Kino und ausgehen waren in den letzten Monaten immer seltener geworden. Die Unternehmen hatten alle sechs abgesagt. Kevins Konto wurde leerer und leerer. Was also tun? Kevin schaute im Buch der Zauberei nach. Kapitel Geld — finde einen guten Job. Kevin begann zu lesen. "Geld ist für eine Frau wichtig. Selbständigkeit und Schönheit verschlingen immer große Summen. Kleidung und Auftreten wollen genau durchdacht sein und jede Frau braucht dafür eine gut ausgestattete Garderobe. Doch woher bekommen wir das Geld? Eine gute Arbeit ist eine Arbeit, die zu uns passt. Die Chefs achten sehr darauf, wie jemand auftritt. Wer auftritt wie eine Putzfrau, wird auch die Anstellung als Putzfrau bekommen. Du hingegen willst mehr erreichen. Dafür ist es zunächst wichtig, Deine Wäsche in Ordnung zu halten. Achte auf deine Kleidung — bügele Deine Blusen und gehe nicht in abgerissenen Sachen aus dem Haus. Deine Fingernägel sollten sehr gepflegt sein — daran sieht man, dass die schlecht bezahlten Jobs nichts für dich sind. Wer dich einstellt wird auf deine Hände achten. Versehe Deine Fingernägel mit diesen Zeichen, indem du es auf die Nägel malst und dann überlackierst. Die Zeichen musst du in exakt der Größe, wie sie im Buch stehen (etwa 1,4 cm mal 0,6 cm) , auf deine Fingernägel malen. Lackiere dann einfach einen anderen Lack darüber. Man muss die Zeichen nicht sehen können, aber ist auch O.K. wenn man sie sieht. Dann musst du eine Nacht damit schlafen. Sprich dazu die Formel: "Ich rufe die Weiblichkeit in mir. Ich lege Fleiß und Geschick auf meine Hände, damit ich eine Arbeit finde, die mich ernährt. Lass mein Lächeln Menschen verzaubern und meine Freundlichkeit sie für mich gewinnen. Ich will eine Arbeit finden, die meiner würdig ist." Kevin schaute sich die Zeichnungen an. Dann schaute er auf seine Hände. Er versuchte es, die Zeichen mit Bleistift zu übertragen, aber seine Fingernägel waren zu kurz. (Oder er zu ungeschickt) Diese Zeichen passen niemals auf seine Nägel. Kevin müsste sie für dieses Ritual länger lassen, Dann würde es klappen. Glücklicherweise wachsen Fingernägel schneller als Haare.
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Melli_
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Re: Das fiese Zauberbuch für nette Mädchen
Hallo Mädels,
ich bin produktiv und mache gleich weiter
Teil 6 Der Anfang
Es ist Mittwoch und Kevin hatte einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. Nachdem er das erste Mal abgeblitzt war, hatte er es noch mehrfach versucht. Ferrari hatte diesmal zugesagt. Jackpot. Verflixt, die meisten Hosen sind in der Wäsche und seine alltägliche Hose gehen nicht, da ist ein riesiger Kaffeefleck von Sonntag drauf. Es bleibt ihm nur, eine Hose seiner Schwester anzuziehen, die noch sauber und trocken ist. - und gebügelt. Glücklicherweise passt sie einigermaßen. Vorher will er noch zum Friseur, denn er hat die vergangenen 12 Wochen keinen mehr besucht. (Je länger die Haare, desto stärker wirken die Zauber) Aber ungepflegte Haare sind ein Ausschlusskriterium bei einer Bewerbung — ungepflegte Kleidung auch. Das Vorstellungsgespräch ist um 16.00 Uhr, genug Zeit, sich in Schale zu werfen, aber nicht genug Zeit für Wäsche... (Er hört die Stimme seines Vaters im Kopf: "Da hättest du auch früher dran denken können.") Er greift sich die Hose seiner Schwester — welches Oberteil — naja, wenn er sich schon an ihrem Schrank bedient, dann noch eine rote Bluse. Kevin zieht beides schnell an, schleicht aus dem Haus und fährt in die Stadt.
Kevins Fingernägel sind noch lang von dem Ritual der vergangenen Wochen. Er hatte brav seine Nägel mit dem Zeichen versehen und das Ritual gesprochen, aber nichts war passiert. Außer dass er in der Schule von einigen Mädels seltsam angeschaut wurde. Aber komm — die meisten Emos hatten auch schwarz lackierte Fingernägel. Und ein wenig mehr schwarze Kleidung machte sich auch ganz gut. Auf dem Weg zum Friseur kam Kevin an einem Salon namens Schneiderei vorbei — die hatten ihn ja auch abblitzen lassen. Im Schaufenster hing das Schild, "Modelle gesucht". Der Haarschnitt ist bei halblangem Haar umsonst. Kurzentschlossen betritt Kevin den Salon. Der typische Friseurgeruch umgibt ihn.
"Hallo, kann ich Dir helfen." Eine junge braunhaarige Frau mit einem Pagenschnitt spricht ihn an.
"Ja, ich wollte als Model meine Haare als Model schneiden lassen."
"Klar, keine Frage. komm mit."
Die Friseurin bringt Kevin zu einem Stuhl. Ein bisschen seltsam ist es schon, denn in diesem Salon gibt es keine Herrenabteilung. Verflixt, er ist in einem Damensalon — jetzt sieht er es auch draußen am Fenster. Aber warum haben sie ihn nicht rausgeworfen — na klar, die Klamotten seiner Schwester und die Fingernägel. Er schaltet um auf eine leise Stimme, damit ihn alle für schüchtern halten und nicht an der Stimme erkennen, was los ist.
Als die Friseurin wiederkommt, hat sie eine Kladde mit einem Vertrag dabei. "Du musst aber bereit sein, dass wir dein Bild, als Vorher und Nachher bei uns auf der Seite veröffentlichen." Kevin antwortet schnell: "Sicher, warum nicht. Werde ich denn bis um 15.30 Uhr fertig sein?" fragt er leise. "Ja, sicher — bis dahin sind wir locker fertig." Kevin unterschreibt und genehmigt sich dann eine Tasse Kaffee, die ihm die Friseurin bringt. "Schön, dass du dich entschieden hast, mitzumachen,. Die meisten anderen Mädels sind zu ängstlich für so eine Veränderung. Wir wollen das Bild dann auf unsere Webseite stellen als Werbebanner, wenn es gut gelungen ist."
"Ja klar," gibt Kevin zurück. Wo sollte er für lau jetzt noch einen Friseur herbekommen?
ich bin produktiv und mache gleich weiter
Teil 6 Der Anfang
Es ist Mittwoch und Kevin hatte einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. Nachdem er das erste Mal abgeblitzt war, hatte er es noch mehrfach versucht. Ferrari hatte diesmal zugesagt. Jackpot. Verflixt, die meisten Hosen sind in der Wäsche und seine alltägliche Hose gehen nicht, da ist ein riesiger Kaffeefleck von Sonntag drauf. Es bleibt ihm nur, eine Hose seiner Schwester anzuziehen, die noch sauber und trocken ist. - und gebügelt. Glücklicherweise passt sie einigermaßen. Vorher will er noch zum Friseur, denn er hat die vergangenen 12 Wochen keinen mehr besucht. (Je länger die Haare, desto stärker wirken die Zauber) Aber ungepflegte Haare sind ein Ausschlusskriterium bei einer Bewerbung — ungepflegte Kleidung auch. Das Vorstellungsgespräch ist um 16.00 Uhr, genug Zeit, sich in Schale zu werfen, aber nicht genug Zeit für Wäsche... (Er hört die Stimme seines Vaters im Kopf: "Da hättest du auch früher dran denken können.") Er greift sich die Hose seiner Schwester — welches Oberteil — naja, wenn er sich schon an ihrem Schrank bedient, dann noch eine rote Bluse. Kevin zieht beides schnell an, schleicht aus dem Haus und fährt in die Stadt.
Kevins Fingernägel sind noch lang von dem Ritual der vergangenen Wochen. Er hatte brav seine Nägel mit dem Zeichen versehen und das Ritual gesprochen, aber nichts war passiert. Außer dass er in der Schule von einigen Mädels seltsam angeschaut wurde. Aber komm — die meisten Emos hatten auch schwarz lackierte Fingernägel. Und ein wenig mehr schwarze Kleidung machte sich auch ganz gut. Auf dem Weg zum Friseur kam Kevin an einem Salon namens Schneiderei vorbei — die hatten ihn ja auch abblitzen lassen. Im Schaufenster hing das Schild, "Modelle gesucht". Der Haarschnitt ist bei halblangem Haar umsonst. Kurzentschlossen betritt Kevin den Salon. Der typische Friseurgeruch umgibt ihn.
"Hallo, kann ich Dir helfen." Eine junge braunhaarige Frau mit einem Pagenschnitt spricht ihn an.
"Ja, ich wollte als Model meine Haare als Model schneiden lassen."
"Klar, keine Frage. komm mit."
Die Friseurin bringt Kevin zu einem Stuhl. Ein bisschen seltsam ist es schon, denn in diesem Salon gibt es keine Herrenabteilung. Verflixt, er ist in einem Damensalon — jetzt sieht er es auch draußen am Fenster. Aber warum haben sie ihn nicht rausgeworfen — na klar, die Klamotten seiner Schwester und die Fingernägel. Er schaltet um auf eine leise Stimme, damit ihn alle für schüchtern halten und nicht an der Stimme erkennen, was los ist.
Als die Friseurin wiederkommt, hat sie eine Kladde mit einem Vertrag dabei. "Du musst aber bereit sein, dass wir dein Bild, als Vorher und Nachher bei uns auf der Seite veröffentlichen." Kevin antwortet schnell: "Sicher, warum nicht. Werde ich denn bis um 15.30 Uhr fertig sein?" fragt er leise. "Ja, sicher — bis dahin sind wir locker fertig." Kevin unterschreibt und genehmigt sich dann eine Tasse Kaffee, die ihm die Friseurin bringt. "Schön, dass du dich entschieden hast, mitzumachen,. Die meisten anderen Mädels sind zu ängstlich für so eine Veränderung. Wir wollen das Bild dann auf unsere Webseite stellen als Werbebanner, wenn es gut gelungen ist."
"Ja klar," gibt Kevin zurück. Wo sollte er für lau jetzt noch einen Friseur herbekommen?