Um in diesen schwierigen Zeiten mal auf andere Gedanken zu kommen, habe ich begonnen, erotische Geschichten zu schreiben. Die untenstehende ist eine Crossdressing-Fantasie, also eine erfundene, keine wahre, erlebte Geschichte; sie könnte aber durchaus wahr sein, nichts darin ist unmöglich oder auch nur gänzlich unwahrscheinlich: eine Romanze, die ihre Erotik bewußt aus dezent und ästhetisch beschriebener Realitätsnähe, nicht aus pornographischer Härte bezieht. Ich will deshalb auch sehr hoffen, dass es diesmal nicht nötig ist, die Story in den Giftschrank ("Spezielle Geschichten"
Falls die Geschichte Anklang findet, können auch gerne Fortsetzungen folgen; ich habe dafür schon so einige Gedanken im Kopf.
Ich wünsche viel Spaß bei der Lektüre!
Herzliche Grüße
Wally
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Unter Kuratel
Eigentlich war ich sauer. Stinksauer sogar, enttäuscht und wütend, weil meine Eltern, die im Frühjahr, mitten während meiner Schulzeit, eine sechswöchige USA-Reise planten, mir - dem 15-jährigen Halbwüchsigen noch mitten in der Pubertät - für diese Zeit nicht die "sturmfreie Bude" gewährten, die ich mir sehnlichst erhofft hatte. Sie hatten anders entschieden.
Aber die Sache hatte auch ihr Gutes. Die Person, deren fürsorglicher Vormundschaft ich für die sechs Wochen überstellt werden sollte, war nämlich nicht irgendwer: es war ausgerechnet meine zehn Jahre ältere Cousine Susanne, die als Junglehrerin an einer Grundschule in einem kleinen Marktflecken ihren Dienst tat, 10 Kilometer nördlich derselben Kreisstadt, von der 15 km südlich unser Heimatort lag, und in der ich als Fahrschüler, täglich mit dem Bus pendelnd, das Jungengymnasium besuchte. Susanne wohnte in dem von uns also gute 25 km entfernten Ort in einer hübschen, sehr zentral gelegenen Miewohnung mit Balkon, im ersten Stock eines konservativ-bürgerlichen Mehrparteienhauses, zusammen mit ihrer Lebenspartnerin Maren. Die beiden waren ein lesbisches Paar und standen offen zu dieser damals gesellschaftlich noch umstrittenen Lebensform. Maren hielt sich aber als Anthropologin derzeit schon seit Monaten beruflich irgendwo in Südamerika auf: sie hatte telefonisch eingewilligt, mir ihr Zimmer für die nächsten sechs Wochen zur Verfügung zu stellen. Das Gymnasium konnte ich von dort wie gewohnt - nur eben von der anderen Himmelsrichtung her mit dem Linienbus pendelnd - besuchen.
Die beiden jungen Frauen waren ein ausgesprochen attraktives Paar: häufig wurde bedauert, dass sie einander offenbar genügten und sich der ihnen zu Füßen liegenden Männerwelt alle beide so schnöde verweigerten. Besonders meine Cousine hatte es mir angetan; insgeheim schmachtete ich die große, sportliche, weiblich wohlgeformte Blondine mit dem lieblich weichen, runden Gesicht und dem schelmischen Lachen in den Winkeln der klaren, graublauen Augen schon geraume Zeit sehnsüchtig an. Die zierlichere, dunkelhaarige, glutäugige Maren - ich kannte sie von gegenseitigen Besuchen - blieb mir dagegen bei aller, nicht zu leugnender, weiblicher Attraktivität fremd, irgendwie rätselhaf; in ihrer ernsthaften Strenge fand ich sie sogar fast ein wenig Furcht einflößend. Man munkelte, sie verkörpere im Verhältnis der beiden Frauen zueinander den "Mann".
Wie dem auch war: die Aussicht, nun volle sechs Wochen bei Susanne wohnen zu müssen - oder zu dürfen, je nach Sichtweise - versöhnte mich jedenfalls mit der vorenthaltenen Freiheit allein zuhause. So regte sich in mir noch nicht einmal der Protest, als meine Mutter - meine Eltern hatten mich soeben mit Sack und Pack in der Wohnung der Cousine abgeliefert - mich zum Abschied herzte und mich dabei ermahnte, brav zu gehorchen und ihr keine Schande zu machen: wenn es zu diesem Zeitpunkt überhaupt einen Menschen auf der Welt gab, dem ich gerne "brav gehorchen" wollte, dann war das meine Cousine Susanne... Die Wohnungstür schnappte hinter den Abreisenden zu, und die heimlich Angebetete zeigte mir Marens Zimmer, das nun für sechs Wochen mein Zuhause sein sollte.
Eigentlich war dieses Zimmer recht geräumig, aber auf eine sehr weiblich gezierte Art mit allerlei Nippes vollgestellt - hier ein Porzellanfigürchen, da ein Häkeldeckchen, dort Flakons mit süßlich wohlriechenden Essenzen und Döschen mit nicht weniger stark duftenden Salben und Pudern, ein kristallumrandeter Spiegel, Schmuckschatullen, kleine Bilderrähmchen -, so dass ich mich davon spontan eingeschüchtert und eingeengt fühlte. "Naja, Marens Einrichtungsstil ist sicher nicht jedermanns Sache" bemerkte Susanne, die meine Unsicherheit wohl gespürt hatte; ein feines, fast ein wenig spöttisches Lächeln umspielte dabei ihre Mundwinkel, von dem nicht klar war, ob es sich nun auf Marens Geschmack oder auf dessen Wirkung auf mich bezog. "Du wirst dich schon noch daran gewöhnen für die paar Wochen, es ist ja nicht für ewig. Und wenn"™s dich nervt, kannst du dich jederzeit auch gerne im gemeinsamen Wohnzimmer oder in der Essküche aufhalten. Wir werden einander schon nicht beißen." Sie zeigte mir den Mechanismus, mit dem die verschnörkelte rosa Schlafcouch für die Nacht in ein Bett zu verwandeln war. Maren selber schien das nicht zu benützen, sie pflegte wohl mit Susanne in deren französischem Bett zu schlafen, wenn sie da war. In dem großen, gedeckt weißen, dreitürigen, ansonsten gedrängt mit Kleidern und Wäsche vollgestopften Wandschrank fanden sich das benötigte Bettzeug und zwei halbwegs ausreichend geräumige Fächer, die Susanne schon vor meiner Ankunft vorsorglich für mich freigeräumt hatte. Während ich begann, meine Sachen einzuräumen, erklärte sie, sie habe vor dem Abendessen noch einiges zu erledigen; es würde wohl an die zwei Stunden dauern, bis sie wieder heimkäme. Ich solle es mir derweil schon mal gemütlich machen und mich ein wenig einleben. "Tschüs!"
So in der Wohnung allein gelassen, räumte ich erst mal meine restlichen Sachen in die Fächer und sah mich dann ein bißchen um. Das Wohnzimmer war gemütlich modern, aber doch recht nüchtern eingerichtet, gänzlich ohne die gezierten Überspanntheiten, die Marens Zimmer, das nun für einige Zeit das meine sein sollte, so aufdringlich als weibliche Sphäre auswiesen. Der geräumige Balkon davor öffnete sich nach der Südseite, zu einer weitläufigen, gepflegten Gartenanlage hin. Momentan war es zu kalt, um sich dort draußen wohlzufühlen; aber bei schönem Wetter würde das ganz sicher einer meiner bevorzugten Aufenthaltsorte werden. Die freundlich helle Küche samt Esstisch mit zwei einfachen, mit dünnen Sitzkissen belegten Holzstühlen und einer Vase mit einem Strauß frischer Wiesenblumen auf dem Tisch blitzte von fast klinischer Sauberkeit und Aufgeräumtheit; in dem wohlgefüllten Kühlschrank fand ich eine gerade erst angebrochene Literflasche Cola, aus der ich mir ein großes Glas voll einschenkte.
Mit dem eiskalten, prickelnden Getränk in der Hand führte ich meine Erkundung weiter fort. Die Tür zu Susannes Zimmer stand einen Spalt weit offen, also wagte ich auch dort einen Blick hinein: es war ähnlich nüchtern eingerichtet wie das Wohnzimmer. Das große, französische Bett an der Wandseite war säuberlich aufgeräumt und mit einer geschmackvollen, mehrfarbigen Tagesdecke abgedeckt. An der gegenüber liegenden Wand hatte Susanne ihren persönlichen, großen, mit einer Art Korktapete überzogenen Wandschrank. Daneben bildete ein kleiner, aber edler Jugendstil-Sekretär mit darüber an der Wand befestigtem Pinnbrett, einem zierlichen, alten Polsterstuhl mit Armlehnen davor und einer stilsicher dazu ausgewählten Stehlampe offenbar den häuslichen Arbeitsplatz der Lehrerin. Nur ein großflächiger, in einen reich verzierten, weißen Rahmen gefaßter Wandspiegel vor dunkelroter Tapete neben der Tür und zwei davor auf einem dicken, weißen Flokkati stehende, kleine, runde, mit Lammfell bezogene Hockerchen lieferten einen deutlichen Hinweis darauf, dass auch dieses Zimmer einer Frau als Intimissimum diente.
Das Bad schließlich - räumlich getrennt von der Toilette mit Bidet, in der auch die Waschmaschine Platz fand - war zwar klein und fensterlos, wie in billigen Neubauten üblich, aber immerhin durchgehend bis ganz oben in kleinflächige Kacheln eingefaßt, die ein hübsches, hellbraun-beiges Mosaikmuster bildeten. Die Lampen strahlten ein angenehm weiches, indirektes Licht aus, der Boden war vollständig mit einem speziell eingepaßten, flauschigen, waschbaren Badteppich ausgelegt. Da die ganze Nasszelle bis ins Detail liebevoll ausgestaltet war und durch keinerlei Zweckgerät wie etwa eine Waschmaschine verunziert wurde, vermittelte sie trotz ihrer Enge eine kuschelig-wohnliche Atmosphäre; vor allem lud auch eine recht geräumige Badewanne zu genüsslichem Verweilen ein, was meinen persönlichen Bedürfnissen sehr entgegenkam.
Von der heiter gelassenen Atmosphäre beschwingt, die die hübsche, gemütliche, von Susanne spürbar zu meinem Willkommen hergerichte Wohnung auf mich ausstrahlte, betrat ich wieder "mein" Zimmer und setzte mich mit meinem Getränk auf die zum Bett umbaubare, rosa gepolsterte, verschnörkelte Chaiselongue. Sofort umfing mich wieder dieses Gefühl einer leisen Beklemmung: nicht, dass ich die so manierierte, betont weibliche Umgebung in Marens Zimmer etwa als häßlich oder auch nur als irgendwie unsympathisch empfunden hätte - ganz im Gegenteil übte das auf mich sogar eine Art pikanter Faszination aus. Aber ich spürte, dass ich mich der Einwirkung dieser Atmosphäre auf Dauer nicht würde entziehen können, sie würde mich verändern - oder ich müßte sie meinerseits verändern, was freilich für mich als loyaler, dankbarer Gast nicht in Frage kam. Bei der Vorstellung, wie es wohl sein würde, ein paar Stunden später auf der - zum Bett umgebauten - Chaiselongue inmitten all dieses weiblichen Nippes einzuschlafen, kam mir der lästerliche Gedanke, da fehle nur noch, dass man mich in ein seidenes rosa Nachthemd steckte und mir eine blonde, die Augendeckel mit langen Wimpern beim Hinlegen automatisch verschließende, "Mama" sagende Sprechpuppe neben das Kopfkissen legte: eine kindliche Prinzessin im verwunschenen Schloss.
Amüsiert und ein wenig neugierig begann ich, den Inhalt des Wandschranks - außerhalb der beiden, mir zugewiesenen Fächer - ein bißchen zu erkunden: da hingen an einer Kleiderstange weiße und schwarze Blusen, eine ganze Reihe Damenhosen, ein paar wenige, schlichte Röcke, ein "kleines Schwarzes", ein grauer Damenblazer und manches mehr. In auffallendem Gegensatz zum Einrichtungsstil meiner geheimnisvollen, abwesenden Gastgeberin war ihr Kleidungsstil offenbar eher zurückhaltend streng, geradezu spröde, da gab es kaum Buntes, Verspieltes, Sinnliches. In einem bayerischen Dirndl konnte man sich diese Frau nur äußerst schwer vorstellen - während ich Susanne tatsächlich einmal in ein solches gekleidet gesehen hatte: sie hatte darin hinreißend verführerisch ausgesehen... Marens Kleidung wirkte dagegen edel, durchaus auch weiblich elegant, aber gleichzeitig hatte sie etwas Düsteres, unnahbar Abweisendes.
Ich mußte unwillkürlich grinsen, als ich in einem der Fächer Marens Nachthemden entdeckte: zartseiden, weiß, grau - sogar ein zartrosa Neglige fand sich darunter. Mir fiel mein soeben aufgetauchter, lästerlicher Gedanke wieder ein, ich selbst solle mich zwischen all dem Nippes hier mit einem ebensolchen Neglige um die Jungenbrust zu Bett begeben, um mich in den weiblichen Nimbus dieser Stätte gehorsam einzufügen. Aber plötzlich erschien mir dieser Gedanke gar nicht mehr so absurd: die mich so irritierende, weiblich verspielte Umgebung verlor bei dieser Vorstellung tatsächlich ein Stück ihrer Fremdheit, sie wurde mir auf eine seltsam süße Weise vertraut.
Beim weiteren, ziellosen Herumsuchen im Schrank fiel mein Blick schließlich auf zarte Spitzen: mit schlechtem Gewissen zog ich das Teil vorsichtig aus dem Wäschestapel heraus: ein hauchfeiner, gänzlich schwarzer Bügel-BH kam zum Vorschein, mit sehr schmalen, schon fast kargen, aber exquisit fein und gleichmäßig gearbeiteten Spitzenborten um die gerundeten Unterränder der beiden hochelastischen, nahezu durchsichtigen Körbchen. In der Mitte zwischen den Körbchen, wo sich die Zierborten im Halbrund vereinigten, prangte als einziges, sparsames Highlight eine winzig kleine, leuchtend rote Stoffblüte. Ansonsten war das zarte Stück einfach, schmucklos, schon fast asketisch gefertigt: sichtlich dazu erdacht, selbst dezent in den Hintergrund zu rücken, um den delikaten, weichen Inhalt der Körbchen in um so reinerer, unverfälschter Form einrahmend und stützend zur Geltung zu bringen.
Ich ließ den den zarten Stoff der Körbchen durch meine Finger gleiten, erkundete mit den Lippen seine glatte Weichheit, sog den daran fast unmerklich noch haftenden, fein-herben Duft eines edlen Parfums ein; die scheue, spröde Erotik meiner tausende Kilometer entfernt weilenden Gastgeberin hatte mich mit dieser Reliquie urplötzlich eingefangen und völlig in Beschlag genommen. Prüfend hielt ich mir das zierliche Stück ausgebreitet vor die Brust, betrachtete mich damit vor dem großen Wandspiegel; ein unbeschreiblich wohliges Kribbeln breitete sich bei diesem Anblick vom Nacken über den Rücken in die Arme und Beine aus, bis in die Finger- und Zehenspitzen. Ich konnte gar nicht mehr anders, ich war zu keinem klaren Gedanken mehr fähig: wie unter Trance zog ich mir Pullover und Hemd vom Leib, legte mir vorsichtig die zarten Träger des BHs über die nackten Schultern und angelte links und rechts nach den Verschlüssen, um sie hinter dem Rücken zusammenzuführen und einzuhaken. Eigentlich war mir der BH deutlich zu klein, die Besitzerin war ja eine recht zarte Person; aber das nach oben offene Halbrund der elastischen Bügel ließ sich bereitwillig dehnen, auch der hochelastische Stoff der Körbchen vollzog diese Dehnung nahezu widerstandslos mit, und so schmiegte sich das zarte Dessous am Ende doch überraschend sanft, glatt und harmonisch um meine deutlich breitere Jünglingsbrust. Verzückt und mit Schmetterlingen im Bauch strich ich mit beiden Händen darüber, betrachtete mich wieder und wieder und von allen Seiten im Spiegel, stand oder saß abwechselnd inmitten all des Nippes und Mädchenkrams, der mir nun plötzlich nicht mehr falsch und fremd vorkam, sondern als die natürliche, angemessene, passende Umgebung eines jungen Mädchens. Jetzt plötzlich war das tatsächlich mein Zimmer, ich hatte es in Besitz genommen, ich fühlte mich darin zuhause.
Ein metallisch rasselndes Geräusch riss mich jäh aus meiner träumerischen Euphorie, ich blickte erschrocken durch die weit offene Tür meines Mädchenzimmers auf die direkt gegenüber liegende Wohnungstür, die sich in diesem Moment abrupt nach innen öffnete. Die Hände in dem hilflos vergeblichen Versuch vor die Brust gehalten, das verräterische Wäscheteil zu verbergen, erstarrte ich zu einer leichenblassen Salzsäule: Susanne stieß, vorzeitig von ihren Einkäufen zurückkommend, die Tür auf, in beiden Händen Einkaufstüten und Wohnungsschlüssel. Mir blieb nicht die geringste Chance einer Flucht aus der bodenlos beschämenden Lage, in die mich der Rausch meiner Gefühle so leichtsinnig manövriert hatte.
Susanne sah mich, ihre Augen schienen auf einmal doppelt so groß zu werden wie sonst, die Kinnlade fiel ihr herab. Ohne mich aus dem ungläubig fixierten Blick zu lassen, legte sie die Tüten rechts und links von sich ab, drückte die Wohnungstür hinter sich zu, kam näher. Die überrascht geöffneten Lippen verzogen sich ganz langsam, kaum merklich zu einem spöttischen Lächeln, mit dem sie die hochnotpeinliche Situation leise kommentierte: "In-ter-ess-ant... Du scheinst dich ja in der kurzen Zeit schon SEHR gut hier eingelebt zu haben."
Mich unablässig, neugierig, weiter betrachtend, kam sie nochmal ein, zwei Schritte näher, baute sich, dann mit in die Seiten gestützten Händen vor mir auf und verfiel in einen lauteren, fast schon groben, aber gleichzeitig von einem weicher werdenden Lächeln auf ihren süßen Lippen seltsam konterkarierten Befehlston: "Steh mal auf. Hände runter! Und dreh dich zu mir!" Ich spürte, wie die fahle Blässe aus meiner Haut schwand und dem tiefen Rot intensivster Schamgefühle Platz machte, als ich den Befehlen ergeben gehorchte und gleich wieder weitere Anweisungen erhielt: "Jetzt streck mal die Hände nach oben und dreh dich - LANGSAM! - dass ich dich von allen Seiten betrachten kann!"
Als ich mich wie befohlen einmal um mich selbst gedreht hatte und - da keine weiteren Befehle meiner gestrengen Gebieterin dem entgegenstanden - zögernd die Hände wieder fallen ließ und innerlich bibbernd auf ein aus dieser zutiefst beschämenden Inspektion resultierendes, entsprechend vernichtendes Urteil wartete, röteten sich auch Susannes Wangen ein klein wenig, und mit einer mir bis dahin noch nie begegneten Weichheit im Blick ihrer klaren, graublauen Augen sagte sie leise und ernsthaft: "Du siehst richtig süß aus in dem Ding. Du solltest öfter mal sowas tragen."
Dann aber fuhr es wie ein Ruck durch ihren Körper, ihre Züge verhärteten sich, als sie erklärte: "Ich weiß aber nicht, was Maren dazu sagen würde. Mit ihren intimen Sachen ist sie ein bißchen eigen... Leg"™s mal lieber wieder zurück, und lass, bitte, künftig die Finger davon. Das könnte sonst Ärger geben." Sie begab sich auf den Flur zurück, um ihre warme Windjacke auszuziehen, die Schuhe zu wechseln und die Einkaufstüten samt Inhalt zu verräumen. Als ich - wieder allein im Zimmer - Marens BH widerstrebend aufhakte und vom Leib streifte, um ihn mit leiser Wehmut sorgfältig glatt zusammengelegt an sein verschwiegenes Plätzchen im Schrank zurück zu bringen, wurde mir erst bewußt, dass mein Herz immer noch pochte und raste wie nach einem 100-Meter-Sprint. In plötzlicher Erschöpfung setzte ich mich auf einen Hocker und versuchte, erst mal meine flatternden Nerven zu beruhigen.
Im dünnen Pulli, die Arme vor der Brust verschränkt, mit ihren bequemen, pelzbesetzten Pantöffelchen an den Füßen, stand Susanne plötzlich wieder in der Tür, während ich immer noch mit nacktem Oberkörper auf dem Hocker saß, vorgebeugt, den Kopf in die Hände und die Ellbogen auf die Knie gestützt, um körperliche wie seelische Fassung ringend. "Ach, weißt du, ..." fing sie zögerlich, fast schüchtern an, sichtlich nach passenden Worten suchend, "da du schon mal so aufgeschlossen für sowas bist... Die meisten Jungs sind ja für solche pikanten Spiele viel zu feige, die würden da schreiend davonlaufen..." Sie schluckte. "Warum probierst du nicht einfach mal meinen BH? Der passt dir doch sowieso besser als Marens Sachen, die ist dafür ja viel zu zierlich, aber wir beide haben eine recht ähnliche Statur ... ähm ... abgesehen von dem kleinen Unterschied, meine ich natürlich." Lächelnd griff sie mit beiden Händen an ihren Pulli, zog ihn sich über den Kopf und stand vor mir in einem feinen, hautfarbenen BH, der ihre durch den halbtransparenten Stoff leicht durchscheinenden Brüste großflächig, in schön natürlich erscheinender Fom sanft umfaßte - aber nur, um mit schnellen, routinierten Griffen auch noch diese letzte, intimste Hülle abzulegen. Sie streifte das delikate Wäschestück mit einer flinken Bewegung von den Schultern und hielt es mir umgedreht so hin, dass ich mit den Armen hineinschlüpfen konnte. Verdattert, verwirrt und überschwemmt von einer Welle aus unfassbarem, unverdientem Glück, gehorchte ich der Aufforderung; der von Susannes Brüsten noch warmfeuchte Stoff der Körbchen schmiegte sich sanft schmeichelnd an meine Jungenbrust.
Ich hatte meine Cousine vorher nie auch nur im Neglige sehen dürfen, geschweige denn nackt; diese beiden, perfekt wohlgeformten, mit großen, drallen, zartweichen Mamillen keck gekrönten, jede Bewegung mit laszivem Schwingen und Nachzittern quittierenden Verlockungen übertrafen noch bei weitem jedes sehnsuchtsvoll idealisierende Fantasiebild, das ich mir in stillen Stunden von der heimlich Angebeteten gemacht hatte. Sofort unrettbar süchtig nach diesem Anblick, konnte ich die Augen von ihren weichen Köstlichkeiten einfach nicht abwenden, nestelte derweilen blind und ungeschickt an den Verschlüssen des um meine Schultern gehängten BHs herum, verdrillte versehentlich die eine Seite mit dem Träger am Rücken und entfernte mich so noch von dem Ziel, die delikate Hülle ordnungsgemäß um meine eigene Brust zu schließen.
"Tja, Liebe macht blind!" kalauerte Susanne übermütig, "Warte, ich helf dir." Sie trat hinter mich - zu meinem unendlichen Leidwesen ihr paradiesisches Fleisch meinem Gesichtskreis entziehend -, ordnete das verdrehte Seitenteil des BHs und hakte ihn mir auf dem Rücken zu. Und dann traf mich dreimal in schneller Abfolge nacheinander der Blitz - viel, schneller, als es erzählt werden kann!
Der erste Blitz traf mich, als Susanne sich hinter mir zu mir niederbeugte (ich saß immer noch auf meinem Hocker) und mir ganz sanft und langsam, anfangs mit leise streifender Bewegung, dann mit zunehmend lasziv weicher, zärtlicher Schwere, ihre bloßen, zarten Brüste auf meine nackten, nur von den dünnen Trägern des BHs überzogenen Schulterblätter drückte.
FLASH!!! Die Berührung hätte gar nicht intensiver, eindringlicher, aufwühlender sein können als so unsichtbar, so unvermittelt intim an so aussergewöhnlicher, exponierter Stelle.
Der zweite Blitz traf mich, als Susanne - ihren Kopf neben den meinen vorstreckend, eine vorwitzige Strähne ihres kunstvoll hochgesteckten, duftenden Blondhaars kitzelte dabei mein linkes Ohr - mit beiden, zarten Händen über die Seitenteile ihres mich nun sanft und doch nachdrücklich einschließenden BHs nach vorne strich, den feinen Stoff dabei sorgfältig glatt ziehend, und schließlich ihre ganzen Hände zärtlich fest um die Körbchen meines BHs presste, den Druck ihrer Brüste auf meinen Rücken als Gegenanker nutzend.
FLASH!!! Unsere Körper verschwammen unter ihren Händen, flossen ineinander und durcheinander hindurch, ihre zarten, weichen, empfindsamen Titten schienen mir mitten durch Brustkorb und Herz nach vorne in ihren, meinen BH da vorne hineingewachsen zu sein, ihn warm und drall ausfüllend, meine Brüste, die sich den zärtlich forschenden, sanft knetend liebkosenden Händen sehnsüchtig genüsslich entgegen reckten.
Der dritte und bei weitem heftigste Blitz traf mich, als Susanne mit suchenden Händen durch den dünnen Stoff der BH-Körbchen hindurch meine sich prompt steil aufstellenden Brustwarzen erfühlte, sie erst mit kreisenden Fingerspitzen langsam, gemächlich, spiegelsymmetrisch umrundete, um sie dann plötzlich mit schnellen, federleichten, sacht streifenden Berührungen auf beiden Seiten exakt synchron zu kitzeln.
!!!FLASH!!! Ich fuhr heftig zusammen. Da jagten plötzlich quälend süße Stromschläge kreuz und quer, hinauf und hinunter durch meinen Körper über Nervenbahnen, von deren Existenz ich mir bis dahin nicht hatte träumen lassen. Es schien da eine Art direkter Klingelleitung zu geben, ein zentrales Lust-Alarmleitungs-Dreieck, quer zwischen den Brustwarzen hin und her und von jeder für sich direkt hinunter in die der Fortpflanzung gewidmeten Organe des Unterleibs und von dort wieder herauf, all das in höchsten, wonnig-angstvollen Aufruhr versetzend, von den drei Polen aus sich in wohlig kribbelnden Schauern weiter in den ganzen Körper ausbreitend: in Nacken und Hinterkopf, in die Schultern und über den Rücken hinab in die Hüften und Oberschenkel, einfach alles am Körper in selige Verzweiflung stürzend. Susannes kundige, flinke Fingerkuppen gönnten mir keinen noch so kurzen Moment der Pause; sie hatte die Handballen fest unter meine Achseln gepresst, um auch noch unter meinen heftigsten, verzweifeltsten Zuckungen den elektrisierenden Kontakt ihrer Fingerspitzen zu den empfindlichen Empfängern dieser süßen Qual erbarmungslos weiter aufrecht zu erhalten. Erst als ich nach ewig erscheinenden Sekunden zappelnder Agonie mit meinen Händen die ihren schützend fest gegen meine Brust presste, ließ sie von mir ab, griff beiläufig mit einer Hand nach ihrem abgelegten Pulli und stolzierte aufrecht, mit keck wippenden Brüsten, unschuldig schulterzuckend und schelmisch lächelnd - als wollte sie sagen: "Tja, siehst du: so fühlt sich das für eine Frau an!" - aus dem Zimmer.
Da saß ich nun immer noch - oder wieder? - auf dem Hocker in meinem Mädchenzimmer, die Hände immer noch - oder wieder? - an einem Büstenhalter um meine Brust - oder meine Brüste? - und rang immer noch - oder wieder? - verzweifelt, verwirrt, euphorisiert und erschöpft um Fassung. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis das Chaos in meinem Kopf sich langsam, allmählich zu klären und zu ordnen begann. Ich: immer noch ein Junge, obwohl ich in einem - meinem - Mädchenzimmer saß und ein sanft einhüllender, schützender, haltender Druck um meine Brust diese Tatsache heftigst in Zweifel zu ziehen versuchte. Aber gleichzeitig hatte dieser Druck eine so unbeschreibliche Süße, er atmete so warm und zart das Flair dieser Frau, die sich einzig zu dem Zweck daraus entblößt hatte, mich Glückspilz umgehend darin einzuschließen und mich so unmittelbar an ihrer Weiblichkeit teilnehmen, in sie eintauchen zu lassen; das umhüllte mich mit ihren lockenden Formen, ihrer verführerischen Weichheit, ihrem zarten Duft: es wäre eine Sünde gewesen, dieses Gottesgeschenk nun gleich wieder von mir zu weisen. Ich begrüßte also dieses einen jungen Mann höchst desavouierende Stück urweiblicher Unterwäsche als mein eigenes, zu mir gehöriges, ergab mich demütig in seine süße Fremdheit und zog Hemd und Pulli darüber, um meiner Gastgeberin wenigstens oberflächlich wieder den Konventionen entsprechend gekleidet zu begegnen.
Susanne hatte ebenfalls ihren dünnen Pullover wieder übergezogen und begonnen, für uns beide ein einfaches Abendessen zu bereiten. Ich gesellte mich zu ihr, ging ihr zur Hand, wo es möglich war, und wir begannen dabei ein entspannt und angeregt plauderndes Gespräch, das sich über das Essen hinweg und über den ganzen, weiteren Abend hinzog, in intimer Zweisamkeit nah einander gegenüber sitzend an dem kleinen Esstisch mit nur zwei Stühlen in der Küche: über Gott und die Welt, über Alles und Nichts, über meine Schule, meine Lehrer, meine Kameraden, über ihre Arbeit, ihre Kollegen, ihre kleinen Schüler. Nichts Tiefgründiges, Schweres oder Problematisches kam darin vor: alles explizit Angesprochene war im Grunde belanglos, wie das munter und fröhlich begleitende Gluckern und Plätschern eines kristallklaren Gebirgsbaches, an dem man sich unter strahlender Sonne zur Rast setzt. Das wirkliche Thema unseres Gesprächs ruhte unausgesprochen, aber dauerhaft präsent zwischen uns, knüpfte unsichtbare Fäden, garnte uns gemeinsam ein: der beständig begleitende, mich fremdartig-süß einhüllende und beschämende Druck von Susannes zartem Dessous um meine Brust, während die Spenderin dieses verwirrenden Glücks das - von ihr wohl für den Rest des Tages genauso bewußt belassene - Fehlen des gewohnten Halts und Schutzes ihrer eigenen Brüste ebenso ambivalent als gleichzeitig irritierend und befreiend zu empfinden schien: gelegentliche, verstohlene Griffe an die tiefer, beweglicher, vorwitziger als sonst sich durch den dünnen Pullover drückenden Hügel verrieten es. Die aufwühlend-verwirrende Transaktion zwischen unser beider Körper wurde im Lauf des Abends mit keinem einzigen Wort erwähnt: eben darum handelte das ganze, lange Gespräch von nichts anderem.
Irgendwann sah Susanne gähnend auf die Uhr und bemerkte, es sei höchste Zeit, schlafen zu gehen. "Willst du zuerst ins Bad? Bei mir dauert das vermutlich länger." Als ich später - im Bad hatte ich mir nur eben die Zähne geputzt - die verschnörkelte Chaiselongue inmitten des Prinzessinen-Nippes zum Bett umgebaut hatte und gerade meinen Schlafanzug aus dem Schrank holen wollte, klopfte Susanne nochmal an meine Tür. Bereits im Bademantel stand sie da und gab mir etwas in die Hand: "Ich hab da noch was für dich, für die Nacht - damit du nicht wieder in die Verlegenheit kommst, dich an Marens Sachen zu vergreifen." Es war ein langes, zartes Neglige aus rosa Seide. Mit ihren nun freien Händen ergriff sie zärtlich mein Gesicht und hauchte mir einen Kuss auf die Stirn. "Schlaf gut, mein liebes Mädchen!"