Gewalt gegen Frauen
Gewalt gegen Frauen - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Frieda
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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 16 im Thema

Beitrag von Frieda »

Bea Magdalena hat geschrieben: Mo 25. Nov 2019, 20:17 Hallo Frieda,

darf ich Deine Frage aus meiner Sichtweise beantworten?

Ich finde es gut, wenn Du Dich für das Projekt zur Verfügung stellst! Du zeigst einen Teil Deines Lebens, den, der für Dich und Deine Kinder zur "erfolgreichen Wende" geworden ist. Damit machst Frauenhäuser bekannter und präsenter und vor allem machst Du anderen betroffenen Frauen Mut.
Für mich sehe ich keinen triftigen Grund nicht teilzunehmen.

In meiner Wahrnehmung hast Du Deine Antwort im obigen Post bereits geschrieben 🙏

Liebe Grüße
Bea

Bea, ich dank dir für deine lieben Worte.
Aber meine Frage ist, ob ich meine Person sichtbar machen sollte, mein Gesicht zu sehen sein soll oder nicht. Ich weiß, daß der meiste Teil der anderen Frauen sich nicht zu erkennen gibt.
Verstehst du jetzt was ich meine, bzw worum es mir geht?

Namaste 🙏
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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 17 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,

allerdings ist es so, dass Du nicht nur selbst zu einer "öffentlichen Person" wirst, sondern auch Deine Familie wird mit einbezogen.
Sich selbst als Mensch wieder davon zu trennen, ist nicht einfach.
Das solltest Du berücksichtigen.

Herzliche Grüße
Anne-Mette
Bea Magdalena
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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 18 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

[/quote]


Bea, ich dank dir für deine lieben Worte.
Aber meine Frage ist, ob ich meine Person sichtbar machen sollte, mein Gesicht zu sehen sein soll oder nicht. Ich weiß, daß der meiste Teil der anderen Frauen sich nicht zu erkennen gibt.
Verstehst du jetzt was ich meine, bzw worum es mir geht?

Namaste 🙏
[/quote]


Hallo Frieda,

sry, das hab ich falsch verstanden 🤦"â™€ï¸

Wenn Du mit Deinem Bild die geringsten Bedenken hast; würde ich es nicht veröffentlichen.

Selber bin ich mit meinen Bildern im Netz äußerst vorsichtig
Edit: Genauso vorsichtig wäre ich bei der Veröffentlichung des vollen, ungekürzten Namens.

Lieben Gruß
Bea
Zuletzt geändert von Bea Magdalena am Mo 25. Nov 2019, 22:22, insgesamt 1-mal geändert.
ich bin keine Frau, leider
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Marlene K.
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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 19 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

...und ich finde auch, Du beweist mit einer Teilnahme mit Foto neue Stärke und Mut. Wer Dich dort als Opfer wahrnimmt, hat nichts verstanden. Ich fände es toll, wenn Du Gesicht zeigst.

Das war doch Deine Frage, liebe Frieda, oder?

Alles Liebe Dir und Michi

Marlene
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Jasmine
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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 20 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Liebe Frieda, ich kann dir leider die Entscheidung nicht abnehmen. Auch könnte die Angelegenheit bei dir wieder das Erlebte hervorholen.
Frieda hat geschrieben: Mo 25. Nov 2019, 20:21 .................Aber meine Frage ist, ob ich meine Person sichtbar machen sollte, mein Gesicht zu sehen sein soll oder nicht. Ich weiß, daß der meiste Teil der anderen Frauen sich nicht zu erkennen gibt.
Verstehst du jetzt was ich meine, bzw worum es mir geht?
Auch ist die Frage in wie weit das Erlebte in deinem persönlichen Umfeld/Stadt bekannt ist. Eine Plakat-Aktion ist weitreichend und dürfte auch deine Familie betreffen.

Meiner persönlichen Meinung nach ist Gewalt ein absolutes NoGo. Ich kann doch meine Partnerin nicht schlagen, das Gesicht das ich liebe, die Arme in denen ich soviel Trost und Sicherheit fand und finde. Die Vorstellung die Seele zu verletzen die mir soviel Liebe und Geborgenheit schenkt ist unerträglich. Ihr grenzenloses Vertrauen in mich und ihr Gefühl bei mir die Sicherheit zu haben die notwendig ist kann ich nicht zerstören. Gewalt würde die grosse Liebe, das schönste Geschenk meiner Menalee zu mir, vernichten.
(he) Ich (he) liebe (he) meinen (he) strahlenden (he) Engel, (he) meine (he) Menalee. (he)

Liebe Grüße Jasmine
Marlene K.
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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 21 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Liebe Frieda,
stimmt, ich habe die Auswirkungen auf Deine Familie, besonders die Kinder, nicht im Auge gehabt, da sich bei mir dieses Problem sehr zu meinem Bedauern ja nicht stellt.

Hier ist die Frage ob sie alt genug sind. Wenn sie dies sind, müssten sie auch noch bereit sein es mit zu tragen.

Mit Deiner Partner*In kannst Du entsscheiden, die Kinder müssen selber entscheiden dürfen.

Hier hat Anne-Mette die richtigen und klugen Worte gefunden.
Marlene

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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 22 im Thema

Beitrag von Frieda »

Ich danke euch für eure Rückmeldungen❣️❣️❣️

Ihr habt genau den Zwiespalt ausgesprochen in dem ich mich befinde.
Ich verstehe Ralf-Marlen's erste Reaktion zu gut, eben weil ich genauso denke. Trotzdem fühle ich meine Verantwortung für meine beiden Kids.
Ich mache mir echt Gedanken darüber, wie die Frauenhäusern mehr und realistischer in der Öffentlichkeit gezeigt werden können. Weil ich das für einen wichtigen Schritt halte. Denn ich weiß wie es bei mir war, mir graute es davor dort hin zu müssen, und dann, dann war alles ganz anders im FH als ich es mir fälschlicherweise zuvor ausgemalt hatte.
Und so, denke ich, geht es anderen Frauen vermutlich auch!!!
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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 23 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,
Frieda hat geschrieben: Di 26. Nov 2019, 16:38 Ich mache mir echt Gedanken darüber, wie die Frauenhäusern mehr und realistischer in der Öffentlichkeit gezeigt werden können.
Aus diesem Grund habe ich schon häufig Berichte und Links zu dem Thema gepostet.
FrauTV hat schon häufiger über Frauenhäuser - und leider auch über die Unterfinanzierung und andere Probleme berichtet.
Wir müssen unseren Teil dazu beitragen, viel mehr Themen öffentlich zu machen und diejenigen Einzelpersonen und Institutionen unterstützen, die es nötig haben.

Gruß
Anne-Mette
Frieda
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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 24 im Thema

Beitrag von Frieda »

Frieda hat geschrieben: Mo 25. Nov 2019, 19:58 Nun zu meiner Frage... Ich überlege seit dieser Anfrage ob ich mich auf diesem Foto zu erkennen geben sollte oder eher nicht.
Ich grüße Euch herzlich❣️

Ich habe diesen Thread hervor gekramt, weil Ihr mir damals so mitfühlend, offen und ehrlich Eure Meinungen mitgeteilt habt.
Letzten Donnerstag war nun die Eröffnung der kleinen Vernissage und ich möchte Euch gerne meine Entscheidung diesbezüglich mitteilen.
Ich habe mich entschieden Gesicht zu zeigen und mich nicht von Angst bestimmen zu lassen (im Anhang mein Porträt).

Es sind echt beeindruckende Geschichten von den 15 Frauen zu lesen, aber ich gestehe das mein Favorit die Geschichte der Transfrau ist❣️
Ich freue mich ehrlich ein Teil dieser Wanderausstellung "Starke Frauen" sein zu dürfen, die der deutsche Frauenbund anlässlich des Internationalen Frauentages 2020 ins Leben gerufen hat.

Namaste🙏

https://www.dfb-thueringen.com/
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 25 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Heute steht in der Literaturbeilage der TAZ ein Interessanter Artikel über ein Buch zu diesem Thema.
Christina Clemm: "Akten-­einsicht". Kunstmann Verlag, München 2020, 300 S., 20 Euro
https://taz.de/!5667349/
Wenn eine Frau ihren Ehemann angezeigt hat, kann das ökonomisch sogar eine Katastrophe für sie sein, weil etwa der Unterhalt wegfällt.
...
Betroffene wollen häufig nicht, dass der Täter ins Gefängnis kommt oder eine Geldstrafe zahlen muss. Oft erstatten sie auch nicht selbst Anzeige, sondern andere. Sie wollen meist vorrangig, dass die Gewalt aufhört und der Täter sie in Ruhe lässt, dass er sie vergisst. Schwerer ist das für Frauen, die mit dem Täter Kinder haben. Sie wünschen sich meist eine Einigung: Er soll nicht mehr schlecht über die Frau reden und gut zu den Kindern sein. Und viele zeigen nicht an, weil sie keinen Zugang zum Recht haben — häufig mehrfach diskriminierte Menschen wie etwa Transpersonen, Frauen mit Beeinträchtigungen, Geflüchtete, marginalisierte Frauen.
Marlene

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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 26 im Thema

Beitrag von Frieda »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mi 11. Mär 2020, 10:49 ...
Ich hab dann jetzt den zweiten Anlauf genommen, diesen Artikel zu lesen.

Danke liebe(r) Ralf-Marlene, ich finde den Artikel wirklich gut❣️

Vorab.. meine Sichtweise bei dieser Thematik ist tief persönlich.
Oft genug bin ich früher auch schief angeguckt worden, weil ich den Täter nicht unbeachtet lassen wollte so auch heute noch. Auch wenn vorrangig meine Tochter und ich die Leidtragenden waren, wenn mein Ex-Mann gewalttätig wurde, sah und sehe ich ihn heute nach wie vor ebenfalls als Opfer.

Eigentlich übe ich mich darin keine Schuldzuweisungen auszusprechen, aber bei diesem Thema sehe ich eine ganz ganz große Schuld in unserer egoistischen Gesellschaft sry.
Ich persönlich sehe keine beständige Lösung darin die Täter nur zu bestrafen oder sie gar noch stärker zu bestrafen. Für mich benötigen sie Aufmerksamkeit und ein zeigen, lernen und vorleben einer mitfühlenden Gemeinschaft.

Kein Baby kommt auf die Welt und ist von Grund auf böse.... niemals❣️
Vom Zeitpunkt seiner Geburt erlebt das Baby das was um ihn herum und auch mit ihm geschieht. Und wenn dieses Miteinander im Grunde laut, emotional hart, egoistisch und kaltherzig ist, dieses Baby, dieses Kleinkind, dieser Teenager kaum ein warmherziges, liebevolles, empathisches und mitfühlendes Miteinander erlebt hat, woher soll dieses Wesen es denn dann wissen!? Bestraft man dann nicht nur einen Täter sondern auch irgendwie seine Unschuld? Er ist doch unschuldig dort in diese Familie hinein geboren wurden. Er ist doch unschuldig dort aufwachsen. Ich kennen kein Kind das mit ca 6, 7, 8 Jahren zu seinen Eltern sagt "Also Vater und Mutter, sry ich habe mir diese Scheiße hier jetzt ne Weile bei Euch mit angesehen, es reicht mir jetzt, so will ich nicht leben und tschüss!". Kein Kind kann sich einem kaltherzigen und brutalem Familienleben eigenständig entziehen, wenn die Gemeinschaft ihm dabei nicht hilft"¼ï¸
Der heutige Täter, war einst Opfer, ein alleine gelassenes Opfer(!), und diese Quittung trägt auch die Gesellschaft, die Jaaahre egoistisch und kaltherzig weggeschaut hat, bzw seine Bürger dahin trainiert hat so zu sein (ich meine egoistisch)"¼ï¸


Ich muss hier abbrechen, meine Emotionen sind gerade zu mächtig.
Danke nochmals an dich liebe(r) Ralf-Marlene für den Beitrag. 🙏


Namaste 🙏


PS: Eins noch.. ich kann es kaum beschreiben, wie oft, wie sehnsüchtig ich gehofft und gewartet habe, dass man UNS hilft und ich meine bei diesem UNS auch den Vater meiner Kinder. Es hat über 4 Jahre gedauert bis Er in psychologische Betreuung kam.
Für mich wird viel zu lange weggesehen und auch viel zu spät mit Familienhilfen eingegriffen. Für mich wird viel zu lange gehofft, so nach der Devise "das wird ja schon wieder von selbst sich regeln".
Aber egal, wie gesagt ich rede da viel zu persönlich über dieses Thema sry. 😟
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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 27 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Liebe Frieda,

ich denke, dass ich Dir gut folgen kann, dass aus ehemaligen Opfern später selbst Täter werden. Dass da in unserer Gesellschaft da einiges schief läuft, sehe ich genauso. Zum einen die Gewalt sehen (wollen?) und auch einschreiten, sollte im Grunde nicht der Ausnahmefall, sondern der Normalfall sein.
Bestrafung macht meiner Meinung nach keine besseren Menschen, sie dient allenfalls der Genugtuung. Bestenfalls schreckt die Angst vor Strafe ein paar einzelne ab.

Hier fange ich ich ein bisschen zu träumen an, unser gegenseitiger Umgang miteinander in der Familie und in der gesamten Gesellschaft und unsere Wertschätzung müssen sich ändern! Profitieren würden wir alle, jeder einzelne.

Liebe Grüße
bea
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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 28 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Frieda hat geschrieben: Do 12. Mär 2020, 09:44 ...
Bea Magdalena hat geschrieben: Do 12. Mär 2020, 14:25 ...
Liebe Frieda,
Dir zunächst einmal danke für Deine Offenheit und das Teilen der persönlichen Erfahrungen, die ja wirklich sehr schwer sind.

Dir, und auch Dir, liebe Bea,
stimme ich grundlegend zu, dass psychologische und Familienhilfe viel zu spät und zu wenig angeboten wird. Auch müssen wir uns in der Gesellschaft bewegen.

Nur in einem Teile ich die Aussagen nicht. Als Erwachsedner Mensch habe ich eine Eigenverantwortung und die Möglichkeit, mich für einen anderen Weg zu entscheiden. Ich bin nicht unschuldig, wenn ich zum Täter werde.
So wird nicht aus jedem Gewaltopfer später ein Täter. Das die Verurteilung stärker dem Lernen und Erkennen der eigenen Fehler dienen sollte, ist heute ja auch schon bei den Behörden angekommen. Wie sinnvoll denn Strafen ausgestaltet werden ist immer noch schlecht. Aber es bleibt dabei, dass auch Opfer von Gewalt und lieblosen Familien als Erwachsene eine Eigenverantwortung tragen.

Dadurch wird die Verantwortung der Gesellschaft nicht kleiner. Sie zeigt sich ja auch gerade in den gewaltvollen, finanziell abnhängigen, Verhältnissen, in denen viele Mütter auch heute noch in Familien leben.
Marlene

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Re: Gewalt gegen Frauen

Post 29 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Hallo Ralf-Marlene,

nein, unschuldig ist ein Täter nie, ich wollte nur aufzeigen, dass Täter oftmals selbst Opfer waren. Eine (zumindest moralische) Mitverantwortung trägt die Umgebung und die Gesellschaft, die eine solche Gewaltspirale zulässt oder einfach nur wegzieht.
Die finanzielle Abhängigkeit, die Du ansprichst, ist in meiner Wahrnehmung auch ein Puzzleteil, das längst überfällig ist. Die Arbeiten im Haushalt und vor allem mit den Kindern sind weitaus wertvoller für die Familie und auch für die Gesellschaft, leider werden da ganz falsche Wertmasstäbe angelegt, und obendrein "erhebt" es die geldverdienenden Männer unnötig, was im Extremfall die Frauen und Mütter schmerzvoll spüren müssen.

Liebe Grüße
bea
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