Wir brauchen feste Geschlechter-Schubladen?!
Wir brauchen feste Geschlechter-Schubladen?! - # 4

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
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Carry
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 46 im Thema

Beitrag von Carry »

Jaddy hat geschrieben: Mi 4. Mär 2020, 14:12 Wenn das wer ernst nimmt, ob beteiligt oder zuschauend, ist das natürlich sehr übel. Glücklicherweise hat sich ja mittlerweile rumgesprochen, dass diese Sendungen geskripted sind und die allermeisten Szenen auf Ansage gespielt.
Dummerweise hat sich das ja bei eben genau der Zielgruppe längst nicht herumgesprochen...das ist ja das Schlimme...die halten das alles für echt, also die meisten, fürchte ich...
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ExuserIn-2020-03-10
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 47 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-03-10 »

Jaddy hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 23:55 Ach du liebes bisschen! Du machst mir Angst, Ute.
Nicht doch, Jaddy. War nicht beabsichtigt. Ich bin eigentlich ganz friedlich.
Jaddy hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 23:55 Soll das heissen, dass die binären da draussen die ganze Zeit im Balzmodus rumlaufen? Oh je oh je.
Nein, Jaddy. Natürlich ist das nicht so.
Es ist halt eben nur so dass andauernd Werbung mit Frauen gemacht wird, weil Frauen das halt gerne machen. Und den Männern und Frauen, die die Werbung anschauen, denen ist es ja egal wer auf den Werbefotos zu sehen ist.

Und es ist auch nicht so dass die 12tausend Jungs, die von Men's Health gefragt worden sind wohin sie zuerst schauen, wirklich auf 'das eine' schauen würden. Denen ist halt zufällig nix besseres eingefallen bei so einer doofen Frage: https://www.menshealth.de/dating/wohin- ... en-zuerst/
Frauen schauen übrigens auch, hat dasselbe Blatt herausgefunden. Aber das Blatt liest auch keiner, weil es wirklich keinen interessiert im echten Leben.

Jaddy hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 23:55 Wie halten die das bloss aus? Ist das nicht super anstrengend? Ständig den inneren Sex-Zombie - "Ich brauche Seeex" - im Zaum halten?
Das muss keiner machen weil niemand dauern im Sex-Modus ist. Sie haben ja auch schon Leute gefragt ob sie die BILD-Zeitung lesen, und keiner, wirklich keiner hat sie jemals gelesen. War nur komisch dass die BILD-Zeitung in den besten Jahren 30Mio Auflage hatte. Sachen gibts.

Mit der Pornobranche ist es ja genauso. Die machen auch jedes Jahr mehr Filme die keiner sehen will. Wirklich keiner. Sie haben die Leute gefragt. Und keiner schaut.
Und die ganzen Datingportale, teilweise mit heftigen Abo-Gebühren und Fakeprofilen bis hin zu weiblichen ChatBots. Alles Fake News. Und es gab auch niemals einen Ashley Madison Skandal. Da hat doch auch nie einer mitgemacht. 32 Mio Nutzer, pah. Alles Fake Bot Army von Sputnik-Resteverkäufen bezahlt. https://de.wikipedia.org/wiki/Ashley_Madison

Jaddy hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 23:55 Ich fand diese binäre Fixierung ja eher putzig, aber deine Vorstellung klingt echt ungesund. Gibt's da nicht was von Ratiopharm?
Ja, ich glaub ich hab grad zu viel Ratio von Pharm erwischt. Muss echt was dagegen tun, danke für den Tip.
Jaddy hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 23:55 Aber dann ist mir auch klar, weshalb ich relativ entspannt darüber philosophieren kann, während bei einigen anderen sehr schnell die Emotionen ausser Kontrolle geraten. Denn ich weiss nicht, wie es Dir geht, aber ich möchte mich eigentlich gar nicht fortpflanzen.
Gut, dann kann ich das jetzt besser einordnen. Und danke für das Ironiefähnchen, das hilft tatsächlich wenn man sich die Welt so macht wie man sie selber braucht.

LG,
Ute
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 48 im Thema

Beitrag von Katrin »

Guten Morgen an alle, die hier streiten.

soweit mir bekannt ist hat Sexualität viele Gesichter. Dazu gehört auch dieses: https://de.wikipedia.org/wiki/Asexualit%C3%A4t.
Es macht keinen Sinn, wenn unterschiedliche "Positionen" einander belehren wollen.
Ich stehe meinerseits weder auf Frauen, noch auf Männer. Ich habe trotzdem drei Kinder, und will mir nicht von anderen erzählen lassen, dass ich auf Teufel komm raus irgendwelche Präferenzen haben muss, bloß weil die meisten anderen tatsächlich im "Dauerbalzmodus" feststecken.

Alles Gute bei mehr sexueller Vielfalt
Katrin
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 49 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)

Ich bin verwirrt :shock:
Anja hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 15:55
Anne-Mette hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 17:18 Wir brauchen feste Geschlechter-Schubladen?!
Von mir ausgehend ein eindeutiges Ja!
Seit ich in diesem Forum bin, war ich in diversen Schubalden zu Hause. Wenn eine nicht mehr gepasst hat, hab ich mich auf die Suche nach einer passenden gemacht. Das ist doch ein Grundbedürfnis des Menschen, sich einer Gruppe zugehörig zu fühlen.
Einzelgänger hatten früher einfach kaum eine Chance zu überleben. Das Überleben konnte nur eine Gruppe sicherstellen, die Schwächen des Einzelnen ausgleichen konnte und Stärken zu bündeln wusste.
Sich von anderen (Gruppen) abzugrenzen verstärkt dieses Zugehörigkeitsgefühl noch. Ich denke das ist für die Entdeckung der eigenen Identität von fundamentaler Bedeutung.
Ingemarie62 hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 01:54 An der Oberfläche scheint es so zu sein, dass Anja Binarität möchte und Jaddy eben nicht, aber wenn man sich die Diskussion der Beiden anschaut, sagen eigentlich beide doch eher, dass sie keine Eindeutigkeit brauchen oder auch nur wollen.
Eigentlich dürfte doch hinlänglich bekannt sein, das ich eine Vertreterin der binären Welt bin. Ich brauche für mich Eindeutigkeit und will sie auch (finden). Wie kommst du jetzt zu deiner gegenteiligen Annahme?
Ingemarie62 hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 01:54 Geschlecht IST schlicht nicht binär, wir alle hier WISSEN das aus eigener Erfahung und diese schwachsinnige Idee einer Binarität, die SCHON IMMER alle Empirie widersprochen hat
Schwachsinn? :lol:
Is klar, nur sorgen die beiden binären (biologischen) Geschlechter dafür, das neues Leben entstehen kann (was längst nicht nur für den Menschen gilt).
Ich vermute du bist jetzt bei Gender?

Grüße
die Anja
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Carry
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 50 im Thema

Beitrag von Carry »

Ingemarie62 hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 01:54 Bleiben noch die beiden Begriffe "Geschlechter" und "fest" und ich denke, hier erübrigt sich schon fast eine Diskussion, denn wer HIER angemeldet ist, hat das nicht getan, weil Facebook so langweilig ist, sondern weil "Mensch" etwas an sich selbst wahrnimmt, was der landläufigen Bedeutung des Begriffs "Geschlecht" nicht so recht entsprechen mag.


Ähm.....nö! Oder man ist HIER halt angemeldet, weil man mit einem solchen Menschen zusammenlebt - muss aber ja nicht zwangsläufig selbst so sein :wink:
Ingemarie62 hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 01:54 Geschlecht IST schlicht nicht binär, wir alle hier WISSEN das aus eigener Erfahung und diese schwachsinnige Idee einer Binarität, die SCHON IMMER alle Empirie widersprochen hat, ist nur etwas, das die kulturelle Integrität, den kulturell-religiösen "Gehorsam" als gesellschaftsformendes Merkmal transportiert, nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.
Hier habe ich - ganz im Ernst jetzt - ein echtes Verständnis-Problem!
Also - ich bin, was all diese Geschlechter-/Gender-usw. Fragen angeht ja dumm - also da einfach nur eine stinknormale Cis-hetero-Frau, die sich in ihrer binären Verortung "Frau" also absolut wohl und richtig fühlt...

Vielleicht bist Du so lieb, und versuchst mir diese Frage zu beantworten?!
Wenn jetzt jemand transsexuell ist - dann geht es doch in erster Linie darum, von dem EINEN ins ANDERE zu wechseln (anzupassen...), oder sehe ich das falsch? Ich verstehe den Punkt nicht, dass, wenn alles "nur" kulturell-religiöse Prägung etc. ist/sein soll, wie kann dann jemand, der beispielsweise als Mann geboren wurde, sich aber "falsch" - also als Frau fühlen? Wieso werden dann jahrzehntelange Leidenswege auf sich genommen, furchbare Operationen etc.pp, um von dem einen Pol zum anderen zu wechseln? Wenn die Binarität eine "schwachsinnige Idee" ist - wie kann es denn dann Transsexualität überhaupt geben?
Ganz im Ernst - das kann ich nicht nachvollziehen - wenn ich mit einem männlichen Körper geboren werde, aber von vornherein "fühle", dass ich eigentlich eine Frau bin, wie kann man das denn ohne Binarität erklären? Ich bin überfordert ....**grübel**
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 51 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin,

Das Grundproblem ist doch, dass wir für die Vielzahl an Menschen mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen nur zwei Kategorien haben. Werde die als ausschließlich betrachtet, bleiubt immer irgendetwas bei irgendjemand auf der Strecke.

Das ist Binarität. Man kann Binarität als 0-1, an-aus, Mann-Frau verstehen, also als zwei fixe Pole, die sich gegenseitig und in jedem Aspekt ausschließen. Ich denke, das ist eine Art Grunddenken bei den meisten Menschen.

Man kann den Begriff aber auch erweitern und Geschlecht nicht als ausschließenede Pole verstehen, sondern die Zwischenstufen erlauben. Letzteres halte ich für brauchbar, denn es erlaubt, am Begriff des Geschlechts für die festzuhalten, die ihn brauchen. Damit sind aber auch andere Menschen ansprechbar, die eine andee Sichtweise haben. Man kann jedem Geschlecht sogar eine vom anderen unterschiedliche Bedeutungen geben. Man kann sich keinem Geschlecht zugehörig fühlen oder beiden oder auch nur einem. Wenn man das noch auf verschiedene Attribute ausweitet, ist ein sehr differenziertes Modell möglich. Z.B. Körperlich Mann, Selbstverständnis enby oder Frau. Es gibt fast unbeschränkte Möglichkeiten, sich differenziert zu sehen. Als gesellschaftlich akzeptiertes Modell, gäbe es einen großen Fortschritt. Der Eintrag im Pass wäre allerdings überflüssig, den was soll er denn aussagen, gebährfähig/zeugungsfähig ? [/Ironie]
Viele Grüße
Vicky

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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 52 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 10:09 Der Eintrag im Pass wäre allerdings überflüssig, den was soll er denn aussagen, gebährfähig/zeugungsfähig ?
Also in meinem Perso ist keine Geschlechtsangabe zu finden.

Davon ab, weißt du doch genau, um welche Aussage es geht.
Die meisten Menschen sind Cis-Hetero. Zwischen den biologischen Geschlechtern Mann & Frau gibt sexuelle Begehrlichkeiten.
Fast alle geborenen Frauen können "ein Lied singen"von Übergriffen durch Männer. Deswegen ist es in sensiblen Bereichen richtig und wichtig, eben diese Geschlechter zu trennen, zum Schutz vor Übergriffen.
Meist beginnt das in der Schulzeit, wenn sich sexuelle Begehrlichkeiten und Scham herausbilden.

Es gibt nun mal nur eine Kombination an biologischen Geschlechtern, die Leben hervorbringen kann (nicht muss), davon leiten sich unsere Definitionen ab...

Grüße
die Anja
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 53 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Anja hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 10:29 Also in meinem Perso ist keine Geschlechtsangabe zu finden.
Du hast Recht, Ich habe keinen, nur einen Reisepass und da steht es drin.
Anja hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 10:29 Es gibt nun mal nur eine Kombination an biologischen Geschlechtern, die Leben hervorbringen kann (nicht muss), davon leiten sich unsere Definitionen ab...
Daran zweifle ich nicht. Aber es gibt eben nicht diese Ausschließlichkeit, nur das Eine oder das andere. Und vor diesem Hintergrund tritt der Eintrag in den Hintergrund. Er ist nicht mehr eindeutig. Am Eindeutigsten scheint mir noch immer die Unterscheidung in eine biologische Funktion zu sein. Aber das wäre hahnebüchen.

Und Schutzräume sind leider erforderlich. Dazu gehört auch die Frage zum Gender-pay-gap, die uns in vielen Fällen auch betrifft.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 54 im Thema

Beitrag von Carry »

Okay, Vicky, soweit kann ich grob folgen!
Dennoch - Binarität ist doch keine "schwachsinnige Idee", sondern eine natürliche Ordnung, nach der unser ganzes Universum funktioniert (0-1...) und ich bin mir ziemlich sicher, dass in der Geschlechterfrage ja jedem klar ist, dass es zwischen schwarz und weiß (Mann und Frau) auch eine ganze Menge Grautöne gibt - das spreche ich ja niemandem ab.
Mir erschließt sich einfach nicht, wieso man Binarität als "schwansinnige Idee" bezeichnet - das ist doch ein System, auf dem unsere ganze Natur fusst - das ist doch keine "Idee".
Heutzutage sieht doch wohl auch niemand mehr die Geschlechter als strikte Binarität, also so, dass sich das eine strikt gegensätzlich zu dem anderen verhält, doch wohl eher "analog" mit einer möglichen Abweichung in jede Richtung, je nach Stärke des Signals, wenn man es so ausdrücken will - aber zu Grunde liegen dem ganzen doch dennoch die zwei Pole, die Binarität - das IST doch in unserem ganzen Universum so - das kann man doch nicht wegdiskutieren, oder!?

Wenn, dann müsste die Diskussion vielleicht darüber geführt werden, in wie weit in der Wahrnehmung der Menschen die Binarität in der Geschlechterfrage "aufgeweicht" werden muss, um all den "Grautönen" dazwischen nicht die Daseinsberechtigung abzusprechen - aber dass für - keine Ahnung - 99,...irgendwas% der Menschen die Geschlechter-Binarität schlicht und ergreifend die Realität ist, kann man ja auch nicht wegdiskutieren...

Also - noch bleibe ich überfordert, wie man Binarität als "Idee" abtun kann ... :?: :?: :?:
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 55 im Thema

Beitrag von Carry »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 10:47 Daran zweifle ich nicht. Aber es gibt eben nicht diese Ausschließlichkeit, nur das Eine oder das andere.
Aber das sagt doch auch niemand, dass es ausschließlich ist. Aber auf der Polarität des Einen und des Anderen gründet sich jedwede "Abweichung", oder sagen wir, vom Magnetismus abgeleitet - die Polarität IST - sie ist keine Idee! - und natürlich gibt es ganz viel dazwischen, was je nach magnetischer Ladung eben mehr zu dem Einen oder dem Anderen tendiert, oder eben ganz ausgeglichen nirgendwohin in der Mitte ist - aber die Pole SIND doch da und der Ursprung all dessen.
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 56 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 10:47 Aber es gibt eben nicht diese Ausschließlichkeit, nur das Eine oder das andere. Und vor diesem Hintergrund tritt der Eintrag in den Hintergrund.
Mir erschließt sich jetzt dieser Zusammenhang nicht.
Nur weil ich am binären Modell festhalte, schließe ich doch nichts aus, was dazwischen liegt???
Ich sage nur, das es für die meisten Menschen eben so passt. Die meisten fühlen sich entweder männlich oder weiblich, haben den dazu passenden Körper und bevorzugen das Gegengeschlecht als Partner (Cis-Hetero).
Ja, es gibt Menschen, auf die das nicht zutrifft. Die sich dazwischen verorten, oder mal so mal so, oder jenseits davon.

Warum jetzt der Eintrag im Reisepass vorhanden ist und im Perso nicht - keine Ahnung... Vielleicht gibt es da noch unterschiedliche Richtlinien.
Eine Unterscheidung / Trennung ist aber manchmal sinnvoll, egal ob das nun im Ausweis steht oder nicht.

Grüße
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 57 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

alles ist ja eine Funktion der Zeit. Und auch Geschlechterrollen (oder -Schubladen). Wenn man jetzt einem Mittelaltermenschen unsere heutigen Geschlechterrollen erklären wollen würde. Man würde gesagt bekommen: Das ist gegen die Natur, so wie jetzt war es doch immer, Frauen sollen Männersachen erledigen können und umgekehrt und du redest von Gleichberechtigung (und Frauen sollen sogar so intelligent wie Männer sein und Soldatinnen werden und Männer den Haushalt machen und sich um die Kinder kümmern) ... sag mal geht's noch du Spinner.

Es hat nur 500 Jahre gedauert um aus dem Spinner einen ganz normalen Menschen und aus dem der Spinner gesagt hat einen Fossil zu machen.

Ich denke die Konzepte, die hier diskutiert werden, unser heutiges (modernes) Binärmodell mehr aufzuweichen und Fluid zu machen, jeden Menschen als Genderindividuum zu betrachten werden in der Zukunft ganz normal sein. Und ich bezweifle, dass es wieder 500 Jahre brauchen wird. Wenn nicht der Reset kommt, denke ich sind wir in ein Paar (2-3) Generationen schon so weit. Das blöde an Pionierarbeit ist immer, dass man die Steine abkriegt und sie wegräumen muss.

So sei es.

VlG
The trick is to keep breathing

I have big dreams and a small world in between
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 58 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Laila-Sarah hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 11:31 Wenn man jetzt einem Mittelaltermenschen unsere heutigen Geschlechterrollen erklären wollen würde. Man würde gesagt bekommen: Das ist gegen die Natur, so wie jetzt war es doch immer, Frauen sollen Männersachen erledigen können und umgekehrt und du redest von Gleichberechtigung (und Frauen sollen sogar so intelligent wie Männer sein und Soldatinnen werden und Männer den Haushalt machen und sich um die Kinder kümmern) ... sag mal geht's noch du Spinner.
Bist Du Dir da sicher? Ich vermute, das war im Mittelalter bei der normalen Bevölkerung lockerer als heute. Man bedenke nur die bunten Gewänder, in denen die reichen Herren herum liefen (das hätten die einfachen Leute auch gerne gemacht, konnten es sich aber nicht leisten). Dagegen ist es bei den Männern heute nur öde und langweilig. Die edlen Ritter hatten oft längere Haare als ich heute. Und irgendwie gab es da mal eine junge Frau, die eine Ritterrüstung anlegte und in den Krieg zog. - Die einzigen, die massiv etwas dagegen hatten, waren die hohen Würdenträger der katholischen Kirche. - Und wie das Volk über die oft wirklich dachte, ist auch überliefert: als man die ersten Orgeln in den Kirchen installierte, hieß es: "Da spielt jetzt des Teufels Dudelsack".

LG Nicole
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 59 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Carry hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 10:00 Vielleicht bist Du so lieb, und versuchst mir diese Frage zu beantworten?!
Wenn jetzt jemand transsexuell ist - dann geht es doch in erster Linie darum, von dem EINEN ins ANDERE zu wechseln (anzupassen...), oder sehe ich das falsch? Ich verstehe den Punkt nicht, dass, wenn alles "nur" kulturell-religiöse Prägung etc. ist/sein soll, wie kann dann jemand, der beispielsweise als Mann geboren wurde, sich aber "falsch" - also als Frau fühlen? Wieso werden dann jahrzehntelange Leidenswege auf sich genommen, furchbare Operationen etc.pp, um von dem einen Pol zum anderen zu wechseln? Wenn die Binarität eine "schwachsinnige Idee" ist - wie kann es denn dann Transsexualität überhaupt geben?
Ganz im Ernst - das kann ich nicht nachvollziehen - wenn ich mit einem männlichen Körper geboren werde, aber von vornherein "fühle", dass ich eigentlich eine Frau bin, wie kann man das denn ohne Binarität erklären? Ich bin überfordert ....**grübel**
Jaaa...

wenn man sich das alles genauer anschaut, kann man schon einen Knoten im Hirn bekommen,
den bekomme sogar ich um ehrlich zu sein...
ich versuche es mal...

also das eine, nämlich das Identitätsgeschlecht hast du schon, dabei gibt es nichts "anzupassen"
Nenn das auch gefühltes oder empfundenes Geschlecht...
so am Rande, ich finde daran nichts schlecht-deswegen sage ich ab jetzt "Gegut".

das andere ich das körperliche Gegut und ist für manche hmm Funktionen gut.
Das kannst du weitestgehend anpassen oder auch nicht..

ganz streng genommen

"Und nicht zuletzt jene nicht unbeträchtliche Anzahl von Menschen, die zwar einen Geschlechtsrollenwechsel samt den für sie notwendigen medizinischen und juristischen Maßnahmen benötigen oder bereits vollzogen haben, die jedoch, sei es, weil sie ein binäres Geschlechterverständnis ablehnen oder gewisse medizinische Maßnahmen für sich nicht benötigen, nicht die strikte Definition von F64.0 erfüllen."

Quelle Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Transgender

oder mit bösen Worten klassisch und damit wirklich transsexuell ich auch nur eine komplette körperliche Angleichung.
Und das ist dann strikt binär-nichts anderes...

oder

"Eine starre Abgrenzung nach Typen und Kategorien erweist sich auf Grund der Forschungsergebnisse der letzten 20 Jahre und der veränderten Lage bei der rechtlichen Anerkennung der Geschlechtsidentität nicht mehr als sinnvoll."

Quelle Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Transsexualit%C3%A4t

heisst das jetzt binär gibt es doch nicht? Also rechtlich schon nicht? Es gibt ja die dritte Option..und ne vierte...

ganz schlimm wird es jetzt...

https://de.wikipedia.org/wiki/Ungeschle ... Vermehrung

und

https://de.wikipedia.org/wiki/Autogamie

wenn ich das jetzt alles zusammennehme, weiss ich am Ende nicht mehr wer oder was ich bin
und das macht mir ein klein wenig Sorgen...

Wenn Carry nun sagt-aus ihrer für sie richtigen Anschauung-das gilt für das ganze Universum
möchte ich die Frage nicht in einem Raum mit Astrophysikern stellen, denn dann wird man
sehr lange Zeit mit denen darüber philosopieren müssen-denn vor ein paar hundert Jahren
war die Erde noch eine Scheibe...

damit will ich sagen..die Welt wird nie die gleiche sein, wie noch vor 5 Minuten..
weder im Gefühl noch in den Fakten.

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Wir brauchen feste Geschlechter„Schubladen?!

Post 60 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Anja hat geschrieben: Do 5. Mär 2020, 11:15 Nur weil ich am binären Modell festhalte, schließe ich doch nichts aus, was dazwischen liegt???
Ich glaube, genau an diesem Punkt entstehen die Missverständnisse. Binär heißt, es gibt zwei Zustände. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn das den meisten Menschen für sich reicht, ist es ja auch gut. Der Punkt ist der, dass im binären Denken oftmals nur begrenzt Platz ist, andere Lebensmodelle zu verstehen.

Für mich sind das, was Du meinst, Pole, zwischen denen es mehr Dinge Dinge gibt. Die Erde hat zwei Pole, ist dazwischen ganz schön "divers". Aber sie ist nicht binär. Sie besteht nicht nur aus zwei Polen.
Viele Grüße
Vicky

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