Streit im Forum
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Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
ExUserIn-2026-04-08
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Streit im Forum

Post 1 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin,

Streit ist wichtig, aber in Simis Fred gibt es gerade heftige Meinungsunterschiede, die mMn den Fred und dessen Sinn völlig entstellen. Da keiner einen Faden aufmacht, um Simis Fred in ihrem Sinne "sauber" zu halten, mache ich das jetzt hier an dieser Stelle. Hier darf nach Herzenslaune gestritten werden. Ich zitiere dafür Jaddys Beitrag:
Jaddy hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 17:10 Für Simi gibt es deshalb wie für Carry und allen anderen Partner"¢innen nur die Alternativen entweder die Beziehung zu beenden oder das eigene Welt- und Partnerbild zu justieren.
Ich frage einmal provozierend:

Ist das wirklich so ? Muss die Partnerin sich wirklich anpassen oder gibt es auch andere Sichtweisen ? Muss der Transmensch keine Rücksicht nehmen ?
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Luna
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Re: Streit im Forum

Post 2 im Thema

Beitrag von Luna »

Hallo zusammen,

meiner Meinung nach muss natürlich auch der Transmensch Rücksicht nehmen, vor allem wenn nicht schon von Beginn der Beziehung an die Karten offen auf dem Tisch lagen. Ich mache das jedenfalls, auch wenn es manchmal grenzwertig schwer fällt.
Im Grunde stimme ich Jaddy aber zu. Wenn eine Partnerin mit dieser Besonderheit gar nicht klar kommt und sich überhaupt nicht auf ihren "Mann" zubewegen kann (was ich auch verstehen kann) ist mir ein Ende mit Schrecken lieber als Schrecken ohne Ende.

Alles Liebe
Luna

p.s.: Ich habe vor nicht allzu langer Zeit mal in einem eigenen Thread gefragt, ob es gut wäre, meiner Frau zu raten sich hier anzumelden. Aufgrund der herrschenden Diskussionskultur hab ich es dann nicht getan. Weder will ich, dass sie hier angefeindet wird, weil sie mir (noch?) nicht so weit entgegen kommen kann, wie manch Betroffene dies (recht rigide) einfordern, noch halte ich militante Ratschläge von Partnerinnen (a la: Du hast verdammt nochmal ein Recht auf Deinen Mann!) für hilfreich in unserer Situation.

pps.: Kurz nachdem ich mich hier angemeldet hatte las ich in Themen, wo's um Grundlegendes, Politisches etc. ging, von UserInnen, die schon länger dabei sind, oft Sätze wie "Aus solchen Diskussionen halt ich mich raus". Ich dachte dann: "Wie kann man nur?! Das Thema ist ja wichtig." Heute verstehe ich es. Es macht einfach keinen Sinn, wenn die Fronten derart verhärtet sind, wenig bis keine Bereitschaft besteht, die eigene Meinung kritisch zu reflektieren und damit der Streit (um des Rechthaben Willens) schon vorprogrammiert ist.
Ich finde es schade, immer wieder zu sehen, wie jemand hilfesuchend und vielleicht in einer sehr schwierigen Situation befindlich ein Thema einstellt und dann (ohne nähere Kenntnis der Umstände und großes Nachfragen) teils finale (gegesätzliche) Ratschläge kommen, die "Ratgeber" sich dann total in die Wolle kriegen, den Thread mit ihren Posts überfluten und ohne Rücksicht auf den Threadersteller das Thema kaputt diskutieren.

Just my2c
ExuserIn-2020-10-20
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Re: Streit im Forum

Post 3 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Rücksichtnahme ist in Partnerschaften wichtig, darf aber nicht zur Selbstaufgabe führen. Trotzdem ist es nicht legitim als Außenstehender tiefgreifende Ratschläge zu einer bestehenden oder beginnenden Partnerschaft zu geben. Selbst Denkanstöße die in die eine oder andere Richtung weisen, müssen Ergebnisoffen formuliert sein. Schließlich sollen sie nur ein Hinweis auf eventuell auftretende Schwierigkeiten sein.

LG
Petra Sofie
Jaddy
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Re: Streit im Forum

Post 4 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Ausgangslage: A findet heraus, dass Partner"¢in B offenbar etwas anders ist, als bisher gedacht. Und zwar in einer Weise, die deutlich mit As Bild kollidiert, wie die B und die Beziehung zu B und das Verhältnis von A+B zur Welt sein sollten. Wie erwähnt kann das über sexuelle Orientierungen oder Vorlieben, Fetischen, bis zu grundlegenden Persönlichkeitseigenschaften wie trans sein. Entscheidend ist der grundsätzliche Konflikt mit As bisherigen Vorstellungen.

Was kann nun passieren?

1. Partner"¢in B kann/will sich nicht ändern, äussert das. Optionen für A: Gehen oder anpassen.

2. Partner"¢in B beeidet, sich zu ändern und diese Vorlieben, Orientierungen, Eigenschaften komplett abzulegen und zu vergessen. Ist das für A glaubhaft? Ist jeder Zweifel beseitigt? Wird da nicht doch immer wieder ein Verdacht kommen, wenn B oder A nicht gemeinsam daheim sind, wenn B irgendwas nicht gleich besprechen will? Optionen für A: Gehen, anpassen - oder solange an der Erinnerung und dem ständigen Zweifel leiden, bis eine der beiden Optionen erreicht ist. Ob das eine glückliche Beziehung ist, mag jedx für sich selbst beurteilen.

Alle anderen Varianten, die wir hier auch schon gesehen haben, beruhen auf verschieben, verzögern oder verdrängen. "Nichts davon wissen wollen", "gestattete Mädelfreizeit", "nur in fernen Orten", etc. Aber der grundsätzliche Konflikt bleibt. A ist so, B ist anders. Und B war vor allem mal anders; siehe "Zweifel".

Überlegt mal bitte ganz genau, ob ihr selbst ganz ehrlich in der Lage wäret zu sagen "ja, ich verbanne dies vollständig aus meinem Leben und meinen Gedanken und hoffe auch nicht darauf, meiner Partner"¢in das irgendwann doch schmackhaft machen zu können (oder heimlich auszuleben)".

Der entscheidende Knackpunkt bleibt, dass Bs Besonderheit mit As Welt/Menschenbild konfliktet. B wird sich nicht zweifelsfrei und glaubhaft ändern können, spätestens in As Erinnerung und Zweifel. Also kann A entweder das Welt/Menschenbild anpassen - positiv formuliert: erweitern, verstehen, integrieren - oder gehen.
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Re: Streit im Forum

Post 5 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 06:38 Da keiner einen Faden aufmacht, um Simis Fred in ihrem Sinne "sauber" zu halten
Nach meinen Hinweisen im Thema selbst habe ich ein neues zu "Geschlechter-Schubladen" aufgemacht, weil es sich simis Thema in erster Linie daran entzündet hat.

viewtopic.php?f=23&t=19814

Gruß
Anne-Mette
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Re: Streit im Forum

Post 6 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

A und B und Zweifel und...
Letztlich muss in jeder Partnerschaft selbst entschieden werden, wie mit einander umgegangen wird, was machbar ist und was toleriert und auch akzeptiert wird. Das bezieht sich nicht nur auf Transthemen oder sexuelle Orientierungen, es geht auch um Verhaltensweisen Sichtweisen, Hobbies und vieles mehr; da ist doch eigentlich in einem langen gemeinsamen Leben immer wieder Regelungsbedarf und die Notwendigkeit, sich auf Veränderungen einzustellen und zu reagieren.
Wer im Forum einen Betrag schreibt, muss auch damit rechnen, dass andere antworten, Gegenreden oder eine ganz andere Meinung vertreten. Das ist ja nun auch Sinn einer Diskussion bei einem Thema. Die Frage, wie wir im Rahmen dieses Diskussionsvorganges mit einander umgehen, ist wieder eine andere, nämlich die, der respektvollen und nicht diskriminierenden Form der Gestaltung eigener Beiträge und der Kommunikation insgesamt unter den Teilnehmer/innen des Forums. Da sind alle gefragt, die mitmachen, die Grundregeln des Forums zu berücksichtigen.

Grüße, Ulrike-Marisa
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Re: Streit im Forum

Post 7 im Thema

Beitrag von chris »

Siehst du Luna,

Das war der Grund dass ich Simi meine Hilfe angeboten habe und das außerhalb des Forums. Ich hab aktuell Kontakt zu ihr und sie sagte mir erst gestern dass sie die Beiträge und Meinungen teilweise nicht nachvollziehen kann und sie ihr nicht weiterhelfen.
Ich hatte auch überlegt meiner Frau dies Forum nahezubringen aber aus dem gleichen Grund wie du davon abgesehen.
Es ist gut dazu geeignet überhaupt Kontakte zu finden - allerdings kann weiteres dann nur außerhalb des Forums stattfinden.
Vielleicht ist das eine Idee um deiner Frau die Auseinandersetzung mit dem Thema zu erleichtern 😊
Simi ist jedenfalls dankbar dass ich ihr Einblicke in meine Sichtweise und Gefühlsleben gebe - ohne Anfeindungen.

In diesem Sinne
LG
Chris
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Re: Streit im Forum

Post 8 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

B hat seinem besten Freund versprochen nichts über dessen Koffer preiszugeben bis er im Dezember 2020 von ihm persönlich abgeholt wird. Sonst würde er kein Wort mehr mit ihm reden. B will auf keinen Fall seinen Freund verlieren, genau so wenig wie er A verlieren will.
Was bleibt nun von den Theorien innerhalb der Beziehungen von A zu B übrig wie sie zu Beginn aufgestellt wurden. NICHTS . Denn sie beruhen nur auf Vermutungen, die obendrein zu falscher Beratung führen.

LG
Petra Sofie
Nicole Fritz
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Re: Streit im Forum

Post 9 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Moin,

es verfolgt einen heute überall: Ratgeber, Beratung ... . - Ich sage da immer: Rat-Schläger, Verbratung ... , denn so fühlt es sich für mich an. Ratschläge sind Schläge und tun entsprechend weh, und wenn ich "verbraten" werde, fühle ich mich in die Pfanne gehauen. Das Spiegelei lässt grüßen.

Wenn es mir also mal wieder in den Sinn kommt irgendwie helfen zu wollen, mag ich es nicht jemandem irgend etwas zu raten. Ich versuche meine eigenen Erfahrungen oder Gefühle darzustellen und schreibe dann: "In dieser Situation würde ich an deiner Stelle ...". Ein ewiges "Mach dies oder das .. sonst landest du in der Gosse .." habe ich bei meiner Mutter kennen und hassen gelernt. Für sie war es immer richtig und für mich immer falsch. Und wenn ich meinen Willen durchsetzte und wieder einmal scheiterte, war ich "selber schuld". - Und das Selbstwertgefühl? Wie schreibt man das?

Zur Partnerschaft kann ich nur davon berichten, wie das ständige Spielen einer dem Klischee entsprechenden Rolle sie zum Scheitern bringt. Ob es mit einem Outing für mich eine Chance gegeben hätte, weiß ich nicht. So wie ich meine ehemaligen Partnerinnen und den Einfluss meiner Mutter auf sie einschätze, gab es keine. Es gibt Menschen, bei denen ist ein ganz bestimmtes Bild vom (Zusammen-)Leben so fest in ihr Denken verwurzelt ist, dass jegliche Alternativen undenkbar erscheinen. Es kann sich zwar jeder Mensch ändern, aber er muss erst einmal dazu bereit sein. Und dabei muss ich mich an die eigene Nase packen: Hätte mir vor 10 Jahren jemand etwas von nicht-binär erzählt, dann hätte ich ihn für bescheuert erklärt.

LG Nicole
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Re: Streit im Forum

Post 10 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hallo,

klar jeder hat so seine Meinung und es gibt auch Fäden wo eben diese Meinungen gefragt sind. Jedoch wenn jemand um Hilfe bittet und wir auch noch nur so wenig über die Sache wissen als ein Beitrag sagen kann.

Dann ist für mich wichtig, dass die "Hilfe"

a) konstruktiv
b) aufklärend
c) deeskalierend
d) Dialog fordernd

sein sollte.

Es sollte m.M.n niemals:

a) bewertend
b) Schuld zuweisend
c) Problem befeuernd
d) Hypothesen aufbauend

sein.

Ich fand die Mehrheit der Beiträge in dem besagten Thread geradezu umgekehrt. Wenn wir uns nur auf diese Punkte einigen könnten und den Faden unter diesen Gesichtspunkten noch einmal durchgehen könnten. Dann würde vielleicht ersichtlich sein, was da eigentlich falsch gelaufen ist und was wir hier besprechen sollten.

VlG
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Nicole Fritz
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Re: Streit im Forum

Post 11 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Laila-Sarah hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 11:40 d) Hypothesen aufbauend
Wir schließen einfach viel zu gerne von uns selbst auf andere. Und wenn man sich dann lange in der Isolation einer Sozialphobie mit Verschwörungstheorien beschäftigt hat ... .
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Re: Streit im Forum

Post 12 im Thema

Beitrag von lexes »

Laila-Sarah hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 11:40 Hallo,

klar jeder hat so seine Meinung und es gibt auch Fäden wo eben diese Meinungen gefragt sind. Jedoch wenn jemand um Hilfe bittet und wir auch noch nur so wenig über die Sache wissen als ein Beitrag sagen kann.

Dann ist für mich wichtig, dass die "Hilfe"

a) konstruktiv
b) aufklärend
c) deeskalierend
d) Dialog fordernd

sein sollte.

Es sollte m.M.n niemals:

a) bewertend
b) Schuld zuweisend
c) Problem befeuernd
d) Hypothesen aufbauend

sein.

Ich fand die Mehrheit der Beiträge in dem besagten Thread geradezu umgekehrt. Wenn wir uns nur auf diese Punkte einigen könnten und den Faden unter diesen Gesichtspunkten noch einmal durchgehen könnten. Dann würde vielleicht ersichtlich sein, was da eigentlich falsch gelaufen ist und was wir hier besprechen sollten.

VlG
Auf den Punkt .. dann spare ich mir die Zeilen :-)

Danke
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Re: Streit im Forum

Post 13 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-01-22 »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 06:38 Streit ist wichtig, aber in Simis Fred gibt es gerade heftige Meinungsunterschiede, die mMn den Fred und dessen Sinn völlig entstellen.
Hallo Vicky,

schön, daß du dir hier solche Gedanken machst. Trotzdem wäre es schön, wenn du dich auf einen anderen Thread beziehst, zu diesem hier zu verlinken, da ich nicht wirklich weiß, worum es in diesem Streit geht. Deshalb wäre es schön erst einmal das Thema und den Thread zu kennen.

Danke!

Jennifer
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!

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DanielaTV
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Re: Streit im Forum

Post 14 im Thema

Beitrag von DanielaTV »

Lady Jennifer hat geschrieben: Mi 4. Mär 2020, 11:18
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 06:38 Streit ist wichtig, aber in Simis Fred gibt es gerade heftige Meinungsunterschiede, die mMn den Fred und dessen Sinn völlig entstellen.
Hallo Vicky,

schön, daß du dir hier solche Gedanken machst. Trotzdem wäre es schön, wenn du dich auf einen anderen Thread beziehst, zu diesem hier zu verlinken, da ich nicht wirklich weiß, worum es in diesem Streit geht. Deshalb wäre es schön erst einmal das Thema und den Thread zu kennen.

Danke!

Jennifer
Dies kann man auch über die Forumssuche abfragen, sofern einen das Thema interessiert.

Aber dies ist der Thread

LG Ela (888)
Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt!
Dunja
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Re: Streit im Forum

Post 15 im Thema

Beitrag von Dunja »

Hallo zusammen,

mir ergeht es ähnlich wie simi.
Meine Frau hat vor ca 7 Jahren weibliche Kleidung von mir gefunden.
Sie hat mich auch mehrfach beim heimlichen Crossdressen erwischt.
Ich wollte mit Ihr nicht reden und bin der Aussprache immer aus dem Weg gegangen. Mir war klar, aufgrund verschiedener Hinweise aus weiterzurückliegender Vergangenheit, dass das das Ende der Ehe bedeuten würde.
Und mein CD sollte nicht die Ursache für eine Trennung werden.
Ich konnte auch einfach nicht reden, ich hatte mich noch nicht selbst erkannt. Heute bin ich ein großes Stück weiter auf dem Weg ders selbsterkennens, auch durch die Hilfe der Informationen dieses Forums.

Vergangenen 23. November habe ich mich, nach 20 Jahre Ehe und insgesamt 31 Jahren gemeinsamer Zeit, auf Ihr (mehrfaches) Drängen bei Ihr als Tv geoutet, davor meiner Mutter, danach meiner Schwägerin und dann meiner Schwester.
Sie versteht auch nicht (oder will nicht verstehen), dass es (zumindest für mich) notwendig ist sich selbst zu erkennen, zu verstehen und zu akteptieren, bevor (auf)klärende Gespäche geführt werden können.
Ich hatte das CD als Spleen gesehen, das sich verdrängen und unterdrücken lässt, zumindest in meinem Falle hat sich dies nichtbewahrheitet.

Allen habe ich bekanntgegeben, dass ich hier registrierte Userin bin, und Ihnen das Forum als Informationsquelle empfohlen.
Mir ist nicht bekannt, ob eine der genannten Angehörigen dieses Angebot nutzt, meine Frau auf alle Fälle nicht.
Sie sagt, sie kann mit diesem Wissen über mich nicht leben und nicht damit umgehen (oder will nicht damit umgehen können?).

Aus diesem Grund haben wir zwischen Weihnachten und Neujahr gemeinsam entschieden, dass ich ausziehen werde, damit Sie Abstand finden kann. Das war dann anfang Januar.
Daraufhin hat sich mein TV Leben beschleunigt.
Bis zu diesem Zeitpunkt versteckt und ganz wenige Gelegenheiten zuhause,wenn ich glaubte lange genug alleine zu sein, heut überwiegen in der Öffentlichkeit, in recht größerer Entfernung von zu hause.
Nach meiner heutigen Sicht ist das eine Trennung auf Dauer.

p.s.: Ich habe vor nicht allzu langer Zeit mal in einem eigenen Thread gefragt, ob es gut wäre, meiner Frau zu raten sich hier anzumelden. Aufgrund der herrschenden Diskussionskultur hab ich es dann nicht getan. Weder will ich, dass sie hier angefeindet wird, weil sie mir (noch?) nicht so weit entgegen kommen kann, wie manch Betroffene dies (recht rigide) einfordern, noch halte ich militante Ratschläge von Partnerinnen (a la: Du hast verdammt nochmal ein Recht auf Deinen Mann!) für hilfreich in unserer Situation.


Aus genau diesem Grund bin ich eigentlich froh, dass sie uns hier nicht besucht.

meiner Meinung nach muss natürlich auch der Transmensch Rücksicht nehmen, vor allem wenn nicht schon von Beginn der Beziehung an die Karten offen auf dem Tisch lagen. Ich mache das jedenfalls, auch wenn es manchmal grenzwertig schwer fällt.


Das ist der Grund, warum ich Ihr und der Familie gegenüber Zugeständnisse mache.
Z.B. kein CD in meinem sozialen Umfeld, oder an Orten, an denen die Möglichkeit überdurchschnittlich groß ist, dass ich von Leuten aus meinem Umfeld angetroffen werde.
Ganz auszuschließen ist das jedoch nie.
Überlegt mal bitte ganz genau, ob ihr selbst ganz ehrlich in der Lage wäret zu sagen "ja, ich verbanne dies vollständig aus meinem Leben und meinen Gedanken und hoffe auch nicht darauf, meiner Partner"¢in das irgendwann doch schmackhaft machen zu können (oder heimlich auszuleben)".

Der entscheidende Knackpunkt bleibt, dass Bs Besonderheit mit As Welt/Menschenbild konfliktet. B wird sich nicht zweifelsfrei und glaubhaft ändern können, spätestens in As Erinnerung und Zweifel. Also kann A entweder das Welt/Menschenbild anpassen - positiv formuliert: erweitern, verstehen, integrieren - oder gehe
Genau so trifft es in meinem Falle zu. Ich habe versucht zu verbannen, zu unterdrücken bzw. heimlich ausleben. Die kollision ist da - also bin ich gegangen.
Und glaubt mir, das tut unheimlich weh, auch wenn das schon seit Jahren vorhersehbar war.

Ganz schlimm ist es für mich auch, wenn ich bedenke was ich Ihr durch meine Hinhaltetaktik, aus welchem beweggrund auch immer, angetan habe. Und wenn ich die Tränen in Ihren Augen sehe, wenn wir etwas zusammen zu klären haben. Der Kontakt ist weiterhin da, wir haben uns ja nicht im bösen getrennt.

Dunja

ps. Simi, wenn Du glaubst, dass Dir meine Erfahrungen helfen können, schreib mir eine PN.
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
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