CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau
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Marela
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CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 1 im Thema

Beitrag von Marela »

Hallo Zusammen,
zu meinem Umständen: ich bin seit über 30 Jahren auch heute noch glücklich (!) verheiratet.
Meine Frau weiß fast seit Beginn von meinem Faible und toleriert dieses.

Allerdings möchte sie Marela nicht zu oft begegnen.
Gestern mal wieder ein Gespräch mit ihr, in dem sie u.a. sagte, sie empfindet mich als Frau auch als KONKURRENZ.
Das hat mich wirklich sehr irritiert, mit diesen Gefühlen hatte ich so gar nicht gerechnet.
Und auch nie beabsichtigt.

Nun meine FRAGEN in die Runde:
... gibt es ähnliche Erfahrungen, Berichte?
... geht es anderen Ehefrauen ähnlich?
... wie gehe ich am Besten damit um, auch in Bezug auf meine Frau, ihr ggf. diese Sorge zu nehmen?

Lieben Gruß Marela
Kathi87
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 2 im Thema

Beitrag von Kathi87 »

Liebe Marela,

ich kenne diesen Satz, meine Frau hatte die Angst nicht mehr die Frau in unsere Ehe/Beziehung zu sein. Das ich sie in der Funktion ersetze, als Frau und auch als Mutter und mir jemanden suche bei dem ich die Frauenrollen komplett einnehme. Sie hat Angst ersetzt zu werden, ich hoffe das kann man so sagen.

Wir haben viele Gespräche geführt und haben gelernt da wir gar nich das klassische Rollenbild bei uns fahren, sondern das jede von uns beiden, die starke Beschützerrolle übernehmen kann wenn die gegenüber es braucht.

Ich habe ihr auch klar gemacht das ich sie als Mutter nicht ersetzen werde, ich niemals erwarte das die Kinder mich Mama nennen, weil das bin ich nicht. Ich bin Papa und solange meine Kinder mich so nennen ist das okay.

Bei sorgen ist es immer wichtig zu reden, offen und ehrlich.

Liebe Grüße
Kathi
Es ist besser, für das was man ist, gehasst,
Als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
JaquelineL
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 3 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Liebe Marela,

auch ich kenne Ähnliches. Während der Zeit, als ich noch als CD verortet war, gab es bei meiner Frau die Vorstellung, eine ("echte") Frau brauche ich wohl gar nicht: ich sei mir vermutlich selbst schon genug (in dem Sinne, dass ich für mich beide Rollen einnähme, weiblich und männlich). Während des Transitionsbeginns eskalierte es dahin, dass ich noch nicht einmal einen Kuchen backen konnte: "Das hast Du doch sonst auch nie gemacht - willst Du mir jetzt auch noch die Position in der Küche streitig machen? :twisted: " - ich hatte zwar schon Jahre zuvor erste Schritte in dieser Richtung gewagt, aber meine Frau ist unbestritten um viele Klassen besser beim Backen... doch im Transitionsstress kam vieles zu kurz, so auch ihr Engagement in diesem Bereich, was meine Aktivitäten am Ofen augenscheinlich als "Konkurrenz" erscheinen ließen.

Nach der "vollen Dröhnung" in 2016 (Erkenntnis der Transsexualität und Vorbereitung auf die Transition samt mehrwöchigem Alltagstest) konnte (und kann sie bis heute) allerdings meinen Anblick in nicht maskuliner Außendarstellung nicht mehr verkraften, was aber nichts mit "Konkurrenz" zu tun hat. Die auch bei anderen Betroffenen berichtete Aussage "es kann nur eine Frau in der Beziehung geben" ist hier rein rollentypisch zu verstehen.

Liebe Grüße
Jackie
Today is the first day of the rest of my... forget it.
Fen
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 4 im Thema

Beitrag von Fen »

Hallo Marela,

Habe die Erfahrung gemacht,wenn meine Süße und ich weggehen, wird sie teilweise von Männern angesprochen.( Auch von Frauen,aber das löst bei mir dann eher Eifersucht statt Konkurrenzdenken aus).

Jedenfalls gehen wir gern auf Parties und in Clubs. Diese Clubs sind auf genau ein Ziel ausgerichtet:ein bisschen Spaß auf der Matratze oder mit einem Fetisch zu haben.Und ich empfinde es dann schon seltsam,wenn sie angesprochen wird statt ich.oder wenn ein alkoholisierter Typ gerade noch von seinem Kumpel daran gehindert wird,sie anzusprechen.
Da fühle ich mich in meiner Eitelkeit gekränkt,und frage mich warum ich so eine graue Maus bin. Ich könnte mir natürlich einreden, dass ich an diesen Typen kein Interesse habe (wenn ich ehrlich bin, ist es auch so) und dass sie eh nicht auf mich stehen stehen würden,selbst wenn meine Süße nicht dabei wäre. Aber eigentlich wäre es doch mein Job von Typen angesprochen zu werden und meine Süße ist dafür verantwortlich,sie mit bösen Blicken in die Flucht zu schlagen. Ist bei uns aber umgekehrt.

Meine Süße braucht Bestätigung von außen.es tut ihr gut. Und ihre Begeisterung hinterher, entschädigt mich für alles.sie genießt die Komplimente der Typen. Und wir mögen es,hinterher das alles ausführlich zu besprechen und uns auszutauschen:"was hat der Typ gesagt/gewollt/gedacht".

Sie tut sehr viel dafür,gut auszusehen: Sport,Ernährung,Makeup. Und es ist doch schön wenn dieser Aufwand gewürdigt wird.mein Aufwand ist im Vergleich dazu gering. Und daher wird mein Aussehen dementsprechend von weniger Männern gewürdigt.
Beispielsweise wenn jemand auf sie zukommt und sagt zu ihr "siehst gut aus!" dann fällt der Blick der Person auf mich: "du übrigens auch." ok,dann denke ich mir schon meinen Teil.

Liebe Grüße
Fen
Life is short. Break the rules. Forgive quickly. Kiss slowly. Love truly. Laugh uncontrollably. And Never regret anything that made you smile. (James Dean)
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 5 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Moin,

meine Frau, mit der ich seit 9 Jahren zusammen bin und davon 3 Jahre verheiratet, ist auch irritiert, wenn sie mich en femme sieht. Aber die Irritationen scheinen weniger zu werden. Geduld, und das über Jahre, machen heute Dinge möglich, an die ich früher nicht zu denken wagte. Aber es ist noch lange nicht am Ende. Ich empfinde die Situation als immer besser werdend, aber letztlich brauchen wir noch. Ich brauche auch noch Zeit, denn ich muss in mir mit einigen Dingen auch noch klarer kommen und vor allem lernen, besser darüber zu reden.

Was hat sich verändert ? Ich denke, ein Rollendenken ist wirklich ein wichtiger Punkt. Die Frau ist klassischerweise zuhause für manches zuständig und manches macht der Mann. Das steckt unglaublich tief. Wenn die Frau in uns buchstäblich Raum greift, wird es eng für die Partnerin. Die Erkenntnis, dass das nicht so ist, mag in uns stecken, aber nicht bei ihr. Wir sind ja nun beide jenseits der Mitte 50, sie weniger, ich mehr. Da können die Rollen leichter aufgeweicht werden. Ich arbeite i.d.R. bereits früh morgens, sie bis in den Abend. Sie schätzt es, wenn sie beim Heinkommen von mir ein Abendessen bekommt. Sie oder wir kochen gemeinsam am Wochenende. D.h. es gibt zwar Rollen in der Küche, aber die sind nicht geschlechtsorientiert. Genauso beim Waschen. Wir machen beide alles, je nach dem, wer Zeit hat. Das Denken in ihr, dass sie für diese Dinge zuständig sei, war früher eher ausgeprägt, heute ist das aufgeweicht.

Ich denke, damit haben die wenigsten Frauen etwas einzuwenden, wenn sie erst einmal verstanden haben, dass auch sie davon profitiert. Sie hat Freiräume, die sie so nicht hatte. Problematisch ist es, wenn die eigene Sinnfrage an der Rolle hängt. Wird man aus der Rolle "gedrängt", verliert man seinen Sinn. Dann gibt es Sätze wie
JaquelineL hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 01:10 willst Du mir jetzt auch noch die Position in der Küche streitig machen? :twisted:
Das Umdenken kostet Zeit und Geduld. Für mich kann ich sagen, dass ich für meine weibliche Seite meine Frau brauche. Und ich denke, meine Frau hat verstanden, dass meine weibliche Seite etwas Fundamentales für mich ist, worauf ich nicht verzichten kann. Dafür gibt es männliche Rollen, die ich fest einnehme, z.B. beim Tanzen. Ich führe und daran halte ich fest.

Letzlich entwickelt sich daraus ein neues Zusammenleben. Rollen werden neu vergeben, aber der eigene Sinn in einer Beziehung hängt nicht an den Rollen. Das ist mMn das Fatale, dass mit dem Rollenverständnis oft verbunden ist.

Frau hat etwas, was sie gut kann und das soll sie durch uns als Frau verlieren ? Da können wir noch so sehr sagen, dass das nicht stimmt, sie kann es so nicht akzeptieren und unsere weibliche Seite wird zur "Gegnerin". Sie muss selber verstehen, dass Veränderungen auch für sie von Vorteil sind. Manche tun sich dabei sehr schwer. Man kann den Spieß auch herum drehen. Wie sehr fällt es Männern im Beruf schwer, Frauen zu akzeptieren ? Sie sehen den Konkurrenzkampf mit ihnen, wenn es z.B. um Führungspositionen geht. Aber den Vorteil, den die Zusammenarbeit mit Frauen eröffnet, sehen sie nicht. Männer achten sehr eifersüchtig darauf, dass Frauen nicht zu sehr in gehobene Funktionen aufsteigen. Deshalb braucht es Gleichstellungsbeauftragte. Wie lange dauert(e) es, bis hier ein Umdenken stattfindet ?

Im Beziehungsleben ist das ähnlich. Wenn wir die Frau verdrängen, in dem wir Frauen sein wollen, verdrängen wir die Frau. Das ist existentiell. Ich sehe das so: Die Frau braucht den Mann, damit sie Frau sein kann. Aber was heißt Frau an dieser Stelle ? Das Rollenbild ? Für mich ist das fatal, denn es bedeutet, dass man alleine nicht selbst sein kann. Man definiert sich durch den Anderen. Hier ist mMn Emanzipation wichtig.

Liebe und Beziehung bedeutet nicht, dass ich durch jemand Anderen zu jemanden werde. Sie bedeuten, dass da jemand ist, an und mit dem ich wachsen kann und dem ich die Möglichkeit gebe zu wachsen. Ich zitiere immer wieder Khalil Gibrans Gedicht "Über die Liebe". Aber diese Erkenntnis ist schwer zu gewinnen in einer Kultur, die korrektes Rollenverhalten höher bewertet als den Mensch in seiner Entwicklung. Die geschilderte Situation am Bachofen zeigt unter diesem Blickwinkel andere Reaktionsmöglichkeiten. Wenn die Frau sagt, "ich finde es schön, dass Du Dich mit Backen beschäftigst, ich will Dir helfen, dass Du das noch besser kannst", wird deutlich, ihre Aufgabe kann die Frau darin sehen, dass sie zum Coach wird. Gleichzeitig kann das auch anders herum laufen.

Ich denke, wir können viel für uns tun, wenn wir die Partnerin dauerhaft in ihrem Tun zu bestärken. Das ist paradox, denn es wird ja gepredigt, dass die Liebe selbstlos sei. Das ist mMn Unsinn. Sie sucht nicht den eigenen Vorteil, wenn er zu lasten eines Anderen geht. Es geht um die eigene Haltung zum/r Partner/in, die sich in der Liebe ausdrückt. Dann klappt es auch am Backofen.

Das ist ein Prozess, der viel Zeit braucht. Wir lösen durch unser Trans-Sein diesen Prozess aus. Damit sind wir Anlass, Dinge neu zu betrachten. Aber das Eis ist dünn. Wir müssen uns vorsichtig darauf bewegen. Ziehen wir zu sehr an der Partnerin, besteht die Gefahr, dass der Faden reißt. Ziehen wir zu wenig, bewegt sich nichts. Die Entwicklung ist auch keine Einbahnstraße. So wie für die Partnerin dieses Ziehen eine Entwicklung bedeuten kann, bedeutet es auch für uns, dass wir uns bewegen. Die Auseinandersetzung mit den eigenen Verstrickungen wie z.B. Schuld- und Schamgefühle müssen aufgearbeitet werden. Dafür brauchen wir die Partnerin. Sie kann aber auch nur ein offenes Ohr für uns haben, wenn wir sie mit unserer Haltung und nicht nur mit Worten wertschätzen und wenn wir offen und ehrlich sind.

Was ich beschrieben habe, stellt nur meine aktuelle Sicht dar und hat keinen weitergehenden Anspruch.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Ulrike-Marisa
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 6 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...die bisherigen Beiträge haben das Problem eigentlich schon umfassend beschrieben.
Bei uns zu Hause geht es weniger darum, wer etwas macht, da sind Tätigkeiten in Absprache verteilt, die häuslichen Arbeiten macht sie vorwiegend, die technischen Aspekte bearbeite ich vorwiegend, manchen machen wir auch gemeinsam abwechselnd; das läuft und wird sich mit meinem Rentenbeginn gravierend verschieben.
Im Haus möchte sie keine zweite Frau neben sich haben. Sie ist die Hausherrin und in ihrem Rollenverständnis braucht sie einen äußerlich erkennbaren Mann neben sich.
Da wird es schwierig werden, wenn ich Ende des Jahres in Rente gehe und die ganze Problematik des Outings dann verschärft zur Geltung kommen wird. Sie fühlt sich in ihrer Rolle als Frau durch, die wie sie sagt unnatürlichen Bestrebungen meinerseits, eine Frau sein zu wollen, bedrängt und eingegrenzt. Es nervt mich schon bei Gesprächen immer zu hören: mein Mann hat...Meinen Vornamen verwendet sie praktisch nie im Gespräch mit anderen. So bringt sie sprachlich ihr Rollenverständnis zum Ausdruck. Ich habe mich daran gewöhnt, stören tut es mich trotzdem ein wenig, mehrmalige Ansprache hat bisher keine Veränderung bewirkt, weil...ihr Rollenverständnis.
Es gibt aber auch Grenzbereiche, die in unseren Status Quo begründet sind. Manches toleriert sie und so sehe ich mit langem Hemd und Strumpfhose und Schmuck mit Ohrringen wahrlich nicht richtig männlich aus und auch nicht mit Kopftuch bei der Gartenarbeit, wobei ich immer weite Kleidung trage, weil ja sonst meine Rundungen zu sichtbar sind - kann trotzdem jeder sehen, der es will. So ist das Leben aber, wie es eben ist. Es passt halt nicht immer alles zusammen.

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:

..ich bin das, was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben...
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 7 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Marela hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 20:05 Gestern mal wieder ein Gespräch mit ihr, in dem sie u.a. sagte, sie empfindet mich als Frau auch als KONKURRENZ.
Das hat mich wirklich sehr irritiert, mit diesen Gefühlen hatte ich so gar nicht gerechnet.
Und auch nie beabsichtigt.

Hi Marela...

wir sind nie ein heteronormatives Pärchen gewesen, genauso wenig wie wir auf eine
bestimmte Rollenverteilung pochen-also was Aufgaben angeht oder ähnliches.
Wir haben beide unsere Talente und sicher auch Vorlieben, aber sind der Meinung,
das beide in einer Beziehung alle Aufgaben erfüllen können müssen.

Was nutzt es wenn meine Liebste eine Aufgabe an ihrem Rechner zu erledigen hat und
der hat ein Problem und dann muss sie auf mich warten-das hat für uns ähnlich wenig Sinn,
wie wenn ich vor dem vollen Kühlschrank verhungern würde..
das ist jetzt zwar überspitzt, aber alle müssen in dieser komplexen Lebenswelt ja
überlebensfähig sein..

dabei gibt es also schon mal keine Konkurrenz.
Ich wurde allerdings sowieso rollenfrei erzogen, weil meine Eltern mich selbst entscheiden
lassen wollten wo mein Weg hingeht..

trotzdem hatten wir in unserer Beziehung auch mal das Konkurrenzding.
Das war in meiner wie meine Liebste sagte "Überfrauphase"..
ja, da war ich teilweise etwas zu overdressed für daheim..ich hatte es auch nicht
beabsichtigt da Konkurrenz aufzubauen-aber es war da das Gefühl.

Wir haben natürlich darüber geredet und ich sagte ich will dir ja deine Weiblichkeit
nicht streitig machen, ganz im Gegenteil, ich fände es schön, wenn du sie auch wieder
mehr lebst-und das ist für mich auch die Wahrheit.
Was habe ich dazu noch gezeigt?
Ich habe den Ausdruck meiner Weiblichkeit etwas reduziert, ohne mein Wesen
zu verletzen. Also habe ich die Nägel auf ihre Länge geschnitten-inzwischen lackieren
wir zusammen die Nägel oder ich sogar ihre..
ich muss daheim keine Kleider und Röcke tragen, trotzdem bin ich immer noch ich
und so wie sie trage ich abends keinen BH, weil wir beide finden das er einengt.

Vielleicht liege ich falsch, aber seit ich einen Weg zu einer natürlicheren Weiblichkeit
gefunden habe, hat sie das sie will mehr Frau sein als ich bin (auf mich bezogen) loslassen
können...

irgendwann habe ich hier mal geschrieben, das ich meine "Auftritte" regelrecht geplant
und inszeniert habe. Das ist mir heute auch viel zu ähm künstlich..

ich bin einfach ein normales Mädchen, ohne etwas Besonderes sein zu wollen und die
Schublade trans habe ich zugemacht, weil ich sie nicht mehr als Definition brauche.

Ja...und dann bin ich wieder bei dem Satz den sie mal sagte "Leb doch einfach..."

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 8 im Thema

Beitrag von Whoopy Highfly »

Ich erlebe das oft auch so.
Geschichtlich war es fast immer so, das die Frau sich um KKK kümmerte und der Mann um deren Versorgung.
Es war auch oft so, das die Frauen keine oder kaum eine Ausbildung hatten.
Alles ist im Wandel.
Ich hatte, bevor ich meine 2. Seite kennen lernte, die Hausarbeit geteilt, ging einkaufen und kümmerte mich am WE um die Kinder. Ich habe es als Pflicht angesehen, im Haushalt mitzuhelfen.
Mein Crossdressing sieht meine Frau als Konkurrenz an. Ich kann es verstehen. Im Hetrohaushalt gibt es halt nur eine Frau und einen Mann. So die gängige Meinung.
Umgekehrt wäre es ja genauso.
Deswegen, seit nachsichtig, liebe Ehefrauen. Wir mögen euch auch, wenn ihr die Hosen tragt. Sie sind praktisch bei der täglichen Arbeit. Kleider und Röcke sind schon ein tolles Outfit, vor allem abwechslungsreich. Das mögen doch alle, oder?
Bin auf dem Weg. Bitte sucht mich nicht.
Melde mich demnächst wieder.

Bye
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 9 im Thema

Beitrag von Carry »

Marela hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 20:05 Gestern mal wieder ein Gespräch mit ihr, in dem sie u.a. sagte, sie empfindet mich als Frau auch als KONKURRENZ.
Das hat mich wirklich sehr irritiert, mit diesen Gefühlen hatte ich so gar nicht gerechnet.
Liebe Marela,

da triffst Du gerade bei mir den Nagel auf den Kopf - denn genau diese Empfindungen habe ich als Partnerin eines CD's.
Ich habe immer gedacht, dass diese Gefühle der Konkurrenz und gewissermaßen auch Eifersucht etwas sind, was in mir persönlich begründet liegt - allerdings habe ich in den letzten
Monaten hier im Forum doch sehr oft von anderen Partnerinnen eben genau diese Aussage gelesen und auch von vielen CD's und Transfrauen, dass ihre (Ehe-)Frauen ebenso denken, bzw. sowas
geäußert haben. Einerseits beruhigt mich das ein bisschen, weiß ich doch so, dass ich mit diesen Gefühlen nicht allein dastehe.
Andererseits bringt es mich zum Grübeln, woran das denn liegen kann, wenn doch ganz viele Partnerinnen diese Gefühle der Konkurrenz ebenso haben.
Leider kann ich keine Erklärung abgeben, warum das so ist...ich kann nur versuchen, das mal aus meiner ganz persönlichen Sicht heraus zu schildern.

Das Gefühl der Eifersucht und der Konkurrenz hatte ich quasi sofort, bei unserem ersten Outing-Gespräch waren unter meinen ersten Fragen solche, wie "Wozu brauchst Du mich denn dann noch?" - "Bin ich nicht weiblich genug, nicht sexy genug?" "Wenn Du Deine eigenen Silikonbrüste so toll findest - dagegen kann ich mit meinen natürlichen Brüsten ja nicht anstinken!" ....und solche Dinge.
Mir wurde sowohl von meinem Partner, als auch hier im Forum immer wieder gesagt, dass mich das als Frau in keiner Weise "ersetzen" soll - und auch wenn mein Verstand das inzwischen begriffen hat, die Gefühle sind nach wie vor immer wieder mal da - mal mehr, mal weniger - auch ein bisschen abhängig von meiner eigenen Tagesform, wie ich mich selbst gerade fühle.
Ich empfinde meinen Mann, wenn er seiner Weiblichkeit Audruck verleihen möchte, leider auch sehr oft als "die andere Frau" - es ist, als hätte sich ungefragt eine andere Frau in unsere Beziehung gedrängt und macht mir meinen Platz streitig.
Ich weiß, dass das in wohl keinem Fall so von dem Trans*-Partner beabsichtigt ist, oder auch nur so gemeint ist - das habe ich auch inzwischen herausgefunden - aber ich kann nichts dagegen tun, dass diese Gefühle immer wieder hochkommen.

Interessant und sehr nachdenkenswert finde ich da Emmis Ansatz, dass je mehr Natürlichkeit in die Sache kommt, also je weniger "überzogene Weiblichkeit" ausgelebt wird, desto weniger wird diese als "Bedrohung" für die eigene Weiblichkeit der Partenrin empfunden - das könnte ich wohl so bestätigen.

Ich denke auch, es hat was mit "Rollenbildern" zu tun - oder sagen wir besser, mit Rollenverteilungen.
Und da meine ich jetzt nicht die häusliche Aufgabenverteilung - da sind mein Mann und ich auch ganz frei - da wir beide voll arbeiten, machen wir auch beide so ziemlich alles im Haushalt, je nachdem, wie Zeit und Lust ist. Das meine ich also weniger. Ich denke eher, da geht es um emotionale "Rollen" - und auch - in einer heteronormativen Beziehung - um sexuelle Rollenverteilungen.
Da ja die meisten Partenrinnen die Beziehungen in der Annahme, es handele sich um eine heteronormative Beziehung, eingegangen zu sein scheinen, denke ich, haben auch alle eine Art "unterbewusstes Rollenbild" von sich selbst in eben dieser Beziehung.

Ich habe an anderer Stelle mal versucht, Vicky dies anhand einer Metapher zu erklären, wie ich das sehe, empfinde...

Nehmen wir einen Spielfilm für den Du als männliche und Deine Frau als weibliche Hauptrolle engagiert sind.
Alles läuft ganz normal....bis zu dem Punkt, an dem Du nun sagst, dass Du sowohl die männliche, als auch die weibliche Rolle selber spielen möchtest. Mit Kostüm -und Maskenbildnerei kannst Du das also beides selber sein.
Deine Frau stellt also ihre "Daseinsberechtigung" und ihre Funktion in diesem Film in Frage - denn wozu soll sie noch mitspielen, wenn Du selbst beide Rollen spielen und ausfüllen kannst.
Das Gefühl lässt sich so vielleicht am eindringlichsten Beschreiben: Du sitzt dann als Frau in Deiner Garderobe und fühlst Dich aufs Abstellgleis geschoben - fühlst Dich, als seist Du jetzt maximal noch ein Statist in dem Film, der beliebig ersetzbar ist - denn die weibliche Hauptrolle brauchst/sollst Du ja nicht mehr spielen. Das schmerzt! Man stellt nun sich selbst, sein eigenes weibliches Selbstbild, seinen eigenen Selbstwert - im Grunde alles in Frage.

Ich habe zu meinem Schatz mal gesagt, dass die einzige, für mich sichtbare Möglichkeit, mich von diesen "Minderwertigkeits -und Nutzlosigkeitsgefühlen" zu befreien, ist, dass er mir besonders viel Bestätigung und Aufmerksamkeit für meine Weiblichkeit entgegenbringt - allerdings per Homme - denn ich bin ja nunmal hetero.
Da beißt die Katze sich allerdings in den Schwanz - denn gerade, wenn seine Weiblichkeit verstärkt herauskommt, kreist er derart um sich selbst als Frau, dass für mich eben genau dann weniger Platz ist - dass genau in dem Moment, wo ich eigentlich die männliche Bestätigung bräuchte, genau diese dann eher ausbleibt. Teufelskreis. Subjektiv empfunden haben wir dann nämlich genau wieder das Problem: ER zieht sich zurück und SIE nimmt mir in dem Moment gefühlt den Mann weg.
Und da bin ich dann wieder bei Emmi ...wahrscheinlich kann sich das am besten austarieren, wenn nicht so ganz krasse Unterschiede zwischen dem Mann und seiner weiblichen Seite erkennbar sind?! Das ist aber nur eine Annahme, ich weiß nicht, ob es so funktionieren würde, soweit sind wir noch lange nicht.

Wir Frauen jenseits der 30 sind wohl in den meisten Fällen leider eben noch so erzogen, dass wir unseren Selbstwert i.d.R. mehr aus dem Aussen, aus der Anerkennung durch das Aussen nähren, als aus uns selbst heraus. Hier liegt wahrscheinlich der Hase im Pfeffer?! Wir haben nicht gelernt, dass wir als MENSCHEN gut sind, wir haben aber gelernt, dass wir möglichst nette, adrette, hübsche, sexy Frauen sein müssen, wenn wir wahrgenommen und geliebt werden wollen. Aus dieser Denke rauszukommen, ist gar nicht einfach. Hinzu kommt bei einer nornmativen hetero Veranlagung, dass auch das sexuelle Selbstwertgefühl in erster Linie aus der eben gegengeschlechtlichen Bestätigung eines Mannes gezogen wird. Die allerwenigsten Frauen brezeln sich sexy auf um sich selbst toll zu finden, sondern weil sie von einem Mann (oder Männern) toll gefunden werden möchten.

Es ist wirklich schwierig, aber vielleicht hilft es Dir zumindest, zu wissen, dass Deine Frau mit diesen Gefühlen beileibe nicht allein ist!?

Herzliche Grüße, die Carry (888)
"Wenn Du heute aufgibst, wirst Du nie wissen, ob Du es morgen geschafft hättest!"
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 10 im Thema

Beitrag von Carry »

Ulrike-Marisa hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 09:03 Im Haus möchte sie keine zweite Frau neben sich haben. Sie ist die Hausherrin und in ihrem Rollenverständnis braucht sie einen äußerlich erkennbaren Mann neben sich.
Das kann ich gut verstehen und nachvollziehen.
Es ist wirklich äußerst schwierig, eine "andere Frau" im Haus (ich meine jetzt nicht den Haushalt!) zu akzeptieren.
Ich habe kein Problem mit geteilten häuslichen Aufgaben - ganz im Gegenteil - wenn beide arbeiten finde ich das unerlässlich, dass man sich alles andere auch teilt.
Es geht da mehr um die Beziehungs-Situationen, Emotionen, usw ... ich sage da ja gerne, wenn ich mit einer Frau zusammenleben wollte, dann wäre ich mit meiner besten Freundin zusammengezogen.
Aber - da hetero - möchte ich für eine Liebesbeziehung eben einen Mann - und da eine "zweite Frau" neben sich zu haben, ist wirklich nicht einfach.
Das heißt ja gar nicht, dass ich diese "Leidenschaft" (oder wie immer man es nenne möchte) meines Mannes nicht akzeptieren und tolerieren kann - aber toll finde ich es nicht.
Ich wäre in meiner Beziehung auch gerne die einzige Frau.
"Wenn Du heute aufgibst, wirst Du nie wissen, ob Du es morgen geschafft hättest!"
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 11 im Thema

Beitrag von Carry »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 07:49 Problematisch ist es, wenn die eigene Sinnfrage an der Rolle hängt. Wird man aus der Rolle "gedrängt", verliert man seinen Sinn.
Das trifft wahrscheinlich am ehesten den Kern der Problematik.
Wobei ich mit "Rolle" jetzt nicht die Verteilung der häuslichen Tätigkeiten etc. meine, sondern die emotionale "Rolle" innerhalb des Beziehungsgeflechtes und die sexuelle Rolle.
Man nimmt als Mensch in jeder Art Beziehung (Famile, Freunde, Arbeitsumfeld, Verein...usw) ja immer mehr oder weniger automatisch eine Art "Rolle" ein. Wenn diese, einem selbst als
natürlich und passend empfundene Rolle dann von dem Gegenüber "streitig" gemacht wird, weil das Gegenüber dann die gleiche Rolle einnehmen möchte, dann wird es - wie Du gesagt hast - eng.
Dann habe ich keinen "Raum" mehr - bzw. muss mir einen neuen Raum suchen, muss meinen Sinn woanders finden und mich selbst neu definieren.

Ganz am Anfang habe ich des Öfteren mal geäußert, dass mir durch das Outing meines Mannes mein Selbstbild komplett abhanden gekommen ist - dass ich mich selbst in meiner Weltsicht
vollkommen verloren fühle und nicht mehr weiß, was/wer/wie ich als Frau in der Beziehung jetzt überhaupt agieren soll.
Und das ist genau der Punkt. Das hat ja kaum jemand verstanden - die meisten haben gesagt "Wieso? Er ist doch immer noch der Selbe und er ändert sich doch nicht!" - das mag auch aus SEINER Sicht so sein, aber für mich hat sich in dem Moment ja alles geändert und die verlorene Sinnhaftigkeit der eigenen Weiblichkeit gilt es ja erstmal wiederzufinden - neu zu definieren - und das ist ein langer und schwieriger und unter Umständen äußerst schmerzhafter Prozess für eine Partnerin, der leider meiner Erfahrung nach von vielen CD's/Transfrauen im Bezug auf die Partnerinnen sehr unterschätzt wird. Das ist schon eine ganz ordentliche Hausnummer für uns, da wir in unserem Selbstverständnis komplett erschüttert werden und uns selbst dabei allzu leicht verlieren.
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 12 im Thema

Beitrag von Carry »

Vicky_Rose hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 07:49 Frau hat etwas, was sie gut kann und das soll sie durch uns als Frau verlieren ? Da können wir noch so sehr sagen, dass das nicht stimmt, sie kann es so nicht akzeptieren und unsere weibliche Seite wird zur "Gegnerin". Sie muss selber verstehen, dass Veränderungen auch für sie von Vorteil sind.
Du weißt, liebe Vicky, dass ich das grundsätzlich ja auch so für mich schon verstehen konnte - aber kannst Du trotzdem noch mal erläutern, worin aus Deiner Sicht die Vorteile für eine Frau bestehen, wenn der Partner eine Transfrau, oder Teilzeitfrau oder ein CD ist - und da bitte ich jetzt von so oberflächlichen Dingen wie "man kann mal Klamotten austauschen und sich gegenseitig die Nägel lackieren" mal abzusehen (denn das können wir Frauen auch mit der besten Freundin - dazu unter anderem haben wir sie ja). Nein, viel mehr geht es mir um die Vorteile in der Beziehungsentwicklung, in der Beziehungsdynamik - was bringt mir als Frau da die weibliche Seite meines Mannes ganz konkret an Vorteilen?
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 13 im Thema

Beitrag von Marela »

Carry hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 12:50 Liebe Marela,
da triffst Du gerade bei mir den Nagel auf den Kopf - denn genau diese Empfindungen habe ich als Partnerin eines CD's.
Hallo Carry,
vielen DANK für Deine ausführliche Meinung (!)
Neben allen anderen bisher geposteten Berichten, ist es für mich sehr interessant und wertvoll
auch und gerade Deine Gefühle aus Frau (und Partnerin eines CD's) zu lesen.
Vielfalt macht das Forum aus, unterschiedliche Beiträge sind sehr willkommen und somit wirklich hilfreich.
Gruß Marela
Carry
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 14 im Thema

Beitrag von Carry »

Marela hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 13:19 Hallo Carry,
vielen DANK für Deine ausführliche Meinung (!)
Neben allen anderen bisher geposteten Berichten, ist es für mich sehr interessant und wertvoll
auch und gerade Deine Gefühle aus Frau (und Partnerin eines CD's) zu lesen.
Vielfalt macht das Forum aus, unterschiedliche Beiträge sind sehr willkommen und somit wirklich hilfreich.
Gruß Marela
Dankeschön, liebe Marela (flow)
Das freut mich wirklich sehr (ap)
Genau deswegen bin ich ja hier - um die Sichtweise der Partnerinnen von *** zu schildern und dabei auch immer wieder
hilfreiche Erkenntnisse für mich selbst zu erlangen.
Schön, dass Du so wertschätzend bist! Danke dafür! (flo)
"Wenn Du heute aufgibst, wirst Du nie wissen, ob Du es morgen geschafft hättest!"
ExUserIn-2026-04-08
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Re: CROSSDRESSING und GEFÜHLE der Ehefrau

Post 15 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hi Carry,

das ist das, was ich meine. Die Rolle ist eine starre Kategorie. Kommt der Man daher und will (vermeintlich) auch in diese Kategorie, wird es eng. Eine Rolle, die als "Richtlinie", also als etwas Flexibles verstanden wird, ist da viel einfacher zu handhaben. Das passt auch gut zu folgendem Statement:
Carry hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 12:50 wenn seine Weiblichkeit verstärkt herauskommt, kreist er derart um sich selbst als Frau,
Logisch, das Kreisen um sich selber kickt die Partnerin aus dem Ring. Was soll sie denn da noch ? Aber wenn man es wie Marie hält:
!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 3. Mär 2020, 11:37 ich bin einfach ein normales Mädchen, ohne etwas Besonderes sein zu wollen
ist es doch auch für die Frau viel einfacher, das zu akzeptieren. Ob Mann einen Rock trägt oder nicht, ist wahrscheinlich nicht das Thema. Meine Frau geht auch locker mit mir in weiblichen Kleidern um, sogar, wenn ich entsprechende "Formen" habe. Das Leben, das wir führen, verändert sich aber nicht in den Grundfesten. Der Alltag ist stabil und ich kann mich geben, wie ich mich fühle. Sie sagte einmal: "wenn Du es brauchst". Das hat mich zuerst getroffen, bis ich kapiert habe, was sie damit meinte. Und ja, ich brauche es, einen Teil meines Lebens en femme zu sein. Das musste ich lernen. Ich darf mir das erlauben. Und es trifft unsere Beziehung nicht im Kern. Im Gegenteil, es stärkt die Beziehung, weil ich mich akzeptiert fühle. Aber ich schrieb es bereits, es war ein längerer Prozess. Sie musste lernen, das in einer Weise zu sehen, die sie nicht angreift (ich denke, das meint Jaddy in einem anderen Fred) und ich musste lernen mich zu öffnen. Der Prozess dauert an und so erwarte ich noch so manche Änderung.
Zuletzt geändert von ExUserIn-2026-04-08 am Di 3. Mär 2020, 13:48, insgesamt 3-mal geändert.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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