TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert
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zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
Anne-Mette
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TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

wer den Artikel lesen möchte, wird hier fündig: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaf ... 79916.html

Gruß
Anne-Mette
Cybill
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 2 im Thema

Beitrag von Cybill »

Ich habe dazu mal was geschrieben:

https://www.facebook.com/64037680632034 ... 992418290/

Bitte spart Euch eure fb Kritik. Ich bin erwachsen und weiß was ich mache.

Cybill (poli)
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Mirjam
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 3 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Nein das soll jetzt keine fb-Kritik sein ;) -- aber ich kann es einfach nicht lesen, weil ich weder bei fb angemeldet bin noch auf deren Seiten gehen will. Vielleicht magst es ja auch hier schreiben Cybill?

LG, Mirjam
Svetlana L
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 4 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Diese transfeindliche Veranstaltungsankündigung zieht Kreise. So ist zu lesen, dass das Lesbenarchiv Spinnboden aus diesen und auch anderen Gründen die Kooperation mit dem E2H (Elberskirchen-Hirschfeld-Haus) beendet. Für die Nicht-Berliner_innen: E2H ist die Idee eines queeren Kultur- und Kompetenzzentrums, in dem Forschung und Bildung zu queeren Themen zu einer Verbesserung queerer Sichtbarkeit beitragen soll. "Wir verstehen uns als Teil einer queeren Community, die inklusiv arbeitet und vielfältige Lebensrealitäten wertschätzt sowie sich gegen jegliche Formen der Diskriminierung einsetzt", schreibt Spinnboden in einem offenen Brief. E2H hatte zwar auf seiner Webseite zurückgerudert, Fakt ist aber auch, dass gerade der erste Vorsitzende von E2H, Jan Feddersen, schon des Öfteren mit queer- bzw. transfeindlichen Äußerungen ("Queergida") aufgefallen ist.

Nach meiner Ansicht ist hier mal wieder viel Porzellan zerbrochen worden - und das vollkommen unnötig.

siegessäule.de: Lesbenarchiv Spinnboden erklärt Austritt aus dem E2H-Projekt

P.S.: Die Veranstaltung soll mit neuem Titel und neuer Konzeption trotzdem am 17.03. stattfinden (ich bin leider im Urlaub)
Hawadehre
Svetlana

As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 5 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Cybill hat geschrieben: Mi 26. Feb 2020, 17:36 Bitte spart Euch eure fb Kritik. Ich bin erwachsen und weiß was ich mache.
Ich kenne generell die Institutionen nicht, die in Berlin tätig sind, mir scheint aber, hier geht es vielmehr um Egos als um Möglichkeiten zu schaffen, respektvoll zusammen zu leben. Hier gibt es mMn massive Probleme bei einzelnen Menschen, die sich kämpferisch hervortun. Aber es ist nur ein Eindruck ...

Cybill, ich möchte Dir einen Hinweis zu Deinem fb-Text geben. Es gibt mMn nicht mehr Transgendermenschen, sondern sie werden nur sichtbarer, weil sie sich heute mehr trauen, sich nicht mehr Dogmen oder vermeintlichen Dogmen zu unterwerfen. Das Argument, das Kritiker immer wieder, und wie ich meine fälschlich, in der Raum werfen, ist genau dieser Aspekt, dass wir mehr werden. Wir wissen, dass hier niemand "verführt" oder "angesteckt" wurde, der in irgend einer Weise trans ist. Wir wissen auch, dass es nicht "heilbar" ist. Woher soll also die Zunahme kommen ?

Das Einzige, was zugenommen hat, ist die Sichtbarkeit. Ich meine, das darf man durchaus betonen.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 6 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Svetlana L hat geschrieben: Fr 28. Feb 2020, 06:17 Diese transfeindliche Veranstaltungsankündigung zieht Kreise. So ist zu lesen, dass das Lesbenarchiv Spinnboden aus diesen und auch anderen Gründen die Kooperation mit dem E2H (Elberskirchen-Hirschfeld-Haus) beendet. Für die Nicht-Berliner_innen: E2H ist die Idee eines queeren Kultur- und Kompetenzzentrums, in dem Forschung und Bildung zu queeren Themen zu einer Verbesserung queerer Sichtbarkeit beitragen soll. "Wir verstehen uns als Teil einer queeren Community, die inklusiv arbeitet und vielfältige Lebensrealitäten wertschätzt sowie sich gegen jegliche Formen der Diskriminierung einsetzt", schreibt Spinnboden in einem offenen Brief. E2H hatte zwar auf seiner Webseite zurückgerudert, Fakt ist aber auch, dass gerade der erste Vorsitzende von E2H, Jan Feddersen, schon des Öfteren mit queer- bzw. transfeindlichen Äußerungen ("Queergida") aufgefallen ist.

Nach meiner Ansicht ist hier mal wieder viel Porzellan zerbrochen worden - und das vollkommen unnötig.

siegessäule.de: Lesbenarchiv Spinnboden erklärt Austritt aus dem E2H-Projekt

P.S.: Die Veranstaltung soll mit neuem Titel und neuer Konzeption trotzdem am 17.03. stattfinden (ich bin leider im Urlaub)
Danke für die vielen Querverweise, liebe Svetlana, besonders die erneute Entgleisung von Herrn Feddersen ist unsäglich. Beruhigend ist, dass auch das Spinnbodenarchiv als feministisches Urgestein den Weg, den Frau Hänel und Herr Feddersen hier beschreiten deutlich Zurückweist.
Leider geht es nicht nur um persönliches Hervortun, sondern es sind Kämpfe, die schon die erste homosexuelle Emanzipationsbewegung und das damalige Institut für Sexualwissenschaften in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts begleitet haben wie Daria Majewski in ihrem Vortrag über Cis- und Transweiblichkeit im Sonntagsclub am 25.02.2020 dargelegt hat.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

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Anne-Mette
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 7 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

hier kommt noch ein taz-Artikel (Hausblog) vom heutigen Tage: https://blogs.taz.de/hausblog/eine-gepl ... ie-folgen/

Gruß
Anne-Mette
Cybill
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 8 im Thema

Beitrag von Cybill »

Guten Morgen,

Ich werde am 17.03. bei der Veranstaltung in offizieller Funktion anwesend sein und wie ich hoffe, viele andere von uns auch.
Nach meiner Wahrnehmung muss dieser Eklat auch personelle Folgen haben - und zwar für das Projekt Elberskirchen-Hirschfeld-Haus. Wie ich bereits geschrieben habe, ist Gunda Schumann die Frau der zweiten Vorsitzenden des Vereins, Jan Feddersen der erste Vorsitzende. Es finden sich im Vorstand keine Personen aus unserem Umfeld.
Man kann E2H nicht ohne Queer Nations nennen, da es personell nahezu deckungsgleich ist.
Hier ist Parität gefragt, denn dann würde eine derartige Veranstaltung gar nicht erst statt finden können.

Schönes Wochenende

Cybill
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 9 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Zunächst aber wollten wir uns für die berechtigte Kritik bedanken und unser großes Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, dass unsere Lecture-Ankündigung von vielen als transfeindlich und diffamierend empfunden wurde.
Es wurde nicht als diffamierend empfunden. Die Formulierung war diffamierend. Es mag sein, dass sie nicht so gemeint war. Es ist nicht so, dass diejenigen, die herabgesetzt wurden überempfindlich sind.
Marlene

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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 10 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Ralf-Marlene hat geschrieben: So 1. Mär 2020, 08:04Es wurde nicht als diffamierend empfunden. Die Formulierung war diffamierend. Es mag sein, dass sie nicht so gemeint war. Es ist nicht so, dass diejenigen, die herabgesetzt wurden überempfindlich sind.
An dieser Stelle sind sich Shannon(1), Watzlawick(2) und Gunther Schmidt(3) vermutlich einig, dass die Interpretation eine Sache der Empfangenen ist.

Es gibt nur die Intention der Sendenden ("was gemeint war") und die Interpretation ("was verstanden und was empfunden wurde"). Die scheinbar sachliche Aussage ("die Formulierung war X") vermischt Sach- mit Beziehungebene(4), während eigentlich der Appell der Stachel ist, der uns trifft, right?

---

(1) Sender-Empfänger-Modell
(2) Die Geschichte mit dem Hammer
(3) "Bedeutung wird gegeben, Erleben wird gemacht"
(4) Vier-Seiten-Modell
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 11 im Thema

Beitrag von Michi »

Jaddy hat geschrieben: So 1. Mär 2020, 12:59
Ralf-Marlene hat geschrieben: So 1. Mär 2020, 08:04Es wurde nicht als diffamierend empfunden. Die Formulierung war diffamierend. Es mag sein, dass sie nicht so gemeint war. Es ist nicht so, dass diejenigen, die herabgesetzt wurden überempfindlich sind.
An dieser Stelle sind sich Shannon(1), Watzlawick(2) und Gunther Schmidt(3) vermutlich einig, dass die Interpretation eine Sache der Empfangenen ist.

Es gibt nur die Intention der Sendenden ("was gemeint war") und die Interpretation ("was verstanden und was empfunden wurde"). Die scheinbar sachliche Aussage ("die Formulierung war X") vermischt Sach- mit Beziehungebene(4), während eigentlich der Appell der Stachel ist, der uns trifft, right?
Hallo Jaddy,

ich bin dir immer sehr zugetan, wenn ich deine wohltuenden Beiträge lese. Aber in diesem Falle bin ich doch ziemlich irritiert. :?

Ich verstehe dich so, dass du für Verständnis für diese widerlichen Äußerungen dieser TERFs wirbst, und die Ursache für die Verletztheit auf Seiten der trans* Menschen in deren Überempfindlichkeit verortest.

"... Jenseits solcher Zuschreibungen will der Vortrag darlegen, welche Konsequenzen dieser - vom biologischen Körper abstrahierende Irrweg in der Realität haben kann: Rückfall in Geschlechtsrollenstereotype, Negation des homosexuellen Begehrens, Sterilisierung und Verstümmelung der Körper junger Mädchen, Auslöschung der Kategorie 'Frau' ..."

Bei einer derartigen Wortwahl fällt es mir schwer zu glauben, dass der Sender auf der Sachebene kommuniziert hat. Ich nehme es viel mehr so wahr, dass da ein paar (sorry) Kampf-Lesben wohl eine ziemliche Angst haben, dass ihnen von den Transmännern irgendetwas weggenommen werden würde. Das ist 1:1 äquivalent zu den Ängsten der Konservativen, die glauben, dass ihnen durch uns queere Menschen irgendetwas weggenommen würde.

Wenn vergleichbare transfeindliche Äußerungen aus konservativen und AfD-Kreisen kommen, bezweifle ich doch sehr, dass du da gleichermaßen dafür geworben hättest, Verständnis für die Absender aufzubringen .. und das völlig zu Recht.


Liebe Grüße
Michi
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Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 12 im Thema

Beitrag von Jaddy »

MichiWell hat geschrieben: So 1. Mär 2020, 18:58 Ich verstehe dich so, dass du für Verständnis für diese widerlichen Äußerungen dieser TERFs wirbst, und die Ursache für die Verletztheit auf Seiten der trans* Menschen in deren Überempfindlichkeit verortest.
Nope. Ich will damit gar nichts sagen über den konkreten Ankündigungstext, sondern nur über Marlenes Formulierung.
  1. "ich empfinde es als diffamierend" - valide Aussage, weil Empfangsseite die eigene Befindlichkeit kundtut.
  2. "es war diffamierend gemeint" - entweder eine Aussage der Sendeseite über sich selbst (valide) oder eine Vermutung der Empfangsseite (nicht valide, jedenfalls nicht ohne weiteren Konext).
  3. "es mag sein, dass es (nicht) diffamierend gemeint war" - Vermutung der Empfangsseite und nur sinnvoll als Erläuterung der Interpretation. Widerspruch zu Satz 2.
  4. "die Gruppe X ist (nicht) überempfindlich" - nicht-objektvierbare Aussage sondern ebenfalls Einschätzung auf Basis der eigenen Empfindungen (Satz 1).
Also, mal ohne diese Flaws würde ich folgendes besser finden, ggf etwas gefälliger formuliert:
  1. "Ich empfinde den Text als diffamierend [X gegenüber]"
  2. "Ich empfinde, dass X nicht überempfindlich an dieser Stelle ist, weil 1"
  3. "Ich vermute, dass es diffamierend gemeint war [aufgrund von (Kontext)]"
Wenn das soweit klar ist, könnten wir auseinander nehmen, wo der scheinbare Konflikt ist, und wo der eigentliche, der bei genau so unscharfen Befindlichkeitsaustauschen nämlich verloren geht.

Das werde ich hier jetzt nicht vertiefen, weil Stoff für viele viele Threads, aber das zentrale Wort hast Du genannt: Angst. Alle haben Angst vor allen anderen. Insbesondere davor, mühsam erkämpfte Freiheiten wieder zu verlieren. Mal wieder Mangeldenke und Nullsummen-Blödsinn. "Wenn jetzt alle trans werden", "Wenn Geschlecht abgeschafft wird", usw. Da ist natürlich Blödsinn. Ich bin völlig Deiner Meinung, dass dies identisch mit den Ängsten der Konservativen ist: Mangelnde Ambiguitätstoleranz. Das Problem, Vielfalt, Gleichzeitigkeit und Unbestimmtheit auszuhalten. Aber auch die eigenen Überzeugungen als nicht wirklich objektive Glaubenssätze zu akzeptieren, zum Beispiel was "Geschlecht" sein mag, sein könnte. Da ist mMn die Diskussion.

Diese Behauptungen in der Ankündigung und den anderen Kram sind natürlich zurückzuweisen. Sowohl auf der Sachebene, weil eben auf reinen GLaubenssätzen beruhend, als auch auf Beziehungsebene. Mehr Vielfalt löscht nicht aus, naja nur Repression und Unfreiheit. Und den Appell ohnehin.

Aber das geht nicht mit so kurzgeschlossenen, offensichtlich widersprüchlichen Statements.
Michi
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 13 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Jaddy,

danke für deine Erklärungen. So ergibt das für mich einen Sinn, und ich kann dir zustimmen. Tut mir leid, dass ich mich mit dem Verstehen so schwer getan hatte.

Liebe Grüße
Michi
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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 14 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ralf-Marlene hat geschrieben: So 1. Mär 2020, 08:04
Zunächst aber wollten wir uns für die berechtigte Kritik bedanken und unser großes Bedauern darüber zum Ausdruck bringen, dass unsere Lecture-Ankündigung von vielen als transfeindlich und diffamierend empfunden wurde.
Es wurde nicht als diffamierend empfunden. Die Formulierung war diffamierend. Es mag sein, dass sie nicht so gemeint war. Es ist nicht so, dass diejenigen, die herabgesetzt wurden überempfindlich sind.
Jaddy hat geschrieben: So 1. Mär 2020, 20:50 Also, mal ohne diese Flaws würde ich folgendes besser finden, ggf etwas gefälliger formuliert:
  1. "Ich empfinde den Text als diffamierend [X gegenüber]"
  2. "Ich empfinde, dass X nicht überempfindlich an dieser Stelle ist, weil 1"
  3. "Ich vermute, dass es diffamierend gemeint war [aufgrund von (Kontext)]"
Hallo, Jaddy,
ich müsste jetzt den ersten Text, der nicht mehr auf der Seite steht und den ich im Wortlaut nicht mehr belegen kann, zitieren, um meine eindeutigen Aussagen zum belegen.
Die Wortwahl aber ist nicht nur von mir als diskriminierend empfunden worden, war es also ihrer Aussage und dem allgemeinen Sprachverständnis auch. Ich wollte diese Aussage bewusst nicht einengen, indem ich rein auf mein Empfinden abhebe.

Ich habe die Aussage dadurch schon eingeengt, indem ich die zugrunde liegende Absicht als nicht gewollt verletzend benenne.

Wie in den von Dir angefügten Aussagen hätte ich sagen können, für wen die Aussagen verletzend sind. Mein Hauptaugenmerk liegt aber auf der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit allgemein mit der hier einer Gruppe von Menschen Haltungen und Eigenschaften zugeschrieben wird. Eine allgemeine Zuschreibung ist immer falsch, da keine Gruppe Menschen außer in Bezug auf eine vorher festgelegt Eigenschaft gleichförmig ist.

Ich wollte also ganz bewusst und überlegt nicht nur aus mir heraus sondern mit deutlichen von mir so eindeutig gesehenen Tatsachen argumentieren wie hier geschehen.

Ich bleibe bei meinen Aussagen: Der Text war, vermutlich unabsichtlich, verletzend. Die empfunden Verletzungen sind berechtigt und basieren nicht auf reiner übersteigerter Empfindlichkeit. Sie sind nicht nur "empfunden".


Ich teile Deine verbindende Haltung sehr oft und bemühe mich in meinen Formulierungen um genau so eine entgegenkommende Haltung.

Wenn ich aber sehe, dass mir Personen, hier Frau Schumann und ihre Unterstützer*Innen mit feindseeligen Gruppenzuschreibungen entgegentreten weise ich genau das auf einer unpersönlichen Ebene als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zurück, in aller Eindeutigkeit und damit auch empfundener Aggressivität.
Weder ich noch eine andere Person, egal ob Trans oder nicht, empfinden uns als verletzt, wir fühlen reale Verletzung. ...und wie einige der Macherinnen vom Spinnbodenarchiv sehen Menschen sogar die ganz realen Verletzung von anderen.
Marlene

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Re: TAGESSPIEGEL: Taz-Veranstaltung als transfeindlich kritisiert

Post 15 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Mo 2. Mär 2020, 08:47 Weder ich noch eine andere Person, egal ob Trans oder nicht, empfinden uns als verletzt, wir fühlen reale Verletzung
Was ist jetzt der Unterschied zwischen "empfinden" und "fühlen" in Deinen Augen ?
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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