Transidentität in der Bibel als Herausforderung für Kirche und Gemeinden | Josef und ihre Geschwister - # 3
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NikolaAusR
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Re: Transidentität in der Bibel als Herausforderung für Kirche und Gemeinden | Josef und ihre Geschwister
Der Deutschlandfunk hatte sich Mitte Januar auch mit der Nennung der Geschlechter in den alten Schriften beschäftigt.
https://www.deutschlandfunk.de/geschlec ... _id=468116
Die EKHN beschäftigt sich in ihrer Pfarrblatt- Ausgabe 6/2019 auch mit dem Thema Trans* (2 Teile)
https://www.ekkw.de/pfarrverein/pfarrblatt.html
In der EKD findet, wie es aussieht, schön langsam eine Öffnung statt; es gibt ein paar Trans*- PfarrerInnen in ihren Reihen.
Bei den Katholen sieht es leider eher weiter nach finsterem Mittelalter aus.
Ich sehe ja - vor allem - die C- Parteien durchaus als politischen Arm der Kirchen und solange wir einen BMI haben, der lt. eigener Aussage für eine katholisch-weltanschauliche Politik kämpft, wird es wohl mit einer Gesellschaftspolitik, die die an sich liberaler werdende Gesellchaft abbildet, schwierig bleiben.
Nikola
https://www.deutschlandfunk.de/geschlec ... _id=468116
Die EKHN beschäftigt sich in ihrer Pfarrblatt- Ausgabe 6/2019 auch mit dem Thema Trans* (2 Teile)
https://www.ekkw.de/pfarrverein/pfarrblatt.html
In der EKD findet, wie es aussieht, schön langsam eine Öffnung statt; es gibt ein paar Trans*- PfarrerInnen in ihren Reihen.
Bei den Katholen sieht es leider eher weiter nach finsterem Mittelalter aus.
Ich sehe ja - vor allem - die C- Parteien durchaus als politischen Arm der Kirchen und solange wir einen BMI haben, der lt. eigener Aussage für eine katholisch-weltanschauliche Politik kämpft, wird es wohl mit einer Gesellschaftspolitik, die die an sich liberaler werdende Gesellchaft abbildet, schwierig bleiben.
Nikola
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ExuserIn-2020-10-20
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Re: Transidentität in der Bibel als Herausforderung für Kirche und Gemeinden | Josef und ihre Geschwister
Auch in der katholischen Kirche ist man in der Lage Irrtümer einzugestehen. Wenige Jahre nach der Hinrichtung von Giordano Bruno, hat am 12.03.2000 die katholische Kirche ( Papst Johannes Paul II ) sich dazu bekannt, schweres Unrecht begangen zu haben.
LG
Petra Sofie
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Inga
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Re: Transidentität in der Bibel als Herausforderung für Kirche und Gemeinden | Josef und ihre Geschwister
Liebe Nikola,NikolaAusR hat geschrieben: So 23. Feb 2020, 13:48 ....
Ich sehe ja - vor allem - die C- Parteien durchaus als politischen Arm der Kirchen und solange wir einen BMI haben, der lt. eigener Aussage für eine katholisch-weltanschauliche Politik kämpft, wird es wohl mit einer Gesellschaftspolitik, die die an sich liberaler werdende Gesellchaft abbildet, schwierig bleiben.
Nikola
ich sehe es bisweilen auch schon mal umgekehrt, nämlich dass einschlägige Politiker der C-Parteien ihre rückwärtsgewandte Auffassung aus der Politik auf die Botschaft die Kirche ihrer Religion übertragen - mit dem Argument, so sei es korrekt katholisch.
Die Politiker sind eben nicht Marionetten des konservativen Vatikans, sondern eigenständige Menschen. Auch sie haben die Freiheit, sich mit einer Gesellschaftspolitik, die sich an sich liberaler werdende Gesellchaft abbildet, stärker zu identifizieren und sie in ihre katholische Kirche hinein zu transportieren. Auch in der katholischen Kirche gibt es die Laiengremien. Dass die konservativen Politiker ihre Freiheit nicht nutzen, dass ist doch das eigentlich Beschämende.
Liebe Grüße
Inga
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NikolaAusR
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Re: Transidentität in der Bibel als Herausforderung für Kirche und Gemeinden | Josef und ihre Geschwister
Hallo Inga,
das ist jetzt natürlich eine Betrachtung um Henne und Ei.
Indem sie eine höchstpersönliche Sache wie Glauben in die Politik hineintragen, diese Indoktrination sich in ihrem Tun niederschlägt, was so manches mal zu verfassungsrechtlich bedenklicher Gesetzgebung führt, ist es für mich nicht nur beschämend - für mich sind sie Überzeugungstäter.
Im dem Fall, dass sie einen Amtseid auf die Verfassung geschworen haben, ihre Gewissenseintscheidung nicht auf der Grundlage der Verfassung sondern auf Glaubenssätzen ihrer Glaubensgemeinschaft basiert, brechen sie ihren Amtseid.
Da müsste eigentlich der Verfassungschutz ein Auge drauf haben.
Aber solange der Verfassungsauftrag zur Trennung von Kirche und Staat, der sich übrigens im letzten Jahr zum 100. Male gejährt hat, nicht umgestzt ist, wird das wohl nix werden.
... und ja, ich schrieb bewusst
Mit den Anderen meine ich dann z. B. die rot-gelbe Koalition unter Hermut Schmidt, der wir das TSG zu verdanken haben, eine mittlerweile nicht mehr aktive Andrea Nahles, die es sich nicht verkneifen konnte, ihre Bewerbungsrede um den Parteivorsitz mit dem allerletzten Halbsatz "...und ich bin ein katholisches Mädchen" abzuschließen.
Aber auch eine Katrin Göring-Eckard darf hier natürlich nicht vergessen werden
Nikola
[1]
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Katrin_ ... Positionen
das ist jetzt natürlich eine Betrachtung um Henne und Ei.
Indem sie eine höchstpersönliche Sache wie Glauben in die Politik hineintragen, diese Indoktrination sich in ihrem Tun niederschlägt, was so manches mal zu verfassungsrechtlich bedenklicher Gesetzgebung führt, ist es für mich nicht nur beschämend - für mich sind sie Überzeugungstäter.
Im dem Fall, dass sie einen Amtseid auf die Verfassung geschworen haben, ihre Gewissenseintscheidung nicht auf der Grundlage der Verfassung sondern auf Glaubenssätzen ihrer Glaubensgemeinschaft basiert, brechen sie ihren Amtseid.
Da müsste eigentlich der Verfassungschutz ein Auge drauf haben.
Aber solange der Verfassungsauftrag zur Trennung von Kirche und Staat, der sich übrigens im letzten Jahr zum 100. Male gejährt hat, nicht umgestzt ist, wird das wohl nix werden.
... und ja, ich schrieb bewusst
An sich befinden sie sich in (un)guter Gesellschaft.
Mit den Anderen meine ich dann z. B. die rot-gelbe Koalition unter Hermut Schmidt, der wir das TSG zu verdanken haben, eine mittlerweile nicht mehr aktive Andrea Nahles, die es sich nicht verkneifen konnte, ihre Bewerbungsrede um den Parteivorsitz mit dem allerletzten Halbsatz "...und ich bin ein katholisches Mädchen" abzuschließen.
Aber auch eine Katrin Göring-Eckard darf hier natürlich nicht vergessen werden
Liebe Grüße[.....]Darüber hinaus gilt sie als Protagonistin eines eher wertkonservativ fundierten grünen Lebensstils. Göring-Eckardt stellte in der Vergangenheit ihre Entscheidungen wiederholt auf religiös fundierte Gewissensentscheidungen ab. Wegen ihrer starken Verortung im bürgerlichen Milieu [....] [1]
Nikola
[1]
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NikolaAusR
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Re: Transidentität in der Bibel als Herausforderung für Kirche und Gemeinden | Josef und ihre Geschwister
Hallo liebe Petra Sofie,Petra Sofie hat geschrieben: So 23. Feb 2020, 14:18 Auch in der katholischen Kirche ist man in der Lage Irrtümer einzugestehen. Wenige Jahre nach der Hinrichtung von Giordano Bruno, hat am 12.03.2000 die katholische Kirche ( Papst Johannes Paul II ) sich dazu bekannt, schweres Unrecht begangen zu haben.
400 Jahre sind natürlich nicht nur 'ein paar' Jahre. Aber sei's drum.
Bei Galilei Galileo (flat earth) haben sie als es gar nicht anders ging, der Wissenschaft nachgegeben, Trotzdem haben sie bis 1995 gebraucht um ihn dann auch zu rehabilitieren.
Wenn eine Organisation sich so schwer tut von Dogmen abzulassen, dann seh ich einfach kein Licht am Tunnel.
In D gilt halt nunmal immer noch der Katechismus, den uns der spätere Papst Benedikt in seiner damaligen Funktion als Präfekt der Glaubenskongregation (historische Bezeichnung: hl. römische Inquisition) zugedacht hatte.
In Rom wird da langfristig auch nichts besseer werden, da der Einfluß der liberalen westlichen Kirchen durch den vorherrschenden Mitgliederschwund abnimmt während der Einfluss der afrikanischen (die nun wirklich kein gutes Zeug rauchen
Die leben eine ganz andere Kultur die mit unserer überhaupt nicht kompatibel ist, aber trotzdem in Rom eine stärkere Gewichtung findet.
LG
Nikola
edit PS
wenn ich mal wieder nach Bad Schwartau komm, können wir uns ja vielleicht auf ein Bierchen treffen?
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Michi
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Re: Transidentität in der Bibel als Herausforderung für Kirche und Gemeinden | Josef und ihre Geschwister
Ganz mein Humor.Petra Sofie hat geschrieben: So 23. Feb 2020, 14:18 Auch in der katholischen Kirche ist man in der Lage Irrtümer einzugestehen. Wenige Jahre nach der Hinrichtung von Giordano Bruno, hat am 12.03.2000 die katholische Kirche ( Papst Johannes Paul II ) sich dazu bekannt, schweres Unrecht begangen zu haben.
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Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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triona
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Re: Transidentität in der Bibel als Herausforderung für Kirche und Gemeinden | Josef und ihre Geschwister
Was sind schon läppische 400 Jahre im Verhältnis zur Ewigkeit?
liebe grüße
triona
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Inga
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Re: Transidentität in der Bibel als Herausforderung für Kirche und Gemeinden | Josef und ihre Geschwister
Liebe Nikola,
da wir in Deutschland rund 21 Millionen Mitglieder in der Evangelischen Kirche und 23 Milll. Mitglieder in der katholischen Kirche haben, dürfte es nicht verwundern, dass auch diverse Politiker zu einer der beiden Konfessionen gehören und die Glaubensinhalte auch ernst nehmen. Daneben gibt es noch diverse Christen, die zu anderen Glaubensgemeinschaften gehören oder gar nicht organisiert sind. Natürlich prägt die Weltanschauung auch die Haltung in Gewissensfragen. Das heißt aber noch lange nicht, dass jede und jeder einem verbindlichen Weisungsrecht einer der Konfessionen kritiklos unterlegen ist.
Tatsächlich herrrscht auch in den großen Konfessionen pluralistisch eine Vielfalt an Meinungen und Haltungen, wie es in anderen großen Organisatione auch ist. Wer sich etwas in der Politik auskennt, weiß auch, dass "Kirchenverbundene" in sehr unterschiedlichen politischen Richtungen zu finden sind, ob nun Christdemokraten, Liberale, Grüne oder auch Linke.
Tatsächlich fände ich es in den immer wiederkehrenden Grundsatzkritiken an religiösem Hintergrund auch ganz sinnvoll, wenn auch Mitglieder der vergleichsweise kleineren atheistisch gesinnter Organisationen wie der Humanistischen Union oder der Giordano Bruno Stiftung ihre Zugehörigkeit selber so offenherzig bekennen würden und auch darlegen würden, in wieweit sie ihre Eigenständigkeit der Gewissen zugunsten der Bekenntnisse, Weisungen und Beschlüsse dieser Gruppen aufgegeben haben, so wie sie es von den "Kirchentreuen" immer wieder ankreiden.
Im Übrigen sollten wir doch einmal die Haltung zu LGBTI* in Sportvereinen diskutieren. Wenn wir wirklich ernst nehmen, was da geboten wird, müssten wir jeglichen Vereinssport aufgeben und alle Bundesligaspiele boykottieren.
Liebe Grüße
Inga
da wir in Deutschland rund 21 Millionen Mitglieder in der Evangelischen Kirche und 23 Milll. Mitglieder in der katholischen Kirche haben, dürfte es nicht verwundern, dass auch diverse Politiker zu einer der beiden Konfessionen gehören und die Glaubensinhalte auch ernst nehmen. Daneben gibt es noch diverse Christen, die zu anderen Glaubensgemeinschaften gehören oder gar nicht organisiert sind. Natürlich prägt die Weltanschauung auch die Haltung in Gewissensfragen. Das heißt aber noch lange nicht, dass jede und jeder einem verbindlichen Weisungsrecht einer der Konfessionen kritiklos unterlegen ist.
Tatsächlich herrrscht auch in den großen Konfessionen pluralistisch eine Vielfalt an Meinungen und Haltungen, wie es in anderen großen Organisatione auch ist. Wer sich etwas in der Politik auskennt, weiß auch, dass "Kirchenverbundene" in sehr unterschiedlichen politischen Richtungen zu finden sind, ob nun Christdemokraten, Liberale, Grüne oder auch Linke.
Tatsächlich fände ich es in den immer wiederkehrenden Grundsatzkritiken an religiösem Hintergrund auch ganz sinnvoll, wenn auch Mitglieder der vergleichsweise kleineren atheistisch gesinnter Organisationen wie der Humanistischen Union oder der Giordano Bruno Stiftung ihre Zugehörigkeit selber so offenherzig bekennen würden und auch darlegen würden, in wieweit sie ihre Eigenständigkeit der Gewissen zugunsten der Bekenntnisse, Weisungen und Beschlüsse dieser Gruppen aufgegeben haben, so wie sie es von den "Kirchentreuen" immer wieder ankreiden.
Im Übrigen sollten wir doch einmal die Haltung zu LGBTI* in Sportvereinen diskutieren. Wenn wir wirklich ernst nehmen, was da geboten wird, müssten wir jeglichen Vereinssport aufgeben und alle Bundesligaspiele boykottieren.
Liebe Grüße
Inga