Trans-Frau und Vollkommenheit
Trans-Frau und Vollkommenheit - # 4

Lebensplanung, Standorte
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 46 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hi Anja,

na dann Prost ... ;-) Bei mir waren es zwischen einer Woche und 10 Tagen. Aber jedes Mal etwas "routinierter" und mit weniger Aufregung. Ich bin mit meinem Boot unterwegs gewesen (NL und D) und habe auch fußläufig Abstecher in die Orte gemacht. Hafenmeister und andere Personen, die mir beim Anlegen geholfen haben sowie Menschen in den Orten haben mir nur sehr selten das Gefühl gegeben, dass ich "außergewöhnlich" bin. Das hat mich doch sehr gewundert und fand es toll. Aber ich glaube, das Thema ging in eine etwas andere Richtung ...
Viele Grüße
Vicky

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Cybill
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 47 im Thema

Beitrag von Cybill »

Schon spannend, wie vehement hier die verschiedenen Standpunkte verargumentiert werden.

Ich glaube, ich war um meine Einstellung gefragt.

Der Weg den ich gehe ist mein Weg. Ich denke, es ist wichtig, dass wir akzeptieren, dass jeder seine eigenen Empfindungen und Wünsche hat.

Ich habe für mich entschieden, dass ich die GaOp machen will.

Es geht mir darum, dass ich eine bestmögliche Angleichung haben möchte und nicht meine eigene Freakshow im Schlafzimmer und zu anderen unbekleideten Gelegenheiten bin. Darüber brauche ich auch nicht an dieser Stelle zu diskutieren.

Was mir jedoch völlig klar ist, ist die Tatsache, dass ich immer das Thema Transsexualität in mir trage und das auch nicht los werden kann. Das ist ein Umstand, dessen sich jeder Mensch, der in die Transition geht, bewusst sein sollte. Wir können mit vielen OP s vielleicht unsere Umwelt davon überzeugen, dass wir "geborene Frauen" sind, was wir aber nicht können - bzw. Im Hinblick auf unsere seelische Gesundheit sollten - ist, uns selbst von einer vollständigen gebürtigen Weiblichkeit zu überzeugen.

Was mich betrifft, ich sehe mich als Transsexuelle, Transfra, Frau mit Testosteronhintergrund... wie auch immer.

Was ich definitiv nicht bin, ist hauptberuflich transsexuell, auch wenn ich aufgrund meiner Aktivitäten gelegentlich daran Zweifel habe.

Wer noch Fragen hat, der möge sich melden.

Liebe Grüße Cybill
Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!

Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
Anja
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 48 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 13:24 Bei mir waren es zwischen einer Woche und 10 Tagen. Aber jedes Mal etwas "routinierter" und mit weniger Aufregung.
Und wie fühlte es sich an, sich wieder zurückzuverwandeln nach so vielen Tagen.
Ja, passt vielleicht nicht ganz zum Ursprungsthema, aber ich bin neugierig :wink:
Cybill hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 13:56 Was mir jedoch völlig klar ist, ist die Tatsache, dass ich immer das Thema Transsexualität in mir trage und das auch nicht los werden kann. Das ist ein Umstand, dessen sich jeder Mensch, der in die Transition geht, bewusst sein sollte. Wir können mit vielen OP s vielleicht unsere Umwelt davon überzeugen, dass wir "geborene Frauen" sind, was wir aber nicht können - bzw. Im Hinblick auf unsere seelische Gesundheit sollten - ist, uns selbst von einer vollständigen gebürtigen Weiblichkeit zu überzeugen.
Was die OP's angeht, bin ich ganz bei dir. Ich fände es schon extrem fragwürdig, OP's machen zu lassen um meiner Umwelt etwas zu beweisen...
Was den zweiten Teil angeht, was ist, wenn einem diese "Überzeugungsarbeit" von außen, von geborenen Frauen, zugetragen wird? Natürlich nicht im körperlichen Sinne, wohl aber vom Wesen her.
Und da mein Wesen in meiner Umgebung auch so wahrgenommen wird, spielen Abweichungen wie z.B. meine Stimme in Gesellschaft überhaupt keine Rolle.
Ich glaube nicht, das ich die Transsexualität in mir trage, denn ich bin ja eine Frau. Es war das Äußere, was ich als unpassend empfunden habe...
In diesem Sinne habe ich sie eher an mir getragen :lol:
Das erklärt vielleicht auch, warum der entscheidene Schritt zur "Vollkommenheit" für mich der Schritt zu einem Leben als Frau war.

Ich hoffe du verstehst, wie ich das meine. Mir gehts nicht um Wortklauberei, sondern um (andere) Sichtweisen.

Grüße
die Anja
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 49 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hi Anja,

ich denke, ich habe das kapiert. Ich halte andere Sichtweisen für sehr wertvoll. Motto: Immer schön in Bewegung bleiben ... ;-)

Zu Deiner neugierigen Frage: ;-) beim ersten Mal war ich ganz schön geschlaucht, aber da hatte ich viel Aufmerksamkeit meinem Leben en femme gewidmet. Ich habe hierzu einen längeren Reisetagebucheintrag geführt. In den folgenden Unternehmungen war das schon wesentlich, aber nicht ganz, entspannter. Ich denke, deutlich längere Phasen könnte ich auch leben, aber sicher bin ich mir nicht. Es ist ja kein Alltagsleben. Persönliche Begegnungen sind ja auch nicht so häufig. Ich frage mich, wie sich denn meine "Weltsicht" als Transfrau ändern würde ? Was ist denn am Leben als Frau wirklich anders ? Ich bin manchmal schon recht verwirrt, was die Frage betrifft.
Anja hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 14:34 Ich glaube nicht, das ich die Transsexualität in mir trage, denn ich bin ja eine Frau. Es war das Äußere, was ich als unpassend empfunden habe...
...
Das erklärt vielleicht auch, warum der entscheidene Schritt zur "Vollkommenheit" für mich der Schritt zu einem Leben als Frau war.
Eine sehr interessante und schöne Sichtweise ... (na)
Viele Grüße
Vicky

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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 50 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Cybill hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 13:56 ...
Es geht mir darum, dass ich eine bestmögliche Angleichung haben möchte und nicht meine eigene Freakshow im Schlafzimmer und zu anderen unbekleideten Gelegenheiten bin. Darüber brauche ich auch nicht an dieser Stelle zu diskutieren.
...

Liebe Grüße Cybill
Liebe Cybill,
nein, es gibt keine Berechtigung Dein Sein und Deine Entscheidungen zu diskutieren. Trotzdem ist die Formulierung schwierig. Ich hoffe, Du siehst mich, sollten wir einmal zusammen schwimmen gehen oder in eine Sauna nicht als Freakshow an. Die bin ich nicht.

Du weist, ich gebe diese Antwort lächelnd, aber trotzdem ernst gemeint, Du (poli)
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 51 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 15:16 Was ist denn am Leben als Frau wirklich anders ? Ich bin manchmal schon recht verwirrt, was die Frage betrifft.
Ich glaube, du fragst dich das bezüglich der äußeren Lebensumstände?
Das Entscheidene für mich war die Tatsache, das das neue Leben mein inneres Gleichgewicht widerhergestellt hat.
Ich hatte ja Drehschwindelattacken bekommen, die in immer kürzeren Abständen auftraten. Auch eine Art "Gangunsicherheit" diagnostizierte die Neurologin, das war so ein Gefühl als ob ich ständig angetrunken bin, mein Gleichgewicht war durch die Attacken schon gestört.
Diese Gleichgewichtsstörung sowie die Attacken verschwanden mit dem neuen Leben... Ich war wortwörtlich wieder im Gleichgewicht.
Also was ist am Leben als Frau anders. Für mich ganz einfach. Mein Geschlecht war plötzlich für mich kein Thema mehr. Das ständige Auseinandersetzen damit hört einfach auf...

Also für mich waren nicht die äußeren Lebensumstände ausschlaggebend sondern die inneren :wink:

Grüße
die Anja
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 52 im Thema

Beitrag von lexes »

Yep .. Du warst gefragt
Danke für die Antwort - sie hat nicht enttäuscht
Cybill hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 13:56 Was mich betrifft, ich sehe mich als Transsexuelle, Transfra, Frau mit Testosteronhintergrund... wie auch immer.
Was ich definitiv nicht bin, ist hauptberuflich transsexuell, auch wenn ich aufgrund meiner Aktivitäten gelegentlich daran Zweifel habe.
Deine Aktivitäten sind wichtig

Und dann ist es Dein Umfeld, das Dich auf diese eine Facette Deiner Person reduziert ( weil das halt so schön auf der Hand liegt )

Aber das werden hauptsächlich wohl Nicht-Trans-Menschen sein ... nicht beteiligt / nicht betroffen / unwissend was das für eine Person bedeutet ( weshalb ich hier gefragt habe , ich möchte das wissen) ...

Und dieses Reduzieren auf einen offensichtlichen Fakt ist menschlich-normal.. und wahrscheinlich können sich alle halbwegs glücklich schätzen, die nicht erfahren müssen wie viele zeitlichen / finanziellen / körperlichen und insbes. mentale Ressourcen dabei verbraucht werden, die dann sicher woanders fehlen.

Wie hat Cypher in Matrix eins so treffend bemerkt :

Unwissenheit ist ein Segen.

Also lass Dir gesagt sein , was Du natürlich schon weist : Du bist selbstverständlich deutlich mehr als das, was das ahnungslos betrachtende Auge sieht.

Vielen Dank

Lexi
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 53 im Thema

Beitrag von Veronika »

Hallo Menalee,

Eine schönere Liebeserklärung konntest Du Deiner Jassi nicht machen.

LG Veronika
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 54 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Veronika hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 17:37 Hallo Menalee, ....
Hallo Veronika,

Manchmal wäre ein Zitat - nur so als Orientierungshilfe worum es geht - wirklich nicht schlecht!

LG Nicole
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 55 im Thema

Beitrag von Veronika »

Hallo Nicole,

Das ist der Post43, Seite 3 des Thread.

LG Veronika
Cybill
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 56 im Thema

Beitrag von Cybill »

Nur mal so zur Info:

Ich verlebe mittlerweile viel mehr glückliche Momente, wenn ich Szenefremd weggehe, wo mich selten jemand erkennt.
Da bin ich Frau, da kann ich es sein.

Cybill
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 57 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Cybill hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 20:59 Nur mal so zur Info:

Ich verlebe mittlerweile viel mehr glückliche Momente, wenn ich Szenefremd weggehe, wo mich selten jemand erkennt.
Da bin ich Frau, da kann ich es sein.

Cybill
+1. Ich bin zwar nicht vollzeit XX aber bei der Szene war ich seit mehreren Monaten nicht mehr und auf einmal wurde das Leben viel unkomplizierter. Kann ich nur empfehlen.
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 58 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Völlig Szenefremd in einer Single-Gruppe bei Facebook zum Thema Karneval - eben erst rein gestellt!

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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 59 im Thema

Beitrag von Franka »

Für mich ist das relativ einfach, ich war 50 Jahre als Mann nicht vollkommen, warum muss ich es jetzt als Frau sein?
Ich bin ich, mir genügt es und alle anderen müssen eben auch damit klar kommen.
Wir bekommen mit unserer Geburt das Leben geschenkt, doch viele von uns haben noch nicht einmal das Geschenkpapier abgemacht.
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit

Post 60 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Cybill hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 20:59 Ich verlebe mittlerweile viel mehr glückliche Momente, wenn ich Szenefremd weggehe, wo mich selten jemand erkennt.
Da bin ich Frau, da kann ich es sein.
Ich war noch nicht oft in der Szene unterwegs, aber mir kam das i.d.R. sehr "eng" vor. Es dreht sich oft in Variationen um das eine Thema. Ich halte die Unterstützung auch für wichtig, aber das Leben spielt doch nicht in dem kleinen "Trans-Kosmos", sondern täglich auf der Straße. Mein Traum wäre, dort erkannt und ganz normal behandelt zu werden. Das Nichterkanntwerden ist doch nur eine (wichtige) "Trainingsstufe".

Für mich ist der Weg zu meinem Traum noch weit. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt. Nur nie stehen bleiben ...
Viele Grüße
Vicky

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