Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts
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Anne-Mette
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Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

die TAGESPOST fragt (hoffentlich ohne Bezahlschranke): Gibte es viele Geschlechter - oder zwei?

https://www.die-tagespost.de/gesellscha ... 310,205659

Gruß
Anne-Mette
Erika Bergmann
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 2 im Thema

Beitrag von Erika Bergmann »

Mir ist die Kinnlade runtergeklappt...
Nicht das Genderspektrum sondern Artikel mit solcher Meinung untergraben das Vertrauen in die Wissenschaft.
Unglaublich...und das im wallstreet Journal.

LG
Erika
Ich bin überzeugt Smartphones haben was gegen Rechtschreibung ;-)
Nicole Fritz
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 3 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo,

.. also gelesen habe ich es nicht, und mag es, ehrlich gesagt, auch gar nicht. Schön alleine der Blödsinn "Leugnung des biologischen Geschlechts" bringt mich auf die Palme. (pl) Da gibt es nichts zu leugnen, die Biologie ist wie sie ist. Nur der Kopf kommt damit nicht klar, wenn man mit den Rollen-Klischees, die mit dieser Biologie verknüpft werden, nichts anfangen kann. Und dann sieht man sich entweder wie ich als nicht-binär irgendwo dazwischen oder als im falschen Körper geboren.

Und wenn man jetzt wieder einmal versucht diesen Blödsinn "Wissenschaftlich" zu erklären, ... (ko) (ag) ... dann gute Nacht, Wissenschaft. :))b

LG Nicole
sbsr
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 4 im Thema

Beitrag von sbsr »

Nicole Doll hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 13:47 Da gibt es nichts zu leugnen, die Biologie ist wie sie ist.
Aber genau das sagt der Artikel aus, hättest ihn also beruhigt lesen können.

Nicole Doll hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 13:47 Nur der Kopf kommt damit nicht klar, wenn man mit den Rollen-Klischees, die mit dieser Biologie verknüpft werden, nichts anfangen kann.
Das ist der entscheidende Punkt, der leider unerwähnt bleibt. Denn die Trennung von Biologie und Geschlechtsidentität ist es, was die meisten nicht verstehen.

Und deshalb bin ich, abgesehen von einem Absatz wo es um Kinder geht, ziemlich mit dem Inhalt einverstanden. Weil dieses Verständnis fehlt, entsteht der Eindruck, wir wollen an der Biologie rütteln. Wir nehmen den Gegenwind aber so auf, als streite die Gesellschaft uns unsere Geschlechtsidentität ab. Im Grunde wird da nur, wie so oft, aneinander vorbei diskutiert.

Nicole Doll hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 13:47 Und wenn man jetzt wieder einmal versucht diesen Blödsinn "Wissenschaftlich" zu erklären, ... (ko) (ag) ... dann gute Nacht, Wissenschaft. :))b
Nein, versucht man nicht.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Anja
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 5 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)

man sollte das biologische Geschlecht und Gender nicht verwechseln.
Denn bei den Menschen entspreche das biologische Geschlecht eines Organismus wie bei den meisten Tieren oder Pflanzen "einer von zwei eindeutig unterschiedlichen Formen der Fortpflanzungsanatomie, die sich für die Erzeugung von kleinen oder großen geschlechtlichen Zelltypen — Samen- beziehungsweise Eizellen — entwickeln und biologischen Funktionen bei der sexuellen Fortpflanzung zugeordnet sind. Bei den Menschen ist die Fortpflanzungsanatomie bei der Geburt in mehr als 99,98 % der Fälle eindeutig männlich oder weiblich".
Auf das Geschlecht bezogen vollkommen richtig.
Ein Geschlechtsspektrum ist Quatsch.
Beim Gender ist das eine völlig andere Geschichte.
Das ich eine Trennung der biologischen Geschlechter unter bestimmten Umständen für sinnvoll und nötig erachte, dürfte ja hier hinlänglich bekannt sein :wink:

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 6 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

sbsr hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 15:53 Nein, versucht man nicht.
Danke. Ich habe es inzwischen bereits per PN erfahren.
Jaddy
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 7 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Anja hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 16:31
Denn bei den Menschen entspreche das biologische Geschlecht eines Organismus wie bei den meisten Tieren oder Pflanzen "einer von zwei eindeutig unterschiedlichen Formen der Fortpflanzungsanatomie, die sich für die Erzeugung von kleinen oder großen geschlechtlichen Zelltypen — Samen- beziehungsweise Eizellen — entwickeln und biologischen Funktionen bei der sexuellen Fortpflanzung zugeordnet sind. Bei den Menschen ist die Fortpflanzungsanatomie bei der Geburt in mehr als 99,98 % der Fälle eindeutig männlich oder weiblich".
Auf das Geschlecht bezogen vollkommen richtig.
Ein Geschlechtsspektrum ist Quatsch.
Hm, ja und nein, aber nicht so ganz. Siehe den immer noch gültigen Artikel aus Nature 2015.
Es gibt nicht das biologische Geschlecht, sondern bestimmte Merkmale, die mehr oder weniger eindeutig in eine von zwei Kategorie fallen.
Das komplexe daran ist: Erstens können in ein und demselben Körper die einen Merkmale eher weiblich, andere hingegen eher männlich sein(1), zweitens ist der Übergang manchmal eher fliessend und die Grenzziehung eher willkürlich(2).

Zu (1): Erinnerung an die Familie, bei der Mutter und Tochter beide 46XY genetisch männlich sind. Die Mutter hat das nur erfahren, weil sich die Tochter wegen zu geringer Brustentwicklung ärztlichen Rat geholt hat und der dann etwas neugierig wurde und rumgetestet hat. Es ist ziemlich wahrscheinlich, das es viel mehr solche Fälle gibt, die einfach nicht auffallen, weil nie Anlass besteht.

Zu (2): Zum Beispiel existieren für die Beurteilung des Geschlechts bei Neugeborenen tatsächlich Maßangaben der Form "Genitallänge bis x ist weiblich, ab y ist männlich". Und im Zweifel wird operiert. Immer noch fast 2000 Fälle pro Jahr in D. Ich bin nicht sicher, ob es hier nicht sogar eine Dunkelziffer gibt.

Der Punkt dabei: Es ist streng genommen nicht wirklich sinnvoll, aus biologischer Perspektive nur die sichtbaren Fortpflanzungsorgane als Geschlecht zu bezeichnen. Das ist eine Ausprägung und da stimmt der der Prozentsatz vermutlich einigermassen (Schätzungen gehen aber bis über 1%), aber mit Penis und Hoden, aber einer Androgenresistenz wird da ansonsten kein "männlicher" Körper draus, sondern meist ein ansonsten ziemlich weiblich oder androgyn wirkender.

D.h. der erste Teil des Absatzes ist streng genommen falsch. Die Biologie kennt mehr Geschlechtsmerkmale als die Fortpflanzungsorgane. Aber die meisten Nicht-Biolog"¢innen eben nicht. Und daran scheitern die meisten Diskussionen.
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 8 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Jaddy hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 19:04 Erinnerung an die Familie, bei der Mutter und Tochter beide 46XY genetisch männlich sind.
Ist es nicht so, dass beim Swyer-Syndrom die Menschen unfruchtbar sind ? https://de.wikipedia.org/wiki/Swyer-Syndrom Wie kann dann die Mutter eine Tochter haben ?
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 9 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 19:10 Ist es nicht so, dass beim Swyer-Syndrom die Menschen unfruchtbar sind ? https://de.wikipedia.org/wiki/Swyer-Syndrom Wie kann dann die Mutter eine Tochter haben ?
Ganz einfach-es sind/gibt verschiedene Syndrome. Z.B. die komplette Androgenresistenz oder Goldberg-Maxwell-Morris-Syndrom
ist x chromosomal vererbbar..

Alles Liebe Marie (flo)
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Do 20. Feb 2020, 19:31, insgesamt 2-mal geändert.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 10 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

"Am meisten gefährdet seien jedoch Kinder: "Wenn man ihnen vermittelt, dass sich das Geschlecht anstatt auf die Biologie auf die Identität gründet, können die Geschlechtskategorien leicht mit rückschrittlichen Klischees über Männlichkeit und Weiblichkeit verschmelzen. Maskuline Mädchen und feminine Jungen könnten in Bezug auf ihr eigenes Geschlecht verwirrt werden."

Das sehe ich auch eher als das Problem, weil es Geschlechtsrollen verengt, statt sie weiter zu fassen, damit mehr Menschen darin Platz finden.

"Der dramatische Anstieg der "šGenderdisphorie"˜ bei Jugendlichen — insbesondere bei jungen Mädchen — in den Kliniken reflektiert glaubhaft dieses neuartige Durcheinander". Denn die allermeisten der an einer Genderdysphorie leidenden Jugendlichen "wachsen während der Pubertät irgendwann aus ihrem Dysphorieempfinden heraus", und viele bezeichneten sich dann als homosexuell. "
"
Wobei ich das ja bezweifle und an die menschliche Anpassungsfähigkeit glaube. Heißt, wenn man nun den gegenteiligen Ansatz fährt und Kinder in der jeweils gegenteiligen Geschlechtsrolle aufwachsen lässt. Würde sich das Verhältnis umdrehen und die meisten würden sich damit abfinden. Voraussetzung ist aber das die jeweiligen geschlechtsrollen Gesellschaftlich vertauscht werden. Heißt es muss akzeptiert sein das ein Mann die für uns heute akzeptierte Frauenrolle einnimmt und eine Frau die für uns heute akzeptierte Männerrolle. Daraus würde dann eben die neue Männerrolle und die neue Frauenrolle entstehen und schon hätten wir eine neu Gesellschaftsnorm. Es zeigt also die Gesellschaftsnorm ist das Problem. Sie engt uns ein. Wenn wir die Gesellschaftsnorm breiter fassen, dann engt sie uns nicht mehr ein und es gebe gar keine Genderdebatte.

Zurück zum Artikel. Es braucht doch nur die erweiterten Bezeichnungen in den Fragebögen. "geboren männlich" "biologisch weiblich" "Identität Frau" oder eben "geboren männlich", "biologisch männlich", "Identität Nonbinär". Dann hätten die Ärzte und Wissenschaftler ihre Statistiken gerettet. "biologisch" meint nach HRT.
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 11 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Vicky_Rose hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 19:10
Jaddy hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 19:04 Erinnerung an die Familie, bei der Mutter und Tochter beide 46XY genetisch männlich sind.
Ist es nicht so, dass beim Swyer-Syndrom die Menschen unfruchtbar sind ? https://de.wikipedia.org/wiki/Swyer-Syndrom Wie kann dann die Mutter eine Tochter haben ?
Ich suche den Artikel noch mal raus, aber bin nicht sicher, welche Variante das genau war. Auf jeden Fall hatte die Mutter trotz ihrer Chromosomen ohne weitere Befunde ihre Tochter geboren.
Beyond_XX_and_XY.jpg
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Jaddy
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 12 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Toni Smith hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 19:23Daraus würde dann eben die neue Männerrolle und die neue Frauenrolle entstehen und schon hätten wir eine neu Gesellschaftsnorm. Es zeigt also die Gesellschaftsnorm ist das Problem. Sie engt uns ein. Wenn wir die Gesellschaftsnorm breiter fassen, dann engt sie uns nicht mehr ein und es gebe gar keine Genderdebatte.
Ein großes Wort gelassen eingetippt: "Es zeigt also die Gesellschaftsnorm ist das Problem. Sie engt uns ein". So ist das.

Aber die Schlussfolgerungen davor und danach greifen viel zu kurz.

Erstens gäbe es dann nicht jeweils eine neue Rolle, sondern letztlich eine Auflösung der Genderrollen, weil alle Menschen fröhlich ihren persönlichen Mix aus den bisher alldurchdringenden und als Konventionen, Erwartungen und Zuschreibungen ziemlich strikt binär getrennten Elementen leben würden. Es würde sich kein Mensch mehr Gedanken machen, ob dies oder jenes an Klamotten, Marotten, Interessen oder so von irgendwem schräg angesehen würde. Und in der anderen Richtung müssten notwendigerweise alle Zuschreibungen und Erwartungen an an andere wegfallen, denn es gäbe ja keine eindeutigen Merkmale mehr. Wenn aber alle bisher gegenderten Merkmale sowohl nach innen wie von aussen unabhängig von körperlichen Merkmalen würden, hätten sich auch binäre Anreden, Namen, etc. erledigt.

Das wäre das 100%-Enby-Land *lach* Mir würde es nichts ausmachen, aber es wäre auch völlig hinreichend, wenn allein die Selbstverortung von Menschen im Genderverse (mit deutlich mehr als zwei Varianten) allgemein bekannt und akzeptiert würde. Das würde übrigens auch alle binären Formen von trans beinhalten.

Was ich allerdings auch möchte, ist die allgemeine, selbstbestimmte Verfügbarkeit von state-of-the-art Körpermodifikationsmöglichkeiten, denn das Bedürfnis erledigt sich nicht mit der genderlosen Gesellschaft.
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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 13 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hi..da hab ich noch einen Link..

https://www.kinderwunsch-blog.com/erful ... r-syndrom/

trotz das es ja biologisch nicht möglich ist... (smili)

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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 14 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Jaddy hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 19:45 Das wäre das 100%-Enby-Land *lach* Mir würde es nichts ausmachen, aber es wäre auch völlig hinreichend, wenn allein die Selbstverortung von Menschen im Genderverse (mit deutlich mehr als zwei Varianten) allgemein bekannt und akzeptiert würde. Das würde übrigens auch alle binären Formen von trans beinhalten.
Hi Jaddy,

für mich wäre das auch der Traum. Aber ... letztlich braucht ein Enby-Land auch eine Beschreibung von männlich und weiblich, denn ohne diese gäbe es ja nur einen "Einheitsbrei". Ich finde es gerade schön, dass es männlich (weniger) und weiblich (mehr) konnotierte Kleidungsstücke, Verhaltensweisen etc. gibt. Das ist ja auch nicht das Problem, sondern die Bewertungen, die damit verbunden sind. Respekt und Akzeptanz von Menschen in ihrer persönlichen Darstellung sowie die vorbehaltslose Nichtbewertung von Menschen ist ja eigentlich das, was wir alle, nicht nur die Trans*menschen, brauchen. Arm und reich, Einheimische und Zugezogene, Flüchtlinge, Männer, Frauen, egal wer man ist, was man ist, wir sind alle Menschen. "All men are created equal", wie es in der amerikanischen Verfassung steht, ist dafür noch zu wenig. Der Wert des Menschen und seine Würde ist vorbehaltslos Wert zu schätzen.

Aber ganz ehrlich, ich schaffe das auch nicht. Aber ich bemühe mich Tag für Tag darum, gerade weil auch ich davon abhängig bin. Das gehört vielleicht auch ein wenig zu unseren Aufgaben als Transmenschen, die Sensibilität dafür in den Menschen zu wecken. Das wir so große Widerstände und Anfeindungen (wenn ich an einige Medienbeiträge hier denke) erfahren, sind das mMn in erster Linie Ängste, dass sich etwas Neues durchsetzt. Das damit für alle eine Verbesserung einhergeht, ist vielen noch nicht klar. Die Emanzipation der Frauen ist so ein Beispiel. Auch Männer profotieren davon, aber diese Erkenntnis hat sich noch nicht überall durchgesetzt.

Etwas ähnliches leisten wir auch. Durch die Aufweichung der Geschlechtergrenzen ergeben sich neue Möglichkeiten für die Lebensweise des Einzelnen. Man muss das nicht tun, aber man kann. Und darin liegt ein Wert. Eine weniger verkrampfte Haltung zum Geschlecht kann das Leben bereichern, nicht nur für Transmenschen. Ich bin überzeugt, es gibt viele, die das gerne einmal probieren würden.

Schaue ich mir die Damenmode an und schaue ich mir die Frauen auf der Straße an, ist da ein deutlicher Unterschied. Frauen empfinden es als eine Bereicherung, das tragen zu können, was sie wollen. Da ist kaum eine Verkrampfung zu spüren. Warum das nicht auch für Männer öffnen ? Kleidung ist Kommunikation, warum sollen wir uns den Mund verbieten lassen ?

Männliche und weibliche Ausdrucksformen: ja bitte und auch ganz deutlich (Kleidung, Schminke, Verhalten, Körperformen ...). Aber alle Ausdrucksformen vorbehaltslos für alle Menschen. Das wäre doch die große Freiheit, die ich mir wünschen würde...
Viele Grüße
Vicky

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Re: Ein Kommentar im Wall Street Journal befasst sich mit der Leugnung des biologischen Geschlechts

Post 15 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Um Gottes Willen, Aufweichung der Geschlechtergrenzen. Der wirtschaftliche Schaden wäre kaum wieder gut zu machen. Allein die Ausstattung der Kinderzimmer, Pink gegen Blau. Kinderwagen, Strampelanzüge, Spielzeug brauchte ncht mehr doppelt gekauft zu werden. Zahnbürsten mit Dinos oder Einhorn, usw. Da wird die Industrie schon aufpassen, daß das nicht Überhand nimmt. Nein, nein so geht das nicht.

Ende der Satire , oder war es doch nur Realität ...... - ?

LG
Petra Sofie
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