Wow .. das ist mal sehr offen / ehrlich und selbst-reflektiert ... DankeschönRalf-Marlene hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 16:23 Wie Ihr wisst, lebe ich mein Leben auch eher Nonbinär. Ich nehme trotzdem pflanzliche Hormone, die meine Gefühlswelt und das Erscheinungsbild deutlich verändert haben. Ein deutlich wahrnehmbarer Busen und gerundete Hüften ( die erwähnten Notreserven bei Cybill... ) wirken aber trotz weicher Sprache bei recht breiten Schultern nicht wirklich weiblich.
Solange ich sitze oder nicht laut rede werde ich aber zunehmend als Frau gelesen, was mir lieber ist als als Mann gelesen zu werden.
Was ich mir wünschen würde kann keine Operation erreichen. Ich wünschte, ich würde egal ob Mann oder Frau als weniger stark gelesen als die meisten meiner Mitmenschen mich nicht nur aufgrund meines Aussehens lesen. Das Leben hat mich verletzlicher gemacht als mein Auftreten, mein Reden und mein Körperbau vermuten lassen. Ein zarterer Körperbau würde mich weniger bedrohlich wirken lassen, egal ob als Mann oder als Frau.
Trans-Frau und Vollkommenheit - # 3
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lexes
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
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lexes
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Liebe Ari ...Aria hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 21:10 Hola Lexi!
Ich versuche einfach mal zu beschreiben, was in mir vorgeht und wie ich mich fühle. Vllt. wird es dir dabei klar, was ich als Transfrau unter Vollkommenheit verstehe.
Ich finde das was Kathi geschrieben hat, schon sehr gut. Ja, ich war auch mal ein offensichtlich vollkommener Mann - äusserlich. Es hat alles gepasst, bis auf eine entscheidende Kleinigkeit: Mein Betriebssystem. Das war schon immer weiblich. Wurde aber über die Jahrzehnte daraufhin konditioniert männlich zu sein. Man könnte sagen, mir wurde ein Virus eingeschleust, der mir vorspielte männlich zu sein. Und um diesen Eindruck noch zu verstärken, schaute mich aus dem Spiegelbild ein Mann an.
Aber da ein Betriebssystem mit Virus nie wirklich rund läuft, es immer wieder zu aussetzern und Fehlfunktionen kommt, die die Rechenleistung stören, begann ich mich auf die Suche nach der Ursache des Problems zu begeben. Nach einigen Sitzungen beim IT-Spezialisten war das Virus ausfindig gemacht und eliminiert - was für eine Befreiung! Doch ist das eine Problem weg, kommt das nächste. Das Betriebssystem weiss nun, dass es lange Zeit falsch lief und es weiss auch, dass es nun einen Reboot bräuchte, doch der bleibt ohne Techniker eben aus. Doch glücklicherweise kommt der bald in Form eines Endokrinologen. Das ist dann der erste und in meinen Augen auch der wichtigste Schritt in Richtung Vollkommenheit. Das System fängt nun an, immer konstanter zu laufen und kann gar nicht verstehen, wie es so lange Zeit mit dem Virus überhaupt hat funktionieren können.
Nun, nachdem das System einwandfrei arbeitet, fängt es an, Stellen an sich zu entdecken, die nicht zur Software passen. Gut, dass die Malware in der Hinsicht so nach und nach weiter ihre Arbeit verrichtet. Leider bei der einen mehr als bei der anderen. Ich kann da von Glück sprechen. Bei mir hat die ganze Arbeit geleistet. mein Vorbau ist regelrecht explodiert - und das nach 1,5 Monaten. Wäre das nicht so gewesen, hätte ich darunter bestimmt genau so gelitten, wie unter meinem Schoß. Den kann die Malware leider nicht reparieren. Und das nervt mich ungemein. Tagsüber ist alles gut versteckt und es fällt nicht wirklich auf. Doch abends beim Kleiderwechsel könnte ich heulend in die Knie sinken. So sehr strebt also mein Betriebssystem zur kompletten Angleichung. Es würde mich seelisch fertig machen, hätte ich nicht so ein dickes Fell. Doch auch das bekommt irgendwann mal lichte Stellen.
Generell lässt sich sagen, dass der Leidensdruck bestimmt, in wie weit man seinen Körper für sich Vollkommen macht. Womit die eine wunderbar klar kommt, kann bei der anderen schon die grösste Katastrophe sein. Ich hoffe, ich konnte dir mit der bildlichen Darstellung der Dysphorie, die jede unterschiedlich triggert, ein wenig verständlicher machen, wie es bei mir als Transfrau aussieht.
LG ArÃa
Das treibt einem schon nicht nur ein Wenig die Feuchtigkeit in die Augen ..
Danke Dir für diese sehr offene Beschreibung .. Dazu schön im IT-Kontext verpackt .. das war schlau und entschärfend , aber nicht verwässernd
Fühl Dich mal gedrückt und sei Dir sicher das Dir ganz viele ( ich in jedem Fall ) alles Glück dieser Welt wünschen um Dich so perfekt / vollkommen zu finden, das Du damit nicht nur gut leben kannst, sondern auch einfach glücklich bist
Ganz liebe Grüße und vielen vielen dank
Lexi
P.S..S. weil es leider gar nichts mit dem ernsten Thema zu tun hat .. mein P.S.S. mit einem großen Abstand zum Text.
Lachen ist doch immer eine feine Sache ... und bei "IT" fällt mir IMMER der James Cordon-Witz mit dem IT-Clown ein ...
Hier der Link :
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lexes
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
That is Deeeeeeeeep .... sehr schönLaila-Sarah hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 21:39 Aber jetzt die gute Nachricht: Das vollkommene weibliche Wesen: Ich habe es hier bei vielen von euch gesehen und erlebt. Und ich habe erfahren, dass vollkommene Weiblichkeit keinen vollkommenen weiblichen Körper braucht!
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Dieses Gefühl ist mir nicht unbekannt allerdings aber es ist auch so, dass es einem erst nur dann auffällt was es für ein blöder Schuh es ist wenn es anfängt zu drücken. Wir sind auf Trans und Gender sensibilisiert weil uns dieser Schuh drückt. Für andere ist der Schuh ganz i.O. und sie denken nicht darüber nach und haben auch kein Verständnis für Leute die über den Schuh klagen. Die Kulte der einzig wahren unsichtbaren Freunde nerven schon aber man darf es nicht so laut sagen. Auch hier im Forum nichtJaddy hat geschrieben: Mi 19. Feb 2020, 12:01
Statt wirklich tolle Dinge machen zu können, sitze ich auf diesem rückständigen Planeten fest, dessen Bewusstseine sich um ein paar mühsam aus dem Boden gekratzten Steine prügeln oder wer den besseren unsichtbaren Freund hat oder ob nach aussen oder nach innen gerichtete Genitalien festlegen, was die Person tun, denken, sagen oder anziehen darf. Das ist doch alles eher Kinderspielplatz.
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Vielen lieben Dank, Lexilexes hat geschrieben: Mi 19. Feb 2020, 15:51 Fühl Dich mal gedrückt und sei Dir sicher das Dir ganz viele ( ich in jedem Fall ) alles Glück dieser Welt wünschen um Dich so perfekt / vollkommen zu finden, das Du damit nicht nur gut leben kannst, sondern auch einfach glücklich bist
LG ArÃa
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Hallo ihr Lieben,
Meine Meinung zur Vollständigkeit hat weiter oben Patricia schon so passend beschrieben, dass ich das nicht besser hätte ausdrücken können. Und dennoch bin ich mir bewusst, dass ich in dieser Hinsicht nie vollständig werde sein können, egal wie viel Geld oder Zeit ich mitbringe. Zum Glück bin ich in der Lage, meine Lage halbwegs hinzunehmen und mich auf das zu beschränken, was mir als reale Möglichkeiten zur Verfügung steht. Mehr geht immer, doch der Preis steigt dann auch - bei großen OPs beispielsweise das Risiko, bleibende Schäden zu behalten und trotzdem der Vollständigkeit nur ein kleines Stück näher zu sein.
Liebe (und dennoch traurige) Grüße
Jackie
jetzt habe ich extra noch mal im ersten Beitrag nachgesehen: Da stand "vollständig", anders als im "Betreff". Ich meine, dass die Diskussion daher ein kleinwenig abgebogen ist.Laila-Sarah hat geschrieben: Mi 19. Feb 2020, 11:47 und im Faden geht es um Perfektion oder Vollkommenheit.
Meine Meinung zur Vollständigkeit hat weiter oben Patricia schon so passend beschrieben, dass ich das nicht besser hätte ausdrücken können. Und dennoch bin ich mir bewusst, dass ich in dieser Hinsicht nie vollständig werde sein können, egal wie viel Geld oder Zeit ich mitbringe. Zum Glück bin ich in der Lage, meine Lage halbwegs hinzunehmen und mich auf das zu beschränken, was mir als reale Möglichkeiten zur Verfügung steht. Mehr geht immer, doch der Preis steigt dann auch - bei großen OPs beispielsweise das Risiko, bleibende Schäden zu behalten und trotzdem der Vollständigkeit nur ein kleines Stück näher zu sein.
Liebe (und dennoch traurige) Grüße
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Es gibt Transitionerd die sind nach ner gewissen Zeit zufrieden aber es gibt auch die, die meinen Nach der Maßnahme bin ich zufrieden und dann werden es immer mehr OPs etc. mit der Zeit. Das sind leider die meisten die auf Sozialen Medien rumspringen.lexes hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 14:09 Moin Moin zusammen..
Ich habe in einem anderen Thread einen für mich bewegenden / interessanten Beitrag von unserer lieben Cybill gelesen.
Grundsätzlich ging es da eigentlich nicht direkt um diese Fragestellung, daher mache ich dazu ein neues Thema auf.
Cybill schrieb folgendes :
Den wichtigen Satz habe ich dann mal hervorgehoben ..Cybill hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 08:39 Moinsen! Grüß Gott! Guten Morgen!
Ich finde es gut, wenn man sich Gedanken zum Thema OPs macht, vor allem wenn das kritisch stattfindet.
Ich selbst habe mir seit dem Beginn meiner physisch-medizinischen Transition (Frau war ich bereits vorher) immer offen gelassen, ob ich eine GaOp machen werde oder nicht - andere OPs waren für mich kein Thema. Ich war vergangene Woche bei Dr. Schaff - ich denke das sagt alles was das Thema betrifft.
Brust-OP? Da habe ich Glück und es wächst von alleine. Wobei ich denke, dass mein früherer Pueria Mirifica-Konsum bereits eine gute Ausgangsposition geschaffen hat.
Gesicht? Nochmal Glück gehabt und sowieso kein männlich-markantes Gesicht. Gut der Bart stört, aber den haben Cis Frauen zum Teil auch.
Stimme? Hätte ich überlegt, aber mittlerweile hat die Logopädie gut angeschlagen, so dass ich problemlos durchgehe. Dazu kommt, dass ich bei einer Stimmop meine Gesangsstimme verlieren könnte, das ginge für mich gar nicht!
Um noch einmal auf die GaOp zurück zu kommen:
Ich habe bei mir - mit fortschreitender Transition - festgestellt, dass sich die vorher bestehende geschlechtliche Zwiespältigkeit zwischen psychischem Empfinden und der physischen Erscheinung zwar gemildert hat. Dennoch empfinde ich mich nicht als vollständig. Das geht soweit, dass ich Probleme mit meinem nackten Spiegelbild habe - und dabei hadere ich nicht mit meinen Notreserven.
Grüße
Cybill
Ich ( Nicht-Trans ) habe immer Schwierigkeiten mich da richtig hineinzufühlen ..
Deshalb eine Frage zum Verständnis für mich ( und ggf. ein Reflektionsansatz für andere ??? )
Liebe Cybill und natürlich alle anderen auch :
Kannst Du Dir Maßnahmen vorstellen ( reale OP's , Veränderungen irgendeiner Art , oder sogar nicht real durchführbare Maßnahmen ) , nach deren Durchführung Du ziemlich sicher wärst Dich vollständig zu fühlen ?
Gibt es also Dinge, die auf einer To-Do-Liste noch stehen um das Gefühl des Vollkommen-Seins ( mit hoher Wahrscheinlichkeit , wir wollen die Goldwaage hier mal im Schrank lassen ) zu erreichen ?
Unterstellen wir mal , man / Frau hätte keine gesellschaftlichen Verpflichtungen, dafür aber unbegrenzte finanzielle Mittel und die Körper-Biologie wäre in jedem Falle fit-genug um sämtliche Veränderungen, die gewünscht wären , ohne Rücksicht auf irgendwas realisieren zu können.
Gäbe es da einen Weg zur Vollkommenheit ??
Ich weiß das die Frage wahrscheinlich sehr oberflächlich ist weil sie zum Beispiel die "Komponente-Psyche" kaum tangiert )
Das soll auch mehr ein theoretischer Ansatz sein.
Die Frage , die natürlich keine pauschale Antwort sondern nur indiv. Vortsellungen hervorrufen wird , ist also grob vereinfacht :
Könnt Ihr Euch einen Weg vorstellen , an dessen Ende Ihr Euch vollständig als Frau fühlt.
Danke für Eure Zeit, das interessiert mich einfach
P.S. Ich denke wir sollten uns hierbei auf Veränderungen der eigenen Person ( Psyche und Körper ) beschränken.
Ich bin mir natürlich völlig im Klaren darüber das in einer Gesellschaft, welche eine Trans-Frau irriger Weise doch manchmal leider als "Mann-in-Verkleidung" wahrnimmt, eben auch die Selbstwahrnehmung leidet. Es ist sicher schwerer sich selbst zu akzeptieren wenn es andere nicht tun.
Dieser Punkt würde den Rahmen hier aber sicher sprengen , darum möchte ich Euch bitten ihn bei den Antworten herauszulassen .. reden wir über uns .. nicht über andere
P.S.S. Danke Cybill für Deine herrliche Art einen kompliziert-ernsten Umstand trotzdem mit der richtigen Prise Charme zu garnieren .. immer wider schön von Dir zu lesenCybill hat geschrieben: Di 18. Feb 2020, 08:39 ....Das geht soweit, dass ich Probleme mit meinem nackten Spiegelbild habe - und dabei hadere ich nicht mit meinen Notreserven.
Ich selbst könnte mich nur als Frau vollständig fühlen, wenn ich den kompletten Körper wechseln könnte. Das ist sehr unwahrscheinlich, also sehe ich mich weiterhin nicht als Vollkommen an. In der Zeit der Transition gab es Zeiten wo ich körperlich und psychisch schon sehr meinem damals gewünschten Zustand nahe kam aber dann viel mir meine Stimme auf und die konnte ich nicht durch Übungen verändern. Die Stimme war also immer ein Makel und dann verlor sich mein inneres Bild. Je mehr ich mich körperlich veränderte zur Frau umso mehr vielen mir männliche Attribute auf. Ich würde also unzufriedener mit meinen Körper. Gleichzeitig wuchsen die Anforderungen an Energie, Zeit und Geld die Veränderungen umzusetzen.
Ich zerbrach an diesen Anforderungen und bekam Depressionen. Ich hab mich dann für den Weg der Detransition entschieden, um mit meinen Körper so wie er ist zufrieden zu sein. Dadurch konnte ich auch meine Energie die durch die Transition komplett gebunden war, frei für andere Dinge machen.
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Wer liest diese ewig langen Texte und vorallem diese ewig langen Zitate? 



Genieße jeden Tag, als sei es dein letzter :-)
Seit dem 01.01.2024 findet man mich an einer kleinen Klinik in München.
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?p=277174#p277174
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Moin,
Vollständigkeit ist für mich wesentlich schwieriger zu fassen als Vollkommenheit. Ich empfinde meinen Körper als ziemlich vollkommen. Was der alles kann, ist für mich phänomenal. Er wehrt in jedem Augenblick Krankheitserreger ab, verarbeitet Informationen, kann sich nach einer Verletzung oder Krankheit selber wiederherstellen. Steuert alle erforderlichen Prozesse etc. Und darüber muss ich nicht einmal nachdenken. Er macht das einfach. Ich habe gelernt, das zu schätzen. Ich bin gesund, fit und gehe auf die 60 zu. Natürlich altert er, aber das ist mMn kein Abbruch seiner Vollkommenheit. Ich habe das Gefühl, dass die Anerkennung dieser Vollkommenheit meinem Körper gut tut, denn es gibt eine enge Verbindung zwischen Physis und Psyche. Wäre ich als körperliche Frau vollkommener ? Ich denke, in diesem Sinne nicht.
Was bedeutet Vollständigkeit in diesem Kontext für mich ? Das kann ich nicht richtig greifen. Das hat auch mit der Frage der Perspektive zu tun. Dabei unterscheide ich zwischen Außen- und Innenwelt. Wie ich gelesen werde, ist für mich in dieser speziellen Frage ohne Bedeutung. Denn gebe ich der Außenwelt eine Bedeutung, habe ich sofort das Gefühl, dass ich von den Ansichten anderer Menschen gesteuert werde. Das will ich nicht. Was aber bedeutet Vollständigkeit aus Sicht meiner Innenwelt, wenn die Innenwelt nicht eindeutig ist ?
Aber ich mache mir natürlich auch Gedanken, wie es denn wäre, körperlich eine Frau zu sein. Aber das kann ich nur unvollständig erfassen. Vor allem was macht ein anderer Hormonspiegel mit meinen Empfindungen ? Ich könnte mir vorstellen, dass ich dann an der Welt verzweifeln könnte. Ich finde es schon jetzt fürchterlich, wie Menschen miteinander umgehen. Die ständigen Auseinandersetzungen in der Welt gehen mir gegen den Strich. Mit weiblichem Hormonspiegel dürfte das noch wesentlich intensiver werden. Ich glaube nicht, dass mich das vollständiger machen würde. Eigentlich müsste ich zur (körperlichen) Vollständigkeit sowohl weiblich als auch männlich sein. Austauschbar je nach Situation. Und tatsächlich ist das ein Wunschtraum, denn ich seit meiner frühen Pubertät habe. Wenn also eine Fee noch einen Job sucht ...
Ich muss und kann mit dieser Unvollständigkeit leben. Das ist für mich nicht immer einfach. Gerade in den letzen Wochen und Monaten ist meine weibliche Seite gelegentlich auch in meinen Träumen präsent. Das beeindruckt mich jedes Mal und gehört zu den wenigen Träumen, die mir längere Zeit im Gedächnis bleiben.
Ich kann Toni auch gut verstehen, wenn die Transition viel Energie bindet. Das habe ich in den Phasen, in denen ich über mein Geschlecht nachdenke und es bewusst lebe, nur noch wenig Energie für anderes übrig bleibt. Es beherrscht mich in gewisser Weise. Aber das hat verändert sich langsam. Ich kann zunehmend auch en femme ein Leben leben, in dem Platz für andere Betätigungen ist. Es ist dann fast "normal" als Frau meine Dinge zu erledigen, d.h. ich nehme es dann kaum aktiv wahr. Das ist auch sehr schön.
Aber grundsätzlich ist die Unentschiedenheit auf der geistigen Ebene mein größtes Problem dabei, da der Körper eindeutig ist.
Vollständigkeit ist für mich wesentlich schwieriger zu fassen als Vollkommenheit. Ich empfinde meinen Körper als ziemlich vollkommen. Was der alles kann, ist für mich phänomenal. Er wehrt in jedem Augenblick Krankheitserreger ab, verarbeitet Informationen, kann sich nach einer Verletzung oder Krankheit selber wiederherstellen. Steuert alle erforderlichen Prozesse etc. Und darüber muss ich nicht einmal nachdenken. Er macht das einfach. Ich habe gelernt, das zu schätzen. Ich bin gesund, fit und gehe auf die 60 zu. Natürlich altert er, aber das ist mMn kein Abbruch seiner Vollkommenheit. Ich habe das Gefühl, dass die Anerkennung dieser Vollkommenheit meinem Körper gut tut, denn es gibt eine enge Verbindung zwischen Physis und Psyche. Wäre ich als körperliche Frau vollkommener ? Ich denke, in diesem Sinne nicht.
Was bedeutet Vollständigkeit in diesem Kontext für mich ? Das kann ich nicht richtig greifen. Das hat auch mit der Frage der Perspektive zu tun. Dabei unterscheide ich zwischen Außen- und Innenwelt. Wie ich gelesen werde, ist für mich in dieser speziellen Frage ohne Bedeutung. Denn gebe ich der Außenwelt eine Bedeutung, habe ich sofort das Gefühl, dass ich von den Ansichten anderer Menschen gesteuert werde. Das will ich nicht. Was aber bedeutet Vollständigkeit aus Sicht meiner Innenwelt, wenn die Innenwelt nicht eindeutig ist ?
Aber ich mache mir natürlich auch Gedanken, wie es denn wäre, körperlich eine Frau zu sein. Aber das kann ich nur unvollständig erfassen. Vor allem was macht ein anderer Hormonspiegel mit meinen Empfindungen ? Ich könnte mir vorstellen, dass ich dann an der Welt verzweifeln könnte. Ich finde es schon jetzt fürchterlich, wie Menschen miteinander umgehen. Die ständigen Auseinandersetzungen in der Welt gehen mir gegen den Strich. Mit weiblichem Hormonspiegel dürfte das noch wesentlich intensiver werden. Ich glaube nicht, dass mich das vollständiger machen würde. Eigentlich müsste ich zur (körperlichen) Vollständigkeit sowohl weiblich als auch männlich sein. Austauschbar je nach Situation. Und tatsächlich ist das ein Wunschtraum, denn ich seit meiner frühen Pubertät habe. Wenn also eine Fee noch einen Job sucht ...
Ich muss und kann mit dieser Unvollständigkeit leben. Das ist für mich nicht immer einfach. Gerade in den letzen Wochen und Monaten ist meine weibliche Seite gelegentlich auch in meinen Träumen präsent. Das beeindruckt mich jedes Mal und gehört zu den wenigen Träumen, die mir längere Zeit im Gedächnis bleiben.
Ich kann Toni auch gut verstehen, wenn die Transition viel Energie bindet. Das habe ich in den Phasen, in denen ich über mein Geschlecht nachdenke und es bewusst lebe, nur noch wenig Energie für anderes übrig bleibt. Es beherrscht mich in gewisser Weise. Aber das hat verändert sich langsam. Ich kann zunehmend auch en femme ein Leben leben, in dem Platz für andere Betätigungen ist. Es ist dann fast "normal" als Frau meine Dinge zu erledigen, d.h. ich nehme es dann kaum aktiv wahr. Das ist auch sehr schön.
Aber grundsätzlich ist die Unentschiedenheit auf der geistigen Ebene mein größtes Problem dabei, da der Körper eindeutig ist.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Liebe Jaqueline,
Liebe Grüße
Jackie, die ungekürzte Zitate zwar nicht mag, zur Not aber blättern kann
es gibt auch Leben jenseits der 160 Zeichen...Jaqueline hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 08:44 Wer liest diese ewig langen Texte und vorallem diese ewig langen Zitate?![]()
Liebe Grüße
Jackie, die ungekürzte Zitate zwar nicht mag, zur Not aber blättern kann
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Moinsen
Zu Anfang, die ersten Ausgänge, waren natürlich von reichlich Adrenalin begleitet. Aber umso mehr Erfahrung ich als Frau sammelte, desto normaler wurde "dieses" Leben.
Und jetzt, wo es nur noch Frauentage gibt, beschäftigt mich mein Geschlecht überhaupt nicht mehr. Diese Stimme im Kopf ist verstummt
Also was früher eigentlich ständig präsent war ist nun im neuen Leben gänzlich verschwunden. Ich weiß nun wo ich hingehöre und brauche mich nicht mehr ständig mit der Frage nach meinem "Heimathafen" auseinandersetzen.
Der Körper mag eindeutig sein, aber er bestimmt letzten Endes nicht, welches Leben richtig für uns ist. Mir hat mein Kopf das zum Ende des alten Lebens hin recht deutlich gezeigt (psychosomatische Probleme)
Ich will jetzt nicht sagen, das du eine Transfrau bist, jeder muss für sich selbst herausfinden, wie er in ein Gleichgewicht kommt.
Aber ich kann sagen, das ich deine Empfindungen gut nachvollziehen kann, weil es mir genauso ging.
Grüße
die Anja
So (er)ging es mir auch. An den Tagen, die ich als Mann lebte, im Prinzip schon seit meiner Kindheit beschäftigte mich mein Geschlecht sehr häufig. Auch wenn es mal nicht primär war, so war es doch ständig im Hinterkopf präsent, mal mehr, mal weniger.Vicky_Rose hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 08:52 Das habe ich in den Phasen, in denen ich über mein Geschlecht nachdenke und es bewusst lebe, nur noch wenig Energie für anderes übrig bleibt. Es beherrscht mich in gewisser Weise
Kommt mir auch bekannt vor. Denn seit ich als Frau lebe oder früher an den Frauentagen, trat die "Geschlechterfrage" in den Hintergrund bzw. beschäftigte mich nicht. Es war irgendwie "normal" (geworden?)Vicky_Rose hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 08:52 Es ist dann fast "normal" als Frau meine Dinge zu erledigen, d.h. ich nehme es dann kaum aktiv wahr. Das ist auch sehr schön.
Aber grundsätzlich ist die Unentschiedenheit auf der geistigen Ebene mein größtes Problem dabei, da der Körper eindeutig ist.
Zu Anfang, die ersten Ausgänge, waren natürlich von reichlich Adrenalin begleitet. Aber umso mehr Erfahrung ich als Frau sammelte, desto normaler wurde "dieses" Leben.
Und jetzt, wo es nur noch Frauentage gibt, beschäftigt mich mein Geschlecht überhaupt nicht mehr. Diese Stimme im Kopf ist verstummt
Also was früher eigentlich ständig präsent war ist nun im neuen Leben gänzlich verschwunden. Ich weiß nun wo ich hingehöre und brauche mich nicht mehr ständig mit der Frage nach meinem "Heimathafen" auseinandersetzen.
Der Körper mag eindeutig sein, aber er bestimmt letzten Endes nicht, welches Leben richtig für uns ist. Mir hat mein Kopf das zum Ende des alten Lebens hin recht deutlich gezeigt (psychosomatische Probleme)
Ich will jetzt nicht sagen, das du eine Transfrau bist, jeder muss für sich selbst herausfinden, wie er in ein Gleichgewicht kommt.
Aber ich kann sagen, das ich deine Empfindungen gut nachvollziehen kann, weil es mir genauso ging.
Grüße
die Anja
Zuletzt geändert von Anja am Do 20. Feb 2020, 10:10, insgesamt 1-mal geändert.
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Viele Posts habe ich gelesen und meist bezieht sich die Vollkommenheit auf den Körper. Als Partnerin von meiner Jasmine möchte ich meine Sicht in Bezug auf meine Jassi schreiben. Ich verstehe den Wunsch meiner Jassi betreffend ihres Körpers und werde sie auf ihrem Weg begleiten, weil es ihr wichtig ist. Sie ist meine Jassi für immer und ich sehe viel mehr als nur ihren Körper. Ihre Erscheinung, die Liebe die sie ausstrahlt, den Halt den sie mir gibt und wie zärtlich sie ist - Sie ist die perfekte Partnerin für mich, jetzt genauso wie nach einer OP. Die Vollkommenheit sehe ich vielmehr in der tiefen Liebe zwischen meiner Jassi und mir. Ich sehe meine Jassi als Frau und Partnerin, sie tut mir gut. Ob z.B. ihr Passing gut ist oder nicht ist für mich uninteressant, denn ich sehe sie wenn sie ungeschminkt aus dem Bad kommt oder wenn sie morgens aufwacht und dann sehe ich meine Jassi - Meine Frau die für mich so wertvoll ist.
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Darauf ein Prost !!Menalee hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 10:10 Viele Posts habe ich gelesen und meist bezieht sich die Vollkommenheit auf den Körper. Als Partnerin von meiner Jasmine möchte ich meine Sicht in Bezug auf meine Jassi schreiben. Ich verstehe den Wunsch meiner Jassi betreffend ihres Körpers und werde sie auf ihrem Weg begleiten, weil es ihr wichtig ist. Sie ist meine Jassi für immer und ich sehe viel mehr als nur ihren Körper. Ihre Erscheinung, die Liebe die sie ausstrahlt, den Halt den sie mir gibt und wie zärtlich sie ist - Sie ist die perfekte Partnerin für mich, jetzt genauso wie nach einer OP. Die Vollkommenheit sehe ich vielmehr in der tiefen Liebe zwischen meiner Jassi und mir. Ich sehe meine Jassi als Frau und Partnerin, sie tut mir gut. Ob z.B. ihr Passing gut ist oder nicht ist für mich uninteressant, denn ich sehe sie wenn sie ungeschminkt aus dem Bad kommt oder wenn sie morgens aufwacht und dann sehe ich meine Jassi - Meine Frau die für mich so wertvoll ist.
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Hi Anja,Anja hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 10:06 Ich will jetzt nicht sagen, das du eine Transfrau bist, jeder muss für sich selbst herausfinden, wie er in ein Gleichgewicht kommt.
Aber ich kann sagen, das ich deine Empfindungen gut nachvollziehen kann, weil es mir genauso ging.
So steht es so treffend in Deiner Signatur. Wenn ich meinen SatzReject external form that fails to express internal reality
darüber lege, zog ich bisher den Schluss, meine Körperdarstellung der Unentschiedenheit anzupassen, mich also möglichst so zu zeigen, wie ich mich fühle. Ich habe mich auch mit der Frage beschäftigt, in wie weit ich eine Transfrau bin, ich also auf der geistigen Ebene eine Frau bin, dem der Körper zu folgen habe. Ich habe den Feldversuch, ein paar Tage als Frau zu leben, mehrfach ausprobiert. Das hat sich gut angefühlt, vor allem wenn ich mich etwas "eingelebt" hatte. Aber am Ende war ich meist doch wieder an dem Punkt, in die männliche Rolle zurück zu kommen. Klar ist das kein ernsthafter Vergleich. Aber auf der anderen Seite steht auch die Frage, warum man sich auf etwas festlegen muss. Für mich ist vieles ambivalent. Das Attribut "Transfrau" für mich selber abzulehnen, kann auch ein Drücken vor Realitäten sein.Aber grundsätzlich ist die Unentschiedenheit auf der geistigen Ebene mein größtes Problem dabei, da der Körper eindeutig ist.
Ich glaube, der Begriff "Gleichgewicht", den Du anführst, kann sehr hilfreich sein. Wenn Deine innere Stimme verstummt ist, ist das ja ein deutliches Signal. Ich fürchte, das wäre bei mir in der Festlegeung auf ein Geschlecht nicht der Fall. Oder vielleicht doch ?
Viele Grüße
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Re: Trans„Frau und Vollkommenheit
Moinsen
Ich hab ja damals auch mehrere Versuche unternommen. Ich wollte ja herausfinden, wann ich an meine Grenzen stoße.
Angefangen mit 2 Tagen am Stück (am Wochenende), dann gings weiter mit einem Urlaub (6 Tage am Stück). Geendet hatte das damals ja mit einem 2-wöchigen Urlaub, also insgesamt 16 Frauentagen hintereinander... Und selbst da hatte ich noch nicht "genug".
Ich dachte ja, es wird mir irgendwann zu viel, der Aufwand war ja auch früher um einiges größer als heute, aber dem war nicht so. Selbst nach 16 Tagen stellte sich noch diese Traurigkeit ein, sich wieder zurückverwandeln zu müssen.
Da hab ich dann gemerkt, der "Durst" bleibt, egal wie viel ich "trinke"...
Grüße
die Anja
Von wie viel Tagen sprechen wir hier?Vicky_Rose hat geschrieben: Do 20. Feb 2020, 12:28 Ich habe den Feldversuch, ein paar Tage als Frau zu leben, mehrfach ausprobiert. Das hat sich gut angefühlt, vor allem wenn ich mich etwas "eingelebt" hatte.
Ich hab ja damals auch mehrere Versuche unternommen. Ich wollte ja herausfinden, wann ich an meine Grenzen stoße.
Angefangen mit 2 Tagen am Stück (am Wochenende), dann gings weiter mit einem Urlaub (6 Tage am Stück). Geendet hatte das damals ja mit einem 2-wöchigen Urlaub, also insgesamt 16 Frauentagen hintereinander... Und selbst da hatte ich noch nicht "genug".
Ich dachte ja, es wird mir irgendwann zu viel, der Aufwand war ja auch früher um einiges größer als heute, aber dem war nicht so. Selbst nach 16 Tagen stellte sich noch diese Traurigkeit ein, sich wieder zurückverwandeln zu müssen.
Da hab ich dann gemerkt, der "Durst" bleibt, egal wie viel ich "trinke"...
Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!