"Einordnen"
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Jaddy
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"Einordnen"
Ich habe mich gerade ziemlich geärgert.
Es fiel der Satz "..diejenigen, die sich nicht einordnen können", und damit war ich gemeint als einzige bekannt nicht-binäre Person dort.
Ich weiss nicht, wie es genau gemeint war und habe den Chat verlassen, bevor ich im Ärger unbedachte Dinge schreibe, aber bei mir kam es an wie "die Leute, die quer schiessen, sich nicht fügen wollen, die Ordnung stören, statt einfach alles einfach und übersichtlich - binär - zu lassen".
"Sich nicht einordnen können". Eine Missbilligung und Aufforderung, das doch gefälligst zu tun. Keine Akzeptanz und kein Respekt.
Und das hatte ich unter trans Personen so nicht erwartet. Schliesslich machen wir alle die Erfahrung von cis Menschen, die es viel angenehmer fänden, wenn sich alle anderen gemäss ihrer Vorstellungen von Genderstereotypen in ihrem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht verhalten würden.
Nunja. So fühlt sich also Enbyfeindlichkeit an. Haben wir das auch mal erlebt.
Es fiel der Satz "..diejenigen, die sich nicht einordnen können", und damit war ich gemeint als einzige bekannt nicht-binäre Person dort.
Ich weiss nicht, wie es genau gemeint war und habe den Chat verlassen, bevor ich im Ärger unbedachte Dinge schreibe, aber bei mir kam es an wie "die Leute, die quer schiessen, sich nicht fügen wollen, die Ordnung stören, statt einfach alles einfach und übersichtlich - binär - zu lassen".
"Sich nicht einordnen können". Eine Missbilligung und Aufforderung, das doch gefälligst zu tun. Keine Akzeptanz und kein Respekt.
Und das hatte ich unter trans Personen so nicht erwartet. Schliesslich machen wir alle die Erfahrung von cis Menschen, die es viel angenehmer fänden, wenn sich alle anderen gemäss ihrer Vorstellungen von Genderstereotypen in ihrem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht verhalten würden.
Nunja. So fühlt sich also Enbyfeindlichkeit an. Haben wir das auch mal erlebt.
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Kathi87
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Re: "Einordnen"
Hallo Jaddy,
gerne kannste du mich in dem Zusammenhang erwähnen und sagen das ich das gesagt habe.
Aber wenn du jetzt das große Fass aufmachen möchtest, dann bitte auch richtig.
Ich habe geschrieben: "Liebe Damen und Herren und diejenigen die sich hier nicht einordnen können, ich werde mich jetzt schlafen gehen"
Ich empfinde diesen Satz weder als Angriff noch irgendetwas, es war einfach nur ein Satz.
Vielleicht solltest du dich selbst nicht so wichtig nehmen, ganz ehrlich und selbst wenn da ein Fehler bein der Aussage gewesen sein sollte, brauchst du bestimmt nicht so reagieren.
Dann mir noch Enbyfeindlichkeit zu unterstellen... ich glaube kurz danach habe ich noch geschrieben, ich muss nicht alles verstehen um zu akzeptieren?
Aber nein jetzt muss aus einem Satzbrocken ein Thread erstellt werden um gross Drama zu machen...
Wenn du bei Kleinigkeiten so reagierst tut mir dein Umfeld wirklich leid, ich werde mich definitiv nicht entschuldigen, interpretiere in diesen Satz rein was du möchtest.
Liebe Grüße
Kathi
gerne kannste du mich in dem Zusammenhang erwähnen und sagen das ich das gesagt habe.
Aber wenn du jetzt das große Fass aufmachen möchtest, dann bitte auch richtig.
Ich habe geschrieben: "Liebe Damen und Herren und diejenigen die sich hier nicht einordnen können, ich werde mich jetzt schlafen gehen"
Ich empfinde diesen Satz weder als Angriff noch irgendetwas, es war einfach nur ein Satz.
Vielleicht solltest du dich selbst nicht so wichtig nehmen, ganz ehrlich und selbst wenn da ein Fehler bein der Aussage gewesen sein sollte, brauchst du bestimmt nicht so reagieren.
Dann mir noch Enbyfeindlichkeit zu unterstellen... ich glaube kurz danach habe ich noch geschrieben, ich muss nicht alles verstehen um zu akzeptieren?
Aber nein jetzt muss aus einem Satzbrocken ein Thread erstellt werden um gross Drama zu machen...
Wenn du bei Kleinigkeiten so reagierst tut mir dein Umfeld wirklich leid, ich werde mich definitiv nicht entschuldigen, interpretiere in diesen Satz rein was du möchtest.
Liebe Grüße
Kathi
Zuletzt geändert von Kathi87 am Do 16. Jan 2020, 12:10, insgesamt 2-mal geändert.
Es ist besser, für das was man ist, gehasst,
Als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
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Jasmine
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Re: "Einordnen"
Jetzt ist das Forum wieder zur Ruhe gekommen, bitte keine neuen Streits. Bitte, bitte, bitte.
Ganz liebe Grüße Jasmine
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Sabrina Verena
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Re: "Einordnen"
Nabhdem ich beide Postings gelesn habe, denke ich, dass die TE etwas überreagiert.
Vielleicht sollte die TE mal bei Travesta mitlesen, dann sieht sie was es für Irretationen und Ansichten auch unter Transbetroffenen Menschen gibt, und damit meine ich nicht die Trolle und Fakes.
LG Verena
Vielleicht sollte die TE mal bei Travesta mitlesen, dann sieht sie was es für Irretationen und Ansichten auch unter Transbetroffenen Menschen gibt, und damit meine ich nicht die Trolle und Fakes.
LG Verena
Solange Du in Dir selber nicht zuhause bist, bist Du nirgendwo zu Haus.
Die Natur ist Wakan Tanka. Leider haben das nur Wenige verstanden.
Maka Ke Wakan Die Erde ist heilig
Lakota Sioux
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Anja
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Re: "Einordnen"
Moinsen
Viele Trans*Menschen kennen sich mit Toleranz einfordern aus. Selbst tolerant sein... ist noch mal ein ganz anderes Paar Schuhe.
Dazu kommt noch, das man beim Chatten ja nur den Text hat aber nicht den Ton, das führt dann noch ein Mal mehr zu einem falschen Eindruck.
Da kann etwas beim Empfänger ganz anders ankommen, als es eigentlich gemeint war. Deswegen nehme ich dann im Zweifelsfalle Smilies "zu Hilfe"
Grüße
die Anja
Ja, innerhalb unserer Gemeinschaft hat man schon höhere Erwartungen als an die Allgemeinheit. Aber ich habe selbst auch die Erfahrung gemacht, das man davon eben nicht unbedingt ausgehen kann.Jaddy hat geschrieben: Do 16. Jan 2020, 00:15 Und das hatte ich unter trans Personen so nicht erwartet.
Viele Trans*Menschen kennen sich mit Toleranz einfordern aus. Selbst tolerant sein... ist noch mal ein ganz anderes Paar Schuhe.
Dazu kommt noch, das man beim Chatten ja nur den Text hat aber nicht den Ton, das führt dann noch ein Mal mehr zu einem falschen Eindruck.
Da kann etwas beim Empfänger ganz anders ankommen, als es eigentlich gemeint war. Deswegen nehme ich dann im Zweifelsfalle Smilies "zu Hilfe"
Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Jaddy
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Re: "Einordnen"
Moin Kathi,
das wer und wo habe ich bewusst weggelassen. Und ganz bewusst habe ich auch davon gesprochen, wie es bei mir ankam und dass ich nicht wusste/weiss, wie es genau gemeint war. Ich habe beschrieben, wie es sich für mich angefühlt hat und das ist unabhängig davon, welche Intention du hattest.
Wenn ich es ganz genau betrachte, ist genau der Teil "die sich hier nicht einordnen können" mein wunder Punkt von Anfang an. Mir wurde viel zu häufig gesagt, mich doch gefälligst einzuordnen, anzupassen, nicht in Frage zu stellen, "normal" zu sein. Und nie wurden sinnvolle Begründungen dafür geliefert. Für den ganzen binären Genderquatsch schon mal gar nicht. Jedes einzelne Mal - auch jedes "der" oder "die" - scheuert am gleichen wunden Punkt und macht sensibler und sicher auch manchmal überempfindlich.
Deine wahrscheinlich eher unbedachte Äusserung traf da leider voll ins Schwarze, kam bei mir an wie oben beschrieben und das fühlte sich feindselig an, egal wie es gemeint war. Vergleicht es mit mis-gendern, deadnaming, irgendwelchen anderen Fehlzuschreibungen, die schon immer genervt haben. Es ist einfach frustrierend, immer wieder das gleiche zu erklären und immer wieder die gleichen Abwiegelungen zurück zu bekommen, und dann noch in Räumen, wo ich nicht darauf gefasst bin. (Umso mehr registriere ich auch, wenn sich Menschen wirklich bemühen und das fühlt sich umso wertschätzender an. Ich bemerke das, Anja
)
tl;dr ich wollte primär irgendwo raus lassen, wie ich mich gefühlt habe und warum. Keine Anschuldigungen, keine Annahmen.
Sabrina Verena: Ich kenne auch andere Foren und Chats. Und ich kenne die weitgehend cis-binäre Aussenwelt. Es gibt immer irgendwo schlimmere Ecken. Aber das ist kein Maßstab und kein Grund, die eigenen Werte herunterzuschrauben. Ich bin hier, weil ich eben nicht dort sein möchte.
das wer und wo habe ich bewusst weggelassen. Und ganz bewusst habe ich auch davon gesprochen, wie es bei mir ankam und dass ich nicht wusste/weiss, wie es genau gemeint war. Ich habe beschrieben, wie es sich für mich angefühlt hat und das ist unabhängig davon, welche Intention du hattest.
Wenn ich es ganz genau betrachte, ist genau der Teil "die sich hier nicht einordnen können" mein wunder Punkt von Anfang an. Mir wurde viel zu häufig gesagt, mich doch gefälligst einzuordnen, anzupassen, nicht in Frage zu stellen, "normal" zu sein. Und nie wurden sinnvolle Begründungen dafür geliefert. Für den ganzen binären Genderquatsch schon mal gar nicht. Jedes einzelne Mal - auch jedes "der" oder "die" - scheuert am gleichen wunden Punkt und macht sensibler und sicher auch manchmal überempfindlich.
Deine wahrscheinlich eher unbedachte Äusserung traf da leider voll ins Schwarze, kam bei mir an wie oben beschrieben und das fühlte sich feindselig an, egal wie es gemeint war. Vergleicht es mit mis-gendern, deadnaming, irgendwelchen anderen Fehlzuschreibungen, die schon immer genervt haben. Es ist einfach frustrierend, immer wieder das gleiche zu erklären und immer wieder die gleichen Abwiegelungen zurück zu bekommen, und dann noch in Räumen, wo ich nicht darauf gefasst bin. (Umso mehr registriere ich auch, wenn sich Menschen wirklich bemühen und das fühlt sich umso wertschätzender an. Ich bemerke das, Anja
tl;dr ich wollte primär irgendwo raus lassen, wie ich mich gefühlt habe und warum. Keine Anschuldigungen, keine Annahmen.
Sabrina Verena: Ich kenne auch andere Foren und Chats. Und ich kenne die weitgehend cis-binäre Aussenwelt. Es gibt immer irgendwo schlimmere Ecken. Aber das ist kein Maßstab und kein Grund, die eigenen Werte herunterzuschrauben. Ich bin hier, weil ich eben nicht dort sein möchte.
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Nicole Fritz
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Re: "Einordnen"
Hallo Jaddy,
"Enby-Feindlichkeit" fühlt sich noch unangenehmer an, wenn diese von einer Nicht-Binär-Gruppe bei Facebook ausgeht:
Also: Es ging dort um das Thema nicht-binäre Pronomen und Anreden und genderneutrale Sprache. Irgendwie wurden die Forderungen, die man dort äußerte, für mein Empfinden immer praxisfremder und absurder, worüber ich dann mit meiner üblichen direkten Wortwahl meinen Unmut äußerte. - Daraufhin schmiss man mich kommentarlos aus dieser Gruppe raus. Meine PN an eine*n der Adminx blieb unbeantwortet.
Und nun zum Thema "nicht einordnen können": - Da traf es wohl gestern einen ähnlich wunden Punkt wie bei mir, wo mal wieder sinngemäß behauptet wurde, wer sich in seinem Leben ziellos verrennt, ist "selber schuld". Dieser Vorwurf lässt mich immer wie eine Rakete hoch gehen, wobei mir (gestern mit den Rosenheim-Cops im Hintergrund) Mord und Totschlag in den Sinn kommen. Wie kann ich schuldig sein, wenn ich unwissend und orientierungslos falsche Entscheidungen treffe? Und was in aller Welt soll das mit dem freien Willen zu tun haben?
Nachdem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe, denke ich, das Missverständnis ist folgendes: Ich erkenne meine Schuld nicht an, also schiebe ich die Schuld den anderen zu. So ist es aber nicht. Meine falschen - mit "freiem" Willen getroffenen - Entscheidungen waren das Ergebnis irgendwelcher Umstände, auf die ich keinen Einfluss hatte. Es gibt schlicht und einfach keine Schuld, die man irgend jemandem zuschieben könnte.
Und wer in der Gesellschaft keinen Platz findet, wo er hin gehört oder sich einordnen kann, ist eben auch "selbst schuld". Er kann sich nicht fügen und stört nur die Ordnung. - So kann man es jedenfalls auffassen, auch wenn es vielleicht ganz anders gemeint war.
LG Nicole
"Enby-Feindlichkeit" fühlt sich noch unangenehmer an, wenn diese von einer Nicht-Binär-Gruppe bei Facebook ausgeht:
Also: Es ging dort um das Thema nicht-binäre Pronomen und Anreden und genderneutrale Sprache. Irgendwie wurden die Forderungen, die man dort äußerte, für mein Empfinden immer praxisfremder und absurder, worüber ich dann mit meiner üblichen direkten Wortwahl meinen Unmut äußerte. - Daraufhin schmiss man mich kommentarlos aus dieser Gruppe raus. Meine PN an eine*n der Adminx blieb unbeantwortet.
Und nun zum Thema "nicht einordnen können": - Da traf es wohl gestern einen ähnlich wunden Punkt wie bei mir, wo mal wieder sinngemäß behauptet wurde, wer sich in seinem Leben ziellos verrennt, ist "selber schuld". Dieser Vorwurf lässt mich immer wie eine Rakete hoch gehen, wobei mir (gestern mit den Rosenheim-Cops im Hintergrund) Mord und Totschlag in den Sinn kommen. Wie kann ich schuldig sein, wenn ich unwissend und orientierungslos falsche Entscheidungen treffe? Und was in aller Welt soll das mit dem freien Willen zu tun haben?
Nachdem ich nun eine Nacht darüber geschlafen habe, denke ich, das Missverständnis ist folgendes: Ich erkenne meine Schuld nicht an, also schiebe ich die Schuld den anderen zu. So ist es aber nicht. Meine falschen - mit "freiem" Willen getroffenen - Entscheidungen waren das Ergebnis irgendwelcher Umstände, auf die ich keinen Einfluss hatte. Es gibt schlicht und einfach keine Schuld, die man irgend jemandem zuschieben könnte.
Und wer in der Gesellschaft keinen Platz findet, wo er hin gehört oder sich einordnen kann, ist eben auch "selbst schuld". Er kann sich nicht fügen und stört nur die Ordnung. - So kann man es jedenfalls auffassen, auch wenn es vielleicht ganz anders gemeint war.
LG Nicole
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Michi
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Re: "Einordnen"
Hallo Jaddy,
das Grundproblem, mit dem ich mich schon länger befasse, ist das den Menschen innewohnende, geradezu zwanghafte Unterscheiden- bzw. Einteilen-Wollen. Anstatt eine allgemeine Ansprache wie "Hallo ihr Lieben" oder "gute Nacht zusammen" wird eine Aufzählung angefangen, bei der zwangsläufig irgendjemand "durch den Rost" fällt. Oder wie es Marius Jung sinngemäß ausgedrückt hat, kann Diskriminierung unter diesen Umständen zwangsläufig erst dann enden, wenn jeder Mensch in seine eigene Gruppe eingeteilt wurde, und als solche Beachtung erfährt.
Ich bin deshalb schon länger dazu übergegangen, andere möglichst nur noch als gesamte Gruppe anzusprechen, und Einzelpersonen mit Ihrem Namen. Natürlich bin ich noch lange nicht perfekt, aber ich übe es immer wieder.
Liebe Grüße
Michi
das Grundproblem, mit dem ich mich schon länger befasse, ist das den Menschen innewohnende, geradezu zwanghafte Unterscheiden- bzw. Einteilen-Wollen. Anstatt eine allgemeine Ansprache wie "Hallo ihr Lieben" oder "gute Nacht zusammen" wird eine Aufzählung angefangen, bei der zwangsläufig irgendjemand "durch den Rost" fällt. Oder wie es Marius Jung sinngemäß ausgedrückt hat, kann Diskriminierung unter diesen Umständen zwangsläufig erst dann enden, wenn jeder Mensch in seine eigene Gruppe eingeteilt wurde, und als solche Beachtung erfährt.
Ich bin deshalb schon länger dazu übergegangen, andere möglichst nur noch als gesamte Gruppe anzusprechen, und Einzelpersonen mit Ihrem Namen. Natürlich bin ich noch lange nicht perfekt, aber ich übe es immer wieder.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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edeka
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Re: "Einordnen"
Hallo Jaddy,
Gut, daß Kathi passend auf deinen Eingangsbeitrag geantwortet hat. Sie war nur zufällig der Auslöser, der Grund für deinen Ärger sind dann doch eher andere Erlebnisse.
Als Antwort zitiere ich hier mal jemanden aus dem Forum : (habe nur 2 mal 'trans' durch 'non-binär' ersetzt)
ascona
Gut, daß Kathi passend auf deinen Eingangsbeitrag geantwortet hat. Sie war nur zufällig der Auslöser, der Grund für deinen Ärger sind dann doch eher andere Erlebnisse.
Als Antwort zitiere ich hier mal jemanden aus dem Forum : (habe nur 2 mal 'trans' durch 'non-binär' ersetzt)
und so wie ich dich aus dem Forum kenne, geht's dir doch gut.Kann es sein, dass die ständige Thematisierung dich einfach nervt inzwischen? Du bist vom Wesen her mit anderen Menschen synchron, die sich die Frage des eigenen Seins nicht so häufig stellen (müssen). Das ist doch eigentlich wunderbar. "non-binär" wird immer irgendwie Teil deiner Biografie bleiben, aber warum soll es ständig deinen Alltag bestimmen?
Nächste Frage: Ist so ein Label wirklich wichtig für dich? Du kannst alle Fragen von anderen mit gutem Gewissen beantworten
...
Ich weiss, dass du andere respektierst, dich nicht verleugnest und im Zweifel kein Problem hast, dazu zu stehen. Aber das verpflichtet dich noch lange nicht, ständig mit einer non-binär pride Flagge rumzulaufen.... Also hab Spass in welcher Umgebung auch immer du dich gut aufgehoben fühlst.
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Jaddy
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Re: "Einordnen"
*lach* eine nette Idee, aber beim Thema nicht-binär liegt das das Problem schon etwas anders. Klar gibt's Wohlfühlgruppen für mich, aber im Gegensatz zu einem binär fühlenden Menschen kann ich mich nicht in der Aussenwelt bewegen, ohne entweder falsch eingeordnet zu werden oder anzuecken. Sprich: Ich kann mir kaum einen nicht-binären Alltag organisieren. Anja zum Beispiel wird als bekannte binäre Kategorie gelesen. Sie fühlt sich wohler bei Frauen, wieder eine bekannte binäre Kategorie. Stell es dir bei mir vor, als würdest du nach Coming Out und Personenstands/Vornamenänderung immer noch von allen falsch angesprochen und als Fremdkörper betrachtet. Naja, und dieses Gefühl dann in den vermuteten Wohlfühlräumen zu bekommen war eben etwas bitter, auch wenn es nicht so gemeint war. Vier Ebenen der Kommunikation und so.ascona hat geschrieben: Do 16. Jan 2020, 23:54 Hallo Jaddy,
Gut, daß Kathi passend auf deinen Eingangsbeitrag geantwortet hat. Sie war nur zufällig der Auslöser, der Grund für deinen Ärger sind dann doch eher andere Erlebnisse.
Als Antwort zitiere ich hier mal jemanden aus dem Forum : (habe nur 2 mal 'trans' durch 'non-binär' ersetzt)und so wie ich dich aus dem Forum kenne, geht's dir doch gut....
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Anne-Mette
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Re: "Einordnen"
Moin,
Es es scheint sich um ähnliche Probleme zu handeln.
Allerdings sind wohl Schubladen wichtig, um die Art der Diskriminierung besser verdeutlichen und begründen zu können(?).
Irgendwie müsste aber ein Erkennungsmerkmal generiert werden, das den "Menschen in der Außenwelt" zeigt, wie sie richtig lesen, damit die Menschen nicht falsch eingeordnet werden.
In längeren Begegnungen ist das durchaus in einem Gespräch zu klären; aber wie gelingt das bei eher kruzfristigen Begegnungen?
Gestern stand in meiner dänischen Zeitung ein kleiner Artikel, den ich nicht schlecht fand und in dem mir ein Satz besonders aufgefallen ist:
"Die Frage nach der eigenen Identität hat einer größere Bedeutung für die Menschen, die sich mit alternativen Identitäten herumschlagen müssen", berichtet der Identitätshistoriker Peter Thaler.
Das ist wohl nicht ganz von der Hand zu weisen.
Gruß
Anne-Mette
Sich selbst zu fühlen ist auch für "binär fühlende Menschen" nicht unbedingt ein Schlüssel für "erfolgreich/richtig in der Außenwelt gelesen zu werden".Jaddy hat geschrieben: Fr 17. Jan 2020, 00:29 aber im Gegensatz zu einem binär fühlenden Menschen kann ich mich nicht in der Aussenwelt bewegen, ohne entweder falsch eingeordnet zu werden oder anzuecken. Sprich: Ich kann mir kaum einen nicht-binären Alltag organisieren.
Es es scheint sich um ähnliche Probleme zu handeln.
Allerdings sind wohl Schubladen wichtig, um die Art der Diskriminierung besser verdeutlichen und begründen zu können(?).
Irgendwie müsste aber ein Erkennungsmerkmal generiert werden, das den "Menschen in der Außenwelt" zeigt, wie sie richtig lesen, damit die Menschen nicht falsch eingeordnet werden.
In längeren Begegnungen ist das durchaus in einem Gespräch zu klären; aber wie gelingt das bei eher kruzfristigen Begegnungen?
Gestern stand in meiner dänischen Zeitung ein kleiner Artikel, den ich nicht schlecht fand und in dem mir ein Satz besonders aufgefallen ist:
"Die Frage nach der eigenen Identität hat einer größere Bedeutung für die Menschen, die sich mit alternativen Identitäten herumschlagen müssen", berichtet der Identitätshistoriker Peter Thaler.
Das ist wohl nicht ganz von der Hand zu weisen.
Gruß
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Re: "Einordnen"
Ich verstehe etwas, bei dem sowohl Jaddy als auch Kathi Recht haben.
Jaddy ist für mich eigentlich ein Musterbeispiel für 1 sich einzuordnen, den eigenen Standpunkt definiert zu haben. Kathis Satz habe ich so verstanden, das sie "Damen", "Herren" und alle diejenigen meinte, die sich nicht in einer der beiden Gruppen sehen.
Obwohl ich versuche mich diesem binären System irgendwie anzupassen habe ich keine Chance jemals richtig gegendert zu werden.
Der Gang zu einer öffentlichen Toilette oder Umkleide ist für mich auch ein Glücksspiel, bei dem ich auch oft anecke.
Was soll (kann) ich tun?
Augen zu und durch...
Jaddy ist für mich eigentlich ein Musterbeispiel für 1 sich einzuordnen, den eigenen Standpunkt definiert zu haben. Kathis Satz habe ich so verstanden, das sie "Damen", "Herren" und alle diejenigen meinte, die sich nicht in einer der beiden Gruppen sehen.
Jaddy, das geht mir aber genau so.Jaddy hat geschrieben: Fr 17. Jan 2020, 00:29 beim Thema nicht-binär liegt das das Problem schon etwas anders. Klar gibt's Wohlfühlgruppen für mich, aber im Gegensatz zu einem binär fühlenden Menschen kann ich mich nicht in der Aussenwelt bewegen, ohne entweder falsch eingeordnet zu werden oder anzuecken. Sprich: Ich kann mir kaum einen nicht-binären Alltag organisieren.
Obwohl ich versuche mich diesem binären System irgendwie anzupassen habe ich keine Chance jemals richtig gegendert zu werden.
Der Gang zu einer öffentlichen Toilette oder Umkleide ist für mich auch ein Glücksspiel, bei dem ich auch oft anecke.
Was soll (kann) ich tun?
Augen zu und durch...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Jaddy
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Re: "Einordnen"
So ist das leider. Aber der tägliche pragmatische Umgang heisst ja nicht, dass wir es lautlos hinnehmen müssen. Sonst ändert sich nämlich nichts.
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Joe95
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Re: "Einordnen"
Da hast du recht.Jaddy hat geschrieben: Mo 20. Jan 2020, 12:39 Aber der tägliche pragmatische Umgang heisst ja nicht, dass wir es lautlos hinnehmen müssen.
Allerdings kann ich niemandem vorwerfen was die Leute in mir sehen, denn das ergibt sich aus den körperlichen Gegebenheiten.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
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Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Re: "Einordnen"
Na, da habe ich schon etwas andere Zukunftsideen, nämlich dass irgendwann Menschen zwar Körper sehen, aber nicht sofort ihre persönliche Stereotypen-Mischung irgendwo zwischen Alice Schwarzer und Mario Barth auf diejenigen projizieren. Also erst mal möglichst wenig annehmen. Naja. Zukunft. Ich sag ja immer, dass dieser Planet mir noch viel zu rückständig ist 