Trans-Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen — ethische Fragen
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Anne-Mette
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Trans„Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen — ethische Fragen
Moin,
das sieht in der Tat nach Kontroversen aus, wenn ich mir die Gäste- und Referentenliste so anschaue.
Dabei würde es dem Thema gut tun, sich auszutauschen und nicht "Feindeslager" zu zementieren.
Gerade der Umgang mit Kindern und Jugendlichen erfordert in meinen Augen eine besonderes Sensibilität.
Ein all zu unkritisches Argumentieren zum Thema "Transsexualität bei Kindern und Jugendlichen" könnte uns in einigen Jahren das Problem ins Haus bringen: "was habt ihr da nur angerichtet?"
19. Februar 2020, 18:00 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
Hier der Link zur Veranstaltung: https://www.ethikrat.org/forum-bioethik ... EgSgYv_b1U
Gruß
Anne-Mette
das sieht in der Tat nach Kontroversen aus, wenn ich mir die Gäste- und Referentenliste so anschaue.
Dabei würde es dem Thema gut tun, sich auszutauschen und nicht "Feindeslager" zu zementieren.
Gerade der Umgang mit Kindern und Jugendlichen erfordert in meinen Augen eine besonderes Sensibilität.
Ein all zu unkritisches Argumentieren zum Thema "Transsexualität bei Kindern und Jugendlichen" könnte uns in einigen Jahren das Problem ins Haus bringen: "was habt ihr da nur angerichtet?"
19. Februar 2020, 18:00 Uhr
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Leibniz-Saal, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin
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Gruß
Anne-Mette
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ExuserIn-2020-03-10
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Re: Trans„Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen — ethische Fragen
Spannendes Thema, vor allem weil es keine Lösung gibt die wirklich zufriedenstellend ist.. es besteht immer die Gefahr, dass das, was man so als erwachsener Mensch für seine Kinder als richtig angesehen hat, im Nachhinein betrachtet genau das falsche war..
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ExuserIn-2020-10-20
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Re: Trans„Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen — ethische Fragen
Da ich seit meinem fünften Lebensjahr weiß, das mit mir etwas anders ist als mit anderen Jungen, wäre ich froh gewesen man hätte mich nicht in meiner Entwicklung gestört. Dazu braucht man keinen Ethikrat. Interessant wird die Sache erst beim Einsetzen der Pubertät.
Es scheint so, als solle alles wieder auf das Schema dre Krankheits-Mafia hinauszulaufen. Der Staubsaugereffekt, wie die "Kleine Ketzerin" es bereits treffend in einem anderen Thread aufgezeigt hat. Ich denke es braucht nur Beratung bei den Betroffenen und deren Eltern.
Vernünftige Beratung auf allen Ebenen hätte mir viel erspart. Gut, die Ansichten und Lehrmeinungen waren damals anders, aber heute sollte man doch bitte endlich erkannt haben, wir Betroffenen sind weder Krank noch geistig behindert. Wir sind nur die Mobbingopfer, die durch abstruse Lehrmeinungen produziert werden.
Bei einer Abkehr von der Krankheitstheorie wäre das zwar schlecht für die Psychologen, wir fallen damit als Einnahmequelle aus. Auf Einzelschicksale sollte in diesem Zusammenhang keine Rücksicht genommen werden.
Petra Sofie
Es scheint so, als solle alles wieder auf das Schema dre Krankheits-Mafia hinauszulaufen. Der Staubsaugereffekt, wie die "Kleine Ketzerin" es bereits treffend in einem anderen Thread aufgezeigt hat. Ich denke es braucht nur Beratung bei den Betroffenen und deren Eltern.
Vernünftige Beratung auf allen Ebenen hätte mir viel erspart. Gut, die Ansichten und Lehrmeinungen waren damals anders, aber heute sollte man doch bitte endlich erkannt haben, wir Betroffenen sind weder Krank noch geistig behindert. Wir sind nur die Mobbingopfer, die durch abstruse Lehrmeinungen produziert werden.
Bei einer Abkehr von der Krankheitstheorie wäre das zwar schlecht für die Psychologen, wir fallen damit als Einnahmequelle aus. Auf Einzelschicksale sollte in diesem Zusammenhang keine Rücksicht genommen werden.
Petra Sofie
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Marlene K.
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Re: Trans„Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen — ethische Fragen
Der Ansatz klingt sehr wertschätzend, die Gegenüberstellung von Herrn Professor Korte und Herrn Professor Romer lässt auf eine gute Diskussion hoffen.
Marlene
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon
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Nicole Fritz
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Re: Trans„Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen — ethische Fragen
Vor kurzem habe ich einmal darüber nachgedacht, wie es bei mir hätte gelaufen sein können, wenn das Thema Trans-Identität vor etwa 50 Jahren in den Medien ähnlich präsent gewesen wäre wie heute, und ich mich als Kind oder Jugendlicher geoutet hätte. So wie ich die Beratung vor 2 1/2 Jahren bei einer SHG kennen gelernt habe, hätte meine Mutter das in dem nachfolgenden Link beschriebene Horror-Szenario mit mir gnadenlos durch gezogen und mich zu einer wahrscheinlich unglücklichen Transfrau gemacht.Petra Sofie hat geschrieben: Mo 30. Dez 2019, 11:39 Es scheint so, als solle alles wieder auf das Schema dre Krankheits-Mafia hinauszulaufen. Der Staubsaugereffekt, wie die "Kleine Ketzerin" es bereits treffend in einem anderen Thread aufgezeigt hat. Ich denke es braucht nur Beratung bei den Betroffenen und deren Eltern.
Meine Mutter hätte sich um eine schnelle und vollständige Lösung des Problems bemüht und dabei den Ärzten und Psychologen vertraut, statt sich selbst wirklich mit dem Thema auseinander zu setzten. Der "kranke" Sohn hätte also schnell eine Tochter werden müssen um dann in einer anderen Stadt unauffällig leben zu können. Über Nicht-binär wäre höchst wahrscheinlich nie gesprochen worden.
Es braucht eine breit gefächerte Beratung, die wirklich alle Aspekte einer Trans-Identität abdeckt. Nur so kann man ein Kind vor einer Mutter schützen, die so denkt, wie es meine tat.
LG Nicole
viewtopic.php?f=9&t=19332&p=262443#p262443
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ExuserIn-2020-10-20
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Re: Trans„Identität bei Kindern und Jugendlichen: Therapeutische Kontroversen — ethische Fragen
Hätte man mich einfach nur in Ruhe gelassen, hätte ich mich so entwickelt wie es meinem Wesen entspricht. Dazu wäre natürlich eine gewisse Aufgeklärtheit der Personen in meinem Umfeld von Nöten gewesen. Die war aber auch bei mir wie bei dir nicht vorhanden. Ein tötlicher Mechanismus, besonders dann, so wie bei mir geschehen Nachbarn und Klassenlehrerin ihre Macht ausspielen. Mitschüler polarisiert werden. Das ist der direkte Weg in die Isolation. Meine Mutter hat mir wörtlich gesagt, als ich wissen wollte warum andere nichs mit mir zu tun haben wollen :" Hör auf mich zu nerven" Gut habe ich gemacht, ich habe ihr nie mehr etwas anvertraut. Mobbing und Gewalt ertragen gehörte zu meinem normalen Tagesgeablauf.
Nur meinem Vater konnte ich noch vertrauen, das war aber nur von kurzer Freude er verstarb als ich 12 war. Ich habe von seinen Aktivitäten zur Verbesserung meiner Situation oft erst im Nachhinein erfahren. Er hatte sich meine Klassenlehrerin mal zur Brust genommen, genauso wie eine Nachbarin. Ich weiß nicht, ob er mich einfach nur verteidigt hat, oder ob er bereits ahnte, wohin die Reise geht. Er war der Einzige in meinem Leben, der alles gegeben hat, was er konnte.
Ich vermisse ihn so sehr.
Deshalb wird mir schlecht, wenn heute noch gelehrte Leute von Krankheit faseln, das obendrein im Zusammenhang mit Ethik.
Besser wäre es diese Leute würden sich Gedanken über Moral und Umgangsformen machen.
Petra Sofie
Nur meinem Vater konnte ich noch vertrauen, das war aber nur von kurzer Freude er verstarb als ich 12 war. Ich habe von seinen Aktivitäten zur Verbesserung meiner Situation oft erst im Nachhinein erfahren. Er hatte sich meine Klassenlehrerin mal zur Brust genommen, genauso wie eine Nachbarin. Ich weiß nicht, ob er mich einfach nur verteidigt hat, oder ob er bereits ahnte, wohin die Reise geht. Er war der Einzige in meinem Leben, der alles gegeben hat, was er konnte.
Ich vermisse ihn so sehr.
Deshalb wird mir schlecht, wenn heute noch gelehrte Leute von Krankheit faseln, das obendrein im Zusammenhang mit Ethik.
Besser wäre es diese Leute würden sich Gedanken über Moral und Umgangsformen machen.
Petra Sofie