Bericht von der Lokalzeit
Bericht von der Lokalzeit - # 2

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
Anne-Mette
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 16 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

einige haben es hier im Forum ähnlich beschrieben

Coming Out: Bekannter deutscher TV-Reporter lebte privat schon immer als Frau - "Bis zur Tiefgarage hatte ich Pumps an"

Hier ein weiterer Artikel, der mir ziemlich gleich zu den bisherigen erscheint: https://www.rga.de/leute/wdr-georg-geor ... 04446.html

Gruß
Anne-Mette
Marlene K.
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 17 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ute2506 hat geschrieben: Fr 13. Dez 2019, 19:35 Wozu treibt jemand diesen Aufwand, mit Namensänderung, Outing, wenn sich nach außen nahezu nichts verändert? Also ich versteh das nicht. Geht es nur darum, jemand, der ein nahezu männliches Erscheinungsbild hat, als Frau anzusprechen? Oder was steckt da dahinter?
Liebe Ute,
ich kann mich den beiden Antworten, die sagen, Frau Kellermann sagt einfach, wer sie ist und das die Angst vor dem Verstecken aufhört nur anschließen.

Manche Frauen sehen herb aus. Ich empfand zum Beispiel Frau Mildred Scheel immer als wunderschöne Frau, ich entdecke Schönheit auch im Aussehen Camilla Parker Bowls, der heutigen Duchess of Cornwall.
Viele sagen mir, diese Frauen sähen aus wie Männer. Sollen wir diesen Frauen das Recht auf Frausein auch absprechen?
Wer legt fest, wo die Grenzen sind? Wer sagt mir, ich muss schmalere Schultern und kleinere Füße haben, um dass recht zu haben Frau zu sein?

Sind wir da nicht deutlich weiter? Ich sehe in dem schön geschmínkten Gesicht und dem Lächeln von Frau Kellermann eine schöne und selbstbewusste Frau, eine, die es nicht braucht, dem von ihr erwarteteten Bild möglichst perfekt zu entsprechen.

Ich hoffe, ich habe nur einen Bruchteil der Ausstrahlung von Frau Kellermann.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Engelchen
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 18 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Meine 2 Cents

Sie fühlt sich als Frau und lebt es.
Wie sie ihr Passing sieht, hat niemanden zu interessieren, außer sie selbst.
Man darf eine Meinung dazu haben, aber bewerten darf man nicht.
Sie muss sich wohlfühlen und das haben wir zu akzeptieren.
Lisa
Liebe geben und offen sein für Neues
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 19 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-03-10 »

Ralf-Marlene hat geschrieben: So 15. Dez 2019, 12:59
Ute2506 hat geschrieben: Fr 13. Dez 2019, 19:35 Wozu treibt jemand diesen Aufwand, mit Namensänderung, Outing, wenn sich nach außen nahezu nichts verändert? Also ich versteh das nicht. Geht es nur darum, jemand, der ein nahezu männliches Erscheinungsbild hat, als Frau anzusprechen? Oder was steckt da dahinter?
Liebe Ute,
ich kann mich den beiden Antworten, die sagen, Frau Kellermann sagt einfach, wer sie ist und das die Angst vor dem Verstecken aufhört nur anschließen.

Manche Frauen sehen herb aus. Ich empfand zum Beispiel Frau Mildred Scheel immer als wunderschöne Frau, ich entdecke Schönheit auch im Aussehen Camilla Parker Bowls, der heutigen Duchess of Cornwall.
Viele sagen mir, diese Frauen sähen aus wie Männer. Sollen wir diesen Frauen das Recht auf Frausein auch absprechen?
Wer legt fest, wo die Grenzen sind? Wer sagt mir, ich muss schmalere Schultern und kleinere Füße haben, um dass recht zu haben Frau zu sein?

Sind wir da nicht deutlich weiter? Ich sehe in dem schön geschmínkten Gesicht und dem Lächeln von Frau Kellermann eine schöne und selbstbewusste Frau, eine, die es nicht braucht, dem von ihr erwarteteten Bild möglichst perfekt zu entsprechen.

Ich hoffe, ich habe nur einen Bruchteil der Ausstrahlung von Frau Kellermann.
Hallo Marlene,
ich habe Frau Kellermann nicht das Recht auf Frausein abgesprochen, und ich hab auch nicht geschrieben dass sie herb aussieht.
Ich schrieb, dass ich keine Unterschied zwischen vorher und nachher sehe.
Magst du auf meinen Text eingehen?

LG,
Ute
BiancaC
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 20 im Thema

Beitrag von BiancaC »

Hallo alle zusammen,
anbei ein Kommentar vom Nollendorf Blog:

https://bildblog.de/116867/das-geschlec ... noch-bild/

Vlg Bianca
wer rächtschreibfeler findet darf sie behalten !
Lavendellöwin
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 21 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Ute2506 hat geschrieben: So 15. Dez 2019, 14:27 Ich schrieb, dass ich keine Unterschied zwischen vorher und nachher sehe.
Hi Ute,

das ist aber auch vollkommen egal, weil das Aussehen nicht zwingend etwas mit der gelebten
Identität zu tun hat-das Frau Kellermann aussieht wie sie aussieht, macht sie nicht weniger zur Frau.
Und wenn sie so mit ihrem Aussehen zufrieden ist, sollten andere das auch sein..

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Marlene K.
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 22 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Ute2506 hat geschrieben: So 15. Dez 2019, 14:27 Hallo Marlene,
ich habe Frau Kellermann nicht das Recht auf Frausein abgesprochen, und ich hab auch nicht geschrieben dass sie herb aussieht.
Ich schrieb, dass ich keine Unterschied zwischen vorher und nachher sehe.
Magst du auf meinen Text eingehen?

LG,
Ute
Liebe Ute,
nicht nur ich sondern auch einige andere haben Dir gesagt, ob es einen Unterschied zwischen vorher und hinterher gibt ist vollkommen egal.

Frau Kellermann ist kein Mann im Rock. Sie ist Frau. Insbesondere hier in diesem Forum sollte dies nicht in Frage gestellt werden. Welche weiteren Schritte Frau Kellermann für sich für nötig hält geht Dich ...und auch mich... absolut nichts an.

Mit anderen Worten: Wenn Du keinen Unterschied siehst, oder nur geringe oder zu wenige in Deinen Augen, so ist das alleine Dein Problem und die Art und Weise wie Du dies hier äußerst einfach nur verletzend.

Ist das deutlich genug auf Deinen Text eingegangen, der ja deutlich über "Ich sehe keinen Unterschied zwischen vorher und nachher" hinausgeht, dies be- und verurteilt.

Ich bin es leid, auch von Menschen in der queeren Community, zu hören, wann Mensch so sein darf wie Mensch ist.
Marlene

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Anne-Mette
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 23 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Ute2506 hat geschrieben: Fr 13. Dez 2019, 19:35 Wozu treibt jemand diesen Aufwand, mit Namensänderung, Outing, wenn sich nach außen nahezu nichts verändert?
als "Teilzeitfrau" kannst Du Dir bestimmt keine derartige Beurteilung erlauben und ich finde Deine Frage, die wohl als wertende (in Richtung selbst beantwortende(?)) Äußerung zu verstehene ist, ziemlich daneben.
Eine Reduzierung auf das "Passing", habe auch ich erlebt - gerade in der "Regenbogengemeinschaft".
So etwas verletzt und ist völlig unangebracht.

Leider werden Frauen häufiger auf das Aussehen reduziert und unangemessen beurteilt: zu dünn, zu dick, zu alt, zu blond...

Bitte Vorsicht mit solchen Äußerungen; allerdings sind die Gedanken frei.
Aber sie sollten nicht in so einer Form zu Papier gebracht werden.

Gruß
Anne-Mette
Sahara65
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 24 im Thema

Beitrag von Sahara65 »

Inga hat geschrieben: Do 12. Dez 2019, 18:46 Und viele leben es noch nicht aus.
und werden es auch nie ausleben.
es sei es ist fasent oder das umfeld weil es gerade dunkel ist lässt es zu.
bzw die frau ist gerade nicht zu hause und oder die nachbarn schlafen im moment.
usw usw.....
andere leben es sogar mehr oder weniger unbewusst.

ich stelle mir das schlimm vor sich ständig aus angst zu verstecken.
klar, ist es ein großer schritt dem sich hinzugeben das zu leben was man fühlt, aber der schritt ist kleiner wenn man bedenkt was man sich selbst damit antut im verborgenen vor sich hin zu vegetieren.
Ute2506 hat geschrieben: Fr 13. Dez 2019, 19:35 Wozu treibt jemand diesen Aufwand, mit Namensänderung, Outing, wenn sich nach außen nahezu nichts verändert?
Innere Ruhe zB
Jaddy trifft den Kern der Sache sehr gut.
Im Nachgang wurde mir erzählt das ich sehr oft als Frau gesehen wurde, die Abteilung hat über mich geredet, keiner hat mich darauf hin angesprochen.
Keine wundert sich mehr warum Makeup, ich könnte sogar in Strumpfhosen und Rock auf Arbeit aufschlagen.
Nun wissen es alle in der Firma und weit darüber hinaus.
Die ersten Wogen der Verwirrung sind geglättet und ich bin froh trotz aller Ängste mich geoutet zu haben.
Sie reden trotzdem ? Lass sie reden, auch das legt sich und jemand anderes steht im Focus.
Georgine
schau
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 25 im Thema

Beitrag von Georgine »

Ute2506 hat geschrieben: Fr 13. Dez 2019, 19:35 Hallo zusammen,
ich hab gerade auf der WDR Nachrichtenseite vorbeigeschaut und bin bei den beiden Bildern hängen geblieben die die Situation 'vorher - nachher' darstellen. Also meiner Meinung nach hat sich da zwischen dem Bild von Georg Kellerman und dem Bild von Georgine Kellermann eigentlich gar nix verändert. Wenn man mal vom Unterschied "blaues Herrenhemd" zu "rosa Damenshirt mit Kette" absieht, ist da nichts anders geworden. Ok, der Vorname ist weiblich. Ansonsten sind beide Bilder für mich identisch.

Wozu treibt jemand diesen Aufwand, mit Namensänderung, Outing, wenn sich nach außen nahezu nichts verändert? Also ich versteh das nicht. Geht es nur darum, jemand, der ein nahezu männliches Erscheinungsbild hat, als Frau anzusprechen? Oder was steckt da dahinter?

Wenns dabei um das Tragen von Röcken bei der Arbeit gehen würde könnte ich mich mehr mit der Aktion der französischen Busfahrer identifizieren, vielleicht erinnert sich noch jemand an den Sommer 2017 als die Busfahrer im Rock losgefahren sind..
https://www.dgbrechtsschutz.de/recht/ar ... s/anzeige/

Grüße,
Ute

Hallo,

ich weiß gerade nicht, ob ich lachen oder meiner Enttäuschung freien Lauf lassen soll. Lachen ob der Engstirnigkeit, die sich dann selbst in diesem Forum ab und an Ihren Lauf bricht. Gottlob nur selten. Ich jedenfalls käme nicht auf die Idee die Verfasserin der Zeilen irgendeiner Kategorie zuzuordnen oder kurz: in eine Schublade zu stecken. Und enttäuscht, weil ich gerade hier Toleranz erwartet habe und sie leider nicht immer finde. Aber es soll ja auch Transgender Personen geben, die sich für die AfD engagieren. Müssen wir halte mit leben und einmal mehr beweisen, dass wir mehr sind.

Liebe Grüße

Georgine (die immer 100%ig eine Frau war und dies seit kurzem auch 100%ig lebt. Und sich liebt, wie sie ist.
Nicole Fritz
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 26 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Georgine hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 14:19 .. Und enttäuscht, weil ich gerade hier Toleranz erwartet habe und sie leider nicht immer finde. ..
Hallo Georgine,

Hier tut sich wieder einmal die Kluft zwischen Crossdressern/Teilzeitfrauen, Transfrauen und Nicht-Binären wie ich (von einigen in der Trans-Community abfällig "Hobby-Transvestiten" genannt) auf.

Ich habe meine Rolle als Mann zu Ende gespielt. Ich war ein halbes Jahrhundert Mann und habe mich mit dieser Rolle nur herum gequält. Soll ich also jetzt versuchen irgendwie eine "perfekte Frau" abgeben zu wollen? Da ich beruflich nur noch die Rente erwarte, ist eine VÄ/PÄ jetzt nicht wirklich wichtig. Wäre ich aber Journalist*in beim WDR, würde ich sie sicherlich (nach TSG oder PStG) durch ziehen, damit ich bei meiner öffentlichen Tätigkeit nicht weiter als der Mann angesprochen werde, der ich nicht bin. Eigentlich müsste es für mich als nicht-binär komplett genderneutral sein. Das sehe ich aber als sehr problematisch an. Also würde ich mich als (Trans-)Frau und mit 'Nicole' ansprechen lassen.

Nun aber in die Rolle einer Frau perfekt hinein passen zu wollen, wäre für mich letztlich der gleiche Stress wie vorher die männliche Rolle - auch wenn es als Frau ein Stück besser passt. Und das erspare ich mir - wie auch Hormone und eine körperliche Angleichung.

Also stehe ich voll und ganz hinter dem Auftreten und der Erscheinung von Georgine Kellermann - und setze mich dafür ein, dass dieses streng binäre Einordnen einer Person nach starren Rollen-Klischees so langsam aus den Köpfen der Menschen verschwindet, was oft gerade bei der Trans-Community ähnlich aussichtslos erscheint wie bei Anhängern der AfD (hier jetzt demonstrativ das generische Maskulinum, obwohl ich alle anspreche).

Liebe Grüße
Nicole
Anne-Mette
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 27 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

anlässlich des Frauentages ein Bericht in der BILD: https://www.bild.de/lgbt/2020/qualityas ... .bild.html

Nein, ich habe keine Aktien und möchte keine Reklame für das Blatt machen, aber die Berichte über transsexuelle Menschen sind selbst dort "wohlwollender" geworden.

Gruß
Anne-Mette
ExuserIn-2020-03-10
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 28 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-03-10 »

Georgine hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 14:19
Ute2506 hat geschrieben: Fr 13. Dez 2019, 19:35 Hallo zusammen,
ich hab gerade auf der WDR Nachrichtenseite vorbeigeschaut und bin bei den beiden Bildern hängen geblieben die die Situation 'vorher - nachher' darstellen. Also meiner Meinung nach hat sich da zwischen dem Bild von Georg Kellerman und dem Bild von Georgine Kellermann eigentlich gar nix verändert. Wenn man mal vom Unterschied "blaues Herrenhemd" zu "rosa Damenshirt mit Kette" absieht, ist da nichts anders geworden. Ok, der Vorname ist weiblich. Ansonsten sind beide Bilder für mich identisch.

Wozu treibt jemand diesen Aufwand, mit Namensänderung, Outing, wenn sich nach außen nahezu nichts verändert? Also ich versteh das nicht. Geht es nur darum, jemand, der ein nahezu männliches Erscheinungsbild hat, als Frau anzusprechen? Oder was steckt da dahinter?

Wenns dabei um das Tragen von Röcken bei der Arbeit gehen würde könnte ich mich mehr mit der Aktion der französischen Busfahrer identifizieren, vielleicht erinnert sich noch jemand an den Sommer 2017 als die Busfahrer im Rock losgefahren sind..
https://www.dgbrechtsschutz.de/recht/ar ... s/anzeige/

Grüße,
Ute

Hallo,

ich weiß gerade nicht, ob ich lachen oder meiner Enttäuschung freien Lauf lassen soll. Lachen ob der Engstirnigkeit, die sich dann selbst in diesem Forum ab und an Ihren Lauf bricht. Gottlob nur selten. Ich jedenfalls käme nicht auf die Idee die Verfasserin der Zeilen irgendeiner Kategorie zuzuordnen oder kurz: in eine Schublade zu stecken. Und enttäuscht, weil ich gerade hier Toleranz erwartet habe und sie leider nicht immer finde. Aber es soll ja auch Transgender Personen geben, die sich für die AfD engagieren. Müssen wir halte mit leben und einmal mehr beweisen, dass wir mehr sind.

Liebe Grüße

Georgine (die immer 100%ig eine Frau war und dies seit kurzem auch 100%ig lebt. Und sich liebt, wie sie ist.
Georgine, du widerlegst dich mit deinem Post leider komplett selbst, ohne mein Zutun. Du schreibst in einem Satz, dass du niemand in eine Kategorie verordnen würdest, nur um dich im nächsten Satz in eine Kategorie einzuordnen indem du schreibst, dass du 100% Frau bist. Sag mal, merkt ihr das denn echt nicht??
ExuserIn-2020-03-10
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 29 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-03-10 »

Nicole Doll hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 15:18
Georgine hat geschrieben: So 16. Feb 2020, 14:19 .. Und enttäuscht, weil ich gerade hier Toleranz erwartet habe und sie leider nicht immer finde. ..
Hallo Georgine,

Hier tut sich wieder einmal die Kluft zwischen Crossdressern/Teilzeitfrauen, Transfrauen und Nicht-Binären wie ich (von einigen in der Trans-Community abfällig "Hobby-Transvestiten" genannt) auf.

Ich habe meine Rolle als Mann zu Ende gespielt. Ich war ein halbes Jahrhundert Mann und habe mich mit dieser Rolle nur herum gequält. Soll ich also jetzt versuchen irgendwie eine "perfekte Frau" abgeben zu wollen? Da ich beruflich nur noch die Rente erwarte, ist eine VÄ/PÄ jetzt nicht wirklich wichtig. Wäre ich aber Journalist*in beim WDR, würde ich sie sicherlich (nach TSG oder PStG) durch ziehen, damit ich bei meiner öffentlichen Tätigkeit nicht weiter als der Mann angesprochen werde, der ich nicht bin. Eigentlich müsste es für mich als nicht-binär komplett genderneutral sein. Das sehe ich aber als sehr problematisch an. Also würde ich mich als (Trans-)Frau und mit 'Nicole' ansprechen lassen.

Nun aber in die Rolle einer Frau perfekt hinein passen zu wollen, wäre für mich letztlich der gleiche Stress wie vorher die männliche Rolle - auch wenn es als Frau ein Stück besser passt. Und das erspare ich mir - wie auch Hormone und eine körperliche Angleichung.

Also stehe ich voll und ganz hinter dem Auftreten und der Erscheinung von Georgine Kellermann - und setze mich dafür ein, dass dieses streng binäre Einordnen einer Person nach starren Rollen-Klischees so langsam aus den Köpfen der Menschen verschwindet, was oft gerade bei der Trans-Community ähnlich aussichtslos erscheint wie bei Anhängern der AfD (hier jetzt demonstrativ das generische Maskulinum, obwohl ich alle anspreche).

Liebe Grüße
Nicole

Gleiches wie bei Georgine sehe ich in deinem Post. Du willst das strenge einordnen in binäre Kategorien überwinden indem du dich als Trans-Frau (eine weitere Kategorie) ansprechen lassen willst. Ich hab's Georgine gerade schon gefragt, merkt ihr eigentlich nicht wo das Problem ist? Echt nicht? Muss mann denn UNBEDINGT in eine Kategorie passen? Und muss man sich fortan als 'Frau' bezeichnen nur weil man sich innendrin so fühlt und deswegen ein rosa T-Shirt tragen möchte?

Gehts denn echt nicht anders?
Lavendellöwin
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Re: Bericht von der Lokalzeit

Post 30 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Ute2506 hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 17:48 Georgine, du widerlegst dich mit deinem Post leider komplett selbst, ohne mein Zutun. Du schreibst in einem Satz, dass du niemand in eine Kategorie verordnen würdest, nur um dich im nächsten Satz in eine Kategorie einzuordnen indem du schreibst, dass du 100% Frau bist. Sag mal, merkt ihr das denn echt nicht??
Ähm...

geht das hier schon wieder los, echt jetzt?

Wenn Georgine sich selbst verortet oder kategorisiert ist das okay-es wäre aber aber nicht okay, wenns jemand anders tut.
Oder anders gesagt, sie würde es bei niemand sonst tun, darf es aber für sich sehr wohl...
Ute2506 hat geschrieben: Mo 9. Mär 2020, 17:52 Ich hab's Georgine gerade schon gefragt, merkt ihr eigentlich nicht wo das Problem ist? Echt nicht? Muss mann denn UNBEDINGT in eine Kategorie passen? Und muss man sich fortan als 'Frau' bezeichnen nur weil man sich innendrin so fühlt und deswegen ein rosa T-Shirt tragen möchte?
Nein, man muss in keine Kategorie passen, denn auch das ist total okay...

Und wenn du eine Frau bist, darfst du dich auch so bezeichnen-ganz unabhängig von 8cm Pumps und rosa T-Shirts, oder grauen oder schwarzen oder gelben.
Denn das ändert einfach nichts daran. Eine Frau ist eine Frau...hab ich das nicht vor so langer Zeit schon mal geschrieben? Ich glaube doch...

Was vielleicht ein Problem ist, ist das alles authentisch, ist es wahr, ist es echt...aber auch da ändert ein Look nichts daran.
Merkst du wo was Problem ist?

Alles Liebe Marie (ag)
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