"Puh!" Wichtel Matti plumpste auf einen Strohballen und streckte Arme und Beine weit von sich. "Heute war viel zu tun", sagte er müde zu Ida. Erst habe ich den ganzen Tag Weihnachtsgeschenke eingepackt und dann auch noch Heu und Stroh für die Rentiere besorgt." "Ach, du Armer!", bedauerte ihn Ida. "Würden dich vielleicht ein paar der besten Kekse der Welt aufmuntern?" Mattis Miene hellte sich auf. "Au ja!" Der Gedanke an die zarten Zimttaler der liebenswerten alten Finja und an ihr mit rotem Gelee gefülltes Mürbegebäck ließ ihm das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Immer in der Adventszeit buk Finja ihre köstlichen Kekse, die sie dann zum Abkühlen auf die Veranda stellte, und von denen Ida und Matti jedes Jahr eine Handvoll stibitzten. Die Plätzchen schmeckten den beiden so gut, dass sie öfter heimlich zu Finjas Häuschen kamen.
Voller Vorfreude fuhren sie mit dem Rentierschlitten durch den tief verschneiten Wald. Am Rande der Lichtung, auf der Finjas Häuschen stand, blieben sie stehen und warteten eine Weile. Schweigend sahen sie zur Hütte hinüber. Heute war irgendetwas anders. Denn nur ein schwacher Lichtschein drang durch eines der kleinen Fenster. Normalerweise strahlten in allen Fenstern bunte Lichter und vor der Tür stand pünktlich zum ersten Advent ein prächtig geschmückter Weihnachtsbaum. Doch aus dem Kamin stieg kein Rauch auf und es duftete kein bisschen nach frisch gebackenen Keksen.
"Was ist denn nur mit Finja los?", flüsterte Ida. "Das sieht gar nicht gut aus!" Matti machte ein sorgenvolles Gesicht. "Komm, lass uns nachsehen!" Entschlossen nahm er Idas Hand. Flink überquerten sie die Lichtung und standen schließlich atemlos auf Finjas Veranda. Matti kletterte auf eine Holzkiste und reckte sich noch ein bisschen in die Höhe, um einen Blick durchs Fenster werfen zu können. "Da ist ja Finja! Oh je, die Arme." Von drinnen war heftiges Husten und Schniefen zu hören.
"Jetzt sag schon!", drängelte Ida. "Was sind das für schreckliche Geräusche? Was ist mit Finja?" "Ich glaube, sie ist krank!", raunte Matti. "Sie liegt auf dem Sofa und hat die Decke bis zur Nasenspitze hochgezogen. Kein Wunder — das Feuer im Kamin ist erloschen." "Komm herunter!", sagte Ida aufgeregt. "Wir müssen beratschlagen, wie wir ihr helfen können." Nachdenklich ging sie auf und ab. "Eigentlich dürfen wir ja nicht in die Häuser gehen, damit uns die Menschen nicht entdecken." Entschlossen sah sie Matti an. "Aber ich denke, wir sollten es trotzdem tun!" "Oberwichtel Ole wird uns ordentlich die Leviten lesen, wenn er das erfährt." Matti zögerte, aber er wollte kein Feigling sein. "Was hast du vor?" "Du heizt den Kamin ordentlich ein, damit es gemütlich warm wird in der Stube. Und ich koche eine große Kanne Kräutertee." Matti nickte. "Aber wie kommen wir rein?" "Na, durch die Hintertür. Die ist doch immer offen."
Leise schlichen die beiden in die Hütte. Gut, dass der Vollmond heute schien und ihnen in der dunklen Nacht mit seinem Licht den Weg wies. Die Tür zur Stube knarzte ein wenig, als Ida sie vorsichtig öffnete. Finja schrak im Schlaf zusammen, hustete und drehte sich dann leise seufzend auf die Seite. Matti und Ida blieben wie erstarrt stehen und hielten den Atem an. "Alles gut, weiter!" Matti entzündete das Feuer und holte Holzscheite vom Stapel vor der Hütte herein. Währenddessen füllte Ida den Wasserkessel. In das heiße Wasser gab sie aus Finjas Kräutervorrat Pfefferminzblätter, Thymian und Lindenblüten.
Bald zog der feine Duft des Tees durch die Stube. Finja wälzte sich im Schlaf hin und her. "Sie wird gleich wach", flüsterte Matti. "Bist du endlich fertig?" "Einen Moment noch!" Vorsichtig füllte Ida den dampfenden Tee in die dicke, rote Kanne. Sie nahm eine Tasse vom Regal, schlich auf leisen Sohlen zum Sofa und stellte alles auf ein kleines Tischchen. "Morgen geht es dir wieder besser, liebe Finja. Ganz bestimmt!", murmelte sie. "Gute Besserung!" Dann huschten Matti und Ida eilig davon. Als sich die Tür mit einem leisen Knarzen hinter ihnen schloss, öffnete Finja die Augen und setzte sich auf. Lächelnd goss sie sich eine Tasse des heißen Tees ein, erfreute sich am warmen Kaminfeuer und sah versonnen zum Fenster hinaus.
"Danke, ihr lieben Wichtel", flüsterte sie. Sobald ich wieder auf den Beinen bin, backe ich für euch die leckersten Kekse, die ihr je bei mir stibitzt habt."
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Diese rührende Geschichte, die ich gerne mit euch teilen möchte, hatte ich heute in meinem "Tee-Advents-Kalender" gefunden. In diesem Sinne wünsche ich euch allen noch eine schöne und besinnliche Adventszeit und hoffe, dass auch euch ein paar fleißge Wichtel zur Seite stehen, wenn ihr mal Kummer habt oder Hilfe braucht.
Eine (etwas andere) Weihnachtsgeschichte
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Eine (etwas andere) Weihnachtsgeschichte
Hawadehre
Svetlana
As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
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Re: Eine (etwas andere) Weihnachtsgeschichte
Moin,
zu Keksen fällt mir gerade eine andere Geschichte ein.
Die hat zwar nichts mit Weihnachten zu tun ... .
[Sarkasmus]
Es war einmal irgendwo dort, wo lange Zeit starke mutige Männer schwarzes Gold tief aus der Erde holten. Ja und da gab es eine gute Fee, die ihren Freunden immer ganz hervorragende Kekse präsentierte. Diese Kekse waren geradezu magisch. Sie ließen uns regelrecht in eine andere Welt entgleiten. Ich erinnere mich noch, wie wir dann unsere stählernen Rösser bestiegen und darauf nach Elberfeld ritten um in der Wupper nach dem heiligen Gral zu tauchen. Wir fühlten uns dabei als die Ritter vom Kokosfluss. Bevor wir ins Wasser gingen, mussten wir zuerst den Killerkarpfen mit der heiligen Panzerfaust vertreiben. Und die wurde immer von einem angehenden Pfarrer gesegnet, sonst wirkte sie nicht. Dann musste alles ziemlich schnell gehen, denn es dauerte nicht lange, bis die Gralshüter mit der Schwebebahn anrückten und große Steine auf uns warfen ... .
[/Sarkasmus]
Und sonst allen noch einen schönen Advent.
LG Nicole
PS: Ja. Ich habe die Warnung gelesen, dass hier in diesem Forum der Drogenkonsum nicht angepriesen werden soll. Deshalb verzichte ich jetzt darauf, das Rezept für die Kekse hier rein zu stellen.
zu Keksen fällt mir gerade eine andere Geschichte ein.
[Sarkasmus]
Es war einmal irgendwo dort, wo lange Zeit starke mutige Männer schwarzes Gold tief aus der Erde holten. Ja und da gab es eine gute Fee, die ihren Freunden immer ganz hervorragende Kekse präsentierte. Diese Kekse waren geradezu magisch. Sie ließen uns regelrecht in eine andere Welt entgleiten. Ich erinnere mich noch, wie wir dann unsere stählernen Rösser bestiegen und darauf nach Elberfeld ritten um in der Wupper nach dem heiligen Gral zu tauchen. Wir fühlten uns dabei als die Ritter vom Kokosfluss. Bevor wir ins Wasser gingen, mussten wir zuerst den Killerkarpfen mit der heiligen Panzerfaust vertreiben. Und die wurde immer von einem angehenden Pfarrer gesegnet, sonst wirkte sie nicht. Dann musste alles ziemlich schnell gehen, denn es dauerte nicht lange, bis die Gralshüter mit der Schwebebahn anrückten und große Steine auf uns warfen ... .
[/Sarkasmus]
LG Nicole
PS: Ja. Ich habe die Warnung gelesen, dass hier in diesem Forum der Drogenkonsum nicht angepriesen werden soll. Deshalb verzichte ich jetzt darauf, das Rezept für die Kekse hier rein zu stellen.