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Artikel - # 2

allgemeiner Austausch
ExuserIn-2020-03-10
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Post 16 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-03-10 »

Liz hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 19:53 Hallo zusammen, [...]
Da brauche ich wohl kaum darauf verweisen, welche negativen Folgen die Entwicklungshilfe für die "Dritte Welt" gebracht hat. Denn hier steckt wohl der gleiche Geist dahinter. Zu missionieren, damit die eigenen Werte, die einzig seelig machenden, auch über alle "Schäfchen" gestülpt werden können, um sie letztendlich zu retten [...]
Liz
Naja, das mit dem Retten, das kannst den Missionaren nicht anhängen, das hätte die einfachen Möglichkeiten der Kirche bei weitem überstiegen. Eher könnte man sagen, die Missionare sind damals hauptsächlich in die dritte Welt gegangen um
1. neue Anhänger für die Religion zu gewinnen, und damit neue Einnahmequellen zu erschliessen
2. neue Absatzmärkte für Waren und Produkte der damals noch jungen Industrie zu erschliessen

Ausnahmen gibt es natürlich, z.B. Mutter Teresa..
LG,
Ute
BiancaC
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Post 17 im Thema

Beitrag von BiancaC »

@ Anne-Mette "Unterhaltung "
Ich habe heute den ganzen Tag mit der Autorin der FAZ getwittert. Ich bin auf dem Standpunkt das Sie das Thema nur als Wochendreiser genutzt hat !
Wenn du Kein Twitter hast veruche ich bis morgen den Verlauf zusammen zustellen.
VlG Bianca
wer rächtschreibfeler findet darf sie behalten !
BiancaC
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Post 18 im Thema

Beitrag von BiancaC »

@Sahara65
Naja ein bischen Sarkasmus war auch dabei. Aber wie gesagt habe ich versucht ihr den "Hype" auszureden.
VlG Bianca
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Anne-Mette
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Post 19 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Abend,
BiancaC hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 20:22 h habe heute den ganzen Tag mit der Autorin der FAZ getwittert.
Was ich dort lesen kann, finde ich eher nicht konstruktiv.
Solche "Auseinandersetzungen" bei Twitter würde ich eher so einstufen: "was die Welt nicht braucht". Da kann jede(r) Meinung verbreiten, aber viel Substanz sehe ich da nicht - von den KritkerInnen eher noch weniger.
Wem soll das Herumgetwittere nutzen? Was soll uns das sagen/geben?

Gruß
Anne-Mette
ExuserIn-2020-03-10
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Post 20 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-03-10 »

Anne-Mette hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 20:35 Wem soll das Herumgetwittere nutzen? Was soll uns das sagen/geben?
Naja, das ist so ähnlich wie früher bei den Missionaren:
1. Mehr Leser aquirieren
2. Mehr Aufräge aus der Industrie (Webeeinnahmen) aquirieren

Die Motive sind überraschend gleich geblieben über die letzten 2000 Jahre. Liegt vielleicht auch daran dass der Mensch überraschend gleich geblieben ist ;-)
BiancaC
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Post 21 im Thema

Beitrag von BiancaC »

Ute2506 hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 20:42
Anne-Mette hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 20:35 Wem soll das Herumgetwittere nutzen? Was soll uns das sagen/geben?
Naja, das ist so ähnlich wie früher bei den Missionaren:
1. Mehr Leser aquirieren
2. Mehr Aufräge aus der Industrie (Webeeinnahmen) aquirieren

Die Motive sind überraschend gleich geblieben über die letzten 2000 Jahre. Liegt vielleicht auch daran dass der Mensch überraschend gleich geblieben ist ;-)
Und genau das habe ich ihr vorgeworfen !

VG
wer rächtschreibfeler findet darf sie behalten !
Sophia69
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Post 22 im Thema

Beitrag von Sophia69 »

Hallo Ute, du schriebst:
"Naja, das mit dem Retten, das kannst den Missionaren nicht anhängen, das hätte die einfachen Möglichkeiten der Kirche bei weitem überstiegen. Eher könnte man sagen, die Missionare sind damals hauptsächlich in die dritte Welt gegangen um
1. neue Anhänger für die Religion zu gewinnen, und damit neue Einnahmequellen zu erschliessen
2. neue Absatzmärkte für Waren und Produkte der damals noch jungen Industrie zu erschliessen".
Mir ging es eigentlich hier um den Vergleich der staatlichen Entwicklungshilfe, um kapitalistische Werte und Normen in Entwicklungsländern einzuführen bzw. zu sichern, mit der, für mich "gespielten" Besorgnis der christlichen Artikelverfasser, um ihr Weltbild zu sichern, sonst müssten sie sich doch mit den betroffenen Transgendern an einem Tisch setzen um zu schauen, ob sie Hilfe wollen, benötigen und falls ja, wie soll sie aussehen, anstatt viele von ihnen als nach Aufmerksamkeit ringende Personen zu stigmatisieren, die sich einer "neuen Modeerscheinung" angeschlossen haben und diese armen Transgenderseelen haben letztendlich nicht den Teufelskreis durschaut, indem sie sich begeben haben. Nämlich, vorschnell gehandelt zu haben, ihren wertvollen Körper (Gottes Schöpfung) unwiderruflich zerstört zu haben.
Wo soll das Enden? In "Genderaustreibung", dass ein jeder in seinem von Gott gegebenen Geschlecht biz zu seinem Tod glücklich den Herrn preist? :((a
Es tut mir leid, aber als bekennender Atheist geht mir hier die Hutschnur hoch, bei soviel offensichtlicher Scheinheiligkeit, wie sie für mich aus diesem Artikel nur so trieft.

Liz
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Post 23 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

heike65 hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 19:23 Die Therapie ist noch nicht beendet, aber er hat für sich, mit Hilfe der Therapie herausgefunden, dass er nicht transsexuell ist, es liegen andere Persönlichkeitsstörungen vor.
Hallo Heike,

dann sind es bei mir auch einfach nur andere Persönlichkeitsstörungen. Und das TSG hat nur etwas mit der Vä/Pä zu tun, und nicht mit dem Medizinischen, wo die Krankenkassen zuständig sind. Und warum soll jetzt der olle Nikolaus keine VÄ/PÄ machen können, wo er sich doch als Nicole fühlt. Selbst wenn er*sie das wieder rückgängig machen wollte, wäre das doch nichts weiter als ein simpler Verwaltungsakt. Und auch bei einer HRT lassen sich die Hormone wieder langsam zurück fahren. Lediglich die GaOP wäre endgültig.

Bei Deinem Klassenkameraden vermute ich, dass er ein gutes Stück nicht-binär ist - daher der Wunsch eine Frau sein zu wollen. In der Rolle als Mann ist er offensichtlich - wie auch ich - nur wenig oder gar nicht sozialisiert. Bei ihm war die Ursache offensichtlich eine Alkoholikerin, und bei mir war es eine Übermutter. Also sucht er nach einer Erklärung für seine (Nicht-)Identität und nicht nach einer letztlich erfolglosen Therapie, die ihn irgendwo hin führen soll, wo er sich nicht zugehörig fühlt. Dem versucht er doch wieder zu entkommen, und springt schießlich noch aus Verzweiflung vor den Zug. Im strengen Sinne trans ist er sicherlich nicht. Aber warum verweigert man ihm dann eine wirkliche Hilfe und stempelt ihn einfach als psychisch krank ab? - etwas, das Transmenschen für sich selbst überhaupt nicht leiden können. Der Psychologe hat doch höchst wahrscheinlich überhaupt keine Ahnung von nicht-binären Menschen. Warum hält es dann also die SHG oder das "Regenbogentreffen" nicht für angebracht hier angemessen Hilfe zu leisten? Schade, dass ich da nicht dabei bin.

Liebe Grüße
Nicole
ExuserIn-2020-03-10
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Re: Artikel

Post 24 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-03-10 »

Liz hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 20:55 Mir ging es eigentlich hier um den Vergleich der staatlichen Entwicklungshilfe, um kapitalistische Werte und Normen in Entwicklungsländern einzuführen bzw. zu sichern, mit der, für mich "gespielten" Besorgnis der christlichen Artikelverfasser, um ihr Weltbild zu sichern, sonst müssten sie sich doch mit den betroffenen Transgendern an einem Tisch setzen um zu schauen,
Hallo Liz,
dann liegen wir inhaltlich nicht weit auseinander, da 'der Staat' ja nicht 'aus sich heraus' agiert, sondern meist im Namen eines oder mehrerer Auftraggeber unterwegs ist (hier: Kirche, Industrie). Um es präzise zu sagen: Auch die Kirche bzw. die Industrie sind 'der Staat'. Und die haben ihre Interessen, können Anregungen für staatliche Entwicklungshilfe geben.

Eine 'ehrliche Rettung' hätte ja damals wie heute ein echtes Gespräch unter Gleichen erfordert, ein Gespräch in dem man den Standpunkt des Anderen kennen lernt und ihm sich weiter entwickeln hilft, anstatt ihm einfach ein neues Waschbecken zu verkaufen. Das hat aber so in der Entwicklungshilfe nie stattgefunden. Ich hatte mal einen Arbeitskollegen der seinen Urlaub mit Missionarsdiensten vollständig ausgeüllt hat, ich weiss von was ich da rede :-) Und ich verstehe wenn dir da die Hutschnur hochgeht :-)

Ja, du hast recht, eine 'ehrliche Rettung' der 'armen Transgenderseelen' geht m.E. nur im Gespräch auf Augenhöhe, und nicht mit Disqualifizierung oder dem Verweis auf '5 Ärzte kündigen aus gewissen Gründen daher muss es falsch sein'.

LG,
Ute
Michi
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Post 25 im Thema

Beitrag von Michi »

JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09 Hallo,

ich möchte mich kurz zu dem Artikel am Anfang äußern. Ja es stimmt, Idea ist ein Christliches Magazin.
...
Nun komme ich zu dem Atikel. Ich habe ihn mehrfach intensiv gelesen und kann keinen Grund finden aus welchem man ihn ablehnen könnte.
Zu deiner Frage:

Es fängt schon damit an, dass die Titelzeile: "Immer mehr Menschen halten sich für transgender" bewusst reißerisch formuliert ist, und eine Tatsachenbehauptung aufstellt, die im Text nicht konkret belegt sind. Statt dessen schreibt man über allgemeine Entwicklungen und Verbesserungen im Umgang mit Transidentität, die mit weiteren Tatsachenbehauptungen vermischt werden. Weiterhin werden Zahlen zur allgemeinen Entwicklung angeführt und so dargestellt, dass sie beim unkritischen Leser den Eindruck erwecken, Beweise für die aufgestellte Tatsachenbehauptung zu sein. Und da das nicht nur einmal, sondern mehrfach im Artikel vorkommt, wage ich zu unterstellen, dass dies vorsätzlich gemacht wurde. Für keine der aufgestellten Behauptungen werden konkrete Quellenangaben geliefert. Garniert und "bestätigt" wird das Machwerk mit den Worten eines Einzelfalls. Das ist für ihn ohne jeden Zweifel sehr bedauerlich, wenn das tatsächlich so passiert sein sollte. Tatsächlich ist und bleibt dieser Patrick aber ein Einzelfall, aus dem sich genau keine generelle Aussage ableiten lässt.

Zur angeführten 19-fach erhöhten Suizid-Rate:
Die Quelle fehlt. Es wird überhaupt nicht darauf eingegangen, dass diese Menschen sehr wahrscheinlich aus unterschiedlichen Gründen Suizid begangen haben. Statt dessen folgt die im Bezug auf den Suizid sachfremde Aussage, dass sie eigentliche Ursache, aus der diese Individuen ihr biologisches Geschlecht ablehnen, nicht bearbeitet wurde. Damit wird suggeriert und implizit unterstellt, dass das Bereuen der falschen Entscheidung der Grund für den Suizid sei. Das ist Bullshit vom Feinsten.

Ich habe mal kurz im Netz gesucht ...
Die schwedische Langzeitstudie selbst habe ich nicht gefunden. Aber in ähnlichen Berichten anderer irgendwie religiös anmutender Seiten fand ich die Angabe, dass sich diese auf den Zeitraum von 1973 bis 2003 bezieht, und 324 Personen umfasst hat. Nun ist einerseits die geringe Fallahl nicht besonders aussagekräftig, und andererseits mit Blick auf den Zeitraum nicht gerade unwahrscheinlich, dass sich ein nennenswerter Teil der Betroffenen das Leben genommen hat, weil die tagtäglichen Diskriminierungen und Anfeindungen nicht mehr zu ertragen waren.

Ich will an dieser Stelle aufhören, denn ich finde, dass sollte als Einstieg genügen um zu belegen, dass es tatsächlich berechtigte Gründe gibt, den Artikel abzulehnen.

JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09 Ja er spricht sich gegen die moderne Welt aus, aber in keiner Zeile spricht er sich gegen Trans* oder allem anderen dieser Richtung aus. Er legt nur offen aus was Fakt ist, es wird ja nicht mal angesprochen wie es eventuel in der Bibel stehen könnte.
Nein! Er spricht sich nicht nur gegen die moderne Welt aus, sondern auch gegen Trans*!

Freilich sind die Hardliner nicht dumm, und nachdem ihre Herzartikel in den letzten Jahren starken Gegenwind bekamen, haben sie dazu gelernt und fleißig Kreide gefressen.

Die Hetze ist nur subtiler geworden. :evil:

JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09 Als Authismus langsam als gerechtfertige Einschränkung auf den Markt kam, ich habe hier bewusst Markt gewählt, schien auf einemal fast jeder Authismus zu haben. Auch hier haben etliche Betroffene negative Resultate daraus gezogen weil vorschnell die Diagnose stand. Und einen ähnlichen Fall haben wir auch in unserer Gruppierung. Klar gibt es einige die tatsächlich die Schritte gehen und bis an ihr Lebensende glücklich und zufrieden sind. Aber habt ihr mel ein paar Dokus angesehen? Die Ärtze sagen immer wieder dass es ein unumkehrbarer Schritt ist. Das ist sicher sehr vielen aus dem Forum bekannt. jedoch gibt es sowohl hier als auch über all anders Menschen die diesen "Hype" einfach mitmachen (ich habe mich im übrigen dazu entschieden nicht mehr bei jedem merkwürdigen Wort dazu zuschreiben das ich es bewusst gewählt habe, wer aufmerksam liest, dem fällt es schon auf).
Sorry, aber das empfinde ich einfach nur haarsträubend und widersinnig. Du versuchst, eine Tatsachenbehauptung (Trans*-Hype) mit einer weiteren Tatsachenbehauptung (Autismus-Hype) und im konkreten Kontext zusammenhangslosen Tatsachen (unumkehrbarer Schritt) zu belegen.

JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09 Ich selber bin erst einmal Crossdresser mit einer tendenz zur Transindentität, weil ich mir einfach nicht genug sicher bin woher dass kommt. Wie es im Bezug auf Christliche Themen immer wieder auseinandersetztungen gibt, weil Christen sagen: es liegt an Gott, und die Wissenschaft andere Beweise vorlegt. Ich zum Beispiel behaupte dass ich mich auf Arbeit nicht Konzentrieren kann und auch teilweise echt beschissen schlafen kann und dass ich dauerhaft müde bin, weil in mir der Kampf zwischen den zwei Identitäten tobt. Aber es kann genauso daran liegen, dass ich mich einfach zu wenig bewege, zu wenig draußen bin, daher kann ich in der Nacht nicht richtig schlafen, mein Körper braucht einfach den Schlaf dann nicht(hat ja noch genügend Resourcen), dadurch bin ich dauermüde wodurch ich auf Arbeit weniger Konzentration habe. Klar kann ich die letzten Nächte besser schlafen, ich habe in meiner weiblichen Form geschlafen, dass aknn aber auch nur ein Plazeboeffekt sein. Unsere Welt ist mittlerweile richtig in Hektik wodurch immer wieder Schnelldiagnosen gestellt werden. Dann sind wir in einer Welt in der wir trotz einer riesenauswahl an Sozialen Netztwerken immer mehr vereinsamen. Und dann wundert sich die Welt wenn plötzlich sich eine neue Gruppe aufmacht und die Massen anzieht. Denkt mal darüber nach ob der Artikel wirklich so falsch liegt oder ob er vielleicht sogar genau die Wunde getroffen hat.
Und noch eine Runde Spekulationen. Aber auch die machen den Artikel, den du so vehement verteidigen möchtest, nicht richtiger.

JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09 Ich finde es jedenfalls inakzeptabel etwas abzuwerten ohne darüber geschroben zu haben was man so negativ sieht, es könnte dadurch die Meinung entstehen, das der Artikel genau an euch gerichtet war und es bellen bekanntlich nur betroffenen Hunde.
Okay, ich habe ja nun darüber geschroben! Und nun? :?

BTW ...

Wenn du schon einen "tierischen" Vergleich wählst, wie fändest du es, wenn man deine Äußerungen im Gegenzug als "mit den Wölfen heulen" bezeichnen würde?!

JuliaGrünheid hat geschrieben: Mo 9. Dez 2019, 17:09 Allerliebste Grüße

Julia
:roll:

Dies ist dein erster Beitrag hier im Forum. Du bist seit mehr als einem Jahr im Forum angemeldet, und hast dich bisher noch nicht vorgestellt.

Das muss freilich nichts bedeuten. Aber ich empfinde es schon ein wenig befremdlich. (zeitung)
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Post 26 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Wenn eine Gesellschaft wirklich tolerant wäre, dann müssten viele gar nicht erst transitionieren oder ihre Transition aufgeben.
Jenina
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Re: Artikel

Post 27 im Thema

Beitrag von Jenina »

Hallo,

das alte Thema und es polarisiert wieder und wieder. Vor allem wenn ein Artikel so provozierend geschrieben ist.

Was können wir wirklich daraus lernen?
Dass es Leute gibt die trans* Menschen nicht akzeptieren und ihre Existenz sogar negieren? Das wird immer so sein, man wird diese Menschen auch nicht ändern.
Dass die "Fallzahlen" steigen bei der Behandlung von trans* Menschen? Das glaube ich schon, auch wenn dafür keine Quellen angegeben werden. Nur liegt das nicht an einem "Hype" sondern an der Anerkennung der Realitäten. Die Menschen sind bewusster geworden, aufgeklärter, und suchen eine Lösung aus einem Dilemma, was real existiert.

Was ist aber das eigentliche Problem? Für mich ist es eindeutig die fest verankerte bipolare Geschlechtlichkeit. Würde man die psychische Geschlechtlichkeit vom Biologischen lösen und anerkennen, dass es eben weder im biologischen noch im psychischen Bereich genau zwei hart definierte Geschlechter gibt, sondern dass die Varianz viel größer ist, dann hätte man viele Probleme nicht.

Wir sollten auch anerkennen, dass genau das dazu führt, dass Menschen sich falsch entscheiden, weil sie meinen sich entscheiden zu müssen. Unsere Gesellschaft akzeptiert die trans* Menschen, die sich nicht eindeutig zu einem der Geschlechtet zuordnen, noch viel weniger als die, die sich einer Geschlechtsanpassung unterziehen.

Wir können uns ruhig erst mal aufregen über den Artikel. Nur bringt das nichts, denn wir müssen der Realität ins Auge sehen. Und da gibt es noch viel zu tun bei der Aufklärung derjenigen, die nicht bereits ihre verfestigte Meinung haben (siehe oben). Diese indifferenten Menschen müssen wir aufklären. Und das möglichst mit einem Modell das allen trans* Menschen nutzt. Und da muss es eben mehr geben als eine Drag Race oder den tausendsten Beitrag über eine gelungene Geschlechtsanpassung.

Eine Patentlösung habe ich aber auch nicht. Beiträge kommentieren? Wenn es überhaupt erlaubt wird... Twittern? Wen erreicht das wirklich... Mehr Präsenz in der Öffentlichkeit? Wir wissen alle wie schwer das ist...

Jenina
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ExuserIn-2020-10-20
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Re: Artikel

Post 28 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Aus eigener Erfahrung heraus weiß ich wie schwer Präsenz in der Öffentlich keit sein kann.
Es ist aber das einzige wirksame Mittel zur Normalität beizutragen.

Darum versuche ichr nicht nur androgyn, sondern weiblich zu erscheinen,
verstecken hilft mir nicht mehr weiter.

Petra Sofie
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Re: Artikel

Post 29 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Julia du hattest Glück, du konntest bereis in ganz jungen Jahren deine aufkeimenden Neigungen ausleben. Erst später kam von deiner Mutter die erste Kritik.
Eine Kritik die dich in den 'Untergrund' trieb. Ich bin Baujahr 1956, da wäre die Sache mit dem Kleidertausch schon am zweiten Tag Thema gewesen.
Der Druck war von vornherein unglaublich hoch. Trans.. gab es nur im Cabaret, Schwulsein war verboten.

Heute brauchst du dich nicht mehr so sehr verstecken, sicher es gibt immer noch die ewig gestrig gebliebenen, selbst in deinem Alter. Wie der Eingangsartikel teilweise zeigt, da es immer noch gesellschaftliche Strömungen gibt die ein Umdenken nicht zulassen. Dann kommt es zu abwertenden Äußerungen gegen uns.

Häßlich wird es meistens an den Punkten, an denen sich Religion und Staat zu sehr vermischen. Es geht letztendlich nicht um Andersartigkeit, es geht ganz banal um Machterhalt. Wie aber sollen wir den Gegenbeweis antreten, das wir nicht Macht wollen, sondern die uns zustehenden verbrieften Rechte wahrnehmen möchten. Eine gewaltige Aufgabe für so eine kleine Minderheit, auf die sich ein Großteil der restlichen Bevölkerung eingeschossen hat.

Was auch immer du nun bist, ist egal. Lebe es aus, soweit es dir möglich ist, finde dich selbst. Jeder der genau das tut, ist ein weiterer Grundstein für eine tolerantere Meinungsbildung in der Gesellschaft. Oft schwer umzusetzen, aber um selbst an Körper und Seele gesund zu bleiben geht es nicht anders.

Petra Sofie
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Re: Artikel

Post 30 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Der Satz in dem Artikel: "In Deutschland ist man laut Sonntagszeitung dabei, Transitionen so leicht und unkompliziert wie möglich zu machen", entbehrt nicht einer gewissen Komik. Schön wärs; aber getan hat sich derzeit nichts. Wie die Leutchen dort wohl auf diesen Unsinn kommen bleibt mir ein Rätsel.
LG
Christina
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